Aktuelle Pressemitteilungen

Gendefekt eines Schmerzkanals wirkt anders als erwartet

Neue Studie in PAIN zur genetischen Veränderung des TRPA1-Schmerzkanals: Trotz der verminderten Funktion des Kanals kommt es zu starken Schmerzen

Dr. Nicole Michelle Schottmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin am UKW, lieferte das Titelbild der Oktoberausgabe der Zeitschrift PAIN. Die Aufnahme zeigt die von ihr generierte patienteneigene Nervenzellen in grün. Der Zellkern ist bau dargestellt und der TRPA1 Kanal in magenta. © Nicole Michelle Schottmann / UKW / PAIN

Würzburg. Schmerz wird durch ein ausgeklügeltes Alarmsystem des Körpers ausgelöst, das dazu dient, uns vor Gefahren zu warnen. Spezialisierte Nervenzellen, sogenannte Nozizeptoren, nehmen Reize wie extreme Hitze oder starken Druck wahr und leiten diese als elektrische Signale an das Gehirn weiter. Dabei helfen ihnen Schmerzkanäle, die sich als Proteine auf ihrer Oberfläche befinden und wie ein molekulares Tor funktionieren. Wird der Schmerzkanal durch einen Reiz aktiviert, können geladene Teilchen, so genannte Ionen, durch die Membran strömen, wodurch das elektrische Signal entsteht. Somit entscheiden die Schmerzkanäle auch darüber, wann ein Schmerzreiz entsteht und wie stark das Signal weitergeleitet wird.  Einer dieser Kanäle ist TRPA1 (Transient Receptor Potential Ankyrin 1). 

Starke Schmerzen trotz verminderter Funktion des Schmerzkanals

Prof. Dr. Nurcan Üçeyler, leitende Oberärztin der Neurologie des Universitätsklinikums Würzburg (UKW), hat mit ihrer Arbeitsgruppe „Translationale Somatosensorik” eine seltene genetische Veränderung des TRPA1-Kanals genauer untersucht und dabei eine Überraschung erlebt: Obwohl der Studienpatient unter starken Schmerzen leidet, zeigte sich, dass dieser veränderte Schmerzkanal weniger aktiv ist. 

„Das Überraschende ist der scheinbare Widerspruch“, erläutert die Professorin für neuromuskuläre Neurologie und Schmerz. „Die untersuchte TRPA1-Variante macht den Schmerzkanal nicht, wie man zunächst vermuten könnte, überaktiv, sondern im Gegenteil, seine Funktion ist vermindert. Trotzdem ist die genetische Variante mit starken Schmerzen und einer Small Fiber Neuropathie verbunden“, so Üçeyler. 

Bei einer Small Fiber Neuropathie sind die dünnen Nervenfasern des Körpers geschädigt, an deren Ende die Nozizeptoren sitzen. Durch die Schädigung dieser Fasern kommt es zu extremen Fehlsteuerungen der Schmerzsignale. Häufige Symptome sind beispielsweise brennende oder stechende Schmerzen, eine Überempfindlichkeit gegenüber Berührungen sowie eine veränderte Wahrnehmung von Temperaturen.   

Titelbild der Oktoberausgabe von PAIN

Um die Auswirkungen der genetischen Veränderung auf den Schmerz genauer zu untersuchen, stellte Dr. Nicole Michelle Schottmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin von Nurcan Üçeyler, aus den Zellen des Patienten im Labor Nervenzellen her. Diese patienteneigenen Nervenzellen wurden zudem mit einem weiteren Zellmodell verglichen. Die Ergebnisse konnte Nicole Schottmann nun als Erstautorin in der renommierten Fachzeitschrift PAIN platzieren. Das offizielle Journal der International Association for the Study of Pain, wählte sogar eine Abbildung der patienteneigenen Nervenzellen als Titelbild für die Oktoberausgabe aus.  

Schmerzkanal gelangt nicht an die Oberfläche der Nervenzellen

Was sind die Erkenntnisse? „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Kanal nicht richtig an die Oberfläche der Nervenzellen gelangt und dadurch in seiner Funktion beeinträchtigt ist“, erklärt Schottmann. „Damit zeigen wir, dass der Zusammenhang zwischen einer genetischen Veränderung und der Entstehung von Schmerzen deutlich komplexer sein kann als bisher angenommen.“ 

Genetische Befunde mit Vorsicht interpretieren

Selbst wenn eine Genveränderung die unmittelbare Funktion des betroffenen Proteins nicht verstärkt, sondern beeinträchtigt, kann sie mit einer Erkrankung in Verbindung stehen. „Mit unserer Arbeit verdeutlichen wir, wie vielseitig der Zusammenhang zwischen genetischen Veränderungen und Schmerz ist, und unterstreichen, dass genetische Befunde in der klinischen Praxis mit Vorsicht interpretiert werden müssen“, sagt Nurcan Üçeyler. 

Auf der Suche nach neuen Therapieansätzen

Im nächsten Schritt möchte sich die Arbeitsgruppe auf die Erforschung der Mechanismen konzentrieren, die genetische Befunde in schmerzassoziierten Genen mit dem klinischen Phänotyp verbinden. Ein besseres Verständnis dieser Mechanismen könnte neue Ansatzpunkte für die Entwicklung gezielter Medikamente und somit bessere Behandlungsmöglichkeiten liefern. Bis daraus konkrete Therapien entstehen, sind jedoch noch weitere Forschungsschritte notwendig.

Förderung und Kooperationen

Die Studie wurde unterstützt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Beteiligt waren neben dem UKW die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover sowie das Institut für Humangenetik der Medizinischen Fakultät an der RWTH Aachen. 

Publikation: Schottmann, N. M., Eberhardt, M. J., Wehmeyer, S., Medala, V. K., Meyer zu Altenschildesche, C., Grüner, J., Eggermann, K., Kurth, I., Leffler, A., & Üçeyler, N. (2026). Functional impact of the TRPA1 H560D variant on neuropathic pain. Pain, 167(10), 2375–2390. doi.org/10.1097/j.pain.0000000000004078

Dr. Nicole Michelle Schottmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin am UKW, lieferte das Titelbild der Oktoberausgabe der Zeitschrift PAIN. Die Aufnahme zeigt die von ihr generierte patienteneigene Nervenzellen in grün. Der Zellkern ist bau dargestellt und der TRPA1 Kanal in magenta. © Nicole Michelle Schottmann / UKW / PAIN

Weltpremiere am UKW: Erste Patientin mit vollständig implantierbaren Cochlea-Implantaten an beiden Ohren versorgt

Patientin ist weltweit der erste Mensch, der auf beiden Ohren mit einem solchen System versorgt ist

