Aktuelle Pressemitteilungen

Azubis vom Autohaus Rhein bringen ein großes Geschenk für die Kleinsten

Schon im 8. Jahr wird diese Aktion jetzt von den Azubis des Autohauses Rhein durchgeführt. Es werden Teddys zu Gunsten der Elterninitiative für leukämie- und tumorkranker Kinder in Würzburg verkauft.

Dieses Jahr ist die unglaubliche Summe von 7000 Euro zusammengekommen. Jedoch nicht nur die Summe wurde eingenommen. Viele Kunden kauften den Teddy nicht nur, sondern spendeten diesen gleichzeitig an die Uni-Kinderklinik, um dort einem Kind eine Freude zu machen.

Es freut mich als Ausbilderin besonders, dass unsere Azubis sich hier jedes Jahr so engagieren und dies in kompletter Eigenregie durchführen. Stellvertretend für alle Azubis des Autohauses Rhein waren bei der Übergabe des Schecks an Professor Dr. Härtel und Frau Demmich (Vorstand Elterninitiative), Maximilian Pfiffer, Chiara Höchsmann und Sandro Hofmann dabei.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die hier mitgewirkt haben und mit ihrem Kauf oder ihrer Spende dieses besondere Projekt unterstützt haben.

Sabine Cumiskey- Bereichsleitung Ausbildung bei BMW Rhein Würzburg

 

Pressemeldung BMW Rhein Würzburg

Das Universitätsklinikum sucht Studienteilnehmer*Innen

Voraussetzung für die Teilnahme

Für die Teilnahme an der Studie sucht das Uniklinikum Würzburg Männer zw. 40–85 sowie Frauen zw. 60–85 Jahren, ohne Leistenbruch, -schmerzen oder Leisten-OP, die bereit sind als Kontrollgruppe an der Erforschung des chronischen Leistenschmerzes mitzuhelfen.

Zudem suchen wir Patient*Innen mit Schmerzen nach Leistenbruch-OP aller Altersklassen.

Die Studie beinhaltet eine körperliche Untersuchung und Beantwortung von Fragebögen. Zur weiteren Diagnostik gehören Blutentnahme und Prüfung der Empfindung der Leiste. Optional entnehmen wir eine kleine Hautprobe oder führen ein MRT durch. Je nach Umfang ist eine Aufwandsentschädigung von 120 € vorgesehen.

Helfen Sie mit, chronische Schmerzen zu verstehen und zu behandeln!

Kontakt und Terminvereinbarung
Schmerztagesklinik
Telefon: 0931 201- 30251
Ansprechpartner: Prof. Dr. Heike Rittner
Eva Herrmann herrmann_e@ ukw.de

Link zur Anzeige

 

Schwanger und Covid-19: Gefahr für Mutter und Kind

Würzburger Intensivmediziner untersuchen schwere Verläufe bei Schwangeren, die sich mit SARS-CoV-2 infiziert haben

Den schweren Verlauf der Covid-19-Erkrankung während der Schwangerschaft hat Melissa Wanner auf der Intensivstation der Uniklinikum Würzburg überlebt und im Dezember ihren gesunden Sohn Kilian zur Welt gebracht. © Petra Wanner

Bislang galten Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, der Leber, Niere und Atemwege sowie Diabetes und Krebs aber auch Übergewicht und Rauchen als Risikofaktoren für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung. Inzwischen muss auch eine Schwangerschaft als Risikofaktor gezählt werden. Denn selbst junge, gesunde Frauen, die ein Kind erwarten und sich mit SARS-CoV-2 infizieren, können einen derart schweren Verlauf haben, dass sie intensivmedizinisch behandelt werden müssen, sofern sie nicht geimpft sind.

