HELIA-Logo mit Schriftzug "HELIA" in stilisierter Schrift vor hellgrauem Hintergrund; vierbeiniger Roboter stellt Buchstaben H dar

HELIA – Helfender Roboter im Klinikalltag

Gestatten: HELIA – der neue Kollege läuft auf Akku (und zur Hochform auf)

Klinikalltag ist Hochleistungssport: Diagnose-Marathon, Pflege-Sprints und Hürdenlauf über Aktenberge. Besonders auf dermatologischen Stationen ist Zeit Mangelware und oft bleiben gerade die Momente für menschliche Zuwendung auf der Strecke, weil der Papierkram ruft. Wir dachten uns: da muss jemand her, der die Taschen trägt, den Papierkram liebt und nie über Rückenschmerzen klagt. Dürfen wir vorstellen? Das ist HELIA.

Aktuelles

Das UKW ist auf den Roboterhund gekommen

ROBO-DOG HELIA SOLL PERSONAL DER HAUTKLINIK UNTERSTÜTZEN

Ein neues Forschungsprojekt am Uniklinikum Würzburg (UKW) untersucht gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), dem FZI Forschungszentrum Informatik und dem Forschungszentrum Jülich (FZJ), wie ein robotischer Hund die Ärztinnen und Ärzte sowie die Pflegekräfte im Klinikalltag auf der Station unterstützen kann. Derzeit wird Robo-Dog HELIA für den Einsatz in der Hautklinik über sprachliche Interaktion trainiert und programmiert. Das Projekt läuft im Rahmen der Fördermaßnahme „Natürlichsprachliche Integration von Robotik in Gesundheitseinrichtungen“ (NLP.bot) des Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und wird mit insgesamt 1,78 Millionen Euro gefördert.

Die Forschenden aus den verschiedenen Zentren stehen im Treppenhaus der Dermatologie, vor ihnen ist der rote Roboter-Hund Helia. Einige Personen knien neben HELIA.
Das Uniklinikum Würzburg untersucht in den kommenden drei Jahren gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), dem FZI Forschungszentrum Informatik und dem Forschungszentrum Jülich (FZJ), wie ein robotischer Hund Pflegekräfte und Ärztinnen und Ärzte sprachbasiert unterstützen kann. Ziel ist es, dass HELIA mündliche Anweisungen autorisierter Fachkräfte versteht, Visiten begleitet, Befunde dokumentiert und perspektivisch selbstständig Mess- und Dokumentationsaufgaben übernimmt. © Kim Sammet / UKW
Robo-Dog HELIA läuft durch den Flur der Station durch ein Spalier von Zuschauenden, darunter Klinikpersonal, Patienten und die Forschenden.
Debüt des Robo-Dogs HELIA (kurz für Helfender Roboter im Klinikalltag) auf der Station H21/22 der Hautklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW). Für den richtigen Einsatz muss HELIA jedoch noch trainiert werden. © Kim Sammet / UKW
Roboterhund HELIA wird von Professor Matthias Goebeler getätschelt.
Prof. Matthias Goebeler, Direkter der Hautklinik des UKW, begrüßt den neuen Roboterhund HELIA auf der Station. © Kim Sammet / UKW
Robo-Dog HELIA ist noch etwas ungelenk, stakst mit lauten Schritten durch die Flure und bewegt sich ausschließlich nach den Impulsen der Fernsteuerung. Aber schon bei ihrem ersten Auftritt auf der Station H21/22 unserer Hautklinik flogen der roten Roboterhündin mit den silbernen Beinchen alle Herzen zu. © Kim Sammet / UKW

