Aktuelle Pressemitteilungen

Uniklinikum Würzburg: Das Immunsystem von Kindern stärken

Am Dienstag, den 19. Oktober 2021, informieren Fachleute der Würzburger Universitäts-Kinderklinik in Online-Vorträgen über die Besonderheiten des kindlichen Immunsystems – und wie Eltern dieses stärken können. Die kostenlose Veranstaltung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Uniklinikums Würzburg mit der Mediengruppe Main-Post.

Wenn es draußen nasskalt wird, steigt das Risiko für grippale Infekte. Gerade Kinder fangen sich dann leicht eine Erkältungskrankheit ein. „Viele Eltern würde gerne einen Beitrag dazu leisten, das Immunsystem ihres Nachwuchses zu stärken“, weiß Prof. Dr. Christoph Härtel. Welche Ansatzpunkte es hierfür gibt, schildert der Direktor der Kinderklinik und Poliklinik des Uniklinikums Würzburg bei einer Online-Veranstaltung am Dienstag, den 19. Oktober 2021. Unterstützt wird er dabei von zwei weiteren Fachleuten seiner Klinik: Prof. Dr. Dorothee Viemann und Privatdozent Dr. Henner Morbach. Das Trio wird an jenem Abend viele weitere wichtige Fragen zur kindlichen Immunabwehr beantworten. Beeinträchtigen Infektionen die Entwicklung des Kindes? Was steckt dahinter, wenn ein Kind häufig Fieber hat? Und ganz generell: Wie viele Infekte sind im Kindesalter noch „normal“?

Die vom Uniklinikum Würzburg und der Mediengruppe Main-Post gemeinsam organisierte, kostenlose Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr und nutzt die Plattform „Zoom“. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine Internetverbindung sowie ein Smartphone, ein Tablet, ein Laptop oder ein PC.

Wichtig ist eine Anmeldung ausschließlich bei der Main-Post unter Tel: 0931/6001 6001 oder unter http://akademie.mainpost.de.

 

Pressemitteilung zur Veranstaltung „Das Immunsystem von Kindern stärken“ als PDF.

Die Frauenklinik sucht ab sofort einen Freiberuflichen Babyfotografen (m,w,d)

Jährlich erblicken in der Universitätsfrauenklinik Würzburg ca. 2.000 Kinder das Licht der Welt.

Um das Serviceangebot für frischgebackene Eltern im Mutter-Kind-Zentrum weiterhin zu erhalten, suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen professionellen Neugeborenenfotografen (m/w/d). 

Jährlich kommen etwa 2000 Kinder in der Universitätsklinik Würzburg (UKW) zur Welt. Daher soll zum Erhalt des Serviceangebots für frischgebackene Eltern im Mutter-Kind-Zentrum weiterhin eine professionelle Neugeborenenfotografie angeboten werden. 

Wir wünschen uns:

  • eine motivierte, freundliche und einfühlsame Persönlichkeit, die gerne mit Neugeborenen arbeitet 

Leistungsanforderungen:

  • Kostenloses Foto für die Babygalerie auf der Internetseite der Frauenklinik 
  • Hochladen des Babygaleriefotos auf der UKW Homepage
  • Flexibles Angebot an Babyshootings (verschiedene Fotopakete)
  • Berücksichtigung der UKW Hygiene- und Datenschutzvorgaben
  • Keine Verkaufsgespräche auf den Patientenzimmern
  • Fotoausrüstung muss durch den Fotografen gestellt werden

Anforderungen an die Bild Dateien:

Auflösung: 1800 x 1200 PixelGröße: ca. 500KBDateiformat: JPEGFarbe: RGB

Wir bieten Ihnen:

  • Laptop und Telefon 
  • Eigener frisch renovierter Fotografieraum 
  • Fotodrucker 
  • Anzeigetafel vor Kreißsaal mit der Möglichkeit Werbung und Flyer auszustellen
  • Vorstellung der Babyfotografie bei den monatlichen geburtshilflichen Informationsabenden

Vergütung:

Das UKW ist nicht Vertragspartner der Verträge über entgeltpflichtige Dienstleistungen des Kooperationspartners. Diese werden ausschließlich zwischen dem Kooperationspartner und den Eltern geschlossen. 

