Aktuelle Pressemitteilungen

Von der DGE erneut bestätigt: Das Uniklinikum Würzburg ernährt seine Patienten vorbildlich

Mit der erneuten Bestätigung des Zertifikats „Station Ernährung – Klinikum“ bescheinigt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) dem Uniklinikum Würzburg höchste Qualitätsstandards bei der Lebensmittelauswahl, der Speisenzubereitung und dem Service rund um die Patientenernährung.

Ende November vergangenen Jahres besuchte eine Auditorin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) drei Tage lang das Uniklinikum Würzburg (UKW). In Begehungen der Krankenhausküche und ausgewählter Klinikbereiche überprüfte sie die Umsetzung von Qualitätskriterien der Patientenernährung. Ergebnis: Die nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen aufgestellten Anforderungen werden zu 98 Prozent erfüllt. Damit darf sich das UKW weiterhin mit dem im Jahr 2015 erstmals erreichten Zertifikat „Station Ernährung – Klinikum“ und dem dazugehörigen Logo schmücken.

Hervorragende Bewertung der Patientenverpflegung

„Die volle Punktzahl erzielten wir in den Bewertungskriterien Speiseplanung, Umsetzung der Hygieneanforderungen und Lebenswelt Patient“, berichtet Judith Bielek, die Leiterin der Küche des UKW. Unter „Lebenswelt Patient“ werden der Service und die Kommunikation bezüglich der Verpflegung zusammengefasst. Lediglich im Bewertungskriterium Lebensmittelauswahl besteht aufgrund des Zuckergehaltes einzelner Nahrungsmittel noch Optimierungsbedarf. „Hier werden wir bis zur nächsten Rezertifizierung die Produktauswahl anpassen“, verspricht Bielek.

Vorgaben zu allen Abläufen der Patientenernährung

Ziele der DGE sind die Vorbeugung von Mangelernährung in der Gemeinschaftsverpflegung, die Gewährleistung eines abwechslungsreichen und nährstoffoptimierten Speisenangebots sowie eine Kostenentlastung des Gesundheitswesens durch gesunde Ernährung und Bewegung. Lebensmittelauswahl, Rezepte, Hygiene, Kochverfahren, Essenszeiten, Service und Kommunikation – die präzisen Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung betreffen alle Abläufe der Krankenhausküche und der Patienten-Ernährung.

Anspruch: Ein Vorbild für gesunde Ernährung sein

Im Jahr 2012 entschied sich das Uniklinikum Würzburg, eine Zertifizierung nach den DGE-Standards anzustreben, die dann drei Jahre später erstmals erteilt und 2017 schon einmal wiederholt wurde. „Die Qualität der Verpflegung an deutschen Krankenhäusern ist erst jüngst wieder in die Kritik geraten. Mit der Rezertifizierung durch die DGE zeigt das UKW, dass es kontinuierlich die hohen Qualitätsstandards in der Patientenverpflegung erfüllt“, betont Anja Simon, die Kaufmännische Direktorin des Würzburger Uniklinikums.
Nach dem sehr guten Ergebnis im November 2019 wird die nächste Auditierung für das Zertifikat „Station Ernährung – Klinikum“ im Jahre 2021 erfolgen.

 

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Dankbarkeit für 250 Blutspenden am Uniklinikum Würzburg

Ende Januar dieses Jahres ehrte das Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie des Uniklinikums Würzburg Werner Tremmel für 250 Blutspenden innerhalb der letzten drei Jahrzehnte.

Am 2. Februar 1989 spendete Werner Tremmel das erste Mal Thrombozyten am Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie des Uniklinikums Würzburg (UKW). Damals, lange bevor es die das heutige Klinikum prägenden Zentren für Operative und Innere Medizin gab, fanden die Blutspenden noch im Bau 15 auf dem Altgelände an der Josef-Schneider-Straße statt. Aus dieser Premiere wurde eine Partnerschaft von mittlerweile 31 Jahren: Im Januar 2020 absolvierte Tremmel seine 250. Thrombozytenspende an dem von Prof. Dr. Markus Böck geleiteten Institut. Im Namen der vielen Menschen, denen mit diesem überlebenswichtigen Engagement geholfen werden konnte, bedankten sich der Institutsdirektor und sein Team herzlich bei dem treuen Spender und übereichten eine Urkunde.

Wer selbst Spender werden möchte, wendet sich bitte an die Anmeldung der Blutspende unter Tel: 0931/201-31230.

