Aktuelle Pressemitteilungen

Moderne Gebäude für 600 Patienten: Nächster Meilenstein für neuen Klinik-Campus an der Uniklinik Würzburg

Der Freistaat Bayern hat nun den Generalplaner-Auftrag für den ersten Bauabschnitt mit den Neubauten für die „Kopfkliniken“ und des „Zentrums Frauen-Mutter-Kind“ auf dem Areal vergeben.

Von links: Marcus Huppertz, Pflegedirektor UKW , Philip Rieger, Kaufmännischer Direktor UKW, Prof. Dr. Matthias Frosch, Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Jens Maschmann, Ärztlicher Direktor der Uniklinik präsentieren gemeinsam mit Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Landtagspräsidentin a.D. Barbara Stamm eine neue Informationstafel für den neuen Klinik-Campus auf dem „Erweiterungsgelände Nord“. 2025 könnten die vorbereitenden Baumaßnahmen beginnen. Foto: UKW/Dreising
Von links: Marcus Huppertz, Pflegedirektor UKW , Philip Rieger, Kaufmännischer Direktor UKW, Prof. Dr. Matthias Frosch, Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Jens Maschmann, Ärztlicher Direktor der Uniklinik präsentieren gemeinsam mit Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Landtagspräsidentin a.D. Barbara Stamm eine neue Informationstafel für den neuen Klinik-Campus auf dem „Erweiterungsgelände Nord“. 2025 könnten die vorbereitenden Baumaßnahmen beginnen. Foto: UKW/Dreising
Ministerpräsident Markus Söder beim Einsatz einer VR-Brille an der Uniklinik Würzburg. Foto: UKW/Wolf
Ministerpräsident Markus Söder beim Einsatz einer VR-Brille an der Uniklinik Würzburg. Foto: UKW/Wolf
Bei seinem Besuch besichtigte der Ministerpräsident auch Teile des bestehenden UKW-Campus. Foto: UKW/Wolf
Bei seinem Besuch besichtigte der Ministerpräsident auch Teile des bestehenden UKW-Campus. Foto: UKW/Wolf
Empfang am Erweiterungsgelände Nord. Foto: UKW/Wolf
Empfang am Erweiterungsgelände Nord. Foto: UKW/Wolf

Würzburg. Der nächste Meilenstein für den neuen Klinik-Campus auf dem „Erweiterungsgelände Nord“ des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) ist erreicht. Der Freistaat Bayern hat nun den Generalplaner-Auftrag für den ersten Bauabschnitt mit den Neubauten für die „Kopfkliniken“ und des „Zentrums Frauen-Mutter-Kind“ auf dem Areal vergeben.

Der Auftrag geht an den 1. Preisträger des Planungs-Wettbewerbs für das Erweiterungsgelände, HASCHER JEHLE Objektplanung GmbH, Berlin. Damit steht fest: Der Wettbewerbsentwurf kann nun weiter ausgearbeitet werden. Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder besuchte am Freitag (17. Juni) die Würzburger Uniklinik und das Erweiterungsgelände für die größte Klinik in Unterfranken.

„Die Weichen für die innovative bauliche Zukunft der Würzburger Universitätsmedizin sind damit gestellt“, sagte Prof. Dr. Jens Maschmann, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Uniklinik, beim Besuch des Ministerpräsidenten.

Auf dem rund zehn Hektar großen unbebauten Gelände nordwestlich der bestehenden Zentren für Operative Medizin (ZOM) und Innere Medizin (ZIM) im Würzburger Stadtteil Grombühl sollen zukünftig neue Klinik-Gebäude für die jetzigen Kopfkliniken und für das neue „Zentrum Frauen-Mutter-Kind“ entstehen. Dabei werden die derzeit rund 600 Betten für diese beiden Klinikbereiche von den Altgebäuden zukünftig in den Neubau verlagert. Die jetzigen Kopfkliniken wurden 1970 bzw. 1973 eröffnet, die bestehende Frauenklinik im Jahr 1934, die verteilten Gebäude der Kinderklinik in den Jahren 1921 und 1961. Insgesamt verfügt das UKW über rund 1.400 Betten für die Patientenversorgung.

Baubeginn bei kontinuierlicher Planung: 2025 für die vorbereitenden Baumaßnahmen

Für den ersten Bauabschnitt von Kopfkliniken und Zentrum Frauen-Mutter-Kind wird aktuell - ohne Berücksichtigung der Erschließung - mit geschätzten Gesamtkosten in Höhe von 822 Millionen Euro gerechnet. Die konkrete Kostenermittlung für die bauliche Umsetzung des Siegerentwurfs erfolgt nun im Rahmen der weiteren Planungen durch den beauftragten Generalplaner. Der Baubeginn für die vorbereitenden Maßnahmen ist bei kontinuierlicher Planung frühestens im Jahr 2025 vorgesehen. Die bauliche Fertigstellung und Inbetriebnahme der Neubauten auf dem Erweiterungsgelände des UKW werden für das Jahr 2032 angestrebt.

