Aktuelle Pressemitteilungen

Harald und Margit Seubert vom „Grünen Baum“ in Kist spenden 4.000 Euro an die Abteilung für Kinderchirurgie – Kinderurologie und Kindertraumatologie der Uniklinik Würzburg

Mit einer großzügigen Spende in Höhe von 4.000 Euro unterstützen Harald und Margit Seubert vom Gasthaus „Grüner Baum“ in Kist erneut die Abteilung für Kinderchirurgie – Kinderurologie und Kindertraumatologie der Universitätsklinik Würzburg im ZOM. Die Spende wird für Projekte eingesetzt, die das Wohl der kleinen Patientinnen und Patienten auf der Station fördern.

Professor Dr. Thomas Meyer, Leiter der Kinderchirurgie der Universitätsklinik Würzburg freut sich über eine Spende von 4.000 Euro von Harald und Margit Seubert (von links) an die Station „O15“ im ZOM.
Professor Dr. Thomas Meyer, Leiter der Kinderchirurgie der Universitätsklinik Würzburg freut sich über eine Spende von 4.000 Euro von Harald und Margit Seubert (von links) an die Station „O15“ im ZOM. Bild: Matthias Ernst

Die Spendenübergabe fand dieses Jahr vor dem großen Eisbären, dem Maskottchen der Kinderchirurgie, direkt auf der kinderchirurgischen Station „O15“ im ZOM statt. Professor Dr. Thomas Meyer, der Leiter der Kinderchirurgie – Kinderurologie und Kinderchirurgie der Universität Würzburg, nahm die Spende persönlich entgegen. Er zeigte sich erfreut und dankbar über die erneute Unterstützung durch die Familie Seubert und hob hervor, wie wertvoll diese Hilfe für die Kinder und ihre Familien ist. „Die wiederholte Großzügigkeit von Harald und Margit Seubert ermöglicht es uns, wichtige Projekte für unsere kleinen Patientinnen und Patienten zu realisieren und ihren Aufenthalt in der Klinik so angenehm wie möglich zu gestalten“, sagte Professor Meyer bei der Übergabe.

Dank der Spende sollen Maßnahmen finanziert werden, die die kindgerechte Ausstattung auf der Station „O15“ im ZOM weiter verbessern und zusätzliche Angebote ermöglichen, die zur Förderung der Genesung und des Wohlbefindens der Kinder beitragen.

„Es ist uns ein großes Anliegen, den Kindern und ihren Familien in dieser schweren Zeit beizustehen und sie zu unterstützen. Wir sind überzeugt, dass jede kleine Geste zählt“, sagte Harald Seubert. „Mit unserer Spende wollen wir dafür sorgen, dass es den kleinen Patientinnen und Patienten an nichts fehlt und sie bestmöglich versorgt werden“, ergänzte Margit Seubert.

 

Pressemitteilung Redaktionsservice Ernst vom 12. November 2024
 

Professor Dr. Thomas Meyer, Leiter der Kinderchirurgie der Universitätsklinik Würzburg freut sich über eine Spende von 4.000 Euro von Harald und Margit Seubert (von links) an die Station „O15“ im ZOM.
Professor Dr. Thomas Meyer, Leiter der Kinderchirurgie der Universitätsklinik Würzburg freut sich über eine Spende von 4.000 Euro von Harald und Margit Seubert (von links) an die Station „O15“ im ZOM. Bild: Matthias Ernst

Vier Würzburger Forscher sind „Highly Cited“

Erneut befinden sich mehrere Forscher der Universität Würzburg unter den „Highly Cited Researchers“. 2024 schaffen es vier Professoren auf die Liste. Ihre Arbeiten werden von Kolleginnen und Kollegen weltweit oft zitiert.

