Aktuelle Pressemitteilungen

Früh übt sich – Notfallmediziner des Uniklinikums Würzburg schulten Wiederbelebung am Vinzentinum

Bei einem Projekttag Anfang April dieses Jahres schulten Spezialisten des Uniklinikums Würzburg drei Klassen an der Würzburger Grund- und Mittelschule Vinzentinum in der Herz-Lungen-Wiederbelebung.

 

Auf Initiative der privaten katholischen Grund- und Mittelschule Vinzentinum im Würzburger Stadtteil Grombühl organisierte das Uniklinikum Würzburg (UKW) am 5. April dieses Jahres einen Projekttag zum Thema Wiederbelebung. Unter den Schlagwörtern „Prüfen – Rufen – Drücken“ vermittelten vier Experten des Klinikums insgesamt 60 Schülerinnen und Schüler der dritten, vierten und fünften Jahrgangsstufen in ihren Klassenräumen die Kernfähigkeiten der Reanimation.

„Vor einigen Jahren hatten wir im Rahmen der Woche der Wiederbelebung ein solches Projekt mit dem Uniklinikum und das wollten wir unbedingt wiederholen“ beschreibt Rainer Stögbauer, Direktor des Vinzentinum, die Motivation der Schule.

Schüler/innen mit vollem Einsatz dabei

Prof. Dr. Thomas Wurmb, der Leiter der Sektion Notfall- und Katastrophenmedizin am UKW, zeigt sich begeistert von den dabei gemachten Erfahrungen: „Schon die Achtjährigen haben die wesentlichen Zusammenhänge sofort verstanden. Sie waren aufmerksam und mit vollem Einsatz dabei.“ Diesen Eindruck bestätigt auch Nicole Kilian-Dürr, Klassenlehrerin der jüngsten Jahrgangsstufe: „Man hatte das Gefühl, die Kinder trauen es sich zu, in einer solchen Ausnahmesituation die ersten Maßnahmen einzuleiten“, so die Pädagogin.

Wichtig: Mut und Kenntnisse zur Herzdruckmassage fördern

Professor Wurmb sieht dieses Spezialtraining als hilfreiche Ergänzung zum weit verbreiteten und gut etablierten Erste-Hilfe-Schulungssystem der Hilfsorganisationen. „Um noch mehr Leben zu retten, müssen wir die Zahl der Menschen, die den Mut und die Kenntnisse haben, die Herzdruckmassage anzuwenden, in Deutschland noch weiter steigern. Gerade das Training bei den jüngeren Schulklassen hat hierbei erwiesenermaßen einen besonderen Langzeiteffekt.“ Durch eine optimale Laienreanimation kann die Überlebensrate der Betroffenen verdoppelt bis verdreifacht werden.

„Nach dem erfolgreichen Projekttag sind wir höchst motiviert, das Schulungsangebot weiter auszubauen“, betont Prof. Wurmb.

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Grüne Herren des Uniklinikums Würzburg jetzt im Beirat der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Krankenhaus-Hilfe

Albert Fischer und Gernot Hornberger von den Grünen Damen und Herren des Uniklinikums Würzburg sind seit April dieses Jahres die ersten bayerischen Beiratsmitglieder der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Krankenhaus-Hilfe.

 

Die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Katholische Krankenhaus-Hilfe ist ein Zusammenschluss von deutschlandweit rund 200 Krankenhaus-Hilfe-Gruppen mit zusammen über 3.500 ehrenamtlich tätigen Mitgliedern. Seit April dieses Jahres sind Albert Fischer und Gernot Hornberger von den Grünen Damen und Herren des Uniklinikums Würzburg (UKW) im Beirat der BAG. Sie sind damit die ersten Beiratsmitglieder aus Bayern.

Seit mehr als drei Jahrzehnten besuchen die mittlerweile auch durch „Grüne Herren“ verstärkten „Grünen Damen“ einsame und hilfsbedürftige Patientinnen und Patienten des UKW. Derzeit engagieren sich in Würzburg 26 Frauen und vier Männer in diesem, unter dem Dach der Caritas organisierten Ehrenamt. Sie nehmen sich Zeit für Gespräche, erledigen kleine Einkäufe und kümmern sich um Organisatorisches. Der Name des Patientenbesuchsdienstes leitet sich ab von den mintgrünen Kitteln, die die Frauen und Männer bei ihrer Arbeit tragen.

