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Minister Sibler gibt freie Bahn für zukunftsweisende Corona-Forschung

Es sind Investitionen in die Zukunft, die das Bayerische Wissenschaftsministerium kürzlich tätigte. Zum einen fördert es das Würzburger STAAB-COVID-Programm mit 1,5 Millionen Euro. Zum anderen wurde in der vergangenen Woche der Planungsauftrag für essentielle Neubauvorhaben des Uniklinikums Würzburg erteilt. Beide Projekte wurden am 16. Juli bei einer Pressekonferenz mit Staatsminister Bernd Sibler im Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg präsentiert.

Wissenschaftsminister Bernd Sibler unterschreibt die Urkunde über die Schirmherrschaft für das Würzburger STAAB-COVID Programm.

Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Georg Ertl, den Ärztlichen Direktor des Uniklinikums Würzburg (UKW), betonte Würzburgs Unipräsident Prof. Dr. Alfred Forchel den engen Schulterschluss zwischen Klinikum und Universität sowie die Exzellenz der gemeinsamen Forschung: „Wir zählen zwar nicht zu den größten Universitäten weltweit, publizieren aber sehr hochrangig und im überdurchschnittlichen Maße.“

"Wir fördern die Forschung, um lebensrettende Erkenntnisse zu erhalten"

Wissenschaftsminister Bernd Sibler betonte, dass ihm die wissenschaftliche Arbeit zum Thema Corona sehr am Herzen liege: „Wir fördern die Corona-Forschung, um lebensrettende Erkenntnisse zu erhalten. Wir wollen das Virus verstehen, die Pandemie eindämmen und die Behandlung optimieren. Besonnene Entscheidungen kann nur derjenige treffen, der auf fachlichen Rat hört. Das haben wir in Bayern getan und werden wir weiterhin tun.“ Die Universitätsmedizin in Bayern sei die Speerspitze der Patientenversorgung und gleichzeitig das Rückgrat im Kampf gegen Corona. Durch vorausschauende Maßnahmen konnten im Freistaat Zustände wie andernorts und weltweit vermieden werden. „Wir wollen auch auf eine mögliche zweite Corona-Welle gut vorbereitet sein und den Menschen Sicherheit bieten. Das STAAB-COVID-Programm kann dazu beitragen“, ist sich Sibler sicher.

STAAB-COVID: Erkenntnisgewinn auf breiter Datenbasis und Corona-Frühwarnsystem

Das von seinem Ministerium mit 1,5 Millionen Euro unterstützte Würzburger Programm wird von Prof. Dr. Stefan Störk, Leiter der Klinischen Forschung am Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI), und Prof. Dr. Peter U. Heuschmann, Direktor des Instituts für Klinische Epidemiologie und Biometrie der Uni Würzburg, geleitet. „Die Studie lief bereits sieben Jahre, das heißt wir haben Informationen vor der Corona-Krise, aber auch aktuell und in Zukunft“, erläuterte Prof. Störk. Das DZHI habe bei seiner Gründung vor zehn Jahren in die Statuten aufgenommen, auch Forschung für die Region zu betreiben. In der von der Stadt Würzburg unterstützten STAAB-Studie, an der 5.000 hochmotivierte Bürgerinnen und Bürger teilnehmen, werden Krankheitsauslöser für eine Herzinsuffizienz und Gesundheitsverstärker gesucht. „Wir haben also umfängliche Vorinformationen über das Ausmaß der Vorerkrankungen und auch Biomaterialien, die wir nun mit den neu gewonnenen Informationen und Blutwerten vergleichen können“, verdeutlichte Störk. Denn seit Juli dieses Jahres werden die STAAB-Probanden für einen kurzen persönlichen Termin ins DZHI eingeladen, um eine Blutprobe abzugeben sowie Fragen zur psychischen Belastung, aber auch zu Änderungen des Lebensstils und zu Folgen der Pandemie zu beantworten. Innerhalb der nächsten zwei Jahre folgen in regelmäßigen Abständen weitere Untersuchungen auf Corona-Infektionen und SARS-CoV-2 Antikörper. Das neue STAAB-COVID-Programm bietet laut Störk mit seiner bereits eingehend typisierten Kohorte die einzigartige Möglichkeit, sowohl kurz- als auch langfristig und mit höchster Qualität eine Reihe von hochrelevanten Fragen zu beantworten. Prof. Dr. Georg Ertl fügte hinzu: „Wir kennen die Risikofaktoren und können definieren, ob und welche Risikofaktoren mitverantwortlich sind für Covid-Erkrankungen jetzt und in Zukunft. Ferner erhalten wir einen repräsentativen Überblick über den Infektionsstatus der Würzburger Bevölkerung. Sequentielle Abstriche können frühzeitig auf eine zweite Welle hinweisen und es ermöglichen, das regionale Gesundheitssystem darauf einzustellen.“

"Wir wollen das Virus besiegen und den Menschen Lebenssicherheit geben"

