Aktuelle Pressemitteilungen

Paralympics-Stars schenken Kindern Mut

Besonderer Besuch auf den Kinderkrebsstationen in Würzburg

Vertreterinnen und Vertreter der Elterninitiative Regenbogen, vom Fachbereich Sport der Stadt Würzburg, Annettes Kinderturnen und Sporttherapeutin der Stationen in der Kinderklinik im Flur der Station Regenbogen..
Jana Lorenz-Eck (Elterninitiative Regenbogen e.V.), Stefan Axt, Christian Zeilermeier, Sabrina Feld, Jens Röder (Fachbereich Sport der Stadt Würzburg), David Behre, Daniel Scheil, Annette Wolz (Annettes Kinderturnen e.V.) und Veronika Pfeiff (Sporttherapeutin der Stationen) in der Kinderklinik (von links). Foto: Anna Reinhardt

Würzburg, 18.6.26 - Für spannende Gespräche und viel Motivation sorgte eine besondere Aktion auf den Würzburger Kinderkrebsstationen. Am 13. Juni besuchten mehrere Paralympics-Sportlerinnen und -Sportler die Kinderkrebsstationen Regenbogen und Schatzinsel der Uni-Kinderklinik. Organisiert wurde der Besuch im Vorfeld des inklusiven Sport- und Spielfests „No Limits“, das am Wochenende in der Feggrube stattfand.

Mit dabei waren die Paralympics-Sieger David Behre und Daniel Scheil sowie die Judotrainerin Sabrina Feld, der sehbehinderte Judoka Christian Zeilermeier und Stefan Axt, der seit vielen Jahren im Judo- und Behindertensport aktiv ist. Christian Zeilermeier wurde 1995 Weltmeister der Sehgeschädigten. Daniel Scheil feierte mit seiner Goldmedaille bei den Paralympics 2016 den Höhepunkt seiner Karriere.

Für die jungen Patientinnen und Patienten gab es beeindruckende Medaillen zu bestaunen. Die Gäste erzählten von ihren Lebenswegen, sportlichen Erfolgen und Herausforderungen, die sie überwunden haben. Sabrina Feld überreichte den Kindern sogar ihre Medaillen als Erinnerung an diesen besonderen Tag.
Im Mittelpunkt stand die Botschaft, dass das Leben nach einer schweren Erkrankung weitergeht und Sport auch mit Einschränkungen möglich ist. Jede Geschichte war anders, doch alle vermittelten Mut und Zuversicht.

„No Limits“ bringt Menschen mit und ohne Behinderung zusammen. Gemeinsame Bewegung und gelebte Inklusion stehen dabei im Vordergrund. Unterstützt wurde der Stationsbesuch auch von Annettes Kinderturnen e.V., der sich seit Jahren für inklusiven Sport und vielfältige Bewegungsangebote für Kinder einsetzt.
Für die Elterninitiative Regenbogen e.V., die die Kinderkrebsstationen seit vielen Jahren unterstützt, war der Besuch ein gelungenes Beispiel für ihr Vereinsmotto: „Die Diagnose können wir nicht ändern, aber das Umfeld positiv beeinflussen.“ Der Verein begleitet Familien mit krebskranken Kindern während und nach der Behandlung. Der besondere Besuch sorgte für unbeschwerte Momente und brachte Abwechslung in den Klinikalltag.

Bereits 2017 waren Paralympics-Sportler auf den Stationen zu Gast. Der erneute Besuch zeigte, wie viel Mut und Hoffnung solche Begegnungen schenken können.


