Aktuelle Pressemitteilungen

38 Ärztinnen und Ärzte des Uniklinikums Würzburg unter den Top-Mediziner*innen Deutschlands

Die Ärzteliste 2021 des Nachrichtenmagazins Focus weist knapp 40 Expert*innen des Uniklinikums Würzburg als Top-Mediziner*innen Deutschlands aus.

Foto OP-Situation
Laut der Focus-Ärzteliste 2021 hat das Uniklinikum Würzburg 38 Ärzt*innen unter Deutschland Top-Mediziner*innen. Bild: Daniel Peter / Uniklinikum Würzburg

In der Anfang Juni 2021 erschienenen Ausgabe der Publikationsreihe „Gesundheit“ des Nachrichtenmagazins Focus werden die deutschlandweit führenden 4.242 Medizinerinnen und Mediziner vorgestellt. Unterteilt ist das umfangreiche Tabellenwerk in 123 Fachbereiche – von Akutgeriatrie bis Wirbelsäulenchirurgie. In 53 dieser Spezialisierungen finden sich die Namen von insgesamt 38 Ärztinnen und Ärzten des Uniklinikums Würzburg (UKW). 

Eine Übersicht über die von der Focus-Ärzteliste 2021 ausgewiesenen Expert*innen des UKW und ihre Fachbereiche gibt es auf der Homepage des Klinikums (www.ukw.de) in der Rubrik „Aktuelles“ als Ergänzung zu dieser Meldung.

 

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Übersicht FOCUS-Ärzteliste 2021 herunterladen

 

Foto OP-Situation
Laut der Focus-Ärzteliste 2021 hat das Uniklinikum Würzburg 38 Ärzt*innen unter Deutschland Top-Mediziner*innen. Bild: Daniel Peter / Uniklinikum Würzburg

Prof. Fassnacht im Executive Committee der European Society of Endocrinology (ESE)

Prof. Dr. Martin Fassnacht vom Lehrstuhl Endokrinologie & Diabetologie an der Medizinischen Klinik und Poliklinik I des Uniklinikums Würzburg wurde im Mai 2021 für vier Jahre ins Executive Committee der European Society of Endocrinology (ESE) gewählt. Er leitet dort das Science Committee.

Portrait Prof. Fassnacht
Bild: Uniklinik Würzburg

Die ESE ist eine wissenschaftliche Gesellschaft, die sich das Ziel gesetzt hat, Forschung, Ausbildung und klinischen Praxis in der Endokrinologie zum Nutzen der Öffentlichkeit zu fördern. Sie organisiert Konferenzen, Fortbildungskurse und Publikationen, arbeitet mit nationalen und internationalen Gesetzgebern zusammen und versucht, in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für endokrinologische Erkrankungen zu wecken.

Portrait Prof. Fassnacht
Bild: Uniklinik Würzburg

ONLINE-Veranstaltung des Zentrums für Telemedizin, in Zusammenarbeit mit der Uniklinik und der Universität Würzburg am 30. Juni 2021

Die Veranstaltung „Digital und Zentral: Seltene Erkrankungen durch digitale Vernetzung einrichtungsübergreifend behandeln“ findet ONLINE am 30.06.2021 von 15:00 bis 17:00 Uhr statt.

 

Das DZ.PTM ist ein virtuelles Zentrum mit drei Standorten am Universitätsklinikum und an der Universität Würzburg sowie am Zentrum für Telemedizin (ZTM) in Bad Kissingen mit dem Ziel, regions- und bayernübergreifende Digitalisierungsprojekte zur Unterstützung der Krankenversorgung und der Forschung zu entwickeln, zu erproben und umzusetzen. 

Weitere Informationen sowie ein ausführliches Programm mit allen Referenten, Vorträgen, sowie einen Link zur Anmeldung finden Sie unter ztm.de/veranstaltung.

