Aktuelle Pressemitteilungen

7.000 Euro für die Elterninitiative Regenbogen

Langjährige Verbundenheit kommt krebskranken Kindern zugute

Gruppenfoto vor einem Aufsteller der Elterninitiative Regenbogen. Eine Frau hält Geld in der Hand.
Martin und Stefanie Fischer, Monika Demmich (Elterninitiative Regenbogen), Ingrid Fischer (von links). Foto: Denise Lampert

Würzburg/Unterwaldbehrungen. Im Gedenken an Hubert Fischer ist eine Spende von 7.000 Euro für die Elterninitiative Regenbogen Würzburg e.V. zusammengekommen. Der langjährige Tünchermeister aus der Rhön und ehemalige Seniorchef des Malerbetriebs Maler Fischer in Bastheim-Unterwaldbehrungen verstarb im Mai 2026 im Alter von 88 Jahren.

Auf Wunsch der Familie wurde anstelle von Blumen und Kränzen um Spenden für die Elterninitiative Regenbogen gebeten. Durch die große Spendenbereitschaft der Trauergäste sowie das Engagement seiner Frau Ingrid Fischer und des Malerbetriebs Fischer kam die Spendensumme von 7.000 Euro zusammen.

Familie Fischer und ihr Betrieb sind der Elterninitiative seit vielen Jahren verbunden. Bereits 2010 überreichte Maler Fischer 100 Geschenke anlässlich des 100-jährigen Betriebsjubiläums an die Kinder auf den onkologischen Stationen der Universitäts-Kinderklinik und unterstützte den Verein mit einer Spende. Ein Jahr später folgte eine weitere Aktion, hierbei wurden Kochschürzen für die Koch- und Backnachmittage auf den Stationen übergeben. Diese gehören bis heute zum pädagogischen Angebot, gemeinsam mit den Erziehern bereiten die Kinder dabei ihre Wunschgerichte zu und erleben für einige Stunden einen möglichst unbeschwerten Klinikalltag.

Auch die aktuelle Spende kommt unmittelbar den Kindern und ihren Familien zugute. Die Elterninitiative Regenbogen wird damit Angebote finanzieren, die den Alltag auf den drei kinderonkologischen Stationen der Universitäts-Kinderklinik bereichern. Dazu zählen unter anderem die Sport- und Musiktherapie sowie die regelmäßigen Besuche der Klinikclowns. Sie schaffen Momente der Abwechslung und unterstützen die Kinder während ihrer oft langen Behandlungszeit.

Seit mehr als 40 Jahren begleitet die Elterninitiative Regenbogen Würzburg e.V. Familien mit krebskranken Kindern und Jugendlichen und unterstützt die Versorgung auf den Stationen mit zusätzlichen Angeboten, die über die medizinische Behandlung hinausgehen.

Die Elterninitiative Regenbogen bedankt sich herzlich bei Ingrid Fischer, der Firma Maler Fischer und allen Trauergästen für ihre großzügige Unterstützung und die langjährige Verbundenheit.

 

 

Pressemitteilung von Nadine Kempa für die Elterninitiative Regenbogen e.V. vom 09.07.2026
 

Gruppenfoto vor einem Aufsteller der Elterninitiative Regenbogen. Eine Frau hält Geld in der Hand.
Martin und Stefanie Fischer, Monika Demmich (Elterninitiative Regenbogen), Ingrid Fischer (von links). Foto: Denise Lampert

Zwei Jahre Geschwisterclub in Würzburg

Gesundheitsamt und Elterninitiative Regenbogen ziehen Bilanz.

 

Gruppenfoto der Projektbeteiligten, welche Blumensträuße und Bilderrahmen halten.
Die Projektbeteiligten Heidrun Grauer, Dr. Lisa Schubert, Annegret Schreyer, Dr. Nicole Eberbach, Thomas Eberth, Wibke Schmidt, Prof. Dr. Matthias Eyrich und Monika Demmich (von links). Foto: Nadine Kempa

Würzburg. Vor rund zwei Jahren riefen die Uniklinik Würzburg, das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg sowie die Elterninitiative Regenbogen e.V. gemeinsam das Projekt „Geschwisterclub“ ins Leben.

Im Mittelpunkt stehen Geschwister krebskranker Kinder ab sechs Jahren. Wenn ein Kind an Krebs erkrankt, betrifft das die gesamte Familie. Auch die Geschwister stehen vor besonderen Herausforderungen und erleben häufig belastende Situationen.

