Aktuelle Pressemitteilungen

Ein Zauberwald an der Würzburger Universitäts-Frauenklinik

In einen fast schon mystischen Ort verwandelt sich derzeit allabendlich der Garten der Würzburger Universitäts-Frauenklink.

In einen fast schon mystischen Ort verwandelt sich derzeit allabendlich der Garten der Würzburger Universitäts-Frauenklink. Täglich ab 16:00 Uhr tauchen Strahler dessen Bäume in farbenprächtiges Licht. „Mit der temporären Installation wollen wir unseren Patientinnen, den Klinikumsbeschäftigten und allen sonstigen Betrachtern einen freundlich-interessanten Blickfang in der dunklen Jahreszeit bieten“, erläutert Prof. Dr. Achim Wöckel. Der Direktor der Frauenklinik dankte den Kollegen vom Technischen Betrieb des Klinikums für die professionelle Umsetzung. Der illuminierte „Zauberwald“ wird voraussichtlich noch bis ins neue Jahr hinein zu erleben sein.

Würzburger Forum Bevölkerungsschutz: Absage

WüFoBEST2021 muss nun auch als Online-Veranstaltung abgesagt werden

 

Sehr geehrte Damen und Herren,  

leider müssen wir aufgrund der aktuellen Lageentwicklung das Würzburger Forum Bevölkerungsschutz, WüFoBEST2021 absagen.
Eine Präsenzveranstaltung mit der wertvollen Kontaktpflege und dem wichtigen persönlichen Austausch verbietet sich selbstverständlich.
Wir hatten alternativ eine verkürzte Onlineveranstaltung in Vorbereitung, die wir nun aber aufgrund der Feststellung des Katastrophenfalls in Bayern ebenfalls absagen.
Sie alle sind in den kommenden Wochen in den unterschiedlichsten Funktionen an der Krisenbewältigung beteiligt. Bei der Erfüllung Ihrer wichtigen Aufgaben wünschen wir Ihnen viel Kraft und Energie.
Darüber hinaus wünschen wir Ihnen eine wertvolle und vor allem gesunde Vorweihnachtszeit und ein besinnliches Fest.

 


Wir wollen zuversichtlich sein und planen WüFoBEST 2022: SAVE THE DATE: 15.01.2022

 

 

 

Univ.-Prof. Dr. med. Thomas Wurmb
Leiter der Sektion Notfall- und Katastrophenmedizin
Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie
(Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Patrick Meybohm)
Universitätsklinikum Würzburg
Oberdürrbacherstrasse 6, 97080 Würzburg
 

 

Harald Erhard
Bezirksgeschäftsführer  
Bayerisches Rotes Kreuz
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Bezirksverband Unterfranken
Greisingstr. 10a,  97074 Würzburg

 

 

 


KIWI: Seit 30 Jahren Unterstützer der Würzburger Universitäts-Kinderklinik

Seit dem Jahr 1990 unterstützt der Kiwi e.V. die Familien von Frühgeborenen und Kindern, die in der Kinderklinik des Uniklinikums Würzburg intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer entlasten die Angehörigen in schwierigen Zeiten und tragen zur Empathie im Krankenhausalltag bei.

Vor 30 Jahren gründeten betroffene Eltern, Pflegekräfte sowie Ärztinnen und Ärzte der Kinderintensivstation des Uniklinikums Würzburg (UKW) die Interessengemeinschaft zur Förderung der Kinder der Würzburger Intensivstation, kurz KIWI. „Unser Ziel ist es, die Eltern und das Personal der Stationen bestmöglich und in jeder Hinsicht zu unterstützen“, sagt Ina Schmolke, die Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins. Dazu investieren dessen Aktive seit 1990 ihr ehrenamtliches Engagement und die in unermüdlicher Arbeit gesammelten Spenden in viele, auf die spezifischen Bedürfnisse der „Zielgruppen“ maßgeschneiderte Projekte. Beispielsweise können – anders als auf Normalstationen – Angehörige von Kindern, die auf der Intensivstation versorgt werden müssen, nicht in deren Zimmer übernachten. „Für Eltern, die oft bis zu 100 Kilometer oder mehr von Würzburg entfernt leben, bleiben dann nur teure Hotelaufenthalte oder lange, tägliche Anfahrten“, schildert Ina Schmolke. Denjenigen, die sich das nicht leisten können oder die durch die Krankheitssituation psychisch stark belastet sind, bietet KIWI zwei klinikumsnahe Wohnungen an, in die Mütter oder Väter in der Zeit der Behandlung ihres Kindes einziehen können.