Text: Nadine Kempa für die Elterninitiative Regenbogen e.V,
 

Vertreterinnen und Vertreter der Elterninitiative Regenbogen, vom Fachbereich Sport der Stadt Würzburg, Annettes Kinderturnen und Sporttherapeutin der Stationen in der Kinderklinik im Flur der Station Regenbogen..
Jana Lorenz-Eck (Elterninitiative Regenbogen e.V.), Stefan Axt, Christian Zeilermeier, Sabrina Feld, Jens Röder (Fachbereich Sport der Stadt Würzburg), David Behre, Daniel Scheil, Annette Wolz (Annettes Kinderturnen e.V.) und Veronika Pfeiff (Sporttherapeutin der Stationen) in der Kinderklinik (von links). Foto: Anna Reinhardt

Arbeitsgemeinschaft der Zentren für Seltene Erkrankungen Deutschland gründet Verein – Starke Vernetzung für Menschen mit Seltenen Erkrankungen

Die Arbeitsgemeinschaft der Zentren für Seltene Erkrankungen (AG ZSE) hat einen wichtigen Meilenstein erreicht:

Gewählter Vorstand vor einer grünen Tafel. Prof. Hebestreit stützt sich auf Krücken ab.
Gewählter Vorstand vor Ort: Von links nach rechts: Prof. Dr. Lorenz Grigull, Prof. Dr. Maja Hempel, Prof. Dr. Frank Kaiser, Prof. Dr. Helge Hebestreit, Fotografin Lisa Pfister
Gruppenfoto nach Verabschiedung der Satzung. Im Hintergrund sind an einer Wand die virtuellen Teilnehmer zu sehen.
Gruppenbild nach Verabschiedung der Satzung: Fotografin Silke Amelang 1. Reihe von links nach rechts: Sophie Stoppel, Babett Mertins, Dr. Miriam Schmidts, Prof. Dr. Beate Winner, Dr. Timmy Strauß, Franziska Wedad Ershaid, Prof. Dr. Maja Hempel, Daniela Rehburg, Prof. Dr. Alma Osmanovic, Dr. Ilona Krey-Grauer, Prof. Dr. Martin Mücke, Dr. Katharina-Isabella Schmidt. 2. Reiche von links nach rechts: Luis Meister, Susanne Hammes, Dr. Katalin Komlosi, Prof. Dr. Nataliya Di Donato, Dr. Annika Arsalan-Werner, Sabine Schwade, Prof. Dr. Dorit Fabricius, Prof. Dr. Dr. Robert Steinfeld, Prof. Dr. Lorenz Grigull, Prof. Dr. Frank Kaiser, Dr. Alexandra Hebestreit, Prof. Dr. Helge Hebestreit, Lisa Pfister. 3. Reihe von links nach rechts: Dr. Theresa Lipp, PD Dr. Daniela Choukair, Andrea Schirmer, Prof. Dr. Tim Maisch, Dr. Kai Demant, Prof. Dr. Tobias Bäumer, Dr. Josef Schepers, Daniel Amy, Prof. Dr. Tilmann Schweitzer, Carmen Strauch. Virtuelle Teilnehmer von oben links nach unten rechts: Dr. Stefan Paul, Dr. Annekatrin Ripke, Nadine Weinstock, Dr. Christine Viehweger, Dr. Katharina Schubert, Dr. Judith Lorenz, Dr. Lars Böckmann, Prof. Dr. Fabian Volk, Dr. Christina Matlok, Prof. Dr. Frank Rutsch, Joline Wernsmann, Dr. Birgit Petersen, Dr. Désirée Dunstheimer, Dr. Katarzyna Rososinska, Olga Istomina, Prof. Dr. Lars Schlotawa, PD Dr. Tim W. Rattay, Alexandra Sroka, Dr. Corinna Mühlenbein, Dr. Franziska Rillig, Dr. Claudia Regenbogen, Dr. Isabel Heinrich, Prof. Dr. Reinhard Berner, Dr. Kiymet Yücesan-Toksöz, Dr. Lisa Peterson, Prof. Dr. Michael Boettcher, Dr. Eva Schwaibold, Marlene Kullik, Prof. Dr. Marc-Philip Hitz, Dr. Tim Bender.
Logo der Arbeitsgemeinschaft der Zentren für Seltene Erkrankungen Deutschland
Logo der Arbeitsgemeinschaft der Zentren für Seltene Erkrankungen Deutschland

