Ausstellung: Menschen auf Organspende-Listen wollen hoffen und leben

Eine neue Ausstellung am Uniklinikum Würzburg macht anhand der persönlichen Situation von Wartelistenpatientinnen und -patienten die Dringlichkeit der Organspende greifbar.

Würzburg. In der Magistrale des Zentrums für Operative Medizin (ZOM) des Uniklinikums Würzburg (UKW) ist derzeit eine Ausstellung zu sehen, die auf authentische Weise an die Lebensumstände von Menschen heranführt, die am Würzburger Krankenhaus der Maximalversorgung – zum Teil schon seit vielen Jahren – auf eine Spenderniere warten oder gewartet haben. Unter dem Titel „Wir wollen hoffen – Wir wollen leben“ zeigen Rollups und Poster Fotos aus deren privatem Umfeld in glücklichen Momenten und bei geliebten Tätigkeiten. Ergänzt werden die Porträtaufnahmen durch jeweils kurze Statements.

Leben unter hoher physischer und psychischer Belastung 

„Wartelistenpatientinnen und -patienten müssen mit der Sorge leben, dass jederzeit eine plötzliche Verschlechterung ihres Zustandes eintreten kann, sodass die gezeigten Situationen, Begegnungen und Aktivitäten abrupt nicht mehr möglich sein könnten“, schildert Dr. Anna Laura Herzog. Die Leiterin des Transplantationszentrums des UKW fährt fort: „Die Schau verdeutlicht, dass Organversagen keinen Unterschied macht zwischen Faktoren wie Alter oder Geschlecht und auf Lebensziele keine Rücksicht nimmt.“

Im vergangenen Jahr haben am UKW 34 Patientinnen und Patienten eine Spenderniere erhalten – bei rund 180, die auf ein Organ warteten. „Neben der enormen psychischen und physischen Belastung während der Wartezeit zeigen wir auch die Dankbarkeit und Erleichterung derjenigen, die bereits transplantiert wurden“, beschreibt Herzog, die die Ausstellung konzipierte und organisierte.

Online-Umfrage soll regional weiteren Aufklärungsbedarf ermitteln 

Begleitet wird die Schau von einer Online-Umfrage. Damit will das Team des UKW-Transplantationszentrums herausfinden, welche Ängste die Menschen in Würzburg und der Region Mainfranken bei der Organspende haben, wo noch Aufklärungsbedarf besteht und wie dieser noch besser gedeckt werden kann. Den Fragenkatalog erreicht man unter www.ukw.de/behandlungszentren/transplantationszentrum

Die Ausstellung ist im ZOM noch bis zum 7. April 2026 zu sehen. „Danach sind wir gerne bereit, die Exponate an interessierte Einrichtungen zur Präsentation auszuleihen“, unterstreicht Anna Laura Herzog. Für eine entsprechende Anfrage kann man sie unter E-Mail: herzog_a1@ ukw.de kontaktieren.

Text: Pressestelle / UKW
 

Im Zentrum für Operative Medizin des Uniklinikums Würzburg verdeutlicht eine Ausstellung die Lebenssituation von Menschen, die auf ein Spenderorgan warten.
Im Zentrum für Operative Medizin des Uniklinikums Würzburg verdeutlicht eine Ausstellung die Lebenssituation von Menschen, die auf ein Spenderorgan warten. © Susanne Just / UKW

Im Zentrum für Operative Medizin des Uniklinikums Würzburg verdeutlicht eine Ausstellung die Lebenssituation von Menschen, die auf ein Spenderorgan warten. © Susanne Just / UKW