Aktuelle Pressemitteilungen

Uniklinikum Würzburg: Akademie mit neuer Leiterin

Die Akademie des Uniklinikums Würzburg wird seit Anfang Oktober dieses Jahres von Anna Blaschke geleitet. Gemeinsam mit ihrem Team wird die Expertin für Erwachsenenbildung für ein weiterhin breites Angebot an zeitgemäßen Fort- und Weiterbildungen für das Klinikpersonal sorgen.

Die Akademie des Uniklinikums Würzburg (UKW) bildet seit fünf Jahren die verschiedenen an Krankenhäusern beschäftigten Berufs- und Personengruppen fort. Das Angebot richtet sich sowohl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des UKW, wie auch externe Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Führung des Schulungszentrums übernahm zum 1. Oktober 2021 Anna Blaschke von ihrer Vorgängerin Astrid Kötterl. 

Studium mit Schwerpunkten Bildungsmanagement und Personalentwicklung

Durch ihre bisherige Karriere ist die neue Leiterin auf diese Aufgabe sehr gut vorbereitet. Nach einer Ausbildung zur Bankkaufrau studierte sie ab dem Jahr 2009 Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Personal- und Bildungsmanagement an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg. An den Bachelor-Abschluss knüpfte sie an der selben Uni ein Masterstudium in Wirtschaftspädagogik mit Schwerpunkt Personalentwicklung an, das sie 2014 erfolgreich abschloss. 

Bei Kolping Berufs- und Leitungserfahrungen gesammelt

Anschließend startete Anna Blaschke bei der Bildungseinrichtung Kolping-Mainfranken GmbH in Würzburg als Assistentin der Geschäftsführung und Leiterin des Marketings. Ab 2015 hatte sie dort die stellvertretende Leitung der Akademie inne. Als Verantwortliche in den Bereichen Berufliche Weiterbildung und E-Learning konzipierte sie Lehrgänge und setze diese um. Dabei führte sie verschiedene E- und Blended-Learning-Angebote ein. „Krankenhäuser und andere Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens gehören zu den speziellen Zielgruppen der Kolping-Akademie, so dass ich die entsprechenden Schulungsthemen sehr gut kenne“, schildert Anna Blaschke und fährt fort: „Jetzt freue ich mich darauf, die UKW-Mitarbeitenden und dadurch das Uniklinikum insgesamt kontinuierlich weiterzuentwickeln. Jede Teilnahme an einer Akademie-Veranstaltung ist ein Schritt auf diesem Weg.“

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HIRI-Forscherin ausgezeichnet: ZONTA-Wissenschaftspreis 2021 für Neva Caliskan

Würzburg, 15. Oktober 2021 – Mit dem Wissenschaftspreis 2021 des ZONTA Clubs Würzburg ist Neva Caliskan ausgezeichnet worden. Die Nachwuchsgruppenleiterin am Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI), die zugleich eine Juniorprofessur der Julius-Maximilians-Universität (JMU) innehat, wurde für ihre exzellenten wissenschaftlichen Leistungen sowie für ihr besonderes Engagement geehrt. Weitere Preise gingen an die Forscherinnen Caroline Morbach (DZHI) und Agnieska Nowak-Król (JMU). Die festliche Zeremonie fand mit Unterstützung des HIRI am 13. Oktober 2021 auf dem Forschungs- und Medizin-Campus Würzburg statt.

Übergabe des Zonta-Preises 2021
Übergabe des Zonta-Preises 2021

„Neva Caliskan hat im Verlauf ihrer noch jungen Wissenschaftskarriere bereits richtungsweisende Erkenntnisse für den Kampf gegen Krankheitserreger gewonnen und ihre Exzellenz auf dem Gebiet der molekularen Infektionsforschung unter Beweis gestellt“, würdigte HIRI-Direktor Jörg Vogel die Molekularbiologin, die seit 2018 am HIRI forscht.

Mit der Preisvergabe unterstützt der ZONTA Club Würzburg herausragend qualifizierte Frauen in naturwissenschaftlichen und technischen Fächern. Doch es geht um noch mehr, wie die Vereinigung deutlich machte: Sie setzt sich für die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Wissenschaft ein und will auch das Engagement beleuchten, das Frauen über ihre Forschungsarbeit hinaus leisten.