Der Geschwisterclub orientiert sich an den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder. Er bietet Raum für den Austausch mit anderen betroffenen Geschwistern, unterstützt sie im Umgang mit belastenden Situationen und stärkt sie darin, ihre eigenen Ressourcen zu entdecken. Die Angebote sind auf unterschiedliche Altersgruppen und Bedürfnisse abgestimmt.

In den vergangenen zwei Jahren entwickelten Annegret Schreyer (Uni-Kinderklinik) und Wibke Schmidt (Gesundheitsamt) ein vielseitiges Programm. Dazu gehörten kreative und spielerische Nachmittage ebenso wie der Geschwistertreff mit einem mehrteiligen Workshop, bei dem die Kinder über mehrere Termine hinweg gezielt pädagogisch begleitet wurden.

Am vergangenen Sonntag zogen Landrat Thomas Eberth sowie Vertreter der Elterninitiative Regenbogen, des Gesundheitsamtes und der Uni-Kinderklinik Bilanz über das Projekt. Dank des Geschwisterclubs konnten viele Kinder individuell begleitet und gefördert werden und auch bei den betroffenen Familien war die Resonanz durchweg positiv.

Nach zwei erfolgreichen Jahren, in denen das Projekt auch von den gesetzlichen Krankenkassen gefördert wurde, fand am Sonntag die Jubiläumsfeier statt.

Der Geschwisterclub hat sich in dieser Zeit als fester und unverzichtbarer Bestandteil des Angebots der Elterninitiative Regenbogen etabliert. Der Verein hat daher beschlossen, den Geschwisterclub auch künftig fortzuführen und aus Spendengeldern zu finanzieren.

 


Pressemitteilung von Nadine Kempa für die Elterninitiative Regenbogen e.V. vom 09.07.2026
 

Gruppenfoto der Projektbeteiligten, welche Blumensträuße und Bilderrahmen halten.
Die Projektbeteiligten Heidrun Grauer, Dr. Lisa Schubert, Annegret Schreyer, Dr. Nicole Eberbach, Thomas Eberth, Wibke Schmidt, Prof. Dr. Matthias Eyrich und Monika Demmich (von links). Foto: Nadine Kempa

Würzburger Schmerz-Expertise im Wissensmagazin GEO

Die aktuelle Ausgabe des Reportagemagazins GEO (07/2026) widmet ihr Titelthema neuen Forschungs- und Therapieansätzen bei chronischen Schmerzen. Für die wissenschaftlich-medizinischen Inhalte kommen sieben Expertinnen und Experten des Uniklinikums Würzburg aus der Klinischen Forschungsgruppe KFO5001 ResolvePAIN unter Leitung von Prof. Dr. Heike Rittner zu Wort.

 

grünes Cover der Zeitschrift GEO auf der sich eine Frau vor Schmerzen die Haare rauft
Für das Titelthema zu chronischen Schmerzen recherchierte das populärwissenschaftliche Magazin GEO am Zentrum für interdisziplinäre Schmerzmedizin (ZiS) des Uniklinikums Würzburg. © Heike Rittner / UKW

Würzburg. „Hilfe bei chronischen Schmerzen. Neue Therapien für Körper und Seele“ – so lautet das Titelthema der Juli-Ausgabe des in Hamburg erscheinenden Reportagemagazins GEO. Getragen wird die Heftstrecke von einem 21-seitigen Beitrag über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und neue Behandlungskonzepte. Hinzu kommen konkrete Fallbeispiele von Jugendlichen bis zu Seniorinnen und Senioren mit verschiedenen Schmerzerkrankungen – unter anderem dem komplexen regionalen Schmerzsyndrom (CRPS). Die Inhalte wurden von den GEO-Wissenschaftsjournalisten am Uniklinikum Würzburg (UKW) recherchiert. So werden zum einen die Krankengeschichten von dortigen Schmerzpatientinnen und -patienten erzählt. Zum anderen kommen sieben Expertinnen und Experten des UKW zu Wort, die sich in der Klinischen Forschungsgruppe KFO5001 ResolvePain aus unterschiedlichen Fachperspektiven mit chronischen Schmerzen beschäftigen. Ihre Kompetenzen laufen im Zentrum für interdisziplinäre Schmerzmedizin (ZiS) des UKW zusammen – laut dem GEO-Artikel die größte Schmerzklinik Deutschlands. 