Prof. Dr. Kristen Rak, Leitender Oberarzt des Hörzentrums, beim Eingriff in der HNO-Klinik des UKW am 29. September. Die Patientin ist nun weltweit der erste Mensch, der auf beiden Ohren mit einem solchen CI-System versorgt ist. Foto: UKW / Kim Sammet
Prof. Dr. Kristen Rak, Leitender Oberarzt des Hörzentrums, beim Eingriff in der HNO-Klinik des UKW am 29. September. Die Patientin ist nun weltweit der erste Mensch, der auf beiden Ohren mit einem solchen CI-System versorgt ist. Foto: UKW / Kim Sammet
Freuen sich über die erfolgreiche Weltpremiere an der HNO-Klinik: Das Team um Prof. Dr. Kristen Rak (sitzend) , PD Dr. Anja Kurz (2.v.r.) und PD Dr. Johannes Völker, zweiter Operateur (3.v.r.). Foto: UKW / Kim Sammet
Freuen sich über die erfolgreiche Weltpremiere an der HNO-Klinik: Das Team um Prof. Dr. Kristen Rak (sitzend), PD Dr. Anja Kurz (2.v.r.) und PD Dr. Johannes Völker, zweiter Operateur (3.v.r.). Foto: UKW / Kim Sammet

Würzburg. Weltpremiere am Universitätsklinikum Würzburg (UKW): Am 29. September hat das Team der HNO-Klinik einer Patientin ein zweites voll implantierbares Cochlea-Implantat eingesetzt. Damit ist sie weltweit der erste Mensch, der auf beiden Ohren mit einem solchen System versorgt ist. Das erste Implantat hatte sie im Rahmen der Zulassungsstudie erhalten. Bei der jetzigen Operation kam das CE-zugelassene System zum Einsatz, das ab sofort allen geeigneten Patientinnen und Patienten zur Verfügung steht. Die HNO-Klinik des UKW gehört zu den ersten vier Kliniken weltweit, die das neue Implantat einsetzen.

Die Patientin wird seit ihrer Kindheit im Hörzentrum (Comprehensive Hearing Center, CHC) der HNO-Klinik betreut. Mit dem ersten Implantat war sie so zufrieden, dass sie sich diese Versorgung auch für das zweite Ohr wünschte.

„Bislang konnten wir das voll implantierbare System nur im Rahmen von Studien einsetzen. Mit der CE-Zulassung steht es nun allen Patientinnen und Patienten offen, für die es infrage kommt“, sagt Prof. Dr. Kristen Rak, Leitender Oberarzt des Hörzentrums und Ärztlicher Leiter des Bereichs Hörprothetik und implantierbare Hörsysteme an der HNO-Klinik des UKW. „Wir konnten als erste Klinik weltweit eine beidseitige Versorgung mit diesem System umsetzen. Das zeigt die hohe Versorgungsqualität und Innovationskraft unseres spezialisierten Zentrums.“

Was ist ein Cochlea-Implantat?

„Hörgeräte und herkömmliche implantierbare Hörsysteme verstärken den Schall. Sie helfen deshalb nur, solange im Innenohr noch funktionsfähige Sinneszellen vorhanden sind, die sogenannten Haarzellen“, erklärt Prof. Rak. Ein Cochlea-Implantat (CI) übernimmt dagegen die Funktion der geschädigten Haarzellen und stimuliert den Hörnerv direkt. Es kommt infrage, wenn die Haarzellen so stark geschädigt sind, dass mit anderen Hörhilfen kein ausreichendes Sprachverstehen mehr möglich ist. Ob ein CI sinnvoll und möglich ist, klären vorab umfangreiche Untersuchungen. Zweiter Operateur war Oberarzt PD Dr. Johannes Völker.

Alle Komponenten unsichtbar unter der Haut

Ein herkömmliches Cochlea-Implantat besteht aus zwei Teilen. Das Implantat selbst wird im Schädelknochen verankert. Der äußere Teil mit Mikrofon, Prozessor und Stromversorgung wird am Kopf getragen und per Magnet über dem Implantat gehalten. Beim voll implantierbaren System liegen dagegen alle Komponenten unter der Haut und sind von außen nicht sichtbar.

„Die Unsichtbarkeit ist aber nur ein Aspekt. Viel wichtiger ist: Mit dem neuen System kommen wir einem vollständigen Ausgleich der Hörbehinderung deutlich näher. Die Betroffenen können den ganzen Tag und in jeder Situation hören, ohne Kompromisse“, erläutert PD Dr. Anja Kurz, Technische Leiterin des CHC. „Die Patientinnen und Patienten aus der Zulassungsstudie haben genau das immer wieder hervorgehoben. Das gilt auch für diejenigen, die auf dem anderen Ohr bereits ein herkömmliches Cochlea-Implantat tragen.“

UKW-Hörzentrum als zentrale Anlaufstelle

Das 2009 gegründete interdisziplinäre Hörzentrum des UKW (CHC) ist die zentrale Anlaufstelle für Menschen mit Hörstörungen und ihre Angehörigen. Alle Fachgruppen, die an der Versorgung schwerhöriger Menschen beteiligt sind, arbeiten hier räumlich eng zusammen. Das Angebot reicht vom Neugeborenen-Hörscreening über eine ganzheitliche, individuelle Beratung zu allen aktuellen Diagnose- und Therapiemöglichkeiten bis zur Versorgung mit modernsten Hörgeräten und implantierbaren Hörsystemen. Dazu gehört auch die lebenslange Nachsorge. „Als klinisches Entwicklungszentrum für neue Hörsysteme bringt das Zentrum Innovationen aus der Forschung schnell in die Patientenversorgung.“ erklärt Prof. Dr. Stephan Hackenberg, Direktor der HNO-Klinik des UKW. In den vergangenen 25 Jahren wurden am UKW mehr als 4.000 Cochlea-Implantate eingesetzt.

Weitere Informationen zum Hörzentrum am UKW: Hier:

Beitrag im Patientenmagazin des UKW: Hier.

Prof. Dr. Kristen Rak, Leitender Oberarzt des Hörzentrums, beim Eingriff in der HNO-Klinik des UKW am 29. September. Die Patientin ist nun weltweit der erste Mensch, der auf beiden Ohren mit einem solchen CI-System versorgt ist. Foto: UKW / Kim Sammet
Prof. Dr. Kristen Rak, Leitender Oberarzt des Hörzentrums, beim Eingriff in der HNO-Klinik des UKW am 29. September. Die Patientin ist nun weltweit der erste Mensch, der auf beiden Ohren mit einem solchen CI-System versorgt ist. Foto: UKW / Kim Sammet
Freuen sich über die erfolgreiche Weltpremiere an der HNO-Klinik: Das Team um Prof. Dr. Kristen Rak (sitzend) , PD Dr. Anja Kurz (2.v.r.) und PD Dr. Johannes Völker, zweiter Operateur (3.v.r.). Foto: UKW / Kim Sammet
Freuen sich über die erfolgreiche Weltpremiere an der HNO-Klinik: Das Team um Prof. Dr. Kristen Rak (sitzend), PD Dr. Anja Kurz (2.v.r.) und PD Dr. Johannes Völker, zweiter Operateur (3.v.r.). Foto: UKW / Kim Sammet

