Aktuelle Pressemitteilungen

Zugangsregeln an der Uniklinik Würzburg ab 1. März / Maskenpflicht bleibt, kein Testnachweis mehr nötig

Würzburg. An der Universitätsklinik Würzburg gelten ab dem 1. März 2023 folgende Zugangsregeln für Besucher und Begleitpersonen:

 

Maskenpflicht:

Es besteht weiter die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske am UKW für Besucher und Begleitpersonen. Auch für Patienten besteht die Maskenpflicht.

Testnachweise:

Testnachweise von Besuchern und Begleitpersonen sind ab dem 1. März 2023 nicht mehr nötig.

Begleitpersonen:

Für Begleitpersonen gibt es ab dem 1. März 2023 keine Einschränkungen mehr. Dennoch sollten Abstände, soweit möglich, eingehalten werden. Die Maskenpflicht ist weiter zu beachten. 

Die hohe Belastung sowohl durch mit SARS-CoV-2 infizierte und an COVID-19 erkrankte Patienten am UKW hält unterdessen weiter an. Aktuell werden mehr als 70 Patienten mit einem SARS-CoV-2-Nachweis an der Würzburger Uniklinik stationär versorgt.

Würzburger Universitäts-Zahnklinik hebt Goldschatz für SOS-Kinderdorf

Erneut sammelte das Zentrum für Zahn-, Mund- und Kiefergesundheit des Universitätsklinikums Würzburg ein Jahr lang das bei Restaurationen anfallende Zahngold. Das von den Patientinnen und Patienten gespendete Edelmetall ergab einen Erlös von über 5.300 Euro zugunsten des Vereins SOS-Kinderdorf.

Würzburg. Wenn im Rahmen der Zahnersatzbehandlung am Zentrum für Zahn-, Mund- und Kiefergesundheit (ZMKG) des Uniklinikums Würzburg defekte Kronen, Inlays, Onlays und Brücken aus Gold entfernt werden müssen, fällt „Altgold“ an. „In diesem Fall bieten wir unseren Patientinnen und Patienten an, die Edelmetallstückchen zu behalten oder dem Verein SOS-Kinderdorf zu spenden“, berichtet Prof. Dr. Gabriel Krastl, der Geschäftsführende Direktor des ZMKG. Entscheiden sie sich für eine Spende, so sammeln die Behandlerinnen und Behandler das Zahngold in einer von der Hilfsorganisation zur Verfügung gestellten Box. Etwa einmal im Jahr wird der Sammelbehälter an den Verein, der sich für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche sowie deren Familien einsetzt, übergeben. Das Zahngold wird in zertifizierten deutschen Scheideanstalten analysiert, eingeschmolzen und geschieden. Anschließend wird der Ertrag zum besten Marktpreis ermittelt und geht als Spende an SOS-Kinderdorf e.V. „Uns überzeugen sowohl der Spendenzweck als auch das absolut transparente Vorgehen des Vereins, so dass wir uns schon seit vielen Jahren an dieser Aktion beteiligen“, kommentiert Prof. Krastl. 

Die letzte, im Dezember 2022 vom ZMKG weitergereichte Zahngold-Sammlung erbrachte eine Spende von genau 5.316,65 Euro. Das geht aus einer kürzlich vom Verein übermittelten Urkunde hervor. Prof. Krastl und sein Team freuen sich sehr über das tolle Ergebnis und bedanken sich herzlich bei den Spenderinnen und Spendern. Durch das Überlassen ihres Zahngolds werden die Kinder in den SOS-Kinderdorf-Einrichtungen gefördert – zum Beispiel mit gesunden Nahrungsmitteln, Therapiemöglichkeiten oder einem neuen Schulranzen.

Gemeinsam mehr bewegen! Bayerns Universitätsklinika machen sich stark für Organspende

Seit Jahren geht die Zahl der Organspenden bundesweit zurück. Deshalb setzen sich jetzt die sechs bayerischen Universitätsklinika gemeinsam für die Organspende ein: Die einzigartige Initiative „UNIty Bayern – Bayerische Uniklinika pro Organspende“ wird auch vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege unterstützt.

