Aktuelle Pressemitteilungen

Erste Uniklinik in Bayern: UKW veröffentlicht freiwilligen Nachhaltigkeitsbericht

Strombezug bereits seit 2009 aus erneuerbaren Energien / Informationen u.a. zur Treibhausgasbilanz und Nachhaltigkeitsstrategie

Auf dem Bild sind Antonia Mach und Julia Weimert zu sehen. Frau Weimert hat die Arme verschränkt. Im Hintergrund stehen mehrere Photovoltaikanlagen.
Antonia Mach (l.) und Julia Weimert von der Stabsstelle Nachhaltigkeit des UKW haben den ersten freiwilligen Nachhaltigkeitsbericht verfasst. Foto: UKW/ A. Wenzl
Der Bericht gibt u.a. einen Überblick über die Treibhausgasbilanz des UKW im Jahr 2024 und enthält Informationen zum Stromverbrauch, zum Abfallaufkommen, zur Wasserentnahme oder zur Arbeitssicherheit. Foto: UKW

Würzburg. Als erste Uniklinik in Bayern hat das Universitätsklinikum Würzburg (UKW) einen freiwilligen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Der Bericht gibt u.a. einen Überblick über die Treibhausgasbilanz des UKW im Jahr 2024 und enthält Informationen zum Stromverbrauch, zum Abfallaufkommen, zur Wasserentnahme oder zur Arbeitssicherheit. Ebenso werden die Nachhaltigkeitsstrategie des UKW dargestellt und die Arbeit des berufsgruppenübergreifenden „Green Teams“ am UKW.

„Kliniken sind komplexe Organisationen mit einem hohen Energie- und Ressourcenverbrauch. Das gilt auch für das UKW mit seiner historisch gewachsenen Campus-Struktur. Auf Grundlage des Berichtes können wir die Emissionen systematisch erfassen und dort, wo es umsetzbar ist, wirksam reduzieren. Dafür ist dieser erste Nachhaltigkeitsbericht ein wichtiger Meilensein“, betont Philip Rieger, Kaufmännischer Direktor des UKW.

Beispiel Strombedarf: Den deckt das UKW bereits seit 2009 komplett aus Strom aus Erneuerbaren Energien, auch die klinikeigenen Photovoltaikanlagen wurden in den letzten Jahren ausgebaut. Der jährliche Strombedarf des UKW entspricht dem von 15.000 Einfamilienhäusern.

Drei Kategorien zur Treibhausgasbilanz

Die Treibhausgasbilanz ist im Bericht nach anerkannten Standards dargestellt. Dazu werden die Emissionen verschiedenen Kategorien, den sogenannten „Scopes“, zugeordnet. „Scope 1 umfasst alle direkten Emissionen, die unmittelbar auf Aktivitäten des UKW zurückzuführen sind. Dazu zählt etwa unser klinikeigenes Blockheizkraftwerk, das mit Gas betrieben wird“, erklärt Julia Weimert aus der Stabsstelle Nachhaltigkeit. Auch die dieselbetriebenen Notstromaggregate, die das UKW vorhält., fallen in diese Kategorie. Der Scope 2 stellt die indirekte Emissionen aus dem Bezug von Energie, wie z.B. Strom, dar.

„Die dritte Kategorie (Scope 3) umfasst schließlich alle anderen indirekten Emissionen, die außerhalb der unmittelbaren Kontrolle des UKW entstehen. Beispiele sind hier etwa die medizinischen Verbrauchsgüter mit Emissionen aus Herstellung und den Transport von Gütern wie z.B. OP-Handschuhen, Spritzen und Infusionsbeuteln“, erklärt Antonia Mach, Stabsstelle Nachhaltigkeit. Auch Projekte wie Neubauten oder Sanierungen der Gebäudestruktur erzeugen Emissionen durch die Herstellung von Beton, Stahl und anderen Baumaterialien. Ebenso zählt die Anreise der Mitarbeitenden und Patienten, und die dadurch verursachten Emissionen zu dieser dritten Kategorie.

Inhaltlich setzt der Bericht die sogenannten VSME-Standards um. Dieser Standard setzt einen einheitlichen Rahmen für die Erfassung und Berichterstattung von Nachhaltigkeitsinformationen. Die Emissionen wurden gemäß dem „Greenhouse Gas Protocol“ unter Zuhilfenahme des sogenannten „KliMeG-Rechners“, einem Berechnungstool, das speziell für Krankenhäuser entwickelt wurde, ermittelt. Insgesamt beliefen sich auf dieser Grundlage die gesamten Treibhausgasemissionen des UKW 2024 auf 184.151 Tonnen CO2.

