Aktuelle Pressemitteilungen

Hentschel-Stiftung Würzburg "Kampf dem Schlaganfall" Ausschreibung: Hentschel-Preis 2022

„Kampf dem Schlaganfall“  Die Hentschel-Stiftung mit Sitz in Würzburg fördert die Schlaganfallforschung, um die Behandlung der Betroffenen zu verbessern. Die Hentschel-Stiftung schreibt hierzu erneut deutschlandweit für eine herausragende Doktorarbeit oder eine hochrangige wissenschaftliche Publikation zum Thema „Schlaganfall“ einer jungen Wissenschaftlerin/eines jungen Wissenschaftlers den Hentschel-Preis 2022 aus.  

Der Preis ist mit 5.000 € dotiert und kann geteilt werden. Der Preis soll an jüngere Wissenschaftler/innen (Altersgrenze 40 Jahre) verliehen werden, die herausragende Leistungen in der Schlaganfallforschung aufzuweisen haben. 

Förderungswürdig sind Arbeiten aus der Grundlagenforschung, der klinischen Forschung sowie aus der Versorgungsforschung. Die Arbeit muss in deutscher oder englischer Sprache verfasst sein. Die Preisvergabe erfolgt gemäß einer Entscheidung des Vorstands der Hentschel-Stiftung Würzburg im Rahmen des 7. Würzburger Schlaganfallsymposiums, das am 26.10.2022 stattfinden wird.

Bewerbungen sollten die betreffende Arbeit, einen Lebenslauf mit Lichtbild und ein Schriftenverzeichnis umfassen und in fünffacher Ausfertigung bis zum 15.8.2022 postalisch geschickt werden an: 

Prof. Dr. Jens Volkmann

Direktor der Neurologischen Klinik und Poliklinik 

Universitätsklinikum Würzburg

Josef-Schneider-Str. 11

D - 97080 Würzburg

 

Informationen zur Stiftung finden sie unter: www.hentschel-stiftung.de 

Uniklinikum Würzburg: Akademie mit neuem Leiter

Die Akademie des Uniklinikums Würzburg wird seit Anfang Mai dieses Jahres von Nils Eggers geleitet. Der studierte Physiotherapeut und im Gesundheitswesen erfahrene Dozent soll das breite Angebot an Fort- und Weiterbildungen für Krankenhauspersonal fortführen und weiterentwickeln.

Die Akademie des Uniklinikums Würzburg (UKW) bildet seit sechs Jahren die verschiedenen an Krankenhäusern beschäftigten Berufs- und Personengruppen fort. Das Angebot richtet sich sowohl an Beschäftigte des UKW, wie auch externe Teilnehmende. Die Führung des Schulungszentrums übernahm zum 1. Mai dieses Jahres Nils Eggers von seiner Vorgängerin Anna Blaschke. 

Langjährige Erfahrungen als Physiotherapeut und Dozent 

Unmittelbar nach dem Bachelor-Abschluss seines Physiotherapie-Studiums an der Hochschule Fresenius in Idstein im Jahr 2012 arbeitete Eggers nicht nur als Therapeut, sondern startete parallel eine Zweitkarriere als Dozent. Zunächst schulte er an der Physio Training Academy in Bühlertal die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer in Myofascialem Taping. Ab 2016 verfolgte er seine Leidenschaft zum Unterrichten als Lehrkraft für Physiotherapie an der Medizinischen Akademie in Aschaffenburg. Zu diesem Zeitpunkt verschob sich sein beruflicher Schwerpunkt von der physiotherapeutischen Praxis hin zur Lehrtätigkeit. „Da sich das mehr und mehr als mein weiterer Berufsweg herauskristallisierte, schob ich zwischen 2017 und 2019 noch ein Master-Studium in ‚Pädagogik für Gesundheitsberufe‘ an der Hochschule Döpfer in Köln nach“, berichtet Eggers. 

