Aktuelle Pressemitteilungen

Aktuelle Bauarbeiten am Universitätsklinikum Würzburg

Im Zuge der umfassenden Modernisierung des Universitätsklinikums Würzburg steht eine weitere Erschließungsmaßnahme auf dem Klinikcampus an.

Aktuell betroffen ist die Versorgungstrasse zwischen Rudolf-Virchow-Zentrum (Gebäude D15) und Kinderklinik (Gebäude C5/C6) auf dem Altcampus, wo ein unterirdischer Versorgungskanal neu gebaut werden muss. Derzeit wird die Baustelle eingerichtet sowie das Baufeld freigemacht. Diese Maßnahme bildet den Auftakt weiterer Bauvorhaben am Klinikum, die dringend erforderlich sind. Ziel ist es, das auf dem gesamten Gelände des Uniklinikums (Altcampus) verlaufende Netz unterir-discher Versorgungskanäle, welches in seinen Ursprüngen aus dem Jahr 1920 stammt, nach neu-esten Umwelt- und technischen Standards zu erneuern und so eine optimale Wasser- und Energie-versorgung auch in Zukunft sicherzustellen. Im Zuge der Bauarbeiten werden weitere Versorgungs-trassen für die Trinkwasserversorgung, Abwasser, Wärmeversorgung, Elektrotechnik und IT-Infrastruktur gebaut bzw. saniert, gebündelt und verstärkt.

Die Sanierung des Versorgungskanals hat zur Folge, dass etwa 30 Parkplätze am RVZ und an der dort verlaufenden internen Klinikstraße wegfallen. Die Zufahrt zur Kinderklinik (C5) bleibt aus stati-schen Gründen grundsätzlich gesperrt. Unter der Zufahrt verläuft ein alter, maroder Heizkanal. Krankenwägen sowie einzelne PKW können die Zufahrtsstraße bis zum Eingang des Gebäudes C5 nutzen. Die Zufahrt wird über eine noch zu installierende Schranke reguliert.

Der Betrieb der Kinderklinik läuft während der Bauarbeiten uneingeschränkt weiter. Um die Auswir-kungen möglichst gering zu halten, wird die komplexe Maßnahme so schnell wie möglich umge-setzt. Nach aktuellem Planungsstand dauert sie voraussichtlich bis März 2021. Diese und auch die Folgemaßnahmen sind so konzipiert, dass eventuelle Einschränkungen für Patienten, Besucher, Anwohner und Mitarbeiter möglichst gering bleiben. Das Uniklinikum informiert frühzeitig über wei-tere Erschließungs- und Sanierungsmaßnahmen.

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Die Würzburger Universitäts-Frauenklinik informiert über Blasen- und Senkungsbeschwerden

Am Montag, den 18. Juni 2018, informieren drei Experten der Würzburger Universitäts-Frauenklinik in einer kostenlosen Abendveranstaltung über moderne Behandlungsmethoden bei unwillkürlichem Harnverlust und Senkungsbeschwerden.

„Senkungsbeschwerden und Inkontinenz sind kein unabwendbares Schicksal, sondern mit modernen Methoden sehr gut behandelbar“, betont Prof. Dr. Achim Wöckel. Der Direktor der Frauenklinik und Poliklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW) fährt fort: „Allerdings hindert ein unnötiges Schamgefühl viele Patientinnen daran, sich professionelle Hilfe zu suchen – und das, obwohl Inkontinenz und Schmerzen ihre Lebensqualität oft stark beeinträchtigen.“ Hier wollen die Urogynäkologen des UKW den betroffenen Frauen mit Information und Beratung helfen: Am Montag, den 18. Juni 2018, laden sie um 17:00 Uhr alle Interessierten zu einem Informationsabend in die Gaststätte B. Neumann am Würzburger Residenzplatz ein.