Eine Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung wird es ab 2027 für das UKW geben auf Basis der „CSRD Richtlinie“ der Europäischen Union. CSRD steht für „Corporate Sustainability Reporting Directive“. Mit dem freiwilligen Nachhaltigkeitsbericht für das Jahr 2024 bereitet sich das UKW bereits umfassend darauf vor.

Nachhaltigkeitsstrategie mit konkreten Maßnahmen / „Green Team“ etabliert

Zusätzlich erläutert der Bericht die Nachhaltigkeitsstrategie des UKW und die darin konkret benannten Projekte. Dazu zählen z.B. energetische Gebäudesanierungen und Energiesparmaßnahmen am Arbeitsplatz. So verzichtet das UKW bereits jetzt auf den Einsatz von Desfluran als Narkosegas. Seit 2024 gibt es auch einen Veggie-Day am UKW.

Ein wichtiger Baustein der Nachhaltigkeitsstruktur ist das Green Team, ein interdisziplinäres Netzwerk von interessierten Mitarbeitenden und Fachexperten aus verschiedenen Bereichen des Klinikums. Ziel des Green Teams ist es, Nachhaltigkeit praktisch erlebbar zu machen und konkrete Ideen sowie Maßnahmen direkt am Arbeitsplatz umzusetzen. Das Team bringt Impulse aus dem Arbeitsalltag in die Nachhaltigkeitsstrategie ein. Es identifiziert Verbesserungspotenziale, entwickelt Initiativen – etwa zur Abfalltrennung oder nachhaltigen Beschaffung – und fördert den Austausch zwischen Kolleginnen und Kollegen.

Auszeichnung mit dem Klimaretter-Award 2025 für das UKW

Im Sommer 2025 wurde das UKW mit dem ersten Platz beim Klimaretter-Award der Stiftung viamedica ausgezeichnet. Diese Auszeichnung wird vergeben für das Engagement von Unternehmen, Einrichtungen und Einzelpersonen für ihr Engagement im Projekt „Klimaretter – Lebensretter“, und richtet sich speziell an die Beschäftigten des Gesundheitssektors. Das UKW wurde in der Kategorie „Große Unternehmen“ mit über 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausgezeichnet.

Der erste freiwillige Nachhaltigkeitsbericht steht hier Download bereit auf der Homepage des UKW.

 

Auf dem Bild sind Antonia Mach und Julia Weimert zu sehen. Frau Weimert hat die Arme verschränkt. Im Hintergrund stehen mehrere Photovoltaikanlagen.
Antonia Mach (l.) und Julia Weimert von der Stabsstelle Nachhaltigkeit des UKW haben den ersten freiwilligen Nachhaltigkeitsbericht verfasst. Foto: UKW/ A. Wenzl
Der Bericht gibt u.a. einen Überblick über die Treibhausgasbilanz des UKW im Jahr 2024 und enthält Informationen zum Stromverbrauch, zum Abfallaufkommen, zur Wasserentnahme oder zur Arbeitssicherheit. Foto: UKW

„Planungen für Max-Planck-Institut belegen herausragende Forschungskompetenz der Würzburger Lebenswissenschaften“

Der Freistaat Bayern und die Max-Planck-Gesellschaft haben sich darauf verständigt, in den kommenden Jahren in Würzburg ein Max-Planck-Institut aufzubauen

Prof. Dr. Matthias Frosch, Dekan der Medizinischen Fakultät in Würzburg und Vorstandsmitglied des Universitätsklinikum Würzburg.
Prof. Dr. Matthias Frosch, Dekan der Medizinischen Fakultät in Würzburg und Vorstandsmitglied des Universitätsklinikum Würzburg. Foto: UKW/Berberich

Würzburg/München. In Würzburg soll mittelfristig ein neues Max-Planck-Institut entstehen und zwei Abteilungen der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) angesiedelt werden. Dazu haben der Freistaat Bayern und die Max-Planck-Gesellschaft heute (21. Oktober 2025) eine wichtige Grundlage geschaffen und ein entsprechendes „Memorandum of Understanding“ in München unterzeichnet. Aktuell wird für das geplante Institut ein wissenschaftliches Konzept durch die MPG erarbeitet. In diesem Max-Planck-internen Beratungsprozess werden Zukunftsthemen rund um die Immunmedizin und Nukleinsäure-Technologien in den Blick genommen. Zu einem späteren Zeitpunkt soll sich die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern mit den Plänen befassen.

