Aktuelle Pressemitteilungen

2. Tag der Allgemeinmedizin in Würzburg: Neue Strukturen & Projekte

Bereits zum zweiten Mal luden die beiden Direktorinnen des Instituts für Allgemeinmedizin der Universität Würzburg, die Professorinnen Dr. Ildikó Gágyor und Dr. Anne Simmenroth, am 9. Oktober zum Tag der Allgemeinmedizin nach Würzburg ein. Rund 170 Teilnehmer – Hausärztinnen und Hausärzte, Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung Allgemeinmedizin und Medizinische Fachangestellte - nutzten die Chance auf interessante Fortbildungen und einen intensiven Austausch.

 

Zahlreiche Partner machen mit

Dr. Dieter Geis, Hausarzt aus Würzburg und Ehrenvorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes, lobte in seinem Grußwort den noch jungen Lehrstuhl für Allgemeinmedizin in Würzburg, den sich die beiden Professorinnen seit Ende 2017 teilen, als „Erfolgsmodell“. Beide zeigten die vielen positiven Entwicklungen seit dem 1. Tag der Allgemeinmedizin 2018 auf: Die Universität Würzburg konnte inzwischen sieben Allgemeinmediziner aus Würzburg und Umgebung als Lehrbeauftragte gewinnen. 82 Lehrpraxen in Würzburg und Umkreis bieten Studierenden Blockpraktika an und 13 Lehrpraxen betreuen Studierende im Praktischen Jahr. Das reicht allerdings noch nicht: Es werden weitere Lehrpraxen benötigt, da die Universität Würzburg voraussichtlich in die Ausweitung des Projekts „BeLa - Beste Landpartie“ auf die Regionen Schweinfurt/Haßfurt, Lohr und Ochsenfurt eingebunden wird. Positiv sei, dass das Bayerische Gesundheitsministerium eine Förderung bereits mündlich zugesagt habe.

Strukturiertes Mentoring erfolgreich angelaufen

Erfolgreich angelaufen ist in Würzburg auch das Strukturierte Mentoring in der Weiterbildung Allgemeinmedizin - ein Pilotprojekt des Kompetenzzentrums Weiterbildung Allgemeinmedizin Bayern (KWAB). Neben Würzburg ist das Programm auch an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) in Erlangen in 2019 gestartet. Eine Online-Plattform ermittelt dabei auf Grundlage verschiedener Kriterien, welche Mentoren mit welchen Mentees zusammenpassen könnten und macht entsprechende Vorschläge.

Neue Forschungsprojekte

Prof. Dr. Ildikó Gágyor gab ein Update zum Bereich Forschung am Institut für Allgemeinmedizin. So ist die Beobachtungsphase der Kardio-Studie, für die beim 1. Tag der Allgemeinmedizin noch teilnehmende Praxen aus der Region Schweinfurt akquiriert wurden, inzwischen abgeschlossen. Aktuell wird ein diagnostischer Behandlungspfad entwickelt, der dann in einer Interventionsphase in den Praxen zum Einsatz kommen soll, um die Versorgung von Patienten mit Brustschmerz zu verbessern. Darüber hinaus führt das Institut weitere Projekte durch, darunter beispielsweise ein Projekt zur Reduktion von Antibiotikaresistenten durch eine leitliniengerechte Behandlung von Patienten mit unkomplizierten Harnwegsinfekten. Weniger Antibiotika einzusetzen ist auch das Ziel einer Metaanalyse. Dabei werden Arzneimittelstudien zusammengefasst, die sich mit nichtantibiotischen Behandlungsstrategien bei Frauen mit unkomplizierten Harnwegsinfekten in der Hausarztpraxis befasst haben. „Ziel ist, Hausärztinnen und Hausärzten sowie Patientinnen und Patienten eine Entscheidungshilfe an die Hand zu geben“, erläuterte Prof. Gágyor.