Panische Angst zu ersticken

So wie Melissa Wanner (24). Sie war in der 26. Schwangerschaftswoche, als sie plötzlich Gliederschmerzen und Schüttelfrost bekam. Sie dachte an eine Grippe, doch es war Corona. Als der PCR-Test positiv ausfiel, wurde sie umgehend mit dem Rettungswagen ins Bad Mergentheimer Krankenhaus gebracht. Es war ihr Geburtstag, der 1. September 2021. Ihr Zustand wurde immer kritischer, die Angst um Mutter und Kind wuchs. Zwei Tage später wurde sie ins Universitätsklinikum Würzburg gebracht. Auf der Intensivstation bekam sie zunächst Sauerstoff über die Nase, doch die Sauerstoffsättigung im Blut sank weiter von 90 Prozent auf 80 Prozent, normal sind zwischen 94 und 98 Prozent. Melissa Wanner hatte panische Angst, zu ersticken. Die nichtinvasive Beatmung brachte auch keinen Erfolg. Die Panikattacken wurden schlimmer. „Ich habe mir die Maske vom Gesicht gerissen, um mich geschlagen und sogar eine Schwester gebissen“, gesteht Melissa Wanner betroffen. „Ich war in jeglicher Hinsicht keine einfache Patientin.“ Schließlich wurde die werdende Mutter am 5. September ins Koma versetzt und erhielt neben der künstlichen Beatmung über einen in der Luftröhre platzierten Beatmungsschlauch eine externe Lungenunterstützung, in der Fachsprache ECMO genannt, für extrakorporale Membranoxygenierung.

Nach zwei Wochen wurde sie langsam wieder geweckt. „Man hat mir erzählt, dass ich nicht aufwachen wollte. Ich erinnere mich nur an furchtbare Komaträume. Ich dachte, mein Kind sei tot.“ Doch mit jedem Schritt, den sie wieder laufen lernte, mit jedem Schluck, den sie wieder trinken lernte, fasste sie Zuversicht. Und schließlich nahm sie auch auf dem CTG (Kardiotokografie) die Herztöne ihres Kindes wieder wahr. Nach fünf Wochen auf der Intensivstation kam sie zur weiteren Überwachung zwei Wochen in die Frauenklinik, mit der bereits auf der Intensivstation eine enge Zusammenarbeit stattfand. In der 32. Schwangerschaftswoche durfte sie schließlich nach Hause. Und zur Geburt ihres kerngesunden Sohnes Kilian am 18. Dezember 2021 kam sie zurück ins inzwischen vertraute Uniklinikum. Kilian wurde per Kaiserschnitt auf die Welt geholt, wie viele Kinder von Müttern, die sich während ihrer Schwangerschaft mit Corona infiziert haben.

Beatmung in 135-Grad-Bauchlagerung

„Melissa Wanner hatte Glück, dass „nur“ die Lunge betroffen war. Wären weitere Faktoren wie ein Herz-Kreislaufversagen, Nierenversagen, Sepsis oder Thrombosen hinzugekommen, wäre die Behandlung so erfolgreich wahrscheinlich kaum möglich gewesen. Aufgrund des schweren Lungenversagens musste sie sogar abwechselnd in eine modifizierte Bauchlage, der 135-Grad-Lagerung, verbracht und beatmet werden“, berichtet Dr. Daniel Röder, Oberarzt der Intensivstation und Leiter des ECMO-Zentrums an der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerzmedizin. Magdalena Sitter, die sich als Assistenzärztin wissenschaftlich mit schweren Covid-Verläufen befasst hat, fügt hinzu: „Es ist hier in Deutschland zwar glücklicherweise sehr selten, aber einige Schwangere überleben solche schweren Verläufe nicht. In unserer ersten Auswertung der CRONOS-Registerstudie sind vier von 101 Schwangeren, die aufgrund einer Corona-Infektion intensivmedizinisch behandelt werden mussten, gestorben, sechs Föten wurden tot geboren.“

Würzburger Task Force für schwere Verläufe in CRONOS-Registerstudie

Im CRONOS-Register sind inzwischen (Stand 11.2.2022) 4.633 Frauen aus Deutschland registriert, die sich während ihrer Schwangerschaft mit dem SARS-CoV-2 infiziert haben. Die Studie wird von der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin gefördert. Sie soll durch die gewonnenen Daten interdisziplinären Behandlungsteams aus Pflege, Hebammen, Ärzteschaft und psychosozialem Dienst eine Grundlage zur Behandlung und Beratung betroffener Patientinnen geben.

202 der gemeldeten 4633 Schwangeren hatten oder haben einen schweren Covid-19 Verlauf. Um die Auswertung dieser Verläufe und entsprechenden Schlussfolgerungen kümmert sich eine Task Force, der auch Professor Dr. Peter Kranke, Oberarzt und Bereichsleiter der geburtshilflichen und gynäkologischen Anästhesie am Uniklinikum Würzburg, gehört. „Wir sind vielen schweren Verläufen noch einmal nachgegangenen, haben die behandelnden Kliniken um weitere Informationen zur Behandlung gebeten, die über die Sammlung im Register hinausgingen“, schildert Kranke. „Wir bündeln, was bei welcher Patientin gut und bei welcher nicht so gut angeschlagen hat und versuchen daraus Empfehlungen für die bestmögliche Therapie abzuleiten. Basierend auf diesen Erkenntnissen und Auswertungen und im Schulterschluss mit Geburtshilfe und Kinderheilkunde beraten wir Kolleginnen und Kollegen aus anderen Krankenhäusern. Wie lange kann man nicht invasiv beatmen? Wann und in welchem Ausmaß ist eine Heparin-Therapie sinnvoll? Wann eine Kortison-Therapie? In welcher Dosierung, welche Präparate?“