Weltweit häufig zitiert: Ronny Thomale, Christoph Wanner, José Pedro Friedmann Angeli und Hermann Einsele
Weltweit häufig zitiert: Ronny Thomale, Christoph Wanner, José Pedro Friedmann Angeli und Hermann Einsele. (Bilder: Daniel Peter / Uni Würzburg – UKW – Andreas Heddergott / TU München – Benedikt Knüttel)

Zum wiederholten Male finden sich Professoren der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) in der Liste der Highly Cited Researchers: die Mediziner Hermann Einsele und Christoph Wanner, der Zellforscher José Pedro Friedmann Angeli sowie erstmals der Theoretische Physiker Ronny Thomale.

Das auf Zitationsdaten spezialisierte Unternehmen Clarivate Analytics hat die aktuelle Highly-Cited-Liste erstellt und am 19. November 2024 veröffentlicht. Grundlage der Auswertung ist laut Clarivate die Datenbank Web of Science. Für 2024 hat das Analyseteam den Zeitraum von Anfang 2013 bis Ende 2023 betrachtet.

Als häufig zitiert gelten Publikationen, die in ihrem Erscheinungsjahr zu den ein Prozent meistzitierten ihres Fachgebiets gehören. Nur wer an besonders vielen Highly Cited Papers beteiligt ist, wird in den exklusiven Kreis der Highly Cited Researchers aufgenommen. 2024 besteht dieser Kreis aus 6.636 Persönlichkeiten aus 59 Ländern.

Gratulation vom Universitätspräsidenten

JMU-Präsident Paul Pauli gratuliert den Forschern: „Dass so viele Würzburger Wissenschaftler wiederholt zu den Highly Cited Researchers zählen, ist auch ein eindrucksvoller Beleg für die internationale Sichtbarkeit unserer Universität. Meinen Glückwunsch an die Ausgezeichneten!“

Highly Cited Researchers 2024: https://clarivate.com/highly-cited-researchers/

Prof. Dr. Hermann Einsele

Der Leiter des Lehrstuhls für Innere Medizin II und Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II beschäftigt sich mit neuen Immuntherapien bei verschiedenen Tumorerkrankungen, dem Multiplen Myelom und Infektionserkrankungen bei immunabwehrgeschwächten Patienten. Unter seiner Leitung laufen immuntherapeutische Studien für viele Tumorerkrankungen. Einsele hat eine Krebstherapie mit spezifisch veränderten Immunzellen entwickelt und diese erstmals in Europa klinisch eingesetzt. An Auszeichnungen erhielt er unter anderen: 2003 den van Bekkum Award der Europäischen Gesellschaft für Zell- und Stammzelltherapie, 2012 Nobel Lecture Stem Cell Biology/Transplantation, Nobel Forum Karolinska Institute Schweden. 2014 wurde er als Mitglied in die Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz aufgenommen. 2022 erhielt er als erster Europäer den renommierten Erasmus Hematology Award für besondere Leistungen bei der Immuntherapie von Krebserkrankungen sowie den Bayerischen Verfassungsorden und 2023 den höchsten Preis der Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI), die Emil-von-Behring Lecture. Er ist Co-Sprecher der Sonderforschungsbereiche 124, 221 und 338 sowie Sprecher des Nationalen Zentrums für Tumorerkrankungen WERA mit Hauptstandort Würzburg. Seit 2023 ist Hermann Einsele Mitglied Academia Europea und seit 2024 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. 2024 wurde er außerdem mit dem Ken Anderson Basic and Translational Research Award der International Myeloma Society ausgezeichnet.