Besprechungszimmer eingerichtet


Als weitere „räumliche Hilfestellung“ richtete der Verein auf der Intensivstation der Kinderklinik ein Besprechungszimmer ein. „Als KIWI vor 30 Jahren gegründet wurde, fanden manche Arztgespräche zwischen Tür und Angel statt. Manchmal warteten Eltern im Flur darauf, ihre Kinder sehen zu können“, erinnert sich die Stationssekretärin Birgit Borowski-Lother. Mit dem Elternzimmer sei ein Raum geschaffen worden, in dem sich Eltern und Ärzte in Ruhe austauschen könnten und der auch eine kleine Rückzugsmöglichkeit vom Klinikgeschehen sei.

„Die Ärztinnen und Ärzte sowie das Pflegepersonal helfen medizinisch, aber für Eltern ist der Anblick eines Frühchens im Inkubator oder eines Kindes auf der Intensivstation dennoch sehr belastend“, weiß Ina Schmolke. Eine wertvolle Ansprechpartnerin kann dann nach den Erfahrungen der Vereinsvorsitzenden die von KIWI finanzierte Psychologin sein. Sie bietet Beratungsgespräche an, steht den Familien bei, unterstützt sie und organisiert Hilfe.

Hilfen auch nach der Entlassung

Die Arbeit des Vereins für die kleinen Patient*innen und deren Familien geht bei Bedarf auch nach dem Verlassen der Klinik weiter. Damit die erste Zeit daheim nicht zur Belastung wird, offeriert KIWI auf Wunsch eine mehrwöchige Nachsorge. Helferinnen und Helfer organisieren zum Beispiel Arzttermine, unterstützen bei der Beschaffung von Geräten und beim Ankommen im Alltag.

Damit der Kontakt zu den Familien anschließend nicht abreißt, feiert KIWI jeden Sommer das „Frühchenfest“ auf dem Spielplatz bei den Elternwohnungen. „Gerade auch für viele Klinikmitarbeiterinnen und -mitarbeiter ist dies der wohl fröhlichste und motivierendste jährliche Termin in ihrem Arbeitsalltag“, betont Prof. Dr. Johannes Wirbelauer. Der Leitende Oberarzt der Würzburger Universitäts-Kinderklinik arbeitet schon seit vielen Jahren eng und gerne mit dem KIWI e.V. zusammen.

Corona-Pandemie reduziert das Spendenaufkommen

Im Corona-Jahr 2020 musste das Frühchenfest allerdings wegen der Infektionsschutzmaßnahmen leider ausfallen. Genauso, wie viele weitere essentielle Veranstaltungen des Vereins, wie zum Beispiel der „KIWI-Cup“ – ein großangelegtes jährliche Benefiz-Fußball-Turnier des TSV Bergrheinfeld. „Diese Absagen treffen uns nicht nur emotional, sondern auch wegen der Spendensituation hart“, bedauert Ina Schmolke. Umso mehr freut sich die Vorsitzende über die Möglichkeit der Pfandspende: „Seit 2017 haben wir unter dem Motto ‚Zettel rein – Spender sein‘ eine Sammelbox für Leergut-Pfandbons im Würzburger Edeka-Markt Popp installiert. Nach und nach kamen weitere Edeka- und Kupsch-Märkte in der Region hinzu. Mit dem Einwurf eines Bons können Kunden schnell und unkompliziert helfen.“ Unterstützt wird Kiwi e.V. auch durch das Sozialreferat der Stadt Würzburg, das dem Verein eine der beiden Elternwohnungen mietfrei zur Verfügung stellt.

Herzlicher Dank von der Kinderklinik

„Ich kenne KIWI und die dahinter stehenden Akteure im Detail erst seit wenigen Monaten“, sagt Prof. Dr. Christoph Härtel, der im Mai dieses Jahres den Posten als Direktor der Würzburger Universitäts-Kinderklinik übernahm. Er fährt fort: „Aber selbst in dieser vergleichsweise kurzen Zeit wurde mehr als deutlich, welch ein großer Gewinn das Wirken dieser sympathischen, hochengagierten Helferinnen und Helfer für die Kinderklinik ist. Das gilt sowohl für konkrete Beiträge zu unserem Versorgungsangebot, wie vor allem auch für die menschliche Atmosphäre in unserem Haus.“ Das Jubiläum ist für ihn, Prof. Wirbelauer sowie alle Klinikbeschäftigten ein schöner Anlass, dem Verein ein weiteres Mal herzlichst zu danken.

