Aktuelle Pressemitteilungen

Personalia vom 16. Juni 2026 +++ Wir gratulieren!

Hier lesen Sie Neuigkeiten aus dem Bereich Personal: Neueinstellungen, Dienstjubiläen, Forschungsfreisemester und mehr.

Dr. Maik Luu, Juniorprofessor, Medizinische Klinik und Poliklinik II, ist mit Wirkung vom 24.05.2026 erneut zum Juniorprofessor für Translationale Medizin an der Universität Würzburg ernannt worden.

 

einBlick - Das Online Magazin der Universität Würzburg vom 16.06.2026

Magersucht: Lebensgefährliches Ringen um Autonomie und Kontrolle

Zu einem öffentlichen Vortrags- und Diskussionsabend über Magersucht lädt die Universität Würzburg am Donnerstag, 25. Juni, in die Neubaukirche ein. Der Eintritt ist frei.

Neubaukirche Eingang im Innenhof der Alten Universität
Der Eingang zum Veranstaltungsort Neubaukirche befindet sich im Innenhof der Alten Universität in der Domerschulstraße. (Bild: Robert Emmerich / Universität Würzburg)

Wie kann Magersucht (Anorexie) bei Erwachsenen verhindert und langfristig behandelt werden? Welche Risikofaktoren spielen eine Rolle? Wie wird die Erkrankung erkannt und welche Therapien sind nach aktuellem wissenschaftlichem Stand wirksam?

Wer die Antworten wissen möchte, kann am Donnerstag, 25. Juni 2026, von 18:00 bis 20:00 Uhr einen öffentlichen Vortrags- und Diskussionsabend in der Neubaukirche der Universität Würzburg besuchen.

Den einleitenden Vortrag hält Professorin Simone Munsch vom Departement für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Fribourg (Schweiz). Unter dem Titel „Anorexia Nervosa im Erwachsenenalter – Ansatzpunkte bei Prävention und Behandlung“ gibt sie Einblicke in die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Ein Schwerpunkt ihres Vortrags liegt auf den allgemeinen psychologischen Mechanismen, die bei Magersucht und vielen anderen Essstörungen eine zentrale Rolle spielen.

Im anschließenden Podiumsgespräch wird das Thema durch weitere Perspektiven ergänzt. Neben Fachleuten aus Psychologie, Medizin und Beratung berichten auch zwei betroffene Frauen, die den Podcast „süß und essgestört“ produzieren, über ihre persönlichen Erfahrungen. Auf dem Podium:

  • Caro und Claudi, Podcast „süß und essgestört“
  • Jana Kürschner, Caritas Suchtberatungsstelle Würzburg
  • Professorin Simone Munsch, Universität Fribourg
  • Professor Frank Schwab, Lehrstuhl für Medienpsychologie, Universität Würzburg
  • Professor Sebastian Walther, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Universitätsklinikum Würzburg.

Die Moderation des Abends übernimmt Dr. Christina Berndt von der Süddeutschen Zeitung.

Anmeldung

Der Eintritt ist frei. Wer teilnehmen möchte, soll sich bis spätestens Donnerstag, 25. Juni 2026, 12:00 Uhr, auf der Webseite der Veranstaltung anmelden.

Veranstalter

Der Abend zum Thema „Magersucht: (Lebens)gefährliches Ringen um Autonomie und Kontrolle“ ist eine Veranstaltung des Arbeitskreises Suchthilfe der Universität Würzburg in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Würzburg und der Bayerischen Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen.

 

einBlick - Das Online-Magazin der Universität Würzburg vom 16.06.2026 

Neubaukirche Eingang im Innenhof der Alten Universität
Der Eingang zum Veranstaltungsort Neubaukirche befindet sich im Innenhof der Alten Universität in der Domerschulstraße. (Bild: Robert Emmerich / Universität Würzburg)

Stern-Klinikliste: Das Uniklinikum Würzburg in 31 Fachbereichen ausgezeichnet

Die Klinikliste 2026/27 des Magazins Stern würdigt das Uniklinikum Würzburg erneut für seine medizinische Qualität: Es wurden in insgesamt 31 Fachbereichen ausgezeichnet – von Adipositaschirurgie bis Zahnmedizin.