Ende März 2022 hatte der Würzburger Stadtrat grünes Licht zur Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Erweiterungsgelände Nord am UKW gegeben. „Mit der aktuellen Auftragsvergabe durch den Freistaat folgt nun die nächste wichtige Entscheidung. Wir sind froh über diese Unterstützung und danken all jenen, die daran mitgewirkt haben. Dazu zählen neben dem Freistaat und den beteiligten Ministerien natürlich auch in erster Linie das Staatliche Bauamt Würzburg als Bauherrenvertreter“, betonte Prof. Maschmann. Er nutzte den Besuch von Ministerpräsident Dr. Markus Söder, um nochmals den Beschäftigten der Würzburger Uniklinik für ihren beindruckenden Einsatz seit Beginn der Corona-Pandemie zu bedanken: „Das ist eine kontinuierliche Dauerbelastung für unser Klinikum, die wir gemeinsam eindrucksvoll bewältigt haben.“ Von großer Bedeutung sei hierbei auch die enge Kooperation mit den Kliniken und Gesundheitseinrichtungen in Nordbayern. Dabei könne die Würzburger Uniklinik auf sehr gute etablierte Netzwerk-Strukturen zurückgreifen, so Maschmann.

Ministerpräsident Söder besichtigte am UKW zunächst das Erweiterungsgelände Nord. Im Anschluss informierte er sich über aktuelle Projekte der Würzburger Universitätsmedizin. Dazu zählt etwa eine VR-Brille (siehe unten), mit der in der Studierenden-Ausbildung Notfälle realistisch dargestellt werden können sowie ein in Würzburg entwickelter „Tele-Intensivmedizin-Visitenwagen“. Damit können sich Würzburger Intensivmediziner direkt auf die Intensivstationen umliegender Kliniken live „zuschalten“.

Erfolge und Kooperationen am Forschungsstandort Würzburg

Prof. Dr. Matthias Frosch, Dekan der Medizinischen Fakultät in Würzburg, wies auf die starke interdisziplinäre und fachübergreifende Zusammenarbeit am medizinischen Forschungsstandort hin: „Das gilt für unseren jüngsten Sonderforschungsbereich „Kardio-immune-Schnittstellen“ ebenso wie für das geplante Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) oder die enge Zusammenarbeit mit außer-universitären Einrichtungen wie dem Würzburger Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI). Der medizinische Forschungsstandort Würzburg bietet für solche Kooperationen sehr gute Bedingungen – auch insbesondere dank der gezielten Förderung des Freistaates Bayern.“

Weitere Projekte in Eigenregie geplant: Klinik-Apotheke und Rechenzentrum

Philip Rieger, Kaufmännischer Direktor des UKW, wies beim Austausch mit dem Ministerpräsidenten auf zwei weitere Bauprojekte hin, die das Universitätsklinikum Würzburg zusätzlich in Eigenregie und überwiegend aus eigenen Mitteln realisiert. So soll auf dem Altcampus des UKW ein Neubau für einen Teil der Klinik-Apotheke für rund 20 Millionen Euro entstehen. Rieger: „Der Bauantrag hierfür wurde jüngst eingereicht. Mit der Inbetriebnahme, die für 2024 geplant ist, werden wir die Arzneimittelversorgung weiter verbessern können.“ Zudem laufen die Planungen für den Neubau des Rechenzentrums, um für die zahlreichen Digitalisierungsprojekte des Klinikums eine moderne Infrastruktur zu errichten.

Hintergrund: „Kopfkliniken“ und „Zentrum-Frauen-Mutter-Kind“:

Die „Kopfkliniken“ des UKW befinden sich derzeit im Gebäudekomplex „B1“ und „B2“ an der Josef-Schneider-Straße. Die Gebäude dort wurden in den 1970er Jahren errichtet. Zu den Einrichtungen der Kopfkliniken zählen u.a.:

- Augenklinik

- HNO-Klinik

- Klinik für Neurochirurgie

- Klinik für Neurologie

- Weitere Funktionsbereiche (z.B. Radiologie)

 Im zukünftigen „Zentrum Frauen-Mutter-Kind“ sollen nach Fertigstellung auf dem Erweiterungsgelände die bislang auf mehrere Standorte im Altcampus verteilten Klinik für Frauenheilkunde (Gebäudekomplex C 15) und die Kinderklinik (Gebäude D30, D31, D5, C6) sowie weitere Funktionsbereiche zusammengeführt werden.

