Aktuelle Pressemitteilungen

Uniklinikum Würzburg: Forum liefert Topaktuelles zum Multiplem Myelom

Am Donnerstag, den 25. Juli 2019, informieren Experten des Uniklinikums Würzburg über Neuigkeiten in der Erforschung und Behandlung des Multiplen Myeloms, einer bösartigen Krebserkrankung des Knochenmarks: Zum achten Mal wendet sich das Myelom-Forum an Patienten, Angehörige und alle sonstigen Interessierten.

 

Das Uniklinikum Würzburg (UKW) ist eines der europaweit führenden Zentren bei der Behandlung von Multiplem Myelom (MM). Außerdem gehört diese bösartige Krebserkrankung des Knochenmarks zu den Forschungsschwerpunkten der Medizinischen Klinik und Poliklinik II und des Comprehensive Cancer Centers (CCC) Mainfranken. Diese Expertise – und die Fähigkeit, auch komplexe medizinische Zusammenhänge laienverständlich darzustellen – führen dazu, dass Patienten, Angehörige und sonstig Interessierte aus ganz Deutschland seit Jahren zu den am UKW veranstalteten Myelom-Foren kommen. Am Donnerstag, den 25. Juli 2019, findet die achte Neuauflage statt. Ab 16:00 Uhr stellen die Krebsspezialisten des Klinikums in der Gaststätte „B. Neumann“ am Würzburger Residenzplatz neue Forschungserkenntnisse sowie aktuelle Therapiemethoden vor.

Neuigkeiten aus internationalen Kongressen

„Seit dem letzten Myelom-Forum fanden wieder wichtige internationale Kongresse – wie der Amerikanische Krebskongress in Chicago, der europäische Hämatologenkongress und das jährliche Strategietreffen der International Myeloma Working Group, beide in Amsterdam – statt“, berichtet Prof. Dr. Hermann Einsele, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des UKW. Der renommierte Tumorexperte fährt fort: „Bei unserem Forum fassen wir die dort präsentierten Entwicklungen allgemeinverständlich zusammen und erläutern deren Auswirkungen auf die aktuellen Behandlungs- und Diagnosestrategien.“ Ein Schwerpunktthema wird dabei der Einsatz von Immuntherapien bereits in der Primärtherapie des MM sein. Außerdem werden neue Möglichkeiten vorgestellt, wie anhand der Erbsubstanz der Tumorzellen die Prognose optimiert und die Therapie noch besser festgelegt werden kann. „Darüber hinaus werden die Referenten auch völlig neue Behandlungsansätze präsentieren“, kündigt Prof. Einsele an.

So trägt das Uniklinikum Würzburg zur Vermehrung des Wissens bei

Neben diesem Überblick über das weltweite Forschungsgeschehen werden die UKW-Spezialisten auch ganz konkret aus den Würzburger Forschungslabors berichten. Themen sind hier zum Beispiel neue Studienergebnisse mit bispezifischen Antikörpern, aktuelle Konzepte zur Verbesserung der CAR-T-Zell-Therapie sowie neue, sehr gezielte Behandlungsmöglichkeiten.

Außerdem werden sie darstellen, wie derzeit die Häufigkeiten der Myelomerkrankung sind, wie sie sich verändern werden, wie die Lebenserwartung des Patienten unter den jetzigen Therapien aussieht und wie sie sich in der Zukunft hoffentlich noch weiter dramatisch verbessern wird.

Antworten auf persönliche Fragen

Wie in den vergangenen Jahren auch, wird eine Diskussion den Zuhörerinnen und Zuhörern Gelegenheit geben, von qualifizierter Seite Antworten auf persönliche Fragen zu erhalten. Ebenfalls schon gute Tradition sind die begleitenden Infostände, die eine unkomplizierte Kontaktaufnahme mit Selbsthilfegruppen und weiteren Initiativen ermöglichen.