Unipräsident Paul Pauli: Würzburg – ein Ort exzellenter Wissenschaft

Über die jetzt getroffene Vereinbarung freut sich Paul Pauli, Präsident der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) sehr. „Der Aufbau eines neuen Max-Planck-Instituts im Bereich der Lebenswissenschaften ist ein starkes Zeichen für den Wissenschaftsstandort Würzburg: Er steht für den Mut, über die Grenzen von Fachdisziplinen hinweg zusammenzuarbeiten und Antworten auf die zentralen Zukunftsfragen unserer Gesellschaft zu entwickeln. Damit unterstreicht das Max-Planck-Institut die internationale Strahlkraft von Würzburg als Ort exzellenter Wissenschaft und stärkt unsere Position im Wettbewerb um den Status einer Exzellenzuniversität. Wir sind bereit, die angestrebte starke Vernetzung zwischen außeruniversitärer und universitärer Forschung durch eine enge Kooperation zwischen den geplanten MP-Abteilungen und Lehrstühlen an der JMU zu realisieren.“

Dekan Matthias Frosch: Anknüpfen an eine erfolgreiche Kooperation / Anerkennung der Forschungsleistungen der Universitätsmedizin

„Die heutige Unterzeichnung des Memorandum of Understanding zeigt erneut die herausragende Forschungskompetenz in den Lebenswissenschaften an der Universität Würzburg und insbesondere in der hiesigen Universitätsmedizin. Die Medizinische Fakultät hatte bereits den Aufbau der bestehenden Max-Planck-Forschungsgruppe für Systemimmunologie mit großem Engagement unterstützt. An diese erfolgreiche Kooperation können wir nun direkt anknüpfen“, erklärt Prof. Dr. Matthias Frosch, Dekan der Medizinischen Fakultät in Würzburg und Vorstandsmitglied des Universitätsklinikum Würzburg.

Prof. Frosch weiter: „Die Absicht der Max-Planck-Gesellschaft, mittelfristig ein Max-Planck-Institut im Bereich der Lebenswissenschaften zu gründen, zeigt eindrucksvoll: Die Medizinische Fakultät bietet einen fruchtbaren Boden für die Entwicklung exzellenter Forschungsstrukturen.“ Frosch sieht einen weiteren strategischen Meilenstein, den Forschungsstandort durch die Ansiedlung außeruniversitärer Forschungseinrichtungen zu stärken, erreicht. „Die Einbeziehung des Universitätsklinikums in diese Kooperation wird den biomedizinischen Forschungsstandort Würzburg nochmals zusätzlich stärken und ausbauen. Ich bin der Bayerischen Staatsregierung und der Max-Planck-Gesellschaft sehr dankbar für das starke Bekenntnis zum Biomedizin-Standort Würzburg und die Anerkennung der Forschungsleistungen der Universitätsmedizin.“

Hintergrund: Institute der Max-Planck-Gesellschaft

Die Max-Planck-Gesellschaft ist „Deutschlands erfolgreichste Forschungsorganisation und steht auf Augenhöhe mit den weltweit besten und angesehensten Forschungsinstitutionen“, wie die Gesellschaft auf ihrer Homepage schreibt. Die derzeit 84 Max-Planck-Institute und Einrichtungen betreiben Grundlagenforschung in den Natur-, Bio-, Geistes- und Sozialwissenschaften im Dienste der Allgemeinheit. Max-Planck-Institute engagieren sich in Forschungsgebieten, die besonders innovativ sind und einen speziellen finanziellen oder zeitlichen Aufwand erfordern. Ihr Forschungsspektrum entwickelt sich dabei ständig weiter. Finanziert wird die Max-Planck-Gesellschaft je zur Hälfte von Bund und Ländern, sie ist die wichtigste Organisation für die Grundlagenforschung außerhalb der Hochschulen.

Die Medieninformation der Max-Planck-Gesellschaft zu diesem Thema finden Sie hier.

Prof. Dr. Matthias Frosch, Dekan der Medizinischen Fakultät in Würzburg und Vorstandsmitglied des Universitätsklinikum Würzburg.
Prof. Dr. Matthias Frosch, Dekan der Medizinischen Fakultät in Würzburg und Vorstandsmitglied des Universitätsklinikum Würzburg. Foto: UKW/Berberich

Claudia Löffler erhält Professur für Integrative Onkologische Medizin

Bei der Integrativen Onkologie werden komplementäre Methoden wie Akupunktur oder Sport auf wissenschaftlicher Basis gezielt mit dem onkologischen Behandlungsplan kombiniert und auf diesen abgestimmt

Claudia Löffler mit Jeans und dunklem Blazer kniet in einem liebevoll angelegten Garten
Claudia Löffler, Fachärztin für Fachärztin für Innere Medizin sowie Hämatologie und Onkologie in der Medizinischen Klinik und Poliklinik II am UKW, ist sehr naturverbunden und bietet im Comprehensive Cancer Center auch eine naturheilkundliche Sprechstunde an. © Stefan Bausewein
Porträt von Prof. Dr. Claudia Löffler in weißem Kittel - hinten ist unscharf der Gang im ZIM ZOM zu erkennen.
Prof. Dr. Claudia Löffler trat im Oktober 2025 am Uniklinikum Würzburg die Professur für Integrative Onkologische Medizin an. © Daniel Peter