„Think-Tank“ soll entstehen

„Unser aktuell größtes Projekt ist das Bayernweite Forschungspraxisnetz, an dem die derzeit vier Lehrstühle für Allgemeinmedizin beteiligt sind. Wir suchen Hausarztpraxen, die sich als Forschungspraxis einbringen möchten“, so Prof. Gágyor: „Ziel sind nicht nur hochwertige Studien, sondern gerade auch der Austausch“. Dazu gehört, dass Forschungsideen aus den Praxen einbezogen werden und ein „Think-Tank“ mit Hausärztinnen und Hausärzten, MFA sowie Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung entsteht. Diese können so die künftigen Studien mitentwickeln und -gestalten.

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Infoveranstaltung am Uniklinikum Würzburg: Leben nach einer Brustkrebserkrankung

Am Samstag, den 23. November 2019, veranstaltet die Würzburger Universitätsfrauenklinik für alle Interessierten ihr 6. Brustkrebs-Forum. Im Mittelpunkt steht diesmal die Zeit nach einer überstandenen Brustkrebserkrankung. Wie meistert man die Angst vor einem Rückfall? Was kann bei körperlichen Langzeitproblemen helfen? Wie sieht das Nachsorgeprogramm nach Brustkrebs aus? Und wie wird behandelt, wenn der Krebs tatsächlich zurückkehrt?

 

Moderne diagnostische und therapeutische Verfahren haben es möglich gemacht, dass die Heilungsraten bei Brustkrebs in den letzten Jahren stark gestiegen sind. „Doch vom Krebs geheilt bedeutet für viele Frauen noch lange nicht, gesund zu sein“, weiß Prof. Dr. Achim Wöckel, der Direktor der Würzburger Universitätsfrauenklinik. So gibt es nach seinen Angaben eine Vielzahl von möglichen seelischen und körperlichen Langzeitbelastungen – angefangen von der kräftezehrenden Angst vor einem Rückfall über Erschöpfungszustände und Schlafstörungen bis zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Diesen und weiteren Aspekten des „Lebens nach einer Brustkrebserkrankung“ widmen Prof. Wöckel und sein Team ihr diesjähriges Brustkrebs-Forum. Am Samstag, den 23. November 2019, sind alle Interessierten zwischen 10:00 und 14:00 Uhr in den Hörsaal 1 des Zentrums für Innere Medizin des Uniklinikums Würzburg an der Oberdürrbacher Straße zu kostenlosen Vorträgen eingeladen. Weitere Themen dabei sind das Nachsorgeprogramm nach Brustkrebs und die Behandlungskonzepte bei einem Rezidiv.

Anschließend an den Vortragsblock besteht ausreichend Zeit, um in einer offenen Diskussion Fragen aus dem Auditorium zu beantworten. Dafür stehen neben den ärztlichen Referentinnen und Referenten zwei Vertreterinnen der Frauenselbsthilfe nach Krebs zur Verfügung.

Infostände im Foyer vor dem Hörsaal

Vor dem Hörsaal ergänzen Stände von Selbsthilfegruppen sowie von Anbietern von Hilfsmitteln rund um die Krebstherapie das Informationsangebot.

Für die Forumsgäste wichtig ist eine Anmeldung bei Gabriele Nelkenstock bis 8. November 2019 unter Tel: 0931/880 79 447 oder E-Mail: info@ kampfgegenkrebs.de.

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Uniklinikum Würzburg: Kauf des Erweiterungsgeländes Nord vertraglich besiegelt

Mit der Vertragsunterzeichnung am 22. Oktober dieses Jahres erwarb der Freistaat Bayern von der Stiftung Juliusspital Würzburg ein zehn Hektar großes Gelände im Norden des Würzburger Stadtteils Grombühl. Damit ist der Weg frei für eine umfassende bauliche und strukturelle Weiterentwicklung des Uniklinikums Würzburg in den kommenden Jahren.

