Gütesiegel bestätigt die Strukturqualität bei der Versorgung von brandverletzten Kindern

Die Abteilung für Kinderchirurgie des Uniklinikums Würzburg erhielt kürzlich das Gütesiegel für „Sicherheit und Qualität für brandverletzte Kinder“.

Würzburg. Der Arbeitskreis „Das schwerbrandverletzte Kind“ der Deutschen Gesellschaft für Verbrennungsmedizin (DGV) zeichnete im Februar dieses Jahres die Abteilung für Kinder- und Jugendchirurgie, Kinderurologie und Kindertraumatologie des Uniklinikums Würzburg (UKW) mit dem Gütesiegel „Sicherheit und Qualität für brandverletzte Kinder“ aus. Damit wird bescheinigt, dass die von Prof. Dr. Thomas Meyer geleitete Abteilung als spezialisierte Einrichtung alle Kriterien für Strukturqualität bei der ambulanten und stationären Behandlung sowie Nachbehandlung von Kindern und Jugendlichen mit einer Verbrennung oder Verbrühung erfüllt. 

Anspruchsvolle Versorgung im interdisziplinären Team

„Die Behandlung von Kindern mit thermischen Verletzungen unterscheidet sich deutlich von der von Erwachsenen“, unterstreicht Prof. Meyer und fährt fort: „So haben Kinder beispielsweise eine dünnere Haut, weshalb Verbrennungen und vor allem Verbrühungen oft tiefer und schwerer sind.“ Häufig sei daher eine Hauttransplantation erforderlich. Ferner gilt es nach seinen Worten, die psychosoziale Dimension besonders zu beachten: Verbrennungen und Verbrühungen sind traumatische Erfahrungen für Kinder und Familien. Angst, Schmerzen und Trennungssituationen können eine psychologische Unterstützung erforderlich machen. „Insgesamt ist bei brandverletzten Kindern eine interdisziplinäre Hochspezialversorgung gefragt. Essentielle Beiträge leisten – neben der Kinder- und Jugendchirurgie – die Kinderintensivmedizin, die Anästhesie, die Pflege sowie die Physiotherapie und die Psychologie“, verdeutlicht Meyer. Als Maximalversorger halten nur wenige Uniklinika wie das UKW rund um die Uhr verfügbare Expertenteams sowie die erforderliche spezielle Infrastruktur vor. Die Abteilung für Kinder- und Jugendchirurgie, Kinderurologie und Kindertraumatologie des UKW schließt somit erfolgreich die Versorgungslücke von brandverletzten Kindern in Nordbayern.

Das Gütesiegel gilt für drei Jahre.

Text: Pressestelle / UKW

Dr. Christoph Pensko und Prof. Thomas Meyer
Prof. Dr. Thomas Meyer (rechts) und Dr. Christoph Pensko von der Abteilung für Kinder- und Jugendchirurgie des Uniklinikums Würzburg präsentieren die Urkunde zum Gütesiegel „Sicherheit und Qualität für brandverletzte Kinder“. © Veronica Havel / UKW

Prof. Dr. Thomas Meyer (rechts) und Dr. Christoph Pensko von der Abteilung für Kinder- und Jugendchirurgie des Uniklinikums Würzburg präsentieren die Urkunde zum Gütesiegel „Sicherheit und Qualität für brandverletzte Kinder“. © Veronica Havel / UKW