Spenden willkommen

KIWI e.V. freut sich über jede kleine und auch große Spende. Das Geld kommt ausschließlich und ohne Verwaltungskosten den Patientinnen und Patienten der beiden Intensivstationen des UKW, der „Raumstation“ und der „Früh- und Neugeborenen-Intensivstation“, zugute.

Spendenkonto:
KIWI Interessengemeinschaft zur Förderung der Kinder der Würzburger Intensivstation e.V.
Sparkasse Mainfranken
IBAN: DE91 7905 0000 0000 0262 45
BIC: BYLADEM1SWU

 

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Uniklinikum Würzburg: Breite Dankbarkeit am zweiten Tag der Selbsthilfe

Am Samstag, dem 5. Dezember 2020, beging das Uniklinikum Würzburg seinen zweiten Tag der Selbsthilfe. Die Referent*innen der online übertragenen Veranstaltung – unter ihnen der Würzburger Bischof Dr. Franz Jung – würdigten die oft ehrenamtlich erbrachten Leistungen der vielen, mit dem Klinikum kooperierenden Selbsthilfegruppen.

Der 5. Dezember ist der jährliche „Internationale Tag des Ehrenamts“. Wie schon im vergangenen Jahr nutzte das Uniklinikum Würzburg (UKW) diesen Anlass auch heuer zu einem „Tag der Selbsthilfe“. Seit gut zwei Jahren intensiviert das Klinikum kontinuierlich seine Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen. Seit einem Jahr darf es den vom bundesweiten Netzwerk „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen“ vergebenen Titel „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ führen.
Wegen der Kontaktbeschränkungen der Corona-Pandemie musste der zweite Tag der Selbsthilfe als Online-Veranstaltung stattfinden. Dazu kam eine kleine Gruppe von Aktiven und Gastredner*innen in der Magistrale und im Raum der Stille am Zentrum für Operative Medizin des UKW zusammen. Alle Interessierten konnten sich über eine Internet-Kommunikationsplattform zuschalten und den Ansprachen in Wort und Bild folgen.
In seiner Begrüßungsrede wies Prof. Dr. Georg Ertl, der Ärztliche Direktor des UKW, darauf hin, dass die Medizin gerade in den letzten Jahren gelernt habe, die Patienten noch viel weitreichender als Partner zu akzeptieren. Selbsthilfegruppen spielen in diesem Beziehungsgeflecht nach seinen Worten eine entscheidende Rolle. Der Tag der Selbsthilfe sei eine Gelegenheit, sich hierfür seitens des Uniklinikums herzlichst bei allen Beteiligten zu bedanken.

Selbsthilfe schließt eine Lücke im Gesundheitssystem

Als erster Gastredner würdigte der Würzburger Bischof Dr. Franz Jung Selbsthilfegruppen als „eine ansteckende Form von Gesundheit“. Der Selbsthilfe gehe es darum, die Ehre des Patienten zu wahren und ihn in seiner Würde und Selbstwirksamkeit zu bestärken. „Zugleich will sie aber dem Krankenhaus zur Ehre gereichen, das erkannt hat, dass Selbsthilfe eine Lücke im Gesundheitssystem schließt, die weder durch den Patienten noch durch die Klinik abgedeckt werden kann“, sagte der Bischof. Um das facettenreiche Zusammenspiel von Patient, Selbsthilfe und Arzt weiter zu beschreiben, nutzte Jung die Geschichte des „Hauptmanns von Kafarnaum“ aus dem achten Kapitel des Matthäus-Evangeliums. Unter anderem wurde hierbei deutlich, dass es zu den wesentlichen Aufgaben der Selbsthilfe gehört – kombiniert mit einer kritisch-konstruktiven Begleitung – das Vertrauen des Patienten in die behandelnde Institution und Person zu stärken.

Die Digitalisierung eröffnet neue Wege

Christian Schuchardt, der Würzburger Oberbürgermeister, nutzte seine Ansprache, um die gemeinsamen Digitalisierungsbemühungen des UKW und des Aktivbüros der Stadt Würzburg im Corona-Jahr zu loben. So hätten, neben dem virtuellen Tag der Selbsthilfe, in den vergangenen Monaten schon eine ganze Reihe von erfolgreichen Online-Veranstaltungen stattgefunden, die dazu beigetragen hätten, mit der Selbsthilfe in Kontakt zu bleiben.