Programm:

15:00 Uhr - Begrüßung
Herr Maximilian Ertl
Geschäftsführer DZ.PTM, Servicezentrum Medizin-Informatik (SMI) der Uniklinik Würzburg

15:05 Uhr - Impulsbeitrag
Frau Lisa Baumeister
Innovationsmanagement, ZTM Bad Kissingen GmbH

15:10 Uhr - BASE-Netz: Digitale Zusammenarbeit der ZSE in Bayern
Prof. Mark Berneburg
Sprecher des Zentrums für Seltene Erkrankungen Regensburg

15:40 Uhr - Kosil-SE-Präsentation/eHealth Plattform zur Diskussion von Fällen (entspricht der CPMS Plattform der Europäischen Referenznetzwerke)
Prof. Helge Hebestreit
Direktor des ZESE der Uniklinik Würzburg

16:10 Uhr - Abschlussdiskussion

 

UKW beim Stadtradeln erfolgreich

Im Mai radelten Deutschlands Städte und Gemeinden bei der bundesweiten Kampagne „Stadtradeln“ für den Klimaschutz und für mehr Radverkehrsförderung.

In Würzburg war auch das Uniklinikum erneut dabei – und in diesem Jahr mit besonders großem Erfolg! Im Team „UKW Radler – Uniklinik Würzburg“ fuhren 198 Radler*innen insgesamt 39.543 km und sparten dabei fast sechs Tonnen Kohlendioxid ein. Damit wurde der lokal erste Platz in der Kategorie „Gesundheitswesen“ und der zweite Platz in der würzburgweiten Gesamtwertung erzielt. 

Prof. Dr. Jens Maschmann, der Ärztliche Direktor des UKW und selbst passionierter Radfahrer, bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmer*innen und kündigt an: „Im nächsten Jahr werden wir erneut in die Pedale treten und garantiert unser Ergebnis weiter verbessern.“ Bis dahin sollte jede/r weiterhin so oft wie möglich den Drahtesel satteln.

Wettbewerb „Gesellschaft der Ideen“: Abstimmen für Virtual-Reality-Projekt

Chronische Schmerzen bekämpfen: Daran arbeitet ein Projektteam im Rahmen eines Wettbewerbs. Wer die Idee gut findet, kann sie in einer Online-Aktion unterstützen, bei der die Konzepte bewertet werden.

Gesellschaft der Ideen - Steckbrief
Gesellschaft der Ideen - Steckbrief

Soziale Innovationen werden im bundesweiten Wettbewerb „Gesellschaft der Ideen“ gesucht. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert den Wettbewerb. Mit dabei das Virtual-Reality-Projekt ReliefVR, bei dem Uniklinik Würzburg und Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg kooperieren.

28 Projektteams stehen aktuell im Wettbewerb. Derzeit läuft ein öffentliches Bewertungsverfahren: Bis 21. Juni 2021 können alle Bürgerinnen und Bürger online die einzelnen Konzepte bewerten oder auch nur das Konzept, dessen Idee am besten gefällt.

Das Ergebnis der Abstimmung fließt, zusammen mit den Bewertungen einer Fachjury, in die Entscheidung des BMBF ein, welche Ideen in die nächste Runde kommen. Maximal zehn Teams werden dann mit bis zu 200.000 Euro weitergefördert.

Wer ein Team unterstützen will, kann hier abstimmen: https://www.gesellschaft-der-ideen.de/ 

ReliefVR: Gegen chronische Schmerzen

Yevgeniya Nedilko und Ralitza Stoykova bilden das Team ReliefVR mit Sitz in Frankfurt/Main. Sie kooperieren mit dem JMU-Lehrstuhl für Psychologie I – Biologische Psychologie, Klinische Psychologie und Psychotherapie und mit dem Zentrum für interdisziplinäre Schmerzmedizin des Universitätsklinikums Würzburg (Professorin Heike Rittner).