Laut Albert Fischer, dem Würzburger Gruppenleiter, sind Gernot Hornberger und er schon voll in die Arbeit der BAG eingestiegen. So beteiligen sie sich derzeit zum Beispiel an den Vorbereitungen der Bundestagung 2019 der Arbeitsgemeinschaft, die Anfang Juni in Bergisch Gladbach stattfindet.

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Uniklinikum Würzburg: Workshop zur chirurgischen Therapie der erektilen Dysfunktion und IPP mit internationaler Beteiligung

Ende März dieses Jahres fand am Uniklinikum Würzburg erneut ein Workshop zur chirurgischen Therapie der erektilen Dysfunktion und zur Behandlung der Induratio penis plastica (IPP) statt. Die interaktive Veranstaltung zog Teilnehmer aus vielen europäischen Ländern an.

 

Bereits zum dritten Mal fand am 25. und 26. März dieses Jahres der „Workshop on Surgical Therapy of Erectile Dysfunction and Peyronie´s Disease“ am Uniklinikum Würzburg (UKW) statt. Die von Privatdozent Dr. Georgios Hatzichristodoulou, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie, geleitete Fortbildungsveranstaltung brachte erneut Teilnehmer nicht nur aus ganz Deutschland, sondern auch aus vielen weiteren europäischen Ländern nach Würzburg.

Als Gastdozent konnte in diesem Jahr Prof. Tobias Köhler von der Mayo Clinic in Rochester/USA gewonnen werden. Er gilt als einer der erfolgreichsten prothetischen Urologen in den USA. Zudem ist er ein führender wissenschaftlicher Vorsitzender in verschiedenen internationalen akademischen und wissenschaftlichen Gesellschaften im Zusammenhang mit Sexualmedizin.

Bei dem interaktiv gestalteten Workshop konnten die Teilnehmer bei mehreren Live-OPs dabei sein, bei denen moderne Operationstechniken demonstriert wurden. Laut Dr. Hatzichristodoulou ist die Penisprothese bei Patienten mit erektiler Dysfunktion, die nicht auf eine medizinische Therapie ansprechen, nach wie vor der Goldstandard. Und auch bei der Induratio penis plastica (Peyronie-Krankheit) – einer Bindegewebserkrankung des Penis – sei ein chirurgischer Eingriff der beste Weg zur Korrektur der damit verbundenen Verkrümmung. Die Urologische Klinik des UKW ist eines von nur drei zertifizierten Zentren für Penisimplantate in Deutschland und bietet alle Voraussetzungen zur Behandlung von erektilen Funktionsstörungen.

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Auswurfzeit ist neuer wichtiger Parameter für Herzgesundheit

Die meisten Medikamente, mit denen man heute eine Herzinsuffizienz behandelt, schirmen das Herz vor einer übermäßigen Aktivierung durch Blutdruckhormone wie Adrenalin ab. Neuere Therapieansätze verfolgen das Ziel, die Pumpkraft direkt durch Ansatz am Motor der Herzmuskelzellen zu erhöhen. Eines dieser Medikamente, Omecamtiv mecarbil, welches derzeit in einer großen internationalen Studie an Herzinsuffizienz-Patienten getestet wird, verlängert die Auswurfzeit des Herzens, die so genannte systolische Ejektionszeit. Dadurch können größere Mengen von Blut gepumpt und somit die Herzfunktion stabilisiert werden. Obwohl sehr frühe Arbeiten bereits geklärt haben, dass die Auswurfzeit bei einer Herzinsuffizienz verkürzt ist, so ist doch wenig darüber bekannt, durch welche anderen Faktoren die Auswurfzeit beeinflusst wird und wie sie sich durch verschiedene Therapien bei einer Herzinsuffizienz beeinflussen lässt. Wissenschaftler am Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI) haben sich daher dieser Fragen angenommen, ihre Daten bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DKG) in verschiedenen Vorträgen präsentiert und den 2. Platz im Young Investigator Award für das Themengebiet Herzinsuffizienz erzielt.

Dr. Caroline Morbach bestimmt mit ihrem Team die Normwerte für die Auswurfzeit des Herzens – diese könnte künftig ein neuer Parameter sein, um die Herzinsuffizienz zu verstehen und zu behandeln.

