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Uniklinikum Würzburg: Mukoviszidosefortbildung als Videokonferenz ein voller Erfolg

Es geht auch digital: Da die bisher übliche Tagung im Hörsaal wegen der Corona-Pandemie nicht möglich war, fand die 15. Würzburger Mukoviszidosefortbildung des Uniklinikums Würzburg als Videokonferenz statt. Mit rund 70 Endgeräten waren Patienten und deren Angehörige sowie Behandlerinnen und Behandler zugeschaltet.

Aufgrund der aktuellen Beschränkungen im Rahmen der Coronavirus-Pandemie konnte die für den 28. März dieses Jahres geplante 15. Würzburger Mukoviszidosefortbildung nicht wie üblich im Hörsaal der Universitäts-Kinderklinik stattfinden. Um die Veranstaltung nicht auf ungewisse Zeit verschieben zu müssen, lud der Organisator – das am Uniklinikum Würzburg angesiedelte Christiane Herzog Zentrum für Mukoviszidose Unterfranken – am selben Termin zu einer dreistündigen Videokonferenz ein.

„Die Resonanz war überaus positiv“, freut sich Prof. Dr. Helge Hebestreit, der Leiter des Zentrums. An 68 zugeschalteten Computern, Tablets und Handys nahmen Betroffene und deren Angehörige – teilweise ganze Familien – sowie Behandler/innen, wie Ärztinnen und Ärzte, Physiotherapeutinnen und Sozialpädagoginnen, teil. Prof. Hebestreit und drei Expertinnen des Christiane Herzog-Zentrums für Mukoviszidose Unterfranken – Dr. Daniela d’Alquen, Dr. Alexandra Hebestreit und Doris Vitzethum-Walter – informierten sie unter anderem über Themen wie Coronavirus bei Mukoviszidose, aktuelle Studien zur CFTR-Modulatortherapie, die Durchführung und Interpretation von Lungenfunktionsuntersuchungen sowie das Mental Health Screening. Rosalie Keller stellte die Aktivitäten der Regionalgruppe Unterfranken des Mukoviszidose e.V. vor.

Auch eine Chance für Patienten mit multiresistenten Keimen

Besonders gut kam die neue digitale Lösung bei Mukoviszidose-Patienten mit multiresistenten Keimen an. „Es war eine tolle Fortbildung. Endlich konnte ich mal wieder an einer Informationsveranstaltung teilnehmen, was aufgrund meiner Keimsituation schon lange nicht mehr möglich war.“ Dieser und viele andere positive Kommentare konnten im anschließend stattfindenden Chat gelesen werden. Dort wurden zudem Fragen der Teilnehmer/innen diskutiert und beantwortet.

Fortsetzung auch nach der Corona-Krise geplant

Das Zentrum plant, auch nach der Corona-Krise die jährlich stattfindende Fortbildung per Video zu übertragen – zusätzlich zum „realen“ Treffen im Hörsaal. „Damit können zukünftig auch all jene, die aufgrund von Krankheit oder anderen Umständen verhindert sind, von den Inhalten profitieren“, unterstreicht. Prof. Hebestreit.

 

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Uniklinikum Würzburg: Studie mit bispezifischem Antikörper liefert beeindruckende Behandlungserfolge bei Multiplem Myelom

Eine mehrjährige Phase I-Studie zeigte, dass die Therapie mit dem bispezifischen Antikörper AMG 420 bei Patienten mit fortgeschrittenem Multiplem Myelom hervorragende Ergebnisse erzielen kann. Das Uniklinikum Würzburg konzipierte das multizentrische Projekt und schloss auch die meisten Patienten ein.

Ein Artikel in der März-Ausgabe der US-amerikanischen medizinischen Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology fasst die großen Erfolge zusammen, die eine Phase I-Studie mit dem bispezifischen Antikörper AMG 420 bei der Behandlung von Patienten mit Multiplem Myelom erzielen konnte. Die bösartige Krebserkrankung des blutbildenden Systems gilt derzeit als noch nicht heilbar. Nach der in der Studie erprobten Immuntherapie konnte allerdings bei 50 Prozent der Patienten der Tumor selbst mit den empfindlichsten Diagnosemethoden nicht mehr nachgewiesen werden.