Bei Melissa Wanner standen für das Behandlungsteam zwei Fragen ganz besonders im Fokus: Zum einen die Frage nach der geeigneten Therapieeskalation: wann ist welche Intensivmaßnahme notwendig? Zum anderen die Frage nach dem besten Zeitpunkt der Entbindung. „Hier wurde eng mit der Frauenklinik und dem Team von Professor Dr. Wöckel sowie der Kinderklinik und dem Team von Professor Dr. Härtel kooperiert, und tägliche Visiten sowie interdisziplinäre Besprechungen mit den Kolleginnen und Kollegen der Frauenklinik standen auf dem Plan“ berichtet der Direktor der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie am Uniklinikum Würzburg, Professor Dr. Patrick Meybohm. Neben dem Wohlbefinden und den Parametern für Lungen- und Herzkreislauffunktion von Melissa Wanner wurde auch das Wachstum und Wohlergehen des Kindes gemeinsam in enger Zusammenarbeit der Fachdisziplinen überwacht.

Erste Schlussfolgerungen

Erste Daten aus dem CRONOS-Register zu schwangeren Frauen und Müttern, die wegen Covid-19 intensivmedizinisch behandelt werden müssen, sind jetzt im Journal of Clinical Medicine erschienen (https://doi.org/10.3390/jcm11030701). Die Frauen, die intensivmedizinisch behandelt werden mussten, waren im Durchschnitt 33 Jahre alt und in der 33. Schwangerschaftswoche. Bei 30 von den 101 untersuchten Fällen war nur eine Behandlung mit Sauerstoff notwendig, 22 erhielten eine nicht-invasive Beatmung, 28 eine invasive Beatmung und 15 eine ECMO. Signifikante klinische Unterschiede zwischen den Patientinnen, die verschiedene Formen der Beatmungsunterstützung erhielten, wurden nicht festgestellt. Die Frühgeburtenrate bei den Frauen, die eine invasive Beatmungsbehandlung erhielten, war jedoch signifikant höher. „Schlussendlich erhöht eine Covid-19-Erkrankung, die eine invasive Unterstützung der Atmung erfordert, das Risiko eines schlechten mütterlichen und neonatalen Ausgangs“, resümieren Peter Kranke und Patrick Meybohm. „Vorerkrankungen, wie Diabetes, Bluthochdruck und Adipositas, erhöhen das Risiko für schwere Verläufe. Wir haben aber auch gesehen, dass Schwangere ohne Vorerkrankungen schwer erkranken können, die Schwangerschaft an sich ist eine Risikokonstellation für schwere Verläufe. „Daher haben wir den Schwangeren im Rahmen der Infoabende für werdende Eltern frühzeitig empfohlen sich gemäß den Empfehlungen impfen zu lassen. Die Impfung schützt – wie bei allen anderen Patienten auch – vor einem schweren Verlauf!"

Unbedingt impfen!

Doch warum ist die Schwangerschaft ein Risiko für einen schweren Verlauf? „Die immunologischen Mechanismen, die hier zusammenspielen, sind noch nicht endgültig geklärt", sagt Prof. Dr. Achim Wöckel, Direktor der Universitätsfrauenklinik Würzburg. „In jedem Fall steigt die mütterliche Morbidität und Mortalität deutlich an, wenn man ungeimpfte mit geimpften Schwangeren vergleicht." Unabhängig von Covid-19 sind auf Grund physiologischer Veränderungen schwangere Frauen besonders anfällig für virale Infektionen.  Eine Infektion mit SARS-CoV-2 kann daher schnell zu Lungenfunktionsstörungen bis hin zum Lungenversagen führen. „Um die Infektionen bei Schwangeren und auch die Schwere potentieller Infektionen zu reduzieren, empfehlen unsere Fachgesellschaften und die Stiko sehr klar eine Impfung ungeimpfter Schwangerer ab dem 2. Trimenon sowie aller ungeimpfter Stillenden mit den mRNA Impfstoffen inklusive einer Booster-Impfung", so Wöckel weiter.