Zunächst haben die Doktorandinnen Elisabeth Danner und Isabelle Simon am Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI) die Normwerte für die Auswurfzeit bestimmt. Dazu haben sie die Daten von herzgesunden Menschen aus der großen STAAB-Kohortenstudie - einer repräsentativen Stichprobe von 5.000 Würzburgern - analysiert. Sie fanden heraus, dass die Auswurfzeit stark abhängig von der Herzfrequenz ist und der Normwert bei gesunden Menschen deutlich über dem von Patienten mit Herzinsuffizienz liegt. Besteht ein hoher Blutdruck, ist die Auswurfzeit zum Beispiel verkürzt. Diese kann jedoch wieder mit einem Beta-Blocker verlängert werden, der die Herzfrequenz senkt. „Die Auswurfzeit des Herzens scheint ein robuster und vielversprechender Parameter zu sein, der uns helfen kann, die Mechanismen, die zu einer Herzschwäche führen, besser zu verstehen und der gegebenenfalls auch den Erfolg einer Therapie der Herzschwäche anzeigen kann“, erläutert Dr. Caroline Morbach, Leiterin des Echokardiographielabors des DZHI, dem Academic Core Lab Ultrasound-based Cardiovascular Imaging.

Die Ergebnisse der Studie an Gesunden wurden Analysen aus einer klinischen Studie an über 400 Patienten mit Herzinsuffizienz gegenübergestellt. Dr. Alexander Dietl, der mit Hilfe eines Stipendiums der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie einen Forschungsaufenthalt im Department für Translationale Forschung des DZHI unter Leitung von Prof. Christoph Maack durchführte, analysierte hierfür den Datensatz der sogenannten SHIfT Studie. In dieser Studie wurden Patienten mit Herzinsuffizienz mit einem Placebo oder Ivabradin behandelt, einem Medikament, welches gezielt die Herzfrequenz reduziert. Es zeigte sich zunächst, dass die Auswurfzeit bei Herzinsuffizienz-Patienten kürzer war als bei Gesunden. Nach acht Monaten Therapie mit Ivabradin, wodurch die Herzfrequenz um etwa zehn Schläge pro Minute gesenkt werden konnte, verlängerte sich die Auswurfzeit auf Werte, die wieder ähnlich den Werten von Herzgesunden waren. Man konnte hierbei beobachten, dass die Auswurfzeit allerdings nicht nur – wie erwartet - durch die Reduktion der Herzfrequenz, sondern auch zusätzlich durch eine Verbesserung der Pumpkraft des Herzens sowie durch eine Senkung des Gefäßwiderstands herbeigeführt wurde.

Diese Daten zeigen, dass die Auswurfzeit nicht nur durch eine direkte Beeinflussung des Herzmuskels, wie es beim neuen Medikament Omecamtiv mecarbil der Fall ist, sondern auch indirekt durch eine Herzfrequenzsenkung mit bereits bei Herzinsuffizienz zugelassenen Medikamenten verlängert werden kann. Im Falle von Ivabradin kommt darüber hinaus zum Tragen, dass durch die Herzfrequenzsenkung der Calcium-Haushalt in Herzmuskelzellen verbessert wird, was zusätzlich die Pumpkraft stärkt und die Gefäße elastischer macht, wodurch das Herz weiter entlastet und die Auswurfzeit verlängert wird.

Für seine Arbeiten an Patienten mit Herzinsuffizienz wurde Dr. Alexander Dietl beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie mit dem 2. Preis des Young Investigator Awards im Themenbereich Herzinsuffizienz ausgezeichnet. „Ich bin dankbar für die Anerkennung der wissenschaftlichen Arbeit. Der Preis ist eine große Motivation, die Bedeutung von Herzfrequenz und Auswurfzeit in der Herzinsuffizienz weiter zu ergründen und als Therapieansatz zu verfolgen“, kommentiert Alexander Dietl, der jetzt wieder am Universitätsklinikum Regensburg in der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II tätig ist.