Auszeichnungen für Würzburger Nachwuchsforscher beim internationalen Myelomkongress

Sven Neubert und Umair Munawar vom UKW erhielten Young Investigator Awards der International Myeloma Society

Die Preisträger sind eingerahmt von anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und posieren fürs Foto.
Das Würzburger Forschungsteam feiert beim 23. internationalen Jahreskongress der International Myeloma Society (IMS) im schottischen Glasgow seine Erfolge. Im Bild v.l.n.r.: Prof. Johannes Waldschmidt, Dr. Sven Neubert, Prof. Martin Kortüm, Dr. Umair Munawar, Tjark Buchwald, Dr. Christina Verbruggen, Ann-Sophie Hainold. © Johannes Waldschmidt
Die beiden Preisträger posieren mit ihren Urkunden auf der Tagung.
Sven Neubert (links) und Umair Munawar freuen sich in Glasgow über die Young Investigator Awards der International Myeloma Society. © Johannes Waldschmidt

Würzburg. Wie lassen sich Immuntherapien gegen das Multiple Myelom – eine bösartige Erkrankung des Knochenmarks - noch wirksamer einsetzen? Und warum gelingt es manchen Krebszellen, den Angriff des Immunsystems zu überstehen? Mit diesen Fragen beschäftigen sich zwei Würzburger Nachwuchsforscher – und wurden dafür beim 23. internationalen Jahreskongress der International Myeloma Society (IMS) im schottischen Glasgow ausgezeichnet. Dr. med. Sven Neubert und Dr. rer. nat. Umair Munawar aus der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) erhielten jeweils einen „IMS Young Investigator Award for Exemplary Abstract“. Sven Neubert, Assistenzarzt der Hämato-Onkologie, wurde für seine herausragende Forschung zu CAR-T-Zellen bei ZNS-Myelomen gewürdigt. Umair Munawar, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe von Prof. Martin Kortüm, beeindruckte die Jury mit seiner Entdeckung, wie erworbene Mutationen im FCRL5-Gen Myelomzellen bei der Immunflucht helfen.

Funktionelle Auswirkungen von FCRL5-Mutationen auf die Immunflucht unter Cevostamab bei multiplem Myelom

Cevostamab ist eine neue Immuntherapie, die derzeit in klinischen Studien untersucht wird. Der so genannte bispezifische Antikörper verbindet die körpereigenen T-Zellen der Patientinnen und Patienten mit ihren Myelomzellen, indem er gleichzeitig an ein Protein auf den T-Zellen und an ein Protein auf der Oberfläche der Krebszelle namens FCRL5 bindet. Bei stark vorbehandelten Patientinnen und Patienten hat die Therapie vielversprechende Ergebnisse gezeigt, bei einigen von ihnen kehrt die Erkrankung jedoch zurück.

Um zu verstehen, warum dies geschieht, analysierte Umair Munawar aus der AG Kortüm Knochenmarkproben, die im Verlauf von Patientinnen und Patienten unter der Behandlung mit Cevostamab entnommen wurden. Bei einem Patienten, der nicht mehr auf Cevostamab ansprach, hatten die Krebszellen Mutationen im FCRL5-Gen erworben.  Die Forschenden stellten diese Mutationen in Myelomzellmodellen nach und verwendeten dabei in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe von Prof. Markus Sauer der Uni Würzburg moderne hochauflösende und Lebendzellmikroskopie, um zu beobachten, wie das Medikament mit seinem veränderten Ziel interagiert.

„Wir identifizierten zwei unterschiedliche Mechanismen, durch die die Myelomzellen Cevostamab entkommen konnten“, erklärt Umair Munawar. Beim ersten erreicht das mutierte Protein nie die Zelloberfläche, sodass der Antikörper keine Möglichkeit hat, daran zu binden. Beim zweiten erreicht das Protein zwar die Zelloberfläche und Cevostamab bindet weiterhin daran, aber der Cevostamab-FCRL5-Komplex wird schnell in die Zelle aufgenommen. Dadurch werden T-Zellen nicht in einen wirksamen Kontakt mit der Krebszelle gebracht und der Immunangriff bleibt aus.“

Diese Erkenntnisse darüber, wie diese Resistenzen entstehen, können dabei helfen, Patientinnen und Patienten gezielter zu überwachen und Behandlungsstrategien zu entwickeln, die länger wirksam bleiben. Im nächsten Schritt sollen nun die Mechanismen verstanden werden, durch den der Wirkstoff-Ziel-Komplex in die Zelle aufgenommen wird, um herauszufinden, wie die Resistenz überwinden oder vollständig verhindern können. Neben dem Sauer Lab des Lehrstuhls für Biotechnologie und Biophysik war auch das Princess Margaret Cancer Center aus Toronto an dem Projekt beteiligt. Unterstützt wurde das Projekt vom Stifterverband und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG-TRR387). 

CAR-T-Zellen eröffnen neue Perspektive bei seltenem ZNS-Befall des Multiplen Myeloms

Im Projekt von Sven Neubert, an dem auch Umair Munawar und weitere Forschende aus den Arbeitsgruppen von Prof. Martin Kortüm und Prof. Johannes Waldschmidt mitgearbeitet haben, ging es um eine andere Art von Immuntherapie – der CAR-T-Zelltherapie. Die Ergebnisse bieten neue Perspektiven für Patientinnen und Patienten, bei denen sich die malignen Plasmazellen auch auf das zentrale Nervensystem (ZNS) ausgebreitet und dabei das Gehirn oder die Hirnhäute befallen haben. Diese sogenannte ZNS-Beteiligung ist zwar selten, geht jedoch mit einer besonders ungünstigen Prognose einher. Da Betroffene häufig von großen klinischen Studien zu neuen Therapien ausgeschlossen sind, gab es bislang nur wenige Daten dazu, wie gut moderne CAR-T-Zelltherapien in dieser Situation wirken.

Hier leisten die Ergebnisse einer multizentrischen Studie unter der Leitung des UKW einen ersten wichtigen Beitrag, um dies zu ändern. In der Studie wurden 25 Patientinnen und Patienten mit rückfälligem (rezidiviertem) oder trotz Behandlung weiter voranschreitendem (progredientem) Multiplen Myelom und ZNS-Beteiligung untersucht. Alle erhielten eine gegen das Oberflächenprotein BCMA gerichtete CAR-T-Zelltherapie. Dabei wurden die beiden für das Multiple Myelom zugelassenen BCMA-gerichteten CAR-T-Zell-Produkte Idecabtagene vicleucel (Ide-cel) und Ciltacabtagene autoleucel (Cilta-cel) erstmals miteinander verglichen.

Bei der CAR-T-Zelltherapie werden den Patientinnen und Patienten zunächst körpereigene T-Zellen entnommen. Diese werden im Labor gentechnisch so verändert, dass sie das B-Zell-Reifungsantigen BCMA auf Myelomzellen erkennen und es später gezielt angreifen können. Anschließend werden die veränderten Immunzellen wieder in den Körper übertragen. 