Würzburg. Claudia Löffler wollte schon immer sinnstiftend arbeiten. Sie studierte Humanmedizin an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg, und arbeitet seit 2009 in der Hämatoonkologie der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Universitätsklinikums Würzburg (UKW). Als frisch gebackene Ärztin stellte sie jedoch schnell fest, dass sie mit dem Handwerkszeug, das sie im Studium mitbekommen hatte, ihrem eigenen Anspruch an den Beruf der Onkologin noch nicht gerecht wurde. Viele Patientinnen und Patienten wollten wissen, was sie selbst zum Behandlungserfolg beitragen können, welche Empfehlungen es gibt, um die Nebenwirkungen zu reduzieren und die Lebensqualität zu erhöhen. Damals hatte sie keine Antworten. Heute hat sie welche - passend zum Erkrankungsbild, zur Therapie und vor allem wissenschaftlich fundiert. 

„Man muss sowohl in der Onkologie als auch in der Komplementärmedizin sattelfest sein, um beide Verfahren sinnvoll aufeinander abstimmen zu können“

Bereits im Jahr 2016 startete Claudia Löffler am Comprehensive Cancer Center Mainfranken (CCC MF) mit einer neuen Sprechstunde für komplementäre Onkologie und integrative Medizin (KOI). Inzwischen leitet sie ein multiprofessionelles Team, das aus einer Ernährungswissenschaftlerin, Sportwissenschaftlerinnen, einer Psychologin sowie integrativmedizinisch spezialisierten Pflegekräften besteht. Sie selbst hat die Zusatzbezeichnungen Palliativmedizin, Ernährungsmedizin, Naturheilverfahren und Sportmedizin sowie Qualifikationen in Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) und Mindful Self-Compassion. 

Doch was bedeuten die Begriffe "komplementär" und "integrativ" in der Krebstherapie, und wie verhalten sie sich zueinander? „Komplementär” steht für ergänzende Behandlungen, die zusätzlich zur konventionellen Medizin angewendet werden. Ob diese Verfahren wirksam und sicher sind, definiert dieser Begriff jedoch nicht. Diese Lücke schließt die Integrative Onkologie. Sie konzentriert sich auf die Linderung von Nebenwirkungen der Therapie oder Spätfolgen der Erkrankung und unterstützt Patientinnen und Patienten dabei, einen gesunden Lebensstil zu etablieren. Löffler verdeutlicht: „Wir wählen dabei Konzepte aus, deren Wirksamkeit entweder durch Evidenz belegt ist oder die zumindest sicher in der Anwendung sind.“ Mit Akupunktur, Pflanzenheilkunde, Ernährungs- und Bewegungsprogrammen sowie Mind-Body-Verfahren lassen sich zahlreiche Beschwerden lindern und die Lebensqualität verbessern. Sogar die Chancen, einen Rückfall zu verhindern, steigen. 

„Integrativ“ steht nicht nur für die Sicherheit und Wirksamkeit der ausgewählten Methoden, sondern auch dafür, dass die Interventionen sowohl auf das jeweilige onkologische Konzept als auch auf die Patientin oder den Patienten und ihre bzw. seine Ressourcen abgestimmt werden – im Sinne einer patienten- und ressourcenorientierten personalisierten Medizin. „Das heißt, man muss sowohl in der Onkologie als auch in der Komplementärmedizin sattelfest sein, um beide Verfahren sinnvoll aufeinander abstimmen zu können und Patientinnen und Patienten die bestmögliche Therapiekombination für ihre individuelle Situation bieten zu können“, sagt Claudia Löffler. 

Die Mutter eines Sohnes ist seit 2018 als Oberärztin im Interdisziplinären Onkologischen Tageszentrum (IOT) für die Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten zuständig. Das IOT ist eine interdisziplinäre Einrichtung der Medizinischen Klinik und Poliklinik II in Zusammenarbeit mit verschiedenen onkologischen Schwerpunkten anderer Kliniken innerhalb des CCC MF. Hier erhalten Krebspatientinnen und -patienten neben ihrer medikamentösen Tumortherapie auch unterstützende Behandlungsmethoden. 