„Die Digitalisierung wird uns auch in Zukunft weitere neue Wege eröffnen“, betonte anschließend Dr. Hülya Düber. Die Sozialreferentin der Stadt Würzburg fuhr fort: „Es ist uns wichtig, auch diejenigen Menschen zu erreichen, die hier bislang Berührungsängste oder keine technischen Voraussetzungen hatten.“ Deshalb werde das Aktivbüro der Stadt Würzburg im Jahr 2021 das Projekt „Digitalisierung in der Selbsthilfe“ durchführen. Hierzu zählt das Online-Seminar „Gesundheit stärken“, das im kommenden Jahr vom Aktivbüro im Verbund mit den anderen unterfränkischen Selbsthilfe-Kontaktstellen angeboten werden soll.

Selbsthilfefreundlichkeit trotz aller Hindernisse vorangekommen

Kathrin Speck, die Geschäftsführerin des Bezirksverbands Unterfranken des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, schilderte in ihrem Vortrag einige der Herausforderungen, die die Selbsthilfe unter den Bedingungen der Covid-19-Pandemie zu meistern hatten – und teilweise nach wie vor zu meistern haben. So konnten zum Beispiel mit dem Lockdown über lange Zeit keine persönlichen Treffen der Gruppen stattfinden, viele Veranstaltungen mussten abgesagt werden. „Hier war eine große Flexibilität und Kreativität gefragt, um überhaupt weiterarbeiten zu können“, berichtete Speck. Trotz dieser Hindernisse sei der Prozess des „Selbsthilfefreundlichen Krankenhauses“ am UKW durch das bereitwillige Engagement aller Beteiligten auch in diesem Jahr ein gutes Stück vorangekommen.

Drei regionale Selbsthilfegruppen vorgestellt

Im Vorfeld des Tags der Selbsthilfe hatte das UKW alle kooperierenden Selbsthilfe eingeladen, an einem Preisrätsel teilzunehmen. Barbara Stamm, die bayerische Landtagspräsidentin a.D., übernahm die Aufgabe, die drei Gewinnergruppen vorzustellen. Dazu zählt die Selbsthilfegruppe Grombühl 4 des Kreuzbundes. In der Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft für Sucht kommen Betroffene mit Schwerpunkt Alkohol, Medikamente und illegale Drogen – zum Teil mit Doppeldiagnosen, wie beispielsweise Depressionen – zusammen.

Gewonnen hat auch die Selbsthilfegruppe Aphasie & Schlaganfall Mömbris. Die seit 13 Jahren bestehende Gruppe umfasst Schlaganfallpatienten und teils von Aphasie betroffene Personen im Alter von etwa 45 bis gut 70 Jahren sowie deren Angehörige.
Das Losglück war außerdem der Selbsthilfegruppe Würzburg 3 für Leukämie-und Lymphomerkrankte hold. Deren rund 15 Gruppenmitglieder sind der festen Überzeugung, dass sie sich gegenseitig im Umgang mit diesen Krankheiten unterstützen, informieren und ermutigen können.

Alle drei Gewinnergruppen erhielten jeweils einen großen, kulinarischen Geschenkkorb.
Zum Abschluss der Veranstaltung dankte Gabriele Nelkenstock, die externe Selbsthilfebeauftragte des UKW, nochmals allen Engagierten für ihren Einsatz – für den zweiten Tag der Selbsthilfe, wie auch während des gesamten Jahres 2020.
Aufgelockert wurden die Redebeiträge durch Musikstücke, an Violine und Piano vorgetragen von Paula und Michaela Schlotter, sowie eine humoristische Videobotschaft des Bauchredners und Comedians Sebastian Reich.

 

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Uniklinikum Würzburg: Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V. fördert zwei Projekte der Palliativmedizin

Der Verein Hilfe im Kampf gegen Krebs stellt in einer Sonderförderung die Anschubfinanzierung von zwei innovativen palliativmedizinischen Vorhaben am Uniklinikum Würzburg sicher. Zum einen soll in Zukunft eine Würdetherapie angeboten werden, zum anderen ist geplant, vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie videobasierte Arzt- und Familiengespräche zu organisieren.