Das gemeinsame Logo der Aktion der sechs bayerischen Universitätsklinika. Nachweis: Bayerns Universitätsklinika.
Das gemeinsame Logo der Aktion der sechs bayerischen Universitätsklinika. Nachweis: Bayerns Universitätsklinika.
Das gemeinsame Logo der Aktion der sechs bayerischen Universitätsklinika. Nachweis: Bayerns Universitätsklinika.
Das gemeinsame Logo der Aktion der sechs bayerischen Universitätsklinika. Nachweis: Bayerns Universitätsklinika.

Aktuell warten in Deutschland mehr als 8.700 Menschen auf ein dringend benötigtes Spenderorgan; 2021 sind 873 Menschen auf der Warteliste gestorben. Deutschland ist derzeit Schlusslicht bei den Organspenden in Europa. Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) meldet erneut einen Rückgang der Zahl von Organspenderinnen und Organspendern für das Jahr 2022 um 6,9 Prozent. 

Um das Thema Organspende wieder stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, haben sich jetzt die sechs bayerischen Universitätsklinika zu einer einzigartigen Initiative zusammengeschlossen: „UNIty Bayern – Bayerische Uniklinika pro Organspende“. Auch Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek unterstützt dieses lebenswichtige Engagement: „Die weit überwiegende Mehrheit der Bevölkerung steht der Organ- und Gewebespende grundsätzlich positiv gegenüber – das ist ein wichtiges Signal. Aber zu wenige Menschen in Deutschland haben einer Umfrage zufolge auch einen Organspendeausweis oder eine Patientenverfügung, die sich mit der Organ- und Gewebespende befasst“, erklärt Holetschek. „Mein Ziel ist es, dass sich mehr Menschen mit dem Thema Organspende auseinandersetzen. Deswegen unterstütze ich die Initiative aller bayerischen Uniklinika, die ebenso wie etwa das Bündnis Organspende Bayern oder die im vergangenen Jahr gestartete Kampagne ,Du entscheidest! Organspende? Deine Wahl‘ einen wichtigen Beitrag leisten kann, um für das Thema zu sensibilisieren.“

„UNIty Bayern“ – Stimmen aus den bayerischen Universitätsklinika

Universitätsklinikum Würzburg

Auch das Universitätsklinikum Würzburg unterstützt die Initiative „UNIty Bayern“: „Ein Rückgang von Spenderorganen bedeutet eine Verlängerung der Wartezeit. Mit einem Organspendeausweis kann die individuelle Entscheidung dokumentiert werden und natürlich auch im engen Angehörigenkreis besprochen werden“, betont Prof. Dr. Jens Maschmann, Ärztlicher Direktor der unterfränkischen Uniklinik. An der Würzburger Uniklinik werden hauptsächlich Nieren und Lebern, aber auch Bauchspeicheldrüsen transplantiert.

Universitätsklinikum Augsburg 

„Das gemeinsame Ziel unserer Initiative und die gemeinsame Aufgabe der Universitätsmedizin ist es, die Bevölkerung aufzuklären und an die Menschen zu appellieren, sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen, um selbstbestimmt eine Entscheidung zu treffen und diese auch in einem Organspendeausweis zu dokumentieren“, sagt Prof. Dr. Matthias Anthuber, Direktor der Klinik für Allgemein- Viszeral und Transplantationschirurgie am Universitätsklinikum Augsburg. „Die aktuelle Situation ist für unsere Patientinnen und Patienten nicht akzeptabel. Aufgrund der geringen Organspendezahlen haben sie hierzulande deutlich längere Wartezeiten und damit auch eine deutlich schlechtere Prognose als Betroffene in anderen Ländern. Daran muss sich etwas ändern!“, sagt Oberarzt Dr. Florian Sommer vom Transplantationszentrum des Universitätsklinikums Augsburg.

Uniklinikum Erlangen

„Mit der Aktion ,UNIty Bayern‘ wollen wir alle Menschen ermutigen, jetzt mit ihrem Partner oder ihrer Partnerin, mit Eltern, Kindern und Angehörigen über das Thema Organspende zu sprechen. Denn eines ist klar: Der Patientenwille zur Organspende ist in Deutschland leider noch immer viel zu selten bekannt.  Angehörige müssen daher oft im mutmaßlichen Willen entscheiden. Daran kann sich nur durch Aufklärung etwas ändern. Jeder sollte bedenken, dass es wahrscheinlicher ist, selber auf ein Spenderorgan angewiesen zu sein, als Organspenderin oder Organspender werden zu können. Organspende geht uns alle an“, sagt Prof. Dr. Dr. h. c. Heinrich Iro, Ärztlicher Direktor des Uniklinikums Erlangen.