Minister Sibler übernahm gerne die Schirmherrschaft für das STAAB-COVID-Programm und bedankte sich bei allen Beteiligten für die beeindruckende Pionierarbeit: „Die Datengrundlage ist enorm, wir hoffen nun, daraus grundlegende Erkenntnisse zu gewinnen. Wir wollen das Virus besiegen und den Menschen Lebenssicherheit geben.“ Er betonte die Vernetzung der Wissenschaft. „Wir führen die Erkenntnisse aus verschiedenen Studien zusammen, um ein großes Bild zu erhalten. Wissenschaft profitiert entscheidend von Vernetzung, auch international. Forscherinnen und Forscher müssen aus verschiedenen Disziplinen und verschiedenen Ländern zusammenarbeiten.“

DZHI: interdisziplinär, ganzheitlich und präventiv

Genau das ist das Credo des DZHI, das dessen Sprecher, Prof. Dr. Christoph Maack, bei der Pressekonferenz kurz vorstellte. Herzinsuffizienz ist eine der großen Volkskrankheiten. Mehr als ein Drittel der Todesfälle gehen hierzulande auf Herz-Kreislauferkrankungen zurück. Nach dem ersten stationären Aufenthalt im Krankenhaus haben Herzinsuffizienz-Patienten eine durchschnittliche Lebenserwartung von zweieinhalb Jahren. Mehr als die Hälfte der Betroffenen hat sieben oder mehr Begleiterkrankungen. Diese Systemerkrankung könne man nur gemeinsam erforschen und behandeln, also in interdisziplinärer Zusammenarbeit. Im DZHI wird die Herzinsuffizienz von der Zelle bis zum Patienten nachverfolgt. Und auch die Prävention ist ein wichtiges Thema.

 

Fragen an den Ärztlichen Direktor des Universitätsklinikums Würzburg, Prof. Dr. Georg Ertl, die Leiter des STAAB-COVID Programms Prof. Dr. Peter U. Heuschmann (IKE-B) und Prof. Dr. Stefan Störk (DZHI) sowie an die Partner Prof. Dr. Roland Jahns von der Interdisziplinären Biomaterial- und Datenbank Würzburg ibdw und Dr. Benedikt Weißbrich vom Institut für Virologie und Immunbiologie. Hier die Antworten.

Informationen für Probandinnen und Probanden unter www.ukw.de/dzhi/staab-covid

 

 

Uniklinikum Würzburg: Freie Bahn für zukunftsweisende Corona-Forschung und neue Bauwerke

Es sind zukunftsweisende Investitionen, die das Bayerische Wissenschaftsministerium kürzlich tätigte. Zum einen fördert es das Würzburger STAAB-COVID-Programm mit 1,5 Millionen Euro. Zum anderen wurde in der vergangenen Woche der Planungsauftrag für essentielle Neubauvorhaben des Uniklinikums Würzburg erteilt. Beide Projekte wurden gestern bei einer Pressekonferenz mit Staatsminister Bernd Sibler im Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg präsentiert.

 

Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler (vorne) übernahm die Schirmherrschaft für das Würzburger STAAB-COVID-Programm – im Beisein der Professoren Matthias Frosch, Georg Ertl, Peter U. Heuschmann, Stefan Störk und Christoph Maack (von links). Bild: Margot Rössler / Uniklinikum Würzburg
Joachim Fuchs, der Leitende Baudirektor am Staatlichen Bauamt Würzburg (rechts), vermittelte bei der Pressekonferenz seine Begeisterung über den Planungsbeginn auf dem Erweiterungsgelände Nord des Uniklinikums Würzburg – unter anderem an Staatsminister Bernd Sibler (links) und den Ärztlichen Klinikumsdirektor Prof. Dr. Georg Ertl. Bild: Margot Rössler / Uniklinikum Würzburg
Pressekonferenz im DZHI mit wichtigen Akteuren aus beiden Projekten (von unten im Uhrzeigersinn): der Leiter des Staatlichen Bauamts Würzburg Joachim Fuchs, der Kaufmännische Direktor am UKW Philip Rieger, die persönliche Mitarbeiterin des Oberbürgermeisters Würzburg Daniela Schuster, Prof. Dr. Peter Heuschmann (Leiter des Instituts für Klinische Epidemiologie und Biometrie), Prof. Dr. Stefan Störk (Leiter Klinische Forschung am DZHI und der STAAB-Studie), Wissenschaftsminister Bernd Sibler, der Ärztliche Direktor des UKW Prof. Dr. Georg Ertl, Uni-Präsident Prof. Dr. Alfred Forchel, der Dekan der Medizinischen Fakultät Prof. Dr. Matthias Frosch und der Sprecher des DZHI Prof. Dr. Christoph Maack. Bild: Dr. Sebastian Ziegaus

Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Georg Ertl, den Ärztlichen Direktor des Uniklinikums Würzburg (UKW), betonte Würzburgs Unipräsident Prof. Dr. Alfred Forchel den engen Schulterschluss zwischen Klinikum und Universität sowie die Exzellenz der gemeinsamen Forschung: „Wir zählen zwar nicht zu den größten Universitäten weltweit, publizieren aber sehr hochrangig und im überdurchschnittlichen Maße.“