„Viele Menschen haben am Lebensende das tiefe Bedürfnis, dass etwas von ihnen bleibt“, sagt Dr. Elisabeth Jentschke. Die Psychologin, die unter anderem den Psychoonkologischen und Gerontologischen Dienst am Interdisziplinären Zentrum Palliativmedizin des Uniklinikums Würzburg (UKW) leitet, fährt fort: „Genau da setzt die Dignity Therapy an.“ Bei dieser „Würdetherapie“ werden palliativ behandelte Patient*innen im Rahmen von teilstrukturierten Interviews zu einem Lebensrückblick eingeladen, wobei die Erinnerungen an positive Aspekte im Vordergrund stehen sollen. Das jeweilige Gespräch wird aufgenommen und anschließend von psychologisch geschulten Kräften transkribiert und editiert. Das Ergebnis wird nochmals mit dem Patienten abgestimmt. Nach dessen Tod erhalten die Angehörigen das biografische Dokument. „Nach den internationalen Erfahrungen mit der Dignity Therapy gewinnen die Patienten durch diesen Gesamtprozess ein Gefühl von gestärkter Zufriedenheit und Würde, was sich sehr positiv auf die Qualität der verbleibenden Lebenszeit auswirkt. Den Angehörigen wiederum kann das sogenannte Generativitäts-Dokument in der Zeit der Trauer und auch langfristig ein Trost sein“, berichtet Dr. Jentschke.

Damit diese, die regulären palliativmedizinischen Leistungen ergänzende Therapie in Zukunft am Interdisziplinären Zentrum Palliativmedizin des UKW angeboten werden kann, fördert „Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V.“ das Vorhaben in einer Sonderausschüttung mit 5.000 Euro. Gabriele Nelkenstock, die Vorsitzende des Würzburger Vereins, überreichte dazu am 5. Dezember 2020 einen entsprechenden symbolischen Scheck an Dr. Jentschke.

Online für wichtige Entscheidungen im Gespräch bleiben

Ein zweites, von „Hilfe im Kampf gegen Krebs“ mit 2.500 Euro gefördertes palliativmedizinisches Projekt am UKW zielt auf die besonderen Bedingungen während der Corona-Pandemie ab. „Die Besuchs- und Kontaktbeschränkungen limitieren unsere Möglichkeiten, Angehörige, Vorsorgebevollmächtigte oder Betreuer bei Aufklärungsgesprächen und bei Gesprächen zur Therapiezielklärung hinzuzuziehen – obwohl dies vielfach der ausdrückliche Wunsch unserer Patienten ist“, schildert Prof. Dr. Birgitt van Oorschot. Wie die Leiterin des Interdisziplinären Zentrums Palliativmedizin in der täglichen Praxis beobachtet, können nahestehende Menschen außerdem den Krankheitsverlauf nicht mehr ausreichend nachvollziehen und werden dann – zum Beispiel von Verschlechterungen – geradezu überrascht.

„Um hier neue Wege zu öffnen, wollen wir mit Hilfe einer Online-Videoplattform Familiengespräche mit den primär behandelnden Ärztinnen und Ärzten sowie den Palliativmedizinerinnen und -medizinern ermöglichen“, erläutert Prof. van Oorschot. Nach ihren Worten soll von dem Fördergeld eine studentische Hilfskraft finanziert werden, die Termine abstimmt, den Ablauf organisiert, die Teilnehmer*innen der Gespräche bei Bedarf schult sowie technischen Support leistet.

„Selbst wenn eine Krebserkrankung nicht heilbar ist, stehen Lebensqualität und Wohlbefinden des Patienten weiterhin im Mittelpunkt. Wir freuen uns, wenn wir durch unsere Förderung hier weitere hilfreiche Therapieangebote und Unterstützungsleistungen mit anschieben können“, unterstreicht Gabriele Nelkenstock von „Hilfe im Kampf gegen Krebs“.

Um die Arbeit des Vereins „Hilfe im Kampf gegen Krebs“ auch in Zukunft voranzutreiben, sind Spenden immer willkommen unter:
Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V.
Castell Bank Würzburg
IBAN: DE 74 7903 0001 0000 0092 45
BIC: FUCEDE77XXX

 

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Würzburger Universitätsmedizin: Covid-19-Auswirkungen auf Gesundheit und Lebensqualität

Immer häufiger wird im Zusammenhang mit SARS-CoV-2-Infektionen von sogenannten Langzeitfolgen berichtet. Ein Forschungsteam aus Universitätsklinikum und Universität Würzburg erforscht nun deren chronische Langzeitschäden.