Unterstützt von den Aussagen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler schildert die Reportage exemplarisch für die interdisziplinäre Arbeit von ResolvePAIN die Messung an Nervenfasern mittels Mikroneurografie (Prof. Dr. Barbara Namer, Anästhesiologie), die hochtechnologische Visualisierung von Spinalganglien als Teil der Schmerzverarbeitung (Dr. Magnus Schindehütte, Neuroradiologie) sowie die Schmerzentstehung durch fehlgeleitete Immunreaktionen (Prof. Dr. Kathrin Doppler, Neurologie). Es wird zudem deutlich, dass die Angst vor Bewegung zu einem Erlernen von Schmerzen führen kann (Stefan Lindner, Anästhesiologie) – und dass soziale Faktoren Schmerzen (Prof. Dr. Grit Hein, Psychiatrie) dämpfen oder auch verschärfen können. Als therapeutische Einrichtung stellt der Artikel die Schmerztagesklinik der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie des UKW vor. Dort wird chronischer Schmerz als komplexes, den ganzen Menschen betreffendes Geschehen wahrgenommen und entsprechend therapiert.

Text: Pressestelle UKW
 

 

grünes Cover der Zeitschrift GEO auf der sich eine Frau vor Schmerzen die Haare rauft
Für das Titelthema zu chronischen Schmerzen recherchierte das populärwissenschaftliche Magazin GEO am Zentrum für interdisziplinäre Schmerzmedizin (ZiS) des Uniklinikums Würzburg. © Heike Rittner / UKW

Sonnenmilch-Spende des Uniklinikums: Sport-Ferienfreizeit sicher genießen

Im August werden sich auf dem Sanderrasen erneut rund 250 Kinder täglich bei der Sport-Ferienfreizeit in über 30 Disziplinen ausprobieren. Ein wichtiger Begleiter bei dieser mehrwöchigen Open-Air-Veranstaltung ist ein optimaler Sonnenschutz. Nach einer großzügigen Spende des Uniklinikums Würzburg wird die Sonnenmilch in diesem Jahr zu keinem Zeitpunkt ausgehen.

Gruppenfoto bei Übergabe der Sonnencreme im Rathaus-Innenhof
Sport-Ferienfreizeit gut gerüstet gegen starke Sonnenstrahlung: Susanne Just, Prof. Claudia Löffler, Oberbürgermeister Martin Heilig, Gabriele Nelkenstock und Stadträtin Judith Roth bei der Übergabe im Rathaus-Innenhof. Die dünne Wolkenschicht beim Termin ist trügerisch, weil sie bis zu 90 % der UV-Strahlen durchlässt. @ Georg Wagenbrenner

Claudia Löffler, Professorin für Integrative Onkologische Medizin, Susanne Just, Stabstelle Kommunikation, und die Selbsthilfebeauftragte Gabriele Nelkenstock übergaben nun zusammen mit Stadträtin Judith Roth fast 700 kleine und große Fläschchen mit Lichtschutzfaktor 50+. „Im Kampf gegen Hautkrebs ist Prävention das Allerwichtigste. Einmaliges Eincremen reicht leider nicht für den ganzen Tag. Meist ist der Schutz schon nach zwei Stunden zu erneuern“, betone Nelkenstock gegenüber Oberbürgermeister Martin Heilig, der sich über diese unverhoffte Lieferung an den Fachbereich Sport freute.

Woher kommt dieser enorme Bestand an Sonnenmilch, den man nun zur Verfügung stellen konnte? 

Im Juni fand am Uni-Sportzentrum am Hubland der vom Bayerischen Zentrum für Krebsforschung initiierte Aktionstag „Wir bewegen Bayern“ statt und bot zahlreiche Gesundheitschecks oder auch die Möglichkeit zur Stammzelltypisierung. Die Drogerie dm hatte diesen Tag mit Gesundheitsministerin Judith Gerlach und vielen Projektpartnern mit einer thematisch passenden Spende aus dem Sortiment bedacht und nun profitieren auch alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Ferienprogramms vom wirksamen Schutz gegen Hautkrebs. 
 

Pressemitteilung der Stadt Würzburg vom 08.07.2026

Gruppenfoto bei Übergabe der Sonnencreme im Rathaus-Innenhof
Sport-Ferienfreizeit gut gerüstet gegen starke Sonnenstrahlung: Susanne Just, Prof. Claudia Löffler, Oberbürgermeister Martin Heilig, Gabriele Nelkenstock und Stadträtin Judith Roth bei der Übergabe im Rathaus-Innenhof. Die dünne Wolkenschicht beim Termin ist trügerisch, weil sie bis zu 90 % der UV-Strahlen durchlässt. @ Georg Wagenbrenner

Adolf-und-Inka-Lübeck-Preis für Würzburger Zahnmedizinstudentinnen

Die zwei besten wurden mit dem Adolf-und-Inka-Lübeck-Preis ausgezeichnet.