An dem vor rund drei Jahren gestarteten und Mitte 2019 beendeten Vorhaben waren neben drei französischen Krebsforschungszentren auch die Universitätsklinika in Ulm und Würzburg beteiligt. Eine führende Rolle spielte die Medizinische Klinik und Poliklinik II des Uniklinikums Würzburg (UKW): Die von Prof. Dr. Hermann Einsele geleitete Klinik konzipierte die Studie und rekrutierte auch die meisten Teilnehmer/innen. „Für die ansonsten austherapierten Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung war die Studienteilnahme eine erneute Chance auf eine Verbesserung ihrer Situation“, berichtet Prof. Einsele.

Ein Antikörper mit zwei Zielproteinen

Wie funktioniert der eingesetzte Wirkstoff? „AMG 420 ist ein gentechnisch designter Antikörper, der mit der BiTE-Technologie des Biotec-Unternehmens Amgen hergestellt wird. Er hat zwei Zielproteine, weshalb man ihn auch als ‚bispezifisch‘ bezeichnet“, erläutert Prof. Dr. Max Topp, der Studienleiter der AMG 420-Studie. Der Schwerpunktleiter Hämatologie an der Medizinischen Klinik II des UKW und Erstautor der Studienpublikation fährt fort: „Das erste Ziel ist das B-Zell-Reifungsantigen BMCA, das hauptsächlich auf Myelomzellen vorkommt. Das zweite ist CD3, ein Protein das auf der Oberfläche von T-Zellen – den effektivsten körpereigenen Abwehrzellen – zu finden ist.“ Mit der Kopplung an diese beiden Proteine zieht AMG 420 T-Zellen an die Krebszellen und bindet sie dort. So werden die Killerzellen in die Lage versetzt, die Myelomzellen, die sich ansonsten durch eine biochemische Tarnung vor dem Zugriff der T-Zellen schützen, zu vernichten.

Dauerinfusion in mehreren Zyklen

Wie lief die Phase I-Studie ab? Insgesamt erhielten 42 Patienten per Infusion den Wirkstoff. Hierbei ging es zunächst darum, unter Abwägung der Wirksamkeit und der Nebenwirkungen die richtige Dosierung zu finden. „Als Nebenwirkung kann es bei dieser Therapie zu einer Überreaktion des Immunsystems, dem sogenannten Zykotin-Freisetzungssyndrom, kommen sowie bei einer Minderheit der Patienten auch zu schwerwiegenden infektiöse Komplikationen“, schildert Prof. Topp. Bei der Studie wurde ermittelt, dass 400 Mikrogramm pro Tag die beste Dosis ist. Diese Medikamentenmenge wurde anschließend zehn Patienten verabreicht – jeweils in mehreren Zyklen und per Dauerinfusion. Pro Zyklus wurde dabei die Infusionslösung vier Wochen lang mit einer Pumpe über einen festen Venenzugang zugeführt, gefolgt von einer zweiwöchigen Therapiepause. Je nach der individuell unterschiedlichen Anzahl an Zyklen dauerte die Behandlung bis zu 60 Wochen.

Hochwirksam – bis zur Totalremission

Was war das Ergebnis? Sieben der zehn Patienten erreichten zumindest eine signifikante Remission, bei fünf Patienten konnte sogar keine minimale Resterkrankung mehr erkannt werden. Das heißt: Es waren selbst mit den feinsten Messmethoden keine Myelomzellen mehr nachweisbar. Diese Totalremission hält bei manchen Studienteilnehmern schon seit mittlerweile rund einem Jahr an, die Krebserkrankung ist bei ihnen bislang nicht zurückgekehrt. „Auch die Nebenwirkungen hielten sich insgesamt in einem sehr akzeptablen Rahmen. So war bei keinem unserer Studienpatienten eine Intensivbehandlung notwendig“, freut sich Prof. Einsele.

