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Die Kaufmännische Direktorin Anja Simon verließ das Uniklinikum Würzburg

Nach annähernd acht Jahren als Kaufmännische Direktorin verließ Anja Simon Anfang April 2020 das Uniklinikum Würzburg, um sich in Zukunft um die wirtschaftlichen Belange des Universitätsklinikums Freiburg zu kümmern.

Bei der Verabschiedung: Anja Simon, die scheidende Kaufmännische Direktorin des Uniklinikums Würzburg, mit Vorstandskollegen und hochkarätigen Weggefährten ihrer Würzburger Jahre. Bild: Margot Rössler / Uniklinikum Würzburg

Im August 2012 trat Anja Simon am Uniklinikum Würzburg (UKW) die Nachfolge von Renate Schülke-Schmitt als Kaufmännische Direktorin und damit als Dienstvorgesetzte des gesamten nicht-wissenschaftlichen Personals des UKW an. Sie trug die Führungsverantwortung für zuletzt über 7.000 Klinikumsbeschäftigte und verwaltete ein jährliches Budget von fast 768 Millionen Euro. Zum 1. April dieses Jahres wechselte die Betriebswirtin ans Universitätsklinikum Freiburg, wo sie die Kaufmännische Direktion von Bernd Sahner übernahm, der in den Ruhestand ging. Für Anja Simon war dies eine Rückkehr, denn vor ihrer Würzburger Schaffensperiode war sie bereits 13 Jahre lang am Freiburger Universitätsklinikum tätig.

 

Maßgebliche Mitarbeit an der strategischen Ausrichtung

Anlässlich des Abschieds blicken Prof. Dr. Georg Ertl, Günter Leimberger und Prof. Dr. Matthias Frosch, die Kollegen von Anja Simon im Klinikumsvorstand, anerkennend und dankbar auf die Leistungen der scheidenden „KD“ zurück. „Schon mit meinem Vorgänger Prof. Dr. Christoph Reiners hat Anja Simon begonnen, das Klinikum strategisch neu aufzustellen“, berichtet Prof. Ertl, der Ärztliche Direktor. Viele kleine und große Baumaßnahmen des Klinikums konnten unter ihrer wirtschaftlichen Leitung vorangetrieben, begonnen und zum Teil schon abgeschlossen werden. Zur letzteren Gruppe zählt zum Beispiel das in 2015 in Betrieb genommene Parkhaus. Ferner war ihr der Aufbau einer Abteilung für Kooperationen mit den anderen Gesundheitseinrichtungen der Region ein großes Anliegen.

„In Punkto Qualitätsmanagement war Anja Simon einer der Motoren hinter der Gesamtzertifizierung des Uniklinikums Würzburgs nach dem KTQ-Standard“, sagt Prof. Ertl. Nach der Erstzertifizierung im Jahr 2013 gab es in ihrer Amtszeit bereits zwei erfolgreiche Rezertifizierungen in 2016 und 2019.

 

Verwaltung als moderner Servicebetrieb

Laut Günter Leimberger ist es der Direktorin gelungen, die Verwaltung in einen modernen Servicebetrieb zu verwandeln. „Unter Anja Simon wurde die Kommunikation am Klinikum zu einem der großen Themen“, schildert der Pflegedirektor. Belege dafür seien die Einführung neuer Formate, wie World Cafés oder Story Telling. „Ein weiterer, eng mit ihrer Person verbundener Meilenstein in der Evolution des UKW war die Gründung der Akademie des Klinikums im Jahr 2015“, ergänzt Leimberger. Nach seiner Einschätzung werden viele der von Anja Simon geschaffenen Grundsätze das Würzburger Uniklinikum auch in Zukunft dauerhaft prägen.