Würzburg, 12. Juni 2026 – Die Arbeitsgemeinschaft der Zentren für Seltene Erkrankungen (AG ZSE) hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Im Rahmen einer hybriden Veranstaltung in Würzburg wurde am 12. Juni 2026 eine Vereinssatzung verabschiedet und mit mehr als 50 Gründungsmitgliedern der Weg zur AG ZSE e. V. eingeleitet. 

Die AG ZSE ist bereits seit rund zehn Jahren als informeller Zusammenschluss der Zentren für Seltene Erkrankungen (ZSE) in Deutschland aktiv. Ziel war es von Beginn an, die Zusammenarbeit der Zentren zu stärken, Erfahrungen auszutauschen und die Versorgung von Menschen mit Seltenen Erkrankungen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Mit der nun erfolgten Vereinsgründung erhält diese Zusammenarbeit eine formale und zukunftsfähige Struktur.

Die ZSE übernehmen eine zentrale Rolle bei der Diagnostik, Versorgung, Forschung und Vernetzung im Bereich der Seltenen Erkrankungen. Zu den wesentlichen Zielen der AG ZSE gehören die Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Zentren, die Weiterentwicklung gemeinsamer Qualitätsstandards, die Verbesserung der Patientenversorgung sowie die Unterstützung von Forschung sowie Aus-, Fort- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Seltenen Erkrankungen. Darüber hinaus setzt sich die AG ZSE für eine stärkere nationale und internationale Vernetzung aller relevanten Akteure ein.

Die hohe Beteiligung an der Gründungsveranstaltung unterstreicht die Bedeutung dieses Schrittes für die Gemeinschaft der Zentren. Vor Ort in Würzburg nahmen 43 Personen teil, weitere 77 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren virtuell zugeschaltet. Insgesamt waren 34 der 36 Zentren für Seltene Erkrankungen durch Delegierte bei der Abstimmung vertreten.

Der Verein wird seinen Sitz in Würzburg haben. Die Unterlagen zur Eintragung in das Vereinsregister werden in den kommenden Tagen beim Amtsgericht Würzburg eingereicht.

Im Anschluss an die Verabschiedung der Satzung wurde der erste Vorstand des Vereins gewählt:

  • 1. Vorsitzender: Prof. Dr. Holger Hebestreit, Direktor des ZSE Würzburg (ZESE),
  • Stellvertretender Vorsitzender: Prof. Dr. Lorenz Grigull, Leiter des ZSE Bonn (ZSEB)
  • Schatzmeister: PD Dr. Tim W. Rattay, Leiter des Zentrums für Seltene Neurologische Erkrankungen Kiel (ZSNE)
  • Schriftführerin: Dr. Katharina Schubert, ärztliche Leiterin des ZSE Magdeburg (MaZSE)
  • Vorstandsmitglied: Prof. Dr. Frank Kaiser, Leiter des ZSE Essen (EZSE)
  • Vorstandsmitglied: Prof. Dr. Maja Hempel, Leiterin Zentrum für syndromale Entwicklungsstörungen Heidelberg
  • Vorstandsmitglied: Dr. Christine Viehweger, ärztliche Lotsin des universitären ZSE Leipzig (UZSEL) 

Der neu gewählte Vorstand dankte den Teilnehmenden für das große Vertrauen und betonte die Bedeutung der Vereinsgründung für die zukünftige Interessenvertretung der Zentren für Seltene Erkrankungen. Gemeinsam soll die erfolgreiche Zusammenarbeit der vergangenen Jahre fortgeführt und weiter ausgebaut werden, um die Versorgung von Menschen mit Seltenen Erkrankungen in Deutschland nachhaltig zu stärken.