LMU Klinikum München

„Die bisherigen Änderungen der gesetzlichen Regelung zur Organspende haben nicht die erhoffte Wirkung gezeigt. Wir benötigen in Deutschland dringend die Widerspruchregelung, die davon ausgeht, dass alle Bürgerinnen und Bürger mit der Organspende einverstanden sind, es sei denn sie haben zu Lebzeiten widersprochen. Alle unsere Nachbarländer haben diese Regelung – und im Schnitt mehr als doppelt so viele Spenderinnen und Spender pro eine Million Menschen wie Deutschland“, sagt Prof. Dr. Bruno Meiser, Leiter des Transplantationszentrums am LMU Klinikum München, dem größten in Bayern und zweitgrößten in Deutschland mit Programmen für Herz, Lunge, Leber, Niere, Dünndarm und Pankreas. „Es sind die Gesunden in Politik und Gesellschaft, die nun eine Entscheidung für die Kränksten in unserem Land treffen müssen – von denen täglich zwei bis drei sterben müssen, während sie auf eine Organspende warten“, fordert Prof. Dr. Markus M. Lerch, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor LMU Klinikum.

Universitätsklinikum rechts der Isar (Technische Universität München)

„Im Universitätsklinikum rechts der Isar erleben wir immer wieder, dass eine Organspende nicht nur Leben retten, sondern auch die Lebensqualität von Patientinnen und Patienten erheblich verbessern kann“, sagt Dr. Martin Siess, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums rechts der Isar. „Viele unserer Patientinnen und Patienten warten leider sehr lange auf ein Spenderorgan von Verstorbenen – einige von ihnen auch vergebens. Manche haben Glück und finden Lebendspenderinnen und -spender in der Familie oder im Bekanntenkreis. Deshalb haben wir uns am Transplantationszentrum TransplanTUM zusätzlich auf Lebendspenden bei Nieren spezialisiert. Damit können wir vielen Dialysepatientinnen und -patienten helfen und einige Betroffene sogar vor der Dialyse bewahren“, erklärt Prof. Dr. Volker Aßfalg, Leiter der Transplantationschirurgie am Universitätsklinikum rechts der Isar.

Universitätsklinikum Regensburg

Prof. Dr. Bernhard Banas, Leiter des Universitären Transplantationszentrums Regensburg sowie der Ethikkommission Deutsche Transplantationsgesellschaft e.V.: „Es gibt in Deutschland durchaus eine hohe Bereitschaft zur Organspende, nämlich etwa 80 Prozent  der Bevölkerung. Wir transplantieren täglich Organe aus sieben anderen Ländern im Eurotransplant-Verbund. Alle diese Länder haben eine Widerspruchsregelung eingeführt, die auch in Deutschland bewirken könnte, die Spendebereitschaft in tatsächlichen Spenden zu realisieren.“

Weiterführende Anfragen und Auskünfte gerne über: presse@ organspendelauf.de 

 

Gemeinsame Medieninformation der Bayerischen Universitätsklinika vom 28.02.2023

 

Das gemeinsame Logo der Aktion der sechs bayerischen Universitätsklinika. Nachweis: Bayerns Universitätsklinika.
Das gemeinsame Logo der Aktion der sechs bayerischen Universitätsklinika. Nachweis: Bayerns Universitätsklinika.
Das gemeinsame Logo der Aktion der sechs bayerischen Universitätsklinika. Nachweis: Bayerns Universitätsklinika.
Das gemeinsame Logo der Aktion der sechs bayerischen Universitätsklinika. Nachweis: Bayerns Universitätsklinika.

Den Transport von kritisch kranken Kindern realitätsnah trainiert

Expertinnen und Experten der Kinderklinik des Uniklinikums Würzburg und der Würzburger Berufsfachschule für Notfallsanitäterinnen und -sanitäter des Bayerischen Roten Kreuzes schulten per Simulation einen Tag lang den Transport von kritisch kranken Kindern im Rettungswagen.