 

Besonderes Bewusstsein auch für die Bedürfnisse von Forschung und Lehre

Als Haushaltsbeauftragte verwaltete die Kaufmännische Direktorin auch die Mittel der Medizinischen Fakultät der Uni Würzburg. „Anja Simon hat hier immer in dem Bewusstsein gearbeitet, dass zum Aufgabendreiklang der Universitätsmedizin eben nicht nur die Krankenversorgung, sondern auch Forschung und Lehre gehören“, lobt Prof. Dr. Matthias Frosch, Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstandsmitglied des UKW. Als Beispiel für die mustergültige Zusammenarbeit berichtet er, dass Anja Simon ihre kaufmännische Perspektive stets konstruktiv und engagiert in die Strategiediskussionen der Fakultät eingebracht habe. Auch die Berufungsverhandlungen mit neuen Professoren verliefen nach den Worten des Dekans immer im engsten Einvernehmen. „Für die wirtschaftlichen Abläufe besonders positiv wirkte sich ferner der unter Anja Simon eingerichtete Geschäftsbereich 1 ‚Forschungsförderung und Drittmittelverwaltung‘ aus“, sagt Prof. Frosch und präzisiert: „Hier wurde eine der Fakultät klar zugewiesene Verwaltungsstruktur geschaffen, die die Zusammenarbeit mit dem Klinikum nochmals weiter verbessert hat.“

 

Anja Simon: Viele Faktoren für die Erfolge verantwortlich

Auch die Direktorin selbst blickt mit Dankbarkeit und Zufriedenheit auf ihre Zeit am UKW zurück. „Für die Erfolge der vergangenen Jahre am Uniklinikum Würzburg sind eine ganze Reihe von Faktoren verantwortlich. Dazu gehören beispielsweise Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, die konsequente Entwicklung des Nachwuchses, eine wertschätzende Kommunikations- und Führungskultur sowie ein konstant gut zusammenarbeitender Vorstand“, zählt Simon auf. Am liebsten würde sie alle Beschäftigten des UKW mit nach Freiburg nehmen, scherzte sie bei ihrer Abschiedsfeier.

Die Nachfolge von Anja Simon trat zum 1. April 2020 Philip Rieger an, der zuletzt Stellvertretender Kaufmännischer Direktor am LMU Klinikum München war.

 

 

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Bei der Verabschiedung: Anja Simon, die scheidende Kaufmännische Direktorin des Uniklinikums Würzburg, mit Vorstandskollegen und hochkarätigen Weggefährten ihrer Würzburger Jahre. Bild: Margot Rössler / Uniklinikum Würzburg

Schum spendet 20.000 Masken ans Uniklinikum Würzburg

Die Firma J.E. Schum überreichte dem Uniklinikum Würzburg 20.000 Mund-Nasen-Schutzmasken, die in der Corona-Pandemie dringend benötigt werden.

Insgesamt 20.000 Gesichtsmasken überreichte Dr. Rainer Schum, einer der Geschäftsführer des Würzburger Handels- und Dienstleistungsunternehmens J.E. Schum, am 30. März 2020 an Tobias Firnkes, den Leiter des Geschäftsbereichs „Wirtschaft und Versorgung“ des Uniklinikums Würzburg (UKW). Dr. Schum erläutert: „Aufgrund unserer langjährigen Handelsbeziehungen zu China konnten wir mehr Gesichtsmasken beschaffen, als wir zurzeit für unsere Beschäftigten benötigen. Parallel dazu habe ich den Medien entnommen, dass am UKW – wie auch sonst an vielen deutschen Krankenhäusern – ein Mangel an dieser in der Coronavirus-Pandemie besonders dringend benötigten Schutzausrüstung herrscht. Als heimatverbundenes Familienunternehmen spenden wir die Masken gerne unserem Uniklinikum vor Ort. Neben dem praktischen Nutzen wollen wir damit auch unsere höchste Anerkennung für den unermüdlichen Einsatz des dortigen Personals zur Bewältigung der Krise ausdrücken.“ Im Namen der Beschäftigten und Patienten des Würzburger Großkrankenhauses bedankte sich Tobias Firnkes herzlich für die großzügige Unterstützung.

 

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Uniklinikum Würzburg: Mukoviszidosefortbildung als Videokonferenz ein voller Erfolg

Es geht auch digital: Da die bisher übliche Tagung im Hörsaal wegen der Corona-Pandemie nicht möglich war, fand die 15. Würzburger Mukoviszidosefortbildung des Uniklinikums Würzburg als Videokonferenz statt. Mit rund 70 Endgeräten waren Patienten und deren Angehörige sowie Behandlerinnen und Behandler zugeschaltet.