Vielleicht schon in zwei Jahren Teil der Routineversorgung

„Wir haben diese Ergebnisse in den vergangenen Monaten schon auf mehreren internationalen Krebskongressen vorgestellt, wo sich die Myelom-Expertenszene durchweg sehr beeindruckt zeigte“, berichtet Prof. Topp. Und Prof. Einsele ergänzt: „Ich denke, man kann hier mit Fug und Recht von einem Meilenstein in der Myelom-Therapie sprechen.“ Laut dem Klinikdirektor und Letztautor der Studie wurde das Prinzip der bispezifischen Antikörpertherapie zwischenzeitlich von vielen Firmen aufgenommen. Neue Studien – weltweit, wie auch in Würzburg – treiben derzeit die Weiterentwicklung voran. Aktuell arbeitet man zum Beispiel daran, die Antikörper so abzuändern, dass statt einer Dauerinfusion eine einmalige Infusion pro Zykluswoche ausreicht. „Möglicherweise kann die Behandlung mit bispezifischen Antikörper schon in ein bis zwei Jahren in die Routineversorgung von Myelom-Patienten übergehen“, hofft Prof. Einsele. Über die letztendlichen Kosten einer entsprechenden Therapie können nach seinen Worten in dieser frühen Entwicklungsphase noch keine Aussagen getroffen werden.

Literatur:

Anti–B-Cell Maturation Antigen BiTE Molecule AMG 420 Induces Responses in Multiple Myeloma; Max S. Topp, Johannes Duell, Gerhard Zugmaier, Michel Attal, Philippe Moreau, Christian Langer, Jan Krönke, Thierry Facon, Alexey V. Salnikov, Robin Lesley, Karl Beutner, James Kalabus, Erik Rasmussen, Kathrin Riemann, Alex C. Minella, Gerd Munzert, Hermann Einsele; Journal of Clinical Oncology, Vol. 38, S. 775–783, 2020

 

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Wie ICD-Patienten die Corona-Krise möglichst sorgenfrei überstehen

Patienten mit einem implantierten Kardioverter-Defibrillator (kurz ICD oder Defi) haben viele Ängste und Sorgen. Nun kommt eine weitere Angst dazu: das Coronavirus. Herzpatienten gehören zu einer der Gruppen mit einem erhöhten Risiko. Psychologen der Universität Würzburg und Kardiologen des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI) haben auf der Webseite www.icd-forum.de hilfreiche Informationen zusammengestellt, wie sich Patienten mit Herzerkrankungen und ihre Angehörigen in der aktuellen Situation verhalten sollten hinsichtlich der körperlichen und seelischen Gesundheit. „Wir möchten ICD-Patienten helfen, die Krise, die damit verbundene Isolation und die Ausgangsbeschränkungen so gut es geht und möglichst angenehm und sorgenfrei zu überstehen“, berichtet der Psychologe Professor Paul Pauli.

 

„Herzpatienten sollten aufgrund des erhöhten Risikos unbedingt vermeiden, sich mit dem Virus anzustecken“, sagt der Psychologe Dr. Stefan Schulz. „Dies führt aktuell zu einer hohen Verunsicherung und dem Problem, dass viele Herzpatienten sich für längere Zeit in sozialer Isolation befinden. Dadurch kann die Versorgung mit Medikamenten und Lebensmitteln zur Herausforderung werden. Es ist zudem problematisch, wenn Kontrolltermine verschoben werden.“

Auf der Homepage www.icd-forum.de sammelt Stefan Schulz mit seinem ICD-Forum-Team zeitnah nützliche Hinweise zu einem lösungsorientierten Umgang mit COVID-19 für Herzpatienten und ihre Angehörigen.

