Würzburg. Der Verband für Ernährung und Diätetik e.V. macht seit 1998 jedes Jahr im März mit einem Aktionstag auf die Bedeutung einer gesunden Ernährung aufmerksam. In diesem Jahr stehen die Verbindungen zwischen Autoimmunerkrankungen und Ernährung im Mittelpunkt. Das Uniklinikum Würzburg (UKW) nimmt das Thema auf und bietet am Donnerstag, 5. März 2026, auf einer Infofläche Schautafeln, ein Wissensspiel sowie Broschüren und Materialien zum Mitnehmen an. Außerdem gibt es antientzündliche Snacks zur Verkostung.
Die Aktion findet zwischen 10:00 und 16:00 Uhr nahe der Cafeteria „Insel“ im Erdgeschoss des Zentrums für Innere Medizin (ZIM) an der Oberdürrbacher Straße statt. Initiiert, organisiert und durchgeführt wird sie von Diätassistentinnen und Ökotrophologinnen des UKW, die auch für individuelle Gespräche zur Verfügung stehen.
Antientzündliche Ernährung bei vielen Autoimmunerkrankungen vorteilhaft
Zum Hintergrund: In Deutschland leiden rund neun Prozent der Bevölkerung an einer der vielen Autoimmunerkrankungen – Tendenz steigend. Zu den häufigsten Autoimmunerkrankungen zählen Hashimoto-Thyreoiditis, Psoriasis, Rheumatoide Arthritis, Typ-1-Diabetes, Multiple Sklerose, Morbus Crohn, Zöliakie und Lupus erythematodes. Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt, doch genetische Veranlagung, Umweltfaktoren und der Lebensstil spielen eine bedeutende Rolle. Lebensmittel können Einfluss auf den Verlauf und die Symptome von Autoimmunerkrankungen haben. Eine ausgewogene, entzündungshemmende Ernährung kann dabei helfen, das Immunsystem zu regulieren, Entzündungen zu reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern. Sie kann ein wichtiger Teil der ganzheitlichen Behandlung sein. Bei bestimmten Erkrankungen, wie bei der Zöliakie, ist sogar eine strikte – in diesem Fall glutenfreie – Ernährung unerlässlich, da Gluten Entzündungsprozesse im Darm auslöst.
Text: Pressestelle / UKW