Würzburg. Am 16. Februar dieses Jahres simulierten das auf fallbasiertes interprofessionelles pädiatrisches Simulationstraining (fipS) spezialisierte Team der Kinderklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW) zusammen mit der Würzburger Berufsfachschule für Notfallsanitäterinnen und -sanitäter des Bayerischen Roten Kreuzes in einer interprofessionellen Schulung den Transport von kritisch kranken Kindern im Rettungswagen. Veranstaltungsort waren die als „simParc“ bezeichneten Simulationsräume der Berufsfachschule in der Nürnberger Straße in Würzburg.

Wissen für täglich wiederkehrende Situationen

Dr. Katharina Ruf, Funktionsoberärztin der Kinderklinik und Leiterin des fipS-Teams, erläutert die Hintergründe: „In unserem Klinikalltag müssen mehrfach täglich verunfallte oder operierte Kinder – meist noch unterstützt von Beatmungsmaschine und Überwachungsequipment – sicher zur Kinderintensivstation transportiert werden. Dabei müssen unterschiedliche Teams, die sich vielfach vorher nicht kennen, in komplexen Situationen effektiv zusammenarbeiten.“ Nach ihren Worten ist das Simulationstraining eine hervorragende Möglichkeit, den Blick zu schärfen für die Entstehung und Vermeidung von Fehlern, aber auch für die Wichtigkeit der teamübergreifenden Kommunikation.

Am Trainingstag gaben zwei Ärztinnen und eine Intensiv-Kinderkrankenschwester des UKW sowie zwei Trainer des Roten Kreuzes ihr Wissen weiter. Geschult wurden vier werdende Notfallsanitäter sowie zwei Ärzte und vier Kinderkrankenschwestern des Würzburger Uniklinikums. 

Realitätsnahe Simulationsumgebung

Ihnen stand eine realitätsnahe Simulationsumgebung mit einem vollausgestatteten Rettungswagen und einer nachgebildeten Notaufnahme zur Verfügung. „Gerade das Ein- und Ausladen der kleinen Patientinnen und Patienten birgt besondere Herausforderungen für die Beteiligten und konnte wirklichkeitsgetreu durchgeführt werden“, berichtet Jörg Holländer, der stellvertretende Leiter der Berufsfachschule. Dazu gehörten auch in die Schulungshalle eingespielte Straßen- und Hubschraubergeräusche sowie Lichteffekte.

Das Vorgehen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurde in Bild und Ton aufgezeichnet und im Nachgang intensiv besprochen. „Im Ergebnis nahmen alle ein klares Bild von Strategien und Handlungsoptionen für die zukünftigen Arbeitseinsätze aus der Veranstaltung mit“, ist sich Dr. Ruf sicher. Wissen, von dem zukünftig sowohl die kranken Kinder, als auch die interprofessionellen Teams profitieren werden.

Gemeinsam für eine bessere Versorgung der Seltenen Erkrankungen

Menschen mit einer Seltenen Erkrankung haben oft eine langjährige Odyssee durch das Gesundheitssystem hinter sich, bevor bei ihnen die richtige Diagnose gestellt und eine geeignete Therapie für sie gefunden wird. Um das zu ändern, ziehen Universitätskliniken und der GKV-Spitzenverband nun an einem Strang. Mit dem Modellvorhaben zur Genomsequenzierung bringen sie Bewegung in die Versorgung der Patientinnen und Patienten mit Seltenen Erkrankungen. Das Ziel ist, die Diagnosefindung und Behandlung zu verbessern und auszuweiten. Um dieses Ziel zu erreichen, setzen sich Universitätskliniken und der GKV-Spitzenverband darüber hinaus dafür ein, das Innovationsfondsprojekt TRANSLATE-NAMSE in der ambulanten Versorgung der Universitätskliniken zu etablieren.