Besonders wichtig ist die Einhaltung des Therapieplans. Das gilt nicht nur für ICD-Patienten, sondern auch für Patienten mit einer Herzinsuffizienz. Professor Christoph Maack, Sprecher des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI) erklärt: „Das Risiko, Herzrhythmusstörungen zu erleiden, wird durch Stress oder Angst und die damit verbundene Aktivierung des sympathischen Nervensystems erhöht. Für Herzpatienten ist es daher wichtig, in Krisenzeiten wie diesen ganz besonders darauf zu achten, die verordneten Medikamente einzunehmen und bei neuen Beschwerden oder Unsicherheiten ihren Hausarzt oder Kardiologen zu kontaktieren.“

Das ICD-Team empfiehlt den Patienten ihre Tage gut zu strukturieren, sich kleine Tagesziele zu setzen, Medien nur gezielt und ganz bewusst zu konsumieren und den Fokus auf Positives zu setzen. „Halten Sie sich von Pessimisten fern und achten Sie auf positive Gesprächsinhalte mit Ihren Bezugspersonen“, rät Stefan Schulz. „Und bleiben Sie trotz der Ausgangsbeschränkung in Bewegung. Gehen Sie im Wald oder Feld spazieren oder tanken Sie frische Luft im Garten.“

Die Psychologen der Universität Würzburg haben bereits im vergangenen Jahr gemeinsam mit Kardiologen vom Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI) eine moderne, unkomplizierte und vor allem nachhaltige Lösung gefunden, wie man das Leben von Herzkranken, bei denen der Defi zu erheblichen psychischen Problemen geführt hat, langfristig verbessern und Ängste, aber auch die häufig damit einhergehende Depression nachweislich reduzieren kann: ein sechswöchiges, moderiertes Internet-Training mit Hilfe zur Selbsthilfe. Das Ergebnis der Studie wurde in der renommierten kardiologischen Fachzeitschrift „European Heart Journal“ publiziert. „Wir konnten zeigen, dass eine Internetintervention nicht nur nachhaltige Erfolge hat, sondern auch organisatorisch zu leisten ist und man sie in Kliniken implementieren kann. Es ist eine moderne Form, mit der man viele Patienten erreichen kann“, sagt Paul Pauli.

Link zum Abstract "Efficacy of a web-based intervention for improving psychosocial well-being in patients with implantable cardioverter-defibrillators – the randomised controlled ICD-FORUM trial": https://academic.oup.com/eurheartj/advance-article-abstract/doi/10.1093/eurheartj/ehz134/5431178

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Betroffener spendet für die Myelom-Forschung am Uniklinikum Würzburg

Ein an Multiplem Myelom erkrankter Patient des Uniklinikums Würzburg will mit einer großzügigen Spende helfen, dass andere von der bösartigen Krebserkrankung des blutbildenden Systems Betroffene von den zukünftigen Forschungsergebnissen des Klinikums profitieren können.

Die Medizinische Klinik und Poliklinik II des Uniklinikums Würzburg (UKW) ist eine der international führenden Einrichtungen bei der Erforschung und Therapie des Multiplen Myeloms. Ein Patient mit dieser bösartigen Erkrankung der Plasmazellen will mit einer Spende von 10.700 Euro dazu beitragen, die Forschungsarbeit der Klinik voranbringen. Nach seinem Willen soll das Geld gezielt in die wissenschaftliche Arbeit der Professorin Dr. Franziska Jundt gehen, die ihn bisher am UKW behandelte. Prof. Jundt, die Leiterin des Bereichs Autologe Stammzell-Transplantation der Medizinischen Klinik II, erläutert: „Das Multiple Myelom gilt bisher als nicht heilbar. Unserem Spender ist es wichtig, dass andere Patienten zukünftig von neuen Forschungsergebnissen und Therapiemöglichkeiten profitieren können.“ Nach ihren Angaben wird die Spende konkret für die Untersuchung von Blutproben eingesetzt, die im Rahmen einer Pilotstudie zum Thema „Sport gegen Krebs“ gewonnen wurden. Übergeordnet geht es um Fragen wie: Wie wirkt sich Sport auf das Wachstum von Tumorzellen im Knochen aus? Ist Bewegung eine zusätzliche Maßnahme, die Krebspatienten helfen kann, das Multiple Myelom zu bekämpfen? Prof. Jundt: „Das Thema ist sehr innovativ und bedarf deshalb in seiner Anfangsphase besonderer Unterstützung. Gerade deshalb danke ich dem großzügigen Spender sehr herzlich!“ Nach den Worten der Professorin für Hämatologie und Internistische Onkologie dient die Pilotstudie als Vorarbeit zu einer großen multizentrischen Studie mit den Standorten Köln, Hamburg und Würzburg, für die bei der Deutschen Krebshilfe eine Förderung beantragt wird.