CAR-T-Zellen können offenbar auch im Nervensystem Tumorzellen bekämpfen 

Die unter der Leitung von Johannes Waldschmidt erhobenen real-world Daten aus dem klinischen Alltag zeigen, dass die moderne Immuntherapie auch bei dieser Hochrisikogruppe zu tiefen und teilweise langanhaltenden Remissionen führen kann. „Es war lange unklar, ob CAR-T-Zellen im zentralen Nervensystem ausreichend wirken und ob diese Behandlungsform bei dieser besonderen Gruppe von Patientinnen und Patienten ausreichend sicher ist. Doch unsere Ergebnisse sind ermutigend“, sagt Sven Neubert, Erstautor der Studie. Bei vielen Patientinnen und Patienten bildeten sich die Tumorherde sowohl im Knochenmark als auch im zentralen Nervensystem vollständig oder weitgehend zurück.

Gute erste Erfolge, aber weiterhin hohe Rückfallgefahr

Die Behandlung erwies sich dabei grundsätzlich als sicher. Schwerwiegende neurologische Nebenwirkungen traten nur selten auf und entsprachen dem bekannten Sicherheitsprofil der CAR-T-Zelltherapie. Trotz der hohen Ansprechraten bleibt die Behandlung dieser Patientengruppe jedoch eine große Herausforderung. Bei einigen Patientinnen und Patienten schritt die Erkrankung im weiteren Verlauf bereits nach kurzer Zeit erneut fort. Insgesamt war die Prognose schlechter als bei Menschen mit Multiplem Myelom ohne ZNS-Beteiligung. „Um die langfristige Prognose dieser Patientinnen und Patienten noch weiter zu verbessern, bedarf es noch zusätzlicher Behandlungsstrategien“, meint Sven Neubert. 

Der angehende Hämato-Onkologe teilt sich die Erstautorenschaft der Studie mit Dr. Markus Maulhardt, Assistenzarzt in der Klinik für Hämatologie & Medizinische Onkologie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Letztautor ist Prof. Dr. Johannes Waldschmidt, Oberarzt in der Hämatologie an der Charité - Universitätsmedizin Berlin. Maßgeblich beteiligt war außerdem Privatdozent Dr. Evgenii Shumilov, Facharzt für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie am Universitätsklinikum Münster (UKM). Ein großer Dank gilt zudem Prof. Dr. Hermann Einsele. Der Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des UKW schuf die notwendigen Rahmenbedingungen für das Projekt. 

Nach Einschätzung der Forschenden sprechen die Ergebnisse dafür, eine ZNS-Beteiligung nicht als Ausschlussgrund für eine BCMA-gerichtete CAR-T-Zelltherapie zu betrachten. Gerade weil diese Patientinnen und Patienten bislang nur sehr begrenzte Behandlungsmöglichkeiten haben, können die multizentrischen Real-World-Daten eine wichtige Orientierung für Therapieentscheidungen im klinischen Alltag bieten. Beide BCMA-CAR-T-Zell-Produkte waren wirksam, insbesondere unter Cilta-cel konnten teilweise langanhaltende Remissionen erreicht werden. 

Warum manche Patientinnen und Patienten besser ansprechen

In seinem nächsten Forschungsprojekt, das im Rahmen des Clinician-Scientist-Programms des Interdisziplinären Zentrums für Klinische Forschung (IZKF) am UKW gefördert wird, will Sven Neubert an die Ergebnisse der Studie anknüpfen. 

Im Mittelpunkt steht die Frage, warum moderne Immuntherapien wie die CAR-T-Zell-Therapie bei manchen Patientinnen und Patienten besonders gut wirken, während andere gar nicht oder nur vorübergehend darauf ansprechen. Welche Mechanismen stecken dahinter und wie lassen sich diese beeinflussen? 

Ein Forschungsschwerpunkt ist das sogenannte lösliche BCMA (sBCMA). Dabei handelt es sich um einen löslichen Bestandteil des Proteins BCMA, das auch auf den Tumorzellen des Multiplen Myeloms vorkommt. Neubert möchte unter anderem untersuchen, ob sBCMA Aufschluss darüber geben kann, wie wirksam eine Behandlung ist, ob sich eine Resistenz entwickelt und wie die Erkrankung weiterverläuft. Langfristig könnte dieses Wissen dazu beitragen, Therapien gezielter auf einzelne Patientinnen und Patienten abzustimmen und ihre Erfolgschancen zu erhöhen.

Darüber hinaus ist geplant, die Krebszellen im Nervenwasser von Patientinnen und Patienten zu untersuchen, bei denen sich das Multiple Myelom auf das Zentralnervensystem (ZNS) ausgebreitet hat. Mithilfe moderner molekularbiologischer Verfahren soll untersucht werden, wodurch diese Zellen besonders aggressiv oder widerstandsfähig gegenüber Therapien werden. Das Ziel besteht darin, neue Angriffspunkte für zukünftige Behandlungen zu identifizieren und die Behandlungsmöglichkeiten für diese Hochrisikopatientinnen und -patienten zu erweitern.

Die Preisträger sind eingerahmt von anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und posieren fürs Foto.
Das Würzburger Forschungsteam feiert beim 23. internationalen Jahreskongress der International Myeloma Society (IMS) im schottischen Glasgow seine Erfolge. Im Bild v.l.n.r.: Prof. Johannes Waldschmidt, Dr. Sven Neubert, Prof. Martin Kortüm, Dr. Umair Munawar, Tjark Buchwald, Dr. Christina Verbruggen, Ann-Sophie Hainold. © Johannes Waldschmidt
Die beiden Preisträger posieren mit ihren Urkunden auf der Tagung.
Sven Neubert (links) und Umair Munawar freuen sich in Glasgow über die Young Investigator Awards der International Myeloma Society. © Johannes Waldschmidt

Main3R: Verantwortungsvolle Forschung mit Tieren und mehr Transparenz

Universitätsklinikum Würzburg gründet 3R-Zentrum und unterzeichnet Initiative Transparente Tierversuche

Die Wissenschaftlerin im blauen Etuikleid und mit Schal in der Magistrale des Zentrums für Operative Medizin
Dr. Nadine Baumgart leitet am Universitätsklinikum Würzburg das 3R-Zentrum. © Daniel Peter / UKW
Eine Maus mit dunklem Fell schaut aus einem roten Spielkasten heraus, um sie herum ist Tierstreu, im Hintergrund eine blaue Schale.
In der Universitätsmedizin Würzburg gelten die 3Rs: Tierversuche sollen wo immer möglich ersetzt (replace), in ihrer Zahl reduziert (reduce) und die Belastungen für die Tiere verringert (refine) werden. © Daniel Peter / UKW

Würzburg. Tierversuche sind in der biomedizinischen Forschung nach wie vor von großer Bedeutung und oft unerlässlich. Zwar können Zellkulturen, Organoide oder Organ-on-a-Chip-Modelle einzelne Vorgänge inzwischen sehr genau abbilden, einen lebenden Organismus mit seinen komplexen Wechselwirkungen von Stoffwechsel, Blutgefäßen und Immunsystem jedoch nicht vollständig ersetzen. Zudem sind viele Krankheitsmechanismen noch nicht vollständig verstanden. Tierversuche können dabei helfen, einzelne Erkenntnisse zu einem Gesamtbild zusammenzuführen und auf dieser Grundlage neue Medikamente und Therapien zu entwickeln. Auch in der Universitätsmedizin Würzburg finden Tierversuche statt – und zwar stets nach den 3R-Prinzipien. 

