Aktuelle Pressemitteilungen

Studie: Was brauchen Pflegebedürftige und Pflegende unter Pandemiebedingungen?

Um die Lebenssituation pflegebedürftiger Menschen in der Corona-Pandemie – und bei zukünftigen Infektionsgeschehen – zu verbessern, hat das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege das Verbundprojekt BACOM initiiert. Das Institut für Allgemeinmedizin des Uniklinikums Würzburg ist an der Datenerhebung beteiligt.

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat kürzlich unter Federführung des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München den „Bayerischen ambulanten Covid-19 Monitor“ (BACOM) ins Leben gerufen. Die interdisziplinäre Studie soll die klinischen, psychischen, sozialen und physiologischen Auswirkungen von Covid-19-Erkrankungen bei Pflegebedürftigen in der ambulanten und stationären Langzeitpflege untersuchen. Ziel ist es, auch für zukünftige Pandemien gut vorbereitet zu sein. Dazu sollen bayernweit entsprechende Daten generiert sowie Ergebnisse in halbjährlichen Sachstandsberichten vorgestellt und auf Fachsymposien mit Experten diskutiert werden.

Besonderes Augenmerk auf Demenzpatienten
„Unser besonderes Augenmerk richten wir dabei auf Menschen mit Demenz. Wir versprechen uns davon unter anderem Erkenntnisse, wie wir die demenzsensible Betreuung und Versorgung in einer Pandemiesituation noch weiter verbessern können“, schildert Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek.
Neben dem Klinikum der LMU sind die Katholische Stiftungshochschule München, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und das Uniklinikum Würzburg (UKW) an dem Verbundprojekt beteiligt. Das Bayerische Forschungsnetz in der Allgemeinmedizin (BayFoNet) unterstützt das Vorhaben.
Konkret werden in Bayern 1.500 pflegebedürftige Bürger*innen, mit dem Pflegegrad 1 bis 5, die in den letzten sechs Monaten oder derzeit an Covid-19 erkrankt sind, zur Teilnahme am BACOM eingeladen. Zum Vergleich werden weitere 500 pflegebedürftige Bürger*innen einbezogen, die negativ auf das Virus getestet wurden. Darüber hinaus werden die Pflegenden, Angehörigen und Hausärzt*innen, die für die Betroffenen sorgen, zu ihren physischen und seelischen Bedürfnissen in der Pandemie befragt. Ferner kommen die strukturellen Voraussetzungen in den Pflegeeinrichtungen und Haushalten, in denen die Pflegebedürftigen versorgt werden, auf den Prüfstand.

Das Institut für Allgemeinmedizin nutzt seine Kontakte
Von Seiten des UKW kümmert sich das Institut für Allgemeinmedizin um die Datenerhebung im Bezirk Unterfranken und in Teilen Oberfrankens. „Unsere wichtigsten Kontaktpersonen sind die Hausärztinnen und Hausärzte. Über sie möchten wir die Menschen mit Pflegebehinderung erreichen und in die Studie einschließen“, kündigt Prof. Dr. Ildikó Gágyor, eine der beiden Lehrstuhlinhaberinnen des Instituts, an. Nach ihren Worten werden zudem die Pflege- und Seniorenheime in der Region direkt angeschrieben.
Die Untersuchung ist auf einen Zeitraum von drei Jahren mit halbjährlichen Nacherhebungen angelegt, um auch die Langzeitfolgen der Corona-Pandemie für alle Akteure gut abbilden zu können.


Link zur Pressemitteilung


CRISPR-Entdeckung aus Würzburg bereitet Weg für neuartiges Corona-Testverfahren

Würzburg, 27. April 2021 – Bin ich mit SARS-CoV-2 infiziert? Handelt es sich um das Ursprungsvirus oder eine gefährlichere Mutante? Diese und mehr Fragen mit einem einzigen effizienten Testverfahren beantworten zu können, kann für den weiteren Krankheitsverlauf und die Therapie entscheidend sein. Würzburger Forscher:innen des Helmholtz-Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) und der Julius-Maximilians-Universität (JMU) haben in einer heute im Magazin „Science“ erschienenen Studie ihre neuen CRISPR-Erkenntnisse und die darauf basierende Diagnostiktechnologie LEOPARD vorgestellt.