Für Fragen stehen wir Ihnen unter der 0931 201 59497 gerne zur Verfügung.

Ihre Bewerbung senden Sie bitte vorzugsweise per E-Mail in einer PDF Datei an:

Universitätsklinikum Würzburg
Abteilung 4.3
Frau Anna Elsner
Josef-Schneider-Str. 2
97080 Würzburg
E-Mail: Elsner_A@ukw.de

Uniklinikum Würzburg: Förderungswürdige Pilotstudie zur hausärztlichen Long-Covid-Therapie

Am Institut für Allgemeinmedizin des Uniklinikums Würzburg wird eine BMBF-geförderte Pilotstudie aus dem Themenkreis „Post-Covid-Syndrom“ koordiniert. Sie soll untersuchen, was die in Hausarztpraxen vielfach verschriebenen entzündungshemmenden Wirkstoffe und B-Vitamine wirklich bringen.

Daniel Peter / Uniklinikum Würzburg
Prof. Dr. Ildikó Gágyor vom Institut für Allgemeinmedizin des Uniklinikums Würzburg koordiniert das Verbundforschungsvorhaben „Prednisolon und Vitamin B1, 6 und 12 bei Patient*innen mit Post-Covid-19-Syndrom – eine randomisierte kontrollierte Pilotstudie in der Primärversorgung (PreVitaCOV)“.

Bei geschätzt jedem zehnten mit SARS-CoV-2 infizierten Menschen treten langfristige Symptome auf, die mehrere Wochen oder Monate andauern können. Hierfür haben sich die Begriffe „Long-Covid“ oder „Post-Covid-Syndrom“ eingebürgert. Zu den häufigsten Spätsymptomen zählen extreme Erschöpfung, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Atemnot sowie der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns. Um mehr gesicherte Erkenntnisse zu Long-Covid zu gewinnen, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) jetzt deutschlandweit zehn verschiedene Forschungsansätze mit insgesamt rund 6,5 Millionen Euro.

Eines dieser wissenschaftlichen Verbundvorhaben wird von Ildikó Gágyor vom Uniklinikum Würzburg (UKW) koordiniert. Die Professorin, die zusammen mit Prof. Dr. Anne Simmenroth das Institut für Allgemeinmedizin des UKW leitet, erläutert: „Menschen mit einem Post-Covid-Syndrom werden meist von ihren Hausärztinnen und -ärzten versorgt. Unter der Annahme, dass Gewebeschäden und chronische Entzündungsprozesse ein solches Syndrom verursachen, werden oftmals entzündungshemmende Wirkstoffe, wie Prednisolon, eingesetzt.“ Außerdem legen nach ihren Worten die häufig auftretenden neurologischen Symptome eine Behandlung mit bestimmten B-Vitaminen nahe, die das Nervensystem unterstützen. „Die Wirksamkeit solcher Behandlungsansätze ist bisher jedoch nicht wissenschaftlich belegt. Diese Lücke wollen wir mit dem Projekt PreVitaCOV schließen“, kündigt Prof. Dr. Gágyor an. Hierbei soll eine Pilotstudie eine größere Studie zur hausärztlichen Therapie der Patientinnen und Patienten vorbereiten. Die Forschenden werden die Post-Covid-Symptome dokumentieren und die Wirksamkeit der Therapien untersuchen. Partnereinrichtungen des UKW bei dem für die kommenden zwei Jahre geförderten Vorhaben sind die Universität Tübingen, das Universitätsklinikum Kiel und die Medizinische Hochschule Brandenburg.

Pressemitteilung als PDF

Zehn Jahre Bene Maxilla-Stiftung: Kiefer- und Gesichtsoperationen bei 30 Kindern finanziert

Seit zehn Jahren finanziert die Bene Maxilla-Stiftung als Partner des Uniklinikums Würzburg Benefiz-Operationen bei Kindern mit angeborenen Fehlbildungen oder schweren Erkrankungen im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich aus benachteiligten Regionen der Welt.