Entwicklung, Etablierung und Anwendung innovativer 3R-Methoden

3R heißt: Tierversuche sollen wo immer möglich ersetzt (replace), in ihrer Zahl reduziert (reduce) und die Belastungen für die Tiere verringert (refine) werden. Seit diesem Jahr werden diese 3Rs im neu gegründeten Zentrum Main3R – Würzburg Center for the 3Rs am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) gezielt miteinander verknüpft. In enger Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Versuchstierkunde und Tierschutz der Julius-Maximilians-Universität (JMU) und als Partner der WI3R – Würzburg Initiative 3R entwickelt die Leiterin von Main3R, Dr. Nadine Baumgart, mit ihrem Team, die Haltung der Versuchstiere sowie Versuchsdurchführung und Nachsorge kontinuierlich weiter, um das Tierwohl zu verbessern und somit auch die Qualität der gewonnenen Daten. Neben Belohnungen – Mäuse lieben vor allem Schokolade – kommen unter anderem Trainingseinheiten für die Fitness der Tiere zum Einsatz. Auch an Hilfsmitteln wird gearbeitet, die die Versuchsabläufe verbessern können. 

Damit die Erkenntnisse die Anwenderinnen und Anwender erreichen, kommt der Service im Main3R-Zentrum am Röntgenring nicht zu kurz. „Wir beraten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie sie die 3Rs in ihren Forschungsprojekten umsetzen, neue innovative 3R-Methoden entwickeln und anwenden aber auch bestehende Modelle und Methoden nutzen können“, sagt Nadine Baumgart. 

Standortübergreifende Datenbanken mit Organoid- und Tiermodellen 

So besteht beispielsweise eine enge Kooperation mit dem vom Bayerischen Zentrum für Krebsforschung (BZKF) geförderten Leuchtturmprojekt „Präklinische Modelle“. In dem Projekt wurden unter der Leitung von Prof. Dr. Nicolas Schlegel, Inhaber des Lehrstuhls für Experimentelle Viszeralchirurgie, zwei standortübergreifende Datenbanken mit Organoid- und Tiermodellen verschiedener Tumorentitäten aufgebaut (siehe PM vom 08.01.2026). Ziel ist es, den Austausch über präklinische Modelle zu verbessern und somit auch zur Umsetzung der 3R-Prinzipien beizutragen. „Die Datenbanken schaffen erstmals einen Überblick darüber, welche präklinischen Modelle bereits vorhanden sind und wo sie genutzt werden können. Damit können wir Doppelstrukturen vermeiden, Forschungsressourcen besser nutzen und Tierversuche gezielter planen und reduzieren“, kommentiert Nicolas Schlegel. Der Chirurg und Wissenschaftler begrüßt die Gründung des 3R-Zentrums in Würzburg sehr. „Main3R hilft uns dabei, die vorhandenen Organoid- und Tiermodelle sowie etablierte Methoden noch sichtbarer zu machen und Forschende zusammenzubringen.“ 

Das Thema Tierversuche aus der Tabuzone holen

Ein weiterer wichtiger Baustein des 3R-Zentrums ist die offene Kommunikation über Forschung mit Tieren. Deshalb ist das UKW der JMU gefolgt und hat sich nun ebenfalls der Initiative „Transparente Tierversuche“ angeschlossen. Mit ihrer Unterschrift verpflichten sich die inzwischen mehr als 130 beteiligten Einrichtungen, transparent über Tierversuche zu informieren, offen zu kommunizieren und den öffentlichen Dialog aktiv mitzugestalten. So soll das Thema Tierversuche aus der Tabuzone geholt werden. 

„Das 3R-Zentrum und die Unterzeichnung der Transparenzinitiative gehören für uns zusammen“, betont Prof. Dr. Matthias Frosch, Dekan der Medizinischen Fakultät der JMU und Vorstandsmitglied des UKW. „Verantwortungsvolle Forschung bedeutet für uns, Methoden kontinuierlich weiterzuentwickeln und gleichzeitig transparent zu machen, wie Forschung mit Tieren stattfindet. Beides schafft Vertrauen und ermöglicht einen offenen Austausch – innerhalb der Wissenschaft und mit der Gesellschaft.“

Zehn Jahre „Tierversuche verstehen“ – fünf Jahre „Transparente Tierversuche“

Für Matthias Frosch und Nadine Baumgart ist es daher ein besonderes Anliegen, an der großen Jubiläumsveranstaltung der Initiativen „Transparente Tierversuche“ und „Tierversuche verstehen“ am 1. und 2. Oktober 2026 in Berlin teilzunehmen. Die Transparenzinitiative wurde 2021 von der Informationsinitiative „Tierversuche verstehen“ der Allianz der Wissenschaftsorganisationen und der Ständigen Senatskommission für tierexperimentelle Forschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ins Leben gerufen. „Tierversuche verstehen“ ist bereits seit März 2016 aktiv. 

„Zehn Jahre ‚Tierversuche verstehen‘ und fünf Jahre ‚Transparente Tierversuche‘ zeigen, dass sich die Wissenschaftskommunikation in diesem Bereich deutlich weiterentwickelt hat“, sagt Nadine Baumart. „Offenheit sollte dabei keine Einbahnstraße sein. Es geht darum, verständlich zu erklären, wie und warum mit Tieren geforscht wird, welche Verantwortung damit verbunden ist und welche Fortschritte bei den 3R erzielt werden. Transparenz schafft dabei die Grundlage für einen sachlichen Dialog. Dazu gehört für uns auch, Fragen und kritische Perspektiven ernst zu nehmen.“

In ihrem Porträt in unserer Serie #WomenInScience berichtet Nadine Baumgart, wie sie zu ihrem 3R-Engagement gekommen ist: https://www.ukw.de/forschung/chancengleichheit/womeninscience-forschende-frauen-am-ukw/nadine-baumgart/

 