Weitere Spenden für das Vorhaben sind jederzeit herzlich willkommen:

Uniklinikum Würzburg
Stichwort „Translationale Myelomforschung“, Finanzstelle 8693060
UniCredit Bank AG
BIC: HYVEDEMM455
IBAN: DE12790200760326255084

 

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Das Uniklinikum Würzburg stellt die Notbetreuung von Mitarbeiterkindern sicher

Mit Plätzen bei den Grombühlzwergen – und bei Bedarf auch an weiteren Ausweichstandorten – sorgt das Uniklinikum Würzburg dafür, dass seine Beschäftigten in jedem Fall einen Notbetreuungsplatz für ihre Kinder finden. Ein weiterer Baustein, der die Arbeitsfähigkeit des Großkrankenhauses während der Corona-Pandemie sicherstellt.

Wie die Schulen sind auch die Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen in Deutschland bis einschließlich 19. April 2020 zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus geschlossen. Damit entfallen derzeit die regulären Betreuungsangebote. Familien, bei denen beide Elternteile in systemrelevanten Berufen arbeiten, können in der Regel bei ihrer bisherigen Betreuungsstätte eine Notbetreuung in Anspruch nehmen. Für Beschäftigte in der Gesundheitsversorgung und Pflege gilt in Bayern seit Beginn dieser Woche darüber hinaus eine Sonderregelung: Sie dürfen die Notbetreuung bereits dann in Anspruch nehmen, wenn nur ein Elternteil in diesen speziellen Bereichen tätig ist und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Notwendigkeiten an einer Betreuung des Kindes gehindert ist.

Weitere Absicherung durch Plätze bei den Grombühlzwergen

Mit den „Grombühlzwergen“ gibt es für die Beschäftigten des Uniklinikums Würzburg (UKW) darüber hinaus noch eine weitere Absicherung. Die Kinderbetreuungseinrichtung des Klinikums in der Wickenmayer Str. 2 im Würzburger Stadtteil Grombühl wird in Kooperation mit dem Diakonischen Werk Würzburg seit dem Jahr 2014 betrieben. „Mit der Sonderregelung für Gesundheits- und Pflegeberufe ist auch die Nachfrage nach Notbetreuungsplätzen nochmals erkennbar gestiegen“, berichtet Prof. Gunter Adams, der Einrichtungsleiter der Evangelischen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Würzburg, und fährt fort: „Wir haben allerdings noch einige Kapazitäten bei den Grombühlzwergen und können zudem bei noch weiter steigendem Bedarf zusätzliche Ausweichmöglichkeiten auf dem Klinikumsgelände schaffen.“

Damit könne man sich auf viele individuellen Szenarien einstellen. Sei es, dass bei einem bisher genutzten, örtlichen Kindergarten die Notversorgungsgruppe schließen muss. Oder dass, wie schon geschehen, eine UKW-Ärztin in Baden-Württemberg lebt, wo noch ausnahmslos die Bedingung „beide Elternteile in systemrelevanten Berufen“ gilt. Hier konnte die fünfjährige Tochter unkompliziert bei den Grombühlzwergen untergebracht werden.