Laienverständliche Kurzvorträge

Zwar stellen sich bei den meisten Frauen Blasenschwäche und Senkungsbeschwerden erst nach der Menopause ein, aber es gibt dennoch eine große Gruppe von betroffenen jüngeren Frauen. Was bei diesen Patientinnen in der Behandlung besonders zu beachten ist, arbeitet Prof. Wöckel in seinem laienverständlichen Vortrag heraus.
Anschließend referiert der Dr. Ralf Joukhadar über die Möglichkeiten der am UKW gebotenen Roboter-gestützten Schlüsselloch-Chirurgie. „Unterstützt durch diese High-End-Technologie sind wir in der Lage, die erforderlichen Eingriffe besonders präzise und schonend durchzuführen“, betont der Leitende Oberarzt der Universitäts-Frauenklinik.
Der betagteren Patientinnengruppe widmet sich der Vortrag von Privatdozent Dr. Joachim Diessner unter dem Titel: „Beckenboden-Funktionsstörungen im hohen Alter – eine besondere Herausforderung für den behandelnden Arzt“.

Raum für individuelle Fragen

Ab 18:00 Uhr haben die Teilnehmerinnen dann zudem bei einer Diskussionsrunde Gelegenheit, fundierte Antworten auf individuelle Fragen zu erhalten. Die Würzburger Universitäts-Frauenklinik ist eine langjährige Beratungsstelle der Deutschen Kontinenz Gesellschaft und kann sich auf eine hohe Expertise in diesem Themenkreis stützen.

Teil der Welt-Kontinenz-Woche

Der Infoabend findet am ersten Tag der Welt-Kontinenz-Woche 2018 statt. Die jährlich stattfindende Aufklärungskampagne wurde von der Deutschen Kontinenz Gesellschaft ins Leben gerufen und bietet bundesweite Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen sowie Expertenvorträge für Betroffene und Mediziner/innen an.

Kostenlos, aber mit Anmeldung

Die Teilnahme am Würzburger Informationsabend ist kostenlos, allerdings wird um eine Anmeldung bis 11. Juni 2018 gebeten unter Tel: 0931/ 880 79 447 oder E-Mail: mail@ gundn-eventmanagement.de. Das detaillierte Programm findet sich im Internet unter www.frauenklinik.ukw.de.

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Grüne Damen und Herren: 30 Jahre ehrenamtlicher Patientenbesuchsdienst am Uniklinikum Würzburg

Seit 30 Jahren besuchen die mittlerweile auch durch „Grüne Herren“ verstärkten „Grünen Damen“ die einsamen und hilfsbedürftigen Patientinnen und Patienten des Uniklinikums Würzburg. Anfang Mai dieses Jahres wurde das Jubiläum der ehrenamtlich Engagierten mit einer Feier am Klinikum unterstrichen.

Aktuell 22 aktive Grüne Damen und vier Grüne Herren besuchen wöchentlich die Kranken in den Kliniken des Uniklinikums Würzburg (UKW). Die unter dem Dach der Caritas organisierten Ehrenamtlichen nehmen sich Zeit für Gespräche, erledigen kleine Einkäufe oder kümmern sich um Organisatorisches. Der Beginn des Hilfsangebots war eine Initiative von Antonio Lucchetta, einem italienischen Sozialarbeiter der Caritas. Ende des Jahres 1987 stellte er eine kleine Gruppe italienischer Frauen zur Betreuung von kranken Landsleuten am UKW auf die Beine. Wenige Monate später hatten sich auch deutsche Frauen der Gruppe angeschlossen, aus der sich 1988 die deutsch-italienische Krankenhaushilfe der Caritas bildete. Der Name „Grüne Damen und Herren“ leitet sich ab von den mintgrünen Kitteln, die sie bei ihrer Arbeit tragen.

Gottesdienst in der Klinikumskapelle

Anlässlich des 30-jährigen Geburtstags der Initiative veranstaltete das Uniklinikum Würzburg am 4. Mai dieses Jahres eine Jubiläumsfeier. Mit den aktiven und ehemaligen Grünen Damen und Herren sowie den Gratulanten und Gästen kamen dabei rund 70 Personen zusammen. Der Nachmittag startete mit einem Gottesdienst in der Katholischen Kapelle auf dem Klinikumsgelände an der Josef-Schneider-Straße, geleitet von Domkapitular und 1. Vorsitzenden des Caritasverbandes für die Diözese Würzburg, Clemens Bieber, sowie Pater Maximilian Bauer, dem 1. Katholischen Klinikpfarrer des UKW.