Zwei Ärztinnen und ein Arzt, die an einem Monitor ein Herz-Ultraschallbild besprechen.
Zu den von der Stern-Klinikliste 2026/27 am UKW ausgezeichneten Fachbereichen gehört die Herzchirurgie. © Silvia Gralla / UKW

Würzburg / Hamburg. Das Magazin Stern hat am 11. Juni dieses Jahres seine neue Klinikliste veröffentlicht und darin die 100 besten Krankenhäuser Deutschlands aufgeführt. Auch das Uniklinikum Würzburg (UKW) gehört erneut zu diesem Kreis. Grundlage der Bewertung ist eine Analyse des Rechercheinstituts Munich Inquire Media. Demnach erreicht das UKW in 31 der insgesamt 39 untersuchten Fachgebiete Spitzenbewertungen. Im Freistaat Bayern belegt es damit Rang vier, deutschlandweit Platz 16.

Die Top-Bereiche des UKW
In folgenden Fachbereichen wurde das UKW ausgezeichnet: Adipositaschirurgie, Angststörungen, Augenheilkunde, Beckentumore, Brustkrebs, Darmkrebs (zwei Mal), Depression, Gynäkologische Operationen, Handchirurgie, Hautkrankheiten, Hautkrebs, Herzchirurgie, Hirntumore, HNO, Interventionelle Kardiologie, Interventionelle Radiologie, Kinderchirurgie, Kreuzbandriss/Meniskus, Leukämie, Multiple Sklerose, Parkinson, Plastische Chirurgie, Prostatakrebs, Psychosomatik, Rhythmologie, Risikogeburten, Schilddrüsenchirurgie, Strahlentherapie, Urologie und Zahnmedizin.

Text: Pressestelle / UKW
 

Zwei Ärztinnen und ein Arzt, die an einem Monitor ein Herz-Ultraschallbild besprechen.
Zu den von der Stern-Klinikliste 2026/27 am UKW ausgezeichneten Fachbereichen gehört die Herzchirurgie. © Silvia Gralla / UKW

Ganz Bayern in Bewegung: Aktionstag „Wir bewegen Bayern“ setzt starkes Zeichen für Gesundheit

Mit großer Resonanz fand am 13. Juni 2026 die bayernweite Präventionsveranstaltung „Wir bewegen Bayern“ statt. Zeitgleich in Augsburg, Erlangen, München, Regensburg und Würzburg setzten das Bayerische Zentrum für Krebsforschung (BZKF) gemeinsam mit einer Vielzahl von Partnern ein starkes Zeichen für Prävention, Gesundheit und Bewegung. Insgesamt 15.000 Teilnehmende informierten sich über gesundheitsfördernde Lebensweisen und nutzten zahlreiche Bewegungsangebote.

 

Staatsministerin Judith Gerlach eröffnet mit der jungen Krebspatientin den offiziellen Start den Aktionstag mit einer Startklappe.
Gemeinsam mit der jungen Krebspatientin Leni Hock (l.) gab Staatsministerin Judith Gerlach den offiziellen Startschuss für den Aktionstag. © UKW / Benedikt Knüttel

Das abwechslungsreiche Programm umfasste rund 70 Sportangebote, die von insgesamt 65 Vereinen und Institutionen an den fünf Austragungsorten gestaltet wurden. An zahlreichen Mitmachstationen, Bewegungs-Challenges und sportlichen Aktionen konnten Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen aktiv werden und neue Bewegungsformen kennenlernen. Neben etablierten Sportarten wie Fußball, Basketball und Yoga bot die Veranstaltung auch außergewöhnliche Angebote wie Longboard Dancing, Slackline oder Body Cross. Die Teilnehmenden hatten dabei die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten auszuprobieren und zugleich in Fachvorträgen zu erfahren, welchen wichtigen Beitrag regelmäßige Bewegung für die langfristige Gesundheit leisten kann. Großen Zuspruch fanden zudem die Autogrammstunden mit prominenten Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern, darunter Felix Neureuther, Thomas Lurz und Josia Topf. In persönlichen Gesprächen teilten sie ihre Erfahrungen und motivierten zu einem gesundheitsbewussten Lebensstil.