Covid-19-Erkrankungen betreffen hauptsächlich Atemwege und Lunge. Das Virus SARS-CoV-2 kann aber auch andere Organe schwer schädigen und bei einem Teil der Infizierten zu chronischen Folgeschäden führen. Um derartige Auswirkungen einer Infektion zuverlässig zu messen und zukünftig besser zu behandeln, wurde das Forschungsprojekt COVIDOM ins Leben gerufen. Zur Erforschung von „Folgemorbidität von SARS-CoV-2-Infektionen – Auswirkungen auf Gesundheitszustand und Lebensqualität“ richtet das Projekt an den Standorten Berlin, Kiel und Würzburg derzeit Studienzentren ein. Hier werden Personen, die vor einigen Monaten mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert waren, untersucht.

Ein Projekt des Netzwerks Universitätsmedizin


COVIDOM ist ein Projekt im Rahmen des „Netzwerks Universitätsmedizin“ (NUM), einem Zusammenschluss deutscher Universitätsklinika im Verbund mit der Politik, um Wissen und Forschung zur Covid-19-Pandemie zu bündeln. Gefördert werden das Netzwerk und dessen Projekte durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
Das Forschungsteam von Universitätsklinikum und Universität Würzburg wird mögliche Langzeitschäden nach einer Covid-19-Akuterkrankung untersuchen. Anhand der Ergebnisse sollen repräsentative Abschätzungen für die Studienregion Unterfranken möglich sein.

Mit Befragungen und Untersuchungen

Ziel der Studie ist es, die Art und Häufigkeit von Folgeerkrankungen nach einer SARS-CoV-2-Infektion festzustellen. Auch die Symptome, deren Dauer und deren mögliche Langzeitschäden – selbst im Falle eines nur leichten Krankheitsverlaufs – sind von Interesse. Hierfür werden die Würzburger Studienteilnehmer*innen zu ihrem Krankheitsverlauf befragt und zu einer Untersuchung in das Studienzentrum des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz (DZHI) und des Instituts für Klinische Epidemiologie und Biometrie (IKE-B) der Uni Würzburg eingeladen.

„Im Studienzentrum findet ein ausführlicher Gesundheitscheck mit umfangreichen Untersuchungen zu Herz- und Lungenfunktion statt, außerdem werden neurologische Funktionen und Blutproben analysiert“, sagt Prof. Dr. Peter Heuschmann vom IKE-B, einer der Projektleiter, und Prof. Dr. Stefan Störk vom DZHI, sein Partner, ergänzt: „Ein weiterer Fokus liegt auf der Erfassung der individuellen Gesundheit, Lebensqualität und sozioökonomischen Auswirkungen. Hierbei stehen psychische Gesundheit, Sorgen, soziale Aktivitäten und der Umgang mit Isolation im Mittelpunkt“.

Nutzen für die Allgemeinheit – und die Studienteilnehmer*innen

Die Ergebnisse der Studie über mögliche Schäden sollen nicht nur dem Gesundheitssystem in Bayern und darüber hinaus zugutekommen, sondern auch den einzelnen Patientinnen und Patienten: Diese erhalten nach der Untersuchung die Ergebnisse der umfangreichen Untersuchungen und ein ärztliches Abschlussgespräch, das sie über mögliche Langzeitfolgen informiert.

Das Projekt wird unterstützt durch die Regierung von Unterfranken, das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sowie durch die Gesundheitsämter, Landräte und Oberbürgermeister von Würzburg und Schweinfurt. Dr. Eugen Ehmann, Regierungspräsident von Unterfranken, berichtet: „Auch für uns ist dies ein erstes Modell für Kooperationen zwischen Forschung und örtlichen Behörden wie den Gesundheitsämtern.“ Prof. Dr. Georg Ertl, der Ärztliche Direktor des UKW, ergänzt: „Wieder ein Zeugnis der vertrauensvollen und hocheffektiven Zusammenarbeit in der Region“.
Die Gesundheitsämter Würzburg und Schweinfurt luden Anfang Dezember 2020 bei ihnen registrierten Personen zur Teilnahme an der Studie ein. Eine Einladung erhielten alle Personen, die bereits vor mehreren Monaten eine Infektion hatten. Interessierte können sich auf die Einladung hin freiwillig zur Teilnahme beim Studienzentrum in Würzburg melden.