Aufgrund der aktuellen Beschränkungen im Rahmen der Coronavirus-Pandemie konnte die für den 28. März dieses Jahres geplante 15. Würzburger Mukoviszidosefortbildung nicht wie üblich im Hörsaal der Universitäts-Kinderklinik stattfinden. Um die Veranstaltung nicht auf ungewisse Zeit verschieben zu müssen, lud der Organisator – das am Uniklinikum Würzburg angesiedelte Christiane Herzog Zentrum für Mukoviszidose Unterfranken – am selben Termin zu einer dreistündigen Videokonferenz ein.

„Die Resonanz war überaus positiv“, freut sich Prof. Dr. Helge Hebestreit, der Leiter des Zentrums. An 68 zugeschalteten Computern, Tablets und Handys nahmen Betroffene und deren Angehörige – teilweise ganze Familien – sowie Behandler/innen, wie Ärztinnen und Ärzte, Physiotherapeutinnen und Sozialpädagoginnen, teil. Prof. Hebestreit und drei Expertinnen des Christiane Herzog-Zentrums für Mukoviszidose Unterfranken – Dr. Daniela d’Alquen, Dr. Alexandra Hebestreit und Doris Vitzethum-Walter – informierten sie unter anderem über Themen wie Coronavirus bei Mukoviszidose, aktuelle Studien zur CFTR-Modulatortherapie, die Durchführung und Interpretation von Lungenfunktionsuntersuchungen sowie das Mental Health Screening. Rosalie Keller stellte die Aktivitäten der Regionalgruppe Unterfranken des Mukoviszidose e.V. vor.

Auch eine Chance für Patienten mit multiresistenten Keimen

Besonders gut kam die neue digitale Lösung bei Mukoviszidose-Patienten mit multiresistenten Keimen an. „Es war eine tolle Fortbildung. Endlich konnte ich mal wieder an einer Informationsveranstaltung teilnehmen, was aufgrund meiner Keimsituation schon lange nicht mehr möglich war.“ Dieser und viele andere positive Kommentare konnten im anschließend stattfindenden Chat gelesen werden. Dort wurden zudem Fragen der Teilnehmer/innen diskutiert und beantwortet.

Fortsetzung auch nach der Corona-Krise geplant

Das Zentrum plant, auch nach der Corona-Krise die jährlich stattfindende Fortbildung per Video zu übertragen – zusätzlich zum „realen“ Treffen im Hörsaal. „Damit können zukünftig auch all jene, die aufgrund von Krankheit oder anderen Umständen verhindert sind, von den Inhalten profitieren“, unterstreicht. Prof. Hebestreit.

 

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Uniklinikum Würzburg: Studie mit bispezifischem Antikörper liefert beeindruckende Behandlungserfolge bei Multiplem Myelom

Eine mehrjährige Phase I-Studie zeigte, dass die Therapie mit dem bispezifischen Antikörper AMG 420 bei Patienten mit fortgeschrittenem Multiplem Myelom hervorragende Ergebnisse erzielen kann. Das Uniklinikum Würzburg konzipierte das multizentrische Projekt und schloss auch die meisten Patienten ein.

Ein Artikel in der März-Ausgabe der US-amerikanischen medizinischen Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology fasst die großen Erfolge zusammen, die eine Phase I-Studie mit dem bispezifischen Antikörper AMG 420 bei der Behandlung von Patienten mit Multiplem Myelom erzielen konnte. Die bösartige Krebserkrankung des blutbildenden Systems gilt derzeit als noch nicht heilbar. Nach der in der Studie erprobten Immuntherapie konnte allerdings bei 50 Prozent der Patienten der Tumor selbst mit den empfindlichsten Diagnosemethoden nicht mehr nachgewiesen werden.

An dem vor rund drei Jahren gestarteten und Mitte 2019 beendeten Vorhaben waren neben drei französischen Krebsforschungszentren auch die Universitätsklinika in Ulm und Würzburg beteiligt. Eine führende Rolle spielte die Medizinische Klinik und Poliklinik II des Uniklinikums Würzburg (UKW): Die von Prof. Dr. Hermann Einsele geleitete Klinik konzipierte die Studie und rekrutierte auch die meisten Teilnehmer/innen. „Für die ansonsten austherapierten Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung war die Studienteilnahme eine erneute Chance auf eine Verbesserung ihrer Situation“, berichtet Prof. Einsele.