Hintergrund: Einsatz von VR-Brillen im Würzburger Medizin-Studium

Hintergrund für den Einsatz der VR-Brille in Würzburg ist das von der Medizinischen Klinik II und dem Institut für Medizinische Lehre und Ausbildungsforschung in Zusammenarbeit mit einem Münchner Startup entwickelte Projekt STEP-VR, in dem Notfallszenarien zu Trainingszwecken realistisch dargestellt werden.

 

 

Fusobakterien und Krebs

Die Vogel Stiftung fördert ein neues Projekt am Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung: Doktorandin Valentina Cosi untersucht die Wechselwirkungen von Fusobakterien und Krebs.

Fusobakterien kommen in der Mundhöhle des Menschen vor und sind ein wichtiger Bestandteil der Mundflora. Zugleich werden sie jedoch mit einem fortschreitenden Tumorwachstum bei Dickdarm-, Speiseröhren- und Brustkrebsvarianten in Verbindung gebracht.

Indem die Bakterien das Krebsgewebe besiedeln, stehen sie in direktem Austausch mit den bösartigen Zellen und dem menschlichen Immunsystem. „Wenn wir die Fusobakterien aus dieser Wechselwirkung entfernen könnten, sollten wir damit auch das Tumorwachstum beeinflussen können“, hofft Valentina Cosi. Um das zu erforschen, wird die Doktorandin am Würzburger Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) jetzt als Stipendiatin der Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp gefördert.

Fellowship-Programm läuft seit 2018

Die Würzburger Stiftung hat 2018 gemeinsam mit dem HIRI ein Fellowship-Programm ins Leben gerufen und damit ein robustes Förderinstrument geschaffen. „Die Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp hat es sich zum Ziel gesetzt, exzellente Forschung am Wissenschaftsstandort Würzburg nachhaltig zu fördern“, erklärt Vorstandsvorsitzender Gunther Schunk.

„Wir wollen die besten Talente in der RNA-Grundlagenforschung und der Infektionsbiologie im Rahmen einer Promotion weiterqualifizieren“, sagt HIRI-Direktor Jörg Vogel und ergänzt: „Forschungsexzellenz braucht nicht nur die klügsten Köpfe, sondern auch ein attraktives, hervorragend ausgestattetes Umfeld und auskömmliche finanzielle Mittel. Ich freue mich daher sehr, dass wir die Vogel Stiftung in Würzburg als Unterstützerin an unserer Seite wissen dürfen.“

Neue Klasse medizinischer Wirkstoffe im Fokus

Als Doktorandin im Labor von Jörg Vogel hat sich Valentina Cosi sogenannten Antisense-Oligomeren (ASOs) – kurzen Nukleinsäureketten – verschrieben.

„Herkömmliche Arzneimittel sind zum Beispiel darauf ausgelegt, die Funktion bestimmter Eiweißmoleküle zu hemmen. Antisense-Oligomere setzen bereits im Entstehungsprozess solcher Proteine an, um gezielte Veränderungen herbeizuführen“, so die Eckernkamp-Stipendiatin. Das funktioniert, weil ASOs direkt an eine Boten-Ribonukleinsäure (mRNA), also an den Bauplan eines Proteins, binden können.

Cosi: „Wenn wir auf molekularer Ebene verstehen, wie genau die Fusobakterien mit den Tumorzellen und dem Immunsystem interagieren, dann könnten maßgeschneiderte Therapieansätze auf Basis von Antisense-Oligomeren entwickelt werden, die die Keime im menschlichen Krebsgewebe ausschalten.“

Über das Fellowship-Programm

2018 starteten die Vogel Stiftung und das HIRI ihr erstes Forschungsstipendium. Die Kooperationspartner ermöglichen mit ihrem Fellowship-Programm herausragenden Nachwuchsforschenden die Aus- und Weiterbildung im Rahmen einer Promotion.

Zum Jahresbeginn 2022 wurde die zweite Förderperiode eröffnet. In dieser stellt die Vogel Stiftung über einen Zeitraum von drei Jahren Mittel von insgesamt 90.000 Euro zur Verfügung. Valentina Cosi ist nach Darshana Gupta die zweite Wissenschaftlerin, die im aktuellen Förderzeitraum begünstigt wird. Erster Fellow des Programms war 2018 Falk Ponath. Er forschte ebenfalls an Fusobakterien und deren molekularen Eigenschaften.

Über Valentina Cosi

Valentina Cosi erwarb ihren Master an der Paris-Lodron-Universität in Salzburg in Medizinischer Biologie mit dem Schwerpunkt Immunologie. Im Rahmen ihrer Masterarbeit beschäftigte sie sich mit der Kreuzreaktivität von Allergenen. Seit Mai 2022 ist sie Doktorandin am HIRI in der Arbeitsgruppe von HIRI-Direktor Jörg Vogel.