Neue Genmutation entdeckt, die Herzmuskelerkrankung auslöst

Rund 50 Gene wurden bislang als Auslöser für eine dilatative Kardiomyopathie (DCM) gefunden. Mit der Entdeckung des LEMD2-Gens haben die Kardiogenetikerin Brenda Gerull und ihre wissenschaftliche Mitarbeiterin Ruping Chen vom Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI) das Spektrum der genetischen Ursachen für die Herzschwäche erweitert. Die Mutation im Kernmembranprotein LEMD2 verursacht nicht nur Herzrhythmusstörungen, die im plötzlichen Herztod münden können, sowie eine Herzschwäche, sie geht auch mit einem Katarakt im frühen Kindesalter einher. Diese Linsentrübung ist üblicherweise eine Erkrankung des hohen Lebensalters. Über die Entdeckung des veränderten „Alterungsgens“ und dessen molekulare Folgen haben die Forscher einen wertvollen Beitrag zum weiteren Verständnis genetischer Kardiomyopathien geleistet, dem jetzt ein Artikel im „Journal of the American College of Cardiology (JACC): Basic To Translational Science“ gewidmet ist. Zeitgleich wurde Ruping Chen gerade für ihre weiterführenden Untersuchungen zur Rolle des Kernmembranproteins im Modellsystem beim DGK-Kongress in Mannheim mit dem 2. Platz beim Hans Blömer-Young Investigator Award für Klinische Herz-Kreislaufforschung ausgezeichnet.

Ruping Chen (PhD) untersucht am Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz die Folgen der LEMD2 Mutation im Mausmodell und hat schon nach wenigen Wochen Veränderungen am Herzen, im Sinne einer Kardiomyopathie, entdeckt. © Daniel Oppelt
Das linke Bild zeigt ein MRT(Magnetresonanztomographie)-Bild des Herzens. Die weißen Pfeile weisen auf Narben in der Wand der linken Herzkammer hin, die durch den Gendefekt im LEMD2 entstehen können. Rechts, elektronenmikroskopische Aufnahmen von veränderten Zellkernen im betroffenen Herzmuskelgewebe. Abbildungen adaptiert aus © „Journal of the American College of Cardiology (JACC): Basic To Translational Science“

„Es ist schon etwas länger bekannt, dass LEMD2 eine Linsentrübung im frühen Kindesalter auslöst, die landläufig als grauer Star bekannt ist. Wir haben nun herausgefunden, dass diese Mutation im LEMD2 neben dem Katarakt auch eine schwere Form der Kardiomyopathie verursacht, ähnlich der Mutationen im sogenannten Lamin-Gen. Interessanterweise können beide Proteine im veränderten Zustand auch zu Frühalterungskrankheiten führen, zu denen die Progerie gehört“, berichtet Professorin Dr. Brenda Gerull, Leiterin des Departments Kardiovaskuläre Genetik am Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI). „Patienten mit dem Gendefekt bilden Narben im Herzmuskelgewebe aus, die dann zu den gefürchteten Herzrhythmusstörungen schon bei jungen Erwachsenen führen können“, erklärt die Forscherin und zeigt dabei auf die hellen Stellen eines MRT-Bildes vom Herzen. Zur Erläuterung der Veränderungen auf zellulärer Ebene greift sie zu einer elektronenmikroskopischen Aufnahme mit bizarr aussehenden Zellkernen: „Sowohl das Herzmuskelgewebe von Betroffenen als auch deren Hautzellen weisen veränderte Zellkerne auf, wobei das in der Peripherie des Zellkerns liegende Heterochromatin stark kondensiert und verklumpt erscheint.“ Weitere Untersuchungen an den Fibroblasten haben gezeigt, dass die Zellen schneller altern, der Zellzyklus verlangsamt abläuft und die Profileration eingeschränkt ist, sich also die Zellen langsamer teilen.

Die Funktion des humanen LEMD2 Proteins, welches im Zellkern eine wichtige Rolle zu spielen scheint, ist noch nicht gut untersucht, weist aber Homologien zu der seit langem bekannten Gruppe anderer veränderter Kernmembranproteine auf, die zu Laminopathien führen. Obwohl an Laminopathien schon länger geforscht wird, sind die komplexen Mechanismen immer noch nicht vollständig verstanden. Eine Fokussierung auf das neu entdeckte LEMD2 könnte das Puzzle vervollständigen und dabei helfen, die Mechanismen, die zu dieser speziellen Form der arrhythmischen Kardiomyopathie führen, zu verstehen und entsprechende therapeutische Ansätze im Gesamtkomplex dieser Proteine zu finden.