Die Wissenschaftlerin im blauen Etuikleid und mit Schal in der Magistrale des Zentrums für Operative Medizin
Dr. Nadine Baumgart leitet am Universitätsklinikum Würzburg das 3R-Zentrum. © Daniel Peter / UKW
Eine Maus mit dunklem Fell schaut aus einem roten Spielkasten heraus, um sie herum ist Tierstreu, im Hintergrund eine blaue Schale.
In der Universitätsmedizin Würzburg gelten die 3Rs: Tierversuche sollen wo immer möglich ersetzt (replace), in ihrer Zahl reduziert (reduce) und die Belastungen für die Tiere verringert (refine) werden. © Daniel Peter / UKW

Bayerischer Präventionstag am 12. Oktober in Würzburg: Jugendliche vor Cannabiskonsum schützen

Gesundheitsministerin Judith Gerlach zu Gast / Neues Präventionsprogramm für Jugendliche wird vorgestellt

 

Außenansicht des Gebäudes des Deutschen Zentrums für Präventionsforschung
Das Deutsche Zentrum für Präventionsforschung Psychische Gesundheit am Klara-Oppenheimer-Weg 38 in Würzburg wurde im April 2024 offiziell eröffnet. © Staatliches Bauamt Würzburg, Thomas Güra

Am 12. Oktober 2026 lädt das Deutsche Zentrum für Präventionsforschung Psychische Gesundheit (DZPP) in Würzburg zum Tag der offenen Tür ein. Zu diesem Anlass wird die Schirmherrin des DZPP, Staatsministerin Judith Gerlach, das Cannabispräventionsprogramm XCAN der Öffentlichkeit vorstellen. Außerdem können sich Interessierte in den Räumen des DZPP über dessen Projekte informieren. Am Nachmittag schließt sich eine Online-Fortbildung an.

Würzburg. Das Deutsche Zentrum für Präventionsforschung Psychische Gesundheit (DZPP) zielt darauf ab, psychische Belastungen möglichst früh zu erkennen und wirksame Vorbeugemöglichkeiten zu entwickeln. Das interdisziplinäre Forschungsinstitut in Trägerschaft der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) und des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) entwickelt Präventionsprogramme, überprüft ihre Wirksamkeit wissenschaftlich und arbeitet daran, erfolgreiche Ansätze in die breite Versorgung zu bringen.
Am Montag, 12. Oktober 2026, lädt das DZPP anlässlich des ersten Bayerischen Präventionstags die allgemein interessierte Öffentlichkeit dazu ein, mehr über aktuelle Ansätze zur Vorbeugung psychischer Erkrankungen zu erfahren und die Arbeit des Zentrums aus nächster Nähe kennenzulernen.

Cannabisprävention und Diskussion zum Auftakt

Die öffentliche und kostenlose Veranstaltung beginnt um 10:00 Uhr in der Würzburger Graduate School of Life Sciences (GSLS) am Campus Hubland Nord. In einem Vortragsblock spricht die Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention Judith Gerlach zum Thema „Prävention als gemeinsame Aufgabe“.
Anschließend stellt Dr. Stella Vieth vom DZPP das Cannabispräventionsprogramm XCAN vor. Das am DZPP mit Unterstützung des Bayerischen Gesundheitsministeriums entwickelte Programm soll dazu beitragen, Jugendliche vor den Risiken des Cannabiskonsums zu schützen. Eine Podiumsdiskussion ab 10:40 Uhr rundet den ersten Programmteil ab.

Blick hinter die Kulissen des Zentrums

Ab 11:30 Uhr öffnet das DZPP im Sternstunden-Präventionszentrum im Klara-Oppenheimer-Weg 38 seine Türen. Besucherinnen und Besucher können das Zentrum besichtigen, verschiedene Projekte kennenlernen sowie direkt mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ins Gespräch kommen. „Der Tag der offenen Tür bietet damit Gelegenheit, sich aus erster Hand darüber zu informieren, wie Präventionsforschung funktioniert und wie wissenschaftlich entwickelte Programme den Weg in die Praxis finden“, erläutert der DZPP-Institutsvorstand Prof. Dr. Marcel Romanos. Die Besichtigung mit Projektvorstellungen läuft bis 14:00 Uhr.

Online-Fortbildung am Nachmittag

Von 14:30 bis 16:00 Uhr schließt sich eine Online-Fortbildung unter dem Titel „Von der Vision zur Versorgung – wie das DZPP evidenzbasierte Prävention in die Fläche bringt“ an. In kompakten Beiträgen werden verschiedene Forschungs- und Präventionsprojekte vorgestellt – unter anderem zu Emotionsregulation, Cybermobbing oder psychischen Erkrankungen im Kindesalter.

Anmeldung

Für den Programmteil von 10:00 bis 11:00 Uhr in der Graduate School of Life Sciences, Beatrice-Edgell-Weg 21, ist eine Anmeldung bis zum 5. Oktober 2026 per E-Mail an dzpp@ ukw.de erforderlich. Der anschließende Tag der offenen Tür findet von 11:30 bis 14:00 Uhr im DZPP, Klara-Oppenheimer-Weg 38, statt. Weitere Details zum Programm – insbesondere auch zur an Fachleute gerichteten Online-Fortbildung – gibt es unter www.med.uni-wuerzburg.de/dzpp.

Hinweis an die Redaktionen: Zur Berichterstattung sind Sie herzlich eingeladen.

Text: Pressestelle / UKW
 

Außenansicht des Gebäudes des Deutschen Zentrums für Präventionsforschung
Das Deutsche Zentrum für Präventionsforschung Psychische Gesundheit am Klara-Oppenheimer-Weg 38 in Würzburg wurde im April 2024 offiziell eröffnet. © Staatliches Bauamt Würzburg, Thomas Güra

Mit künstlichem Gewebe neue Therapien fürs Auge erforschen

Würzburger Augenheilkunde auf dem Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) für neues Bindehautmodell ausgezeichnet – DOG fördert zudem Forschung zu Pilzinfektionen der Hornhaut

Mitarbeitende stehen hinter großen blauen 3D-Buchstaben DOG
Forschungsteam und klinisch tätige Kolleginnen und Kollegen der Augenklinik des Universitätsklinikums Würzburg beim DOG-Kongress 2026 in Berlin. © Raoul Verma
Professor Hattenbach und Zhi Liang stehen auf der Bühne, DOG-Forum steht auf blauem Hintergrund, beide halten Urkunde in den Händen
Kongresspräsident Professor Dr. Lars-Olof Hattenbach (rechts) überreichte Zhi Liang die Urkunde über den DOG-Posterpreis. © DOG2026/Christian Augustin
Zhi Liang präsentiert sein Wissenschaftsposter auf dem DOG-Kongress - er steht vor dem Ausdruck an der Posterwand und hält Arm in die Höhe
Zhi Liang stellte die Gemeinschaftsarbeit auf dem DOG-Kongress vor. © Zih Liang / UKW
Malik Salman Haider steht am Rednerpult und spricht ins Mikro, das Bild ist von der Seite aufgenommen worden.
Dr. Malik Salman Haider präsentierte zwei Projekte auf dem DOG-Kongress und er war der Co-Vorsitzender des Symposiums „From Cells to Sight: 3D In-Vitro Platforms Transforming Ophthalmic Research“. © DOG

Würzburg. Wie lässt sich menschliches Gewebe möglichst realistisch nachbilden? Und wie können solche Modelle dazu beitragen, neue Therapien für Augenerkrankungen zu entwickeln und Tierversuche zu reduzieren? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Forschungsteam um Dr. Malik Salman Haider an der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) unter der Leitung von Prof. Dr. Jost Hillenkamp. Auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) in Berlin wurde die Arbeit des Teams mit einem Posterpreis ausgezeichnet. 