Für Chancengleichheit und Diversität


Entsprechend lang ist die Aktivitätenliste von Caliskan: Sie engagiert sich in der Forschungskommunikation, initiiert neue Vortrags- und Slam-Veranstaltungen oder macht sich als Koordinatorin der „RNA Spotlight Series“ dafür stark, dass Wissenschaftlerinnen und deren persönliche Karrierewege international noch deutlicher sichtbar werden.

„Mein Team und ich wollen das Wissen über die ‚Achillesferse‘ viraler Krankheitserreger wesentlich verbessern“, beschrieb Neva Caliskan ihre Leidenschaft für die Forschung. „Mir liegt darüber hinaus aber auch sehr viel daran, Chancengleichheit und Diversität in meinem Umfeld zu etablieren. Dass ich den ZONTA-Wissenschaftspreis entgegennehmen darf, ist eine schöne Anerkennung meiner Bemühungen, und ich freue mich sehr darüber.“

Der Würzburger ZONTA Club schreibt seinen Wissenschaftspreis in Zusammenarbeit mit den Frauenbeauftragten der JMU bereits seit 1995 aus. Neben Caliskan ging die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung in diesem Jahr auch an Caroline Morbach, Senior Clinician Scientist am Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI). Den Preis des Jahres 2020 erhielt nachträglich Agnieska Nowak-Król, Juniorprofessorin am Institut für Anorganische Chemie und Nachwuchsgruppenleiterin am Institut für Nanosystemchemie der JMU.

Über Neva Caliskan

Neva Caliskan studierte Molekularbiologie und Genetik an der Middle East Technical University in Ankara (Türkei) und arbeitete 2005 als Gastwissenschaftlerin am Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) in Heidelberg. 2009 machte sie ihren Masterabschluss an der International Max Planck Research School for Molecular Biology (Göttingen). Nach Abschluss ihrer Doktorarbeit (2013) arbeitete sie am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen, zunächst als Postdoc in der Abteilung für Physikalische Biochemie, von 2015 bis 2017 als Projektleiterin. Seit Januar 2018 leitet sie am Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) die Nachwuchsgruppe „Rekodierungsmechanismen in Infektionen“. Zudem hat sie seit Mai 2018 eine Juniorprofessur an der Medizinischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg inne.

Über ZONTA

ZONTA ist seit 100 Jahren ein weltweit agierender, überparteilicher, überkonfessioneller und weltanschaulich neutraler Zusammenschluss berufstätiger Frauen, die sich dafür einsetzen, die Lebenssituation von Frauen und Mädchen in rechtlicher, politischer, wirtschaftlicher, beruflicher und gesundheitlicher Hinsicht zu verbessern.

Über HIRI

Das Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) ist die erste Einrichtung weltweit, die die Forschung an Ribonukleinsäuren (RNA) mit der Infektionsbiologie vereint. Auf Basis neuer Erkenntnisse aus seinem starken Grundlagenforschungsprogramm verfolgt das Institut das Ziel, innovative therapeutische Ansätze zu entwickeln, um menschliche Infektionen besser diagnostizieren und behandeln zu können.

Uniklinikum Würzburg: Tag der Allgemeinmedizin mit breitem Informationsangebot

Im Oktober dieses Jahres lud das Institut für Allgemeinmedizin am Uniklinikum Würzburg zum vierten Mal zu einem Fortbildungstag mit hochrelevanten hausärztlichen Themen ein. Beispielsweise beschäftigte sich der Einführungsvortrag mit adäquaten Antworten auf häufig gestellte, kausale Patientenfragen wie: Warum hat mich diese schwere Krankheit getroffen?

Gastredner Prof. Dr. Norbert Donner-Banzhoff von der Philipps-Universität Marburg, umrahmt von den Leiterinnen des Instituts für Allgemeinmedizin des Uniklinikums Würzburg, Prof. Dr. Ildikó Gágyor (links) und Prof. Dr. Anne Simmenroth.

Auch das Erfüllen der aufwändigen Hygieneanforderungen der Corona-Pandemie konnten das Institut für Allgemeinmedizin am Uniklinikum Würzburg (UKW) nicht davon abhalten, am 13. Oktober 2021 den nunmehr 4. Tag der Allgemeinmedizin erneut als Präsenzveranstaltung anzubieten. Hausärzt*innen und Medizinische Fachangestellte sowie Ärzt*innen in Weiterbildung und Studierende waren eingeladen, aus insgesamt 14 Workshops die für sie jeweils interessantesten auszuwählen. Den größten Zuspruch der rund 100 Teilnehmer*innen erfuhren das Disease-Management-Programm bei Diabetes, die ärztliche Leichenschau, die Herausforderungen durch kognitive Alterung und Demenz sowie Antworten auf die Frage „Welche Kinder muss die Kinderklinik unbedingt sehen?“.