 

Sibler: Wir fördern die Forschung, um lebensrettende Erkenntnisse zu erhalten

Wissenschaftsminister Bernd Sibler betonte, dass ihm die wissenschaftliche Arbeit zum Thema Corona sehr am Herzen liege: „Wir fördern die Corona-Forschung, um lebensrettende Erkenntnisse zu erhalten. Wir wollen das Virus verstehen, die Pandemie eindämmen und die Behandlung optimieren. Besonnene Entscheidungen kann nur derjenige treffen, der auf fachlichen Rat hört. Das haben wir in Bayern getan und werden wir weiterhin tun.“ Die Universitätsmedizin in Bayern sei die Speerspitze der Patientenversorgung und gleichzeitig das Rückgrat im Kampf gegen Corona. Durch vorausschauende Maßnahmen konnten im Freistaat Zustände wie andernorts und weltweit vermieden werden. „Wir wollen auch auf eine mögliche zweite Corona-Welle gut vorbereitet sein und den Menschen Sicherheit bieten. Das STAAB-COVID-Programm kann dazu beitragen“, ist sich Sibler sicher.

 

STAAB-COVID: Erkenntnisgewinn auf breiter Datenbasis und Corona-Frühwarnsystem

Das von seinem Ministerium mit 1,5 Millionen Euro unterstützte Würzburger Programm wird von Prof. Dr. Stefan Störk, Leiter der Klinischen Forschung am Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI), und Prof. Dr. Peter U. Heuschmann, Direktor des Instituts für Klinische Epidemiologie und Biometrie der Uni Würzburg, geleitet. „Die Studie lief bereits sieben Jahre, das heißt wir haben Informationen vor der Corona-Krise, aber auch aktuell und in Zukunft“, erläuterte Prof. Störk. Das DZHI habe bei seiner Gründung vor zehn Jahren in die Statuten aufgenommen, auch Forschung für die Region zu betreiben. In der von der Stadt Würzburg unterstützten STAAB-Studie, an der 5.000 hochmotivierte Bürgerinnen und Bürger teilnehmen, werden Krankheitsauslöser für eine Herzinsuffizienz und Gesundheitsverstärker gesucht. „Wir haben also umfängliche Vorinformationen über das Ausmaß der Vorerkrankungen und auch Biomaterialien, die wir nun mit den neu gewonnenen Informationen und Blutwerten vergleichen können“, verdeutlichte Störk. Denn seit Juli dieses Jahres werden die STAAB-Probanden für einen kurzen persönlichen Termin ins DZHI eingeladen, um eine Blutprobe abzugeben sowie Fragen zur psychischen Belastung, aber auch zu Änderungen des Lebensstils und zu Folgen der Pandemie zu beantworten. Innerhalb der nächsten zwei Jahre folgen in regelmäßigen Abständen weitere Untersuchungen auf Corona-Infektionen und SARS-CoV-2 Antikörper. Das neue STAAB-COVID-Programm bietet laut Störk mit seiner bereits eingehend typisierten Kohorte die einzigartige Möglichkeit, sowohl kurz- als auch langfristig und mit höchster Qualität eine Reihe von hochrelevanten Fragen zu beantworten. Prof. Dr. Georg Ertl fügte hinzu: „Wir kennen die Risikofaktoren und können definieren, ob und welche Risikofaktoren mitverantwortlich sind für Covid-Erkrankungen jetzt und in Zukunft. Ferner erhalten wir einen repräsentativen Überblick über den Infektionsstatus der Würzburger Bevölkerung. Sequentielle Abstriche können frühzeitig auf eine zweite Welle hinweisen und es ermöglichen, das regionale Gesundheitssystem darauf einzustellen.“

 

Sibler: Wir wollen das Virus besiegen und den Menschen Lebenssicherheit geben

Minister Sibler übernahm gerne die Schirmherrschaft für das STAAB-COVID-Programm und bedankte sich bei allen Beteiligten für die beeindruckende Pionierarbeit: „Die Datengrundlage ist enorm, wir hoffen nun, daraus grundlegende Erkenntnisse zu gewinnen. Wir wollen das Virus besiegen und den Menschen Lebenssicherheit geben.“ Er betonte die Vernetzung der Wissenschaft. „Wir führen die Erkenntnisse aus verschiedenen Studien zusammen, um ein großes Bild zu erhalten. Wissenschaft profitiert entscheidend von Vernetzung, auch international. Forscherinnen und Forscher müssen aus verschiedenen Disziplinen und verschiedenen Ländern zusammenarbeiten.“

 

DZHI: interdisziplinär, ganzheitlich und präventiv

Genau das ist das Credo des DZHI, das dessen Sprecher, Prof. Dr. Christoph Maack, bei der Pressekonferenz kurz vorstellte. Herzinsuffizienz ist eine der großen Volkskrankheiten. Mehr als ein Drittel der Todesfälle gehen hierzulande auf Herz-Kreislauferkrankungen zurück. Nach dem ersten stationären Aufenthalt im Krankenhaus haben Herzinsuffizienz-Patienten eine durchschnittliche Lebenserwartung von zweieinhalb Jahren. Mehr als die Hälfte der Betroffenen hat sieben oder mehr Begleiterkrankungen. Diese Systemerkrankung könne man nur gemeinsam erforschen und behandeln, also in interdisziplinärer Zusammenarbeit. Im DZHI wird die Herzinsuffizienz von der Zelle bis zum Patienten nachverfolgt. Und auch die Prävention ist ein wichtiges Thema.