Der Bedarf an Besuchsdiensten bleibt hoch

Fortgesetzt wurde die Feier im benachbarten Hörsaal der Universitäts-Kinderklinik. In ihren Grußworten sprachen die Redner den Grünen Damen und Herren höchste Anerkennung und herzlichsten Dank aus. „Nicht nur für unsere Patienten und deren Angehörige, sondern auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Sie eine ganz große Unterstützung“, sagte Günter Leimberger, der Pflegedirektor des Klinikums. Schließlich sei Medizin sehr viel mehr als Medikamente und Operationen, wie Prof. Dr. Georg Ertl, der Ärztliche Direktor des UKW unterstrich. Der Würzburger Bürgermeister Dr. Adolf Bauer wies darauf hin, dass durch die zunehmende Vereinsamung der Menschen in Deutschland der Bedarf an Krankenbesuchen, wie sie die Grünen Damen und Herren leisten, weiter steigen wird. Er lag damit ganz auf der Argumentationslinie von Ulrike Haßelbeck. Die Stellvertretende Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Krankenhaus-Hilfe aus Dortmund nannte in ihrem Grußwort eine Reihe von weiteren Faktoren, warum es auch in 30 Jahren noch klassische Besuchsdienste in den deutschen Krankenhäusern geben wird. So würden zum Beispiel durch das derzeitige Schließen von kleineren Krankenhäusern die Anfahrtswege für Angehörige immer weiter. Wer könne da noch schnell mal einen Besuch bei seinem kranken Verwandten oder Freund machen?

Auch das zunehmende Lebensalter der Menschen bringt Herausforderungen mit sich. Haßelbeck: „In Krankenhäusern begegnen wir auch auf den ‚nicht-geriatrischen‘ Stationen immer mehr Demenzkranken. Sie sind in der fremden Umgebung verwirrt und unruhig.“ Nach Auffassung der Referentin werden nicht nur die Pflegekräfte, sondern auch die Grünen Damen und Herren in Zukunft noch verstärkt lernen müssen, mit dieser Patientengruppe umzugehen.

„Eine weitere Entwicklung wird sein, dass wir immer mehr Patienten aus unterschiedlichen Ländern haben werden, deren Sprache wir nicht sprechen. Sie haben diese Aufgabe in Würzburg bereits vor 30 Jahren beispielhaft gelöst“, lobte Ulrike Haßelbeck den deutsch-italienischen Krankenhausbesuchsdienst.

Plakette für kreatives Helfen
Diese Kreativität des Helfens stellte auch Domkapitular Bieber in den Mittelpunkt seiner Ansprache. Für ihn sind die Grünen Damen und Herren kreative Menschen, die immer wieder den richtigen Weg finden müssen, um mit den unterschiedlichsten Kranken in ihrer jeweiligen Situation ins Gespräch zu kommen. Ein Sinnbild für kreative Hilfe ist die Bibelstelle, an der findige Freunde einen Gelähmten über ein Loch im Dach eines Hauses zu Jesus bringen. Dieses Motiv zierte auch die bronzenen Plaketten, die Clemens Bieber während der Feierstunde an alle aktiven Grünen Damen und Herren zum Dank und zur Erinnerung überreichte. Außerdem verlieh der Würzburger Caritas-Vorsitzende das Caritas-Silberkreuz an Irmgard Kentel für ihren zehnjährigen Besuchsdienst als Grüne Dame.

Ehrende Präsente auch vom Uniklinikum

Günter Leimberger setzte seitens des UKW die Ehrung besonders verdienter Ehrenamtlicher fort. Blumen gab es für das Gründerehepaar Maria und Antonio Lucchetta sowie für Annegret Dorsch für ihr 25-jähriges Engagement als Grüne Dame. Der aktuelle Gruppenleiter des Besuchsdienstes, Alfred Fischer, erhielt als Dankeschön für seine Arbeit zwei exzellente Weine. Fischers Stellvertreterinnen Christine Steinmetz und Margarete Wyzgol überreichte der Pflegedirektor Blumen und Gutscheine.
Nach dem Festakt lud das Uniklinikum Würzburg alle Anwesenden zu Kaffee, Kuchen und kleinen Speisen ins Krankenhaus-Casino ein.
Wer sich für eine Beteiligung bei den Grünen Damen und Herren interessiert, kontaktiert Albert Fischer unter der E-Mail: albertfischer08@ gmail.com.