Würzburg. HELIA ist noch etwas ungelenk, stakst mit lauten Schritten durch die Flure und bewegt sich ausschließlich nach den Impulsen der Fernsteuerung. Aber schon bei ihrem ersten Auftritt auf der Station H21/22 der Hautklinik am Uniklinikum Würzburg (UKW) flogen der roten Roboterhündin mit den silbernen Beinchen alle Herzen zu. Pflegekräfte, Reinigungspersonal, Ärztinnen und Ärzte sowie Patientinnen und Patienten zückten ihre Handys oder reckten die Hände, um HELIA zu streicheln oder zumindest ein Bild von ihr zu machen. HELIA steht für „Helfender Roboter im Klinikalltag“. Wie genau der vierbeinige Roboter im Klinikalltag eingesetzt werden kann und darf, das testet das UKW in den kommenden drei Jahren gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), dem FZI Forschungszentrum Informatik und dem Forschungszentrum Jülich (FZJ). 

Visiten protokollieren, Befunde dokumentieren, Wunden fotografieren und Vitalwerte messen

Ziel ist es, dass HELIA künftig auf mündliche Befehle autorisierter Fachkräfte aus Pflege und Medizin hört und diese ausführt. Sie soll bei Visiten mitlaufen und das Personal entlasten – zum Beispiel, indem sie die Visite protokolliert, Befunde dokumentiert und diese idealerweise ins Krankenhausinformationssystem (KIS) überträgt. Darüber hinaus könnte HELIA selbst Daten erheben, beispielsweise indem sie Wunden fotografiert und Vitalwerte misst. Geplant ist außerdem, dass der Laufroboter die Patientinnen und Patienten zu Terminen begleitet, das Gesagte auf einem Bildschirm anzeigt und ihnen die Technik im Patientenzimmer erklärt.

Maßstäbe setzen

„Voraussetzung ist natürlich, dass sowohl das Personal als auch die Patientinnen und Patienten damit einverstanden sind, dass HELIA sie bei der Aufnahmeuntersuchung und während ihres stationären Aufenthalts begleitet“, sagt Prof. Dr. Astrid Schmieder. Die Dermatologin und leitende Oberärztin der Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie freut sich jedenfalls riesig über den vierbeinigen Roboter. Als Prof. Dr.-Ing. Arne Rönnau, Direktor am FZI und Professor für Maschinelle Intelligenz und Robotik am KIT, und Christoph Zimmermann, Leiter der Abteilung Medizinische Informationstechnik am FZI, mit der Idee eines Roboterhundes auf der Station auf sie zukamen, war die engagierte Ärztin und Wissenschaftlerin sofort Feuer und Flamme für das neue Forschungsprojekt. Sie hatte keine Mühe, die Belegschaft für HELIA zu begeistern. Alle sehen das Potential dieser Zukunftstechnologie, die perspektivisch in verschiedenen Gesundheitseinrichtungen, in der häuslichen Pflege und im Rettungsdienst eingesetzt werden könnte und freuen sich, hier Maßstäbe zu setzen. 

Effektiv, viel erreicht und immer Verlass 

Warum Würzburg? „Wir hatten bereits im vorhergehenden Projekt, HybridVITA, hervorragend zusammengearbeitet. Wir waren effektiv, haben sehr viel erreicht, konnten uns immer aufeinander verlassen und wir hatten auch noch Spaß am Projekt. Aus diesem Grund wollten wir die Implementierung eines Roboterhundes im Krankenhaus auch gern in Würzburg mit Astrid Schmieder erforschen", kommentiert Christoph Zimmermann. Der studierte Elektro- und Informationstechniker und sein Team vom FZI befassen sich damit, wie eine natürliche sprachliche Kommunikation zwischen Fachpersonal, Hund und Patient stattfinden kann und wie das System bei einer kontinuierlichen Aufnahme von Hautoberflächen oder der Wundbetrachtung unterstützen kann. Bei HybridVITA ging es bereits um die medizinische Betreuung von Patientinnen und Patienten mit chronischen Hauterkrankungen mittels einer appbasierten Lösung mit kontaktloser Diagnostik.