Am 22. Oktober 2019 setzten Walter Herberth, der Oberpflegamtsdirektor der Stiftung Juliusspital Würzburg, Katrin Hartmann, die Leiterin der Regionalvertretung Unterfranken des Staatsbetriebs Immobilien Freistaat Bayern, sowie Sabine Wehrmann, die Leiterin der Abteilung Bau, Liegenschaften, Körperschaftsvermögen der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, ihre Unterschriften unter einen für die zukünftige Gesundheitsversorgung Mainfrankens und die Würzburger Universitätsmedizin essentiellen Kaufvertrag. Mit dem Dokument erwarb der Freistaat Bayern aus dem Besitz der Stiftung Juliusspital Würzburg eine Fläche von zehn Hektar im Norden des Würzburger Stadtteils Grombühl, auf dem sich das Uniklinikum Würzburg (UKW) in Zukunft baulich und strukturell weiterentwickeln will.

Glücklicher Endpunkt eines Verhandlungsmarathons

Bei der anschließenden Pressekonferenz freute sich Prof. Dr. Georg Ertl, der Ärztliche Direktor des UKW: „Wir sind allen, die am Verhandlungstisch saßen, sehr dankbar, dass nun die Planungen für die dringend notwendigen Neubauten der Kopfklinik und des Zentrums Frauen-Mutter-Kind mit Hochdruck weitergehen können.“ Auch Katrin Hartmann zeigte sich als Vertreterin des Freistaats Bayern hochzufrieden, dass die seit dem Jahr 2016 andauernden Verhandlungen um den Grunderwerb nun zu einem guten Ende geführt haben: „Wir sind erfreut, dass mit der heutigen notariellen Beurkundung die langwierigen und schwierigen Verhandlungen mit der Stiftung Juliusspital erfolgreich zum Abschluss gebracht werden konnten und nun die Weichen für die Erweiterung des Uniklinikums gestellt sind.“

Hart in der Sache, aber immer fair im Umgang – so kommentierte Walter Herberth von der Stiftung Juliusspital Würzburg den Verhandlungsverlauf und die zum Schluss mit Bayerns Bauminister Hans Reichhart geführten Gespräche. „Wie bei Grundstücksgeschäften dieser Dimension üblich, mussten beide Parteien ihre Positionen nachdrücklich vertreten. Dabei war und ist die Stiftung Juliusspital ihrem Stiftungsauftrag und dem Erhalt des Stiftungsvermögens verpflichtet. Der Verkauf des Geländes an den Freistaat stand hierbei nie grundsätzlich in Frage, sondern lediglich die Wertermittlung der Transferfläche“, betonte Herberth. Dass sich die Verhandlungen doch so lang hingezogen hätten, lag nach Einschätzung des Oberpflegamtsdirektors sicher auch an der Vielzahl der an der Entscheidung beteiligten Stellen. Herberth lobte den tatkräftigen Einsatz mehrerer Mandatsträger – sowohl für die Interessen der Stiftung, als auch die des Klinikums. Hierbei hob er die Leistungen der früheren Bayerischen Landtagspräsidentin Barbara Stamm, des Staatssekretärs Gerhard Eck und des Beauftragten für den Bürokratieabbau, MdL Walter Nussel, besonders hervor.

„Durchatmen – endlich geschafft!“, kommentierte Barbara Stamm den besiegelten Grunderwerb. Nach ihren Worten müsse es nun allerdings unverzüglich weitergehen. „Die Devise lautet jetzt Planung, Planung, Planung – und die entsprechenden Mittel bereitstellen. Ich werde auf jeden Fall am Ball bleiben“, versprach die Landtagspräsidentin a. D.