Über die Vogel Stiftung

Die Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp wurde 2000 von dem Würzburger Verleger Dr. Kurt Eckernkamp und seiner Frau Nina Eckernkamp-Vogel gegründet. Unter dem Motto „Teilhabe am Leben durch Forschung“ fördert sie Forschende am Wissenschaftsstandort Würzburg. In den zurückliegenden 20 Jahren hat die Einrichtung rund 115 größere Einzelprojekte mit insgesamt mehr als 2,5 Millionen Euro unterstützt. Im Fokus standen dabei neben der Wissenschaft auch die Felder Bildung, Kultur und das Gesundheitswesen: www.vogel-stiftung.de 

Über das HIRI

Das Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) ist die erste Einrichtung weltweit, die die Forschung an Ribonukleinsäuren (RNA) mit der Infektionsbiologie vereint. Auf Basis neuer Erkenntnisse aus seinem starken Grundlagenforschungsprogramm will das Institut innovative therapeutische Ansätze entwickeln, um menschliche Infektionen besser diagnostizieren und behandeln zu können. Das HIRI ist ein Standort des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Kooperation mit der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) und befindet sich auf dem Würzburger Medizin-Campus.

 

einBlick - Das Online-Magazin der Universität Würzburg vom 14.06.2022

Uniklinikum Würzburg: Vortragsabend zur interdisziplinären Schlafmedizin

Am Mittwoch, den 29. Juni 2022, informieren Spezialistinnen und Spezialisten aus diversen Fachrichtungen des Uniklinikums Würzburg sowie externe Expertinnen und Experten über Ursachen, Gefahren und Therapiemöglichkeiten von Schlafstörungen.

Schlafstörungen sind ein nahezu alltägliches Krankheitsbild und haben tiefgreifende sozioökonomische Auswirkungen. Das Spektrum reicht von Ein- oder Durchschlafstörungen über Schnarchen und schlafbezogene Atemstörungen bis zu Schlaf-Wach-Rhythmusstörungen. Die Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, plastische und ästhetische Operationen des Uniklinikums Würzburg (UKW) widmet sich diesem Thema am Mittwoch, den 29. Juni 2022, mit dem 2. Schlafmedizinischen Abend. Die Vortragsveranstaltung richtet sich in erster Linie an Allgemeinmedizinerinnen und -mediziner, Internistinnen und Internisten sowie HNO-Ärztinnen und -Ärzte. Darüber hinaus sind aber auch Interessierte aller sonstigen Fachdisziplinen herzlich willkommen. 

Für interdisziplinäre Kommunikation und Zusammenarbeit

Passend zum Untertitel „Update interdisziplinäre Schlafmedizin – in der Dynamik von Praxis und Klinik“ werden neben Referentinnen und Referenten aus verschiedenen Einrichtungen des UKW auch externe Fachleute zum Thema Schlaf aus der Perspektive von Praxis und der Wissenschaft vortragen. Der Abend zielt darauf ab, in der Schlafmedizin den interdisziplinären Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Praxis und Klinik zu fördern. Am UKW wurde hierzu ein neues interdisziplinäres Zentrum für gesunden Schlaf gegründet. 

Der von Prof. Dr. Dr. Rudolf Hagen, dem Direktor der HNO-Klinik des UKW, geleitete Schlafmedizinische Abend findet von 17:30 bis 20:30 Uhr statt. Veranstaltungsort ist der Hörsaal der HNO-Klinik, Gebäude B2, an der Josef-Schneider-Straße. Die Teilnahme ist kostenlos. Für die Veranstaltung sind Fortbildungspunkte bei der Bayerischen Landesärztekammer beantragt. 

Teilnehmen können Genesene und vollständig Geimpfte mit zusätzlichem Test (Antigenschnelltest jünger als 24 Stunden; PCR-Test unter 48 Stunden). Während der Veranstaltung besteht FFP2-Maskenpflicht. Wichtig ist ferner eine Anmeldung unter E-Mail: Schlaflabor_HNO@ ukw.de. Das detaillierte Programm findet sich auf www.hno.ukw.de unter der Rubrik „Veranstaltungen“.

 

Veranstaltung „Intensivstation – Pflege zum Leben“ am 30.06.2022 im Universitätsklinikum Würzburg

Herzliche Einladung zur Veranstaltung „Intensivstation – Pflege zum Leben“ am 30.06.2022 von 18:00-20:00 Uhr

im Universitätsklinikum Würzburg (Zentrum Operative Medizin (ZOM), Hörsaal).