Ein Antikörper mit zwei Zielproteinen

Wie funktioniert der eingesetzte Wirkstoff? „AMG 420 ist ein gentechnisch designter Antikörper, der mit der BiTE-Technologie des Biotec-Unternehmens Amgen hergestellt wird. Er hat zwei Zielproteine, weshalb man ihn auch als ‚bispezifisch‘ bezeichnet“, erläutert Prof. Dr. Max Topp, der Studienleiter der AMG 420-Studie. Der Schwerpunktleiter Hämatologie an der Medizinischen Klinik II des UKW und Erstautor der Studienpublikation fährt fort: „Das erste Ziel ist das B-Zell-Reifungsantigen BMCA, das hauptsächlich auf Myelomzellen vorkommt. Das zweite ist CD3, ein Protein das auf der Oberfläche von T-Zellen – den effektivsten körpereigenen Abwehrzellen – zu finden ist.“ Mit der Kopplung an diese beiden Proteine zieht AMG 420 T-Zellen an die Krebszellen und bindet sie dort. So werden die Killerzellen in die Lage versetzt, die Myelomzellen, die sich ansonsten durch eine biochemische Tarnung vor dem Zugriff der T-Zellen schützen, zu vernichten.

Dauerinfusion in mehreren Zyklen

Wie lief die Phase I-Studie ab? Insgesamt erhielten 42 Patienten per Infusion den Wirkstoff. Hierbei ging es zunächst darum, unter Abwägung der Wirksamkeit und der Nebenwirkungen die richtige Dosierung zu finden. „Als Nebenwirkung kann es bei dieser Therapie zu einer Überreaktion des Immunsystems, dem sogenannten Zykotin-Freisetzungssyndrom, kommen sowie bei einer Minderheit der Patienten auch zu schwerwiegenden infektiöse Komplikationen“, schildert Prof. Topp. Bei der Studie wurde ermittelt, dass 400 Mikrogramm pro Tag die beste Dosis ist. Diese Medikamentenmenge wurde anschließend zehn Patienten verabreicht – jeweils in mehreren Zyklen und per Dauerinfusion. Pro Zyklus wurde dabei die Infusionslösung vier Wochen lang mit einer Pumpe über einen festen Venenzugang zugeführt, gefolgt von einer zweiwöchigen Therapiepause. Je nach der individuell unterschiedlichen Anzahl an Zyklen dauerte die Behandlung bis zu 60 Wochen.

Hochwirksam – bis zur Totalremission

Was war das Ergebnis? Sieben der zehn Patienten erreichten zumindest eine signifikante Remission, bei fünf Patienten konnte sogar keine minimale Resterkrankung mehr erkannt werden. Das heißt: Es waren selbst mit den feinsten Messmethoden keine Myelomzellen mehr nachweisbar. Diese Totalremission hält bei manchen Studienteilnehmern schon seit mittlerweile rund einem Jahr an, die Krebserkrankung ist bei ihnen bislang nicht zurückgekehrt. „Auch die Nebenwirkungen hielten sich insgesamt in einem sehr akzeptablen Rahmen. So war bei keinem unserer Studienpatienten eine Intensivbehandlung notwendig“, freut sich Prof. Einsele.

Vielleicht schon in zwei Jahren Teil der Routineversorgung

„Wir haben diese Ergebnisse in den vergangenen Monaten schon auf mehreren internationalen Krebskongressen vorgestellt, wo sich die Myelom-Expertenszene durchweg sehr beeindruckt zeigte“, berichtet Prof. Topp. Und Prof. Einsele ergänzt: „Ich denke, man kann hier mit Fug und Recht von einem Meilenstein in der Myelom-Therapie sprechen.“ Laut dem Klinikdirektor und Letztautor der Studie wurde das Prinzip der bispezifischen Antikörpertherapie zwischenzeitlich von vielen Firmen aufgenommen. Neue Studien – weltweit, wie auch in Würzburg – treiben derzeit die Weiterentwicklung voran. Aktuell arbeitet man zum Beispiel daran, die Antikörper so abzuändern, dass statt einer Dauerinfusion eine einmalige Infusion pro Zykluswoche ausreicht. „Möglicherweise kann die Behandlung mit bispezifischen Antikörper schon in ein bis zwei Jahren in die Routineversorgung von Myelom-Patienten übergehen“, hofft Prof. Einsele. Über die letztendlichen Kosten einer entsprechenden Therapie können nach seinen Worten in dieser frühen Entwicklungsphase noch keine Aussagen getroffen werden.