Die meisten herkömmlichen molekularbiologischen Diagnostikverfahren – insbesondere die derzeit in der Pandemiebekämpfung zum Einsatz kommenden PCR-Tests – weisen in der Regel nur einen einzelnen krankheitsbezogenen Biomarker nach, beispielsweise eine bestimmte Sequenz von SARS-CoV-2. Solche sogenannten Singleplex-Verfahren liefern sehr zuverlässige Ergebnisse, da sie auf ein einziges Testmerkmal „geeicht“ sind. Um jedoch zu erkennen, ob ein Patient womöglich mit einer neuen Variante des Coronavirus oder eventuell mit einem ganz anderen Erreger infiziert ist, müssen viele verschiedene Faktoren überprüft werden. 

Wissenschaftlerinnen vom Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) und der Julius-Maximilians-Universität (JMU) in Würzburg haben jetzt mit LEOPARD den Weg für eine gänzlich neue Diagnostikplattform bereitet. Es handelt sich dabei um ein CRISPR-basiertes Verfahren, das multiplexfähig ist: Es kann potenziell eine Vielzahl an krankheitsbezogenen Biomarkern in nur einem Test nachweisen.

So funktioniert LEOPARD

LEOPARD (Leveraging Engineered tracrRNAs and On-target DNAs for PArallel RNA Detection) beruht auf der in der Studie gewonnenen Erkenntnis, dass bestimmte Ribonukleinsäuren (RNAs, von Engl. ribonucleic acids) so programmierbar sind, dass die CRISPR-Technologie zum gezielten Nachweis von zellulären RNAs eingesetzt werden kann. Dadurch können beispielsweise RNAs von Viren oder anderen Krankheitserregern in einer Patientenprobe nachgewiesen werden.

Chase Beisel, Professor an der JMU und Forschungsgruppenleiter am HIRI, der die heute im Magazin „Science“ veröffentlichte Studie gemeinsam mit Professorin Cynthia Sharma vom Institut für Molekulare Infektionsbiologie (IMIB) der JMU initiiert hat, zeigt sich erfreut: „Mit LEOPARD ist es uns gelungen, RNA-Fragmente von neun verschiedenen Viren nachzuweisen. Wir konnten außerdem SARS-CoV-2 und eine Variante in einer Patientenprobe differenzieren und zugleich bestätigen, dass die Probe korrekt erfasst wurde.“

Hintergrund

CRISPR-Technologien sind molekularbiologische Werkzeuge, die unter anderem der Genombearbeitung dienen. Häufig als Genschere bezeichnet, besteht CRISPR-Cas9 aus einer Protein- und einer RNA-Komponente, die es ermöglichen, bestimmte Genomabschnitte von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen gezielt zu verändern. In der Natur kommt die Genschere Cas9 in Bakterien wie dem Lebensmittelkeim Campylobacter vor und schützt diese beispielsweise vor eindringenden Viren. Für diesen Prozess der Immunabwehr wird eine CRISPR-RNA (crRNA), also gewissermaßen eine „Leit-RNA“, benötigt. Sie hilft dabei, ausgewählte Regionen des fremden Genoms exakt anzusteuern und unschädlich zu machen: Die von einer crRNA geleitete Nuklease Cas9 kann ihr Ziel dann wie eine Schere zerschneiden. 

Unerwartete Entdeckung

LEOPARD basiert auf einer Entdeckung in der Grundlagenforschung zur RNA-Biologie von Mikroorganismen. Bei ihren Experimenten bemerkten die Würzburger Wissenschaftlerinnen, dass die für die Funktionalität der Genschere erforderliche crRNA nicht nur mit der Immunabwehr zusammenhängt. Cynthia Sharma, Leiterin des Lehrstuhls für Molekulare Infektionsbiologie II am IMIB und Sprecherin des Zentrums für Infektionsforschung (ZINF) der JMU: „Als wir im Labor in unserem Modellorganismus Campylobacter nach RNA-Molekülen gesucht haben, die von Cas9 gebunden werden, waren wir sehr überrascht, dass wir nicht nur die crRNAs des bakteriellen Immunsystems detektieren konnten, sondern auch andere zelluläre RNA-Fragmente, die wie crRNAs aussahen. Diese neuartigen crRNAs waren offenbar von anderen Transkripten in der Zelle wie beispielsweise Boten-RNAs abgeleitet.“ 