Zuletzt stellvertretender Schulleiter in Aschaffenburg

In 2018 übernahm er an der Medizinischen Akademie die stellvertretende Schulleitung. Dies brachte ihn verstärkt in Kontakt mit Verwaltungstätigkeiten und dem Themenkreis des Qualitätsmanagements. Außerdem organisierte er Auslandsprojekte und Pflichtpraktika und kümmerte sich um die Akquise von neuen Kooperationspartnerschaften.„Der Wechsel an die Akademie des Uniklinikums Würzburg bietet mir mit neuen Herausforderungen die Chance zur beruflichen Weiterentwicklung“, schildert Eggers. Nach seiner Einschätzung ist die Einrichtung mit ihrer räumlichen Nähe zum UKW und der verkehrstechnisch guten Erreichbarkeit Würzburgs sowohl für regionale, wie auch bundesweite Fortbildungswillige hoch attraktiv. 

Diverse Pläne zur Fortentwicklung der Akademie

Zu seinen Zielen für die kommenden Monate zählt er unter anderem die noch stärkere Gewinnung von externen Teilnehmenden und die Gestaltung digitaler Lehr- und Lernformate. „Als Physiotherapeut wünsche ich mir ferner die Erweiterung des bisher stark auf die Pflege zugeschnittenen Kursangebots in Richtung der Heilberufe“, so Eggers.Einen Ausgleich zu seinen beruflichen Aufgaben finde der zweifach Familienvater als Frontmann der mindestens semi-professionell agierenden Aschaffenburger Metall-Band „Sugarcoat for the Monster“.

Ein potenzieller Jungbrunnen für das Immunsystem

Im Alter nimmt die Leistung der Immunabwehr ab, ältere Menschen sind anfälliger für Infektionen. Forschungsteams aus Würzburg und Freiburg haben jetzt einen Ansatz entdeckt, über den sich dieser Prozess bremsen lassen könnte.

Die Coronapandemie hat es deutlich vor Augen geführt: Ältere Menschen sind anfälliger für Infektionen, Infektionskrankheiten verlaufen bei ihnen schwerer als bei Jugendlichen, und sie brauchen deutlich länger, bis sie wieder gesund sind. Tatsächlich nimmt die Leistungsfähigkeit der menschlichen Immunabwehr etwa ab dem 60. Lebensjahr kontinuierlich ab.

Der Grund dafür ist bekannt: „Bei der Erkennung von Fremdkörpern und der Abwehr von Infektionen spielen sogenannte T-Lymphozyten eine zentrale Rolle“, erklärt Professor Dominic Grün, Inhaber des Lehrstuhls für Computational Biology of Spatial Biomedical Systems der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) und Direktor des Instituts für System Immunologie.

T-Lymphozyten sind Teil des erworbenen Immunsystems. Sie entwickeln sich vor allem in den frühen Lebensjahren im Thymus, einem kleinen lymphatischen Organ, das im Brustkorb hinter dem Brustbein liegt. „Allerdings schrumpft der Thymus im Laufe des Alters und lässt immer weniger T-Zellen heranreifen mit der Folge, dass die Immunabwehr schwächer wird“, so Professor Thomas Boehm, Leiter einer Arbeitsgruppe am Max Planck Institut für Immunbiologie und Epigenetik.

Publikation in Nature

Grün und Boehm haben jetzt gemeinsam neue Details der Vorgänge entschlüsselt, die ablaufen, wenn der Thymus schrumpft. Ihre Erkenntnisse, die die Forscher in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature vorstellen, könnten dazu beitragen, die altersbedingte Abnahme der Immunfunktion zumindest zu bremsen und neue Therapien zu entwickeln, die diese Risiken des Alters vermindern.

Dafür haben sie schon in den vergangenen Jahrzehnten wichtige Vorarbeiten geleistet. So konnten in der Arbeitsgruppe von Thomas Boehm die genetischen Schalter identifiziert werden, die im Thymus für die T-Zellreifung erforderlich sind. Wesentlich sind dabei sogenannte thymische Epithelzellen, welche die T-Zellvorläufer anlocken und zur Reifung bringen. Frühere Arbeiten in Boehms Labor hatten gezeigt, dass die beiden Hauptformen des thymischen Epithels aus bipotenten Vorläuferzellen hervorgehen. Unklar war aber bisher, ob es mehr als einen Vorläufertypus gibt, und in wie viele Unterformen die Vorläufer ausdifferenzieren.

