Aktuelle Pressemitteilungen

Meisterpreisträgerin an der Würzburger Zahnklinik

Für ihre hervorragende Abschlussprüfung als Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen wurde Eva Günzel mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet. Mittlerweile arbeitet sie als Chefsekretärin von Prof. Dr. Gabriel Krastl, dem Geschäftsführenden Direktor des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kiefergesundheit des Universitätsklinikums Würzburg.

Würzburg. Das Sekretariat von Prof. Dr. Gabriel Krastl, Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kiefergesundheit (ZMK) des Universitätsklinikums Würzburg (UKW), wird seit September 2021 von Eva Günzel betreut. „Dass wir mit Frau Günzel eine Spitzenkraft gewonnen haben, wurde uns vor wenigen Wochen auch von staatlicher Seite bestätigt“, freut sich Prof. Dr. Gabriel Krastl, der am ZMK die Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie leitet. Er bezieht sich dabei auf den Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung, mit dem seine neue Mitarbeiterin Ende Mai dieses Jahres für ihren hervorragenden Abschluss als Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen geehrt wurde. Eva Günzel erzielte dabei eine Durchschnittsnote von 1,5. 

Mit der Urkunde zeichnet der Freistaat die besten 20 Prozent der verschiedenen IHK-geprüften Abschlüsse aus. Die Meisterpreise sollen die Gleichwertigkeit der beruflichen mit der akademischen Bildung unterstreichen.

Vor der Prüfung durch die Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt, die bereits im Januar 2021 stattfand, absolvierte Eva Günzel berufsbegleitend einen entsprechenden Kurs bei einer privaten Akademie in Würzburg. 

Schon zuvor strebte die gelernte zahnmedizinische Fachangestellte nach beruflicher Weiterbildung – mit Aufstiegsfortbildungen zur Prophylaxe-Assistentin und zur Praxismanagerin. 

Nach Beendigung ihres Fachwirtkurses bewarb sich Eva Günzel erfolgreich am UKW. „Meine Aufgaben im Sekretariat von Prof. Krastl sind vielschichtig und sehr verantwortungsvoll. Dabei bin ich nicht nur Ansprechpartnerin für unsere Patientinnen und Patienten, sondern auch für unsere Beschäftigten und Studierenden. Neben diesen kommunikativen und koordinativen Aufgaben bin ich zudem für Bestellungen und die zahnärztliche Abrechnung verantwortlich“, beschreibt die Preisträgerin ihren aktuellen Arbeitsalltag.

Würzburger Grüne Herren als Leiter der BAG Katholischen Krankenhaus-Hilfe bestätigt

Würzburg. Die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Katholische Krankenhaus-Hilfe hat Albert Fischer zum Vorsitzenden gewählt. Sein Stellvertreter ist Gernot Hornberger. Beide engagieren sich seit mehreren Jahren im Patientenbesuchsdienst „Grünen Damen und Herren“ des Uniklinikums Würzburg.

 

Albert Fischer und Gernot Hornberger von den „Grünen Damen und Herren“ des Uniklinikums Würzburg (UKW) hatten bereits seit dem Frühjahr 2020 die kommissarische Leitung der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Katholische Krankenhaus-Hilfe inne. Bei der Bundestagung im Mai dieses Jahres wurde Fischer nun zum Vorsitzenden des Zusammenschlusses von deutschlandweit rund 200 Krankenhaus-Hilfe-Gruppen gewählt. Außerdem wurde Hornberger als sein Stellvertreter bestätigt. 

Die Hauptaufgaben des von ihnen geleiteten Beirats sind es, die Entwicklung der BAG voranzubringen, die Interessen der Grünen Damen und Herren zu vertreten sowie die Mitwirkung im Netzwerk der Caritas-Konferenzen Deutschlands e.V. zu gestalten. 

Albert Fischer ist seit dem Jahr 2014 der Gruppenleiter der „Grünen Damen und Herren“ des UKW.

Digitaler Infoabend zu Schilddrüsenerkrankungen

Würzburg. Am Mittwoch, den 20. Juli 2022, informiert ein dreiköpfiges Expertenteam des Uniklinikums Würzburg in einem Webinar über die Diagnostik und Therapie von Schilddrüsenerkrankungen. Die kostenlose Veranstaltung ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der Mediengruppe Main-Post.