Für Christian Schuchardt ist der Vertrag für Würzburg und die Region eines der wertvollsten Dokumente der letzten Jahre. Der Würzburger Oberbürgermeister erläuterte: „Durch die Norderweiterung des Uniklinikums entstehen weitere hochattraktive Arbeitsplätze und auch aus Patientensicht ist die erzielte Einigung beim Grundstücksankauf ebenfalls ein Segen. Die Wege zu einer optimalen medizinischen Versorgung sind in Würzburg kürzer als in vielen Millionenmetropolen.“

Der Weg für wichtige Klinikneubauten ist frei

Was soll der neue Würzburger Medizincampus genau umfassen? Prof. Ertl listete bei der Pressekonferenz nochmals auf: „Wir planen auf der angekauften Fläche ein neues Zentrum Frauen-Mutter-Kind, in dem alle Disziplinen, die Frauen und Kinder behandeln, gemeinsam untergebracht werden, sowie eine neue Kopfklinik. Hinzukommen soll eine Energiezentrale.“

Laut Prof. Dr. Alfred Forchel, dem Präsidenten der Würzburger Universität, werden diese Neubauten nicht nur Meilensteine auf dem Weg zu einer noch besseren Krankenversorgung sein. Nach seiner Einschätzung bedeuten diese Gebäude auch für die medizinische Forschung und Lehre an der Julius-Maximilians-Universität signifikante Entwicklungsmöglichkeiten.

Von Seiten des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) soll das Erweiterungsgelände Nord vor allem mit der Straßenbahn erschlossen werden. „Dass der Spatenstich zur Straßenbahnerweiterung in Grombühl bereits im Februar dieses Jahres stattfand, ist die richtige Reihenfolge. Wir werden weiterhin eine hohe Priorität auf eine komfortable Erreichbarkeit des Klinikkomplexes setzen – dem ÖPNV kommt hierbei die Schlüsselrolle zu“, unterstrich Oberbürgermeister Schuchardt bei der Pressekonferenz.

Die nächsten Schritte

Und wie geht es nun im Detail weiter? „Wenn die Planungsaufträge für die ersten Bauabschnitte des Zentrums Frauen-Mutter-Kind und der neuen Kopfklinik durch das bayerische Wissenschaftsministerium in Einvernehmen mit dem Bau- und dem Finanzministerium an das Staatliche Bauamt erteilt sind, beginnt unverzüglich die Wettbewerbsphase“, berichtete Jan Knippel, der Bereichsleiter Universitätsbau im Staatlichen Bauamt Würzburg. Der geplante EU-weite Realisierungswettbewerb beinhalte auch einen städtebaulichen Ideenteil für die Erschließung und die weiteren Bauabschnitte. Bereits jetzt bereite das Staatliche Bauamt den Wettbewerb durch diverse Fachgutachten intensiv vor.

Bis zum Baubeginn wird das Gelände nach Angaben von Walter Herberth weiterhin landwirtschaftlich genutzt.

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Uniklinikum Würzburg: Antworten auf aktuelle Fragen rund um das Multiple Myelom

Am Samstag, den 16. November 2019, veranstaltet das Uniklinikum Würzburg das 9. Myelom-Forum. Patienten, Angehörige und alle sonstigen Interessierten sind erneut herzlich eingeladen, sich über aktuelle Erkenntnisse aus der Erforschung und der Therapie der bösartigen Krebserkrankung des Knochenmarks zu informieren.

Mit seiner nunmehr 9. Neuauflage ist das Myelom-Forum des Uniklinikums Würzburg (UKW) eine bei seinen Zielgruppen längst etablierte und beliebte Informationsveranstaltung. Wie gewohnt, sind am Samstag, den 16. November 2019, zwischen 9:00 und 15:00 Uhr wieder Patienten, Angehörige und die interessierte Öffentlichkeit eingeladen, von Experten des Klinikums laienverständlich einen Überblick über Neuigkeiten und Wissenswertes zum Multiplen Myelom (MM) zu erhalten.