„Um besser zu verstehen, warum der Thymus im Laufe des Lebens schrumpft, ist ein detailliertes Verständnis seiner Zelltypen erforderlich“, erklärt Dominic Grün. Besonders interessant wäre es aus Sicht der Wissenschaft, wenn sich im Gewebe sogenannte „naive Progenitorzellen“ nachweisen ließen. Diese Vorläuferzellen können in alle Epithelzelltypen des Thymus ausreifen und bieten damit einen wichtigen Ansatzpunkt, um der Abnahme der Thymusfunktion entgegenzuwirken.

Jede einzelne Zelle im Blick

Tatsächlich ist es den beiden Arbeitsgruppen jetzt gelungen, derartige Vorläuferzellen im Thymus erwachsener Mäuse nachweisen. Zum Einsatz kamen dabei modernste Methoden der Einzelzellbiologie – insbesondere die sogenannte mRNA-Einzelzellsequenzierung. Grün zählt zu den Pionieren auf diesem Gebiet und hat in den vergangenen Jahren maßgeschneiderte bioinformatische Methoden entwickelt, um biologische Erkenntnisse aus diesen komplexen Daten zu gewinnen.

„Diese Technik ermöglicht es, einen molekularen Fingerabdruck einer jeden Zelle auf Basis ihrer Genexpression zu erstellen. Mit Hilfe der molekularen Fingerabdrücke jeder Zelle lässt sich eine Karte aller Differenzierungspfade ableiten, welche die Verwandtschaftsverhältnisse der Zellen, und somit ihren Stammbaum widerspiegelt“, erklärt Grün.

Mit Hilfe der CRISPR-Genschere und eines im Labor Boehm entwickelten transgenen „Barcoding“-Mausmodells gelang es den Teams zudem, alle Epithelzellen im heranwachsenden Thymus mit molekularen „Barcodes“ zu markieren. Weil diese individuellen Kennzeichen an alle Tochterzellen im Laufe des Lebens unverändert weitergegeben wurden, konnten die Forscherinnen und Forscher die Verwandtschaftsverhältnisse der Tochterzellen zu unterschiedlichen Zeitpunkten entschlüsseln.

Die im Labor Grün etablierte Kombination aus Einzelzell- und Barcode-Sequenzierung erlaubte es schließlich, die molekularen Identitäten der Zellen und ihre Verwandtschaftsverhältnisse gleichzeitig zu messen. Über diesen Ansatz konnten die Forscher zwei Vorläuferzelltypen entdecken – eine vornehmlich im Laufe der Embryonalentwicklung und in der Frühphase des Lebens aktive Population, und eine hieraus entstehende „postnatale“ Population mit erhöhter Aktivität im Erwachsenenalter.

Ein Angriffspunkt für neue Therapien

„Wir haben auf diese Weise unterschiedliche Vorläuferzellpopulationen im embryonalen und im erwachsenen Thymus entdeckt, die in die verschiedenen reifen Epithelzelltypen des Thymus ausdifferenzieren können“, beschreibt Grün das wesentliche Ergebnis der jetzt veröffentlichten Studie. Diese Vorläuferzellen seien essentiell, um die Gewebefunktion zu erhalten und die Entwicklung von T-Zellen des adaptiven Immunsystems zu unterstützen.

Durch die Kombination transgener Tiermodelle aus dem Labor Boehm mit der Einzelzellmethodik der Arbeitsgruppe Grün gelang es überdies, die Wirkung einer seit Jahren bekannten Methode zur Vermehrung von Thymus-Epithelzellen zu verstehen. Die Forscher konnten zeigen, dass ein bestimmter Wachstumsfaktor die Vorläuferzellpopulation auch im alternden Thymus erhält und damit dem altersbedingten Schrumpfen dieses Organs entgegenwirkt. Diese Erkenntnisse können die Basis für die Entwicklung neuartiger Therapien bilden, die dazu beitragen, die Funktion des Immunsystems im Alter zu erhalten.