Gedanken zum Kausalitätsbedürfnis der Patient*innen

Für den Hauptvortrag vor dem Plenum des Infotages im Hörsaal des Rudolf-Virchow-Zentrum konnten Prof. Dr. Ildikó Gágyor und Prof. Dr. Anne Simmenroth, die Leiterinnen des Instituts für Allgemeinmedizin, in diesem Jahr Prof. Dr. Norbert Donner-Banzhoff von der Abteilung für Allgemeinmedizin, Präventive und Rehabilitative Medizin der Philipps-Universität Marburg gewinnen. Der Experte lieferte Denkanstöße zu den Hintergründen und dem Umgang mit dem Kausalitätsbedürfnis vieler Patient*innen. Ein Bedürfnis, das sich in Fragen äußert wie: Warum bin ich von dieser schweren Krankheit betroffen? Warum musste mir das ausgerechnet jetzt passieren? Oder auch: Warum habe ich nicht früher den Notarzt gerufen?

Probabilistische Zusammenhänge

Am Beispiel der Verbindung zwischen Rauchen und Koronaren Herzerkrankungen machte der Gastredner deutlich, dass die in medizinischer Lehre und Alltag zu oft angenommenen – und auch den Patient*innen gegenüber kommunizierten – deterministischen Gesetze völlig fehl am Platze sind. „Tatsächlich sind die Zusammenhänge probabilistisch“, betonte Donner-Banzhoff. Das bedeutet, dass immer nur Aussagen zu gewissen Wahrscheinlichkeiten getroffen werden können. Bezogen auf den Erkrankungsgrund hält es der Professor gerne mit dem britischen Statistiker Sir David Spiegelhalter, der feststellte: Wenn man Krebs hat, ist das zunächst einmal Pech.

Genau hinhören – und möglichst kein Raum für das Thema Schuld

Für die ärztliche Praxis empfahl der Referent den Zuhörer*innen, Warum-Fragen am ehesten mit Formulierungen wie „Es könnte sein, dass…“ zu beantworten. Ganz wichtig sei es ferner, auf keinen Fall Schuldgefühle oder Schuldzuweisungen zu fördern. „Darüber hinaus ist oft ein genaues Hinhören gefragt, denn unsere Patientinnen und Patienten stellen die Warum-Frage oft indirekt“, riet Prof. Donner-Banzhoff.

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Universitätsmedizin Würzburg: Neuer Schwerpunkt zur Immundermatologie besetzt

Prof. Dr. Astrid Schmieder trat im August dieses Jahres ihren Dienst am Universitätsklinikum Würzburg im Schwerpunkt Immundermatologie an. Mit ihr gewann die Würzburger Universitäts-Hautklinik eine ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet der Psoriasis-Therapie.

Bei vielen Hautkrankheiten bestehen Zusammenhänge mit dem Immunsystem. Deshalb nutzt die moderne Dermatologie immunologisch relevante Zielstrukturen für innovative Therapiestrategien. Um die Entwicklung auf diesem aussichtsreichen Feld weiter voranzutreiben, bestellte die Universität Würzburg zum 1. August 2021 Prof. Dr. Astrid Schmieder zur Universitätsprofessorin für Dermatologie und Venerologie mit dem Schwerpunkt Immundermatologie.

Die 1979 in Bozen in der norditalienischen Provinz Südtirol geborene Medizinerin studierte von 1999 bis 2007 an der Medizinischen Universität Innsbruck. „Zum einen, weil die dortige medizinische Fakultät als eine der besten in Österreich gilt, zum anderen, weil das Humanmedizinstudium in Österreich deutlich praxisnäher abläuft als an den italienischen Universitäten“, wie sie erläutert. Nach ihrer – in der Folge auch für Deutschland anerkannten – italienischen Approbation startete Astrid Schmieder im Jahr 2007 als Weiterbildungsassistentin für Dermatologie und Venerologie an der Universitätsmedizin Mannheim. 