Gesundheitsministerin Gerlach betonte in ihrer Begrüßung in Würzburg die wichtige Rolle der Krebsprävention: „Mit dem Bayerischen Zentrum für Krebsforschung bündeln wir Spitzenforschung und Versorgung in Bayern. Zudem setzen wir mit unserem Masterplan Prävention gezielt auf Vorsorge, Früherkennung und Gesundheitsförderung, die die Menschen im Alltag erreicht. Den heutigen Aktionstag ‚Wir bewegen Bayern‘ begrüße ich ausdrücklich. Denn regelmäßige Bewegung ist eine der wirksamsten Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit.“

Ulrike Seitzinger-Bauer, Krebspatientin und Teilnehmerin in Erlangen berichtet: „Wir bewegen Bayern hat eindrucksvoll gezeigt, wie sich Prävention erlebbar gestalten lässt und wie groß das Interesse der Bevölkerung an gesundheitsfördernden Angeboten ist. Die hohe Beteiligung, die positive Atmosphäre und das starke Engagement aller Beteiligten haben den Aktionstag zu einem gelungenen Fest für die ganze Familie gemacht. Auch meine eigene Erfahrung zeigt, wie wichtig Bewegung sein kann: Ich war früher ein echter Sportmuffel, habe aber während meiner Therapie mit Sport begonnen. Der Sport hat mir sehr geholfen, die Chemotherapie zu bewältigen – er hat mir Kraft gegeben, Freude geschenkt und neuen Elan in meinen Alltag gebracht.“

Die erfolgreiche Umsetzung von „Wir bewegen Bayern“ war nur durch die enge und engagierte Zusammenarbeit aller sechs BZKF-Standorte möglich. Mit großem Einsatz haben die beteiligten Teams die Veranstaltung gemeinsam realisiert und damit ein bayernweites Zeichen für Bewegung, Gesundheit und Prävention gesetzt. Das standortübergreifende Miteinander spiegelt den Leitgedanken des BZKF wider: „Exzellenz stärken – Wissen teilen“.


Bayerisches Zentrum für Krebsforschung (BZKF)

Das BZKF verfolgt das Ziel, allen Bürgerinnen und Bürgern in Bayern – unabhängig von ihrem Wohnort – Zugang zu bestmöglichen und innovativen Krebstherapien zu ermöglichen. Neben der Förderung der Krebsforschung bündelt das BZKF umfassende Expertise in den Bereichen Früherkennung, Therapie und Nachsorge von Tumorerkrankungen. Gleichzeitig setzt sich das Zentrum für eine flächendeckende, interdisziplinäre Versorgung von Patientinnen und Patienten ein. Mit dem BürgerTelefonKrebs bietet das BZKF zudem eine kostenfreie und unkomplizierte Anlaufstelle für individuelle Fragen rund um das Thema Krebserkrankungen. Die Beratung ist unter der Telefonnummer 0800 85 100 80 erreichbar.

 

Pressemitteilung des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung (BZKF) vom 15. Juni 2026

Staatsministerin Judith Gerlach eröffnet mit der jungen Krebspatientin den offiziellen Start den Aktionstag mit einer Startklappe.
Gemeinsam mit der jungen Krebspatientin Leni Hock (l.) gab Staatsministerin Judith Gerlach den offiziellen Startschuss für den Aktionstag. © UKW / Benedikt Knüttel

„Wir bewegen Bayern“: Große Begeisterung für Bewegung und Gesundheit

Aktionstag „Wir bewegen Bayern“ am Würzburger Uni-Sportzentrum war ein voller Erfolg / Eröffnung mit Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach

Zahlreiche Sport- und Bewegungsangebote konnten ausprobiert werden, auch Gesundheitsministerin Judith Gerlach nutzte begeistert das Angebot. Foto: UKW / Benedikt Knüttel
Zahlreiche Sport- und Bewegungsangebote konnten ausprobiert werden, auch Gesundheitsministerin Judith Gerlach nutzte begeistert das Angebot. Foto: UKW / Benedikt Knüttel
Gemeinsam mit der jungen Krebspatientin Leni Hock (l.) gab Ministerin Judith Gerlach den offiziellen Startschuss für den Aktionstag. Foto: UKW / Benedikt Knüttel
Gemeinsam mit der jungen Krebspatientin Leni Hock (l.) gab Ministerin Judith Gerlach den offiziellen Startschuss für den Aktionstag. Foto: UKW / Benedikt Knüttel
Auf dem gesamten Gelände des Uni-Sportzentrums herrschte den ganzen Tag über reges Treiben. Foto: UKW / Benedikt Knüttel
Auf dem gesamten Gelände des Uni-Sportzentrums herrschte den ganzen Tag über reges Treiben. Foto: UKW / Benedikt Knüttel
Initiiert wurde der Aktionstag vom Bayerischen Zentrum für Krebsforschung (BZKF) und vom Uniklinikum Würzburg (UKW) gemeinsam mit der Universität Würzburg organisiert. Zahlreiche Gäste u.a. aus Politik, Universitätsmedizin und der Region kamen zur Premiere am Samstag. Foto: UKW / Benedikt Knüttel
Initiiert wurde der Aktionstag vom Bayerischen Zentrum für Krebsforschung (BZKF) und vom Uniklinikum Würzburg (UKW) gemeinsam mit der Universität Würzburg organisiert. Zahlreiche Gäste u.a. aus Politik, Universitätsmedizin und der Region kamen zur Premiere am Samstag. Foto: UKW / Benedikt Knüttel

Würzburg. Sommerwetter, ein vielfältiges Bewegungsprogramm und rund 1.000 inspirierte Teilnehmende und Vereine und Initiativen: Der Aktionstag „Wir bewegen Bayern“ verwandelte das Sportzentrum der Julius-Maximilians-Universität Würzburg am Samstag, 13. Juni 2026, in einen lebendigen Treffpunkt für Gesundheit, Prävention und gemeinschaftliche Bewegung. Die vom Bayerischen Zentrum für Krebsforschung (BZKF) initiierte und vom Uniklinikum Würzburg (UKW) gemeinsam mit der Universität Würzburg organisierte Veranstaltung machte eindrucksvoll deutlich, wie viel Freude Bewegung bereiten kann – und welchen Beitrag sie für die Gesundheit leistet.

Von 10:00 bis 16:00 Uhr nutzten Menschen aller Altersgruppen die Gelegenheit, zahlreiche Sport- und Bewegungsangebote kostenlos auszuprobieren. Ob Taekwondo, Rollstuhlbasketball, Yoga, Pilates, Discgolf, Body-Cross-Training, Slacklining, Parkour, Handball oder das dynamische Fitnessprogramm „World Jumping“ – auf dem gesamten Gelände herrschte den ganzen Tag über reges Treiben. Besonders Familien mit Kindern nahmen die Mitmachangebote begeistert an.

Eröffnung mit Bayerns Gesundheitsministerin

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach, die als Vertreterin des Schirmherrn, Ministerpräsident Dr. Markus Söder, nach Würzburg gekommen war. Begrüßt wurden die Gäste außerdem von Prof. Dr. Stephan Hackenberg als Vertreter der Ärztlichen Direktion des UKW, der BZKF-Direktorin Prof. Dr. Andrea Wittig-Sauerwein sowie Würzburgs Oberbürgermeister Martin Heilig. Gemeinsam mit der jungen Krebspatientin Leni Hock gab Judith Gerlach anschließend den offiziellen Startschuss für den Aktionstag.

In ihrem Grußwort betonte Gesundheitsministerin Gerlach die Bedeutung von Krebsprävention: „Mit dem Bayerischen Zentrum für Krebsforschung bündeln wir Spitzenforschung und Versorgung in Bayern. Zudem setzen wir mit unserem Masterplan Prävention gezielt auf Vorsorge, Früherkennung und Gesundheitsförderung, die die Menschen im Alltag erreicht. Den heutigen Aktionstag ‚Wir bewegen Bayern‘ begrüße ich ausdrücklich. Denn regelmäßige Bewegung ist eine der wirksamsten Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit.“ 

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass körperliche Aktivität das Risiko für viele Erkrankungen, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und verschiedene Krebsarten, senken kann. Gleichzeitig verbessert Bewegung das Wohlbefinden, die Lebensqualität und die soziale Teilhabe.