HELIA wird über Sprache trainiert und programmiert

Warum setzt das Projekt HELIA auf einen hundeähnlichen Laufroboter statt auf eine humanoide Maschine? Menschen reagieren oft sensibel, wenn Technik ihnen zu ähnlich sieht. Dieses Phänomen heißt „Uncanny Valley“ – je menschlicher ein Roboter erscheint, ohne völlig echt zu wirken, desto stärker empfinden viele Personen Unbehagen. Ein vierbeiniger Roboter bleibt klar als technische Unterstützung erkennbar und vermeidet diesen Effekt. „Wir möchten ein System entwickeln, das Beschäftigte im Klinikalltag intuitiv als hilfreich wahrnehmen“, sagt Arne Rönnau. Sein Team am Institut für Informationsmanagement im Ingenieurwesen des KIT erforscht, wie ein Laufroboter nicht mehr mühsam per Software programmiert werden muss, sondern Aufgaben einfach aus natürlich gesprochenen Erklärungen lernt. Beschäftigte in der Klinik sollen dem Roboter beschreiben können, was er tun soll – und die Künstliche Intelligenz setzt diese Anweisungen direkt in funktionsfähige Programme um. „Es ist dann so, als hätte der Roboter eine Tätigkeit erklärt bekommen und sie anschließend selbst erlernt“, erklärt Rönnau. Dafür entwickeln die Forschenden das System „Erklärt-Programmiert-Gemacht!“ (EPG), das Sprachverarbeitung, Robotik und Personenerkennung verbindet.

Ein zusätzlicher Greifarm, um Türen zu öffnen und Essen abzuräumen

Das heißt: HELIA geht jetzt erst einmal in die Hundeschule, um zu lernen, wer ihr überhaupt Befehle geben darf. Eine Sprachsoftware wandelt die Sätze der Mitarbeitenden in entsprechende Codes um, sodass der Robo-Dog die verschiedenen Aufgaben, die auf der Station anfallen, ausführen kann. „Wir sind gespannt, wie wir hier am besten helfen können“, sagt Arne Rönnau. Im nächsten Schritt erhält HELIA zum Beispiel einen Greifarm, damit sie auch Türen öffnen, Lagerware auffüllen, Essen abräumen und Wunden fotografieren kann.

Ein Robotereinsatz im Krankenhaus wirft natürlich auch ethische, rechtliche und soziale Fragen auf – kurz ELSA für Ethical, Legal and Social Aspects. Darum kümmert sich das FZJ. Prof. Dr. Jan-Hendrik Heinrichs fasst die Herausforderungen wie folgt zusammen: „Zentral ist, dass das HELIA-System nach Möglichkeit zum Wohl der Patientinnen und Patienten eingesetzt wird und diese nicht gefährdet. Darüber hinaus soll HELIA Medizinberufe entlasten und trotzdem ein sicheres Arbeitsumfeld ermöglichen. Dadurch können Ressourcen dort eingesetzt werden, wo sie den größten medizinischen bzw. pflegerischen Nutzen schaffen, ohne dass neue Ungleichheiten in der Verwendung von Gesundheitsressourcen entstehen.“

„Achtung, hier ist ein Roboterhund für Forschungszwecke im Einsatz!“

Nach ihrem gelungenen Debüt auf der Station kehrt HELIA zurück ins Körbchen in der Bibliothek der Dermatologie, wo sie in Ruhe ihre Batterien auflädt. Auf der Station wird hingegen eifrig diskutiert, welche Augen man dem Hund aufkleben soll und ob man HELIA ein Fässchen um den Hals hängen sollte - schließlich hat sie nicht nur die Größe eines Bernhardiners, sondern kommt auch aus der Schweiz. Der Roboterhund HELIA wurde von der Schweizer Firma ANYbotics entwickelt und heißt eigentlich ANYmal. Derzeit sind rund 200 der genannten ANYmals im Einsatz, allerdings primär dort, wo es für Menschen gefährlich ist. Als Inspektionsroboter überwachen sie Ölplattformen, Windparks oder Stahlwerke. Klinikstationen sind neu. „Da bei uns niemand mit einem Roboterhund rechnet, müssen wir am Eingang vor dem Hund warnen“, schmunzelt Astrid Schmieder. „Achtung, hier ist ein Roboterhund für Forschungszwecke im Einsatz!“