Makrophagen als ein Forschungsschwerpunkt 

Dort konnte sie in der Arbeitsgruppe „Tumor-assoziierte Makrophagen (TAM)“ ihren Wunsch nach einer zunächst stark forschungsorientierten Tätigkeit verwirklichen. „Ein Untertyp dieser Abwehrzellen ist eigentlich dafür zuständig, Heilungsprozesse des Körpers zu unterstützen. Wir wissen aber heute, dass die sogenannten M2-Makrophagen leider auch die Bildung und Metastasierung von Krebszellen fördern“, schildert die Professorin. Die Mannheimer TAM-Arbeitsgruppe, die sie ab 2009 bis zu ihrem Wechsel nach Würzburg leitete, erforscht hierbei Mechanismen, um dieses schädliche Zusammenspiel möglichst zu unterbinden. Als Werkzeug dafür entwickelten die Forscherinnen und Forscher unter anderem zwei spezielle, genetisch modifizierte Mausmodelle, mit denen Prof. Schmieder nun auch in Würzburg weiterarbeiten wird. Sie verdeutlicht: „Wir hoffen, dass wir mit bestimmten Nanopartikeln einen spezifischen Rezeptor der Makrophagen hemmen können, um die Wirkung der beim Hautkrebs verbreitet eingesetzten Immuntherapien mit Checkpoint-Inhibitoren weiter verbessern zu können.“ 

Im Rahmen des Würzburger Schwerpunkts sollen die „mitgebrachten“ Mausmodelle neben Hautkrebs auch für die Erforschung von chronisch-entzündlichen Erkrankungen – wie Neurodermitis und Schuppenflechte – verwendet werden. 

Nach dem erfolgreichen Start in der Wissenschaft durchlief Astrid Schmieder an der Klinik für Dermatologie in Mannheim auch eine steile ärztliche Karriere. So leitete sie schließlich als Oberärztin von 2016 bis 2017 die dortige Allergologie und im Anschluss die Hochschulambulanz für Dermatologie und Venerologie. Nach der Habilitation im Jahre 2015 wurde sie Mitte 2019 zur außerordentlichen Professorin ernannt.

Langjährige Erfahrung in der Psoriasis-Therapie

Einer der klinischen Schwerpunkte der Neu-Würzburgerin ist die Psoriasis. Seit mehr als zwölf Jahren beschäftigt sie sich intensiv mit der auch Schuppenflechte genannten chronisch-entzündlichen Hauterkrankung. In Mannheim leitete sie ab 2016 das Kompetenzzentrum Psoriasis. „Grundsätzlich versuche ich immer, die Therapie an die Patientin oder den Patienten anzupassen – und nicht umgekehrt“, unterstreicht Prof. Schmieder. Sie meint damit auch, dass es bei der Behandlung der vielfach in Schüben verlaufenden Krankheit besonders wichtig ist, zum genau richtigen Zeitpunkt ärztlich zu intervenieren. „Das rechtzeitige Erkennen eines neuen Schubes kann unter anderem dabei helfen, länger bei einem Medikament zu bleiben und so die zur Verfügung stehende Wirkstoffpalette nicht zu schnell zu verbrauchen“, so die Expertin. 

Entwicklungsziel: Krankheitsmanagement mit Smartphone-App

Einen vielversprechenden Ansatzpunkt, das Krankheitsmanagement bei Psoriasis zu optimieren, sieht sie in der Digitalisierung. Konkret entwickelte Astrid Schmieder mit einem kleinen Team kürzlich eine Smartphone-App, mit deren Hilfe Patientinnen und Patienten den Status ihrer Krankheit fotografisch dokumentieren sowie wöchentliche Fragebögen zu Lebensqualität, Stimmung, Aktivität, Schmerzen und Juckreiz beantworten konnten. Zudem bestand die Möglichkeit, per Chat-Funktion mit der betreuenden Hautärztin oder dem betreuenden Hautarzt Kontakt aufzunehmen. Eine begleitende Studie zum Einsatz der Software zeigte als Ergebnis unter anderem eine Verringerung der depressiven und Angstsymptome der Nutzerinnen und Nutzer. 