Flyer der Veranstaltung „Intensivstation – Pflege zum Leben“ am 30.06.2022
Veranstaltung „Intensivstation – Pflege zum Leben“ am 30.06.2022 im Universitätsklinikum Würzburg

Der Begriff der Intensivstation ist in der Gesellschaft häufig mit unangenehmen Gefühlen und Ängsten verbunden. Befinden sich doch Patienten, die hier versorgt werden, in einem gesundheitlich äußerst kritischen Zustand. Der Frage, wie auf einer Intensivstation gearbeitet wird, um den Gesundheitszustand schwerstkranker Menschen zu stabilisieren und zu verbessern, wird in der Veranstaltung „Intensivstation – Pflege zum Leben“ nachgegangen. Am Beispiel der Intensivstation Innere Medizin (Station M51) wird gezeigt, welch anspruchsvolle und lebenswichtige Aufgaben das multiprofessionelle Team aus Ärzten, Pflegekräften sowie weiteren Berufsgruppen wie Psychologen, Seelsorgern und Physiotherapeuten wahrnimmt. Ein besonderer Fokus der Veranstaltung liegt auf der Rolle der Pflegekräfte. Die Corona-Pandemie hat zuletzt deutlich gemacht, wie kostbar und begrenzt die Versorgung auf einer Intensivstation sein kann.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Akademie Domschule Würzburg innerhalb der Reihe „Andersorte“ statt, die einen Einblick in ungewöhnliche, für die Öffentlichkeit kaum zugängliche Orte ermöglicht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet ein Impulsvortrag sowie eine Podiumsdiskussion. Mit der Psychologin Dr. Teresa Deffner aus Jena hält eine ausgewiesene Expertin den Einführungsvortrag. Frau Dr. Deffner ist Sprecherin der Sektion „Psychologische Versorgungsstrukturen in der Intensivmedizin“ der DIVI (Deutsche Interdisziplinäre Gesellschaft für Intensiv- und Notfallmedizin). Die Podiumsdiskussion wird durch Ärzte und Pflegekräfte sowie der Leiterin der Beratungsstelle für Beschäftigte des UKW gestaltet, die Fragen aus dem Publikum rund um das Thema Intensivstation beantworten.

Die wichtigsten Informationen auf einen Blick:

Veranstaltung: „Intensivstation – Pflege zum Leben“
Zeit: Donnerstag, 30.06.2022, 18:00-20:00 Uhr
Ort: Universitätsklinikum Würzburg, Zentrum Operative Medizin (ZOM), Hörsaal


Weitere Informationen unter im Flyer zur Veranstaltung und www.domschule-wuerzburg.de
Anmeldung bei der Akademie Domschule Würzburg: 0931 386-43 111 oder info@ domschule-wuerzburg.de
Teilnahmegebühr: 5,00 Euro
Anmeldeschluss: 28.06.2022

Wie Babys lernen, sich gegen Bakterien und Viren zu verteidigen

In der MIAI-Geburtskohortenstudie untersucht die Abteilung Translationale Pädiatrie gemeinsam mit der Kinderklinik und Frauenklinik des Uniklinikums Würzburg bei Kindern im ersten Lebensjahr die Entwicklung des Immunsystems gegen Viruserkrankungen der Atemwege.

 

In der MIAI-Geburtskohortenstudie untersucht die Abteilung Translationale Pädiatrie bei Kindern im ersten Lebensjahr die Entwicklung des Immunsystems gegen Viruserkrankungen der Atemwege.
Faktoren wie Gene, Zeitpunkt der Geburt, Geburtsmodus, Darmflora des Kindes, Ernährung, Infektionen und Impfungen aber auch soziale Kontakte und Lebensbedingungen im Kindesalter spielen eine große Rolle bei der Entwicklung des Immunsystems und Entstehung von Gesundheit und Krankheit. © T. Bauer

Zu Beginn unseres Lebens ist unser Immunsystem besonders formbar. Und das ist wichtig, um ein Gleichgewicht zwischen Toleranz und Abwehr zu etablieren und so die Reifung und Gesundheit zu fördern. Faktoren wie Gene, Zeitpunkt der Geburt, Geburtsmodus, Darmflora des Kindes, Ernährung, Infektionen und Impfungen aber auch soziale Kontakte und Lebensbedingungen im Kindesalter spielen eine große Rolle bei der Entstehung von Gesundheit und Krankheit.

MIAI – Maturation of Immunity Against Influenza

Welche inneren und äußeren Faktoren im ersten Lebensjahr die Reifung des kindlichen Immunsystems gegen Viruserkrankungen der Atemwege beeinträchtigen oder fördern, das erforscht jetzt Prof. Dr. Dorothee Viemann mit ihrem Team am Uniklinikum Würzburg (UKW) in der neuen Studie MIAI (englisch für Maturation of Immunity Against Influenza).