Die Gründung des Vereins schafft die organisatorischen Voraussetzungen, um die Anliegen der Zentren für Seltene Erkrankungen noch wirkungsvoller zu vertreten und die Zusammenarbeit zwischen Versorgung, Forschung, Lehre sowie Patientenorganisationen weiter zu intensivieren.
 

Gewählter Vorstand vor einer grünen Tafel. Prof. Hebestreit stützt sich auf Krücken ab.
Gewählter Vorstand vor Ort: Von links nach rechts: Prof. Dr. Lorenz Grigull, Prof. Dr. Maja Hempel, Prof. Dr. Frank Kaiser, Prof. Dr. Helge Hebestreit, Fotografin Lisa Pfister
Gruppenfoto nach Verabschiedung der Satzung. Im Hintergrund sind an einer Wand die virtuellen Teilnehmer zu sehen.
Gruppenbild nach Verabschiedung der Satzung: Fotografin Silke Amelang 1. Reihe von links nach rechts: Sophie Stoppel, Babett Mertins, Dr. Miriam Schmidts, Prof. Dr. Beate Winner, Dr. Timmy Strauß, Franziska Wedad Ershaid, Prof. Dr. Maja Hempel, Daniela Rehburg, Prof. Dr. Alma Osmanovic, Dr. Ilona Krey-Grauer, Prof. Dr. Martin Mücke, Dr. Katharina-Isabella Schmidt. 2. Reiche von links nach rechts: Luis Meister, Susanne Hammes, Dr. Katalin Komlosi, Prof. Dr. Nataliya Di Donato, Dr. Annika Arsalan-Werner, Sabine Schwade, Prof. Dr. Dorit Fabricius, Prof. Dr. Dr. Robert Steinfeld, Prof. Dr. Lorenz Grigull, Prof. Dr. Frank Kaiser, Dr. Alexandra Hebestreit, Prof. Dr. Helge Hebestreit, Lisa Pfister. 3. Reihe von links nach rechts: Dr. Theresa Lipp, PD Dr. Daniela Choukair, Andrea Schirmer, Prof. Dr. Tim Maisch, Dr. Kai Demant, Prof. Dr. Tobias Bäumer, Dr. Josef Schepers, Daniel Amy, Prof. Dr. Tilmann Schweitzer, Carmen Strauch. Virtuelle Teilnehmer von oben links nach unten rechts: Dr. Stefan Paul, Dr. Annekatrin Ripke, Nadine Weinstock, Dr. Christine Viehweger, Dr. Katharina Schubert, Dr. Judith Lorenz, Dr. Lars Böckmann, Prof. Dr. Fabian Volk, Dr. Christina Matlok, Prof. Dr. Frank Rutsch, Joline Wernsmann, Dr. Birgit Petersen, Dr. Désirée Dunstheimer, Dr. Katarzyna Rososinska, Olga Istomina, Prof. Dr. Lars Schlotawa, PD Dr. Tim W. Rattay, Alexandra Sroka, Dr. Corinna Mühlenbein, Dr. Franziska Rillig, Dr. Claudia Regenbogen, Dr. Isabel Heinrich, Prof. Dr. Reinhard Berner, Dr. Kiymet Yücesan-Toksöz, Dr. Lisa Peterson, Prof. Dr. Michael Boettcher, Dr. Eva Schwaibold, Marlene Kullik, Prof. Dr. Marc-Philip Hitz, Dr. Tim Bender.
Logo der Arbeitsgemeinschaft der Zentren für Seltene Erkrankungen Deutschland
Logo der Arbeitsgemeinschaft der Zentren für Seltene Erkrankungen Deutschland

Neue Wege in der Versorgung der koronaren Herzkrankheit (KHK)

Universitätsmedizin Würzburg an bundesweiter Studie zur besseren Diagnose und Versorgung bei Brustschmerzen beteiligt