 

Die Schilddrüse beeinflusst entscheidend das Herz-Kreislaufsystem, die Verdauung, den Stoffwechsel, die Nerven und das Gehirn. Wenn die wichtige Steuerzentrale nicht richtig funktioniert, kann dies viele Gesundheitsprobleme auslösen. In Deutschland werden jedes Jahr rund 70.000 Menschen an der Schilddrüse operiert, etwa 60.000 Patientinnen und Patienten erhalten eine Radioiodtherapie. In den meisten Fällen ist es jedoch auch möglich, von der Schilddrüse verursachte Beschwerden mit Medikamenten effektiv zu behandeln. 

Woran man eine Über- oder Unterfunktion erkennt und wie groß die Palette der Behandlungsmöglichkeiten ist, erfahren Interessierte bei einem kostenlosen Webinar des Uniklinikums Würzburg (UKW) am Mittwoch, den 20. Juli 2022. Als Vortragende bringen eine Expertin und zwei Experten des Klinikums ihre jeweils fachspezifischen Kenntnisse ein: Prof. Dr. Stefanie Hahner, die Stellvertretende Leiterin der Endokrinologie, Prof. Dr. Andreas Buck, der Direktor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, sowie Prof. Dr. Nicolas Schlegel, der Leiter der Endokrinen Chirurgie.

Die vom UKW und der Mediengruppe Main-Post gemeinsam organisierte Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr und nutzt die Plattform Zoom. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine Internetverbindung sowie ein Smartphone, ein Tablet, ein Laptop oder ein PC. Wichtig – auch für die Übermittlung der Zugangsdaten – ist eine Anmeldung ausschließlich bei der Main-Post unter Tel: 0931/6001 6001 oder unter http://akademie.mainpost.de.  

Chester Bennington-Gedächtniskonzert trägt zur Entstigmatisierung von Depressionen bei

Am 23. Juli dieses Jahres erinnert ein Gedächtniskonzert in der Posthalle Würzburg an Chester Bennington. Der ehemalige Frontmann der US-amerikanischen Rockband Linkin Park litt an Depressionen und nahm sich vor fünf Jahren das Leben. Die Veranstaltung mit der Tribute Band One Step Closer soll neben dem Musikgenuss auch der Entstigmatisierung der psychischen Erkrankung dienen.

Die schwersten Folgen einer Depression sind Suizidversuche und Suizide. „Auch wenn in Deutschland die Zahlen der Suizidopfer durch verschiedene präventive Anstrengungen zurückgehen, ist dies immer noch ein hochrelevantes Problem. Insbesondere von Depression und Suizidgedanken betroffene Männer haben Schwierigkeiten, sich Hilfe zu suchen“, weiß Prof. Dr. Sarah Kittel-Schneider. Die Stellvertretende Direktorin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Uniklinikums Würzburg leitet die Würzburger Regionalgruppe des Deutschen Bündnisses gegen Depression. Um es für Betroffene leichter zu machen, sollte nach ihrer Auffassung mehr über das Thema gesprochen werden. Daher unterstützt das Bündnis gegen Depression One Step Closer, eine Tribute Band der US-amerikanischen Rockformation Linkin Park. Deren ehemaliger Sänger, Chester Bennington, litt an Depressionen und nahm sich vor fünf Jahren das Leben. Am 23. Juli 2022 findet aus diesem Anlass in der Posthalle Würzburg zu seinen Ehren ein Gedächtniskonzert mit One Step Closer statt. „Neben dem Musikgenuss soll die Veranstaltung auch zur Entstigmatisierung von depressiven Erkrankungen und deren Folgen beitragen“, schildert Prof. Kittel-Schneider. Als Duettpartnerin wird auch Viola, die Aschaffenburger Sängerin und Schirmherrin des Bündnisses gegen Depression, bei dem Konzert einen Auftritt haben. 

Karten gibt es unter https://posthalle.de.    

Neuigkeiten aus dem Bereich Personal - wir gratulieren

Dr. Martin J. Lohse, Professor am Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Geschäftsführer des ISAR Bioscience Instituts in Planegg bei München, wurde von der University of Glasgow mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. Am 15. Juni 2022 verlieh die Universität Ehrendoktorwürden an Empfänger aus ganz Europa in Anerkennung ihrer Leistungen in Politik, Kunst und Wissenschaft.