Für die Professorin ist das Potenzial solcher Software-Lösungen damit noch lange nicht ausgeschöpft. Zusammen mit Partnern in Mannheim und Karlsruhe wird sie die Weiterentwicklung federführend nun von Würzburg aus vorantreiben. „Unser Plan ist jetzt die zusätzliche Einbindung von Künstlicher Intelligenz. Uns schwebt ein selbstlernendes System vor, das über die automatische Interpretation von Patientenfotos Psoriasis-Schübe erkennen kann“, beschreibt die Wissenschaftlerin. Die App könnte dann die Betroffenen frühzeitig zum Handeln auffordern. Gleichzeitig könnte das Programm auch die betreuenden Hautärztinnen und -ärzte informieren, die dann ihrerseits Kontakt mit den Patientinnen und Patienten aufnehmen können. „Das alles dient dem Ziel, Menschen mit Schuppenflechte durch rechtzeitige Interaktion Krankenhausaufenthalte zu ersparen“, fasst Prof. Schmieder zusammen. In einem weiteren Schritt soll das System dann auf andere Anwendungsfelder ausgedehnt werden, allen voran auf die Beobachtung und Behandlung von chronischen Wunden.

Auch in der Lehre engagiert

Ihr breites dermatologisches Wissen gibt Astrid Schmieder gerne weiter. So übernahm sie neben der Leitung des neuen Schwerpunkts und der klinischen Arbeit als leitende Oberärztin auch den Posten der Lehrbeauftragten der Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des Uniklinikums Würzburg (UKW). „Ich habe großes Interesse daran, junge Menschen zu fördern. So betreue ich zum Beispiel kontinuierlich Doktorandinnen und Doktoranden“, sagt die Professorin.

Mit Astrid Schmieder siedelte auch ihre Familie mit nach Würzburg um. Sie berichtet: „Wir sind hier sehr gut angekommen und freuen uns, hier unseren neuen Lebensmittelpunkt gefunden zu haben.“ 

 

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Uniklinikum Würzburg: Best Poster Award für den Biochemiker Marius Niklaus

Die Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie e.V. ehrte Marius Niklaus vom Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie des Uniklinikums Würzburg kürzlich mit einem Best Poster Award.

Marius Niklaus konnte mit seinem Posterbeitrag zur DGTI-Jahrestagung 2021 die Jury der Deutschen Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie e.V. überzeugen.

Auf ihrer digital abgehaltenen Jahrestagung Ende September 2021 zeichnete die Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie e.V. (DGTI) die neun besten Abstracts und Poster aus. Unter den Preisträgern ist Marius Niklaus vom Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie des Uniklinikums Würzburg. Als Doktorand in der Arbeitsgruppe von Privatdozent Dr. Jürgen Kößler und Dr. Anna Kobsar beschäftigt sich der Biochemiker mit der Bedeutung von Thrombozyten – sprich Blutplättchen – für immunologische Vorgänge. Seine wissenschaftlichen Arbeiten werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

In dem preiswürdigen Posterbeitrag untersucht Niklaus die Bedeutung proteinabbauender Systeme für die Funktion von Immunrezeptoren in Thrombozyten. Diese Vorgänge können eine wichtige Rolle für die Verträglichkeit von thrombozytenhaltigen Blutprodukten bei Transfusionen spielen.

Der Award ist verbunden mit einem Preisgeld von 250 Euro und einer Einladung zur DGTI-Jahrestagung 2022.

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Baumaßnahmen am UKW: Preisgericht kürt drei Preisträger für ersten Bauabschnitt

Entscheidung im interdisziplinären Planungswettbewerb für gemeinsamen Neubau von Kopfkliniken und Zentrum Frauen-Mutter-Kind gefallen: Erster Preis für HASCHER JEHLE Architektur aus Berlin. Bauministerin Schreyer: „Überzeugender Entwurf für hochmodernes Universitätsklinikum“ // Ausstellung im Rudolf-Virchow-Zentrum

 

Lageplan des mit dem ersten Preis prämierten Entwurfs (Quelle: Hascher Jehle Objektplanung GmbH, Berlin)
Lageplan des mit dem ersten Preis prämierten Entwurfs (Quelle: Hascher Jehle Objektplanung GmbH, Berlin)
Modell des mit dem ersten Preis prämierten Entwurfs (Quelle: H-P Wuthenow)
Modell des mit dem ersten Preis prämierten Entwurfs (Quelle: H-P Wuthenow)
Visualisierung des mit dem ersten Preis prämierten Entwurfs (Quelle Loomn Architektur Visualisierung)
Visualisierung des mit dem ersten Preis prämierten Entwurfs (Quelle Loomn Architektur Visualisierung)

Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr

Der interdisziplinäre, zweiphasige Planungswettbewerb für die Neubauten von Kopfkliniken und Zentrum Frauen-Mutter-Kind am Universitätsklinikum Würzburg ist entschieden. Nach zweitätiger Sitzung hat sich das Preisgericht für HASCHER JEHLE Architektur (Berlin) als Sieger entschieden. Der zweite Preis geht an Gerkan, Marg und Partner (Aachen) und der dritte Preis an Nickl & Partner Architekten (München).