Frau mit schmerzverzerrtem Gesicht fasst sich an die Brust, daneben ist eine Illustration eines Herzens und einer EKG-Linie, rechts im Bild das IMPRO-Studie und eine Illustration von einer Computer-Tomografie.
Unter dem Titel IMPRO (Innovatives Management für Patientinnen und Patienten mit erstmals aufgetretenen stabilen Thoraxschmerzen - Improved Management of Patients with Recent-Onset Stable Chest Pain) wird eine interdisziplinäre Methode zur ambulanten Diagnose und Versorgung von Patient*innen mit Verdacht auf KHK untersucht. Illustration: Jula Jula Udom modU / Canva

Würzburg. Schmerzen in der Brust können auf verschiedene Erkrankungen hinweisen. Häufig besteht der Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit (KHK). Bei dieser chronischen Erkrankung verengen sich die Herzkranzgefäße, die den Herzmuskel mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Die KHK zählt in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen. In einer aktuellen Studie, an der das Institut für Allgemeinmedizin des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) beteiligt ist, wird derzeit ein neuer ambulanter Versorgungsweg für Patientinnen und Patienten mit erstmals aufgetretenen stabilen Thoraxschmerzen untersucht.

IMPRO - Innovatives Management für Patientinnen und Patienten mit erstmals aufgetretenen stabilen Thoraxschmerzen

Das Projekt „IMPRO” (Improved Management of Patients with Recent-Onset Stable Chest Pain) wird 39 Monate lang mit insgesamt etwa 9,4 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses gefördert und vom Institut für Allgemeinmedizin der Philipps-Universität Marburg geleitet.

Sektorenübergreifende Zusammenarbeit

„Mit IMPRO wollen wir die Wirksamkeit einer neuen Versorgungsform unter Einbezug der Herz-Computertomographie testen“, erklärt Alexandra Greser, Projektleiterin für die Region Würzburg. An der Studie nehmen insgesamt über 300 hausärztliche und kardiologische Praxen sowie 22 von der Deutschen Röntgengesellschaft zertifizierte CT-Zentren teil. „Diese sektorenübergreifende Zusammenarbeit hat das Potenzial, die Diagnose und Behandlung von KHK-Patientinnen und -Patienten zu verbessern und somit auch das klinische Ergebnis“, ergänzt Prof. Dr. Ildikó Gágyor, Direktorin des Instituts für Allgemeinmedizin am UKW.

Ablauf der Studie

Patientinnen und Patienten mit entsprechenden Beschwerden werden in zwei Phasen begleitet. In der ersten Kontrollphase erfolgt die Versorgung wie bisher üblich. In der anschließenden Interventionsphase wird hingegen die neue interdisziplinäre Methode zur Diagnose und Versorgung angewendet. Das Ziel besteht darin, herauszufinden, welcher Versorgungsweg sich langfristig besser bewährt. Das Projekt orientiert sich dabei an der Nationalen Versorgungsleitlinie zur KHK.

Weitere Informationen: https://innovationsfonds.g-ba.de/projekte/neue-versorgungsformen/impro.709 und https://www.allgemeinmedizin.uni-wuerzburg.de/forschung/laufende-studien/impro/

Frau mit schmerzverzerrtem Gesicht fasst sich an die Brust, daneben ist eine Illustration eines Herzens und einer EKG-Linie, rechts im Bild das IMPRO-Studie und eine Illustration von einer Computer-Tomografie.
Unter dem Titel IMPRO (Innovatives Management für Patientinnen und Patienten mit erstmals aufgetretenen stabilen Thoraxschmerzen - Improved Management of Patients with Recent-Onset Stable Chest Pain) wird eine interdisziplinäre Methode zur ambulanten Diagnose und Versorgung von Patient*innen mit Verdacht auf KHK untersucht. Illustration: Jula Jula Udom modU / Canva

Personalia vom 16. Juni 2026 +++ Wir gratulieren!