 

Die Planungen zur Bebauung des Erweiterungsgeländes Nord können beginnen

Aus aktuellem Anlass standen außerdem die Neubauprojekte Kopfkliniken und Zentrum Frauen-Mutter-Kind des Uniklinikums Würzburg auf der Agenda der Pressekonferenz. Am 10. Juli 2020 hatte das Wissenschaftsministerium zusammen mit dem Finanz- und Bauministerium den jeweils ersten Bauabschnitt beider Vorhaben genehmigt. Damit ist der Weg frei für die Planungen zur Bebauung des Erweiterungsgeländes Nord, das der Freistaat im Herbst 2019 von der Stiftung Juliusspital erworben hatte. „Die Notwendigkeit dieses Ausbaus ist völlig unbestritten“, sagte Bernd Sibler: „Neben einer auch künftig zeitgemäßen Patientenversorgung wird dadurch die Voraussetzung geschaffen, dass die Würzburger Universitätsmedizin auch weiterhin national und international sichtbar und konkurrenzfähig bleibt.“ Laut Prof. Ertl bieten die Neubauten nicht zuletzt die Chance, aktuelle Erkenntnisse aus der Corona-Pandemie, zum Beispiel zum Infektionsschutz, in die Planungen einfließen zu lassen.

Die jetzt anstehenden ersten Bauabschnitte der Kopfkliniken mit einer Nutzungsfläche von über 18.000 qm und das Zentrum Frauen-Mutter-Kind mit gut 11.000 qm sollen in engem räumlichen Zusammenhang errichtet werden. Dadurch können Flächensynergien erzielt und Funktionsabläufe optimiert werden. Die Gesamtkosten für den ersten Bauabschnitt Neubau der Kopfkliniken liegen bei 450 Millionen Euro, während für das Zentrum Frauen-Mutter-Kind 285 Millionen Euro erwartet werden. Joachim Fuchs, der Leitende Baudirektor am Staatlichen Bauamt Würzburg, kündigte an, dass in der jetzt beginnenden Planungsphase alle Möglichkeiten zur Beschleunigung genutzt werden, so dass im Idealfall ein Baubeginn bereits in drei Jahren machbar sei.

 

Die Pressemitteilung hier zum Download

Pressemitteilung der Universität Würzburg: Infektionsforschung: Graduiertenkolleg verlängert

Infektionskrankheiten des Menschen besser verstehen und damit den Weg zu neuen Therapien bahnen: Das ist Ziel eines Graduiertenkollegs an der Universität Würzburg. Es kann jetzt in eine zweite Förderperiode starten.

Organoide sind winzig klein – deutlich kleiner als ein Reiskorn – und gleichen dennoch in Aufbau und Struktur ihren großen „Vorbildern“: Organen wie beispielsweise dem Darm oder der Schleimhaut der Gebärmutter. Weil sie das ursprüngliche Organ sehr gut nachbilden, die gleichen Zelltypen besitzen und vergleichbar biochemisch reagieren, eignen sie sich hervorragend für die Grundlagenforschung. An der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) spielen Organoide eine wichtige Rolle bei der Forschung an Infektionskrankheiten. Und ihre Bedeutung wird in Zukunft noch zulegen.

Infektionskrankheiten sind nach wie vor eine der häufigsten Todesursachen des Menschen. Trotz zahlreicher medizinischer Fortschritte in der Vergangenheit ist eine erfolgreiche Behandlung in vielen Fällen nicht in Sicht oder durch Phänomene wie einer zunehmenden Resistenz der Erreger gegen gängige Medikamente gefährdet. Bessere Strategien für effiziente und langanhaltende Therapien gegen menschliche Infektionskrankheiten sind deshalb dringend erforderlich. Voraussetzung dafür ist ein möglichst detailliertes Wissen über die jeweiligen Infektionsprozesse.

Mehr als fünf Millionen Euro für die kommenden Jahre

An diesen Details forscht das Graduiertenkolleg „3D-Gewebemodelle zur Untersuchung von mikrobiellen Infektionen durch Pathogene des Menschen“ seit dem Jahr 2016 an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Jetzt, zum Ende der ersten Förderperiode, hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) den Würzburger Infektionsforschern die hohe Qualität ihrer bisherigen Arbeit bestätigt und eine „Verlängerung“ bewilligt. Für die kommenden 4,5 Jahre stellt sie nochmals mehr als fünf Millionen Euro zur Verfügung.