Projektbeteiligte HELIA – Robo-Dog

  • Hautklinik, Uniklinikum Würzburg (UKW)
    Marco Stumpf, Jan-Hendrik Maiwald, Jörg Eberling, Marion Berthold, Tassilo Dege, Astrid Schmieder
  • Karlsruher Institut für Technologie (KIT
    Roberto Corlito, Louis Ensil, Hong Phuoc Nguyen Nguyen, Arne Rönnau
  • FZI Forschungszentrum Informatik 
    Dominik Beyer, Julia Konle, Christoph Zimmermann
  • Forschungszentrum Jülich GmbH (FZJ
    Dilara Diegelmann, Jan-Hendrik Heinrichs
  • Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH (VDI/VDE-IT)
    Sandra Beyer, Patrick Ehrenbrink

Förderung

HELIA wird bei der Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) „Natürlichsprachliche Integration von Robotik in Gesundheitseinrichtungen“ (NLP.bot) mit 1,78 Millionen Euro unterstützt. Von 54 eingereichten Skizzen wurden acht Projekte zur Förderung ausgewählt. Zur Projektbeschreibung: HELIA — Miteinander durch Innovation

Text: Kirstin Linkamp / Wissenschaftskommunikation

Robo-Dog HELIA ist noch etwas ungelenk, stakst mit lauten Schritten durch die Flure und bewegt sich ausschließlich nach den Impulsen der Fernsteuerung. Aber schon bei ihrem ersten Auftritt auf der Station H21/22 unserer Hautklinik flogen der roten Roboterhündin mit den silbernen Beinchen alle Herzen zu. © Kim Sammet / UKW

Kick-off-Meeting in Würzburg

Ein straffes Programm stand auf dem Plan, doch der Spaß blieb definitiv nicht auf der Strecke: beim Kick-off-Meeting in Würzburg kamen alle Projektbeteiligten an einem Tisch zusammen, um den Grundstein für die Arbeit der nächsten drei Jahre zu legen und einen ersten Blick auf den neuen vierbeinigen Kollegen zu werfen.

Roboterhund HELIA steht auf dem Flur der Station mit einigen Zuschauenden, darunter Klinikpersonal, Patienten und die Forschenden.
Auf Erkundungstour: HELIA besucht zum ersten Mal ihren zukünftigen Arbeitsplatz. © Kim Sammet / UKW
Roboterhund HELIA steht vor dem Eingang zur Bibliothek in der Hautklinik. Außenherum stehen einige Zuschauende und einige Personen, die einen Fragebogen ausfüllen, darunter Mitarbeitende der Hautklinik und Forschende.
Passend zur Vorweihnachtszeit durften Beschäftigte der Hautklinik Wunschlisten ausfüllen, wie sie HELIA am liebsten einsetzen würden. © UKW
HELIA steht auf dem Flur der Privatambulanz der Hautklinik. Hinter HELIA steht eine fröhliche Mitarbeiterin der Hautklinik.
HELIA wurde bei ihrem ersten Besuch am UKW gleich begeistert begrüßt. © UKW

Am 3. Dezember fand in Würzburg das Kick-off-Meeting des im Oktober gestarteten Projekts „HELIA – Helfender Roboter im Klinikalltag” statt. Das vom BMFTR geförderte interdisziplinäre Projekt verfolgt das Ziel, einen hundeartigen Assistenzroboter zu entwickeln, der von autorisiertem Klinikpersonal mittels natürlicher Sprache nachprogrammiert werden kann. Nach dem offiziellen Projektstart im Oktober 2025 kamen die beteiligten Teilprojekte nun erstmals in der Bibliothek der Dermatologie des Universitätsklinikums Würzburg zusammen, um – nach einem ersten Kennenlernen bei einem gemeinsamen Abendessen am Vortag – gemeinsam über Ziele und Umsetzung des Projekts zu beraten.