Eine Sorge weniger

„Unser gemeinsames Ziel ist es, eine Betreuung für die Kinder unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, nach Möglichkeit sicherstellen zu können“, betont Bettina Steinmetz, kommissarische Kaufmännische Direktorin des UKW. Steinmetz fährt fort: „Ich bin sehr froh, dass wir unsere Beschäftigten, die im Moment beruflich und menschlich schon extrem gefordert sind, zumindest an dieser Stelle etwas entlasten können. Eine Sorge weniger!“
Generell sollten UKW-Beschäftigte jedoch weiterhin primär die Betreuungsstätte, die ihr Kind im Normalfall besucht, für die Notbetreuung nutzen. Sollte dies nicht möglich sein, steht die Personalabteilung des UKW für die Vermittlung einer Versorgung am Klinikum zur Verfügung.

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Gastronomen spenden Schutzausrüstung an die Würzburger Universitäts-Kinderklinik

Die Geschäftsführer der beiden Würzburger Sumo Sushi Bars spendeten Einmalhandschuhe und Schutzmasken an die Kinderklinik des Uniklinikums Würzburg.

Die Geschäftsführer der beiden Würzburger Sumo Sushi Bars, Quang Tao Tu und Xuan-Thang Vu, hatten aus den Medien erfahren, dass Schutzausrüstung für medizinisches Personal derzeit knapp ist. In Kürze konnten die beiden Gastronomen 2 000 Einmalhandschuhe und mehrere Dutzend Mund-Nasen-Schutzmasken organisieren, die sie gestern Prof. Dr. Christian P. Speer, dem Direktor der Würzburger Universitäts-Kinderklinik, für das medizinische Personal seiner Klinik überreichten. Prof. Speer zeigte sich von dem privaten Engagement begeistert: „Diese großzügige Sachspende ist nicht nur für unsere Arbeit hilfreich, sondern auch für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Uni-Kinderklinik ein äußerst positives und motivierendes Signal.“

 

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Grüne Herren des Uniklinikums Würzburg leiten die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Krankenhaus-Hilfe

Albert Fischer und Gernot Hornberger von den Grünen Damen und Herren des Uniklinikums Würzburg haben seit März dieses Jahres den kommissarischen Vorsitz der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Krankenhaus-Hilfe.

Albert Fischer ist seit dem Jahr 2014 der Gruppenleiter der Grünen Damen und Herren des Uniklinikums Würzburg (UKW). Im März dieses Jahres übernahm er zusätzlich den Vorsitz der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Katholische Krankenhaus-Hilfe. Als Stellvertreter steht ihm dort Gernot Hornberger zur Seite, der ihn auch bei der Führung der Würzburger Grünen Damen und Herren unterstützt. Die BAG Katholische Krankenhaus-Hilfe ist ein Zusammenschluss von deutschlandweit rund 200 Krankenhaus-Hilfe-Gruppen mit zusammen über 3.500 ehrenamtlich tätigen Mitgliedern. Der Vorsitz von Fischer und Hornberger ist kommissarisch bis zu nächsten Bundestagung der Arbeitsgemeinschaft im April 2021.

Die „Grünen Damen und Herren“ besuchen einsame und hilfsbedürftige Patientinnen und Patienten des UKW. Derzeit engagieren sich in Würzburg 26 Frauen und vier Männer in diesem, unter dem Dach der Caritas organisierten Ehrenamt. Sie nehmen sich Zeit für Gespräche, erledigen kleine Einkäufe und kümmern sich um Organisatorisches. Der Name des Patientenbesuchsdienstes leitet sich ab von den mintgrünen Kitteln, die die Frauen und Männer bei ihrer Arbeit tragen. Wegen der Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie ruht die Arbeit der Würzburger Grünen Damen und Herren derzeit – wie bei den meisten Patientenbesuchsdiensten in Deutschland.

 

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