Das ist der Punkt, an dem Organoide ins Spiel kommen: „Um im Labor eine Infektion unter möglichst realistischen Bedingungen erforschen zu können, braucht es spezielle Gewebe und eine hoch entwickelte Analysetechnik“, erklärt Professor Thomas Rudel, Inhaber des Lehrstuhls für Mikrobiologie an der JMU und Sprecher des Graduiertenkollegs. Solche Gewebe haben die Mitglieder des Graduiertenkollegs in den vergangenen Jahren erfolgreich entwickelt und erforscht. „In der ersten Förderperiode wurden Organoide für den gesamten Magen-Darm-Trakt, die Eileiter und die Gebärmutterschleimhaut etabliert“, so Rudel.

Worauf die Wissenschaftler ebenfalls setzen, sind sogenannte „humane 3D-Gewebemodelle“. Diese stammen ursprünglich aus der Transplantationsmedizin und kommen dort als Gewebeersatz, beispielsweise nach Unfällen oder Tumoroperationen, zum Einsatz. Weil sie menschlichem Gewebe so ähnlich sind, eignen sie sich sehr gut dafür, das Infektionsgeschehen quasi unter realen Bedingungen zu erforschen.


Einblicke, die bisher nicht möglich waren

Mit solch einem, von ihnen entwickelten 3D-Modell haben die Würzburger Infektionsforscher beispielsweise neue Details einer Infektion mit Gonokokken, den Erregern einer der häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen, entdeckt. In ihren Modellen überleben die Bakterien mehrere Tage in Gewebenischen, einem Merkmal, das in einfachen Infektionsmodellen nie beobachtet wurde. Dass eine Unterversorgung mit Sauerstoff bei einer Infektion mit Meningokokken, Auslösern schwerer Krankheiten wie etwa der Hirnhautentzündung, eine Rolle spielen könnte, ist das Ergebnis ihrer Forschung an einem weiteren Gewebemodell, das die Blut-Hirn-Schranke nachahmt. Komplexe humane 3D-Hautmodelle akzeptiert selbst die Tsetsefliege und injiziert dabei Trypanosomen, Erreger der afrikanischen Schlafkrankheit, in spezielle Wundkanälchen – ein Prozess, der in diesem Infektionsmodell zum ersten Mal beobachtet wurde.

Jede Menge Technik ist notwendig, um die molekularen Prozesse in solch komplexen Infektionsmodellen auf dem Niveau einzelner Zellen analysieren zu können. Würzburger Forscher haben dafür beispielsweise in der ersten Förderperiode spezielle Methoden einer superauflösenden Mikroskopie entwickelt, die sie nun mit bioinformatischen Analysen kombinieren wollen. Damit wollen sie in Zukunft Interaktionen zwischen dem Krankheitserreger und seinem Wirt mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung untersuchen.

Höchst anspruchsvolle Aufgaben stehen an

Trotz der Erfolge in der ersten Förderperiode: In den kommenden knapp fünf Jahren bleibt den Mitgliedern des Graduiertenkollegs noch genug zu tun. Dann geht es vor allem darum, die humanen 3D-Infektionsmodelle, die auf im Reagenzglas gezüchteten Geweben basieren, weiterzuentwickeln. „Die bisherigen Modelle haben sich als sehr gut geeignet erwiesen. Es gibt jedoch noch einige Merkmale, die je nach den spezifischen Bedürfnissen entwickelt oder angepasst werden müssen“, sagt Thomas Rudel. Die Versorgung mit Blutgefäßen sowie einem funktionierenden Immunsystem stehen dabei ganz oben auf der Liste – eine „höchst anspruchsvolle Aufgabe“, wie Rudel sagt. Auch den Einfluss der Gewebearchitektur als ein für die Infektion relevantes Merkmal wollen die Wissenschaftler in den kommenden Jahren stärker berücksichtigen.

Stichwort Graduiertenkolleg

Graduiertenkollegs bieten Doktorandinnen und Doktoranden die Möglichkeit, in einem strukturierten Forschungs- und Qualifizierungsprogramm auf hohem fachlichem Niveau zu promovieren. Ziel ist es laut DFG, die Promovierenden auf den komplexen Arbeitsmarkt „Wissenschaft“ intensiv vorzubereiten und gleichzeitig ihre frühe wissenschaftliche Selbstständigkeit zu unterstützen.

15 Doktorandinnen und Doktoranden konnten, direkt aus den Mitteln des Würzburger Graduiertenkollegs finanziert, in der ersten Förderperiode an ihrer Promotion arbeiten; weitere 15 kommen nun dazu. Dazu kommen weitere junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die aus anderen Töpfen finanzielle Unterstützung erhalten.

Die Forscherinnen und Forscher des Graduiertenkollegs decken komplementäre Fachgebiete ab – von der Infektionsbiologie über das Tissue Engineering, Bildgebung und Einzelzell-RNA-Sequenzierung bis zur Bioinformatik. Sie kommen aus den Fakultäten für Biologie und Medizin, dem Universitätsklinikum, der Fraunhofer-Gesellschaft (ISC) und der Helmholtz-Gesellschaft (HIRI). Im Zentrum ihrer Forschung stehen Erreger wie Papillomviren, mehrere bakterielle Erreger und Trypanosomen sowie Leishmanien.