Anmeldung erforderlich

Die Teilnahme am 8. Myelom-Forum Würzburg ist kostenlos. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl bitten die Veranstalter allerdings um eine Anmeldung im Sekretariat von Prof. Hermann Einsele unter Tel: 0931/201-40001 oder bei der Organisatorin Gabriele Nelkenstock unter E-Mail: info@ kampfgegenkrebs.de. Eine Übersicht über die Vortragsthemen und deren Referenten gibt es unter www.ukw.de, Rubrik „Veranstaltungen“.

Kastentext:

Über das Multiple Myelom

Beim Multiplen Myelom entarten im Knochenmark bestimmte Immunzellen. Sie überfluten den Körper mit fehlerhaft produzierten Antikörpern, unterdrücken durch ihr aggressives Wachstum die Blutbildung und schädigen durch verstärkten Knochenabbau das Skelett. In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 3.500 Menschen an dieser Untergruppe des Lymphknotenkrebses.

 

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Assistenzärztinnen aus Tansania am Uniklinikum Würzburg weitergebildet

Fast einen Monat lang wurden zwei Assistenzärztinnen aus Würzburgs Partnerstadt Mwanza/Tansania am Uniklinikum Würzburg in speziellen Bereichen der Anästhesiologie weitergebildet.

 

Das Bugando Medical Centre (BMC) ist die Partnerklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW) in Würzburgs Partnerstadt Mwanza/Tansania. „Zur Vervollständigung der anästhesiologischen Facharztweiterbildung im BMC laden wir von Zeit zu Zeit Assistenzärztinnen und -ärzte des letzten Weiterbildungsjahres zu uns ein. Hier können sie Erfahrungen in Anästhesiebereichen sammeln, die in ihrem Heimatkrankenhaus nicht so stark vertreten sind, wie zum Beispiel Regionalanästhesie, Kinderanästhesie sowie die Anästhesie bei Herz- oder Gehirnoperationen“, sagt Dr. Daniel Röder. Jüngst organisierte der Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie die Hospitation von Dr. Debora Madyedye und Dr. Fatma Said am UKW. Die beiden Assistenzärztinnen waren vom 4. bis 31. Mai 2019 in Würzburg und gewannen viele wertvolle Eindrücke aus dem Arbeitsalltag der hiesigen Anästhesie-Ärztinnen und -Ärzte der entsprechenden Klinikbereiche.

Erfahrungen und Erkenntnisse der Gäste

„Wir wurden am Uniklinikum sehr freundlich empfangen“, berichtete Dr. Debora Madyedye am Ende ihres Würzburgaufenthalts und fuhr fort: „Die Kollegen waren sehr hilfsbereit und haben uns über viele vor Ort bereits etablierte Maßnahmen informiert, wie zum Beispiel das postoperative Schmerzmanagement oder die Prämedikation von Kindern. Auch wir am BMC sollten den Patienten, insbesondere den Kindern, noch häufiger durch entsprechend beruhigende Medikamente die Angst vor ihrer Operation nehmen.“ Eine weitere Erkenntnis von Dr. Madyedye aus der Hospitation: „Wir werden künftig am BMC noch deutlich mehr Patienten vor der Operation visitieren – das ist in unserem System leider nicht verpflichtend.“ Ihre Kollegin Dr. Said lobte: „Das UKW ist ein großes Klinikum mit vielen Studierenden, aber es ist nie überfüllt. Jeder Student hat genug Gelegenheit, am Patienten zu lernen. Für mich persönlich war es unter anderem wertvoll, neue Eingriffe kennenzulernen, wie beispielsweise offene Herzoperationen.“

Der Aufenthalt der beiden Ärztinnen wurde finanziert von der Initiative „Klinikpartnerschaften – Partner stärken Gesundheit“, die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gemeinsam mit der Else Kröner-Fresenius-Stiftung getragen wird. Hintergrund der Anästhesie-Weiterbildungsinitiative ist, die Anzahl der Anästhesie-Fachärzte in Tansania zu erhöhen. Aktuell findet man im gesamten Land nicht mehr als 25 ausgebildete Anästhesist/innen, die meisten Narkosen werden dort von Pflegekräften durchgeführt. Auch am Bugando Medical Centre arbeiten lediglich zwei fest angestellte Fachärzte für Anästhesiologie.