Literatur:

Anti–B-Cell Maturation Antigen BiTE Molecule AMG 420 Induces Responses in Multiple Myeloma; Max S. Topp, Johannes Duell, Gerhard Zugmaier, Michel Attal, Philippe Moreau, Christian Langer, Jan Krönke, Thierry Facon, Alexey V. Salnikov, Robin Lesley, Karl Beutner, James Kalabus, Erik Rasmussen, Kathrin Riemann, Alex C. Minella, Gerd Munzert, Hermann Einsele; Journal of Clinical Oncology, Vol. 38, S. 775–783, 2020

 

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Betroffener spendet für die Myelom-Forschung am Uniklinikum Würzburg

Ein an Multiplem Myelom erkrankter Patient des Uniklinikums Würzburg will mit einer großzügigen Spende helfen, dass andere von der bösartigen Krebserkrankung des blutbildenden Systems Betroffene von den zukünftigen Forschungsergebnissen des Klinikums profitieren können.

Die Medizinische Klinik und Poliklinik II des Uniklinikums Würzburg (UKW) ist eine der international führenden Einrichtungen bei der Erforschung und Therapie des Multiplen Myeloms. Ein Patient mit dieser bösartigen Erkrankung der Plasmazellen will mit einer Spende von 10.700 Euro dazu beitragen, die Forschungsarbeit der Klinik voranbringen. Nach seinem Willen soll das Geld gezielt in die wissenschaftliche Arbeit der Professorin Dr. Franziska Jundt gehen, die ihn bisher am UKW behandelte. Prof. Jundt, die Leiterin des Bereichs Autologe Stammzell-Transplantation der Medizinischen Klinik II, erläutert: „Das Multiple Myelom gilt bisher als nicht heilbar. Unserem Spender ist es wichtig, dass andere Patienten zukünftig von neuen Forschungsergebnissen und Therapiemöglichkeiten profitieren können.“ Nach ihren Angaben wird die Spende konkret für die Untersuchung von Blutproben eingesetzt, die im Rahmen einer Pilotstudie zum Thema „Sport gegen Krebs“ gewonnen wurden. Übergeordnet geht es um Fragen wie: Wie wirkt sich Sport auf das Wachstum von Tumorzellen im Knochen aus? Ist Bewegung eine zusätzliche Maßnahme, die Krebspatienten helfen kann, das Multiple Myelom zu bekämpfen? Prof. Jundt: „Das Thema ist sehr innovativ und bedarf deshalb in seiner Anfangsphase besonderer Unterstützung. Gerade deshalb danke ich dem großzügigen Spender sehr herzlich!“ Nach den Worten der Professorin für Hämatologie und Internistische Onkologie dient die Pilotstudie als Vorarbeit zu einer großen multizentrischen Studie mit den Standorten Köln, Hamburg und Würzburg, für die bei der Deutschen Krebshilfe eine Förderung beantragt wird.

Weitere Spenden für das Vorhaben sind jederzeit herzlich willkommen:

Uniklinikum Würzburg
Stichwort „Translationale Myelomforschung“, Finanzstelle 8693060
UniCredit Bank AG
BIC: HYVEDEMM455
IBAN: DE12790200760326255084

 

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Das Uniklinikum Würzburg stellt die Notbetreuung von Mitarbeiterkindern sicher

Mit Plätzen bei den Grombühlzwergen – und bei Bedarf auch an weiteren Ausweichstandorten – sorgt das Uniklinikum Würzburg dafür, dass seine Beschäftigten in jedem Fall einen Notbetreuungsplatz für ihre Kinder finden. Ein weiterer Baustein, der die Arbeitsfähigkeit des Großkrankenhauses während der Corona-Pandemie sicherstellt.