Mit dem Modellvorhaben zur Genomsequenzierung werden die Voraussetzungen geschaffen, mittels modernster Technologien genetische Veränderungen nachzuweisen, zu charakterisieren und damit möglichst schnell eine genaue Diagnose der Erkrankung zu finden. Zusätzlich kann eine Genomanalyse die Grundlage für personalisierte und individuelle Therapiemöglichkeiten sein. „Mit dem Modellvorhaben wird die Genomsequenzierung bei Seltenen Erkrankungen für GKV-Patientinnen und -Patienten an den Universitätskliniken etabliert. Ein wichtiger Impuls für eine bessere Versorgung. Dabei werden auch gewonnene klinische und genomische Daten in einer Dateninfrastruktur zusammengeführt. Das ist für die unmittelbare Behandlung der Patientinnen und Patienten entscheidend, hilft aber auch dabei, zukünftig geeignete Therapien entwickeln zu können, da die Daten für die Forschung genutzt werden“, erklärt Jens Bussmann, Generalsekretär des Verbandes der Universitätsklinika (VUD). 

„Für eine umfangreiche Genomsequenzierung und die darauf aufbauende Datenzusammenführung von klinischen und genomischen Daten bedarf es entsprechender Strukturen und Erfahrung. Die Zentren für Seltene Erkrankungen an den Universitätskliniken bieten dafür die geeigneten Voraussetzungen. Zusammen mit der Überführung des Projekts TRANSLATE-NAMSE in den Hochschulambulanzen der Universitätsklinika treiben wir damit den medizinischen Fortschritt voran und sorgen für eine Verbesserung der Versorgung der Patientinnen und Patienten mit Seltenen Erkrankungen“, so Stefanie Stoff-Ahnis, Vorstand beim GKV-Spitzenverband. 

Die Genomsequenzierung im Rahmen des Modellvorhabens wird ausschließlich in den Spitzenzentren der Unikliniken durchgeführt. Denn nur diese erfüllen die umfangreichen Qualitätsanforderungen als Zentren für Seltene Erkrankungen, bei denen u.a. die Einbindung vielfältiger Fachdisziplinen in den Fallkonferenzen gewährleistet werden kann. Gerade für die Versorgung von Menschen mit Seltenen Erkrankungen sind interdisziplinäre Teams von Expertinnen und Experten notwendig, die es in Deutschland nur in der universitären Spitzenmedizin gibt. Für das Modellvorhaben schließen der GKV-Spitzenverband und aktuell 20 Unikliniken einen Vertrag, der die nähere Umsetzung und Finanzierung der Genomsequenzierung ab dem 01.01.2024 festlegt. 

Wie wichtig es ist, spezialisierte Medizin in Zentren zu bündeln, hat auch das vom Innovationsfonds geförderte Projekt TRANSLATE-NAMSE für Menschen mit Seltenen Erkrankungen gezeigt. Mit Hilfe strukturierter Vernetzung der universitären Zentren für Seltene Erkrankungen konnten neue Versorgungswege etabliert werden. Bei vielen Menschen konnte so endlich eine gesicherte Diagnose gestellt werden. Dabei wurden multiprofessionelle Versorgungs- und Beratungsangebote eingeführt. Der GKV-Spitzenverband und der VUD sind sich einig, dass diese Strukturen in die Regelversorgung überführt werden müssen und in den Ambulanzen der Zentren für Seltene Erkrankungen dauerhaft etabliert werden sollten. 

Kontakt: 

Stephanie Strehl-Dohmen
Verband der Universitätsklinika Deutschlands e.V. 
Tel.: +49 (0) 30 3940517-25
Email: strehl-dohmen@ uniklinika.de
www.uniklinika.de

Jens Ofiera
GKV-Spitzenverband 
Tel.: +49 (0) 30 206288-4201
Email: presse@ gkv-spitzenverband.de
www.gkv-spitzenverband.de

 

Pressemitteilung des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands e.V. vom 24.02.2023

Mit Scherben leben: Fastenaktion der Seelsorge am Uniklinikum Würzburg

Bei der diesjährigen Fastenaktion des ökumenischen Seelsorgeteams des Uniklinikums Würzburg sollen Tonscherben spirituelle Impulse geben.