Ausstellung am Uniklinikum Würzburg: Selbstbilder – Kunst und Therapie mit Kindern und Jugendlichen

Die Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Uniklinikums Würzburg präsentiert in einer Ausstellung Werke aus der kunsttherapeutischen Arbeit mit jungen Patienten.

 

Eine Ausstellung in der Magistrale des Zentrums für Innere Medizin des Uniklinikums Würzburg (UKW) an der Oberdürrbacher Straße gibt ab 18. Juli dieses Jahres Einblicke in die kunsttherapeutische Arbeit mit psychisch kranken Kindern und Jugendlichen im klinischen Kontext. Veranstalter der Bilderausstellung mit dem Titel „Selbstbilder“ ist die Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJPPP). Deren Direktor, Prof. Dr. Marcel Romanos, erläutert: „Für junge Menschen in Krisensituationen kann die künstlerische Gestaltung ein Weg sein, sich auch ohne Worte auszudrücken. Die präsentierten Bilder verkörpern eigene Erlebniswelten und zeigen die Einzigartigkeit jedes Patienten.“ Zum zweiten Mal findet diese Ausstellung mit neuen Werken statt: Schon vor fünf Jahren gab es – damals als UKW-Premiere – eine vergleichbare Veranstaltung, die auf hohes Interesse stieß.

Die Vernissage findet am Donnerstag, den 18. Juli, um 18:30 Uhr statt. Neben Gruß- und Einführungsworten von Prof. Dr. Georg Ertl, dem Ärztlichen Direktor des UKW, von Prof. Romanos sowie von der Kunsttherapeutin Burghilt Henzel wird es dabei auch ein Gespräch mit einer ehemaligen Patientin der KJPPP geben.

Die „Selbstbilder“ sind bis zum 17. Dezember 2019 zu sehen.

 

Der Rotary Club Würzburg-Residenz unterstützt die Klinik am Greinberg

Der Rotary Club Würzburg-Residenz fördert die Anschaffung von speziellem Therapiematerial an der Klinik am Greinberg in Würzburg. Dazu überreichte der Rotary Club dem Menschenskinder e.V. eine Spende von 1.500 Euro.

 

In der Klinik am Greinberg in Würzburg werden in Trägerschaft des Bezirks Unterfranken auf 15 Therapieplätzen Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen stationär behandelt, die zusätzlich schwer körperlich oder geistig behindert sind oder unter einer hochgradigen Seh- oder Hörschwäche leiden. Für die Anschaffung von hierbei benötigtem, speziellen Therapiematerial stellte der Rotary Club Würzburg-Residenz dem Verein Menschenskinder kürzlich eine Spende von 1.500 Euro zur Verfügung. „Wir freuen uns, dass wir einen Beitrag dazu leisten können, die Versorgung der hier behandelten Kinder und Jugendlichen zu verbessern“, betonte der Präsident des Clubs, Dr. Jürgen Plötz, bei der Spendenübergabe in der Klinik. „Wir sind hocherfreut, dass sich der Rotary Club Würzburg-Residenz auch für Kinder einsetzt, die in der Gesellschaft häufig kaum eine Lobby haben“, erklärte im Gegenzug Prof. Dr. Marcel Romanos, der Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJPPP) des Uniklinikums Würzburg und erste Vorsitzende des Vereins Menschenskinder. Zusammen mit dem zuständigen Oberarzt, Dr. Tim Güntzel, sowie dem leitenden Oberarzt der Klinik, Privatdozent Dr. Timo Vloet, dankte er dem Rotary Club Würzburg-Residenz herzlich für die großzügige Unterstützung.

 

Russische Delegation informierte sich am Uniklinikum Würzburg über Aspekte der modernen Onkologie

Vier Tage lang informierte sich eine Delegation russischer Gesundheitsexperten am Uniklinikum Würzburg umfassend über aktuelle Lösungen in der Krebsmedizin. Hintergrund des Besuchs war unter anderem der geplante Aufbau einer neuen Einrichtung zur Behandlung von Tumorpatienten in der russischen Stadt Dimitrowgrad.