Kontakt

Prof. Dr. Thomas Rudel, Lehrstuhl für Mikrobiologie, T:+49 931 31-84401, Thomas.Rudel@ biozentrum.uni-wuerzburg.de
Zur Homepage des GRK: https://www.uni-wuerzburg.de/grk2157/startseite/

 

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Pressemeldung der Universitätsmedizin Bayern: Corona-Testungen in Bayern – Chancen für Infektionsschutz und wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn

Die bayerische Universitätsmedizin begrüßt mit Nachdruck die Ausweitung der Corona-Testkapazitäten, die eine flächendeckende Untersuchung der Bevölkerung Bayerns ermöglichen soll.

Der Ausbau der Kapazitäten zum jetzigen Zeitpunkt erscheint insbesondere auch deshalb sinnvoll und erforderlich, um in den bevorstehenden Herbst- und Wintermonaten bei gehäuft auftretenden Symptomen saisonaler Erkältungserkrankungen schnell reagieren und SARS-CoV-2 bei symptomatischen PatientInnen ausschließen zu können. Gleichzeitig gilt es, die potentielle Ausbreitung durch asymptomatische Virusträger mit großzügiger Testausweitung zu minimieren. Diese rechtzeitige Vorbereitung wird einen entscheidenden Beitrag im Kampf gegen die Ausbreitung von SARS-CoV-2 und damit für die Aufrechterhaltung des gesellschaftlichen Lebens und die Erholung der bayerischen Wirtschaft ausüben.

Sinnvolle Nutzung der Testkapazitäten erforderlich

So wertvoll ein niedrigschwelliger Zugang zu Tests für die gesamte Bevölkerung ist, so wichtig ist aber auch eine sinnvolle Nutzung der Testkapazitäten. Daher sollten die vorhandenen Testkapazitäten insbesondere für solche Personen auch wiederholt angeboten werden, für die beruflich bedingt oder aufgrund der persönlichen Situation ein erhöhtes Infektionsrisiko oder ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf besteht. Dies ist in erster Linie Pflegepersonal und Bewohner von Alters- und Pflegeeinrichtungen, Krankenhauspersonal einschließlich Medizinstudierender und (Risiko-)PatientInnen, SchülerInnen und Lehrpersonal, BetreuerInnen und Betreute in Kitas und Kindergärten sowie Personen, die auf engstem Raum zusammenleben und arbeiten.

Die Dynamik der Virusverbreitung ist noch immer nur unzureichend verstanden. Die Kosten für flächendeckende Testungen lassen sich daher insbesondere auch dann rechtfertigen, wenn mit den erhobenen Daten wichtige neue Erkenntnisse über die Verbreitung und die Eingrenzung des Virus gewonnen und damit sich anbahnende Infektionswellen schnell erkannt und effizient verhindert werden können. Dies kann nur gelingen, wenn die Testkapazitäten, die in den zurückliegenden Monaten in den bayerischen universitätsmedizinischen Einrichtungen aufgebaut wurden, dabei systematisch einbezogen werden und die infektionsepidemiologische Expertise der Universitätsmedizin genutzt wird.

Die Universitätsklinika und Medizinischen Fakultäten haben in den vergangenen Monaten bei der Beherrschung der Pandemie ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt und in enger Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden als Eckpfeiler des Gesundheitssystems die regionale Koordination der medizinischen Versorgung übernommen. Der Universitätsmedizin in Bayern muss mit ihrer vielfältigen praktischen Kompetenz eine führende Rolle auch bei der Planung und Durchführung flächendeckender Corona-Testungen zugewiesen werden, um Infektionsschutz der Bevölkerung und wissenschaftliche Aufarbeitung von positiven Testergebnissen sowie die Nachverfolgung der Infektionsketten zur Kontrolle der Pandemie nachhaltig sicherzustellen. Um die infektionsmedizinische Kompetenz der Universitätsmedizin und des öffentlichen Gesundheitsdienstes zur vollen Entfaltung zu bringen, müssen auch neue Strukturen geschaffen und die in den einzelnen Sektoren vorhandenen Expertisen in einem Bayerischen Zentrum für Infektionsmedizin zusammengeführt und verzahnt werden. Nur so kann Bayern auch zukünftige Herausforderungen durch Infektionskrankheiten erfolgreich bestehen.

Die Universitätsmedizin Bayern ist ein Zusammenschluss der bayerischen Universitätsklinika und medizinischen Fakultäten und vertritt die gemeinsamen Anliegen der bayerischen Universitätsklinika und Medizinischen Fakultäten.