„Die Professur ist ein wichtiges Signal dafür, dass Integrative Medizin nicht mehr als Randgebiet, sondern als wichtiger Teil einer modernen, patientenzentrierten Medizin angesehen wird.“

Im Oktober 2025 trat Claudia Löffler nun die neu geschaffene Professur für Integrative Onkologische Medizin an. Damit erhält ihre Arbeit, die systematische Kombination aus Onkologie und evidenzbasierten komplementären Methoden, den wissenschaftlichen Ritterschlag. „Die Professur ist ein wichtiges Signal dafür, dass Integrative Medizin nicht mehr als Randgebiet, sondern als wichtiger Teil einer modernen, patientenzentrierten Medizin angesehen wird. Die Professur signalisiert, dass es möglich und notwendig ist, ganzheitliche Medizin evidenzbasiert zu etablieren, die Wirksamkeit und Sicherheit der Verfahren in Studien weiter zu erforschen und das Potenzial auch der nächsten Generation in den Gesundheitsberufen frühestmöglich zu vermitteln. Das freut mich sehr“, sagt Claudia Löffler. 

Ein ausführliches Porträt über Prof. Dr. Claudia Löffler finden Sie in unserer Serie #WomenInScience 

Text und Interview von Kirstin Linkamp (Wissenschaftskommunikation) 

Claudia Löffler mit Jeans und dunklem Blazer kniet in einem liebevoll angelegten Garten
Claudia Löffler, Fachärztin für Fachärztin für Innere Medizin sowie Hämatologie und Onkologie in der Medizinischen Klinik und Poliklinik II am UKW, ist sehr naturverbunden und bietet im Comprehensive Cancer Center auch eine naturheilkundliche Sprechstunde an. © Stefan Bausewein
Porträt von Prof. Dr. Claudia Löffler in weißem Kittel - hinten ist unscharf der Gang im ZIM ZOM zu erkennen.
Prof. Dr. Claudia Löffler trat im Oktober 2025 am Uniklinikum Würzburg die Professur für Integrative Onkologische Medizin an. © Daniel Peter

Wieder in Verbindung treten

Eine Forschungsgruppe um Prof. Dr. Sebastian Walther hat in einer neuen Studie gezeigt, dass sich die sozialen Fähigkeiten von Menschen mit Schizophrenie durch eine Kombination aus Hirnstimulation und sozialkognitivem Gruppentraining gezielt verbessern lassen. In der im Fachjournal Nature Molecular Psychiatry veröffentlichten klinischen Studie wurde untersucht, ob sogenannte Gestendefizite, also die Schwierigkeit, Hand- und Armbewegungen zur Kommunikation einzusetzen, durch die Verbindung von repetitiver transkranieller Magnetstimulation (rTMS) und sozialkognitiver Remediationstherapie (SCRT) behandelt werden können.

Porträtbild von Sebastian Walther im grauen Anzug und hellblauer Krawatte, dunkle Brille - im Hintergrund verschwommen ein Flur mit Säulen zu sehen.
Prof. Dr. Sebastian Walther zeigte, dass sich die sozialen Fähigkeiten von Menschen mit Schizophrenie durch eine Kombination aus Hirnstimulation und sozialkognitivem Gruppentraining gezielt verbessern lassen. © Anna Wenzl / UKW

Würzburg. Gesten sind ein integraler Bestandteil menschlicher Kommunikation und verknüpfen Denken, Emotionen und soziale Verbindungen miteinander. Fehlen sie, leidet nicht nur das Gespräch, sondern auch das Gefühl von gegenseitigem Verständnis. Viele Menschen mit Schizophrenie haben jedoch Schwierigkeiten, solche Bewegungen korrekt auszuführen oder zu verstehen. Dies kann ihre sozialen Kontakte und Alltagsfähigkeit beeinträchtigen. Schizophrenie zählt zu den zentralen Forschungsschwerpunkten von Prof. Dr. Sebastian Walther, dem Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Uniklinikum Würzburg (UKW). Zusammen mit seinem Team in Bern – bevor Walther im Oktober 2024 Klinikdirektor in Würzburg wurde, war er in Bern stellvertretender Klinikdirektor und Chefarzt der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie – untersuchte er, ob eine Kombination aus repetitiver transkranieller Magnetstimulation und sozialkognitiver Remediationstherapie helfen kann, diese Defizite zu verringern.

Repetitiven transkraniellen Magnetstimulation (rTMS) und sozialkognitive Remediationstherapie (SCRT)

Bei der repetitiven transkraniellen Magnetstimulation (rTMS) handelt es sich um ein nicht-invasives medizinisches Verfahren, bei dem über einen Zeitraum von mehreren Wochen mittels Magnetimpulsen bestimmte Bereiche des Gehirns gezielt angeregt oder gehemmt werden. Die sozialkognitive Remediationstherapie (SCRT) ist eine psychologische Behandlungsmethode, die darauf abzielt, die sozialen Wahrnehmungs- und Denkfähigkeiten zu verbessern. Das Training hilft Menschen, soziale Signale wie Mimik, Gestik oder Tonfall besser wahrzunehmen, Gedanken und Gefühle anderer genauer einzuschätzen und dadurch in sozialen Situationen sicherer zu werden.

