Angst- und Furchtreaktionen sind automatische körperliche Schutzmechanismen, die uns innerhalb von Sekunden in den sogenannten Fight-or-Flight-Modus versetzen. Herzschlag und Atmung beschleunigen sich, die Muskeln spannen sich an und die Haut beginnt vermehrt zu schwitzen – der Körper macht sich bereit für Kampf oder Flucht. Auch wenn diese Reaktionen evolutionär sinnvoll sind, können sie im modernen Alltag – etwa bei Stress, lauten Geräuschen oder ungewohnten Situationen – überraschend auftreten und mitunter belastend sein.
Prof. Dr. Grit Hein und ihr Team am Zentrum für Psychische Erkrankungen (ZEP) des Uniklinikums Würzburg (UKW) untersuchen, wie solche Reaktionen durch virtuelle Eindrücke in verschiedenen virtuellen Szenarien beeinflusst werden können. Dazu wird in einem einstündigen Studiensetting im VR-Raum des ZEP am Margarete-Höppel-Platz 1 in Würzburg der Einfluss von Geräuschen auf die Emotionen sowie die Änderung der Hautleitfähigkeit analysiert. Die Hautleitfähigkeit spiegelt die Aktivität des peripheren Nervensystems wider. Aufgrund von Emotionen wird die Haut feuchter, ihre Leitfähigkeit verändert sich und der Hautleitwert steigt.
Für die Studie werden gesunde weibliche Probandinnen im Alter von 18 bis 60 Jahren gesucht. Sie sollten gute Deutschkenntnisse besitzen und weder unter Platzangst leiden noch neurologische oder psychiatrische Vorerkrankungen haben. Für die Studienteilnahme gibt es eine Pauschale von 13 Euro. Bei Interesse schreiben Sie bitte eine E-Mail an die Psychologie-Studentin und Studienleiterin lorena.marcantonio@stud-mail.uni-wuerzburg.de