Auch jenseits der Pandemie arbeiten berufsübergreifend Pflege, Hebammen und Ärzteschaft bereits vor der Geburt eng zusammen und versuchen auf diese Weise das Ergebnis für Mutter und Kind zum Besten zu wenden, auch bei beziehungsweise trotz bestehender Vorerkrankungen, wie zum Beispiel einer Blutarmut. Zu Beginn der Pandemie haben Frauenklink und Intensivmedizin des UKW zum Beispiel das bundesweite COALA-Register (Covid-19 related Obstetric Anaesthesia Longitudinal Assessment-Registry) entwickelt. Über das Register wurden Daten zu Verdachts- und bestätigten SARS-CoV-2-Fällen bei Schwangeren zum Zeitpunkt der Geburt erhoben. Das CRONOS-Register, initiiert durch Kollegen des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein am Campus Kiel, geht einen Schritt zurück und registriert grundsätzlich alle Schwangeren mit Covid-Infektion, unabhängig von der Schwangerschaftswoche. Neben der Würzburger Task Force für schwere Verläufe gibt es weitere Arbeitsgruppen wie etwa für das Kollektiv der Schwangeren mit Diabetes und SARS-CoV-2 Infektionen, oder zur Auswertung der neonatologischen Outcomes, also des Wohlergehens der Neugeborenen. „Nach heutigem Kenntnisstand erhöht die Covid-Infektion der Schwangeren das Risiko für eine Frühgeburt, was die Neugeborenen anfälliger macht für Atemstörung, Infektionen, aber auch Langzeitprobleme nach sich ziehen kann“, bemerkt Prof. Dr. Christoph Härtel. „Reifgeborene Kinder Covid-positiver Mütter haben glücklicherweise zumeist milde Verläufe, selten kann es jedoch zu schweren Anpassungsstörungen kommen.“

Positiv denken!

Melissa Wanner ist überglücklich, dass die Infektion für sie und ihren Jungen gut ausgegangen ist und ist dem interdisziplinären Team am Uniklinikum Würzburg unendlich dankbar für seinen Einsatz. Sie will positiv denken. Auch wenn heute noch die Nachwirkungen der Infektion ihren Alltag dominieren. Sie kann nicht allein in Räumen sein, hat immer noch Panikattacken und Luftnot. Sie ist in psychologischer und physiologischer Behandlung. „Ich möchte nicht, dass mein Kind mit Angst aufwächst.“ 

  

Post-ASH-Forum: Online-Veranstaltung informiert über internationale hämatologische Spitzenforschung

Der jährliche Kongress der American Society for Hematology (ASH) zeigt den Status der weltweiten hämatologischen Forschung auf. Am Samstag, den 12. März 2022, verdeutlichen sechs Experten des Uniklinikums Würzburg in einer Online-Veranstaltung laienverständlich die wichtigsten Botschaften des ASH 2021 zu einer Reihe von schweren Erkrankungen des Blutes.

Die American Society of Hematology (ASH) ist eine der weltweit größten medizinischen Fachgesellschaften, die sich mit den Ursachen und der Behandlung von Erkrankungen des Blutes befasst. Bei dem von ihr alljährlich im Dezember in den USA veranstalteten Kongress präsentieren internationale Spitzenmedizinerinnen und -mediziner neue Studienergebnisse und Leitlinien für Diagnosen und Therapien. 

Damit die Informationen des ASH 2021 auch die betroffenen Patientinnen und Patienten, deren Angehörige und alle sonstigen Interessierten erreichen, veranstaltet die Medizinische Klinik und Poliklinik II des Uniklinikums Würzburg (UKW) am Samstag, den 12. März 2022, ihr zweites Digitales Post-ASH-Forum. Neben dem Klinikdirektor Prof. Dr. Hermann Einsele referieren fünf weitere Experten des UKW zu Neuigkeiten aus der Behandlung von Krankheiten wie Multiples Myelom, akute myeloische Leukämie, myeloproliferative Neoplasien und Non-Hodgkin-Lymphom. Außerdem gibt es ein Update zu den Entwicklungen beim Einsatz von CAR-T-Zellen sowie Wissenswertes zur Corona-Schutzimpfung.