Prof. Dr. José Pedro Friedmann Angeli

Der Professor für Translationale Zellbiologie am Rudolf-Virchow-Zentrum – Center for Integrative and Translational Bioimaging ist eine führende Persönlichkeit auf dem Gebiet der translationalen Zellbiologie. Er ist bekannt für seine bahnbrechenden Forschungsarbeiten über das Zusammenspiel von Stoffwechselsignalen und Zellüberleben, insbesondere im Zusammenhang mit der Ferroptose. Ferroptose, eine regulierte Form des Zelltods, die durch eisenabhängige Lipidperoxidation angetrieben wird, spielt eine entscheidende Rolle bei verschiedenen physiologischen und pathologischen Prozessen, die von Krebs bis zu neurodegenerativen Erkrankungen reichen. Als Co-Sprecher des Rudolf-Virchow-Zentrums an der Universität Würzburg hat Friedmann Angeli bahnbrechende Beiträge zur Aufklärung der Stoffwechselwege geleistet, die die Ferroptose-Empfindlichkeit beeinflussen. Seine Arbeit hat den Weg für innovative therapeutische Strategien geebnet, die diese Stoffwechselwege ausnutzen, um Krebsarten zu bekämpfen, die von Natur aus anfällig für Ferroptose sind, darunter B-Zell-Malignome, Melanome und Neuroblastome. Professor Friedmann Angelis Engagement geht über die Forschung hinaus und trug zur Einrichtung des von der DFG finanzierten Schwerpunktprogramms „Ferroptose: von molekularen Grundlagen zu klinischen Anwendungen“ (SPP 2306) bei. In Anerkennung des transformativen Potenzials seiner Arbeit verlieh ihm der Europäische Forschungsrat 2024 einen prestigeträchtigen ERC Consolidator Grant, um diesen wichtigen Forschungsbereich weiter voranzutreiben. Sein Labor zielt darauf ab, diese grundlegenden mechanistischen Erkenntnisse in klinische Anwendungen zu überführen, die Hoffnung auf wirksamere und selektivere Behandlungen für Ferroptose-empfindliche Krebsarten geben.

Prof. Dr. Ronny Thomale

Das Forschungsgebiet des Lehrstuhlinhabers für Theoretische Physik I befasst sich mit der theoretischen Beschreibung stark korrelierter Elektronenzustände. Materialien mit diesen Eigenschaften bringen erstaunliche Phänomene hervor, wie zum Beispiel Supraleitung, Quanten Hall Effekt, Spinflüssigkeiten, Topologische Isolatoren und Magnetismus. Die Grundlagenforschung am Lehrstuhl zielt darauf ab, neue Quantenzustände von Materie vorherzusagen und mögliche Materialkandidaten vereint mit experimentellen Untersuchungen besser zu verstehen. Dies erstreckt sich auch auf synthetische Festkörpersysteme, die als Simulatoren spezieller Eigenschaften von Quantenmaterialien verwendet werden können. Für seine Arbeit wurde Thomale unter anderem mit dem Karl-Heinz Hoffmann-Preis der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und dem Raymond and Beverly Sackler International Prize in Physics der Tel Aviv Universität ausgezeichnet.

Prof. Dr. Christoph Wanner

Der frühere Leiter des Schwerpunktes Nephrologie an der Medizinischen Klinik und Poliklinik I des Würzburger Universitätsklinikums ist Experte für Nierenkrankheiten bei Diabetes mellitus sowie für Herzkreislauferkrankungen bei Dialysepatienten und nach Nierentransplantationen. Durch weltweit angelegte klinische Studien konnte er erstmals zeigen, dass bei Diabetikern ein in der Niere wirksames Medikament das Fortschreiten der Nierenerkrankung bis hin zur Nierenersatztherapie entscheidend verzögern kann. Die Diagnostik, Prognoseerstellung und Therapie von Fettstoffwechselstörungen bei Nierenkranken sind weitere Schwerpunkte seiner Arbeit. Diese setzt er mit einer neuen großen Studie fort, welche an der JMU federführend für Deutschland und Europa koordiniert wird. 2018 erhielt er die Franz-Volhard-Medaille. Seit Anfang 2023 wirkt er als Seniorprofessor an der JMU. 