 

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Stern-Arbeitgeber-Ranking: Uniklinikum Würzburg bestes Universitätsklinikum in Bayern

Das Nachrichtenmagazin Stern veröffentlichte kürzlich ein Ranking der 500 besten Arbeitgeber Deutschlands. In der Kategorie „Gesundheit und Soziales“ kam das Uniklinikum Würzburg auf Platz 10 – und ist damit das am besten bewertete Universitätsklinikum in Bayern.

Mitte Januar dieses Jahres veröffentlichte das Nachrichtenmagazin Stern erstmals ein Ranking der 500 besten Arbeitgeber Deutschlands, aufgeteilt in 24 Branchenlisten. In der Branche „Gesundheit und Soziales“ steht auf Platz 10 das Uniklinikum Würzburg (UKW). Von den deutschen Uniklinika waren nur Münster (Platz 7) und die Charité in Berlin (Platz 8) besser platziert. Bezogen auf die bayerischen Uniklinika ist das UKW als Arbeitgeber demnach führend.

Über die Methodik

Bei der Umfrage konnten alle Unternehmen ausgezeichnet werden, die in Deutschland mindestens 500 Mitarbeiter/innen beschäftigen sowie insgesamt mindestens 100 Bewertungen von eigenen Beschäftigten und Beschäftigten aus der Branche erhielten. Die Befragung fand über Online-Access-Panels statt, was nach Angaben des Nachrichtenmagazins für Anonymität und Unabhängigkeit vom Arbeitgebereinfluss sorgte. Befragt wurde 45.000 Arbeitnehmer/innen die zusammen über 1,3 Millionen Bewertungen lieferten. Eine Kernfrage war dabei: Können Sie Ihren Arbeitergeber weiterempfehlen? Erstellt wurde die Liste von dem weltweit aktiven Marktforschungsunternehmen Statista.

 

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Uniklinikum Würzburg von der „Aktion Saubere Hände“ zertifiziert

Das Uniklinikum Würzburg hat in der bundesweiten Kampagne „Aktion Saubere Hände“ gezeigt, dass es bei der Händedesinfektion gut aufgestellt ist und wurde mit einem Zertifikat ausgezeichnet.

 

Die „Aktion Saubere Hände“ ist eine nationale Kampagne zur Verbesserung der Compliance bei der Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen. Getragen wird sie vom Nationalen Referenzzentrum für Surveillance nosokomialer Infektionen, dem Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. und der Gesellschaft für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen. Unter anderem können sich Krankenhäuser und Reha-Kliniken bei der Einrichtung um ein Zertifikat bemühen, das den Umfang und die Qualität ihrer jeweiligen Maßnahmen zur Händedesinfektion dokumentiert.

Bronze-Zertifikat für 2019/2020

Im Dezember vergangenen Jahres beantragte das Uniklinikum Würzburg (UKW) das mit der Stufe Bronze beginnende Zertifikat. Mit Erfolg: Im Januar 2020 wurde dem UKW für die Jahre 2019 und 2020 das Bronze-Zertifikat überreicht. „Das Zertifikat ist ein gutes Instrument, um die Händehygiene bei Beschäftigten, Patienten und Besuchern noch stärker ins Bewusstseins zu rücken. Es ergänzt unser sonstiges Engagement in diesem Bereich hervorragend“, freut sich Dr. Marc Hagemeister von der Stabsstelle Krankenhaushygiene des UKW. So war für das Zertifikat zum Beispiel hilfreich, dass das Würzburger Uniklinikum schon seit vielen Jahren am jährlichen Aktionstag Saubere Hände teilnimmt und „Hand-KISS“ zur freiwilligen Selbstkontrolle nutzt. Mit diesem Überwachungsmodul kann das Krankenhaus den Händedesinfektionsmittel-Verbrauch an seinen mehreren tausend Spendern ermitteln. Um das Zertifikat zu erhalten, musste das UKW zudem eine Lenkungsgruppe mit Mitgliedern aus Ärzteschaft und Pflege etablieren.

Schneller Aufstieg in den Silber-Rang geplant

Laut Dr. Hagemeister ist geplant, schon in der nächsten Periode, also für die Jahre 2021 und 2022, das Silber-Zertifikat zur erzielen und in der Folge das Gold-Zertifikat in Angriff zu nehmen. Herausforderungen auf diesem Weg werden nach seinen Worten die geforderten Compliance-Beobachtungen und die jährlichen Schulungen auf allen Stationen sein, da diese einen hohen Personal- und Zeitaufwand erfordern.