Hier lesen Sie Neuigkeiten aus dem Bereich Personal: Neueinstellungen, Dienstjubiläen, Forschungsfreisemester und mehr.

Dr. Maik Luu, Juniorprofessor, Medizinische Klinik und Poliklinik II, ist mit Wirkung vom 24.05.2026 erneut zum Juniorprofessor für Translationale Medizin an der Universität Würzburg ernannt worden.

 

einBlick - Das Online Magazin der Universität Würzburg vom 16.06.2026

Magersucht: Lebensgefährliches Ringen um Autonomie und Kontrolle

Zu einem öffentlichen Vortrags- und Diskussionsabend über Magersucht lädt die Universität Würzburg am Donnerstag, 25. Juni, in die Neubaukirche ein. Der Eintritt ist frei.

Neubaukirche Eingang im Innenhof der Alten Universität
Der Eingang zum Veranstaltungsort Neubaukirche befindet sich im Innenhof der Alten Universität in der Domerschulstraße. (Bild: Robert Emmerich / Universität Würzburg)

Wie kann Magersucht (Anorexie) bei Erwachsenen verhindert und langfristig behandelt werden? Welche Risikofaktoren spielen eine Rolle? Wie wird die Erkrankung erkannt und welche Therapien sind nach aktuellem wissenschaftlichem Stand wirksam?

Wer die Antworten wissen möchte, kann am Donnerstag, 25. Juni 2026, von 18:00 bis 20:00 Uhr einen öffentlichen Vortrags- und Diskussionsabend in der Neubaukirche der Universität Würzburg besuchen.

Den einleitenden Vortrag hält Professorin Simone Munsch vom Departement für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Fribourg (Schweiz). Unter dem Titel „Anorexia Nervosa im Erwachsenenalter – Ansatzpunkte bei Prävention und Behandlung“ gibt sie Einblicke in die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Ein Schwerpunkt ihres Vortrags liegt auf den allgemeinen psychologischen Mechanismen, die bei Magersucht und vielen anderen Essstörungen eine zentrale Rolle spielen.

Im anschließenden Podiumsgespräch wird das Thema durch weitere Perspektiven ergänzt. Neben Fachleuten aus Psychologie, Medizin und Beratung berichten auch zwei betroffene Frauen, die den Podcast „süß und essgestört“ produzieren, über ihre persönlichen Erfahrungen. Auf dem Podium:

  • Caro und Claudi, Podcast „süß und essgestört“
  • Jana Kürschner, Caritas Suchtberatungsstelle Würzburg
  • Professorin Simone Munsch, Universität Fribourg
  • Professor Frank Schwab, Lehrstuhl für Medienpsychologie, Universität Würzburg
  • Professor Sebastian Walther, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Universitätsklinikum Würzburg.

Die Moderation des Abends übernimmt Dr. Christina Berndt von der Süddeutschen Zeitung.

Anmeldung

Der Eintritt ist frei. Wer teilnehmen möchte, soll sich bis spätestens Donnerstag, 25. Juni 2026, 12:00 Uhr, auf der Webseite der Veranstaltung anmelden.

Veranstalter

Der Abend zum Thema „Magersucht: (Lebens)gefährliches Ringen um Autonomie und Kontrolle“ ist eine Veranstaltung des Arbeitskreises Suchthilfe der Universität Würzburg in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Würzburg und der Bayerischen Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen.

 

einBlick - Das Online-Magazin der Universität Würzburg vom 16.06.2026 

Neubaukirche Eingang im Innenhof der Alten Universität
Der Eingang zum Veranstaltungsort Neubaukirche befindet sich im Innenhof der Alten Universität in der Domerschulstraße. (Bild: Robert Emmerich / Universität Würzburg)

Stern-Klinikliste: Das Uniklinikum Würzburg in 31 Fachbereichen ausgezeichnet

Die Klinikliste 2026/27 des Magazins Stern würdigt das Uniklinikum Würzburg erneut für seine medizinische Qualität: Es wurden in insgesamt 31 Fachbereichen ausgezeichnet – von Adipositaschirurgie bis Zahnmedizin.