 

Vom 19. bis 22. Juni 2019 besuchte eine 19-köpfige Delegation von Leitungskräften aus dem russischen Gesundheitswesen das Uniklinikum Würzburg (UKW). Sie sammelten Informationen über aktuelle Diagnose- und Therapiemöglichkeiten sowie Finanzierungs- und Ausbildungsaspekte in der Onkologie. Hintergrund dieses Interesses ist der derzeit laufende Aufbau einer neuen Einrichtung zur Behandlung von Tumorpatienten in Dimitrowgrad. Mit rund 123.000 Einwohnern ähnelt diese Stadt im westlichen Teil Russlands in ihren Dimensionen Würzburg. Die dort entstehende Klinik ist ein Ableger des Burnasyan Federal Medical Biophysical Center (FMBC), eines großen russischen Klinikverbundes mit assoziierter Forschungseinrichtung. Dieses Zentrum ist direkt dem russischen Gesundheitsministerium zugeordnet und soll insbesondere die Versorgung von Tumorpatienten in Russland verbessern.

„Selbstverständlich haben wir die Kolleginnen und Kollegen aus Russland nach Kräften unterstützt“, berichtet Prof. Dr. Andreas Buck. Der Direktor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin am UKW war mit der Organisation des Aufenthalts betraut. Schwerpunktthemen der Präsentionen waren neue diagnostische Verfahren sowie der „State of the Art“ bei Radionuklid- und Strahlentherapien sowie bei Immuntherapien und in der Präzisions-Onkologie. Darüber hinaus wurden auch Finanz- und Ausbildungsaspekte angesprochen. „Die einzelnen Themenfelder wurden von der jeweils höchsten Kompetenzebene des UKW – also von Klinikdirektoren und Institutsleitern – präsentiert, was nicht zuletzt die Wertschätzung unserer Gäste und unseren Wunsch zur Kooperation unterstreicht“, berichtet Prof. Dr. Georg Ertl, der Ärztliche Direktor des UKW.

 

Uniklinikum Würzburg: ZOM und ZIM zeigten sich in Bestform

Transparent, informativ, gut gelaunt: Am Tag der offenen Tür präsentierten sich die Zentren für Operative und Innere Medizin des Uniklinikums Würzburg als spitzenmedizinische, wie auch empathische Einrichtungen.

Im Hörsaal des Zentrums für Operative Medizin spulte sich am Tag der offenen Tür ein dichtes Vortragsprogramm ab. Bild: Angie Wolf / Uniklinikum Würzburg
Ran ans Gerät – bei Simulatoren konnten die Besucher/innen medizintechnische Werkzeuge ausprobieren. Bild: Angie Wolf / Uniklinikum Würzburg
Für Kinder war der Aktionstag eine Chance, sich unbeschwert mit der Lebenswelt Krankenhaus auseinanderzusetzen. Bild: Angie Wolf / Uniklinikum Würzburg
Viele Gäste nutzen die Gelegenheit, mehr über den eigenen Gesundheitszustand zu erfahren. Bild: Angie Wolf / Uniklinikum Würzburg
Das wohl auffälligste Exponat am Tag der offenen Tür war das begehbare Herz. Bild: Angie Wolf / Uniklinikum Würzburg

Mit einem Tag der offenen Tür feierten die Zentren für Operative und Innere Medizin (ZOM | ZIM) des Uniklinikums Würzburg (UKW) am Samstag, den 22. Juni 2019, gemeinsam ihre Jubiläen: Das ZOM gibt es seit 15 Jahren, das ZIM seit zehn. „Angebot, Besucherzuspruch, Atmosphäre – bei diesem Aktionstag hat einfach alles gepasst“, resümierte Prof. Dr. Georg Ertl, der Ärztliche Direktor des UKW, am Ende der Großveranstaltung hochzufrieden.

So kam in Punkto Atmosphäre bei Kaiserwetter die wegweisende, transparente Architektur des Gebäudekomplexes voll zum Tragen: Tageslichtdurchflutet bot die langgestreckte Magistrale einen freundlich-einladenden Rahmen für die rund 30 Informationsstände und Aktionsbereiche.