Gegenstand des Wettbewerbs ist die interdisziplinäre Planung für den abschnittsweisen Neubau der Kopfkliniken und des Zentrums Frauen-Mutter-Kind auf dem Erweiterungsgelände Nord des Universitätsklinikums Würzburg. Der Planungswettbewerb umfasst im Realisierungsteil mit einer Nutzungsfläche von rund 30.000 Quadratmetern den ersten Bauabschnitt des gemeinsam entstehenden Großprojekts. Der erste Bauabschnitt umfasst auch die Erschließung des 12 Hektar großen sogenannten Erweiterungsgeländes Nord und die erforderliche Energieversorgung.

Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer betonte: „Beim Planen und Bauen stellen wir den Menschen in den Mittelpunkt. Die Siegerentwürfe zeigen auf dem insgesamt rund 12 Hektar umfassenden Wettbewerbsgebiet, wie es gelingen kann, für das Erweiterungsgelände eine städtebaulich überzeugende und zugleich hochfunktionale und einladende Umgebung zu schaffen, in der sich sowohl die Patientinnen und Patienten als auch die Mitarbeitenden des Universitätsklinikums gut aufgehoben fühlen. Wir planen im Norden Bayerns ein Klinikum der höchsten Versorgungsstufe, das den Anforderungen an modernste Universitätsmedizin gerecht werden und das weit über die Grenzen Unterfrankens ausstrahlen wird.“

Der Bayerische Wissenschaftsminister Bernd Sibler betonte bei seinem Besuch vor Ort: „Das Universitätsklinikum Würzburg ist einer der führenden Standorte in medizinischer Forschung und Krankenversorgung und genießt auch international eine herausragende Reputation. Die Entscheidung des Preisgerichts ist ein wichtiger Meilenstein für die Erweiterung, mit der wir exzellente Rahmenbedingungen für die Universitätsmedizin der Zukunft schaffen. Alle drei Siegerentwürfe zeigen eine echte Vision, wie medizinische Forschung und hochmoderne Patientenversorgung im 21. Jahrhundert aussehen können. Sie bieten der Belegschaft eine erstklassige Infrastruktur für ihren Dienst am Menschen und den Patientinnen und Patienten optimale Voraussetzungen für ihre Behandlung.

Markus Hammes, freier Architekt BDA und Vorsitzender des Preisgerichts: „Die Aufgabenstellung für diesen interdisziplinären Wettbewerb ist von großer Komplexität geprägt, als Stichworte seien hier das anspruchsvolle Raumprogramm des Klinikums, die herausfordernde Topographie mit der Hanglage und die Aufteilung in zwei Bauabschnitte genannt. 

Die Arbeit des 1. Preises löst die Wettbewerbsaufgabe auf vorbildliche und hervorragende Art und Weise aufgrund ihrer hohen Funktionalität, der gelungenen Einbindung in die Topographie und den räumlichen Qualitäten für Patienten, Besucher und Mitarbeiter. Die Entscheidung des Preisgerichts unterstreicht und würdigt diese Leistung in besonderer Weise. Die Klarheit und Angemessenheit der baulichen Lösung ist eine robuste und belastbare Grundlage für die weitere Entwicklung des Universitätsklinikums an dieser Stelle.“

Zu den Siegerentwürfen:

  • Erster Preis:  HASCHER JEHLE Architektur (Berlin)
  • Zweiter Preis: Gerkan, Marg und Partner (Aachen)
  • Dritter Preis: Nickl & Partner Architekten (München)

Zum Wettbewerb:

Beim Planungswettbewerb handelte es sich um einen interdisziplinären Realisierungswettbewerb mit städtebaulichem Ideenteil. Dieser gliederte sich in zwei Phasen. Ging es zunächst um die städtebauliche Gesamtkonzeption des Projekts, so stand anschließend die genauere Planung des 1. Bauabschnitts für Kopfkliniken und Zentrum Frauen-Mutter-Kind im Fokus. Von den anfangs 15 eingereichten Beiträgen wurden sieben für die zweite Phase ausgewählt. In dieser wurden die Entwürfe raumscharf vertieft und die Gebäudeplanung einschließlich einer technischen Grobkonzeption ausgearbeitet. Mit den Preisträgern wird das Staatliche Bauamt Würzburg die weiteren Vertragsverhandlungen führen.