Die Diagnostikplattform LEOPARD baut auf dieser Entdeckung auf. Relevant für LEOPARD sind sogenannte tracrRNAs. Diese werden für die Generierung der „Leit-RNAs“ sowie die Funktion der Genschere Cas9 benötigt. Chase Beisel: „Wir haben herausgefunden, wie wir die tracrRNAs so umprogrammieren können, dass wir dadurch entscheiden, welche RNA eine Leit-RNA wird, um damit die Cas9-Nuklease zu steuern. Anschließend konnten wir überprüfen, welche Genomsequenzen damit geschnitten werden und auf welches Pathogen, also auf welchen Krankheitserreger, dies zurückzuführen ist. Da diverse Möglichkeiten parallel in nur einem Test durchgespielt werden können, ist diese Technologie sehr schnell und effizient.“

Die Leistungsfähigkeit von LEOPARD könnte künftig selbst multiplexfähige PCR-Tests und andere Methoden in den Schatten stellen. „Die Technologie hat das Potenzial, die medizinische Diagnostik nicht nur von Infektionskrankheiten und Resistenzen, sondern auch von Krebs und seltenen genetischen Erkrankungen zu revolutionieren“, sagt Professor Oliver Kurzai, Vorstand des Instituts für Hygiene und Mikrobiologie der JMU, das Patientenproben für die Studie bereitgestellt hat.

Bund und Freistaat fördern LEOPARD


„Die fachübergreifende Zusammenarbeit ist ein Erfolgsbeispiel für den hiesigen Wissenschaftsstandort“, sagt Professor Jörg Vogel, Direktor des IMIB und des HIRI, einer gemeinsamen Einrichtung der JMU mit dem Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung. „LEOPARD demonstriert eindrucksvoll, dass wir in Würzburg von den Grundlagen der RNA-Forschung über den Kliniksektor bis zur medizinischen Anwendung das volle Spektrum komplementärer Spitzenforschung abbilden können“, so Vogel.

Die aktuelle Studie wurde unter anderem aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG SPP 2141) gefördert. Für eine spätere Markteinführung von LEOPARD konnten außerdem Fördergelder („GO-BIO initial“) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Medical Valley Award des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie eingeworben werden. 

Originalartikel:
Non-canonical crRNAs derived from host transcripts enable multiplexable RNA detection by Cas9. Chunlei Jiao, Sahil Sharma†, Gaurav Dugar†, Natalia L. Peeck, Thorsten Bischler, Franziska Wimmer, Yanying Yu, Lars Barquist, Christoph Schoen, Oliver Kurzai, Cynthia M. Sharma*, Chase L. Beisel*. 27.04.2021
https://science.sciencemag.org/lookup/doi/10.1126/science.abe7106   

Kontakt
Prof. Dr. Chase Beisel, Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI). E-Mail: chase.beisel@helmholtz-hiri.de, Webseite: www.helmholtz-hiri.de

Prof. Dr. Cynthia Sharma, Lehrstuhl für Molekulare Infektionsbiologie II, Institut für Molekulare Infektionsbiologie (IMIB), JMU Würzburg. E-Mail: cynthia.sharma@uni-wuerzburg.de, Webseite: www.imib-wuerzburg.de

Link
Ein kurzes Video zu der Methode gibt es hier zu sehen.

Von Dr. Britta Grigull (HIRI)

Pressemitteilung der Universität Würzburg vom 27.04.2021

Mehr Sicherheit durch den Fahrradhelm

Start der Kampagne #KopfEntscheidung des Polizeipräsidenten Unterfranken

Eine neue Kampagne des Polizeipräsidiums Unterfranken macht auf das Tragen von Fahrradhelmen aufmerksam. Videos, Plakate, Infoveranstaltungen und Kontrollaktionen sollen die drohenden Gefahren für schwere Kopf- und Gehirnverletzungen bewusstmachen, die bei Rad-Unfällen ohne Fahrradhelm entstehen können.

Zahlreiche Prominente unterstützen die neue Kampagne #KopfEntscheidung, einer der Protagonisten ist der Direktor der Neurochirurgischen Klinik und Poliklinik am Uniklinikum, Prof. Dr. Ralf-Ingo Ernestus. Er berichtet von Patienten mit schwersten Kopfverletzungen, die nach Fahrradunfällen in der Klinik behandelt werden müssen. Prof. Ernestus ist daher der Schutz der Radler ein ganz besonders wichtiges Anliegen – gerade in Zeiten, in denen das Radfahren einen großen Boom erlebt. 