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Öffentliche Infoveranstaltung zu entzündlichem Rheuma

Bei einer kostenlosen „Abendsprechstunde“ am Mittwoch, den 6. Juni 2018, informieren Experten des Schwerpunkts Rheumatologie/Immunologie des Uniklinikums Würzburg allgemeinverständlich über entzündliches Rheuma und Immunschwäche. Dabei beantworten sie gerne auch individuelle Fragen der Zuhörerinnen und Zuhörer.

Rheuma ist ein Oberbegriff für über 100 verschiedene Erkrankungen, die meist durch Entzündungen, häufig auch Schmerzen am Bewegungsapparat gekennzeichnet sind. Unter allen rheumatischen Krankheitsformen ist die rheumatoide Arthritis – früher auch chronische Polyarthritis genannt – die häufigste chronische Gelenkentzündung. In Deutschland sind laut der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie rund 530.000 Menschen davon betroffen – Frauen erkranken etwa doppelt so häufig wie Männer.
Die Ursachen für die rheumatoide Arthritis sind noch nicht vollständig geklärt, allerdings geht man davon aus, dass Autoimmunprozesse, also die Bekämpfung von körpereigenem Gewebe durch das Immunsystem, eine Rolle spielen.

Am Uniklinikum Würzburg (UKW) beschäftigt sich der Schwerpunkt

Rheumatologie/Immunologie der Medizinischen Klinik und Poliklinik II mit den Krankheiten des rheumatischen Formenkreises. Am Mittwoch, den 6. Juni 2018, wenden sich die von Prof. Dr. Hans-Peter Tony geführten Experten in einer „Abendsprechstunde“ an die interessierte Öffentlichkeit. Unter dem Titel „Entzündliches Rheuma – wenn das Immunsystem verrückt spielt“ referieren sie zu diesem Themenkomplex. Die Abendsprechstunde ist eine kostenlose Veranstaltungsserie, die vom UKW gemeinsam mit der Main-Post-Akademie organisiert wird. Schauplatz ist der Große Hörsaal der Zahnklinik am Pleicherwall in Würzburg. Zwischen 18:00 und 19:30 Uhr geben Prof. Dr. H.-P. Tony, Dr. Eva Christina Schwaneck, Dr. Marc Schmalzing und Dr. Ottar Gadeholt unter anderem Antworten auf folgende Fragen: Wie entsteht entzündliches Rheuma? Wie lässt es sich diagnostizieren? Wie bekommt man die Rheuma-Entzündung in den Griff? Viele Infekte – wann sollte man an eine Immunschwäche denken?

Fragen schon bei der Anmeldung einreichen

Für die Teilnahme wichtig ist eine Anmeldung unter www.akademie.mainpost.de oder Tel: 0931/6001 6009. Eine besondere Chance: Zusammen mit der Anmeldung können Fragen eingereicht werden, die die Experten dann bei der Veranstaltung beantworten.

Mukoviszidose ist eine schwere, noch nicht heilbare Erbkrankheit, die die Lebenserwartung meist deutlich reduziert. Durch einen Defekt in den Zellen der Schleimhäute dickt dabei das Sekret in den Atemwegen ein. Außerdem blockiert der Schleim die Ausführungsgänge zum Beispiel von Leber und Bauchspeicheldrüse und beeinträchtigt damit die Organfunktionen.