Bei den Vorträgen rund um diese Untergruppe des Lymphknotenkrebses soll es im Hörsaal 1 des Zentrums für Innere Medizin an der Oberdürrbacher Straße diesmal Antworten zu folgenden und weiteren Fragen geben: Welche Immuntherapien stehen den Patienten derzeit schon zur Verfügung – und welche sind in der Pipeline? Was können CAR-T-Zellen beim MM ausrichten – und wo steht das UKW bei der Anwendung dieser gentechnisch modifizierten Killerzellen? Wie kann man eine intensive Tumorbehandlung psychosomatisch unterstützen? Wie lässt sich die innovative Genomsequenzierung am UKW für eine personalisierte Diagnostik von MM nutzen? Was muss bei der Gabe von Bisphosphonaten bei Myelom-Patienten beachtet werden? Welche neuen Möglichkeiten bietet die Nuklearmedizin in der Diagnosik und Therapie? Wie bedroht das Myelom die Niere und was kann man dagegen tun?

Antworten auf persönliche Fragen

Wie in den vergangenen Jahren auch, wird eine Diskussion den Zuhörerinnen und Zuhörern zudem Gelegenheit geben, persönliche Fragen bei den Spezialisten zu platzieren. Infostände, die eine unkomplizierte Kontaktaufnahme mit Selbsthilfegruppen und weiteren Initiativen ermöglichen, begleiten das Myelom-Forum Würzburg.

Anmeldung erforderlich

Die Teilnahme an dem Informationstag ist kostenlos. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl bitten die Veranstalter allerdings um eine Anmeldung im Sekretariat von Prof. Dr. Hermann Einsele unter Tel: 0931/201-40001 oder bei der Organisatorin Gabriele Nelkenstock unter E-Mail: info@ kampfgegenkrebs.de. Anmeldeschluss ist der 31. Oktober 2019.

Kastentexte:

Über das Multiple Myelom

Beim Multiplen Myelom entarten im Knochenmark bestimmte Immunzellen. Sie überfluten den Körper mit fehlerhaft produzierten Antikörpern, unterdrücken durch ihr aggressives Wachstum die Blutbildung und schädigen durch verstärkten Knochenabbau das Skelett. In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 3.500 Menschen an dieser Untergruppe des Lymphknotenkrebses.

Über die Expertise des Uniklinikums Würzburg

Das Uniklinikum Würzburg ist eines der europaweit führenden Zentren bei der Behandlung von Multiplem Myelom. Außerdem gehört diese bösartige Krebserkrankung des Knochenmarks zu den Forschungsschwerpunkten der Medizinischen Klinik und Poliklinik II und des Comprehensive Cancer Centers (CCC) Mainfranken.

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IHK spendet 5000 Euro für die Immuntherapie

Statt vieler Geschenke hat sich der Unternehmer Baldwin Knauf etwas Anderes gewünscht: Eine Spende für die Forschung des Würzburger Professors Hermann Einsele in der Immuntherapie. Die IHK erfüllte diesen Wunsch prompt.

 

5000 Euro spendete kürzlich die Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt (IHK) für Professor Hermann Einsele und seine Forschung. Einsele, Vizepräsident der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) und Direktor der Medizinischen Klinik II am Universitätsklinikum Würzburg, ist auf die Immuntherapie in der Krebsforschung spezialisiert. An der dortigen Klinik ist die auch CAR-T-Zellforschung beheimatet. Das Prinzip der Immuntherapie: Das eigene Immunsystem so zu stärken und zu verändern, dass es Tumorzellen selbstständig angreift.

Grund für die Spende war der 80. Geburtstag des IHK-Ehrenpräsidenten Baldwin Knauf. Die Kammer veranstaltete hierfür einen Empfang zu Ehren Knaufs in der Würzburger IHK. Anstelle von Geschenken anlässlich des Geburtstagsempfanges hatte Knauf um eine Spende für die Forschung zur Immuntherapie durch Professor Einsele gebeten. Die IHK unterstützte darauf das Projekt mit der Spende, die Universitätspräsident Professor Alfred Forchel vor Ort mit großem Dank entgegennahm.