Breite Entwicklung bei den CAR-T-Zell-Therapien

„Auch beim letzten ASH gab es aus meiner Sicht wieder viele gute Nachrichten“, berichtet Prof. Einsele und fährt fort: „Beispielsweise wurde deutlich, wie massiv mittlerweile fortschrittliche Immuntherapien mit bispezifischen Antikörpern oder CAR-T-Zellen in der Behandlung des Multiplen Myeloms berücksichtigt werden.“ Generell gab es nach seinen Worten bei den CAR-T-Zellen in der letzten Zeit eine extrem breite Entwicklung. Diese führte dazu, dass die modifizierten körpereigenen Killerzellen bei unterschiedlichen hämatologischen Erkrankungen bereits in der zweiten oder sogar ersten Behandlungslinie eingesetzt werden. „Die kontinuierliche Verbesserung gerade auch hinsichtlich der Nebenwirkungen ermöglicht es, dass CAR-T-Zell-Therapien in den USA teilweise schon ambulant durchgeführt werden“, unterstreicht Prof. Einsele. 

Corona behindert allogene Stammzelltransplantationen

Deutlich verkompliziert wurde hingegen die allogene Stammzelltransplantation in den vergangenen zwei Jahren durch die Effekte der Corona-Pandemie. „Um sicherzugehen, dass die Zellen eines glücklicherweise gefundenen Spenders nicht ‚auf den letzten Metern“ vor der Transplantation durch eine Covid-19-Infektion unbrauchbar werden, mussten die Stammzellen in vielen Fällen eingefroren werden, bis der Empfänger für die Transplantation bereit war – ein zusätzlicher, aufwändiger und risikobehafteter Vorgang“, bedauert Einsele.

Übertragung per Zoom

Die kostenlose Veranstaltung wird über die Internetplattform Zoom übertragen. Sie beginnt um 9:30 Uhr und endet gegen 12:00 Uhr. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine Internetverbindung sowie ein Smartphone, ein Tablet, ein Laptop oder ein PC. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine baldige Anmeldung erforderlich bei Gabriele Nelkenstock unter E-Mail: selbsthilfe@ukw.de. Das detaillierte Programm des Informationstags findet sich unter www.ukw.de/medizinische-klinik-ii/veranstaltungen. 

 

Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft bietet am 3. März 2022 ab 16:00 Uhr einen kostenlosen Online-Infonachmittag für Angehörige sowie Freundinnen und Freunde von Krebspatientinnen und -patienten an, bei dem es um Fragen gehen soll wie: Wie können Angehörige helfen? Was können sie außerdem für sich sebst tun?

Einer der Referenten ist Prof. Dr. Imad Maatouk (im Bild), der Leiter des Schwerpunkts Psychosomatik, Psychotherapie und Psychoonkologie an der Medizinischen Klinik II des Uniklinikums Würzburg.

Mehr zum Programm und eine Anmeldemöglichkeit findet sich hier: https://www.krebsinformationsdienst.de/aktuelles/online-veranstaltungen-zu-krebs.php#anmeldung

Link zum Programm

Uniklinikum Würzburg: Digitaler Infoabend zum Reizdarm-Syndrom

Am Mittwoch, den 30. März 2022, informieren eine Expertin und ein Experte des Uniklinikums Würzburg in einem Webinar über Diagnostik, Behandlung und Ernährung beim Reizdarm-Syndrom. Die kostenlose Veranstaltung ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der Mediengruppe Main-Post.

Schmerzhaft, belastend und weit verbreitet, aber oft ohne konkret fassbare Ursache – der Reizdarm ist eine Krankheit, die bei den Betroffenen viele Fragen aufwirft. Deshalb widmet das Uniklinikum Würzburg (UKW) dem Syndrom ein öffentlich zugängliches und kostenloses Webinar: Am Mittwoch den 30. März 2022, werden Prof. Dr. Alexander Meining, der Schwerpunktleiter für Gastroenterologie an der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des UKW, sowie die Diätassistentin Constanze Wolz, ebenfalls von der Medizinischen Klinik II, wesentliche Aspekte der Erkrankung erläutern. 

Ausschlussdiagnostik wichtig

„Die Symptome beim Reizdarm reichen von Übelkeit, Bauchschmerzen, Blähungen, Druck- und Völlegefühl bis zu Durchfall oder Verstopfung“, sagt Prof. Meining und fährt fort: „Diese sind so unspezifisch, dass zunächst andere Krankheiten mit ähnlichen Symptomen ausgeschlossen werden müssen.“ Am Infoabend wird deutlich werden, welche Untersuchungen hier sinnvoll sind. 