Vorteile durch Behandlung in spezialisierten Zentren

„Menschen mit Mukoviszidose sollten in spezialisierten Einrichtungen betreut werden, da sich dies günstig auf den Krankheitsverlauf auswirkt“, sagt Prof. Dr. Helge Hebestreit. Der Leiter der Pädiatrischen Pneumologie des Uniklinikums Würzburg (UKW) führt mit dem Christiane Herzog-Zentrum Würzburg eine solche Einrichtung. Er erläutert: „In der medizinischen Betreuung der Betroffenen steht vor allem die fortschreitende Lungenerkrankung mit zwischenzeitlichen Lungenentzündungen im Vordergrund. Die Behandlung der Atemwege erfordert mehrfach täglich eine intensive, zeitaufwändige Therapie, beispielsweise mit Inhalationen, Atemgymnastik, Sport und Antibiotika. Dazu kommen häufige Krankenhausaufenthalte.“ Außerdem sei eine psychosoziale Betreuung der Betroffenen und ihrer Angehörigen besonders wichtig, um unter den gegebenen Belastungen mit der Krankheit leben zu lernen, eine möglichst intakte Familienstruktur zu erhalten sowie eine gute schulische und berufliche Integration zu ermöglichen.
Ab dem Jahr 1981 gab es am UKW eine Spezialsprechstunde für Mukoviszidose-Patienten. 1998 konnten durch das große finanzielle Engagement von Christiane Herzog neue Personalstellen für die Mukoviszidoseversorgung geschaffen werden und das Christiane Herzog-Zentrum Würzburg entstand.

Jubiläumsfeier mit Fachvorträgen

Das 20-jährige Jubiläum des Zentrums wurde am 20. April dieses Jahres mit einer Feier im Toscana-Saal der Würzburger Residenz begangen. Rund 100 Teilnehmer/innen, darunter viele Ehrengäste aus Medizin, Selbsthilfe und Förderung, kamen bei der Abendveranstaltung zusammen. Neben Grußworten hörten sie Expertenvorträge zum persönlichen Umgang mit der Krankheit, zum aktuellen Therapiestand und zum Vorbildcharakter der Zentrumsstruktur für andere seltene Erkrankungen.

Heute mehr als 120 Patienten jährlich

Zudem ließ Dr. Alexandra Hebestreit, die das Zentrum als erste Spezialärztin für Mukoviszidose in Würzburg mit aufbaute, die Geschichte der Gründung und der anschließenden Entwicklungen Revue passieren. Mit Einrichtung einer Professur für Pädiatrische Pneumologie und Mukoviszidose im Jahr 2004 wurde die Versorgung von Patienten mit dieser Erkrankung zu einem der Schwerpunkte der Würzburger Universitäts-Kinderklinik. Während die Ambulanz im Jahr 1998 nur 34 Kinder und Jugendliche mit Mukoviszidose regelmäßig betreute, sind es heute mehr als 120 Patienten im Alter bis 54 Jahre. Das Zentrum ist zertifiziert und Teil des Europäischen Referenznetzwerks für seltene Lungenerkrankungen.

Eine besondere Überraschung des Abends waren Spenden und Geschenke von Dr. Rolf Hacker, dem Vorsitzenden der Christiane Herzog Stiftung, Rolf Herzel vom Hauptmann Küppers e.V., Jürgen Förster, Sitzungspräsident des Karnevalsvereins Weingenießerclub Nordheim (WGCN), und von Rosalie Keller, der Leiterin der Regionalgruppe Unterfranken im Mukoviszidose e.V.

Neuer Krankenhausseelsorger am Uniklinikum Würzburg

Seit Anfang April dieses Jahres verstärkt Peter Kees das Seelsorgeteam des Uniklinikums Würzburg. Nach einer ähnlichen halben Stelle am Klinikum Main-Spessart in Lohr ist der Wechsel für den katholischen Gemeindereferenten eine Chance, sich in Vollzeit dieser interessanten, aber auch fordernden Tätigkeit zu widmen.

Zum 1. April dieses Jahres trat Peter Kees eine Stelle als Krankenhausseelsorger des Uniklinikums Würzburg (UKW) an. Er folgte damit auf den katholischen Pastoralreferenten Heribert Schraml, der nach über 30 Jahren in dieser Position Ende März 2018 in den Ruhestand ging.
Für die Aufgaben am UKW vorbereitet ist Kees durch seine vorherige Tätigkeit am Klinikum Main-Spessart in Lohr, wo er seit dem Jahr 2014 mit einer halben Stelle in der Krankenhausseelsorge tätig war. Ergänzend dazu arbeitete er bis zu seinem Wechsel ans UKW als Gemeindereferent in der Pfarreiengemeinschaft Heiligkreuz und Sankt Elisabeth in Würzburg.