Originalpublikation

Developmental dynamics of two bipotent thymic epithelial progenitor types. Anja Nusser, Sagar, Jeremy B. Swann, Brigitte Krauth, Dagmar Diekhoff, Lesly Calderon, Christiane Happe, Dominic Grün & Thomas Boehm. Nature, DOI: 10.1038/s41586-022-04752-8. www.nature.com/articles/s41586-022-04752-8

Kontakt

Prof. Dr. Dominic Grün, Würzburg Institut für Systemimmunologie (WüSI), Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Lehrstuhl für Computational Biology of Spatial Biomedical Systems, T: +49 931 31-81481, dominic.gruen@ uni-wuerzburg.de Prof. Dr. Thomas Boehm, Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik (MPI-IE) Freiburg,T: +49 761 5108-328, boehm@ie-freiburg.mpg.de

Das Institut für Systemimmunologie

Die Max-Planck-Forschungsgruppe am Institut für Systemimmunologie der Universität Würzburg erforscht das Wechselspiel des Immunsystems mit dem Organismus, insbesondere die Interaktion verschiedener Zellen des Immunsystems in lokalen Netzwerken und mit Zellen anderer Organsysteme. Ziel ist es, die Grundlagen für eine erfolgreiche Immunantwort gegen Infektionserreger und Tumore zu verstehen und therapeutisch zu nutzen.

Das Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik

Das Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik (MPI-IE) in Freiburg ist eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung, die sich mit zwei Schlüsselbereichen der modernen Biologie befasst: Immunbiologie untersucht die Wege, mit denen mehrzellige Organismen sich gegen Pathogene verteidigen. Epigenetik ist die Erforschung vererbbarer Eigenschaften, die nicht durch Veränderungen der zugrunde liegenden DNA-Sequenz entstehen. 13 Forschungsgruppen arbeiten dort derzeit daran, die der menschlichen Gesundheit zugrunde liegende Biologie zu erforschen und wichtige Fragen zu Lebensprozessen zu beantworten.

Pressemitteilung der Universität Würzburg

Zum Tag der Organspende: Posterausstellung am Uniklinikum Würzburg

Rund um den diesjährigen Tag der Organspende liefert das Uniklinikum Würzburg vom 2. bis 7. Juni mit einer Posterausstellung zentrale Fakten zu der für viele Menschen lebenswichtigen Entscheidung.

Der von der Deutschen Stiftung Organtransplantation im Jahr 1983 ins Leben gerufene Tag der Organspende findet in diesem Jahr am 4. Juni statt. Der Thementag soll danken, aufklären und die Bedeutung der Entscheidung für eine Organspende unterstreichen. Das Uniklinikum Würzburg (UKW) nimmt dies zum Anlass, vom 2. bis zum 7. Juni 2022 in der Magistrale des Zentrums für Operative Medizin an der Oberdürrbacher Straße eine Posterausstellung zu präsentieren. Die Aushänge vor dem Hörsaal und in der Nähe der Cafeteria verdeutlichen zum Beispiel den Ablauf einer Organspende, beschreiben die Feststellung des Hirntods und zeigen, wer in der Region für Transplantationen zuständig ist. 

Organisatorin der Schau ist Dr. Anna Laura Herzog. Die geschäftsführende Oberärztin des Transplantationszentrums des UKW berichtet: „Alleine in Bayern warten aktuell 1100 Patientinnen und Patienten auf ein lebensrettendes Spenderorgan, davon gut 250 am UKW.“ Nach ihren Worten kann ein chronisch Nierenkranker an der Dialyse zwar einige Jahre überleben, hat aber je nach Gesundheitszustand eine deutlich verminderte Lebenserwartung. „Bei Herz oder Leber gibt es praktisch keine Möglichkeit, die Organfunktion längerfristig zu ersetzen. So sterben auch in Würzburg jährlich etwa 25 Patientinnen und Patienten auf der Warteliste für eine Transplantation, weil sie nicht rechtzeitig ein Spenderorgan erhalten“, unterstreicht Dr. Herzog. 

 Start ins Jahr 2022 mit Herausforderungen durch Corona

Laut der Expertin war der Start in das Jahr 2022 aus Sicht der potenziellen Organempfängerinnen und -empfänger eine enorme Herausforderung: „Die zahlreichen, durch die Corona-Pandemie verursachten personellen Ausfälle in den Transplantationsteams führten dazu, dass im ersten Quartal dieses Jahres bundesweit nur 176 Organspenderinnen und Organspender zur Verfügung standen – im Vorjahr waren es im Vergleichszeitraum 249.“

FOCUS Ärzteliste 2022: 56 Empfehlungen für das UKW

Die Darstellung in der Liste erfolgt in gemischter Form nach Fachgebiet, Krankheit, Organ bzw. Patientengruppe. Manche Ärzte werden mehrfach empfohlen.