Gebäudes der Zahnklinik des Uniklinikums Würzburg
49 Würzburger Zahnmedizinstudierende bestanden nach ihrer Ausbildung an der Zahnklinik des UKW (Bild) das Examen 2026/I. © Klaus Nowarra / UKW

Würzburg. Kürzlich erhielten die 36 Absolventinnen und 13 Absolventen des Examens 2026/I der Würzburger Zahnmedizin ihre Zeugnisse. Besonders freuen konnten sich die zwei Prüfungsbesten: Sie wurden mit dem Adolf-und-Inka-Lübeck-Preis ausgezeichnet. Den mit 1.000 Euro dotierten ersten Preis erhielt Sara Nina Müller-Bongartz, die 500 Euro des zweiten Preises gingen an Lisa Schippan.

Der Adolf-und-Inka-Lübeck-Preis wurde im Jahr 1977 gestiftet: Inka Lübeck wollte damit an ihren vier Jahre zuvor gestorbenen Mann erinnern, den Würzburger Zahnmediziner Adolf Lübeck. Seit dem Tod von Inka Lübeck im Jahr 1990 wird die Prämie unter dem jetzigen Namen verliehen.

Text: Pressestelle / UKW
 

Gebäudes der Zahnklinik des Uniklinikums Würzburg
49 Würzburger Zahnmedizinstudierende bestanden nach ihrer Ausbildung an der Zahnklinik des UKW (Bild) das Examen 2026/I. © Klaus Nowarra / UKW

klinikum & wir erschienen: Erste Baumaßnahmen für die Norderweiterung in Sicht

Nach wesentlichen politischen Entscheidungen in diesem Frühjahr soll es im Herbst mit den ersten Teilbaumaßnahmen auf dem Erweiterungsgelände Nord des Uniklinikums Würzburg losgehen. Das Top-Thema des soeben erschienenen Magazins klinikum & wir zeigt den aktuellen Status des für die zukünftige Entwicklung des unterfränkischen Maximalversorgers so wichtigen Vorhabens auf.

 

Die Titelseite der Ausgabe 2-2026 des Magazins klinikum & wir mit einem blauen Bagger als Grafik.
Die Titelseite der Ausgabe 2-2026 des Magazins klinikum & wir. © UKW

Würzburg. Im April 2026 hat der Haushaltsausschuss den Vorabmaßnahmen zur Erschließung des Erweiterungsgeländes Nord am Uniklinikum Würzburg (UKW) zugestimmt. Damit können im Herbst dieses Jahres die ersten Schritte starten, um das Baufeld für den geplanten neuen Klinikkomplex freizumachen. klinikum & wir, das Magazin der Würzburger Universitätsmedizin, widmet sich im Top-Thema seiner gerade erschienenen Ausgabe 2/2026 diversen Aspekten des Großprojekts, wie zum Beispiel den Planungen zur Parksituation oder dem Zusammenspiel mit der Trassenverlängerung der Würzburger Straßenbahn. 

Außerdem schildert die 40-seitige Publikation innovative Angebote in der Patientenversorgung, wie die Gründung des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums Unterfrankens oder die Übernahme der bundesweiten Referenzdiagnostik bei kindlicher Leukämie. Hinzu kommen Nachrichten aus der Forschung, Personalmeldungen, Tipps zu Veranstaltungen und Ausstellungen sowie viele weitere wissenswerte Themen aus der Arbeits- und Lebenswelt des UKW. 

Neben den gedruckten Exemplaren, die an zahlreichen öffentlich zugänglichen Stellen am Klinikum zum Mitnehmen ausliegen, gibt es klinikum & wir auch als PDF und als Webmagazin unter www.ukw.de/medien-kontakt/presse/magazine.

 

Text: Pressestelle / UKW
 

Die Titelseite der Ausgabe 2-2026 des Magazins klinikum & wir mit einem blauen Bagger als Grafik.
Die Titelseite der Ausgabe 2-2026 des Magazins klinikum & wir. © UKW

Seit 15 Jahren Förderer der CI-Selbsthilfe

Die HNO-Klinik des Universitätsklinikums Würzburg unterstützt seit dem Jahr 2011 offiziell die Selbsthilfe für Menschen mit Cochlea-Implantat. Die Deutsche Cochlea Implantat Gesellschaft (DCIG) und deren Fachzeitschrift „Schnecke“ bedankten sich für die 15-jährige Förderung mit einer Urkunde.