Zwei Ärztinnen und ein Arzt, die an einem Monitor ein Herz-Ultraschallbild besprechen.
Zu den von der Stern-Klinikliste 2026/27 am UKW ausgezeichneten Fachbereichen gehört die Herzchirurgie. © Silvia Gralla / UKW

Würzburg / Hamburg. Das Magazin Stern hat am 11. Juni dieses Jahres seine neue Klinikliste veröffentlicht und darin die 100 besten Krankenhäuser Deutschlands aufgeführt. Auch das Uniklinikum Würzburg (UKW) gehört erneut zu diesem Kreis. Grundlage der Bewertung ist eine Analyse des Rechercheinstituts Munich Inquire Media. Demnach erreicht das UKW in 31 der insgesamt 39 untersuchten Fachgebiete Spitzenbewertungen. Im Freistaat Bayern belegt es damit Rang vier, deutschlandweit Platz 16.

Die Top-Bereiche des UKW
In folgenden Fachbereichen wurde das UKW ausgezeichnet: Adipositaschirurgie, Angststörungen, Augenheilkunde, Beckentumore, Brustkrebs, Darmkrebs (zwei Mal), Depression, Gynäkologische Operationen, Handchirurgie, Hautkrankheiten, Hautkrebs, Herzchirurgie, Hirntumore, HNO, Interventionelle Kardiologie, Interventionelle Radiologie, Kinderchirurgie, Kreuzbandriss/Meniskus, Leukämie, Multiple Sklerose, Parkinson, Plastische Chirurgie, Prostatakrebs, Psychosomatik, Rhythmologie, Risikogeburten, Schilddrüsenchirurgie, Strahlentherapie, Urologie und Zahnmedizin.

Text: Pressestelle / UKW
 

Zwei Ärztinnen und ein Arzt, die an einem Monitor ein Herz-Ultraschallbild besprechen.
Zu den von der Stern-Klinikliste 2026/27 am UKW ausgezeichneten Fachbereichen gehört die Herzchirurgie. © Silvia Gralla / UKW

Ganz Bayern in Bewegung: Aktionstag „Wir bewegen Bayern“ setzt starkes Zeichen für Gesundheit

Mit großer Resonanz fand am 13. Juni 2026 die bayernweite Präventionsveranstaltung „Wir bewegen Bayern“ statt. Zeitgleich in Augsburg, Erlangen, München, Regensburg und Würzburg setzten das Bayerische Zentrum für Krebsforschung (BZKF) gemeinsam mit einer Vielzahl von Partnern ein starkes Zeichen für Prävention, Gesundheit und Bewegung. Insgesamt 15.000 Teilnehmende informierten sich über gesundheitsfördernde Lebensweisen und nutzten zahlreiche Bewegungsangebote.

 

Staatsministerin Judith Gerlach eröffnet mit der jungen Krebspatientin den offiziellen Start den Aktionstag mit einer Startklappe.
Gemeinsam mit der jungen Krebspatientin Leni Hock (l.) gab Staatsministerin Judith Gerlach den offiziellen Startschuss für den Aktionstag. © UKW / Benedikt Knüttel

Das abwechslungsreiche Programm umfasste rund 70 Sportangebote, die von insgesamt 65 Vereinen und Institutionen an den fünf Austragungsorten gestaltet wurden. An zahlreichen Mitmachstationen, Bewegungs-Challenges und sportlichen Aktionen konnten Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen aktiv werden und neue Bewegungsformen kennenlernen. Neben etablierten Sportarten wie Fußball, Basketball und Yoga bot die Veranstaltung auch außergewöhnliche Angebote wie Longboard Dancing, Slackline oder Body Cross. Die Teilnehmenden hatten dabei die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten auszuprobieren und zugleich in Fachvorträgen zu erfahren, welchen wichtigen Beitrag regelmäßige Bewegung für die langfristige Gesundheit leisten kann. Großen Zuspruch fanden zudem die Autogrammstunden mit prominenten Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern, darunter Felix Neureuther, Thomas Lurz und Josia Topf. In persönlichen Gesprächen teilten sie ihre Erfahrungen und motivierten zu einem gesundheitsbewussten Lebensstil.