Dankesrede von Baldwin Knauf

Rund 120 Besucher zählte der Empfang für Baldwin Knauf. In seinen Dankesworten machte der Jubilar allen Unternehmern Mut, im In- wie im Ausland zu investieren und neue Dienstleistungen sowie Produkte zu entwickeln. „Dies trägt nicht nur zur Stärkung der Innovationsfähigkeit, sondern auch der gesamten Region bei“, so Knauf.

Der Unternehmer Knauf war seit 1975 in zahlreichen IHK-Gremien ehrenamtlich tätig, zuletzt als Präsident von 2003 bis 2006. Seitdem ist er Ehrenmitglied der Vollversammlung und seit 2011 Ehrenpräsident der IHK Würzburg-Schweinfurt.

Pressemitteilung der IHK

Infotainment in der Universitätsbibliothek: Harald Lesch und Team erklären die Entstehung der Gravitationswellen

500 begeisterte Besucher erfuhren bei der Veranstaltung am vergangenen Freitag, woher die geheimnisvollen Gravitationswellen stammen und „warum die Raumzeit kein Gummituch“ ist.

Der aus zahlreichen Fernsehsendungen bekannte TV-Moderator und Münchner Astrophysik-Professor Harald Lesch sorgte vergangenen Freitagabend für ein bis auf den letzten Platz ausverkauftes Auditorium in der Würzburger Universitätsbibliothek. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Buch „Die Entdeckung der Gravitationswellen“, das Lesch zusammen mit ehemaligen Studierenden geschrieben hat. Harald Lesch und drei der Co-Autoren – Judith Selig, Florian Selig und Roman Zitlau – stellten ausgewählte Kapitel des Buches vor.

Für unser alltägliches Leben seien die Gravitationswellen nicht relevant, meinte Harald Lesch, was aber durchaus nicht bedeute, dass sie keine Relevanz hätten. Im Gegenteil: Für die physikalische Grundlagenforschung habe der empirische Nachweis dieser Wellen, der am 15. September 2015 erbracht wurde, größte Bedeutung, führe er doch zu den Grundlagen unserer Vorstellung des Universums: „Zum ersten Mal konnte man das kosmische Beben spüren, das durch die Verschmelzung von zwei schwarzen Löchern vor 1,3 Milliarden Lichtjahren entstand.“ Doch was ist ein schwarzes Loch? Warum „bebt die Raumzeit“? Und was heißt es, wenn schwarze Löcher miteinander verschmelzen? Diese Fragen überfordern das Vorstellungsvermögen jedes Nicht-Physikers und genau da setzten Harald Lesch, Judith Selig, Florian Selig und Roman Zitlau bei ihrer Lesung am vergangenen Freitag an: In lebhaft und anschaulich gestalteten Kurzvorträgen berichteten sie dem gebannt lauschenden Publikum von den bei der Verschmelzung frei gewordenen Massen, die sich als Gravitationswelle ausbreiten und dank des hoch entwickelten Instruments „Interferometer“ bei uns auf der Erde nun fast wöchentlich gemessen werden könnten. Der häufig bemühte Vergleich der Raumzeit mit einem Gummituch hinke, denn es brauche schon gigantische Kräfte, um die Raumzeit „zu verbiegen“. Und schon der Begriff „Raumzeit“ sei ein Kunstwort, das auszudrücken sucht, wie eng Raum und Zeit miteinander verbunden sind.