Eingang des ZOM an der Uniklinik Würzburg.
Eingang des ZOM an der Uniklinik Würzburg. Die Ärzteliste 2022 spricht 56 Empfehlungen für das UKW aus. Fotos: UKW

Würzburg. Insgesamt 56 Empfehlungen für die Ärztinnen und Ärzte der Uniklinik Würzburg (UKW) gibt es in der neuen „Focus Ärzteliste 2022“. In dieser Woche wurde das Sonderheft mit der Liste veröffentlicht. Die Arbeit von UKW-Krebsexperte Prof. Dr. Herrmann Einsele als „Vorreiter der Krebstherapie“ wird zudem in ein einem eigenen Beitrag dargestellt.

 „Diese Bewertung ist ein weiterer Beleg für die enorme Qualität in der medizinischen Versorgung am Würzburger Universitätsklinikum. Das ist eine starke Gemeinschaftsleistung unserer Klinik. Und es zeigt auch, dass wir während der Corona-Pandemie unserem hohen Qualitätsanspruch gerecht wurden“, betont Prof. Dr. Jens Maschmann, Ärztlicher Direktor am UKW.

Die Darstellung in der Liste erfolgt in gemischter Form nach Fachgebiet, Krankheit, Organ bzw. Patientengruppe. Manche Ärzte werden mehrfach empfohlen. Die Auflistung folgt der Darstellung im Magazin, die Kontakte und die jeweilige Fachklinik am UKW können über die Homepage des UKW recherchiert werden: www.ukw.de. Dort gibt es etwa die Rubrik „Ärztefinder“ und auch einen „Körperkompass“ für die individuelle Suche.

Folgende Mediziner der Uniklinik Würzburg empfiehlt die Focus-Ärzteliste 2022:

Atemwege & Immunsystem, Infektiologie:

Prof. Dr. Christoph Härtel

Prof. Dr. Hartwig Klinker

Prof. Dr. Johannes G. Liese

 

Atemwege & Immunsystem, Rheumatologie:

Prof. Dr. Hans-Peter Tony 

 

Augen, Netzhauterkrankungen:

Prof. Dr. Jost Hillenkamp

 

Diabetes, Diabetische Augenerkrankungen:

Prof. Dr. Jost Hillenkamp

 

Diabetes, Diabetische Polyneuropathie:

Prof. Dr. Claudia Sommer

 

Diabetes, Diabetologie:

Prof. Dr. Martin Fassnacht,

Prof. Dr. Christoph Wanner

 

Gehirn & Nerven, Demenzen:

Prof. Dr. Martin Lauer

 

Gehirn & Nerven, Neurochirurgie:

Dr. Jürgen Krauß

 

Gehirn & Nerven, Parkinson:

Prof. Dr. Jens Volkmann

 

Geriatrie & Palliativmedizin, Palliativmedizin:

Prof. Dr. Birgitt van Oorschot

 

Geriatrie & Palliativmedizin, Akutgeriatrie:

Prof. Dr. Jens Volkmann 

 

Hormone & Stoffwechsel, Bluthochdruck

Prof. Dr. Martin Fassnacht,

Prof. Dr. Christoph Wanner

 

Hormone & Stoffwechsel, Endokrine Chirurgie:

Prof. Dr. Nicolas Schlegel

 

Hormone & Stoffwechsel, Endokrinologie & Fettstoffwechsel:

Prof. Dr. Martin Fassnacht

Prof. Dr. Stefanie Hahner

Prof. Dr. Christoph Wanner

 

Kinder, Kinderkardiologie:

Prof. Dr. Johannes Wirbelauer

 

Kinder, Neonatologie:

Prof. Dr. Christoph Härtel

 

Knochen & Gelenke, Ellenbogenchirurgie:

Prof. Dr. Reiner H. Meffert

 

Knochen & Gelenke, Kniechirurgie:

Dr. Kai Fehske

 

Knochen & Gelenke, Sportorthopädie:

Dr. Kai Fehske

 

Krebs, Blasenkrebs:

Prof. Dr. Hubert Kübler

 

Krebs, Brustkrebs:

