ERK(T188)-Autophosphorylierung bei Herzinsuffizienz (B3)
Bisherige Erkenntnisse zur kardioprotektiven Wirkung
Wir konnten eine zusätzliche posttranslationale Modifikation von ERK1/2 identifizieren, die ERK(T188)-Autophosphorylierung, kurz pERKT188, die pathologische kardiale Hypertrophie und Herzinsuffizienz begünstigt. Im Verlauf der letzten SFB1525-Förderperiode konnten wir herausfinden, dass eine gezielte pERKT188-Inhibition mittels ERK-Dimerisierungsinhibition kardioprotektive Effekte vermittelt. Diese beruhen unter anderem auf Veränderungen des Phänotyps kardialer Immunzellen.
Immunzellmechanismen und Biomarkerpotenzial von pERKT188
In der zweiten Förderperiode untersuchen wir, über welche Mechanismen pERKT188 in Immunzellen entsteht und inwiefern das kardio-immunologische Mikroumfeld dessen Induktion beeinflusst. Weiterhin soll in vivo mithilfe einer zelltypspezifischen, gezielten Depletion untersucht werden, welchen Einfluss pERKT188 bzw. die ERK-Dimerisierungsinhibition speziell in monozytenabgeleiteten Makrophagen (MDMs) und residenten kardialen Makrophagen (RCMs) auf die Pathogenese der Herzinsuffizienz haben.
Außerdem soll das Potenzial dieser Autophosphorylierung als Biomarker für kardiovaskuläre Ereignisse evaluiert werden. Hierzu werden beispielsweise PBMCs und PMNs aus Patientinnen und Patienten mit unterschiedlichen kardiovaskulären Erkrankungen und Krankheitsstadien, etwa nach NYHA-Klassifikation, isoliert und hinsichtlich einer möglichen Korrelation zwischen pERKT188-Level und Erkrankungsstatus analysiert.
Ziel dieser Förderperiode ist es, das Potenzial von pERKT188 als pharmakologisches Target und als Biomarker bei kardiovaskulären Erkrankungen zu evaluieren.
Anschrift
Medizinische Klinik und Poliklinik I, Universitätsklinikum Würzburg, Zentrum für Innere Medizin (ZIM), Oberdürrbacher Straße 6, Haus A3, 97080 Würzburg, Deutschland
Deutsches Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg | Comprehensive Heart Failure Center | Am Schwarzenberg 15 | Haus A15 | 97078 Würzburg