 

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Grundlegend neue Ansätze gegen multiresistente Keime entwickeln: Das ist das Ziel des neuen bayerischen Forschungsnetzwerks bayresq.net. Der Freistaat stellt dafür über zehn Millionen Euro zur Verfügung. Forschungsgruppen der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg sind an zwei der sechs geförderten Projekte beteiligt. Sie erhalten in den kommenden fünf Jahren rund 2,7 Millionen Euro.

Mit digitalen Methoden zu RNA-Antibiotika

Herkömmliche Antibiotika wirken üblicherweise gegen ein breites Spektrum von Bakterien. So wirkungsvoll sie sein mögen, fördern sie leider auch die Entwicklung multiresistenter Keime. Außerdem zerstören sie die schützende Mikrobiota – dazu gehören zum Beispiel Bakterien, die im Darm des Menschen nützliche Effekte ausüben.

Mit einem interdisziplinären Ansatz will ein JMU-Team um Professor Jörg Vogel, Juniorprofessor Lars Barquist und Nachwuchsgruppenleiterin Dr. Franziska Faber neue Antibiotika erforschen, mit denen sich gezielt einzelne Bakterienarten behandeln lassen. Prinzipiell können solche neuartigen Antibiotika auf Basis der Nukleinsäure RNA nach einfachen chemischen Prinzipien „programmiert“ und beim Auftreten von Resistenzen auch wieder umprogrammiert werden.

„Die Digitalisierung ist längst in den Lebenswissenschaften angekommen und das Problem der Antibiotikaresistenz muss aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden“, sagt Jörg Vogel. „Die Förderung durch bayresq.net wird es uns erlauben, digitale Strategien, die Hand in Hand mit unserer Arbeit im Labor gehen, zur Bekämpfung multiresistenter Keime zu entwickeln.“

Ziel des Projekts am Institut für Molekulare Infektionsbiologie / Zentrum für Infektionsforschung (IMIB / ZINF) der JMU ist es, universale Regeln zur Programmierung wirksamer Antibiotika zu entwickeln und die zu Grunde liegenden Mechanismen zu entschlüsseln. Dazu setzt das Team unter anderem eine Kombination aus Hochdurchsatz-Sequenzierung und maschinellem Lernen ein. Damit soll eine sehr leistungsfähige, digitale Plattform für die zukünftige Anwendung RNA-basierter Antibiotika gegen eine Vielzahl von Bakterien geschaffen werden.

Salmonellen und Campylobacter im Stresstest

Krankheitserreger sind während des Infektionsprozesses vielen unterschiedlichen chemischen Reizen und Stressbedingungen ausgesetzt. Diese Reize gehen vom Wirtsorganismus, der Mikrobiota und der Nahrung sowie von Antibiotika und anderen Medikamenten aus.

Um sich diesen wechselnden Bedingungen anzupassen oder sie zu umgehen, besitzen Krankheitserreger diverse Überlebens- und Anpassungsstrategien. Hier ist aber noch weitgehend unklar, welche Stressantworten auf bestimmte Reize folgen und welche molekularen Mechanismen dem zu Grunde liegen.

Hier setzt das StressRegNet-Konsortium an, das von Professorin Cynthia Sharma vom IMIB / ZINF und von Nachwuchsgruppenleiterin Dr. Ana Rita Brochado vom ZINF / Biozentrum gemeinsam mit Professor Christian Müller vom Institut für Statistik der Ludwig-Maximilians-Universität München geleitet wird.

Das Team will unterschiedliche chemische Reize und regulatorische Signalwege untersuchen, welche die Wirtsanpassung von Salmonellen und Campylobacter steuern. Beides sind weitverbreitete Lebensmittelkeime, die vor kurzem von der Weltgesundheitsorganisation WHO mit hoher Priorität für die Erforschung und Entwicklung neuer Antibiotika eingestuft wurden.

Mittels Hochdurchsatz-Automationstechnologien basierend auf einer Roboterplattform wollen die Forscherinnen und Forscher die beiden bakteriellen Krankheitserreger mehr als 3.000 unterschiedlichen Signalmolekülen aussetzen. Dann werden die hiervon ausgelösten Genexpressionsantworten und Stressreaktionen gemessen, wobei der Fokus auf der Regulation durch kleine RNA-Moleküle liegt.

Die Messungen werden einen hoch komplexen Datensatz liefern. Dieser wird anschließend mit maschinellen Lernverfahren auf bestimmte Signale und Stressantworten im Zusammenhang mit Antibiotika-Sensitivität und Wirtsinteraktionen untersucht.