Breites Therapiespektrum

Als wesentliche Ursache für das vielgestaltige Reizdarm-Syndrom gilt ein verändertes Zusammenspiel des Darmnervensystems mit dem zentralen und vegetativen Nervensystem. Außerdem können immunologische Prozesse, psychische Einflüsse, eine veränderte Darmflora, Darminfektionen und weitere Faktoren eine Rolle spielen. „Entsprechend breit sind die individuell wählbaren Therapiemöglichkeiten“, berichtet Prof. Meining. Diese reichen von Medikamenten mit diversen Wirkungszielen bis zu kognitiver Verhaltenstherapie und Hypnose, wie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung erfahren werden. 

Für eine angepasste Ernährung

Hilfreich kann zudem eine angepasste Ernährung sein. Was hier möglich ist und wie gesundes und gleichzeitig schmackhaftes Essen aussehen kann, wird Constanze Wolz beantworten.

Die vom Uniklinikum Würzburg und der Mediengruppe Main-Post gemeinsam organisierte Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr und nutzt die Plattform Zoom. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine Internetverbindung sowie ein Smartphone, ein Tablet, ein Laptop oder ein PC. Wichtig – auch für die Übermittlung der Zugangsdaten – ist eine Anmeldung ausschließlich bei der Main-Post unter Tel: 0931/6001 6001 oder unter http://akademie.mainpost.de. 

 

Antiinfektiva-App als neue Informationsplattform

Mit einer eigenentwickelten Web-App können die Ärztinnen und Ärzte des Uniklinikums Würzburg jetzt von ihren Smartphones und Tablets aus schnell und unkompliziert auf die beim Einsatz von Antiinfektiva geltenden Standards zugreifen.

Neue Antiinfektiva-App des Uniklinikums Würzburg
Die neue Antiinfektiva-App des Uniklinikums Würzburg ist ein zeitgemäßes mobiles Nachschlage-, Informations-, Qualitätsmanagement-, Kommunikations- und Schulungsmedium. Bild: Uniklinikum Würzburg

„Um Antiinfektiva, also zum Beispiel Antibiotika, verantwortungsvoll einsetzen zu können, müssen die verschreibenden Ärztinnen und Ärzte möglichst schnell und unkompliziert über die hierbei aktuell geltenden Standards informiert werden“, sagt Dr. Güzin Surat. Als Antimicrobial-Stewardship (AMS)-Beauftragte strebt sie am Uniklinikum Würzburg (UKW) danach, die Qualität der Antiinfektiva-Behandlung zu sichern und – wo erforderlich – zu verbessern. Auf Initiative der Arbeitsgruppe AMS des UKW und als weiterer Schritt auf diesem Weg entwickelte das Servicezentrum Medizin-Informatik (SMI) des UKW in einem zweijährigen Prozess eine Antiinfektiva-Web-App, die nun in die Anwendung ging. Seit Anfang Februar dieses Jahres finden alle Ärztinnen und Ärzte des UKW auf ihren Dienst-Smartphones und -tablets ein Icon, das mit einer für mobile Endgeräte optimierten Webseite verknüpft. „Hierüber haben sie Zugriff auf alle Antiinfektiva-Standards des UKW in immer neuester Version“, schildert Philipp Leßnau, der am SMI für die Programmierung dieses digitalen Angebots zuständig ist. Weiterhin ersetzt die Webseite auch das bisherige Dokumentenlenkungssystem im Bereich der AMS.

 

Kommunikationskanal und Schulungsmedium

„Das Medium ist allerdings weit mehr als ein digitales Nachschlagewerk und Qualitätsmanagement-Instrument“, betont Dr. Surat. So dient die Anwendung nach ihren Worten auch als Kommunikationskanal, der die Nutzerinnen und Nutzer mit aktuellen Meldungen und monatlichen Tipps übersichtlich und bequem auf dem aktuellen Stand hält. In Zukunft soll über die App auch ein direkter Austausch – zum Beispiel über relevante mikrobiologische Befunde – mit dem AMS-Team des UKW möglich sein.

Als weitere Funktion ist ein Antiinfektiva-Quiz geplant, das auf eine spielerische Wissensvermittlung abzielt.

„Im Moment sammeln wir Praxiserfahrungen mit dem zunächst auf das UKW beschränkten Einsatz“, erläutert Philipp Leßnau und fährt fort: „Es ist aber geplant, das Angebot auch auf das regionale AMS-Kliniknetzwerk auszurollen.“ Bei diesem Netzwerk berät und schult die Arbeitsgruppe AMS des Uniklinikums auf Basis von Kooperationsverträgen andere Krankenhäuser in Mainfranken zu den Themen der Antimicrobial Stewardship.