Eltern aus Würzburg und Umgebung sind herzlich eingeladen, mit ihren Neugeborenen an der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Studie teilzunehmen. Mit ihrer Teilnahme können sie zu einem besseren Verständnis beitragen, wie Babys lernen, sich gegen Viren zu verteidigen, die Atemwegserkrankungen auslösen. Dazu werden direkt nach der Entbindung in der Frauenklinik des UKW sowie nach einem, sechs und zwölf Monaten in der MIAI-Studienambulanz in der benachbarten Kinderklinik Daten zum Gesundheitszustand des Kindes erhoben, körperliche Untersuchungen durchgeführt und Bioproben entnommen. „Durch die Auswertung der Daten und Analysen der Bioproben erhoffen wir uns, wissenschaftlich belegte Empfehlungen zu geben und Maßnahmen zu entwickeln, mit denen Eltern die Entwicklung des Immunsystems ihres Kindes frühzeitig fördern und dadurch schwere virale Atemwegserkrankungen verhindern können“, fasst Studienleiterin Dorothee Viemann das Ziel der Studie zusammen.

Datenschatz zur Reifung des Immunsystems

Es ist die erste große Kohortenstudie am Uniklinikum Würzburg der noch recht neuen Abteilung „Translationale Pädiatrie“, die der Kinderklinik und dem Zentrum für Infektionsforschung der Universität Würzburg angehört. Die Leiterin, Professorin Dorothee Viemann, kam im Juli 2021 von der Medizinischen Hochschule Hannover an den Wissenschaftsstandort Würzburg und ist begeistert von der Interdisziplinarität, Dynamik und Translation, also der engen Verbindung von Forschung und Klinik, die sie am Campus vorgefunden hat. Die Kinderärztin mit Zusatzspezialisierungen in Neonatologie, Infektiologie und Labormedizin erforscht mit großer Leidenschaft die Ursachen und Therapiemöglichkeiten der Infektanfälligkeit und immunologischen Schwächen von Neu- und Frühgeborenen.

Eines ihrer großen Ziele ist der Aufbau einer großen fächerübergreifenden Kohorte, in der die gesundheitliche Entwicklung von hunderten Kindern von der Geburt bis über das 16. Lebensjahr hinaus untersucht wird. Zur Erhebung der Daten könnte eine Smartphone-App zum Einsatz kommen, bei der die Eltern die Krankheitszeiten ihrer Kinder eintragen können, welche Antibiotika wann und wie lange verschrieben wurden, wann Allergien auftraten und ähnliches mehr. Die MIAI-Studie ist ein erster wichtiger Schritt zu diesem großen anvisierten Datenschatz.

Weitere Informationen: www.ukw.de/miai  

Zusatzinformation:

Detaillierter Ablauf der MIAI-Studie

„Wir werden entweder vor oder kurz nach der Geburt auf die Eltern zukommen und über die Studie aufklären“, erklärt die Studienbetreuerin Christiane Kretzer. Voraussetzung für die Teilnahme ist neben dem Wohnort in der Stadt oder im Kreis Würzburg die Entbindung an der Frauenklinik am UKW. Auf der Wöchnerinnenstation werden direkt nach der Geburt die ersten Daten erhoben, sofern die Eltern an der Studie teilnehmen möchten.

In den ersten Tagen werden zwei Blutproben gewonnen, einmal aus der Nabelschnur und dann im Rahmen der U2-Vorsorgeuntersuchung, wenn dem Kind ohnehin für das Stoffwechselscreening Blut entnommen wird. Darüber hinaus werden Stuhlproben vom Kind gesichert und, sofern gestillt wird, etwas Muttermilch. Neben einer körperlichen Untersuchung des Babys werden Abstriche in der Nase, im Rachen und auf der Haut durchgeführt.

Die körperliche Untersuchung sowie Rachen- und Hautabstriche erfolgen nochmals im ersten und sechsen Lebensmonat. Zu diesen Terminen werden die Eltern mit dem Kind in die Studienambulanz der Kinderklinik eingeladen. Wenn möglich wird dann nochmals eine Stuhl- und Muttermilchprobe gewonnen. Zum ersten Geburtstag findet schließlich die große Abschlussuntersuchung statt, zu der neben den Abstrichen und Stuhlprobe nochmals Blut entnommen und die Gesundheitsentwicklung und Ernährung des Kindes anhand eines Fragebogens analysiert wird.

Die MIAI-Studie wird von der Universitätskinderklinik in Kooperation mit der Universitätsfrauenklinik durchgeführt. Bei der Weiterverarbeitung und Analyse der Bioproben wird das MIAI-Studienteam aus Würzburg von Kooperationspartnern der Universitäten Bonn und Münster sowie dem Max-Delbrück-Zentrum in Berlin unterstützt.

Angebote an StudienteilnehmerInnen

Welchen Nutzen haben die Eltern von einer Teilnahme abgesehen vom Beitrag zum medizinischen und wissenschaftlichen Fortschritt. Dorothee Viemann: „Neben der individuellen Betreuung durch die eigene Kinderärztin oder den eigenen Kinderarzt erhalten die Eltern durch die Teilnahme an der MIAI-Studie weitere kostenlose Untersuchungen sowie eine zusätzliche Beratung zu verschiedenen Themen wie Stillen und Ernährung. Zudem gibt es einen regelmäßigen Newsletter und Themenabende.“

Umfrage „Mobilität am Universitätsklinikum Würzburg“ startet am 13. Juni

Mit dem Ziel, die Erreichbarkeit des Uniklinikums zu verbessern, sind Beschäftigte, Studierende, BesucherInnen und PatientInnen in den nächsten vier Wochen eingeladen, an einer Umfrage zur Mobilität am UKW teilzunehmen.