Kontakt:

Vorsitzender:
Prof. Dr. med. Matthias Frosch
Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Dekanat Medizinische Fakultät
Josef-Schneider-Straße 2/D7
97080 Würzburg
Tel. 0931/201-55201
mfrosch@ hygiene.uni-wuerzburg.de

Stellvertretender Vorsitzender:
Prof. Dr. med. Oliver Kölbl
Universitätsklinikum Regensburg
Franz-Josef-Strauß-Allee 11
93053 Regensburg
Tel. 0941/944-5301
vorstand@ ukr.de

 

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Universitätsmedizin Bayern (UMB) e.V.
Geschäftsstelle
c/o Universitätsklinikum Würzburg
Josef Schneider Str. 2
97080 Würzburg
info@ unimedizin-bayern.de

 

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Würzburger Universitäts-Kinderklinik Teil der Langzeitstudie Covid Kids Bavaria

Eine bayernweite Langzeitstudie wird die Öffnung von Kinderkrippen, Kindergärten und Grundschulen nach dem Corona-Lock-Down wissenschaftlich begleiten. Zu den teilnehmenden Forschungseinrichtungen zählt auch die Würzburger Universitäts-Kinderklinik.

 

Geht von Kinderbetreuungsstätten die Gefahr einer unkontrollierten SARS-CoV-2-Ausbreitung aus? Und welchen Einfluss hat die Covid-19-Pandemie auf die Kindergesundheit? Valide Antworten auf diese und weitere Fragen sucht die bayernweite Langzeitstudie „Covid Kids Bavaria“, die am 6. Juli 2020 im Beisein von Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Wissenschaftsminister Bernd Sibler offiziell gestartet wurde.

Bislang keine sicheren Erkenntnisse über die Infektiosität von Kindern

Durchgeführt wird das wissenschaftliche Vorhaben von den sechs bayerischen Universitätskinderkliniken – auch am Standort Würzburg. „In der Corona-Pandemie nimmt die Öffentlichkeit Kinder als häufige Virusträger wahr, wofür es bislang keinen wissenschaftlichen Beweis gibt“, sagt Prof. Dr. Christoph Härtel. Der Direktor der Kinderklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW) fährt fort: „Gleichermaßen unerforscht sind die Folgen, welche die Schließung von Betreuungseinrichtungen, Spielplätzen und Sportstätten auf eine gesunde körperliche, psychische und soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen hat.“

Um hier Erkenntnisse zu gewinnen, wird in ganz Bayern ab September dieses Jahres an rund 150 per Zufallsprinzip ausgewählten Kinderkrippen, Kindergärten und Grundschulen getestet, wie viele Kinder und Betreuungskräfte infiziert sind und ob sie Symptome aufweisen. „Auch in Würzburg und der Region werden wir in den kommenden Wochen zahlreiche dieser Einrichtungen kontaktieren. Die Standorte orientieren sich an den Wahlkreisen, wodurch ein möglichst gleichmäßiges Bild entstehen soll“, erläutert Prof. Härtel, Direktor der Würzburger Universitäts-Kinderklinik. Anschließend werden nach seinen Worten die Sorgeberechtigten und Betreuer/innen per E-Mail über das Vorhaben informiert und um Einwilligung zur Studienteilnahme gebeten. Pro Einrichtungen sollen 18 Kinder und vier Betreuungspersonen einbezogen werden. „Die Teilnahme an den Testungen ist natürlich freiwillig. Insgesamt läuft die Studie selbstverständlich nach den höchsten Ethikstandards und völlig transparent ab“, versichert der Klinikdirektor.

Rachenabstriche bei Kindern und Betreuern

Voraussichtlich ab September dieses Jahres – mit Beginn des neuen Schuljahres – wird ein Team der Würzburger Universitäts-Kinderklinik unter der Leitung des Kinderarztes und Infektiologen Prof. Dr. Johannes Liese bei den Kindern und ihren Betreuern Rachenabstriche zu vier Zeitpunkten im Abstand von etwa vier Wochen durchführen. „Diese stichprobenartige Untersuchung sollte uns in die Lage versetzen, Infektionsketten aufzeigen und die Rolle der Kinder dabei beurteilen zu können“, hofft Prof. Liese.

Neben der Testung sollen standardisierte psychosoziale Fragebögen klären, ob und wie die gesundheitsbezogene Lebensqualität der Kinder durch die Bedingungen der Corona-Pandemie beeinträchtigt ist. „In der Gesamtschau wird die Studie auch einen wissenschaftlichen Beleg dafür liefern, ob aufwändige Maßnahmen, wie Kontaktverbote und Schulschließungen, einen entscheidenden Beitrag zum bisher vergleichsweise sehr kontrollierten Verlauf der Pandemie in Deutschland hatten – oder nicht“, kündigt Prof. Liese an.

Das Ende der Studie ist für Januar 2021 vorgesehen. Die Datenauswertung soll voraussichtlich bis Ende März 2021 abgeschlossen sein. Der Freistaat finanziert die Kosten des Projekts mit einer Million Euro.