Insgesamt nahmen 89 Patientinnen und Patienten mit Schizophrenie oder schizoaffektiver Störung an der dreiarmigen, randomisierten, doppelblinden Studie teil. Von diesen erhielten 73 Personen mindestens eine Sitzung. 19 Teilnehmende erfuhren über einen Zeitraum von zwei Wochen zehn Sitzungen mit echter rTMS über den rechten unteren Parietallappen, der an der Steuerung von Gesten beteiligt ist. Diese Sitzungen wurden in Kombination mit 16 SCRT-Gruppensitzungen über einen Zeitraum von acht Wochen durchgeführt. 26 Teilnehmende erhielten eine Schein-rTMS in Kombination mit echter SCRT und 28 Personen eine Schein-SCRT. 

Verbesserung der Gestenfähigkeit und der sozialen und alltagspraktischen Funktionsfähigkeit

Zu den Ergebnissen, die gerade im Fachjournal Nature Molecular Psychiatry veröffentlicht wurden: Insgesamt verbesserten sich die Gestenfähigkeiten aller Teilnehmenden im Laufe der Zeit. Das heißt: Ein soziales Miteinander allein ist bereits förderlich, wie die Kontrollgruppe mit Scheintherapien gezeigt hat. Besonders deutlich war der Effekt jedoch bei den Personen, die die Kombination aus echter rTMS und echter SCRT erhielten. In dieser Gruppe zeigten sich nicht nur Fortschritte bei bestimmten Gestenarten, insbesondere bei neu erlernten, bedeutungslosen Bewegungen, sondern auch eine spürbare Verbesserung der sozialen und alltagspraktischen Funktionsfähigkeit. Die positiven Effekte dieser sicheren und gut verträglichen Methode hielten auch Monate nach Ende der Behandlung an. 

„Die Ergebnisse legen nahe, dass die Kombination aus gezielter Hirnstimulation und sozialem Training ein vielversprechender Ansatz ist, um die Kommunikations- und Interaktionsfähigkeiten von Menschen mit Schizophrenie nachhaltig zu verbessern und ihnen dabei zu helfen, im Alltag besser zurechtzukommen“, fasst Sebastian Walther zusammen. Er betont jedoch, dass es sich hierbei um eine explorative Studie mit relativ kleiner Stichprobe handelt. Die Forschung müsse mit größeren Gruppen, optimierten Simulationstechniken und zusätzlicher bildgebender Kontrolle weitergeführt werden.

Publikation: Walther, S., Maderthaner, L., Chapellier, V. et al. Gesture deficits in psychosis and the combination of group psychotherapy and transcranial magnetic stimulation: A randomized clinical trial. Mol Psychiatry (2025). https://doi.org/10.1038/s41380-025-03303-7

Text: Wissenschaftskommunikation / KL

Porträtbild von Sebastian Walther im grauen Anzug und hellblauer Krawatte, dunkle Brille - im Hintergrund verschwommen ein Flur mit Säulen zu sehen.
Prof. Dr. Sebastian Walther zeigte, dass sich die sozialen Fähigkeiten von Menschen mit Schizophrenie durch eine Kombination aus Hirnstimulation und sozialkognitivem Gruppentraining gezielt verbessern lassen. © Anna Wenzl / UKW

Vortrag: Tipps für mehr Energie im Alltag

Bewegung, Regeneration, Stressbewältigung und die richtige Ernährung haben positive Wirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden. Wie sich diese Faktoren unkompliziert in den Alltag integrieren lassen, erfahren alle Interessierten bei einem Vortrag am 5. November 2025 im Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI).

DZHI-Gebäude
Der Vortrag findet im Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI), Am Schwarzenberg 15, statt. © Dieter Leistner (verändert) / UKW

Würzburg. Dass Bewegung, Regeneration, Stressbewältigung und die richtige Ernährung gesund und wohltuend sind, ist allgemein bekannt. Allerdings fällt es vielen Menschen schwer, diese Möglichkeiten zur Selbstfürsorge in ihr tägliches Leben zu integrieren. Wie eine effiziente Umsetzung gelingen kann, zeigt ein Vortrag, zu dem das am Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI) angesiedelte Interdisziplinäre Amyloidosezentrum Nordbayern alle Interessierten am Mittwoch, 5. November 2025, herzlich einlädt. Dr. Andreas Petko, der Koordinator des Allgemeinen Hochschulsports der Uni Würzburg, liefert dabei alltagstaugliche Tipps und smarte Hacks – von Licht- und Kälteanwendungen über Blutzuckerregulation bis hin zu erprobten Methoden für mehr Energie und Balance. 