 

Pressemitteilung der Universität Würzburg vom 22. November 2024

Weltweit häufig zitiert: Ronny Thomale, Christoph Wanner, José Pedro Friedmann Angeli und Hermann Einsele
Weltweit häufig zitiert: Ronny Thomale, Christoph Wanner, José Pedro Friedmann Angeli und Hermann Einsele. (Bilder: Daniel Peter / Uni Würzburg – UKW – Andreas Heddergott / TU München – Benedikt Knüttel)

Adolf-und-Inka-Lübeck-Preis an Würzburger Zahnmedizinstudierende vergeben

37 Zahnmedizinstudierende des Uniklinikums Würzburg haben die Examensprüfung 2024/II bestanden. Die zwei besten wurden mit dem Adolf-und-Inka-Lübeck-Preis ausgezeichnet.

37 Würzburger Zahnmedizinstudierende bestanden nach ihrer Ausbildung an der Zahnklinik des UKW (Bild) das Examen 2024/II.
37 Würzburger Zahnmedizinstudierende bestanden nach ihrer Ausbildung an der Zahnklinik des UKW (Bild) das Examen 2024/II. © Klaus Nowarra / UKW

Würzburg. Im November erhielten die 28 Absolventinnen und neun Absolventen des Examens 2024/II der Würzburger Zahnmedizin ihre Zeugnisse. Besonders freuen konnten sich die zwei Prüfungsbesten: Sie wurden mit dem Adolf-und-Inka-Lübeck-Preis ausgezeichnet. Den mit 1.000 Euro dotierten ersten Preis erhielt Alina Zänglein, die 500 Euro des zweiten Preises gingen an Carolin Bobbert. 

Der Adolf-und-Inka-Lübeck-Preis wurde im Jahr 1977 gestiftet: Inka Lübeck wollte damit an ihren vier Jahre zuvor gestorbenen Mann erinnern, den Würzburger Zahnmediziner Adolf Lübeck. Seit dem Tod von Inka Lübeck im Jahr 1990 wird die Prämie unter dem jetzigen Namen verliehen. 

 

Text: Pressestelle / UKW

37 Würzburger Zahnmedizinstudierende bestanden nach ihrer Ausbildung an der Zahnklinik des UKW (Bild) das Examen 2024/II.
37 Würzburger Zahnmedizinstudierende bestanden nach ihrer Ausbildung an der Zahnklinik des UKW (Bild) das Examen 2024/II. © Klaus Nowarra / UKW

Ausstellung zum Leben mit Spenderorgan

Am Uniklinikum Würzburg ist vom 2. Dezember 2024 bis 7. Januar 2025 eine Wanderausstellung zu sehen, in der junge Organtransplantierte porträtiert werden. Die persönlichen Geschichten gewähren Einblicke in ihr gerettetes Leben.

In der Ausstellung erzählen junge Organtransplantierte ihre Geschichte.
In der Ausstellung erzählen junge Organtransplantierte ihre Geschichte. © Micha Neugebauer/KiO

Würzburg. Bis zu zehn Prozent der Transplantationen in Deutschland werden bei Kindern unter 15 Jahren durchgeführt, meist wegen angeborener Organfehler. Wie erlebten die jungen Menschen rückblickend die Transplantation? Und wie lebt es sich mit einem Spenderorgan? Individuelle Antworten auf Fragen wie diese gibt die Ausstellung „Meine Geschichte“, die vom 2. Dezember 2024 bis 7. Januar 2025 am Uniklinikum Würzburg (UKW) zu sehen ist. Auf rund 20 Schauwänden in der Magistrale des Zentrums für Operative Medizin des UKW an der Oberdürrbacher Straße erzählen junge Organtransplantierte ihre außergewöhnlichen persönlichen Geschichten und gewähren authentische Einblicke in ihr gerettetes Leben. Die Texte werden begleitet von einfühlsamen Porträtaufnahmen des Fotografen Micha Neugebauer aus Hannover. 