 

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Austausch der Unterfränkischen Landtagsabgeordneten mit dem Universitätsklinikum Würzburg

Wie ist das Universitätsklinikum für die Zukunft aufgestellt? Unter diesem Motto stand ein persönlicher Austausch zwischen unterfränkischen Landtagsabgeordneten mit Vertretern des UKW. Das Treffen fand am 06.07.2020 im Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI) statt. Die Gesprächsinitiative war von Gerhard Eck, Staatssekretär im Bayerischen Innenministerium, ausgegangen. Zu den hochkarätigen Gästen zählten die Staatsministerin für Digitales Judith Gerlach, die ehemalige Landtagspräsidentin Stamm und der ehemalige bayerische Justizminister Prof. Winfried Bausback.

 

Auf der Agenda standen zunächst zentrale Bauvorhaben des UKW sowie die Verstetigung des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz (DZHI). Der Ärztliche Direktor des UKW, Prof. Georg Ertl, beklagte, dass die Großbauten Kopfklinik und Zentrum für Frauen, Mutter, Kind unwirtschaftlich sind und stete Investitionen benötigen, um den hohen medizinischen Standards des UKW voll zu genügen. Es war nochmal eine Überarbeitung nach den neuen Standards des Bauministeriums notwendig geworden, die mehr Planungssicherheit geben sollen. Nun geht’s aber weiter. Die Abgeordneten zeigten sich optimistisch, dass noch im Juli mit dem Planungsauftrag zu rechnen wäre.

Und zwischenzeitlich ist dieser Fall zur großen Freude auch eingetreten - der Planungsauftrag wurde am 10. Juli unterschrieben.

Als weiteres für die Region und weit darüber hinaus wichtiges Thema wurde die Verstetigung des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz, kurz DZHI behandelt. Die Förderung durch den Bund für 10 Jahre mit insgesamt ca. 50 Millionen Euro für das Projekt und für das Gebäude nochmal einer ähnlichen Summe, die sich der Bund mit dem Freistaat Bayern geteilt haben, wären in den Sand gesetzt, wenn die Zusagen des Freistaats für die Verstetigung nicht eingehalten würden. „Ohne das DZHI wäre unser Standort und die Internationale Herzforschung wissenschaftlich deutlich ärmer“, so der Sprecher des DZHI Prof. Christoph Maack, was der Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Matthias Frosch, unterstreicht. Das DZHI führt unter anderem auch die aktuelle und beispiellose STAAB-COVID Studie durch, an der 5000 Würzburger Bürger teilnehmen. Sie wird in Gegenwart des Staatsministers Sibler in einer Pressekonferenz am 16.Juli 2020 im DZHI vorgestellt.

 

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Uniklinikum Würzburg: Bürgertelefon „Bayern gegen Krebs“ und neue BZKF-Homepage sind wertvolle Informationsquellen

Vor wenigen Tagen starteten ein Bürgertelefon und eine neue Homepage des Bayerischen Krebsforschungszentrums. Das Uniklinikum Würzburg als Teil dieses Netzwerks unterstreicht den Nutzen dieses beispiellosen Informationsangebots.

Im neuen Bayerischen Krebsforschungszentrum (BZKF) arbeiten die sechs bayerischen Universitätsklinika zum Nutzen der Krebspatienten im Freistaat aufs Engste zusammen. So erhalten die Betroffenen über das Zentrum zum Beispiel im Rahmen von gemeinsamen klinischen Studien Zugang zu aktuellen Krebstherapien – unabhängig von ihrem Wohnort. Ein weiterer selbstgegebener Auftrag ist eine umfassende Informationsvermittlung. Dazu gibt es seit wenigen Tagen die neue Hotline „Bayern gegen Krebs“. Unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 85 100 80 beantworten Experten Patienten, Angehörigen und interessierten Bürgern alle Fragen zur Krebsforschung und -behandlung in Bayern. Bei Bedarf werden die Krebskranken sofort telefonisch an ein heimatnahes, spezialisiertes, universitäres Zentrum des BZKF vermittelt.

Außerdem ging eine neue Homepage unter www.bzkf.de mit detailliertem Material, Kontakten und aktuellen Meldungen an den Start. Zu den präsentierten Inhalten gehören Informationen zu Forschung, Prävention, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation bei Krebserkrankungen, ebenso wie zu laufenden Studien und aktuellen Veranstaltungen.

Wertvolle Infos, die Perspektiven aufzeigen

„Unsicherheit und fehlende Informationen gehören zu den zentralen Faktoren, die Krebspatienten und ihre Angehörigen speziell in der Zeit unmittelbar nach der Diagnosestellung stark belasten“, sagt Prof. Dr. Hermann Einsele. Der Würzburger Krebsexperte und konzeptionelle Mitgestalter des BZKF fährt fort: „Das Bürgertelefon und die Homepage sind gerade in dieser Situation äußerst wertvolle Angebote, die weitere Perspektiven aufzeigen können“. Für Einsele, der am Uniklinikum Würzburg die Medizinische Klinik und Poliklinik II leitet, ist die extrem kooperative Struktur des im November vergangenen Jahres gegründeten Zentrums ein Meilenstein auf dem Weg zu einer individuell optimierten Krebstherapie im Freistaat.

 

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