Sich informieren – und typisieren lassen

Neben den sportlichen Aktivitäten informierten Organisationen, Selbsthilfegruppen und Initiativen über ihre Angebote. Große Aufmerksamkeit fanden zudem die kostenlosen Gesundheitschecks sowie die Möglichkeit zur Stammzelltypisierung, von der zahlreiche Besucherinnen und Besucher Gebrauch machten.

Zu den Höhepunkten des Tages gehörte ferner das Gespräch zum Thema „Sport und Gesundheit“ mit den beiden Leistungssportlern Thomas Lurz und Tim Bauder. Zwei Olympiamedaillen, zwölf Weltmeistertitel und viele weitere Spitzenplatzierungen machen Lurz zu einem der erfolgreichsten deutschen Freiwasserschwimmer der Geschichte. Er startete für den SV Würzburg 05. Bauder ist Handballspieler der Wölfe Würzburg und seit zwei Jahren Botschafter für den Würzburger Verein „Hilfe im Kampf gegen Krebs“. Viele Gäste verfolgten nicht nur interessiert die Diskussion, sondern nutzten auch die anschließende Autogrammstunde. Auf hohes Interesse stießen zudem die Vorführungen regionaler Tanz- und Sportgruppen sowie die Tombola mit attraktiven Preisen.

Zum Abschluss zogen die Organisatoren ein durchweg positives Fazit. Der Aktionstag habe eindrucksvoll gezeigt, wie groß das Interesse an Bewegung, Gesundheitsförderung und Krebsprävention in der Bevölkerung sei. Gleichzeitig sei es gelungen, Menschen unabhängig von Alter, Fitness oder gesundheitlichen Voraussetzungen für einen aktiven Lebensstil zu begeistern – ganz im Sinne des Mottos: Jede Bewegung zählt.

 

Impressionen: Hier geht es zur Bildergalerie und zum Video 

Zahlreiche Sport- und Bewegungsangebote konnten ausprobiert werden, auch Gesundheitsministerin Judith Gerlach nutzte begeistert das Angebot. Foto: UKW / Benedikt Knüttel
Zahlreiche Sport- und Bewegungsangebote konnten ausprobiert werden, auch Gesundheitsministerin Judith Gerlach nutzte begeistert das Angebot. Foto: UKW / Benedikt Knüttel
Gemeinsam mit der jungen Krebspatientin Leni Hock (l.) gab Ministerin Judith Gerlach den offiziellen Startschuss für den Aktionstag. Foto: UKW / Benedikt Knüttel
Gemeinsam mit der jungen Krebspatientin Leni Hock (l.) gab Ministerin Judith Gerlach den offiziellen Startschuss für den Aktionstag. Foto: UKW / Benedikt Knüttel
Auf dem gesamten Gelände des Uni-Sportzentrums herrschte den ganzen Tag über reges Treiben. Foto: UKW / Benedikt Knüttel
Auf dem gesamten Gelände des Uni-Sportzentrums herrschte den ganzen Tag über reges Treiben. Foto: UKW / Benedikt Knüttel
Initiiert wurde der Aktionstag vom Bayerischen Zentrum für Krebsforschung (BZKF) und vom Uniklinikum Würzburg (UKW) gemeinsam mit der Universität Würzburg organisiert. Zahlreiche Gäste u.a. aus Politik, Universitätsmedizin und der Region kamen zur Premiere am Samstag. Foto: UKW / Benedikt Knüttel
Initiiert wurde der Aktionstag vom Bayerischen Zentrum für Krebsforschung (BZKF) und vom Uniklinikum Würzburg (UKW) gemeinsam mit der Universität Würzburg organisiert. Zahlreiche Gäste u.a. aus Politik, Universitätsmedizin und der Region kamen zur Premiere am Samstag. Foto: UKW / Benedikt Knüttel

Hoffnungsträger Vitamin C enttäuscht in großer Verbrennungsstudie

Multizentrische VICToRY-Studie zu hochdosiertem Vitamin C zeigt keinen Nutzen bei schweren Verbrennungen und deutet auf mögliche Risiken hin