Hier das Video zur Kampagne
Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie auf der Webseite des Polizeipräsidiums Unterfranken

 

Audiodatei und Videodatei des BR-Beitrags

Link zum Mainpost Artikel – Mehr Sicherheit, weniger Unfälle

Philosophicum Herbipolense

Sommersemester 2021

„Gender (in) Medicine - Geschlechterrollen in der Medizin“

Einladung und Semesterprogramm

Hiermit möchten wir Sie sehr herzlich zu unserem Philosophicum im Sommersemester einladen. Unser Semesterthema beleuchtet fundiert die Grundlagen der Geschlechterrollen in der Medizin und forscht nach dem Thema aus Sicht der Medizin im Kontext anderer Wissenschaften wie Ethik, Wissenschaftstheorie, Soziologie, Biologie und Philosophie. Unser Semesterprogramm finden Sie in Anlage. Wir haben renommierte Referentinnen und Referenten, Prof. MIchael Schmidt, Mitbegründer des Philosophicums, Frau Prof. Dr. Marie-Christine Dabauvalle  von der Universität Würzburg, Prof. Dr. med. Martin Fassnacht von der Universität Würzburg, Frau Dr. Seeland von der Charité in Berlin, den Philosophen Prof. Dr. phil Christoph Türcke aus Leipzig und Studierende der Soziologie, Vera Lang und Henrik Beer (Universitäten Kassel und Göttingen) für unser Semesterprogramm gewinnen können. Nähere Informationen zum Philosophicum, unser Konzept und die ausgezeichneten Vorträge von Prof. Dr. phil. Johannes, Mitbegründer des Philosophicums, finden Sie unter www.ukw.de/philosophicum
  
Aufgrund der Coronasituation wird das Philosophicum im Sommersemester weiter nur digital abgehalten. Wir werden in diesem Semester allerdings nur noch einen Zoom Link verwenden, es wird also zukünftig keine separaten Links mehr pro Veranstaltung geben, sondern nur noch diesen einen, über den man sich quasi virtuell in unseren Seminarraum "setzen" kann. Die Vorträge werden am jeweiligen Termin live auf ZOOM und zusätzlich ggf. über den e-mail Newsletter des Philosophicums als Arbeitstexte veröffentlicht. Außerdem finden Sie die Vorträge auf dem Youtubekanal  des Würzburger Philosophicum unter der Voraussetzung dass unsere Referentinnen und Referenten jeweils damit einverstanden sind.

Beginn: Do., 29.04.2021   18.00 c.t. - 19.45 Uhr

Thema: Gute Miene zum Sexismus? – Alltagsdiskriminierung an Universitäten und medizinischen Einrichtungen

Referentin: Frau Dr. med. Leyla Güzelsoy (Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Nürnberg)

Studierende, Philosophen, Mediziner, Ärzte und Interessierte reflektieren und diskutieren das interessante Schwerpunktthema der Gender Medicine transdisziplinär mit Bezug zu Praxis, Klinik, Forschung und verwandten Fächern. Die Veranstaltungen sind bewußt interaktiv gehalten und schließen neben dem Vortrag eine offene Diskussion ein. Besonders begrüßen wir dazu Studierende anderer Hochschulen z.B. wie der in Coburg, aber auch Universitäten Erlangen, Jena, Charité Berlin, Mainz und LMU München.

Zusätzlich ist unser Auftritt auf Meetup eingerichtet und steht auf Wunsch zur Verfügung unter https://www.meetup.com/de-DE/wuerzburger-philosophicum Dort können sich Interessentinnen*en des Würzburger Philosophicums austauschen und über die Veranstaltungen diskutieren. Sie finden hier außerdem unter anderem alle Veranstaltungen, die in diesem Semester noch stattfinden, und werden, wenn Sie unserer Gruppe beitreten, über den Newsletter hinaus über weitere Veranstaltungen informiert. Geplant ist beispielsweise eine zusätzliche Veranstaltung des Philosophicums am Internationalen Tag der Philosophie, 18. November 2021, an der Universitätsklinik Würzburg. 