Prof. Dr. Achim Wöckel

 

Krebs, Gynäkologische Tumoren:

Prof. Dr. Achim Wöckel

 

Krebs, Knochen & Weichteiltumoren:

Prof. Dr. Martin Kortüm

Prof. Dr. Volker Kunzmann

 

Krebs, Kopf-Hals-Tumoren:

Prof. Dr. Alexander Kübler

Prof. Dr. Rudolf Hagen

 

Krebs, Leukämie & Knochenmarkerkrankungen:

Prof. Dr. Herman Einsele

 

Krebs, Lymphome:

Prof. Dr. Hermann Einsele

 

Krebs, Prostatakrebs:

Prof. Dr. Hubert Kübler

 

Krebs, Strahlentherapie:

Prof. Dr. Michael Flentje

 

Krebs, Tumoren des Verdauungstraktes:

Prof. Dr. Christoph-T. Germer,

Prof. Dr. Volker Kunzmann

 

Magen, Darm, Bauch, Adipositas-Chirurgie:

Prof. Dr. Florian Seyfried

 

Magen, Darm, Bauch, Bauchchirurgie:

Prof. Dr. Christoph-T. Germer

 

Magen, Darm, Bauch, Gallenblasen-/Gallenwegchirurgie:

Prof. Dr. Christoph-T. Germer

 

Magen, Darm, Bauch, Gastrointestinale Endoskopie:

Prof. Dr. Alexander Meining

 

Magen, Darm, Bauch, Harnsteine:

Prof. Dr. Hubert Kübler

 

Mund, Kiefer, Gesicht & Zähne, Ästhetische Zahnheilkunde:

Prof. Dr. Gabriel Kastl

 

Mund, Kiefer, Gesicht & Zähne, Kieferorthopädie:

Prof. Dr. Angelika Stellzig-Eisenhauer

 

Mund, Kiefer, Gesicht & Zähne, Oralchirurgie:

Prof. Dr. Alexander Kübler

 

Mund, Kiefer, Gesicht & Zähne, Orthognathe Chirurgie:

Prof. Dr. Urs Müller-Richter

 

Mund, Kiefer, Gesicht & Zähne, Rekonstruktive Chirurgie:

Prof. Dr. Urs Müller-Richter

 

Psyche, Angst und Zwangsstörungen:

Prof. Dr. Jürgen Deckert

Prof. Dr. Marcel Romanos

 

Psyche, Depressionen:

Prof. Dr. Jürgen Deckert

Prof. Dr. Sarah Kittel-Schneider

 

Psyche, Essstörungen:

Prof. Dr. Marcel Romanos

 

Psyche, Schizophrenie:

PD Dr. Martin Lauer

 

Psyche, Suchterkrankungen:

PD Dr. Martin Lauer

 

Radiologie & Nuklearmedizin, Nuklearmedizin:

Prof. Dr. Andreas Buck

Eingang des ZOM an der Uniklinik Würzburg.
Eingang des ZOM an der Uniklinik Würzburg. Die Ärzteliste 2022 spricht 56 Empfehlungen für das UKW aus. Fotos: UKW

Morbus Fabry – eine Erkrankung mit vielen Fragen

7th Update on Fabry Disease in Würzburg - vom 29. bis zum 31. Mai 2022 findet in Würzburg ein internationaler Kongress über die seltene Fabry-Erkrankung statt.

Im Würzburger Fabry-Zentrum erforschen der Nephrologe Christoph Wanner, die Neurologin Nurcan Üçeyler und der Kardiologe Peter Nordbeck (v.l.n.r.) gemeinsam mit ihren Teams die seltene Erkrankung, die Herz, Nieren und Gehirn beeinträchtigt. (© Daniel Peter / UKW)
Grafik von verschiedenen UKW-Abteilungen im Fabry-Zentrum
Die Multisystemerkrankung Morbus Fabry erfordert einen interdisziplinären und interprofessionellen Ansatz, der am Uniklinikum Würzburg intensiv gelebt wird. (© Luftbild Dziamski / Collage UKW)

Würzburg. Nach Bergamo, Vancouver, Hong Kong, Manchester, Mexiko City und Prag ist nun Würzburg der Austragungsort des internationalen Fabry Kongresses. Beim 7th Update on Fabry Disease vom 29. bis 31. Mai 2022 werden sich namhafte Fachleute sowie Behandelnde der Fabry-Krankheit aus der ganzen Welt über jüngste wissenschaftliche Erkenntnisse austauschen. Der Schwerpunkt liegt auf neuen Behandlungsansätzen, Ausgangsmerkmalen, die das patientenindividuelle Ansprechen auf die Behandlung von Morbus Fabry bestimmen und Antikörper-Interaktionen mit der sogenannten infundierten Enzymersatztherapie (ERT = Enzyme Replacement Therapy). 