Hinter der Wanderausstellung steht KiO Youth, das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte Juniorteam des Vereins Kinderhilfe Organtransplantation – Sportler für Organspende e. V. (KiO). Für das Projekt wurde KiO Youth mit dem Organspendepreis der Stiftung Über Leben ausgezeichnet. Haupttätigkeit des gemeinnützigen Vereins KiO ist die finanzielle und psychosoziale Unterstützung von Familien mit einem organkranken Kind. 

www.kiohilfe.de 

 

Text: Pressestelle / UKW
 

In der Ausstellung erzählen junge Organtransplantierte ihre Geschichte.
In der Ausstellung erzählen junge Organtransplantierte ihre Geschichte. © Micha Neugebauer/KiO

Intensiver Erfahrungsaustausch zum Fast-Track-Konzept

Das Uniklinikum Würzburg war der Schauplatz des 1. Fast-Track Assistenz Netzwerktreffens. 20 Fachleute aus ganz Deutschland nutzten die praxisnahe Veranstaltung zu einem gewinnbringenden Erfahrungsaustausch über das innovative Behandlungskonzept.

Pflegekräfte, medizinische Fachangestellte sowie Pflegewissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich in Kliniken aus ganz Deutschland mit dem Fast-Track-Konzept beschäftigen, kamen zum Netzwerktreffen am Uniklinikum Würzburg zusammen.
Pflegekräfte, medizinische Fachangestellte sowie Pflegewissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich in Kliniken aus ganz Deutschland mit dem Fast-Track-Konzept beschäftigen, kamen zum Netzwerktreffen am Uniklinikum Würzburg zusammen. © Wolfgang Schwenk / GOPOM GmbH

Würzburg. Fast-Track ist ein vergleichsweise neues Behandlungskonzept, das darauf abzielt, den Körper nach einer Operation schneller wieder ins Gleichgewicht zu bringen, postoperative Komplikationen zu minimieren und die Selbstständigkeit der Patientinnen und Patienten möglichst zügig wiederherzustellen. Das dazugehörige Maßnahmenbündel umfasst zum Beispiel eine optimierte Ernährung, eine effizientere Schmerztherapie und eine hochindividuelle Betreuung. Am Uniklinikum Würzburg (UKW) wird das Konzept bislang in der Allgemeinchirurgie und der gynäkologischen Chirurgie umgesetzt. 

Umsetzungsmöglichkeiten und Herausforderungen diskutiert 

Für einen praxisnahen Erfahrungsaustausch zu Fast-Track fand am 7. und 8. November dieses Jahres am UKW erstmals ein deutschlandweites Netzwerktreffen statt. Dabei kamen 20 Pflegekräfte, medizinische Fachangestellte sowie Pflegewissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem gesamten Bundesgebiet zusammen. Sie diskutierten teilweise voneinander abweichende Umsetzungsmöglichkeiten und die diversen Herausforderungen des innovativen Behandlungspfades. Zur Sprache kamen beispielsweise Motivationshilfen für Patientinnen und Patienten, Therapieoptionen wie Akupressur, organisatorische und strukturelle Lösungen sowie tarifrechtliche Fragen. Auch das Tätigkeitsfeld und die Arbeitswirklichkeit der speziell geschulten Fast-Track-Assistentinnen und -Assistenten wurden umfassend thematisiert. Es zeigte sich, dass diese Expertinnen und Experten – unabhängig von ihrer Einrichtung und ihrem jeweiligen Fachbereich – in der alltäglichen Praxis vor ähnlichen Problemen stehen. 

Wissensgewinn durch Netzwerkarbeit

Am Ende der Veranstaltung lobten die Teilnehmenden das Networking und den intensiven Wissensaustausch in einem Themenfeld, bei dem es an den einzelnen Kliniken in vielen Bereichen noch an Erfahrungswerten mangelt.

Das nächste Netzwerktreffen Fast-Track-Assistenz wird im kommenden Jahr voraussichtlich in Freiburg i. Br. stattfinden.