Als Sivi im Jahr 2014 in Würzburg eintraf, wusste keiner so genau, ob der Junge aus Angola nun sieben, neun oder vielleicht sogar schon elf Jahre alt war. Offensichtlich war allerdings die angeborene Fehlbildung seines Gesichts: Zwischen seinen zu weit auseinanderstehenden Augen dominierte eine abnorm geformte Nase, deren innere Strukturen durch die teilweise fehlende Hautüberdeckung zu erkennen waren. Röntgenbilder offenbarten eine weitere, unter der Kopfhaut verborgene Folge der als „Tessier-12-Gesichtsspalte“ klassifizierten embryologischen Störung: In der Stirnregion war sein Schädel nicht geschlossen, der schützende Knochen war von einem unregelmäßig geformten Loch von bis zu acht Zentimetern Durchmesser durchbrochen. In insgesamt drei, jeweils mehrstündigen Operationen korrigierten Prof. Dr. Dr. Alexander Kübler und sein Team von der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie (MKG) in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Tilmann Schweitzer von der Sektion Pädiatrische Neurochirurgie des Uniklinikums Würzburg (UKW) zunächst die Augenstellung inklusive der gestörten Tränenabflüsse. Anschließend rekonstruierten sie die Nasenpartie, bevor sie beim finalen Eingriff das Loch in der Schädeldecke mit einer maßgefertigten Kunststoffplatte verschlossen. 

Nach dem Abheilen konnte Sivi im Jahr 2015 in seine Heimat zurückkehren. „Ich hoffe, dass unsere Arbeit dazu beiträgt, dass das freundliche und intelligente Kind nun die Chance auf ein Leben ohne soziale Ausgrenzung hat“, kommentiert Klinikdirektor Kübler.

Ehemaliger Patient als Stifter

Auch wenn er und alle sonstigen Beteiligten des UKW – wie zum Beispiel die Pflegekräfte der Kinderintensivstation – sich bemühten, die Behandlung so kostengünstig wie nur irgend möglich zu gestalten, liefen durch die Eingriffe und die Nachversorgung erhebliche Beträge auf. Diese übernahm die Bene Maxilla-Stiftung. Hauptziel der Würzburger Wohltätigkeitsorganisation ist es, Kinder mit angeborenen Fehlstellungen oder schweren Erkrankungen im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich aus benachteiligten Regionen der Welt zu unterstützen, die ohne fremde Hilfe keine Chance auf Linderung oder Heilung ihrer Krankheiten haben. Hinter der im Jahr 2011 ins Leben gerufenen Stiftung stehen die Eheleute Edelgard und Max J. Bieniussa Leusser. Als Patient von Prof. Kübler konnte Max J. Bieniussa Leusser einige Jahre zuvor von einer Tumorerkrankung im Oberkiefer geheilt werden. Das war die Initialzündung für seine Benefiztätigkeit: In Würdigung der geleisteten Arbeit der Mediziner will er seither durch die Stiftung solchen Kindern eine bessere Lebensperspektive eröffnen. Edelgard und Max J. Bieniussa Leusser sind sich einig: „So viel wir können, wollen wir gern leisten und mit Hilfe ähnlich denkender Menschen beweisen: Es ist nur ein Tropfen im Ozean, aber wir machen es. Weil wir es wollen.“

Bislang 30 Kinder behandelt

So wie Sivi konnten während des nun zehnjährigen Bestehens der Bene Maxilla-Stiftung bislang insgesamt 30 Kinder aus Ländern wie Afghanistan, Angola, Usbekistan, Tadschikistan, Pakistan und Tansania behandelt werden. Da je nach Art des Gesundheitsproblems bis zu vier Eingriffe nötig waren, fanden dabei 44 Operationen statt. „Das Gros der bei diesem Projekt versorgten Kinder litt unter solch seltenen Gesichtsspalten wie Sivi oder unter Kiefergelenksankylosen. Bei Kiefergelenksankylosen handelt es sich um eine Verknöcherung des Kiefergelenks nach unbehandelten Kieferbrüchen, was dazu führt, dass die Betroffenen den Mund nicht mehr richtig öffnen können oder die Zähne überhaupt nicht mehr auseinanderbekommen – mit allen negativen Folgen für Sprache, Ernährung und Wachstum“, berichtet Dr. Dr. Hartmut Böhm, der als Geschäftsführender Oberarzt der MKG viele der Eingriffe zusammen mit Prof. Kübler plante und durchführte.