Würzburg. Die Fastenaktion 2023 der ökumenischen Seelsorge des Uniklinikums Würzburg (UKW) trägt den Titel „Mit Scherben leben“. Dazu stehen in der Magistrale des Zentrums für Operative Medizin an der Oberdürrbacher Straße sowie in der Katholischen Klinikkapelle auf dem Klinikums-Campus seit Aschermittwoch Körbe mit Tonscherben bereit. Patientinnen und Patienten, deren Besucherinnen und Besucher sowie die Klinikumsbeschäftigten sind eingeladen, eines dieser Bruchstücke unter ein jeweils benachbart aufgestelltes Holzkreuz zu legen. „Die Scherben können stellvertretend für die im Leben erfahrenen Brüche stehen“, erläutert Peter Kees, einer der katholischen Seelsorger des UKW, und fährt fort: „Mit dem Ablegen unter dem Kreuz können die Menschen damit zum Ausdruck bringen, dass sie in ihren Brüchen nicht alleine sind, sondern dass Gott, der in Jesus Mensch geworden ist, sie mit ihnen aushält.“

Es geht auch nach Brüchen immer weiter

Nach seinen Worten hat jede und jeder schon die Erfahrung gemacht, wie schnell einem persönlich wichtige Dinge zerbrechen können – ob nun Freundschaften und Beziehungen, berufliche Perspektiven und Lebensträume oder auch die Hoffnung auf eine intakte, friedliche Welt. „Aber allem Entsetzen, allem Schmerz und aller Trauer, allem Unverständnis zum Trotz: es ging immer wieder weiter. In der Erinnerung daran liegen die Hoffnung und das Wissen, dass es auch diesmal wieder weitergeht“, sagt Kees. 

Wöchentlich neue Impulse

Als Impulse bietet die Seelsorge an den beiden Standorten kurze Texte an. Wöchentlich wechselnd stehen diese unter folgenden Überschriften: zerbrochen, begrenzt, schuldig, verwundet. Vom fünften Fastensonntag bis Ostern liegt der Schwerpunkt dann darauf, Scherben und Brüche im Leben zu integrieren. Hier lauten die wöchentlichen Stichpunkte dann: verbinden, heilen, auferweckt. „In dieser Zeit auf Ostern hin gibt es dann die Einladung, eigene Erlebnisse und Erfahrungen auf ‚Scherben‘ aus Papier zu schreiben, die wir an den Kreuzen befestigen,“ so Seelsorgerin Marion Mack. Als Inspiration dient hierbei die japanische Kunstform Kintsugi. Diese fügt zerbrochene Keramik wieder so zusammen, dass die augenscheinlichen Makel der Reparatur nicht verborgen, sondern betont werden. 

Walter Nussel jetzt im Stiftungsrat von „Forschung hilft“

„Forschung hilft“, die Stiftung zur Förderung der Krebsforschung an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, begrüßt den bayerischen Landtagsabgeordneten Walter Nussel als neues Mitglied ihres Stiftungsrats.

Würzburg. Die im Jahr 2017 vom Verein „Hilfe im Kampf gegen Krebs“ gegründete Stiftung „Forschung hilft“ zielt darauf ab, Gelder für innovative Krebsforschungsprojekte an der Würzburger Julius-Maximilians-Universität zusammenzutragen. Als neues Mitglied wurde Mitte Februar dieses Jahres der CSU-Politiker Walter Nussel (Jahrgang 1965) in den Stiftungsrat aufgenommen. „Wir freuen uns sehr, dass uns mit dem Landtagsabgeordneten und Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für Bürokratieabbau von nun an ein weiterer Mitstreiter im Kampf gegen Krebs unterstützen wird – gerade auch überregional“, kommentiert Gabriele Nelkenstock, die Vorsitzende des Stiftungsrats. Nach ihren Worten war Nussel ein Wunschkandidat von Barbara Stamm für die Position im Stiftungsrat. Die bayerische Landtagspräsidentin a. D. fungierte bis zu ihrem Tod im Oktober 2022 als Ehrenpräsidentin von „Forschung hilft“. Der Abgeordnete kam diesem Wunsch seiner langjährigen politischen Weggefährtin gerne nach, zumal ihm das Stiftungsziel auch persönlich am Herzen liegt. „Krebspatientinnen und -patienten sowie deren Angehörige geraten unverschuldet in Not und durchleben eine schwere Zeit. Ich finde es wichtig, diesen Menschen so gut es geht zu helfen“, so Walter Nussel. 

Wer die Stiftung „Forschung hilft“ weiter voranbringen will, kann eine Spende auf folgendes Konto überweisen: 

Stiftergemeinschaft der Sparkasse Mainfranken Würzburg
IBAN DE19 7905 0000 0000 0655 65
BIC: BYLADEM1SWU