 

Delegation der DCIG und der von der Gesellschaft herausgegebenen Fachzeitschrift „Schnecke – Leben mit Cochlea-Implantat & Hörgerät“ das UKW und überbrachte eine Urkunde.
Von links: Dr. Roland Zeh (Präsident DCIG), Sonja Oligmacher (Vizepräsidentin DCIG) und Marisa Strobel (Chefredakteurin „Schnecke“) überreichten die Dankesurkunde für die 15-jährige Förderung an Prof. Dr. Stephan Hackenberg (Klinikdirektor) und den Prof. Dr. Kristen Rak (Leitenden Oberarzt, beide HNO-Klinik des Uniklinikums Würzburg). © Helmuth Ziegler / UKW

Würzburg. Cochlea-Implantate (CI) ermöglichen es tauben oder hochgradig schwerhörigen Kindern und Erwachsenen, wieder zu hören und zu verstehen. Am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) wurden in den vergangenen 25 Jahren über 3.500 der Hörprothesen implantiert. „Gerade im damit verbundenen Rehabilitationsprozess spielt die Selbsthilfe eine zentrale Rolle. Sie ergänzt die medizinische und therapeutische Versorgung, indem sie den Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen Orientierung, Erfahrungsaustausch und emotionale Unterstützung bietet“, unterstreicht Prof. Dr. Stephan Hackenberg. Der Direktor der HNO-Klinik des UKW fährt fort: „Deshalb sind wir seit dem Jahr 2011 offizieller Förderer der CI-Selbsthilfe bei der DCIG, der Deutschen Cochlea Implantat Gesellschaft e.V.“

Finanzielle Unterstützung und fachlicher Austausch

Anlässlich dieses 15-jährigen Jubiläums besuchte am 1. Juli 2026 eine Delegation der DCIG und der von der Gesellschaft herausgegebenen Fachzeitschrift „Schnecke – Leben mit Cochlea-Implantat & Hörgerät“ das UKW und überbrachte eine Urkunde. Dabei bedankte sich Dr. Roland Zeh, der Präsident der DCIG, nicht nur für die finanzielle Unterstützung durch die Würzburger Klinik, sondern vor allem auch für den kontinuierlichen und intensiven fachlichen Austausch. Michaela Peterhoff, die Leiterin der CI-Selbsthilfegruppe Würzburg-Unterfranken, ergänzte: „Selbsthilfe lebt davon, dass es Orte gibt, an denen Menschen mit einer Hörschädigung willkommen sind – nicht als Fall, sondern als Mensch. Diese Klinik ist ein solcher Ort.“

Das CHC Würzburg als wegweisende Einrichtung

Prof. Dr. Kristen Rak, der leitende Arzt des Bereichs Implantierbare Hörsysteme der HNO-Klinik, nutzte das Treffen, um den Gästen die Struktur und die Leistungen des Comprehensive Hearing Centers (CHC) Würzburg vorzustellen. Das 2009 gegründete interdisziplinäre Hörzentrum des UKW fasst sämtliche an der Versorgung von Schwerhörigen beteiligten Fachgruppen räumlich kompakt zusammen. Die Patientinnen und Patienten werden ganzheitlich, interdisziplinär und individuell zu allen aktuellen Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten beraten. Zu den Angeboten gehören ein Neugeborenen-Hörscreening genauso wie die Versorgung mit den modernsten Hörgeräten und implantierbaren Hörsystemen. Dies schließt die lebenslange Nachsorge bei diesen Hörhilfen mit ein. „Gerade auch CI-Trägerinnen und -Träger profitieren von dieser hochspezialisierten Betreuung“, erläuterte Rak. Hinzu kämen am Zentrum viele interdisziplinäre Forschungsprojekte, die unter anderem Eingang in die Entwicklung neuer Hörhilfen finden.

Text: Pressestelle / UKW
 

Delegation der DCIG und der von der Gesellschaft herausgegebenen Fachzeitschrift „Schnecke – Leben mit Cochlea-Implantat & Hörgerät“ das UKW und überbrachte eine Urkunde.
Von links: Dr. Roland Zeh (Präsident DCIG), Sonja Oligmacher (Vizepräsidentin DCIG) und Marisa Strobel (Chefredakteurin „Schnecke“) überreichten die Dankesurkunde für die 15-jährige Förderung an Prof. Dr. Stephan Hackenberg (Klinikdirektor) und den Prof. Dr. Kristen Rak (Leitenden Oberarzt, beide HNO-Klinik des Uniklinikums Würzburg). © Helmuth Ziegler / UKW