Das Bild zeigt ein Banner zum Mobilitätskonzept
Vom 13. Juni bis 11. Juli findet am Universitätsklinikum Würzburg eine Umfrage zum Thema Mobilität am und zum Klinikum statt. Teilnehmen können Beschäftigte, Studierende, PatientInnen und BesucherInnen.

Am 13. Juni starten das Universitätsklinikum Würzburg und das Staatliche Bauamt Würzburg eine Umfrage zum Thema Mobilität am und zum Klinikum. 

Mit der bis zum 11. Juli geplanten Befragung werden die Themen Mobilitätsbedürfnisse, Mobilitätsverhalten und Qualität des Mobilitätsangebotes in den verschiedenen Verkehrsarten untersucht. Die Befragung soll wertvolle Hinweise geben, wie die Erreichbarkeit des Klinikums für Beschäftigte, Studierende, PatientInnen und BesucherInnen zukünftig verbessert werden kann. Ziel ist es dabei, praxisnahe Verbesserungsmöglichkeiten für das zukünftige Mobilitätsangebot abzuleiten. 

Die Befragung wird direkt am Klinikum durchgeführt, auch online ist eine Teilnahme möglich.

Das Bild zeigt ein Banner zum Mobilitätskonzept
Vom 13. Juni bis 11. Juli findet am Universitätsklinikum Würzburg eine Umfrage zum Thema Mobilität am und zum Klinikum statt. Teilnehmen können Beschäftigte, Studierende, PatientInnen und BesucherInnen.

Heisenberg-Professur fürs Enträtseln von Blutplättchen

Der Würzburger Biomediziner Markus Bender hat von der DFG eine Heisenberg-Professur erhalten. Seit Juni 2022 ist der Experte für Blutplättchen W2-Professor für Kardiovaskuläre Zellbiologie am Lehrstuhl für Experimentelle Biomedizin I der Medizinischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität.

Das Bild zeigt Markus Bender am Mikroskop
Der Biomediziner und Experte für Blutplättchen Prof. Dr. Markus Bender hat von der DFG eine Heisenberg-Professur erhalten. Seit Juni 2022 ist er W2-Professor für Kardiovaskuläre Zellbiologie am Lehrstuhl für Experimentelle Biomedizin I der Universität Würzburg. @Anna Wenzl / UKW

Das Blut, genauer gesagt die Blutplättchen, die vom Körper ein Leben lang gebildet werden, liegen Markus Bender schon lange am Herzen. In seiner Promotion an der Würzburger Graduate School of Life Sciences analysierte der Biomediziner bereits die Dynamik des Zellskeletts von Thrombozyten und deren Rezeptorregulation. Im Rahmen eines Forschungsstipendiums der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) setzte Bender an der Harvard Medical School in Boston (USA) seine Untersuchungen zur Rolle des Zellskeletts bei der Bildung von Blutzellen fort.

Zellskelett beeinflusst Entwicklung von Blutplättchen

„Spezielle Vorläuferzellen, sogenannte Megakaryozyten im Knochenmark, reifen in der Nähe von Blutgefäßen und bilden wurmartige Fortsätze, die in die Gefäße hineinreichen. Abschnürungen dieser Fortsätze gehen ins Blut über und verwandeln sich dort in Thrombozyten“, schildert Markus Bender die Entstehung von Blutplättchen, die bis ins Detail jedoch noch nicht verstanden ist. All diese ungelösten Fragen zu diesem komplexen, biologisch einzigartigen Prozess faszinieren den Naturwissenschaftler, der gerade die Kombination aus Grundlagenforschung und Nähe zur Anwendung in der Klinik spannend findet. Bevor Bender mit einem DFG-Rückkehrstipendium zurück nach Würzburg kam, war er in Boston unter anderem an Untersuchungen am Entstehungsprozess von Thrombozyten in einem sogenannten Thrombozytenbioreaktor beteiligt und fand dabei heraus, wie stark der Prozess vom Skelett der Zelle abhängig ist. Außerdem wurde Markus Bender im Jahr 2015 in Anerkennung seiner Arbeit auf dem Gebiet der veränderten Blutplättchenfunktion bei Wiskott-Aldrich-Syndrom-Patienten mit dem Bayer Thrombosis Research Award ausgezeichnet.

