Würzburg. Adi, Alma, Lee, Noa und Romi – so heißen fünf Medizinstudentinnen der israelischen Technion-Universität, die ab Anfang Januar dieses Jahres am Uniklinikum Würzburg (UKW) eine sechswöchige Ausbildung absolvierten. An ihrer Heimatuniversität in der Hafenstadt Haifa sind sie im sechsten und damit letzten Studienjahr. „Ziel ihres Aufenthalts in Würzburg war es, ihr bis dato erlerntes Wissen zu vertiefen und anzuwenden – ähnlich wie im deutschen Praktischen Jahr“, schildert Prof. Dr. Andreas Buck. Der Direktor der Nuklearmedizinischen Klinik des UKW ist seit 2023 Prodekan für Internationale Angelegenheiten der Medizinischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Die Studentinnen waren am UKW in der Dermatologie, der Gynäkologie, der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, der Augenheilkunde, der Transplantationschirurgie und der Psychiatrie tätig.
„Das Feedback der Nachwuchsmedizinerinnen zum Lehrangebot ist ausgezeichnet“, freut sich Andreas Buck und fährt fort: „Außerdem lobten sie den freundlichen Kontakt zur Israelitischen Kultusgemeinde Würzburg, die unsere Gäste in das Gemeindeleben einbezog.“
Wiederaufnahme von früheren Kontakten
Angestoßen wurden die Kooperationsideen der Würzburger Universitätsmedizin mit der Technion-Universität schon vor einigen Jahren von Prof. Dr. Jürgen Deckert, dem Vorgänger von Andreas Buck als Prodekan für Internationale Angelegenheiten. „Bedingt durch die Corona-Pandemie ist der Kontakt dann aber leider wieder abgebrochen“, berichtet der ehemalige Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am UKW. Umso mehr sei er jetzt als Seniorprofessor froh und dankbar, dass 80 Jahre nach dem Holocaust sowohl der studentische Austausch als auch die wissenschaftliche Kooperation möglich sind und mit neuem Elan vorangetrieben werden. Und Prof. Buck kommentiert: „Die Technion-Universität ist eine exzellente, technisch ausgerichtete Bildungs- und Forschungseinrichtung, die geeignet ist, das Portfolio der Würzburger Universitätsmedizin in vielerlei Hinsicht zu bereichern. Aktuell laufen als nächster wichtiger Schritt die Abstimmungen zu wechselseitigen Besuchen der jeweiligen Medizinischen Fakultäten.“
Der Austausch ergänzt die bereits seit längerem bestehenden Austauschprogramme mit Universitäten vor allem in Nagasaki/Japan und Mwanza/Tansania, aber auch anderen Universitäten weltweit.
Text: Pressestelle / UKW