Das StressRegNet-Konsortium möchte damit einen bedeutenden Fortschritt im Hinblick auf die Automatisierung und Digitalisierung in der Infektionsbiologie erreichen. Seine Arbeit soll zugleich wertvolle neue Einblicke in die regulatorischen Netzwerke der Bakterien liefern. Für die Entwicklung neuer antimikrobieller Strategien ist dies von essentieller Bedeutung.

Fakten zum Forschungsnetzwerk bayresq.net

Die sechs Projekte des Netzwerks „Neue Strategien gegen multiresistente Krankheitserreger mittels digitaler Vernetzung – bayresq.net“ laufen an der JMU, der Universität Erlangen-Nürnberg, der LMU, der Technischen Universität München und an der Universität Regensburg. Eingebunden sind Forschungsgruppen aus Biologie, Bioinformatik, Chemie, Biophysik, Medizin und Mathematik.

In den Würzburger Projekten sind neben Juniorprofessor Lars Barquist von der JMU/HIRI zwei Nachwuchsgruppenleiterinnen des ZINF vertreten. Dr. Franziska Faber forscht seit 2018 am ZINF; Dr. Ana Rita Brochado wurde 2019 als Nachwuchsgruppenleiterin an das ZINF / Biozentrum (Lehrstuhl für Mikrobiologie, Professor Thomas Rudel) berufen. Sie wird zudem über das Emmy-Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

ZINF: Nachwuchsgruppen als Herzstück

Das Zentrum für Infektionsforschung (ZINF) der JMU wurde 1993 gegründet und ist die älteste universitäre Einrichtung Deutschlands, die sich interdisziplinär und fakultätsübergreifend der Erforschung von Infektionskrankheiten widmet. Seit 2010 ist es eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der JMU.

Herzstück des ZINF sind die Nachwuchsgruppen, die jungen, talentierten Forschenden nach ihrer Postdoc-Zeit die Möglichkeit geben, ihr eigenes Labor aufzubauen. Die ZINF-Nachwuchsgruppen haben sich in den vergangenen 25 Jahren zu einem international renommierten Programm entwickelt. Dessen Erfolg lässt sich auch daran ablesen, dass viele ehemalige Nachwuchsgruppenleiter im Anschluss an ihre Zeit am ZINF auf nationale und internationale Professuren oder unbefristete Gruppenleiterstellen berufen wurden.

„Durch das ZINF-Nachwuchsgruppenprogramm konnte in den letzten Jahren immer wieder neue Expertise in hochaktuellen Technologien oder Forschungszweigen im Bereich der Infektionsforschung nach Würzburg rekrutiert werden. Beispielsweise ist die Expertise von Dr. Brochado im Bereich von genomweiten Screens mittels Hochdurchsatz-Automationstechnologien für unser StressRegNet-Konsortium essentiell“, sagt Cynthia Sharma.

Weblink

Bayerisches Forschungsnetzwerk bayresq.net (https://www.bayresq.net/)

Kontakt

Prof. Dr. Jörg Vogel, Direktor des Instituts für Molekulare Infektionsbiologie, T +49 931 31-82575, joerg.vogel@ uni-wuerzburg.de
Website (http://www.imib-wuerzburg.de)

Prof. Dr. Cynthia Sharma, Sprecherin des Zentrums für Infektionsforschung, +49 931 31-82560, cynthia.sharma@ uni-wuerzburg.de
Website (https://www.uni-wuerzburg.de/zinf/)

 

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Universitäts-Kinderklinik: Neue Notaufnahme eröffnet

In der Universitäts-Kinderklink Würzburg hat am 7. Januar 2020 die neue, hochmoderne Notaufnahme ihre Türen geöffnet. Direkt neben dem Hauptgebäude in Haus D31 auf dem UKW-Campus ist in 14 Monaten Bauzeit ein neues Gebäude mit funktionalen Räumen und erweiterten Diagnosemöglichkeiten entstanden. Das Gebäude mit 140 qm Nutzfläche umfasst neben dem Haupt-Notfallraum zwei weitere Behandlungszimmer. Am 6. Februar fand die offizielle Eröffnungsfeier statt.