Über Ihre Teilnahme und Mitwirkung an der Diskussion freut sich sehr

Ihr Philosophicumsteam -

Carla Winter, Judith Kleiss, Hannah Gauger, Charlotte Göttmann, Gloria Griebel, Harriet Hahn, Antonia Mortsch, Michael Gabler, Till Gallasch, Valentin Metzner, Hans Aster, Jonas Daub, Michael Schmidt, Johannes Königshausen und Thomas Bohrer 

Link zu weiteren Veranstaltungen der Philosophicum Herbipolense

Erste virtuelle Netzwerkstatt Medizin & Gesundheit

Mainfränkische Kliniken, Forschungseinrichtungen und Unternehmen streben nach stärkerer Kooperation

Vom medizinischen Start-up bis hin zu global tätigen Unternehmen, von Hochschulen bis hin zu außeruniversitären Forschungseinrichtungen – die Gesundheitswirtschaft und medizinischen Versorgungseinrichtungen stehen nicht nur in pandemischen Zeiten im Fokus des gesellschaftlichen Interesses. Auf Initiative der Region Mainfranken GmbH kamen am Mittwoch, 21.04.2021 über 20 Führungskräfte aus der regionalen Gesundheitswirtschaft und Forschung im Bereich Medizin & Gesundheit virtuell zusammen, um Ideen für eine stärkere regionale Vernetzung zu entwickeln. Mit Unterstützung von Gerhard Hube, Professor für Innovationsmanagement an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt, wurde ein interaktives Workshop-Format konzipiert, das es den Teilnehmenden ermöglicht, sich in vertraulicher Gesprächsatmosphäre auszutauschen und Ideen für künftige Kooperationen zu sammeln. 

Zu Beginn der Netzwerkstatt zeigten die beiden Sprecher der mainfränkischen Themenplattform Gesundheit, Prof. Dr. med. Jens Maschmann (Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Würzburg) und Landrat Thomas Bold (Landrat des Landkreises Bad Kissingen), Perspektiven des Gesundheitsstandorts Mainfranken auf. Maximilian Ertl (Universitätsklinikum Würzburg) und Sebastian Dresbach vom Zentrum für Telemedizin Bad Kissingen machten anhand des Kooperationsprojektes Digitalisierungszentrum Präzisions- und Telemedizin (DZ.PTM) fest, wie Patienten von der zentralen Bündelung von Daten profitieren und die medizinische Versorgung optimiert werden kann.

Innovationspotenziale und Erfolgsfaktoren

Die Teilnehmenden waren sich einig: Durch eine Intensivierung der Zusammenarbeit untereinander entstehen viele Synergieeffekte und die regionale Innovationskraft wird gefördert. Insbesondere die höhere Sichtbarkeit gegenüber dringend benötigten Fachkräften, sowie das Finden passender Projektpartner, das gemeinsame Entwickeln von Geschäftsmodellen und der regelmäßige Austausch von Know-how wurden als Vorteile genannt. Abschließend sprach sich die Mehrheit der Teilnehmenden für eine Fortsetzung des Formats aus. 

Fachkräftemangel für Firmen und Kliniken spürbar

„Seit vielen Jahren versuchen wir, Fachkräfte zu finden und an den Standort zu binden. Wir müssen junge Leute für die medizinischen Berufe begeistern“, meinte ein Teilnehmer der Veranstaltung. Die Region Mainfranken GmbH startet im Sommer 2021 eine Fachkräfteoffensive Gesundheit und wirbt bereits über das Portal „Mainfranken - Wie für dich gemacht“ für den attraktiven Lebensraum und TOP Arbeitgeber in der Region. Auf der Website www.wiefuerdichgemacht.com präsentiert sich eine Vielzahl an Kliniken, um an begehrte Fachkräfte heranzukommen.

WEITERE INFORMATIONEN

REGION MAINFRANKEN GMBH
Als Trägerplattform der Regiopolregion Mainfranken und Regionalentwicklungsgesellschaft der mainfränkischen Landkreise, der kreisfreien Städte Würzburg und Schweinfurt sowie der Wirtschaftskammern bündelt die Region Mainfranken GmbH die regionalen Kräfte in Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zur Positionierung Mainfrankens im nationalen und internationalen Standortwettbewerb. Durch zielorientiertes Standortmarketing wird Mainfranken für potenzielle Fachkräfte, Investoren und Interessenten sichtbar. Die Gesellschafter der Region Mainfranken GmbH sind neben den beiden kreisfreien Städten Würzburg und Schweinfurt die sieben mainfränkischen Landkreise Bad Kissingen, Haßberge, Kitzingen, Main‐Spessart, Rhön‐Grabfeld, Schweinfurt und Würzburg sowie die IHK Würzburg‐Schweinfurt und die Handwerkskammer für Unterfranken.