Christian Stoppe am Rednerpult beim Critical Care Reviews Meeting in Belfast
Prof. Dr. Christian Stoppe stellte als Erstautor und Leiter der Victory-Studie die Ergebnisse am 10. Juni 2026 beim Critical Care Reviews Meeting in Belfast vor. Zeitgleich wurde die Studie im Journal of the American Medical Association (JAMA) veröffentlicht. © Patrick Meybohm / UKW
Christian Stoppe stellt Studie beim Critical Care Reviews Meeting vor, Aufnahme von Zuschauern im edlen Raum in Belfast
Das Critical Care Reviews Meeting (CCR) ist eine der bekanntesten internationalen Fortbildungsveranstaltungen für Intensivmedizin. Es wird jährlich in Belfast (Nordirland) veranstaltet und gilt als besonders evidenzorientiert, da dort wichtige neue Studien aus der Intensivmedizin vorgestellt und ausführlich diskutiert werden.
4 Porträts im Polaroid-Format sowie Logo der Studie und Illustration einer Vitamin-C-Infusion
Für das Projektmanagement und die Koordination der deutschen Zentren waren neben dem Studienleiter und Erstautor Prof. Christian Stoppe auch Dr. Ellen Dresen, Prof. Patrick Meybohm und Carina Güttler vom UKW verantwortlich. Collage: UKW / erstellt mit Canva

Eine internationale, randomisierte klinische Studie unter der Leitung des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) und der kanadischen Queen’s University in Kingston kommt jetzt zu einem klaren Ergebnis: Hochdosiertes intravenöses Vitamin C verbessert bei Schwerbrandverletzten weder Überleben noch Organdysfunktion und könnte möglicherweise sogar schädlich sein.

Würzburg. Schwere Verbrennungen lösen eine massive Entzündungsreaktion sowie oxidativen Stress aus. Vitamin C gilt als starkes Antioxidans und wird seit Jahrzehnten in der Behandlung von Verbrennungsopfern diskutiert. Bisherige kleinere Studien hatten positive Effekte gezeigt, etwa einen geringeren Flüssigkeitsbedarf. Aufgrund dieser vielversprechenden, aber unsicheren Datenlage empfehlen einige internationale Leitlinien die Gabe von hochdosiertem Vitamin C, allerdings fehlt hierfür eine belastbare Evidenz aus großen randomisierten Studien.

Internationale Leitlinien sollen neue Erkenntnisse berücksichtigen und Empfehlungen überdenken

„Die Empfehlungen der Leitlinien sollten dringend überdacht werden“, mahnt Prof. Dr. Christian Stoppe, Studienleiter und Oberarzt an der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikums Würzburg (UKW). Gemeinsam mit der Queen’s University in Kingston (Kanada) hat das Würzburger Team in der internationalen, randomisierten klinischen StudieVICToRY (VItamin C in Thermal injuRY) den Einsatz von hochdosiertem Vitamin C bei schweren Verbrennungen untersucht. Die am 10. Juni 2026 beim Critical Care Reviews Meeting in Belfast vorgestellten und zeitgleich im renommierten Journal of the American Medical Association (JAMA) veröffentlichten Ergebnisse sind eindeutig: Hochdosiertes intravenöses Vitamin C verbessert das Überleben oder die Organdysfunktion bei schwerbrandverletzten Patientinnen und Patienten nicht – und könnte sogar schädlich sein.

Sterberisiko unter Vitamin C mehr als doppelt so hoch

Insgesamt nahmen 238 Erwachsene mit schweren Verbrennungen von mindestens einem Fünftel ihrer gesamten Hautoberfläche an der Studie teil. Die Patienten wurden in 24 Zentren in Nord-, Zentral- und Südamerika, Europa und Asien nach dem Zufallsprinzip entweder mit hochdosiertem intravenösem Vitamin C (50 mg pro Kilogramm Körpergewicht) behandelt, das über 96 Stunden hinweg alle sechs Stunden verabreicht wurde, oder mit einem Placebo. Es zeigte sich kein Vorteil durch die Behandlung mit Vitamin C. Im Gegenteil: Der wichtigste untersuchte Endpunkt – die 28-Tage-Sterblichkeit und anhaltende Organdysfunktion, beispielsweise Beatmung, Nierenersatztherapie oder Kreislaufunterstützung – trat sogar häufiger bei den Personen auf, die Vitamin C erhielten, als bei denen, die ein Placebo erhielten (40,8 % gegenüber 29,7 %).