ReliefVR steht für das Ausbrechen aus dem Teufelskreis der chronischen Schmerzen. „Mit unserer Methode ist es möglich, chronische Schmerzen nichtinvasiv und ohne Medikamente nachhaltig zu beseitigen, und zwar dort, wo sie wahrgenommen werden: im Gehirn“, heißt es in der Projektbeschreibung. Das gelinge mit Virtual Reality (VR).

Diese Methode wird in Krankenhäusern schon zur Behandlung akuter Schmerzen eingesetzt. ReliefVR will den Einsatz auch bei chronischen Schmerzen ermöglichen und optimieren. Chronische Schmerzen im unteren Rücken, Fibromyalgie und Phantomschmerzen seien nur einige Krankheitsbilder, die mittelfristig zum Behandlungsspektrum gehören können.

Der JMU-Lehrstuhl für Psychologie I hat langjährige Forschungserfahrung im Bereich Schmerz und virtuelle Realität. Aktuell ist er am BMBF-Verbundprojekt VirtualNoPain beteiligt: Dabei wird erstmalig virtuelle Realität mit Neurofeedback zur Reduktion chronischer Schmerzen kombiniert.

Im Projekt ReliefVR soll untersucht werden, wie sich Körperillusionen in VR zur Reduktion chronischer Schmerzen einsetzen lassen. Bereits jetzt gehen Projektleiter Dr. Ivo Käthner und sein Team der Frage nach, wie man mit Körperillusionen Schmerzen möglichst gut vermindern kann. In VR-Szenarien schlüpfen die Nutzer dabei in Avatare. Die Bewegungen des realen Körpers werden dabei auf die Bewegungen des Avatars übertragen, so entsteht das Gefühl, einen virtuellen Körper zu besitzen. „Diese Körperillusion lässt sich zur Schmerzreduktion nutzen“, erklärt Käthner.

https://www.reliefvr.de/  

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Gesellschaft der Ideen - Steckbrief
Gesellschaft der Ideen - Steckbrief

Uniklinikum Würzburg: Operation bei gutartiger Prostatavergrößerung mit topmoderner Lasertechnologie

Seit vergangenem Jahr bietet die Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie des Uniklinikums Würzburg Patienten mit gutartiger Prostatavergrößerung die Holmium-Laser-Enukleation an. Das hierbei eingesetzte System mit Pulsmodulation gilt als Spitzentechnologie in der urologischen Laserchirurgie.

Im Jahr 2020 schaffte die von Prof. Hubert Kübler geleitete Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie des Uniklinikums Würzburg (UKW) ein Holmium-Lasersystem der neuesten Generation an. Eines der wichtigsten Einsatzgebiete des chirurgischen Geräts ist das Entfernen der gutartig vergrößerten Innendrüse der Prostata. Man spricht dabei von Holmium-Laser-Enukleation (HoLEP). 

Laserimpulse lösen Gewebe von der Kapsel ab

Einer der Experten des UKW für diesen Eingriff ist Dr. Charis Kalogirou. Der Oberarzt der Urologischen Klinik erläutert: „Bei der HoLEP wird unter Narkose oder Betäubung des Rückenmarks ein stabförmiges Resektoskop über die Harnröhre in die Prostata eingeführt. An der Spitze des Instruments befindet sich neben einer Kamera, die uns das Operationsgebiet zeigt, eine Laserfaser.“ Über diese kann der Operateur nur wenige Millimeter weit reichende Energieimpulse senden, die auf ihrem Weg das Gewebe ablösen. „Mit diesem hochpräzisen Werkzeug arbeiten wir ringsum an der Innenseite der Prostatakapsel entlang und lösen dabei Impuls für Impuls das Gewebe der gutartig gewucherten Innendrüse von der Kapsel ab. Wir imitieren quasi minimalinvasiv die offene Operation durch die Bauchdecke, bei der der Finger des Operateurs diesen Vorgang normalerweise übernimmt”, beschreibt Dr. Kalogirou. 