Neben der Dermatologie des Universitätsklinikums Würzburg (UKW), in der der Roboter künftig zum Einsatz kommen soll und Prof. Dr. med. Astrid Schmieder als leitende Oberärztin tätig ist, sind das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), das FZI Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe sowie das Forschungszentrum Jülich (FZJ) an HELIA beteiligt. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen sowohl praktische Fragen zu den Fähigkeiten des Assistenzroboters und deren technischer Umsetzung als auch ethische Aspekte, etwa zu Sicherheit, Datenschutz, Transparenz und Akzeptabilität.

Ein besonderes Highlight des Treffens war der Assistenzroboter HELIA selbst, der erstmals durch die Flure der Hautklinik laufen durfte. Mitarbeitende aus unterschiedlichen Berufsgruppen der Hautklinik – darunter Oberärzt*innen, Pförtner*innen, Beschäftigte aus dem Sekretariat, Pflegekräfte und Studierende – hatten die Gelegenheit, HELIA kennenzulernen und im Anschluss im Rahmen eines Fragebogens wertvolles Feedback zu möglichen Einsatzszenarien, Wünschen, aber auch zu bestehenden Bedenken zu geben.

Nach dem erfolgreichen Auftakttreffen geht das Projekt nun in die nächste Phase. In enger Abstimmung mit dem Klinikpersonal vor Ort wird HELIA schrittweise an die konkreten Bedürfnisse des Klinikalltags angepasst, um diesen künftig effektiv, sicher und nachhaltig entlasten zu können. Wir danken allen Beteiligten für ihr Engagement und freuen uns auf die weitere gemeinsame Zusammenarbeit.

Text: Dilara Diegelmann

Roboterhund HELIA steht auf dem Flur der Station mit einigen Zuschauenden, darunter Klinikpersonal, Patienten und die Forschenden.
Auf Erkundungstour: HELIA besucht zum ersten Mal ihren zukünftigen Arbeitsplatz. © Kim Sammet / UKW
Roboterhund HELIA steht vor dem Eingang zur Bibliothek in der Hautklinik. Außenherum stehen einige Zuschauende und einige Personen, die einen Fragebogen ausfüllen, darunter Mitarbeitende der Hautklinik und Forschende.
Passend zur Vorweihnachtszeit durften Beschäftigte der Hautklinik Wunschlisten ausfüllen, wie sie HELIA am liebsten einsetzen würden. © UKW
HELIA steht auf dem Flur der Privatambulanz der Hautklinik. Hinter HELIA steht eine fröhliche Mitarbeiterin der Hautklinik.
HELIA wurde bei ihrem ersten Besuch am UKW gleich begeistert begrüßt. © UKW

Neuer Helfer im Klinikalltag: Start des vom BMFTR geförderten Robotik-Projekts HELIA

Im Rahmen der BMFTR-Forschungstour „Ich, Zukunft und sprachgesteuerte Robotik in der Medizin” wurde das Projekt HELIA bereits wenige Tage nach seinem offiziellen Beginn in Berlin vorgestellt. Mithilfe eines Science Slams ermöglichte Frau Prof. Schmieder einen humorvollen ersten Einblick, inwiefern ein vierbeiniger Roboter in der Klinik ein nützlicher Kollege werden könnte.