Text: Pressestelle / UKW
 

Pflegekräfte, medizinische Fachangestellte sowie Pflegewissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich in Kliniken aus ganz Deutschland mit dem Fast-Track-Konzept beschäftigen, kamen zum Netzwerktreffen am Uniklinikum Würzburg zusammen.
Pflegekräfte, medizinische Fachangestellte sowie Pflegewissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich in Kliniken aus ganz Deutschland mit dem Fast-Track-Konzept beschäftigen, kamen zum Netzwerktreffen am Uniklinikum Würzburg zusammen. © Wolfgang Schwenk / GOPOM GmbH

BZKF investiert in die Zukunft: 600.000 Euro für Krebsforschung in Bayern

Erlangen, 19.11.2024 Zum dritten Mal fördert das BZKF sechs herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den sechs bayerischen Uniklinika. Im Rahmen der Ausschreibung wurde eine Förderung in Höhe von insgesamt 600.000 Euro vergeben. Die klinischen Forschungsprojekte sollen dazu beitragen, die Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen in Bayern weiter voranzubrin-gen. Übergeordnetes Ziel ist die schnellere Übertragung neuer zielgerichteter Verfahren vom Labor in die Klinik.

Die BZKF-Young Scientist Fellows 2025
Die BZKF-Young Scientist Fellows 2025
Urkunde Fellowship 2025 - Frau Dr. Dr. Barbara Altieri, Universitätsklinikum Würzburg, “RNA-Splicing und SF3B1-Hemmung zur Modulation des Zellzyklus beim Nebennierenrindenkarzinom.”
Urkunde Fellowship 2025 - Frau Dr. Dr. Barbara Altieri, Universitätsklinikum Würzburg, “RNA-Splicing und SF3B1-Hemmung zur Modulation des Zellzyklus beim Nebennierenrindenkarzinom.”

Sechs Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der BZKF-Standorte haben eine Förderung in Höhe von jeweils 100.000 Euro ab 2025 für ihre Forschungsprojekte erhalten. Die Auszeichnung der Stipendiatinnen und Stipendiaten fand am 18. November 2024 in einer virtuellen Ehrung statt. Prof. Dr. Andreas Macken-sen, Direktor des BZKF, betont die Bedeutung der Projekte, die direkt den Patientinnen und Patienten zugutekommen und ermutigt junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die etablierten BZKF-For-schungsgruppen aktiv zu unterstützen und mitzugestalten. Die Förderung des wissenschaftlichen Nach-wuchses ist entscheidend, um den Aufbau eines international renommierten Spitzenzentrums für patien-tennahe Krebsforschung in Bayern voranzutreiben. Hierfür hat das BZKF im Juli 2024 die Wilko Weichert Young Scientist Academy gegründet, um junge Talente im Bereich der Krebsforschung in Bayern langfristig zu fördern und in ihrer wissenschaftlichen Karriere zu unterstützen. Die Akademie ist nach dem 2023 verstorbenen BZKF-Gründungsmitglied Prof. Dr. Wilko Weichert benannt.

Priv.-Doz. Dr. Kai J. Borm, einer der Stipendiaten des BZKF-Young Scientist Fellowships 2024 vom Klinikum rechts der Isar in München, bestätigt: "Dank des BZKF-Fellowships konnte meine Studie - "Die Rolle generativer Künstlicher Intelligenz für Shared Decision Making (SDM) in der Onkologie" bedeutende Schritte nach vorne machen und dazu beitragen, das Thema SDM stärker in den klinischen Fokus zu rücken. Die Forschungsergebnisse leisten einen innovativen Beitrag für den Entscheidungsprozess in der Patientenversorgung.“

Das BZKF fördert mit dem BZKF-Young-Scientist-Fellowship-Programm die besten Medizinerinnen und Medizinern sowie die besten Lebenswissenschaftlerinnen und Lebenswissenschaftler - (Advanced) Medical Scientist, Clinician Scientist oder Clinical Trialist - im Bereich der Krebsforschung in Bayern und stellt damit sowohl die notwendigen Mittel als auch die Freiräume für eine erfolgreiche Krebsforschung an den sechs bayerischen Uniklinika bereit.