Strukturen im Zellskelett eines Thrombozyten bei der Bildung eines Blutgerinnsels

Zeitgleich hat die DFG im Jahr 2015 seinen Antrag auf Einrichtung einer Nachwuchsgruppe am Lehrstuhl für Experimentelle Biomedizin I im Emmy-Noether-Programm bewilligt. Im Fokus seiner Forschung standen weiterhin Proteine, die die zentralen Bausteine des Zytoskeletts - Mikrotubuli und Aktinfilamente – regulieren. Im Februar 2020 erhielt Markus Bender mit dem Alexander-Schmidt-Preis den wichtigsten Preis in der Thrombose- und Hämostaseforschung im deutschsprachigen Raum. Damit zeichnete die Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e.V. (GTH) seine hervorragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Blutgerinnung, der sogenannten Hämostaseologie, aus. Ein Jahr zuvor hatte er mit seinem Forschungsteam in der renommierten Fachzeitschrift Blood publiziert, welche Strukturen im Zellskelett eines Thrombozyten bei der Bildung eines Blutgerinnsels ausgebildet werden.

Etablierung einer biophysikalischen Plattform für Kraftmessung von Thrombozyten

Bedeutend sind außerdem die Erkenntnisse, die Markus Bender mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Würzburg, Greifswald, Tübingen und Dublin im Rahmen des Sonderforschungsbereichs Transregio 240 (SFB/TRR240) mit dem Titel Platelets gewonnen hat und kürzlich in der Zeitschrift Science Advances publizieren konnte: Anhand neu entwickelter biophysikalischer Methoden haben sie gezeigt, dass das Zellskelett von Thrombozyten in seiner Funktion, Kräfte auszuüben, eingeschränkt ist. So ist die erhöhte Blutungsneigung bei Menschen mit einem Defekt im Gen MYH9 (Myosin heavy chain 9) nicht auf eine reduzierte Thrombozytenanzahl zurückzuführen, sondern darauf, dass die Blutplättchen in ihrer Kraftausübung beeinträchtigt sind. Die Punktmutation im MYH9-Gen stört die Funktion des kontraktilen Proteins Myosin IIA, welches in den Blutplättchen ähnlich wie in einem Muskel die Kraft vermittelt.

Heisenberg-Professur für Kardiovaskuläre Zellbiologie

Mit der Vergabe der Heisenberg-Professur für Kardiovaskuläre Zellbiologie an Markus Bender würdigt die DFG nun einmal mehr die hohe Qualität seiner Forschung und fördert Benders zukünftige Projekte im Heisenberg-Programm „Mechanismen der Thrombozytopoese und Thrombozytenfunktion unter physiologischen und pathologischen Bedingungen“. Seine Forschungsziele erläutert Prof. Dr. Markus Bender wie folgt: „Unsere Forschungsarbeiten sollen einen entscheidenden Beitrag zum besseren Verständnis über die Produktion von Thrombozyten leisten, indem die zugrundeliegenden, molekularen Mechanismen und Schlüsselproteine dieses Prozesses im normalen Zustand, aber auch im krankhaften Zustand entschlüsselt werden. Mit diesen und weiteren Erkenntnissen in der Thrombozytenbiologie können wir hoffentlich zu neuen Therapiemöglichkeiten bei Patientinnen und Patienten mit Defekten in der Thrombozytenfunktion beitragen.“

Auch der Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Matthias Frosch, freut sich über die Auszeichnung: „Die im internationalen Vergleich herausragende Thrombozyten-Forschung am Standort wird das Forschungsprofil der Medizinischen Fakultät noch über Jahre hinaus prägen. Mit der Berufung von Markus Bender auf die Heisenberg-Professur erfährt dieser Bereich eine hervorragende Verstärkung.“ 

Markus Bender ist froh, dass er schon früh sein Forschungsthema gefunden hat. Einige Fragestellungen konnte er seit seinem Studium lösen, viele weitere warten noch auf ihn. Am Forschungscampus mit dem Uniklinikum Würzburg, der Universität und dem Rudolf-Virchow-Zentrum - Center for Integrative and Translational Biomedicine habe er dafür die allerbesten Voraussetzungen bezüglich Infrastruktur und Team. Und am für seine Forschung wichtigsten Material mangelt es ihm nicht: Blut.

Zum Heisenberg-Programm der DFG

Mit dem begehrten Heisenberg-Programm unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) vielversprechende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, ihre Forschungsthemen weiter zu bearbeiten und ein neues Forschungsfeld zu etablieren sowie sich auf eine akademische Leitungsposition vorzubereiten. Nach der Förderphase von fünf Jahren wird die Heisenberg-Professur von der Hochschule in eine reguläre Professur umgewandelt. Das Programm ist benannt nach dem in Würzburg geborenen Physiker Werner Heisenberg, der im Jahr 1932 im Alter von 31 Jahren für seine Begründung der Quantenmechanik den Nobelpreis für Physik erhielt.