KONTAKT FÜR RÜCKFRAGEN

Region Mainfranken GmbH - Åsa Petersson
Ludwigstraße 10 a, 97070 Würzburg
Tel.: 0931 - 452 652 11
E-Mail: petersson@ mainfranken.org    

 

Pressemitteilung der Regiopolregion Mainfranken vom 23.04.2021

Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege lädt ein zur Virtuellen Jahrestagung Hospiz- und Palliativversorgung 2021

4. Jahrestagung zur Hospiz- und Palliativversorgung 2021 am 28. April 2021 von 16:00 Uhr bis 20:00 Uhr

Frau Dr. Elisabeth Jentschke, Leitung der Abteilungen für Psychoonkologie und Gerontologie im Comprehensive Cancer Center Mainfranken sowie in der Neurologischen Klinik und Poliklinik in der Abteilung für Neuropsychologie spricht im Rahmen der Tagung über „Würde – Bedeutung in der Sterbebegleitung“.

Das ganze Programm finden Sie unter: www.jahrestagung-hpv.bayern.de

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege lädt Sie herzlich zur Teilnahme an der 4. Jahrestagung zur Hospiz- und Palliativversorgung 2021 am 28. April 2021 von 16:00 Uhr bis 20:00 Uhr ein.

Gemeinsam widmen wir uns dem Thema: „Würde – was bedeutet das für Sie.“ Darüber hinaus stellen wir Ihnen verschiedene Netzwerkstrukturen sowie Möglichkeiten und Chancen der Öffentlichkeitsarbeit vor.

Moderiert wird die Veranstaltung von Frau Sybille Giel.

Der Corona Pandemie geschuldet, bieten wir Ihnen zum fachlichen Austausch in diesem Jahr eine virtuelle Plattform an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Den Zugang zum Livestream und weitere Informationen zum Programm und zu den Referenten finden Sie auf unserer Veranstaltungswebsite: www.jahrestagung-hpv.bayern.de 

Wir hoffen sehr, Sie als haupt- und ehrenamtliche Akteure der Hospiz- und Palliativversorgung in Bayern für unser Programm begeistern zu können und freuen uns über Ihre Teilnahme.

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

 

 

Uniklinikum Würzburg startet Podcast zu den Themen Stimme, Sprechen und Schlucken

Phon-O-Ton heißt ein neues Wissensangebot des Uniklinikums Würzburg. Dahinter steht ein Podcast des Interdisziplinären Zentrums für Stimme und Schlucken, der laienverständlich über Themen der Phoniatrie informiert.

Am Uniklinikum Würzburg gibt es seit vergangenem Jahr ein Interdisziplinäres Zentrum für Stimme und Schlucken (IZSS). Die an der HNO-Klinik angesiedelte Einrichtung sorgt für eine systematische, multiprofessionelle Diagnostik und Behandlung bei Störungen dieser wichtigen Körperfunktionen. Um die Öffentlichkeit über ausgewählte Themen der Phoniatrie – der dem Zentrum zugrundeliegenden medizinischen Disziplin – zu informieren, startete das IZSS in diesem Frühjahr einen eigenen Podcast. Die Beiträge des Phon-O-Ton getauften Formats richten sich gleichermaßen an Studierende, Therapeut*innen, Pflegekräfte und Mediziner*innen sowie an alle sonstigen Interessierten.

Themen bislang: Larynx-Amyloidose und die professionell genutzte Stimme

Bislang sind zwei der monatlich geplanten Audiodateien erschienen. In Folge 1 spricht Dr. Fabian Kraus, Oberarzt der HNO-Klinik und geschäftsführender Leiter des IZSS, über die Erkrankung Larynx-Amyloidose. Bei dieser sehr seltenen Erkrankung kommt es zu einer Ablagerung von unlöslichen Proteinfasern im Gewebe des Kehlkopfs. Im Podcast berichtet eine Patientin über ihren Weg bis zur Diagnose, den Krankheitsverlauf sowie die notwendige Therapie inklusive Luftröhrenschnitt und dessen späteren Verschluss. 

Die zweite Phon-O-Ton-Folge widmet sich der Stimme und hier insbesondere der Singstimme. Dazu spricht eine professionelle Rock/Pop Sängerin über die täglichen Anforderungen an ihre Stimme. 

Weitere geplante Themen sind „Kehlkopfkrämpfe bei spasmodischer Dysphonie“ und „Laryngektomie – Leben ohne Kehlkopf“.

Der Podcast kann über den YouTube-Kanal des UKW (www.youtube.com/channel/UChmcOXPcDEqUDzBQzYBghkg) gehört und abonniert werden. Außerdem stehen alle Folgen auch auf der Website des IZSS unter www.ukw.de/izss zur Verfügung 

 

Link zur Pressemitteilung