Bindehautgewebe im Labor herstellen 

Im Mittelpunkt der ausgezeichneten und vom Doktoranden Zhi Liang vorgestellten Arbeit steht ein neu entwickeltes Gerüst für die Herstellung von Bindehautgewebe. Die Bindehaut schützt die empfindliche Augenoberfläche und hilft dabei, sie feucht und widerstandsfähig zu halten. Nach Verletzungen, Entzündungen oder Operationen kann jedoch Gewebe verloren gehen. Für die Entwicklung von Gewebeersatz und neuen Behandlungsmöglichkeiten sind deshalb realistische Modelle der Bindehaut gefragt. 

Das Projekt ist das Ergebnis einer engen und fruchtbaren Zusammenarbeit mit dem von Professor Jürgen Groll geleiteten Lehrstuhl für Funktionswerkstoffe der Medizin und Zahnheilkunde (FMZ). Wahaj ul Haq aus der Augenklinik, Dr. Camilla Mussoni und Muhammad Aslam vom FMZ sowie Zhi Liang aus der Augenklinik entwickelten gemeinsam ein präzise strukturiertes Gerüst. Es verfügt über klar voneinander abgegrenzte obere und untere Bereiche, welche es ermöglichen, Epithelzellen und Fibroblasten entsprechend ihrer natürlichen Anordnung zu organisieren. So entsteht ein gewebeähnliches zweischichtiges Konstrukt. 

„Ich bin sehr stolz auf das gesamte Team. Diese Auszeichnung spiegelt die harte Arbeit, Kreativität und Ausdauer unserer jungen Forschenden wider, deren Engagement unsere Forschung voranbringt“, kommentiert Malik Salman Haider den Erfolg. „Besonders freut mich, dass ihre Arbeit auf einem so bedeutenden Kongress Anerkennung findet.“ 

Die Plattform bildet eine Grundlage für die weitere Entwicklung von Bindehautgewebeersatz und standardisierten dreidimensionalen Modellen der Augenoberfläche. Sie könnte zudem die Untersuchung neuer Behandlungsmöglichkeiten und Wirkstoffverabreichungssysteme unterstützen und gleichzeitig dazu beitragen, Tierversuche zu ersetzen und zu reduzieren.

Gemeinsame Leistung

„Ich danke unseren Kooperationspartnern am FMZ, insbesondere Dr. Taufiq Ahmad und Prof. Dr. Jürgen Groll, von ganzem Herzen für ihr Fachwissen, ihre kontinuierliche Unterstützung und den partnerschaftlichen Geist, den sie in unsere Arbeit einbringen. Ebenso dankbar bin ich unserem Direktor, Prof. Dr. Jost Hillenkamp, dessen Vertrauen, Ermutigung und Engagement für die Verbindung von experimenteller Forschung mit klinischen Bedürfnissen dazu beitragen, ein Umfeld zu schaffen, in dem junge Wissenschaftler sich entfalten können,“ betont Malik Salman Haider.

DOG-Anschubfinanzierung für die Forschung an Pilzkeratitis 

Neben dem Posterpreis erhielt das Forschungsteam im Zusammenhang mit dem DFG-geförderten Projekt zur Pilzkeratitis der Klinik eine DOG-Anschubfinanzierung in Höhe von 2.500 Euro. Bei einer Pilzkeratitis infizieren Pilze die Hornhaut und können schwere Gewebeschäden verursachen. Im schlimmsten Fall droht ein Verlust des Sehvermögens. Ziel des geförderten Projekts ist es, neue Möglichkeiten zu entwickeln, Medikamente gezielt an die betroffene Stelle zu bringen. Eine wirksamere Wirkstoffverabreichung könnte dabei helfen, die Behandlung von Pilzinfektionen der Hornhaut zu verbessern.

Von der Zelle zum Sehen

Bei dem DOG-Kongress war Malik Salman Haider neben seinen eigenen Forschungsarbeiten auch als Co-Vorsitzender des Symposiums „From Cells to Sight: 3D In-Vitro Platforms Transforming Ophthalmic Research“ beteiligt. Im Mittelpunkt standen dort fortschrittliche Labormodelle, die Forschende dabei unterstützen können, Krankheitsmechanismen zu untersuchen, Therapien zu testen und regenerative Ansätze zu entwickeln. 

Der DOG-Kongress, der vom 24. bis 27. September in Berlin stattfand, brachte in diesem Jahr mehr als 3.100 Fachdelegierte und insgesamt mehr als 4.600 Teilnehmende zusammen.

Mitarbeitende stehen hinter großen blauen 3D-Buchstaben DOG
Forschungsteam und klinisch tätige Kolleginnen und Kollegen der Augenklinik des Universitätsklinikums Würzburg beim DOG-Kongress 2026 in Berlin. © Raoul Verma
Professor Hattenbach und Zhi Liang stehen auf der Bühne, DOG-Forum steht auf blauem Hintergrund, beide halten Urkunde in den Händen
Kongresspräsident Professor Dr. Lars-Olof Hattenbach (rechts) überreichte Zhi Liang die Urkunde über den DOG-Posterpreis. © DOG2026/Christian Augustin
Zhi Liang präsentiert sein Wissenschaftsposter auf dem DOG-Kongress - er steht vor dem Ausdruck an der Posterwand und hält Arm in die Höhe
Zhi Liang stellte die Gemeinschaftsarbeit auf dem DOG-Kongress vor. © Zih Liang / UKW
Malik Salman Haider steht am Rednerpult und spricht ins Mikro, das Bild ist von der Seite aufgenommen worden.
Dr. Malik Salman Haider präsentierte zwei Projekte auf dem DOG-Kongress und er war der Co-Vorsitzender des Symposiums „From Cells to Sight: 3D In-Vitro Platforms Transforming Ophthalmic Research“. © DOG

Prof. Dr. Tareq Juratli wird neuer Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie am UKW

Die besonderen klinischen Schwerpunkte von Prof. Juratli liegen in der Neuroonkologie, der komplexen Schädelbasischirurgie und der Wirbelsäulenchirurgie. Dabei kommen mikrochirurgische, endoskopische und minimalinvasive Verfahren zum Einsatz.