Kontakt:

Projektadresse COVIDOM@ ukw.de

Prof. Dr. Stefan Störk, Leiter der Klinischen Forschung und Epidemiologie der Herzinsuffizienz am Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz, E-Mail: Stoerk_S@ukw.de

Prof. Dr. Peter Heuschmann, Vorstand des Instituts für klinische Epidemiologie und Biometrie an der Universität Würzburg, E-Mail: E_Heuschma_P@ukw.de
 
Weitere Informationen zum Netzwerk Universitätsmedizin (NUM), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird: www.netzwerk-universitaetsmedizin.de/

 

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Eigentlich könnte es die Apotheke des Uniklinikums Würzburg (UKW) schon seit fast 100 Jahren geben, denn bereits in den Planungen des im Jahr 1921 in Betrieb gegangenen Luitpoldkrankenhauses in Grombühl war eine solche Einrichtung vorgesehen. „Allerdings wurden die dafür vorgesehenen Räume damals anderweitig vergeben. Stattdessen versorgten in den anschließenden Jahrzehnten öffentliche Apotheken das Krankenhaus mit Medikamenten“, berichtet Dr. Johann Schurz, der die Klinikapotheke des UKW von 1994 bis Ende 2015 leitete und sich intensiv mit deren Geschichte beschäftigt.

Start mit fünf Kräften auf 210 m2

Laut seinen Quellen wuchs ab den 1930er Jahren am Klinikum die Unzufriedenheit mit dieser externen Lösung. Insbesondere gab es Bedenken bezüglich der Sterilität der „Einspritzungslösungen“, also der zugelieferten Infusionen. Dennoch dauerte es – nicht zuletzt wegen des Zweiten Weltkriegs – noch bis 1949, bis die Genehmigung zur Ersteinrichtung einer Krankenhausapotheke vorlag. Zum Jahresbeginn 1950 wurde die Betriebserlaubnis erteilt und die Apotheke startete im Keller und im Erdgeschoss des Gebäudes D2 im heutigen Klinikumsaltgelände an der Josef-Schneider-Straße. Gerade mal 210 m2 Betriebsfläche standen zur Verfügung. Der leitende Apotheker Dr. Fritz Köchel konnte damals auf die Unterstützung von vier Beschäftigten zurückgreifen und versorgte damit die in Grombühl untergebrachte Chirurgische und Medizinische Klinik sowie die Haut-, Kinder- und Ohrenklinik. Bereits in den Anfangsjahren wurde eine Sterilabteilung aufgebaut, um die Kliniken mit selbst hergestellten sterilen Infusionslösungen zu versorgen. Durch die Ausweitung der Patientenversorgung auf die im Stadtbereich verbliebenen Kliniken, die Erweiterung des Klinikums sowie das steigende Arzneimittelangebot breitete sich die Apotheke während der nächsten Jahrzehnte innerhalb des Gebäudes D2 kontinuierlich aus. Zu Beginn der 1980er Jahre belegte sie nach einem Komplettumbau vier Ebenen des Gebäudes und verfügte über rund 1200 m2. Dort war es unter anderem möglich, gerade patentfrei gewordene, kleinvolumige Lösungen mit Wirkstoffen in größeren Chargen mit deutlichen wirtschaftlichen Vorteilen zu produzieren. Als organisatorische Weiterentwicklung wurde 1981 außerdem die Arzneimittelkommission ins Leben gerufen. Sie kümmert sich seither um eine sinnvolle Auswahl und den rationellen Einsatz der am UKW angebotenen Arzneistoffe.

Seit 2002 eigene Chemotherapeutika-Herstellung
 

„Ein wichtiger Schritt in Richtung Qualität und Wirtschaftlichkeit war die Eröffnung der Zytostatika-Abteilung im Jahr 2002“, schildert Dr. Schurz und fährt fort: „Seit diesem Zeitpunkt ist die Apotheke in der Lage, Krebspatienten des Klinikums mit individuell dosierten und unter Reinraumbedingungen hergestellten Chemotherapeutika zu versorgen.“ Eine weitere essentielle Erweiterung des Leistungsspektrums ist die seit 2011 mögliche eigene Herstellung von klinischen Ernährungslösungen. Die aseptisch im Gebäude D5 gefertigten Produkte dienen der patientenindividuellen Versorgung von Früh- und Neugeborenen sowie Kindern mit Krebserkrankungen, die anderweitig nicht ausreichend ernährt werden können.