Weitere Informationen zu den Forschungsprojekten finden Sie unter https://bzkf.de/bzkf-fellowship/

Die BZKF-Young Scientist Fellows 2025:

Dr. med. Johanna Enke, Universitätsklinikum Augsburg, „INSIGHT Melanoma: Korrelation der Immunan-twort und des Therapieansprechens bei Melanompatienten, die eine Immuntherapie erhalten, mittels PET/CT-Bildgebung, peripherem Immunstatus und zirkulierenden Tumorbestandteilen.“

Dr. Dr. med. Christian Matek, Universitätsklinikum Erlangen, “Integration histomorphologischer und räumlich aufgelöster molekularer Daten mit Hilfe von histologischen Basismodellen der künstlichen In-telligenz.”

Dr. med. Philipp Keyl, LMU Klinikum München, „Entwicklung erklärbarer KI-Methoden für die Unterstüt-zung von Diagnostik und Therapie in der personalisierten Krebsmedizin.”

Dr. med. Carmen Mota Reyes, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, „Biomar-ker-Screening für schwere neurale Invasion beim Pankreaskarzinom zur präzisen Tumorstadien-bestim-mung und Risikoeinschätzung bei anatomisch resektablen Patienten.”

Dr. med. Florian Lüke, Universitätsklinikum Regensburg, „Prospektive Untersuchung der Therapiefitness für Patientinnen und Patienten im Molekularen Tumorboard.”

Dr. Dr. med. Barbara Altieri, Universitätsklinikum Würzburg, “RNA-Splicing und SF3B1-Hemmung zur Modulation des Zellzyklus beim Nebennierenrindenkarzinom.”

 

Bayerisches Zentrum für Krebsforschung (BZKF)

Seit der Gründung des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung (BZKF) im November 2019 wird das große Ziel verfolgt, allen Bürgerinnen und Bürgern in Bayern, ganz unabhängig von ihrem Wohnort, Zu-gang zu bestmöglichen und innovativen Therapien zu ermöglichen. Mit dem Zusammenschluss der sechs bayerischen Universitätsklinika in Augsburg, Erlangen, den zwei Standorten in München, Regensburg und Würzburg wird nicht nur die Krebsforschung gefördert, sondern auch Kompetenzen und Wissen zu den Themen Früherkennung, Therapie und Nachsorge von Tumorerkrankungen gebündelt und zugleich Be-troffenen eine flächendeckende und interdisziplinäre Versorgung angeboten. „Das Ziel unseres Zentrums ist es, gemeinsam innovative Krebstherapien von der Grundlagenforschung über die präklinische Prüfung zu den Patientinnen und Patienten zu bringen“, so Prof. Dr. Andreas Mackensen, Direktor des BZKF. Das BürgerTelefonKrebs des BZKF bietet unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 85 100 80 eine unkom-plizierte Möglichkeit, sich individuell zu allen Fragen bezüglich einer Krebserkrankung beraten zu lassen

 

Pressemitteilung - BZKF Bayerisches Zentrum für Krebsforschung vom 19.11.2024

Die BZKF-Young Scientist Fellows 2025
Die BZKF-Young Scientist Fellows 2025
Urkunde Fellowship 2025 - Frau Dr. Dr. Barbara Altieri, Universitätsklinikum Würzburg, “RNA-Splicing und SF3B1-Hemmung zur Modulation des Zellzyklus beim Nebennierenrindenkarzinom.”
Urkunde Fellowship 2025 - Frau Dr. Dr. Barbara Altieri, Universitätsklinikum Würzburg, “RNA-Splicing und SF3B1-Hemmung zur Modulation des Zellzyklus beim Nebennierenrindenkarzinom.”