Zum Preisgericht:

Das Preisgericht setzte sich zusammen aus Fachpreisrichtern, bestehend aus Architekten, Stadtplanern, Landschaftsarchitekten und Vertreterinnen und Vertretern der Fachdisziplinen Tragwerksplanung sowie Maschinen- und Elektrotechnik, und Sachpreisrichtern. Diesen gehören Vertreterinnen und Vertreter des Klinikums, des Wissenschafts- und Finanzministeriums sowie der Stadt Würzburg an. Die Sitzungen des Preisgerichts fanden unter strengen Infektionsschutzmaßnahmen statt.

Die Fotos zeigen Lageplan, Modell und Visualisierung des mit dem ersten Preis prämierten Entwurfs.

Download Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr 

Mehr über die Ergebnisse des Planungswettbewerbs erfahren Sie in der Online Präsentation des Staatlichen Bauamts Würzburg. 

Hinweis:
Die Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten der Preisträger im Luitpoldcampus / Altgelände des Universitätsklinikums Würzburg im Foyer des Rudolf-Virchow-Zentrums ist beendet.

6. Würzburger Schlaganfallsymposium am Mittwoch, 20. Oktober 2021, 16.30 Uhr

ONLINE LIVE-Übertragung aus dem Vogel Convention Center (VCC), Max-Planck-Str. 7/9, 97082 Würzburg

Gerne möchten wir Sie auf diesem Weg zum 6. Würzburger Schlaganfallsymposium einladen, das im Kontext der COVID-19 Pandemie auch in diesem Jahr als ONLINE Veranstaltung konzipiert ist. Unter Berücksichtigung eines detaillierten Hygienekonzepts, wird das Symposium am Mittwoch, den 20.10.2021 im Vogel Convention Center aufgezeichnet und LIVE übertragen.

Inhaltlich steht die Behandlung von Schlaganfallpatienten im Mittelpunkt des Symposiums, das somit wiederum ganz im Zeichen des TRANSIT-Stroke Netzwerks steht, das Kliniken in Unterfranken sowie je eine Klinik in Oberfranken und Baden-Württemberg telemedizinisch verbindet, um die Schlaganfallversorgung bestmöglich zu optimieren.

Nach Begrüßung durch Herrn Dr. Schunk einer Einführung durch Herrn Prof. Volkmann wird Prof. Endres (Charité, Berlin) über Neuerungen in der Akuttherapie des Schlaganfalls referieren.

Im Anschluss werden Prof. Heuschmann und Prof. Häusler über aktuelle Entwicklungen im TRANSIT-Stroke Netzwerk berichten und in diesem Kontext auch auf die Bedeutung der Telemedizin in der COVID-19 Pandemie eingehen. Herr Prof. Schlachetzki (Regensburg) wird den ersten Teil des Symposiums mit einem Vortrag über Durchblutungsstörungen der Netzhaut beschließen.

Nach einer kurzen Pause wird Herr Dr. Schuhmann über neue experimentelle Ansätze in der Schlaganfalltherapie berichten, die derzeit am Universitätsklinikum Würzburg erforscht werden.

Diesbezüglich besteht ein enger Bezug zu interventionellen Therapieverfahren, deren Relevanz für die Schlaganfalltherapie und -forschung Herr Prof. Pham in seinem Vortrag darstellen wird.

Im Rahmen des 6. Würzburger Schlaganfallsymposiums wird zudem der seit 2011 jährlich vergebene und unter dem Motto „Kampf dem Schlaganfall“ stehende Preis der Hentschel-Stiftung Würzburg verliehen, der mit 5000 Euro dotiert ist und erneut bundesweit ausgeschrieben wurde.

Wir freuen uns auf einen regen Austausch im Rahmen der ONLINE Übertragung aus den Räumen des Vogel Convention Center, deren Nutzung uns freundlicherweise durch die Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp ermöglicht wurde.

Zielgruppen: 
Mitarbeiter*Innen der Pflegeberufe sowie Ärztinnen und Ärzte und Rettungsdienst

Eine Online Anmeldung ist erforderlich. Anmeldeschluss ist der 19.10.2021

 

Flyer zum herunterladen