Teilweise hochkomplexe Fälle

Während Kiefergelenksankylosen vergleichsweise einfach zu beheben sind, gab es auch schon etliche hochkomplexe Fälle, bei denen die MKG-Experten weitere Spezialisten des Uniklinikums hinzuzogen. Beispielweise war der derzeit letzte, im Frühjahr 2021 behandelte Benefiz-Patient ein dreijähriger Afghane, der eine mit nicht-funktionellem Gehirngewebe gefüllte Ausstülpung im Gesicht trug. „Auch bei der Therapie dieser Meningoencephalocele nutzten wir das Wissen und Können unseres neurochirurgischen Kollegen Prof. Schweitzer“, berichtet Prof. Kübler. Quasi im Nebeneffekt wachsen mit jedem der nicht alltäglichen Eingriffe, für die es oft kein Standardvorgehen gibt, das Know-how und die Erfahrung der beteiligten Mediziner*innen. „Wahrscheinlich gibt es in Deutschland keine andere Einrichtung, die schon so viele Gesichtsspalten operiert hat, wie wir“, verdeutlicht Dr. Dr. Böhm. Und Prof. Kübler beobachtet, dass das bei diesem speziellen Patientengut besonders gefragte soziale Engagement den Teamgeist an seiner Klinik fördert.

Ein wichtiger Partner des gesamten Benefiz-Programms ist der Verein Friedensdorf International. Die in Oberhausen beheimatete Hilfseinrichtung bringt mit Sammel-Flügen pro Jahr bis zu 500 kranke und verletzte Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten zur medizinischen Versorgung nach Deutschland. Nach Abschluss der Behandlung durch Expertinnen und Experten wie Prof. Kübler kehren sie zu ihren Familien zurück.

Glücklich über verlässliche Geldgeber

Darüber hinaus wurden auch schon Kinder aus Dritte-Welt-Staaten erfolgreich operiert, bei denen die Hilfsgesuche auf anderen Wegen nach Würzburg gelangt waren. „Ich weiß, dass bei vielen Kliniken des UKW solche Anfragen von mittellosen Patientinnen und Patienten mit massiven Gesundheitsproblemen eingehen. Leider mangelt es hier oftmals an einer entsprechenden Finanzierung der am Klinikum durchaus vorhandenen Therapiemöglichkeiten. Umso glücklicher sind wir an der Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, dass wir mit der Bene Maxilla-Stiftung einen verlässlichen ‚Geldgeber’ haben, mit dem wir fest planen können. Hinzukommt, dass die Eheleute Leusser Beträge, die manchmal über das eigentliche Jahresbudget der Stiftung hinausgehen, zusätzlich großzügig aus der eigenen Tasche erstatten“, lobt Prof. Kübler.Da nur die Erträge aus dem Stiftungsvermögen dem Stiftungszweck zufließen dürfen, wirkt sich die aktuelle Niedrigzinsphase deutlich negativ auf die zur Verfügung stehenden Mittel aus. „Deshalb sind wir gerade jetzt besonders dankbar für jede Spende“, unterstreicht Max J. Bieniussa Leusser.Kastentext:Die Bene Maxilla-Stiftung unterstützenWer in Zukunft Kindern wie Sivi oder Sobhan helfen will, kann auf folgendes Konto spenden:Bene Maxilla-StiftungSparkasse Mainfranken WürzburgIBAN: DE17 7905 0000 0046 8966 19SWIFT-BIC: BYLADEM1SWUÜbrigens: Auch die Erlöse eines Weinbergs an der Mosel fließen dem Stiftungszweck zu. Für die Käufer der Stiftungsweine verbindet sich der Genuss mit einer guten Tat. Da von den Stiftern alle Herstellungskosten getragen werden, kommt der volle Verkaufspreis der Weine der Stiftung zugute.

Mehr dazu unter www.bene-maxilla-stiftung.de 

 

Pressemitteilung "Zehn Jahre Bene Maxilla-Stiftung" vom 24.09.2021 herunterladen

Die ersten Lebensminuten sicher begleiten

Krankenhaus-Förderverein Mediroth fördert Fortbildungsveranstaltung zum Training von Notfallsituationen während und nach der Geburt.