„Im Angesicht des Todes“

Am Donnerstag, 28.11.2024, findet die nächste Veranstaltung des Schelling-Forums statt. Thema diesmal: Die Kommunikation zwischen Medizin und Patientinnen und Patienten im Wandel der Zeit.

Das Würzburger Akademienprojekt „Frühneuzeitliche Ärztebriefe“ steht bei der nächsten Veranstaltung des Schelling-Forums mit im Fokus.
Das Würzburger Akademienprojekt „Frühneuzeitliche Ärztebriefe“ steht bei der nächsten Veranstaltung des Schelling-Forums mit im Fokus. (Bild: Schelling-Forum)

Zwischen Heilserwartungen und Todesängsten – Ärztinnen und Ärzte müssen seit jeher Patienten schwerwiegende Diagnosen vermitteln. Doch wie sieht eigentlich eine gelungene Arzt-Patienten-Beziehung aus? Auf welche Weise können Ärzte selbst komplexe Behandlungsversuche angemessen an ihre Patienten kommunizieren? Wie gehen Sie dabei mit Ängsten und Sorgen der Patienten um? Und was lernen wir aus der Geschichte über das Verhältnis von Ärzten und Patienten?

In der Veranstaltung wirft Michael Stolberg zunächst einen Blick auf die Geschichte und untersucht die Interaktionen zwischen Ärzten und Kranken im 16. und 17. Jahrhundert. Er stützt sich dabei maßgeblich auf Briefe, in denen die Kranken oder deren Angehörige einem erfahrenen Arzt um Rat fragten und ihm deshalb das Krankheitsbild und die bisherigen Behandlungsversuche schilderten. Tausende solcher Briefe wurden seit 2009 in dem Würzburger Akademienprojekt „Frühneuzeitliche Ärztebriefe“ erschlossen, das seine Arbeit zum Jahresende 2024 beenden wird. Danach spricht Maria-Elisabeth Goebeler über heutige Praktiken in der Arzt-Patienten-Beziehung. Sie geht dabei insbesondere der Frage nach, wie Ärzte vor dem Hintergrund der immer komplexer werdenden Behandlungen mit Patienten kommunizieren. Anschließend diskutiert Eva-Bettina Bröcker mit Stolberg und Goebeler über das Ärzte-Patienten-Verhältnis früher und heue – sehr gerne auch mit Ihnen.

Ort und Zeit

Vortrag und Gespräch zum Abschluss des Würzburger Akademie-Projekts „Frühneuzeitliche Ärztebriefe“

28. November 2024, 18 Uhr, Siebold-Collegium for Advanced Studies, Klinikstraße 6, 97070 Würzburg

Mitwirkende

Prof. Dr. med. Dr. phil. Michael Stolberg war von 2004 an Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin an der Universität Würzburg und nimmt seit April 2024 eine Seniorprofessor für Geschichte der Medizin am dortigen Zentrum für Philologie und Digitalität wahr.

Dr. med. Maria-Elisabeth Goebeler ist Leitende Oberärztin des Interdisziplinären Studienzentrums mit ECTU und stellvertretende Vorsitzende der medizinischen Ethikkommission an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Prof. Dr. Eva-Bettina Bröcker ist em. o. Professorin für Dermatologie und Venerologie. Von 1992 bis 2011 war sie Direktorin der Klinik für Dermatologie an der Universität Würzburg. Sie ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und des Koordinierungsausschusses des Schelling-Forums.

Anmeldung

Die Teilnahme ist kostenfrei und erfolgt über das Buchungsportal an. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an schelling-forum@ badw.de

 

einBlick - Das Online-Magazin der Universität Würzburg vom 19.11.2024

Das Würzburger Akademienprojekt „Frühneuzeitliche Ärztebriefe“ steht bei der nächsten Veranstaltung des Schelling-Forums mit im Fokus.
Das Würzburger Akademienprojekt „Frühneuzeitliche Ärztebriefe“ steht bei der nächsten Veranstaltung des Schelling-Forums mit im Fokus. (Bild: Schelling-Forum)