Gesundheitsministerin Gerlach betonte in ihrer Begrüßung in Würzburg die wichtige Rolle der Krebsprävention: „Mit dem Bayerischen Zentrum für Krebsforschung bündeln wir Spitzenforschung und Versorgung in Bayern. Zudem setzen wir mit unserem Masterplan Prävention gezielt auf Vorsorge, Früherkennung und Gesundheitsförderung, die die Menschen im Alltag erreicht. Den heutigen Aktionstag ‚Wir bewegen Bayern‘ begrüße ich ausdrücklich. Denn regelmäßige Bewegung ist eine der wirksamsten Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit.“

Ulrike Seitzinger-Bauer, Krebspatientin und Teilnehmerin in Erlangen berichtet: „Wir bewegen Bayern hat eindrucksvoll gezeigt, wie sich Prävention erlebbar gestalten lässt und wie groß das Interesse der Bevölkerung an gesundheitsfördernden Angeboten ist. Die hohe Beteiligung, die positive Atmosphäre und das starke Engagement aller Beteiligten haben den Aktionstag zu einem gelungenen Fest für die ganze Familie gemacht. Auch meine eigene Erfahrung zeigt, wie wichtig Bewegung sein kann: Ich war früher ein echter Sportmuffel, habe aber während meiner Therapie mit Sport begonnen. Der Sport hat mir sehr geholfen, die Chemotherapie zu bewältigen – er hat mir Kraft gegeben, Freude geschenkt und neuen Elan in meinen Alltag gebracht.“

Die erfolgreiche Umsetzung von „Wir bewegen Bayern“ war nur durch die enge und engagierte Zusammenarbeit aller sechs BZKF-Standorte möglich. Mit großem Einsatz haben die beteiligten Teams die Veranstaltung gemeinsam realisiert und damit ein bayernweites Zeichen für Bewegung, Gesundheit und Prävention gesetzt. Das standortübergreifende Miteinander spiegelt den Leitgedanken des BZKF wider: „Exzellenz stärken – Wissen teilen“.


Bayerisches Zentrum für Krebsforschung (BZKF)

Das BZKF verfolgt das Ziel, allen Bürgerinnen und Bürgern in Bayern – unabhängig von ihrem Wohnort – Zugang zu bestmöglichen und innovativen Krebstherapien zu ermöglichen. Neben der Förderung der Krebsforschung bündelt das BZKF umfassende Expertise in den Bereichen Früherkennung, Therapie und Nachsorge von Tumorerkrankungen. Gleichzeitig setzt sich das Zentrum für eine flächendeckende, interdisziplinäre Versorgung von Patientinnen und Patienten ein. Mit dem BürgerTelefonKrebs bietet das BZKF zudem eine kostenfreie und unkomplizierte Anlaufstelle für individuelle Fragen rund um das Thema Krebserkrankungen. Die Beratung ist unter der Telefonnummer 0800 85 100 80 erreichbar.

 

Pressemitteilung des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung (BZKF) vom 15. Juni 2026

Staatsministerin Judith Gerlach eröffnet mit der jungen Krebspatientin den offiziellen Start den Aktionstag mit einer Startklappe.
Gemeinsam mit der jungen Krebspatientin Leni Hock (l.) gab Staatsministerin Judith Gerlach den offiziellen Startschuss für den Aktionstag. © UKW / Benedikt Knüttel