Nach gut eineinhalb Stunden neigt sich der intergalaktische Flug dem Ende entgegen. Vielleicht schreiben sie ja noch einmal ein gemeinsames Buch, fragen die Zuhörer. Ja, wenn es die Zeit erlaubt und sich ein geeignetes Thema finden ließe, so das Credo der Autoren, die mit der „Entdeckung der Gravitationswellen“ nach ihrem ersten Gemeinschaftswerk „Die Entdeckung des Higgs-Teilchens“ aufs Neue gezeigt haben, dass Wissenschaft kein Elfenbeinturm sein darf, sondern dazu verpflichtet ist, der Gesellschaft wissenschaftliche Erkenntnisse auf verständliche Art und Weise zu vermitteln. Und gäbe es einen passenderen Ort für diese Art der Vermittlung als die Universitätsbibliothek Würzburg, die „nicht nur ein Buchaufbewahrungscontainer“ sei, wie der Leiter der Universitätsbibliothek, Hans-Günter Schmidt, in seiner Begrüßung betonte: „Wir sind als Universitätsbibliothek auch ein Forum des Austauschs. Wir bieten Information an, kostenlos, damit sich jede und jeder selbst ein Bild machen kann von der Welt, wissen kann, ungefiltert.“ Die 500 Besucher am Freitagabend wollten sich das Angebot nicht entgehen lassen: Sie wollten verstehen und sich auf hohem wissenschaftlichen Niveau unterhalten lassen. Das ist Harald Lesch und seinen ehemaligen Studierenden bestens gelungen. Herzlichen Dank und gerne mal wieder!

Weitere Veranstaltungen der Universitätsbibliothek im Jubiläumsjahr

Bis zum Jahresende gibt es noch eine ganze Reihe von Highlights, mit denen die Universitätsbibliothek ihr 400-Jahres-Jubiläum begeht: Die Solo-Performance „Ruland Rulez“ rund um den Würzburger Bibliothekar des 19. Jahrhunderts Anton Ruland, von und mit Markus Grimm am 20. Oktober, den Aktionstag „Frisch gepresst“ zum Thema „Buchdruck“ am 16. November, die Lesung „Mörderisches Franken“ mit Günter Huth am 3. Dezember sowie weitere thematische Führungen. Details finden sich im Veranstaltungsprogramm unter https://go.uniwue.de/ub400programm

Kurs: Erste Hilfe im Säuglings- und Kleinkindalter

Am Dienstag, den 22. Oktober 2019, veranstalten die Elterninitiative KIWI e.V. und die Würzburger Universitäts-Kinderklinik einen kostenlosen Kurs zur Präventionen von Gesundheitsgefahren bei Säuglingen und Kleinkindern sowie zu Erste-Hilfe-Maßnahmen für diese spezielle „Zielgruppe“.

 

Seit mehr als 15 Jahren veranstalten der Verein KIWI Interessengemeinschaft zur Förderung der Kinder der Würzburger Intensivstation e.V. und der Leitende Oberarzt der Kinderklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW), Prof. Dr. Johannes Wirbelauer, zweimal jährlich den immer wieder gut besuchten Kurs „Erste Hilfe im Säuglings- und Kleinkindalter“. Die Neuauflage am Dienstag, den 22. Oktober 2019, um 19:30 Uhr im Hörsaal der Uni-Kinderklinik startet mit einem Vortrag, bei dem diesmal Dr. Katharina Ruf, Ärztin für Kinder- und Jugendmedizin mit dem Schwerpunkt Neonatologie der Würzburger Universitäts-Kinderklinik, zunächst Präventionsmöglichkeiten von Unfällen, Vergiftungen, Verbrühungen und Verbrennungen, plötzlichem Kindstod sowie Infektionen mit bedrohlichen Komplikationen erläutert. Zu ausgewählten Fallbeispielen wird sie zudem sinnvolle Erste-Hilfe-Maßnahmen beschreiben.

Zu diesen zählt auch die Laienreanimation, die am Kursabend von den Teilnehmer/innen an Simulationspuppen geübt werden kann. Dieser praktische Teil wird von zwei Fachkinderkrankenschwestern aus der Intensivpflege der Uni-Kinderklinik unterstützt.

Veranstaltungsort ist der Hörsaal der Kinderklinik des UKW in Haus D 31. Die voraussichtliche Dauer des kostenlos angebotenen Kurses ist 1,5 Stunden. Weitere Informationen gibt es bei KIWI e.V. unter www.kiwiev.de.