Wie die Schulen sind auch die Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen in Deutschland bis einschließlich 19. April 2020 zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus geschlossen. Damit entfallen derzeit die regulären Betreuungsangebote. Familien, bei denen beide Elternteile in systemrelevanten Berufen arbeiten, können in der Regel bei ihrer bisherigen Betreuungsstätte eine Notbetreuung in Anspruch nehmen. Für Beschäftigte in der Gesundheitsversorgung und Pflege gilt in Bayern seit Beginn dieser Woche darüber hinaus eine Sonderregelung: Sie dürfen die Notbetreuung bereits dann in Anspruch nehmen, wenn nur ein Elternteil in diesen speziellen Bereichen tätig ist und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Notwendigkeiten an einer Betreuung des Kindes gehindert ist.

Weitere Absicherung durch Plätze bei den Grombühlzwergen

Mit den „Grombühlzwergen“ gibt es für die Beschäftigten des Uniklinikums Würzburg (UKW) darüber hinaus noch eine weitere Absicherung. Die Kinderbetreuungseinrichtung des Klinikums in der Wickenmayer Str. 2 im Würzburger Stadtteil Grombühl wird in Kooperation mit dem Diakonischen Werk Würzburg seit dem Jahr 2014 betrieben. „Mit der Sonderregelung für Gesundheits- und Pflegeberufe ist auch die Nachfrage nach Notbetreuungsplätzen nochmals erkennbar gestiegen“, berichtet Prof. Gunter Adams, der Einrichtungsleiter der Evangelischen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Würzburg, und fährt fort: „Wir haben allerdings noch einige Kapazitäten bei den Grombühlzwergen und können zudem bei noch weiter steigendem Bedarf zusätzliche Ausweichmöglichkeiten auf dem Klinikumsgelände schaffen.“

Damit könne man sich auf viele individuellen Szenarien einstellen. Sei es, dass bei einem bisher genutzten, örtlichen Kindergarten die Notversorgungsgruppe schließen muss. Oder dass, wie schon geschehen, eine UKW-Ärztin in Baden-Württemberg lebt, wo noch ausnahmslos die Bedingung „beide Elternteile in systemrelevanten Berufen“ gilt. Hier konnte die fünfjährige Tochter unkompliziert bei den Grombühlzwergen untergebracht werden.

Eine Sorge weniger

„Unser gemeinsames Ziel ist es, eine Betreuung für die Kinder unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, nach Möglichkeit sicherstellen zu können“, betont Bettina Steinmetz, kommissarische Kaufmännische Direktorin des UKW. Steinmetz fährt fort: „Ich bin sehr froh, dass wir unsere Beschäftigten, die im Moment beruflich und menschlich schon extrem gefordert sind, zumindest an dieser Stelle etwas entlasten können. Eine Sorge weniger!“
Generell sollten UKW-Beschäftigte jedoch weiterhin primär die Betreuungsstätte, die ihr Kind im Normalfall besucht, für die Notbetreuung nutzen. Sollte dies nicht möglich sein, steht die Personalabteilung des UKW für die Vermittlung einer Versorgung am Klinikum zur Verfügung.

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Gastronomen spenden Schutzausrüstung an die Würzburger Universitäts-Kinderklinik

Die Geschäftsführer der beiden Würzburger Sumo Sushi Bars spendeten Einmalhandschuhe und Schutzmasken an die Kinderklinik des Uniklinikums Würzburg.

Die Geschäftsführer der beiden Würzburger Sumo Sushi Bars, Quang Tao Tu und Xuan-Thang Vu, hatten aus den Medien erfahren, dass Schutzausrüstung für medizinisches Personal derzeit knapp ist. In Kürze konnten die beiden Gastronomen 2 000 Einmalhandschuhe und mehrere Dutzend Mund-Nasen-Schutzmasken organisieren, die sie gestern Prof. Dr. Christian P. Speer, dem Direktor der Würzburger Universitäts-Kinderklinik, für das medizinische Personal seiner Klinik überreichten. Prof. Speer zeigte sich von dem privaten Engagement begeistert: „Diese großzügige Sachspende ist nicht nur für unsere Arbeit hilfreich, sondern auch für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Uni-Kinderklinik ein äußerst positives und motivierendes Signal.“

 

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