Die kostenlose Veranstaltung richtet sich sowohl an Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen wie Amyloidose, Herzinsuffizienz oder Multiplem Myelom, als auch an Gesunde. Sie beginnt um 15:00 Uhr und endet um 16:15 Uhr mit einem gemeinsamen Austausch und Imbiss. Veranstaltungsort ist das DZHI, Am Schwarzenberg 15, Haus A15. 

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung bis spätestens 29. Oktober 2025 unter E-Mail: selbsthilfe@ukw.de erforderlich.

 

Text: Pressestelle / UKW

DZHI-Gebäude
Der Vortrag findet im Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI), Am Schwarzenberg 15, statt. © Dieter Leistner (verändert) / UKW

Online-Veranstaltung zum Leben mit Demenz

Am Dienstag, 11. November 2025, informieren zwei Experten des Uniklinikums Würzburg in einem Webinar über die Diagnostik und Therapie von Demenzerkrankungen. Die kostenlose Veranstaltung ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der Mediengruppe Main-Post.

Portraitfotos Prof. Dr. Sebastian Walther und PD Dr. Martin Lauer
Prof. Dr. Sebastian Walther und PD Dr. Martin Lauer referieren am 11. November 2025 in einer Online-Veranstaltung über wissenswerte Aspekte von Demenzerkrankungen. © Anna Wenzl, Mario Weber / UKW

Würzburg. Nach aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts sind rund 1,4 Millionen Menschen in Deutschland von Demenz betroffen. Die Erkrankung ist durch einen fortschreitenden, irreversiblen Verfall von Hirnstrukturen gekennzeichnet, der mit einem Abbau kognitiver Fähigkeiten wie beispielsweise Gedächtnis, Sprache, Aufmerksamkeit und Konzentration, aber auch mit Veränderungen der Persönlichkeit, der Emotionen und der sozialen Kompetenzen einhergeht.

Ein Schwerpunkt der Würzburger Universitäts-Psychiatrie

Demenz- und Gedächtniserkrankungen gehören zu den Schwerpunkten der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KPPP) des Uniklinikums Würzburg (UKW). Am Dienstag, 11. November 2025, geben mit Klinikdirektor Prof. Dr. Sebastian Walther und dem geschäftsführenden Oberarzt Privatdozent Dr. Martin Lauer zwei Experten der KPPP in einer kostenlosen Online-Veranstaltung Antworten auf häufige Fragen: Welche Arten von Demenzerkrankungen gibt es? Wie erkennt man eine beginnende Demenz? Kann man einer Demenz vorbeugen? Welche Bedürfnisse haben die Betroffenen? Und welche Behandlungsmethoden stehen zur Verfügung?
Das Webinar „Leben mit Demenz: Alltag bewältigen – Lebensqualität erhalten“ ist Teil einer Veranstaltungsreihe, die vom UKW gemeinsam mit der Mediengruppe Main-Post organisiert wird. Es geht von 18:00 bis etwa 19:30 Uhr und nutzt die Plattform Zoom. Voraussetzung für die Teilnahme sind eine Internetverbindung sowie ein Smartphone, ein Tablet, ein Laptop oder ein PC. Weitere Informationen und eine Anmeldemöglichkeit gibt es unter www.ukw.de/selbsthilfe.

Text: Pressestelle / UKW

Portraitfotos Prof. Dr. Sebastian Walther und PD Dr. Martin Lauer
Prof. Dr. Sebastian Walther und PD Dr. Martin Lauer referieren am 11. November 2025 in einer Online-Veranstaltung über wissenswerte Aspekte von Demenzerkrankungen. © Anna Wenzl, Mario Weber / UKW

Glaskörperersatz aus intelligentem Biohybrid-Hydrogel

Das Interdisziplinäre Zentrum für Klinische Forschung (IZKF) fördert das Projekt namens „Biohybride Hydrogele als Glaskörperersatz für die vitreoretinale Chirurgie mit erhöhter Wirksamkeit“. Ein innovativer Polymerbaukasten kombiniert Biopolymere und synthetische Polymere und soll Nebenwirkungen nach Glaskörperoperationen reduzieren.