Prof. Dr.-Ing. Arne Rönnau, Prof. Dr. med. Astrid Schmieder, Dominik Beyer, Dipl.-Ing. Christoph Zimmermann und Dilara Diegelmann sitzen auf einem Sofa vor einer Gebäudefront aus Glas.
Vorfreude und viel gute Laune: Gruppenfoto des HELIA-Teams in Berlin © UKW
Illustration des Roboterhundes mit Greifarm auf der Station eines Krankenhauses. Der Roboterhund trägt Schuhe und sagt „Pantoffeln? Ich brauch Sneakers!”.
Noch nicht auf leisen Sohlen: ganz oben auf der Wunschliste steht, dass HELIA lernt, ein bisschen leiser über die Station zu huschen. © graphicrecording.cool (Tiziana Beck)
Illustration eines Fingers mit der Aufschrift "Sprachgesteuerte Robotik, der auf einen Knopf mit der Beschriftung „Cybersicherheit” drückt. Außenherum sind noch fünf weitere Knöpfe mit den Beschriftungen „13482”, „Zertifizierung”, „Regulatorien”, „Schutzmaßnahme” und „Fernzugriff”.
HELIA soll zeigen, dass Cybersicherheit, der Schutz persönlicher Daten und Benutzerfreundlichkeit keine Gegensätze sein müssen. © graphicrecording.cool (Tiziana Beck)
Illustration davon wie ein Roboterarm mit einem Smartphone ein Foto einer Person aufnimmt. Es wird gefragt „Lassen Sie sich von einem Roboter fotografieren?”.
Charmanter Paparazzo: natürlich kommt nur auf's Bild, wer ausdrücklich zustimmt! © graphicrecording.cool (Tiziana Beck)

Am 6. Oktober stellte Prof. Dr. med. Astrid Schmieder das erst wenige Tage zuvor gestartete Forschungsprojekt „HELIA – Helfender Roboter im Klinikalltag” im Rahmen der BMFTR-Forschungstour „Ich, Zukunft und sprachgesteuerte Robotik in der Medizin” vor. Die Koordination liegt beim Universitätsklinikum Würzburg (UKW), weitere Partner sind das FZI Forschungszentrum Informatik (Karlsruhe), das Forschungszentrum Jülich (FZJ) sowie das Karlsruher Insitut für Technologie (KIT).

In einem humorvollen Science Slam nahm Prof. Schmieder das Publikum mit in ihren stressigen Klinikalltag und zeigte augenzwinkernd – unter anderem mit einem Verweis auf ihre Crocs, die „nicht für das Laufen von Patient*in zu Patient*in taugen”–, wie der hundeartige Roboter HELIA das Klinikpersonal künftig unterstützen könnte. HELIA soll sich durch natürliche Sprache von autorisiertem Klinikpersonal nachprogrammieren und an die jeweiligen Bedürfnisse des medizinischen Personals anpassen lassen, um einfache, aber zeitaufwendige Aufgaben zu übernehmen und so mehr Raum für das Wesentliche zu schaffen: mehr Zeit für die Patient*innen.

Neben der Vorstellung von HELIA bot die Veranstaltung Gelegenheit, Einblicke in weitere, nun auslaufende BMFTR-geförderte Robotik-Projekte zu gewinnen – ein wertvoller Austausch, um mögliche Synergien zu erkennen und voneinander zu lernen. Ziel ist es, einen Roboter zu entwickeln, der sicher, ethisch und verantwortungsvoll in den Klinikalltag integriert werden kann.

Die Illustratorin Tiziana Beck hat zentrale Themen und Eindrücke der Veranstaltung in einem Graphic Recording festgehalten – ein Best-of ihrer Illustrationen sowie ein Foto des HELIA-Teams finden Sie unten.

Das Kick-off-Meeting des Projekts findet Anfang Dezember in Würzburg statt – wir freuen uns auf die gemeinsame Reise und die weitere Arbeit an unserem helfenden Roboter!

Text: Dilara Diegelmann

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Portraitfoto von Prof. Dr. phil. Jan-Hendrik Heinrichs

Prof. Dr. phil.
Jan-Hendrik Heinrichs

Forschungszentrum Jülich (FZJ)

Portraitfoto von Prof. Dr.-Ing. Arne Rönnau

Prof. Dr.-Ing.
Arne Rönnau

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Portraitfoto von Prof. Dr. med. Astrid Schmieder

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