Die lysosomale Speichererkrankung Morbus Fabry wird über ein fehlerhaftes Gen, das GLA-Gen, hervorgerufen. Die Mutationen haben zur Folge, dass dem Körper das lebenswichtige Enzym alpha-Galaktosidase A teilweise oder gänzlich fehlt. Dadurch können wiederum die sogenannten Glykosphingolipide nicht genügend abgebaut werden, die Fettsubstanzen reichern sich in verschiedenen Zellen im gesamten Körper an und schädigen das Gewebe und wichtige Organe, vor allem die Nieren und das Herz, aber auch das Gehirn

Interdisziplinäre Forschung und Behandlung

Für diese Trias Niere, Herz und Nervensystem – steht im Würzburger Fabry-Zentrum für interdisziplinäre Therapie (FAZiT) ein exzellentes Forschungs- und Behandlungsteam zur Verfügung. Prof. Dr. med. Christoph Wanner, Leiter der Nephrologie in der Medizinischen Klinik und Poliklinik I, hatte das Zentrum bereits im Jahr 2001 gegründet, wenig später kam die Kardiologie mit Privatdozent Dr. Peter Nordbeck hinzu. Und inzwischen ist auch die Neurologie mit Prof. Dr. Claudia Sommer und Prof. Dr. Nurcan Üçeyler stark eingebunden. Weitere Expertise kommt aus zahlreichen Fachabteilungen der Uniklinik wie der Kinderklinik, Radiologie, kardiovaskulären Genetik, HNO sowie Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie aber auch aus den Instituten für Humangenetik und Pathologie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

„Diese X-chromosomal vererbte Multisystemerkrankung erfordert einen interdisziplinären und interprofessionellen Ansatz, den wir hier in Würzburg intensiv leben“, betont Christoph Wanner. „Wir können in kurzer Zeit ein umfassendes Diagnostikprogramm durchführen und zeitnah individualisierte Therapien anbieten.“

Akademisches Flair

Das Würzburger Fabry-Zentrum ist das größte in Deutschland. In seiner Spezialambulanz werden aktuell 200 Erwachsene und Kinder betreut. Viele der Patientinnen und Patienten nehmen an Studien teil. So wurden in der Beobachtungsstudie seit Zentrumsgründung im Jahr 2001 die Krankheitsverläufe von 400 Betroffenen analysiert. Die krankheitsbezogenen Daten fließen sowohl in die interne Datenbank als auch in internationale Register wie etwa das weltweite Fabry Registry, welches von Würzburg aus mitgeleitet wird. So werden bei dieser sehr seltenen Erkrankungen Informationen zusammengetragen, die verlässliche Aussagen über den Krankheitsverlauf der Krankheit und den Erfolg der Behandlungen ermöglichen.

Morbus Fabry bietet mit seinem breit gefächerten Krankheitsbild zahlreiche wissenschaftliche Fragestellungen. „Ideal für den Nachwuchs! Dieses akademische Flair, den das Fabry-Zentrum umgibt, hat mich immer fasziniert“, schwärmt Christoph Wanner: „Allein aus dem Beobachtungsregister sind in Würzburg 150 Publikationen entstanden.“