2014: Umzug in die Aumühle

Im Lauf der Zeit wurde es immer schwieriger, das Sortiment im Altbau D2 gemäß den gesetzlichen Vorschriften zu lagern und zu kommissionieren. Auch bei der Eigenherstellung von Medikamenten wurden immer höhere Standards gefordert, die laut Dr. Schurz am Altstandort kaum noch zu realisieren waren. Deshalb zog ein Großteil der Klinikapotheke in 2014 und 2015 in den ersten Stock des UKW-Zentrallagers im nahegelegenen Industriegebiet Aumühle um. Nur die Herstellung von Zytostatika und der parenteralen Ernährung, wie auch das Infusionslager im Zentrum für Operative Medizin verblieben bis heute an den alten Standorten. Der räumliche Neustart bot die Chance, die Ausstattung und die Organisationsstruktur der Arzneimittellogistik dem Stand der Technik anzupassen. So ist dort seither beispielsweise ein halbautomatisches Kommissionierungssystem im Einsatz, das hilft, menschliche Zuordnungsfehler zu minimieren. Nach der Logistik wurde auch die Arzneimittelproduktion in die Innere Aumühlstraße verlagert. Die Apotheke stellt für die Kliniken des UKW vor allem Medikamente her, die von der Pharmaindustrie nicht angeboten werden. Außerdem überbrückt sie – sofern technisch realisierbar – Lieferengpässe. Viele Präparate werden auf die Bedürfnisse des einzelnen Patienten „maßgefertigt“.
 
Heute: Ein immenses Produktportfolio

Nachdem Dr. Schurz Ende 2015 in den Ruhestand ging, übernahm im Jahr 2016 Dr. Mareike Kunkel die Führung der Apotheke. Sie ist damit die fünfte Leitungskraft in der 70-jährigen Geschichte der Einrichtung. Im Vergleich zu den bescheidenen Anfängen führt sie ein veritables „Unternehmen“ mit fast 70 Mitarbeiter*innen. „Unser Lager verwaltet rund 2200 Firmenprodukte, während wir über 150 weitere Arzneimittel standardmäßig in fast 2000 Herstellungen pro Jahr – von Kapseln über Salben und Nasentropfen bis zu Infusionslösungen – selbst herstellen“, beschreibt Dr. Kunkel. Besonders gefordert wurden die Apothekenleiterin und ihr Team durch die erste Welle der Corona-Pandemie in diesem Frühjahr. „Durch die Pandemie verdreifachte sich am UKW – wie auch weltweit – der Verbrauch an Arzneimitteln für die Sedierung von beatmeten, intensivpflichtigen Patienten“, erläutert Dr. Kunkel und fährt fort: „Dadurch kam es zu massiven Engpässen. Hier zahlte sich unter anderem unsere gut aufgestellte Sterilherstellung aus, mit der wir bestimmte Infusionen für unsere Intensivstationen standardmäßig selbst herstellen. Im Großen und Ganzen waren wir auch in diesen schwierigen Zeiten zum Glück immer Herr der Lage.“ Neben der Medikamentenversorgung erfüllt die Klinikapotheke des UKW viele weitere Aufgaben. Beispielsweise betreibt sie seit 2003 eine von drei Arzneimittelinformationsstellen der Bayerischen Landesapothekerkammer im Freistaat. Die Informationsstellen beantworten den Apotheker*innen Fragen rund um die klinisch-pharmazeutische Praxis sowie zur Arzneimitteltherapie, die mit der in den öffentlichen Apotheken vorhandenen Literatur und EDV nicht geklärt werden können.

Zukunftspläne für Gebäude und Logistik

Für die zukünftige Entwicklung der Klinikapotheke hat Dr. Kunkel schon eine ganze Reihe von Plänen auf dem Tisch. So laufen nach ihren Worten intensive Planungen für ein neues Gebäude in Modulbauweise. Dort sollen die bislang an zwei Standorten untergebrachten Abteilungen für die aseptische und patientenindividuelle Zubereitung von Zytostatika und Ernährungslösungen zusammengeführt und dabei auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden.„Was die Arzneimittellogistik angeht, wollen wir in der Zukunft ein sogenanntes Unit-Dose-System einführen“, kündigt die Apotheken-Chefin an. Darunter versteht man ein Konzept, bei dem auch Tabletten und Kapseln maschinell in der Klinikapotheke patientenindividuell zusammengestellt, in kleine durchsichtige Tütchen verpackt, mit den wichtigsten Informationen für den Patienten versehen und anschließend direkt an die Stationen geliefert werden. Diese Verfahren verspricht eine weitere Verbesserung in der Arzneimitteltherapiesicherheit.


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