Bisherige Karrierestationen

Peter Kees wurde 1966 in Würzburg geboren und wuchs in Hettstadt auf. Nach dem Studium der Religionspädagogik in Freiburg i. Br. begann er seinen Dienst als Gemeindeassistent in Frammersbach-Sankt Bartholomäus. Ab dem Jahr 1994 war er als Gemeindeassistent und ab 1996 als Gemeindereferent in Estenfeld tätig. 1999 wurde Kees Regionaljugendseelsorger für Stadt und Landkreis Aschaffenburg, außerdem Jugendseelsorger für das Dekanat Aschaffenburg-West, Geistlicher Leiter des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend Aschaffenburg und Bezirkskurat der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg für den Bezirk Untermain. Im Jahr 2003 startete er als Gemeindereferent in die Pfarreiengemeinschaft Heiligkreuz und Sankt Elisabeth. Vor vier Jahren kam dann die Arbeit am Klinikum Main-Spessart hinzu.
„Klinikseelsorge hatte mich zuvor schon lange interessiert und die halbe Stelle in Lohr war ein guter Einstieg“, berichtet Kees. Am Anfang genoss er es noch, dass es neben dem durch schwere Patienten- und Angehörigenschicksale oft belastenden Dienst im Krankenhaus für ihn noch die eher quirlige und bunte Gemeindearbeit gab. „Mit der Zeit merkte ich aber, dass mein Herz sehr für die Klinikseelsorge schlägt und ich gerne noch intensiver und konzentrierter in diesem Bereich arbeiten würde“, schildert der Gemeindereferent. Deshalb bewarb er sich erfolgreich auf die vom UKW ausgeschriebene volle Stelle.

Reizvolle und belastende Aspekte

Seit seinem Dienstantritt ist er zuständig für vier Stationen in der Neurochirurgie, die Strahlenklinik sowie jeweils für eine Station in der Augenklinik, der HNO-Klinik und in der Gefäßchirurgie. Diese besucht er in einem weitgehend festen Turnus. Auf den Stationen fragt der Seelsorger zunächst am jeweiligen Pflegestützpunkt bei den Krankenschwestern und Pflegern nach, ob es Patienten gibt, bei denen es besonders gut wäre, diese zu besuchen. Darüber hinaus geht Peter Kees dann von Zimmer zu Zimmer. „Auf diese Weise trifft man auf alle möglichen Menschen – auch auf solche, die man in der Pfarrei nie zu Gesicht bekommen würde. Nicht selten erlebt man da Patientenreaktionen wie: Bestellt hätte ich Sie nie, aber wo Sie jetzt schon mal da sind, nehmen Sie bitte Platz“, beschreibt Peter Kees einen für ihn sehr reizvollen Aspekt der Krankenhausseelsorge. Schön sei es auch, dass man im Krankenhaus Menschen in Krisenzeiten ein Stück weit begleiten könne – schwer hingegen oft, dass man an der Diagnose der Kranken nichts ändern könne.

Teil eines großen Teams

Erleichtert wird die Arbeit und die persönliche Belastung nach seinen Erfahrungen dadurch, Teil eines so großen Seelsorgeteams wie am UKW zu sein. „Der unkomplizierte Austausch mit meinen aufmerksamen Kolleginnen und Kollegen, die mich vom ersten Tag an sehr gut integrierten und einführten, ist ein großer Pluspunkt meiner neuen Stelle“, freut sich Kees und fährt fort: „Ich habe das Gefühl, schon viel länger hier zu sein, als erst diese wenigen Wochen.“

Neben der Unterstützung im Team braucht man bei einer Arbeit, die einen teilweise persönlich stark fordert und belastet, auch einen Ausgleich in der Freizeit. Peter Kees findet diesen unter anderem bei ausgedehnten, sportlichen Rennradtouren nach Feierabend, sowie beim Lesen, in der Musik und im Kino.