Prof. Dr. Tareq Juratli wird am 1. Oktober neuer Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) und Lehrstuhlinhaber für Neurochirurgie. Foto: UKW / Anna Wenzl
Prof. Dr. Tareq Juratli wird am 1. Oktober neuer Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) und Lehrstuhlinhaber für Neurochirurgie. Foto: UKW / Anna Wenzl

Würzburg. Prof. Dr. Tareq Juratli wird neuer Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) und Lehrstuhlinhaber für Neurochirurgie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Am 1. Oktober tritt er seine neuen Aufgaben an. Zuvor war Prof. Juratli als Leitender Oberarzt und stellvertretender Klinikdirektor der Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der TU Dresden tätig. Seit 2022 leitete Prof. Juratli zudem das dortige Neuroonkologische Zentrum am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC).

Der gebürtige Bonner ist seit rund 20 Jahren in der Neurochirurgie tätig und verfügt über umfassende operative Erfahrung in der Behandlung von Erkrankungen des Gehirns, der Schädelbasis und der Wirbelsäule. Die besonderen klinischen Schwerpunkte von Prof. Juratli liegen in der Neuroonkologie, der komplexen Schädelbasischirurgie und der Wirbelsäulenchirurgie. Dabei kommen mikrochirurgische, endoskopische und minimalinvasive Verfahren zum Einsatz. Ziel der Versorgung ist eine individuell abgestimmte Behandlung. Eine verständliche Aufklärung, die Einbindung der Angehörigen und eine umfassende postoperative Betreuung sind dabei für ihn von besonderer Bedeutung.

Mikrochirurgische Robotik und intraoperative Bildgebung

Die wissenschaftliche Arbeit von Prof. Juratli konzentriert sich auf die molekulare Charakterisierung von Tumoren des Gehirns und Rückenmarks sowie auf die Entwicklung neuer operativer Verfahren und Technologien. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Mitentwicklung und klinischen Erprobung innovativer Instrumente, minimalinvasiver Zugangswege, intraoperativer Bildgebungsverfahren und mikrochirurgischer Robotik. Prof. Juratli verfolgt dabei translationale Ansätze, also die möglichst unmittelbare Überführung wissenschaftlicher und technischer Entwicklungen in die operative Praxis sowie in neue diagnostische und therapeutische Verfahren für Patienten.

Für seine wissenschaftlichen Arbeiten wurde Prof. Juratli mehrfach national und international ausgezeichnet, unter anderem von Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC), der American Association of Neurological Surgeons (AANS), der European Association of Neurosurgical Societies (EANS), dem Congress of Neurological Surgeons (CNS), der Society for Neuro-Oncology (SNO), der Hannelore-Kohl-Stiftung und der Stiftung Sibylle Assmus. Darüber hinaus warb Prof. Juratli umfangreiche Fördermittel der Europäischen Union, des Bundes und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ein. Als Gutachter und Mitglied wissenschaftlicher Gremien engagiert sich Prof. Juratli zudem in nationalen und internationalen Fachgesellschaften.

Prof. Dr. Tim J. von Oertzen, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKW, erklärt: „Prof. Juratli wird mit seiner ausgewiesenen Expertise unser hoch spezialisiertes Versorgungsangebot auf dem Gebiet der Neurochirurgie optimal weiterentwickeln. Damit können wir die Behandlungsqualität für unsere Patientinnen und Patienten in der Region und darüber hinaus weiter ausbauen. Wir heißen Prof. Juratli am UKW herzlich willkommen.“

Prof. Dr. Matthias Frosch, Dekan der Medizinischen Fakultät in Würzburg, ergänzt: „Mit seiner Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Neuroonkologie wird Prof. Juratli das wissenschaftliche Spektrum der Würzburger Universitätsmedizin hervorragend ergänzen. Davon wird auch das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) WERA profitieren.“

Prof. Juratli ist 44 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Kindern. Er studierte Humanmedizin an der Philipps-Universität Marburg und absolvierte seine neurochirurgische Ausbildung am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der TU Dresden.

Molekulare Charakterisierung von Hirntumoren

Einen wichtigen Teil seiner wissenschaftlichen Ausbildung verbrachte Prof. Juratli für zweieinhalb Jahre am Massachusetts General Hospital der Harvard Medical School in Boston. Dort beschäftigte er sich insbesondere mit der molekularen Charakterisierung von Hirntumoren und der Entwicklung zielgerichteter Therapien.

Weitere internationale klinische und wissenschaftliche Stationen führten Prof. Juratli unter anderem an die University of California, San Francisco, die University of Arkansas for Medical Sciences, die Ohio State University, die University of Oxford, die Yokohama City University sowie an das Huashan Hospital der Fudan University in Shanghai. Aus diesen Stationen und zahlreichen gemeinsamen Projekten ist ein breites internationales klinisch-wissenschaftliches Netzwerk entstanden.

In Würzburg sieht Prof. Juratli hervorragende Voraussetzungen, klinische Neurochirurgie, moderne Tumormedizin und technologische Innovation enger miteinander zu verbinden. Gemeinsam mit den Beschäftigten der Klinik und den angrenzenden Fachdisziplinen möchte Prof. Juratli die hochmoderne operative Versorgung, die interdisziplinäre Neuroonkologie und molekular ausgerichtete Behandlungskonzepte weiterentwickeln. Eine enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen, regionalen und überregionalen Krankenhäusern, den Rettungsdiensten sowie den weiterbehandelnden Rehabilitations- und Nachsorgeeinrichtungen ist Prof. Juratli besonders wichtig.

Das wissenschaftliche Umfeld der Universität und des Universitätsklinikums, die Weiterentwicklung der Kopfklinik sowie die Strukturen des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) WERA bieten dafür besondere Chancen. Seine Erfahrungen vom NCT-Standort Dresden und sein internationales Netzwerk möchte Prof. Juratli nutzen, um neue Kooperationen aufzubauen und wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in die klinische Anwendung zu überführen. 

Auch persönlich freut sich Prof. Juratli gemeinsam mit seiner Familie auf Würzburg. Als begeisterter Wanderer freut sich Prof. Juratli besonders auf die Weinberge, den Main und die vielfältigen Möglichkeiten in der Umgebung.

„Ich möchte auf den hier vorhandenen hervorragenden Strukturen aufbauen und gemeinsam mit dem Team und unseren Partnern neue Wege gehen. Mein Ziel ist eine moderne Neurochirurgie, die operative Exzellenz mit molekularer Diagnostik, innovativen Technologien und anwendungsorientierter Forschung verbindet. Der Medizin-Standort Würzburg bietet hierfür exzellente Voraussetzungen. Entscheidend ist dabei, dass Innovation kein Selbstzweck bleibt, sondern unmittelbar unseren Patienten zugutekommt“, so Prof. Juratli.

 

Prof. Dr. Tareq Juratli wird am 1. Oktober neuer Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) und Lehrstuhlinhaber für Neurochirurgie. Foto: UKW / Anna Wenzl
Prof. Dr. Tareq Juratli wird am 1. Oktober neuer Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) und Lehrstuhlinhaber für Neurochirurgie. Foto: UKW / Anna Wenzl