Gruppenbild ANregiomed
Konstantin Bairov, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe, kaufmännische Direktorin Amelie Becher und Mediroth-Vorsitzender Hans-Peter Nitt mit dem „fipS-Team“ der Universitäts-Kinderklinik Würzburg: Dr. Katharina Ruf, Ursula Gerhard, Dr. Pia Paul und Janina Bieber (v. l. n. r.). Foto: ANregiomed / Tyler Larkin
Reanimation eines Neugeborenen
Wenn bei sehr selten auftretenden Komplikationen die Reanimation eines Neugeborenen notwendig wird, muss jeder Handgriff sitzen. Foto: ANregiomed / Tyler Larkin

Ein spezielles Training für Ärzte, Pflegekräfte und Hebammen fand vergangene Woche in der ANregiomed Klinik Rothenburg statt. Das „fipS“-Team der Kinderklinik am Universitätsklinikum Würzburg simulierte in einer interprofessionellen Fortbildungsveranstaltung Notfallsituationen bei Neugeborenen. Der Krankenhaus-Förderverein Mediroth hat die Veranstaltung mit 1.950 € finanziell unterstützt.

„fipS steht als Akronym für fallbasiertes interprofessionelles pädiatrisches Simulationstraining“, erklärt Dr. Pia Paul. Als Oberärztin der Kinderklinik am Universitätsklinikum Würzburg liegt ihr Schwerpunkt im Bereich der „Neonatologie“, also der Versorgung von Neugeborenen. Ein Team aus erfahrenen Kinderärzten sowie Kinderkrankenpflege-Fachkräften bietet das Training für Ärzte, Hebammen und Pflegende an – seit einiger Zeit auch außerhalb der eigenen Klinik.

„Wir simulieren Notfallsituationen, die im Team gemeinsam bewältigt werden. So werden Abläufe optimiert, die Zusammenarbeit und Kommunikation verbessert“, beschreibt die Pädiaterin den Ablauf. Darüber hinaus gibt es Trainingseinheiten für technische Prozeduren wie das Legen von Gefäßzugängen oder die Sicherung des Atemwegs beim Neugeborenen. Dies soll auch weniger erfahrenen Ärzten, Hebammen und Pflegenden die Sicherheit geben, in kritischen Situationen richtig zu handeln. 

„Die ersten Lebensminuten eines Kindes sollen sicher begleitet werden“, so Dr. Paul. Dabei benötigt nur etwa jedes 50. Neugeborene auch die Unterstützung eines spezialisierten Kinderarztes. „Wir brauchen die Geburtskliniken in der Region. Die erfahrenen Kolleginnen und Kollegen vor Ort sind zwar keine Kinderärzte jedoch fast immer in der Lage, schwierige Situationen selbstständig zu meistern. Um ihnen zusätzliche Sicherheit zu geben, unterstützen wir mit unserem Kursangebot insbesondere Partner-Kliniken, die über keine eigene Kinderabteilung verfügen.“

Kommt es während oder nach einer Geburt tatsächlich zu Komplikationen, die für das Neugeborene gefährlich werden können, alarmiert das Geburtshilfeteam sofort die Würzburger Spezialisten, die umgehend einen erfahrenen Baby-Notarzt schicken. Von Würzburg aus braucht dieser aber auch mit Polizeibegleitung mindestens 40 Minuten, die vor Ort überbrückt werden müssen. „Neben der fachlichen Kompetenz ist es auch wichtig, dass alle Beteiligten regelmäßig und vor allem miteinander trainieren“, betont Amelie Becher. „Deswegen werden wir ab sofort das Training zwei Mal pro Jahr durchführen. Ziel ist es, dass sich die Würzburger und Rothenburger Kolleginnen und Kollegen kennenlernen und zusammen trainieren, damit in einer Notfallsituation die Abläufe reibungslos funktionieren“, so die kaufmännische Direktorin der Klinik Rothenburg.  