Ruping Chen, seit zwei Jahren Postdoc im Department Kardiovaskuläre Genetik und spezialisiert auf Alterungsforschung, hat bereits einen wichtigen Schritt gemacht, und erste Einblicke in die Mechanismen der neuen Genmutation beim Menschen als auch bei Mäusen bekommen. Mit der CRISPR-Cas9-Technologie wurde die humane Mutation in ein Mausmodell eingebracht und schon nach wenigen Wochen hat die Biomedizinerin Ruping Chen Veränderungen am Herzen, im Sinne einer Kardiomyopathie, entdeckt. Ihre Arbeit wurde beim DGK-Kongress (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz-Kreislaufforschung e. V.) in Mannheim Ende April 2019 mit dem 2. Platz beim Hans-Blömer-Young Investigator Award für Klinische Herz-Kreislaufforschung ausgezeichnet.

Die Wissenschaftlerin und Mutter eines sechs Monate alten Sohnes freut sich sehr über diese Ehrung, konzentriert sich aber schon auf die nächsten Schritte: „Wir wissen jetzt, dass die Mutation verschiedene Phänotypen hervorruft, sowohl beim Menschen als auch bei Mäusen. Nun gilt es, die molekularen Mechanismen der arrhythmischen Kardiomyopathie zu charakterisieren, die eine LEMD2-Mutation verursacht. Ein Hinweis könnte oxidativer Stress sein. Dazu werden wir mit unseren Kollegen im Department Translationale Forschung am DZHI mitochondriale Messungen durchführen.“

*Link zum JACC-Beitrag: http://basictranslational.onlinejacc.org/content/4/2/204

Der Artikel wurde veröffentlicht in "JACC: Basic to Translational Science", Volume 4, Ausgabe 2, April 2019; Nelly Abdelfatah, Ruping Chen, Henry J. Duff, Colette M. Seifer, Ilan Buffo, Cathleen Huculak, Stephanie Clarke, Robin Clegg, Davinder S. Jassal, Paul M.K. Gordon, Carole Ober, Care4Rare Canada Consortium, Patrick Frosk and Brenda Gerull, "Characterization of a Unique Form of Arrhythmic Cardiomyopathy Caused by Recessive Mutation in LEMD2", Seite 204-221, copyright Elsevier.

Zukunftsweisende Fachtagung: Aktuelles zu Versorgung, Forschung und Lehre in der Neurochirurgie – Diskussion von Zukunftsperspektiven

Würzburg. Die 70. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC) findet vom 12. bis 15. Mai 2019 in Würzburg statt. Sie kehrt damit zu ihren Wurzeln zurück - 85 Jahre nach der Gründung der ersten eigenständigen Neurochirurgischen Abteilung in Deutschland durch Wilhelm Tönnis in Würzburg. „Vor dem historischen Hintergrund der engen Beziehung zwischen Tönnis und seinem schwedischen Lehrer, Herbert Olivecrona, freuen wir uns besonders, dass im Rahmen des Kongresses das 1. Joint Meeting mit der Skandinavischen Gesellschaft für Neurochirurgie (SNS) stattfinden wird“, betont Tagungspräsident Prof. Dr. med. Ralf-Ingo Ernestus, Direktor der Neurochirurgischen Klinik und Poliklinik am Universitätsklinikum Würzburg. Vier Tage lang kommen rund 1500 Mediziner zusammen, tauschen sich über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und innovative Therapieansätze aus und setzen sich gemeinsam mit Fachkollegen benachbarter Disziplinen mit interdisziplinären Herausforderungen auseinander.

Die Jahrestagung der DGNC beginnt wie in den Vorjahren mit dem Fortbildungstag für angehende Fachärzte. Im Laufe des Kongresses sollen nicht nur aktuelle Aspekte neurochirurgischer Krankenversorgung, Forschung und Lehre, sondern insbesondere Strategien für die zukünftige Patientenversorgung unter Einbeziehung moderner Technologien und Kooperationen erörtert werden. „Diese Ausrichtung der Tagung begründet die beiden Hauptthemen ‚Versorgungsforschung’ und ‚Neurochirurgie 2030’, mit denen wir über das eigene Fachgebiet hinausschauen und neue Entwicklungen anstoßen wollen“, so Prof. Ernestus, der bei der Jahrestagung 2019 einen intensiven wissenschaftlichen Erfahrungs- und Gedankenaustausch, gerade auch unter Beteiligung der skandinavischen Neurochirurgen und weiterer internationaler Wissenschaftler, erwartet.