Besonders auffällig war die Sterblichkeit innerhalb der ersten 28 Tage: In der Vitamin-C-Gruppe starben 15 Prozent der Patienten, in der Placebogruppe waren es nur 7,6 Prozent. Das Sterberisiko war somit unter Vitamin C mehr als doppelt so hoch. Auch die Sterblichkeit während des gesamten Krankenhausaufenthalts war in der Vitamin-C-Gruppe höher (23,3 % gegenüber 16,1 %). Zudem mussten Patienten, die Vitamin C erhielten, häufiger mit einer Nierenersatztherapie, beispielsweise einer Dialyse, behandelt werden (10,8 % gegenüber 5,9 %). Dieser Unterschied könnte allerdings auch zufällig zustande gekommen sein, da er statistisch nicht eindeutig abgesichert war.

Nach einer geplanten Zwischenanalyse wurde die Studie vorzeitig beendet, da die Ergebnisse darauf hindeuteten, dass die Behandlung keinen Nutzen erwarten ließ und potenziell mit Schäden verbunden sein könnte. Ein unabhängiges Überwachungsgremium empfahl daraufhin, die Studie abzubrechen.

„Vitamin C in der aktuellen Dosierung kann nicht empfohlen werden“

„Unsere Studie liefert erstmals hochwertige, randomisierte Evidenz zu hochdosiertem Vitamin C bei schweren Verbrennungen. Die Ergebnisse sind eindeutig: Die Therapie ist nicht wirksam und möglicherweise sogar schädlich. Sie sollte daher nicht routinemäßig eingesetzt werden“, erklärt Christian Stoppe. Laut Stoppe passen die Ergebnisse zu der kürzlich publizierten LOVIT-Studie bei septischem Schock, die mit dem gleichen Vitamin-C-Schema ebenfalls einen Schadenshinweis zeigte. Damit liegen nun zwei große, randomisierte Studien aus unterschiedlichen intensivmedizinischen Bereichen vor, die den Einsatz von hochdosiertem Vitamin C infrage stellen. Internationale Leitlinien sollten Stoppe zufolge diese neuen Erkenntnisse dringend berücksichtigen.

Begrenzte Ressourcen auf nachweislich wirksame Maßnahmen lenken

„Angesichts weltweit steigender regulatorischer Anforderungen und begrenzter Ressourcen ist es umso wichtiger, dass eine so große internationale Studie endlich Klarheit schafft. Wir hoffen, dass unsere Arbeit dazu beiträgt, Patientinnen und Patienten vor einer unwirksamen und potenziell gefährlichen Therapie zu schützen und die begrenzten Ressourcen auf nachweislich wirksame Maßnahmen zu lenken“, erklärt Prof. Dr. Patrick Meybohm, Direktor der Klinik für Anästhesiologie abschließend. Zukünftig sollen internationale Kooperationen und Forschungsinfrastrukturen weiter ausgebaut sowie gemeinsame Studienplattformen etabliert werden, um die hochwertige klinische Forschung zu stärken. Gleichzeitig wird ein personalisierter Ansatz verfolgt, der eine gezielte Identifikation von Patientinnen und Patienten ermöglicht, die von einer spezifischen Therapie profitieren.

Große internationale Zusammenarbeit

Die VICToRY-Studie wurde im Rahmen des Military Burn Research Program des US‑Verteidigungsministeriums gefördert, unterstützt durch die Lotte & John Hecht Memorial Foundation (Kanada) und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG, STO1099/10-1). Kooperationspartner waren die Queen’s University, Kingston (Kanada), die U.S. Army sowie mehr als 20 weitere internationale Zentren. Für das Projektmanagement und die Koordination der deutschen Zentren waren neben Prof. Christian Stoppe auch Dr. Ellen Dresen, Prof. Patrick Meybohm und Carina Güttler vom UKW verantwortlich.