Außenansicht neue Notaufnahme
Die neue Notaufnahme liegt unmittelbar vor dem bestehenden Gebäude D13. Im Vordergrund sind die Leiterin der Notaufnahme Priv.-Doz. Dr. Kirsten Glaser sowie der Leitende Oberarzt der KInderklinik Prof. Dr. Johannes Wirbelauer zu sehen.
Klinikdirektor Prof. Dr. Christian Speer moderierte das Programm.
Klinikdirektor Prof. Dr. Christian Speer moderierte das Programm. Foto: Matthias Emmert/UKW.
Besichtigung der Notaufnahme.
Die Leiterin der neuen Notaufnahme Priv.-Doz. Dr. Kirsten Glaser (links) zeigte den Gästen das neue Gebäude. Foto: Matthias Emmert/UKW.

Großzügige und modern ausgestattete Behandlungszimmer sowie ein freundlicher Wartebereich kennzeichnen die neue Notaufnahme. Geleitet wird sie in den ersten Monaten von der in der Kinderintensivmedizin erfahrenen Oberärztin PD Dr. Kirsten Glaser.

Die Notaufnahme ist ideal in die Versorgungsstruktur der bestehenden Kinderklinik eingebunden. Von hier aus können die jungen Patienten nach der Erstversorgung direkt über einen Außenaufzug in die Bettenstationen in Gebäude D31 oder in die wenige Meter entfernt liegende diagnostische Abteilung mit Röntgen, Ultraschall oder MRT transportiert werden. „Die ideale Anbindung der Notaufnahme an die Infrastruktur der Kinderklinik ermöglicht es uns, unseren jungen Patienten eine kindgerechte medizinische Notfallversorgung auf höchstem Niveau zu bieten“, freut sich der Direktor der Universitäts-Kinderklinik Prof. Dr. Christian Speer.

Einzige Anlaufstelle

Die Notaufnahme ist künftig rund-um-die-Uhr die Anlaufstelle für Notfälle im Kindesalter. Bisher wendeten sich Eltern, die in Notsituationen ihre Kinder selbst zur Kinderklinik brachten, je nach Tageszeit an die Notfallambulanz in D31 oder an die nahe gelegene Poliklinik in D6. „Die Versorgung an zwei Standorten führte zu logistischen und personellen Herausforderungen“, erläutert Prof. Dr. Johannes Wirbelauer, Leitender Oberarzt der Kinderklinik und medizinischer Baukoordinator. „Mit der neuen Notaufnahme und ihren erweiterten Funktionen haben wir künftig eine zentrale Anlauf-stelle, die rund um die Uhr für alle Notfälle zur Verfügung steht. Diese Neustrukturierung erleichtert die Arbeitsabläufe und Versorgungsbedingungen für unser Team ungemein“, betont die pflegerische Leitung der Notaufnahme und Poliklinik in der Kinderklinik, Kinderkrankenschwester Helga Beyer.
Neu geregelt wurde auch die Zufahrt zum Gebäude. Die Notaufnahme kann ab sofort von Rettungsfahrzeugen direkt von der Josef-Schneider-Straße aus angefahren werden. Eine Zufahrt über das Klinikumsgelände wie bisher ist nicht mehr nötig.

Gute Zusammenarbeit

Architektonisch war der Neubau insofern eine Herausforderung, als es galt, diesen auf engstem Raum an die Kinderklinik anzugliedern. Geleitet wurde das Projekt vom Architekturbüro Geisel-Schaub sowie der klinikeigenen Bauabteilung. „Bei laufendem Klinikbetrieb zu bauen, stellt immer hohe Anforderungen an alle Beteiligten“, so Prof. Wirbelauer. „Durch eine gute Abstimmung gelang es uns, Klinikbetrieb und Baustelle zu verbinden, ohne dass es zu großen Beeinträchtigungen für Patienten und Mitarbeiter kam.“ Die Bausumme beläuft sich auf 1,7 Millionen Euro.

Wichtiger Teil des Modernisierungsprozesses auf dem Altcampus

Der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Georg Ertl betonte bei der offiziellen Eröffnung: "Die Kinderklinik ist ein zentraler Baustein in der regionalen Versorgungslandschaft. Mit dem Neubau der Notaufnahme stellen wir unseren Auftrag sicher, Kinder und Jugendliche in Würzburg und Umgebung auf höchstem Niveau mit kindgerechter Ausstattung zu versorgen. Die Notaufnahme reiht sich ein in eine Reihe von Baumaßnahmen, mit denen wir zurzeit den Altcampus modernisieren und zukunftsfähig gestalten."

Informationen zur Kinderklinik:

Die Universitäts-Kinderklinik ist ein Krankenhaus der Maximalversorgung für Kinder und Jugendliche mit 115 Betten. Das Altersspektrum reicht vom Hochrisikofrühgeborenen mit weniger als 500 g Geburtsgewicht bis zum Jugendlichen mit akuten und chronischen Erkrankungen.