Portfolio der Würzburger Neurologie hat Alleinstellungscharakter

Vor allem für die Neurologie ist Morbus Fabry eine besonders wichtige Erkrankung, da sie das periphere und zentrale Nervensystem betreffen kann. Die neurologischen Hauptsymptome sind wiederkehrende Schlaganfälle und Schmerzen. Insbesondere die mit Morbus Fabry assoziierten Schmerzen, die bereits in der Kindheit eintreten, sowie die mit der Erkrankung einhergehende Kleinfaserneuropathie werden seit mehr als zehn Jahren in der Neurologischen Klinik am Uniklinikum Würzburg umfangreich untersucht. Nurcan Üçeyler, Heisenberg-Professorin und Prodekanin der Medizinischen Fakultät nennt Beispiele: „So wird die Pathophysiologie von Schmerz und Neuropathie im Mausmodell beforscht, und durch die Etablierung patienteneigener Zellkultursysteme basierend auf induzierten pluripotenten Stammzellen können wir genuine translationale Forschung betreiben. Dieses umfangreiche Portfolio über anspruchsvolle klinische Forschung, Forschung im Tiermodell und an patienteneigenen Körperzellen zum Thema Neurologie und Morbus Fabry hat Alleinstellungscharakter.“

Der Morbus Fabry als kardiale Modell-Erkrankung

Aus Sicht der Kardiologie liegt ein aktueller Hauptfokus der Forschung vor allem auf der genaueren Charakterisierung der Pathophysiologie, also der Krankheitsentstehung, und der dadurch bedingten klinischen Ausprägung der Erkrankung. Interessanterweise teilt der Morbus Fabry viele Gemeinsamkeiten mit anderen Erkrankungen welche zu einer Verdickung des Herzmuskels führen, so dass die Erkrankung sowohl hinsichtlich der Diagnostik als auch in Bezug auf die Weiterentwicklung neuer Therapiekonzepte Modellcharakter hat. So konnten unter anderem zuletzt neue Bildgebungstechniken entwickelt werden, die nicht nur für die Diagnostik der Fabry-Erkrankung vielversprechend sind. Gleiches gilt für die Therapie: „Die erfolgreiche Einführung neuer Therapieansätze wie der sogenannten Chaperon-Therapie bedeuten für eine große Zahl herzkranker Patientinnen und Patienten in Deutschland und weltweit eine enorme Chance, da gerade im Bereich von Herzmuskelschwäche, die aus einer Verdickung des Herzmuskels resultiert, bisher kaum wirksame Behandlungsmöglichkeiten verfügbar waren“, erklärt Privatdozent Dr. Peter Nordbeck.

Suche nach geeignete Gentherapien

Neben der noch relativ neuen Chaperon-Therapie ist die infundierte Enzymersatztherapie augenblicklich die einzige Therapie, die den Betroffenen zur Verfügung steht. Dabei wird den Patientinnen und Patienten alle 14 Tage ein bestimmtes Enzym über eine Infusion in die Vene verabreicht. „Das ist zeitaufwändig und kann das natürliche Enzym immer noch nicht zu hundert Prozent ersetzen“, bemerkt Christoph Wanner. „Wir arbeiten mit Hochdruck mit an klinischen Studien zu geeigneten Gentherapien. Erste Ergebnisse werden beim 7th Update on Fabry Disease in Würzburg diskutiert. Es wird spannend.“

Sämtliche Abstracts des 7th International Update on Fabry Disease sind ab dem 26. Mai 2022 im Journal Nephron online: DOI: 10.1159/000524933

Emotionales Wiedersehen nach 50 Jahren

Ehemalige Kinderkrankenschwestern 50 Jahre nach Ausbildungsabschluss zu Besuch am Universitätsklinikum Würzburg

WÜRZBURG. Neun Kinderkrankenschwestern der damaligen „Säuglings- und Kinderkrankenschwestern-Schule“ durfte das Universitätsklinikum Würzburg nun begrüßen. Die Frauen haben ihre Ausbildung im Kurs der Jahre 1969 bis 1972 gemeinsam am UKW abgeschlossen. Zum Jubiläum besichtigten sie nun unter Einhaltung der Präventionsregeln ihre ehemalige Wirkungsstätte.

Beim Treffen wurden lebhaft Erinnerungen über damalige Arbeitskleidung, Abläufe auf Station und auch Prüfungsphasen ausgetauscht. „Wir freuen uns riesig, dass die Uniklinik uns dieses besondere Treffen ermöglichte“, sagt Organisatorin Annemarie Kröninger. Sie überreichte Kinderkrankenschwester Claudia Agne und Klinikdirektor Prof. Dr. Christoph Härtel zum Abschied eine Dankesurkunde mit einem 50 Jahre alten Abschlussfoto der Gruppe.