Den beiden Hauptthemen sind in einem umfangreichen Vortragsprogramm wesentliche Schwerpunkte der Neurochirurgie zugeordnet: Neurochirurgische Onkologie, Neurovaskuläre Erkrankungen, Neurotraumatologie, Neuromodulation, Spinale Neurochirurgie und Kinderneurochirurgie.

Ein Höhepunkt der Jubiläumstagung wird die Podiumsdiskussion mit dem Titel „Der Mensch in komplexen Systemen“ im Rahmen der Abschlussveranstaltung sein, bei der mit Bezug auf die Tagungsthemen, aber auch im Kontext von innovativen Technologien, Digitalisierung und künstlicher Intelligenz der „Faktor Mensch“ noch einmal in den Fokus gerückt werden soll. Unter Moderation des Tagungspräsidenten werden renommierte Experten aus ganz unterschiedlichen Bereichen die besonderen Herausforderungen diskutieren, die sich aus den während der Tagung erörterten Themenschwerpunkten ergeben.

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Link zum Interview Prof. Ernestus

Das Uniklinikum Würzburg informiert über die hygienische Händedesinfektion

In Zusammenhang mit der bundesweiten „Aktion Saubere Hände“ informiert das Uniklinikum Würzburg auch in diesem Jahr über die Bedeutung einer wirksamen Händedesinfektion: Am Donnerstag, den 9. Mai 2019, gibt es in der Magistrale des Zentrums für Operative Medizin kostenlos Expertenwissen und Infomaterialien. Und es besteht die Möglichkeit, mitgebrachte Impfpässe durch die Betriebsärzte des Klinikums prüfen zu lassen!

UV-Licht, das Informationen über Händedesinfektion gibt
Mit UV-Licht können am Aktionstag Lücken bei der Händedesinfektion sichtbar gemacht werden. Bild: Uniklinikum Würzburg

Die bundesweite „Aktion Saubere Hände“ zielt primär darauf ab, die Akzeptanz der Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen zu verbessern. Das Uniklinikum Würzburg (UKW) beteiligt sich auch in diesem Jahr wieder an dem entsprechenden Aktionstag: Am Donnerstag, den 9. Mai 2019, baut die Stabsstelle Krankenhaushygiene des UKW im Zentrum für Operative Medizin (ZOM) an der Oberdürrbacher Straße Informationsstände auf, die sich gleichermaßen an Klinikumsbeschäftigte, Patienten, Angehörige und Besucher/innen richten. Auf der Magistrale vor dem Hörsaal demonstrieren Hygienefachkräfte, wie Hände korrekt desinfiziert werden, denn „die hygienische Händedesinfektion ist die effektivste Maßnahme zur Verhütung von Krankenhausinfektionen“, wie Prof. Dr. Ulrich Vogel, der Leiter der Stabsstelle Krankenhaushygiene des UKW, betont. Die Ergebnisse der Händedesinfektion können vor Ort unter einer UV-Lampe kontrolliert werden. Zudem gibt es Informationen zum Hautschutz und zum richtigen Umgang mit Einmalhandschuhen in der Pflege kranker Menschen.

Betriebsärzte checken Impfpässe

Als weiteren Service rund um die Vermeidung von Infektionskrankheiten überprüfen die Betriebsärzte des Klinikums auf Wunsch die mitgebrachten Impfpässe auf Vollständigkeit und Aktualität des Impfschutzes. Neben der Gelegenheit zum Gespräch mit den Fachleuten offeriert der Stand auch kostenlose schriftliche Unterlagen sowie Desinfektionsmittelproben zum Mitnehmen.

Themen für Fachpersonal

Während sich diese Angebote vor allem an interessierte Laien richten, nutzt die Stabsstelle Krankenhaushygiene den Aktionstag auch, um das klinisch tätige Personal des UKW an separaten Ständen zu spezielleren Hygienethemen zu informieren. In diesem Jahr geht es um neue Hygienestandards wie den aktualisierten Hygieneplan für Ambulanzen.
Die Stände sind von 10:00 bis 15:00 Uhr besetzt.

Pressemitteilung als PDF zum Download.

UV-Licht, das Informationen über Händedesinfektion gibt
Mit UV-Licht können am Aktionstag Lücken bei der Händedesinfektion sichtbar gemacht werden. Bild: Uniklinikum Würzburg