„Mediroth hat die Durchführung dieser Veranstaltung sehr gerne finanziell gefördert“, sagt Hans-Peter Nitt. „Die Geburtshilfe an der Klinik Rothenburg wird hervorragend angenommen. Unser Förderverein unterstützt die Klinikleitung mit aller Kraft in ihrem Bestreben, diese wichtige Abteilung langfristig zu erhalten.“

 

Pressemitteilung ANregiomed Ansbach vom 20. September 2021

 

Gruppenbild ANregiomed
Konstantin Bairov, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe, kaufmännische Direktorin Amelie Becher und Mediroth-Vorsitzender Hans-Peter Nitt mit dem „fipS-Team“ der Universitäts-Kinderklinik Würzburg: Dr. Katharina Ruf, Ursula Gerhard, Dr. Pia Paul und Janina Bieber (v. l. n. r.). Foto: ANregiomed / Tyler Larkin
Reanimation eines Neugeborenen
Wenn bei sehr selten auftretenden Komplikationen die Reanimation eines Neugeborenen notwendig wird, muss jeder Handgriff sitzen. Foto: ANregiomed / Tyler Larkin

Der Jahresbericht 2020 des Uniklinikums Würzburg ist erschienen

Der Jahresbericht 2020 fasst die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres am Uniklinikum Würzburg zusammen. Top-Thema sind die in hervorragender Zusammenarbeit gefundenen Antworten auf die Herausforderungen der Corona-Pandemie. Außerdem liefert die 115-seitige Publikation wesentliche Kennzahlen des mainfränkischen Krankenhauses der höchsten Versorgungsstufe.

 

Im vergangenen Jahr versorgten die fast 7.400 Beschäftigten des Uniklinikums Würzburg (UKW) gut 249.000 ambulante sowie annähernd 69.000 voll- und teilstationäre Patient*innen nach höchsten medizinischen Standards. Dies sind einige der Kennzahlen, die der soeben erschienene Jahresbericht 2020 des Klinikums veröffentlicht. Neben weiteren zentralen Zahlen und Fakten gibt die 115-seitige Publikation in vielen, reich bebilderten Artikeln und Meldungen einen Überblick über verabschiedete und hinzugewonnene Expert`*innen, innovative Therapieangebote, wegweisende Forschungsergebnisse sowie sonstige wichtige Ereignisse am Klinikum. Als Top-Thema herausgehoben sind die für die Bekämpfung der Covid-19-Pandemie am UKW durch hohes Engagement, vorbildlichen Zusammenhalt und weitreichende Kooperationen gefundenen Lösungen.

Unter „Wir stellen uns vor“ präsentiert der Band die Kliniken, Abteilungen und Institute sowie deren Schwerpunkte inklusive Kontaktmöglichkeiten.

Ein PDF des Jahresberichts kann abgerufen werden unter www.ukw.de, Rubrik „Über das UKW“.

Alle zwei Jahre wieder: Das Universitätsklinikum Würzburg auf der Mainfranken-Messe

Vom 25.9. - 3.10. präsentiert sich das UKW auf der Talavera in der "Würzburg Halle"

Mainfranken-Messe Banner

Auch in diesem Jahr beteiligt sich das Universitätsklinikum Würzburg wieder an der Mainfranken-Messe in Würzburg.

Bei der Leistungsschau der regionalen Unternehmen und Institutionen, die vom 25. September bis zum 3. Oktober 2021 geht, präsentiert sich das Klinikum in der „Würzburg Halle“ gleich neben der Friedensbrücke.
Der Infostand des Uniklinikums befindet sich gleich am Eingang der "Würzburg Halle" neben dem Stand der Universität Würzburg. 

Die Themenvielfalt des Uniklinikums reicht auf der diesjährigen Messe von Ausbildungs-und Karrierechancen über Krebsvorsorge, Organtransplantation und Selbsthilfefreundlichkeit bis zu den Leistungen des Mutter-Kind-Zentrums und der Biobank.

Besonders spannend dürften die Podiumsdiskussionen auf der Bühne der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt werden: Wie leben wir unter Corona-Bedingungen weiter? Was bedeutet die Pandemie für die Lebensqualität von Senior*innen und Jugendlichen? Oder auch: Wohin geht die „Reise“ bei der aktuellen und zukünftigen Krebsforschung? 

Das detaillierte Programm finden Sie HIER

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Einen Überblick gibt die Pressemeldung der Stadt Würzburg.
Hier geht es zum Programm der Universität.

Alle Informationen des Veranstalters AFAG für Besucher finden Sie HIER
Bitte beachten Sie auch die dort aufgeführten aktuellen Hinweise zu den Hygiene-Maßnahmen