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Uniklinikum Würzburg: 100.000 Euro für MS-Therapie-Forschung mit Elektrostimulation

Dr. Carine Nguemeni, Postdoktorandin an der Neurologischen Klinik des Uniklinikums Würzburg, erhielt von der Hertie-Stiftung eine Forschungsförderung in Höhe von 100.000 Euro. Die Wissenschaftlerin untersucht die Möglichkeiten, mit einer schmerzfreien, nicht-invasiven Elektrostimulation des Gehirns den Gang von MS-Patienten zu stabilisieren und deren Sturzrisiko zu vermindern.

Rund 2,5 Millionen Menschen sind weltweit an Multipler Sklerose (MS) erkrankt. Wenn die natürliche Kompensationsmöglichkeit des Gehirns durch den Krankheitsprozess überschritten wird, leiden viele Betroffene an einer zunehmenden motorischen Behinderung. Der Gang wird unsicher, die Gefahr von Stürzen steigt. Hier setzt das Forschungsprojekt von Dr. Carine Nguemeni an. Die aus Kamerun stammende Wissenschaftlerin arbeitet seit dem Jahr 2016 als Postdoktorandin an der Neurologischen Klinik des Uniklinikums Würzburg (UKW). In der neurophysiologischen Arbeitsgruppe von Privatdozent Dr. Daniel Zeller will sie herausfinden, ob sich durch transkranielle Gleichstromstimulation (englisch: transcranial Direct Current Stimulation, tDCS) Verbesserungen der motorischen Defizite von MS-Patienten erzielen lassen.

tDCS bei Multipler Sklerose: Ein Therapieansatz mit Potenzial

Die tDCS ist ein nicht-invasives, schmerzfreies und komplett reversibles Verfahren zur Elektrostimulation des Gehirns. Dabei wird über auf der Kopfhaut angebrachte Elektroden Gleichstrom auf das Kleinhirn appliziert, wodurch die neuronale Aktivität verändert werden kann. „Die Vorarbeiten aus der Arbeitsgruppe von Dr. Zeller zeigen das grundsätzliche Potenzial dieser Methode in der MS-Therapie“, berichtet Prof. Dr. Jens Volkmann, der Direktor der Neurologischen Klinik des UKW.

In hochkompetitivem Auswahlverfahren durchgesetzt

Die ermutigenden Aussichten des Forschungsansatzes von Dr. Nguemeni überzeugten auch die Hertie-Stiftung und ein sie beratendes wissenschaftliches MS-Konsortium der Pharma-Industrie: Sie entschieden im April dieses Jahres, dass die Forscherin eine Förderung in Höhe von 100.000 Euro erhalten soll. Dem Zuschlag ging ein hochkompetitives Bewerbungsverfahren voraus, bei dem aus 20 eingereichten Anträgen neben den Arbeiten von Dr. Nguemeni nur noch ein weiteres Projekt ausgewählt wurde.

International attraktives Forschungsumfeld in Würzburg aufgebaut
Die Förderung wird dazu beitragen, dass Dr. Nguemeni ihre Forschung am UKW fortsetzen kann. „In diesem Zusammenhang freut es mich besonders, dass es uns gelungen ist, in den letzten Jahren ein Forschungsumfeld an unserer Klinik aufzubauen, das begabte internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie Dr. Nguemeni, anzieht“, zeigt sich Prof. Volkmann stolz. Nach seinen Angaben arbeiten aktuell 25 Forscher/innen aus diversen europäischen und außereuropäischen Ländern an der Neurologischen Klinik des UKW und tragen zur international sichtbaren Spitzenforschung in Würzburg bei.
Bisherige Karriere-Etappen von Dr. Nguemeni (Jahrgang 1985) waren die Universität von Yaoundé/Kamerun, die Universität von Reims Champagne-Ardenne/Frankreich, das Institut für Molekulare und Zelluläre Pharmakologie in Valbonne/Frankreich und die Universität von Ottawa/Kanada.

Über die Hertie-Stiftung

Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung wurde im Jahr 1974 von den Erben des Kaufhausinhabers Georg Karg ins Leben gerufen und ist nach eigenen Angaben heute eine der größten weltanschaulich unabhängigen und unternehmerisch ungebunden Stiftungen Deutschlands. In ihrer Arbeit konzentriert sich die Stiftung auf zwei Leitthemen: Gehirn erforschen und Demokratie stärken.