Eine Besonderheit der am UKW eingesetzten Technologie im Vergleich zu Vorgängermodellen ist die Pulsmodulation. Das bedeutet, dass der Laser statt einem immer zwei Energieimpulse kurz hintereinander abgibt. Der zweite Impuls sorgt für eine bessere Blutstillung. 

Sobald die Innendrüse – oder Adenom – vollständig abgelöst ist, wird sie in die hinter der Prostata liegende Blase geschoben. Nun tauscht der Operateur das Innenleben des Resektoskops aus: Die Lasereinheit wird ersetzt durch einen Morcellator. Diese kombinierte Zerkleinerungs- und Absaugeinheit zerkleinert mit winzigen rotierenden Messern das Adenomgewebe in der Blase und saugt es gleichzeitig nach außen ab. Hierdurch steht das entfernte Gewebe auch für die histopathologische Aufarbeitung zur Verfügung – ein Vorteil in Abgrenzung zu anderen, beispielsweise ablativen oder verdampfenden Operationsmethoden.

Gründlich, blutungsarm, schonend

Die HoLEP hat gegenüber Alternativverfahren eine Reihe von weiteren Pluspunkten. So ist sie zum Beispiel auch bei sehr stark vergrößerten Prostata gut einsetzbar. Der Gewebeabtrag erfolgt in der Regel sehr viel gründlicher, als dies beispielsweise mit einer konventionellen Elektroschlinge möglich ist. Im Vergleich dazu – oder gar zu einem offenen Eingriff – ermöglicht die HoLEP ein besonders blutungsarmes Operieren. „Ein Aspekt, der sich unter anderem bei Patienten auszahlt, die blutverdünnende Medikamente nicht absetzen dürfen“, betont Dr. Kalogirou und fährt fort: „Generell ist die Zielgruppe für eine Holmium-Laser-Enukleation breit: Nahezu jeder Patient mit gutartiger Prostatavergrößerung, bei dem medikamentöse Therapieversuche fehlgeschlagen sind und der eine operative Versorgung benötigt, kommt in Frage.“ Bislang wurden schon über 100 dieser Eingriffe an der Urologischen Klinik des UKW durchgeführt. 

Der Laser zertrümmert auch Steine

Neben der HoLEP eignet sich das Holmium-Lasersystem auch für die Lithotripsie, das Zertrümmern von Blasen-, Harnleiter- und Nierensteinen. Auch hier erweist sich dessen fortschrittliche Pulsmodulations-Technologie als Vorteil. „Bei den Vorgängermodellen mit einfachem Laserimpuls konnte der sogenannte Retropulsionseffekt dazu führen, dass der Stein rotiert, zurückweicht oder an einen schlecht zugänglichen Ort befördert wird. Der doppelte Impuls unseres Systems reduziert die Retropulsionskräfte signifikant“, weiß Dr. Kalogirou. Bisher wurde der wegweisende Laser schon in über 500 Lithotripsien am UKW eingesetzt. 

 

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3D-Druck in der Medizin -- Fachtagung am 17.06. -- Anmeldung möglich

Das Kunststoffzentrum SKZ will mit der Fachtagung "3D-Druck: Was Mediziner erwarten - Fragen aus dem Klinikalltag" Lösungssucher aus der Medizin und Problemlöser aus der Industrie auf dem Gebiet des 3D-Drucks zusammenbringen.

Die Veranstaltung findet am 17.06.2021 am Schenkenturm Würzburg in Präsenzform statt. Prof. Dr. Jürgen Groll, Abteilung für Funktionswerkstoffe der Medizin und der Zahnheilkunde, ist Leiter der Tagung.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der Seite des Kunststoff-Zentrums:

3D-Druck: Was Mediziner erwarten – Fragen aus dem Klinikalltag (skz.de)