Mehr als 70 Ärztinnen und Ärzte, 150 Schwestern und Pfleger sowie 60 weitere Mitarbeiter/-innen betreuen die Patienten. Pro Jahr werden etwa 7.000 Kinder stationär aufgenommen und es erfolgen 3.500 tagesklinische und über 16.000 ambulante Vorstellungen. Es wird erwartet, dass die neue Notaufnahme der Kinderklinik im Jahr ca. 10.000 Kinder und Jugendliche betreuen wird.

 

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Bildquelle: Matthias Emmert/UKW

 

Notarztversorgung im Kreis Main-Spessart: Vorbildliche Kooperation zwischen Universitätsklinikum Würzburg und der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB)

Rund 3.800 Ärztinnen und Ärzte an 229 Notarztstandorten im Freistaat stellen sicher, dass die bayerische Bevölkerung rund um die Uhr notärztlich versorgt ist.

Eine vorbildliche Kooperation zur Sicherstellung der notärztlichen Versorgung besteht seit November 2019 im Landkreis Main-Spessart zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) und dem Universitätsklinikum Würzburg. Notärzte der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie/Sektion Notfall- und Katastrophenmedizin des Universitätsklinikums übernehmen dabei zusammen jährlich mehr als 4.000 Dienststunden an den Notarztstandorten Karlstadt und Marktheidenfeld. „In unserem Projekt arbeiten die KVB, der Zweckverband für Rettungsdienst- und Feuerwehralarmierung (ZRF) Würzburg und das Universitätsklinikum Würzburg konstruktiv zusammen. Gemeinsames Ziel ist es, den Notarztdienst in Würzburg weiterzuentwickeln und gleichzeitig die notärztliche Besetzung im Landkreis Main-Spessart langfristig auf dem hohen bisherigen Niveau zu sichern“, sagt Manuel Holder, Regionalleiter Nordbayern - Notdienste bei der KVB.

Mit der Kooperation soll die Notarztversorgung in der Region zukunftsfest gemacht werden.
„Auch im Notarztdienst macht sich der Ärztemangel inzwischen bemerkbar und es wird
schwieriger, alle Schichten zu besetzen“, weiß Manuel Holder. Die Teilnahme am Notarztdienst ist freiwillig, eine Verpflichtung gibt es nicht. Zudem haben Arbeitsverdichtung in Praxis und Klinik in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass viele Ärztinnen und Ärzte dem Notarztdienst nicht mehr den gleichen zeitlichen Rahmen einräumen können wie früher.

Dieser Entwicklung wird im Rettungsdienstbereich Würzburg mit kreativen und zielorientierten Lösungen begegnet. „Wir bekennen uns ausdrücklich zur Verantwortung unseres Klinikums, für Würzburg und die Region die notärztliche Versorgung sicher zu stellen“, so Professor Dr. Georg Ertl, ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Würzburg und ergänzt: „Wir haben das Projekt in enger Kooperation sorgfältig vorbereitet und sind stolz darauf, dass der Ablauf in den ersten drei Monaten völlig reibungslos war.“ Anja Simon, die kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums ist optimistisch, dass die Kooperation über den Projektzeitraum von zunächst zwei Jahren hinaus reichen wird: „Die gesteckten Ziele wurden schon in der Anfangsphase vollständig erreicht. Es besteht der feste Wille aller Beteiligten auf unbefristete Fortsetzung des Modells.“ Professor Dr. Thomas Wurmb, der Leiter der Sektion Notfall- und Katastrophenmedizin ist von dem Projekt begeistert: „Wir tragen mit unseren Ärztinnen und Ärzten zur Sicherung der notärztlichen Versorgung in Bayern bei“, dies ist eine hohe Motivation für die Mitarbeiter.

Hintergrund: Die Organisation des Notarztdienstes in Bayern

Für die Sicherstellung der notärztlichen Versorgung ist das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr zuständig. Mit dem Bayerischen Rettungsdienstgesetz (BayRDG) hat das Staatsministerium die KVB zusammen mit den 25 Zweckverbänden für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung und einen Rettungszweckverband mit der flächendeckenden Sicherstellung des bodengebundenen Notarztdienstes im Freistaat beauftragt. Die Finanzierung des Notarztdienstes ist Aufgabe der Krankenkassen und der Unfallversicherungsträger.

 

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