Publikation: Stoppe C, Hill A, Cancio LC, et al. High‑Dose Intravenous Vitamin C and Mortality and Organ Dysfunction in Severe Burn Injury: The VICToRY Randomized Clinical Trial. JAMA. 2026. doi: 10.1001/jama.2026.10616 

Christian Stoppe am Rednerpult beim Critical Care Reviews Meeting in Belfast
Prof. Dr. Christian Stoppe stellte als Erstautor und Leiter der Victory-Studie die Ergebnisse am 10. Juni 2026 beim Critical Care Reviews Meeting in Belfast vor. Zeitgleich wurde die Studie im Journal of the American Medical Association (JAMA) veröffentlicht. © Patrick Meybohm / UKW
Christian Stoppe stellt Studie beim Critical Care Reviews Meeting vor, Aufnahme von Zuschauern im edlen Raum in Belfast
Das Critical Care Reviews Meeting (CCR) ist eine der bekanntesten internationalen Fortbildungsveranstaltungen für Intensivmedizin. Es wird jährlich in Belfast (Nordirland) veranstaltet und gilt als besonders evidenzorientiert, da dort wichtige neue Studien aus der Intensivmedizin vorgestellt und ausführlich diskutiert werden.
4 Porträts im Polaroid-Format sowie Logo der Studie und Illustration einer Vitamin-C-Infusion
Für das Projektmanagement und die Koordination der deutschen Zentren waren neben dem Studienleiter und Erstautor Prof. Christian Stoppe auch Dr. Ellen Dresen, Prof. Patrick Meybohm und Carina Güttler vom UKW verantwortlich. Collage: UKW / erstellt mit Canva

Enterokokken im Trinkwasser: Sichere Patientenversorgung am UKW durch hohe Präventionsstandards

Sterilfilter in sensiblen Bereichen

Das UKW setzt aktuell aufgrund der Verunreinigung des Trinkwassers in Würzburg umfangreiche Präventionsmaßnahmen um. Foto: UKW
Das UKW setzt aktuell aufgrund der Verunreinigung des Trinkwassers in Würzburg umfangreiche Präventionsmaßnahmen um. Foto: UKW

Würzburg. Aufgrund des Nachweises einer bakteriologischen Verunreinigung mit Enterokokken in der Trinkwasserversorgung Würzburg hat das Universitätsklinikum Würzburg (UKW) seine Klinikbereiche unmittelbar am 10. Juni über die bestehenden Schutzmaßnahmen am UKW informiert. Die Patientenversorgung am UKW ist nicht beeinträchtigt. Das UKW setzt aktuell umfangreiche Präventionsmaßnahmen um.

Sterilfilter in sensiblen Bereichen

Zu den Maßnahmen zählt u.a., dass pflegerische und ärztliche Handlungen nur nach Wasser-Entnahme aus Quellen mit Legionellenfilter durchzuführen sind. Diese stehen im Klinikum ausreichend zur Verfügung. Die Wundversorgung wird gemäß des bestehenden Behandlungsstandards am UKW wie bisher ausschließlich mit sterilem Wasser durchgeführt. Besonders sensible Bereiche der Patientenversorgung sind mit zusätzlichen Sterilfiltern geschützt.

Zudem stehen auf den Stationen des UKW Trinkbrunnen zur Verfügung, die mit entsprechenden Filtern ausgestattet sind und genutzt werden können. Auch die Speisenversorgung am UKW ist durch die bestehenden Arbeitsabläufe bei der Zubereitung sichergestellt. 

Eigene Wasserproben veranlasst

Das UKW steht zudem im Austausch mit dem Wasserversorger, um weitere Informationen zu erhalten. Als ergänzende Sicherheitsmaßnahme führt das UKW eigene Wasserproben an verschiedenen Stellen auf dem Medizin-Campus durch. Diese Ergebnisse liegen aktuell noch nicht vor.

Hintergrund „Enterokokken“.

Enterokokken sind Teil der normalen Darmflora von Mensch und Tier. Allerdings können Enterokokken, z. B. bei immunsupprimierten Patienten, auch Wund- und Blutstrominfektionen auslösen. Enterokokken zeichnen sich durch eine hohe Umweltstabilität und natürliche Resistenzen gegen einige Antibiotikaklassen aus. 

Das UKW setzt aktuell aufgrund der Verunreinigung des Trinkwassers in Würzburg umfangreiche Präventionsmaßnahmen um. Foto: UKW
Das UKW setzt aktuell aufgrund der Verunreinigung des Trinkwassers in Würzburg umfangreiche Präventionsmaßnahmen um. Foto: UKW