 

Gesundheitschecks in Vollauslastung

Dem Anlass und der Bedeutung der „Flaggschiffe der Würzburger Universitätsmedizin“ angemessen, offerierten die am ZOM | ZIM beheimateten Kliniken und Einrichtungen ein so breites und interessantes Programm, dass für den Einzelnen ein komplettes „Abarbeiten“ in der vierstündigen Veranstaltung zeitlich nahezu unmöglich war. Viele der zahlreichen Gäste nutzen das breite Angebot an kostenlosen Gesundheitschecks. In Vollauslastung über den gesamten Zeitraum hinweg wurden beispielsweise fast 100 Fibroscanuntersuchungen zur Lebersteifigkeit und gut 70 Ultraschall-Schilddrüsenchecks durchgeführt, während sich rund 60 Personen ein kleines Blutbild erstellen ließen. Auch die Bestimmung der „Körperzusammensetzung“ mittels Bioelektrischer Impedanzanalyse kannte keinen Leerlauf.

Neben der Gelegenheit, unkompliziert mehr über den eigenen Gesundheitszustand zu erfahren, setzen sich die Besucher/innen – unterstützt von freundlichen Standbesatzungen – interessiert mit den ausgestellten medizintechnischen Geräten auseinander, erprobten ihr eigenes Geschick beim Umgang mit Simulatoren oder ließen sich über Struktur und Zweck von Einrichtungen, wie der Interdisziplinären Biomaterial und Datenbank Würzburg, informieren.

 

Führungen sehr gut angenommen

Hohe Teilnehmerzahlen hatten darüber hinaus die Führungen – ob durch die Notaufnahme und den neuen Schockraum oder das Kathederlabor.

Aber auch die „nicht-medizinischen“ Angebote erfreuten sich regen Interesses. So waren zum Beispiel die Vertreter der Klinikseelsorge, des Patientenbesuchsdiensts „Grüne Damen und Herren“ sowie der Selbsthilfe fast durchgehend als Gesprächspartner gefragt. Die Pflege thematisierte anschaulich die Herausforderungen eines altersgerechten Krankenhauses – körperlich direkt erfahrbar durch Elemente eines Alterssimulationsanzugs. Eltern und Jugendliche zeigten sich erstaunt über die am Tag der offenen Tür präsentierten, vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten des UKW.

„Es ist selten, dass sich bei Veranstaltungen dieser Art Angebot und Nachfrage so ideal treffen. Ich danke allen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dass sie dazu beigetragen haben, das Doppeljubiläum in so würdiger Weise mit uns und der Würzburger Bevölkerung zu feiern. Herzlichen Dank auch hier mal wieder an unseren Bürgermeister Adolf Bauer, der uns durch seine interessierte Anwesenheit unterstützte“, lobt Prof. Ertl.

 

 

Pressemitteilung hier zum Download.

 

Zwei Millionen Euro für die Krebsdiagnostik

Die Bayerische Forschungsstiftung fördert mit zwei Millionen Euro das Verbundprojekt FORTiTher, das maßgeblich von Universität und Universitätsklinikum Würzburg gestaltet wird. Erforscht werden neue diagnostische Verfahren bei Krebs.

 

Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 500.000 Menschen an Krebs. Die Erforschung, Diagnostik und individuelle Therapie dieser Volkskrankheit bilden wissenschaftliche und therapeutische Schwerpunkte an der Universität und am Universitätsklinikum Würzburg. Diese Schwerpunkte werden nun weiter gestärkt: Die Bayerische Forschungsstiftung fördert das neue Verbundprojekt FORTiTher (Forschungsverband Tumordiagnostik für Individualisierte Therapie).

Am 14. Juni 2019 übergaben Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler und der Geschäftsführer der Bayerischen Forschungsstiftung, Dr. Christian Haslbeck, die Förderurkunde über zwei Millionen Euro. Universitätspräsident Alfred Forchel und FORTiTher-Projektsprecher Professor Franz Jakob, Leiter des Bernhard-Heine-Centrums für Bewegungsforschung, nahmen die Urkunde bei einer Feierstunde im König-Ludwig-Haus entgegen.

Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft

An FORTiTher sind zwölf Forschungsgruppen aus den Universitäten Würzburg, Regensburg, der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem Fraunhofer-Institut für neue Techniken in der Bildgebung sowie 15 Partner aus der bayerischen Wirtschaft beteiligt. Ziel ist die Entwicklung neuer diagnostischer Verfahren, die auf innovativen Bildgebungstechniken und computerunterstützter automatisierter Datenauswertung basieren. Die Forschenden hoffen darauf, ein noch differenzierteres Bild von Tumoren im Hinblick auf Bösartigkeit, Wachstum, Auseinandersetzung mit dem Immunsystem, Ausbreitungstendenz und Ansprechen auf Medikamente zu erhalten.

„Mit der Förderung durch die Bayerische Forschungsstiftung soll der Forschungsverbund in seiner zukunftsweisenden Krebsforschung tatkräftig unterstützt werden“, betonte Minister Sibler, der auch Mitglied im Stiftungsrat der Bayerischen Forschungsstiftung ist. „Die engagierte Arbeit des Verbunds verspricht bessere Behandlungsmöglichkeiten von Krebs und größere Heilungschancen in der Zukunft. Meinen großen Dank für diese wertvolle Arbeit, die Leben retten kann!“

Einzelne Krankheitsherde genau charakterisieren

Das Programm FORTiTher startete zeitgleich mit der im Januar 2019 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgerufenen „Nationalen Dekade gegen Krebs“, die bundesweit für das Thema Krebsforschung sensibilisieren soll. „Unser Projekt kommt genau zur richtigen Zeit“, sagte Professor Franz Jakob, „denn wir können hier von Beginn an die Ergebnisse unseres schlagkräftigen bayerischen Forschungsverbunds einbringen.“

Dabei hoffen die Forschenden, zu einem Paradigmenwechsel bei Diagnose und Behandlung von Krebs beitragen zu können. „Tumorarten werden bislang meist in größeren Gruppen dargestellt, beispielsweise als Gruppe der Prostatakarzinome. Unser Ziel ist es, diese Einteilungen zu verfeinern und dazu die einzelnen Krankheitsherde so genau zu charakterisieren, dass wir individuell maßgeschneiderte therapeutische Strategien entwickeln und in die Routinemedizin überführen können“, so Jakob.

Dabei hat der Forschungsverbund vor allem die Immuntherapien im Blick: „Immuntherapien haben die Krebsbehandlung in den letzten Jahren regelrecht revolutioniert“, erläutert Professor Jörg Wischhusen von der Universitätsklinik Würzburg. „Hinsichtlich des Ansprechens auf diese Therapien gibt es aber extreme Unterschiede zwischen Patienten mit nominell gleicher Diagnose. FORTiTher soll uns daher auch dabei helfen, individualisierte Prädiktoren für den Therapieerfolg zu verstehen und für Therapieentscheidungen nutzbar zu machen.“

Die Professoren Jakob und Wischhusen stellten FORTiTher bei der Feierstunde gemeinsam mit Professor Christoph Klein von der Uni Regensburg vor. Dr. Christian Haslbeck, Geschäftsführer der Bayerischen Forschungsstiftung, sprach aus Stiftungssicht über das Projekt.

Fakten zur Bayerischen Forschungsstiftung

Jährlich bewilligen die Gremien der Bayerischen Forschungsstiftung Fördermittel in Höhe von rund 15 Millionen Euro für Kooperationsprojekte zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Gemeinsam mit den Co-Finanzierungsanteilen der bayerischen Wirtschaft ergibt sich daraus ein Gesamtvolumen von über 30 Millionen Euro. Die Forschungsstiftung hat seit ihrer Gründung im Jahr 1990 für 887 Projekte rund 573 Millionen Euro bewilligt. Insgesamt wurde damit ein Gesamtprojektvolumen von rund 1,270 Milliarden Euro angestoßen.

 

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