Collage aus den Porträts der beiden Wissenschaftler. Beide schauen in die Kamera, tragen Brille, Bart und helles Hemd. .
Dr. Jörg Teßmar (links) und Dr. Malik Salman Haider entwickeln mithilfe neuer chemischer und materialtechnischer Verfahren einen verbesserten Glaskörperersatz aus intelligentem Biohybrid-Hydrogel. © UKW

Würzburg. Vitreoretinale Erkrankungen sind Augenkrankheiten, die den Glaskörper (lateinisch Vitreum) und die Netzhaut (Retina) betreffen und schwerwiegende Folgen für das Sehvermögen haben. Unbehandelt können zum Beispiel Netzhautablösungen und die sogenannte proliferative diabetische Retinopathie, bei der neue, abnorme Blutgefäße die Netzhaut und den Glaskörper schädigen, zu dauerhaftem Sehverlust führen. Um den Schaden zu begrenzen, muss bei der Behandlung häufig der Glaskörper, also die gelartige Substanz im Inneren des Auges, entfernt und durch ein Ersatzmaterial, den sogenannten Glaskörperersatz, ausgetauscht werden. Derzeit kommen in der Medizin dafür spezielle Gase oder Silikonöl zum Einsatz. Diese Substanzen können jedoch erhebliche Nebenwirkungen haben und die Netzhaut sowie den Sehnerv schädigen. Es kann zu weiteren Sehstörungen, zur Bildung eines Grauen Stars (Katarakt) und zu einer Erhöhung des Augeninnendrucks (Glaukom) kommen. Manchmal ist auch eine weitere Operation notwendig, um das Silikonöl wieder zu entfernen.

Nebenwirkungen überwinden mit intelligenten Biohybrid-Hydrogelen

Die Naturwissenschaftler Dr. Malik Salman Haider, Leiter des Forschungslabors der Universitäts-Augenklinik, und Dr. Jörg Teßmar vom Lehrstuhl für Funktionsmaterialien der Medizin und Zahnheilkunde (FMZ) des Uniklinikums Würzburg (UKW) wollen diese Probleme in ihrem neuen Projekt „Biohybride Hydrogele als Glaskörperersatz für die vitreoretinale Chirurgie mit erhöhter Wirksamkeit“ lösen. Mithilfe neuer chemischer und materialtechnischer Verfahren wollen sie einen verbesserten Glaskörperersatz entwickeln. „Dabei setzen wir auf ein sogenanntes Biohybrid-Hydrogel – ein intelligentes Material, das als Tamponade fungiert und gleichzeitig die Schlüsselfunktionen des natürlichen Glaskörpers im Auge nachahmt“, erklärt Malik Salman Haider. 

Jörg Teßmar führt aus: „Die Stärke dieser Materialien liegt in einem innovativen Polymerbaukasten, der Biopolymere und synthetische Polymere kombiniert. Die natürlichen Komponenten werden voraussichtlich biokompatibel sein und dafür sorgen, dass der Glaskörperersatz gut verträglich ist, während die synthetischen Materialien dazu dienen, wichtige Eigenschaften wie Elastizität, Stabilität und Abbau kontrollierbar zu machen." Darüber hinaus bieten synthetische Polymere die Möglichkeit, bei Bedarf direkt im Auge Medikamente freizusetzen. 

Das Ziel besteht darin, modernste Chemie, Materialforschung und Augenmedizin zusammenzubringen, um bessere Ergebnisse bei Augenoperationen zu erzielen. Der Ansatz könnte darüber hinaus neue Forschungsmöglichkeiten in der Augenheilkunde eröffnen, etwa für die gezielte Freisetzung von Medikamenten oder die Entwicklung neuer Gewebeersatzstoffe – Stichwort Tissue Engineering.

IZKF fördert das Projekt drei Jahre lang mit Stellenfinanzierung 

Das Interdisziplinäre Zentrum für Klinische Forschung (IZKF) fördert das Projekt T-531 über einen Zeitraum von drei Jahren. „Wir danken dem IZKF ganz herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen und die finanzielle Unterstützung. Dadurch ist es uns möglich, unser Team zu vergrößern und mithilfe von Biohybrid-Hydrogelen bahnbrechende Lösungen in der vitreoretinalen Chirurgie zu erforschen“, sagt Malik Salman Haider. In den nächsten drei Jahren wird das Team, bestehend aus einem Medizinisch-Technischen Assistenten (MTA) und einem Doktoranden, intensiv daran arbeiten, die ehrgeizigen Ziele des Projekts zu erreichen.

Text: KL / Wissenschaftskommunikation

Collage aus den Porträts der beiden Wissenschaftler. Beide schauen in die Kamera, tragen Brille, Bart und helles Hemd. .
Dr. Jörg Teßmar (links) und Dr. Malik Salman Haider entwickeln mithilfe neuer chemischer und materialtechnischer Verfahren einen verbesserten Glaskörperersatz aus intelligentem Biohybrid-Hydrogel. © UKW