 

einBlick - Das Online-Magazin der Universität Würzburg vom 05.07.2022

Neuigkeiten aus dem Bereich Personal - wir gratulieren

Dr. Leo Rasche, Oberarzt, Medizinische Klinik und Poliklinik II, wurde mit Wirkung vom 21.06.2022 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet Innere Medizin erteilt.

Dr. Michael Schuhmann, Leiter des diagnostischen Labors der Neurologischen Klinik und Poliklinik, wurde mit Wirkung vom 21.06.2022 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet Neuroimmunologie erteilt.

 

einBlick - Das Online-Magazin der Universität Würzburg vom 05.07.2022

 

 

Lungenkrebs ist mit 2,2 Millionen Neuerkrankungen und rund 1,8 Millionen Todesfällen allein im Jahr 2020 die häufigste Krebserkrankung der Welt. Zwar hat sich das Wissen über die Krankheit erheblich verbessert, und mit neuen therapeutischen Strategien kann das Leben von zuvor unheilbaren Patientinnen und Patienten verlängert werden. Doch die Zahlen zeigen deutlich, dass die Sterblichkeitsrate immer noch viel zu hoch ist.

Um die Zahl der Todesfälle bei dieser Tumorart weiter zu senken, sind neuartige und verbesserte Behandlungen erforderlich. Ein Würzburger Forschungsteam konzentriert sich dabei auf die Strahlentherapie. Diese ist in Kombination mit der Chemotherapie nach wie vor einer der wichtigsten Behandlungsansätze. Das gilt besonders für nichtkleinzellige Lungentumore im Spätstadium, bei denen die Therapiemöglichkeiten eher begrenzt sind.

PTEN-Mutation eignet sich als Biomarker

Bei diesem Typ von Lungentumoren kann die Strahlentherapie wirkungslos bleiben. Das liegt am Zusammenspiel einer häufigen, spezifischen Mutation im PTEN-Gen mit dem DNA-Reparaturenzym ATM, wie das Würzburger Team herausgefunden hat.

Lungentumore, in denen diese Mutation auftritt, lassen sich aber therapeutisch beeinflussen. Mit zwei experimentellen Hemmstoffen gelang es den Forschenden, das DNA-Reparaturenzym in den Tumorzellen zu blockieren. Als Folge davon wurden die Tumore wieder empfindlich gegen die Bestrahlung und ließen sich in Tumormodellen abtöten.

Hemmstoffe in der präklinischen Testung

„Solche Hemmstoffe sind für den Einsatz am Menschen noch nicht zugelassen, befinden sich aber in der klinischen Testphase“, erklärt Krebsforscher Dr. Markus Diefenbacher vom Biozentrum der Universität Würzburg. Sein Team hat die neuen Erkenntnisse gemeinsam mit einer Gruppe um den Strahlentherapeuten Dr. Thomas Fischer aus der Arbeitsgruppe von Professor Michael Flentje vom Universitätsklinikum Würzburg im Journal Cell and Bioscience veröffentlicht.

Falls die Hemmstoffe die klinischen Tests bestehen, bieten sie eine neue Chance: Die PTEN-Mutation eignet sich als Biomarker, der eine Bestrahlungsresistenz des Tumors anzeigt. Mit entsprechenden Analysen könnte man gezielt Patienten und Patientinnen identifizieren, die womöglich von einer Kombination aus Hemmstoff und Strahlentherapie profitieren. Das könnte sich schnell realisieren lassen: Schon jetzt werden Erkrankte mit nichtkleinzelligem Lungenkrebs routinemäßig auf PTEN und andere krankheitsrelevante Mutationen untersucht.

Fokus auf Verringerung der Strahlendosis

Gegenwärtig befassen sich mehrere klinische Studien mit den Auswirkungen von PTEN und ATM auf die Therapieergebnisse. „Wir sind zuversichtlich, dass unsere neuen Erkenntnisse großes Interesse daran wecken werden, diese innovative Strategie für die Therapie der nichtkleinzelligen Lungentumore weiter zu verfolgen“, sagt Professor Michael Flentje.

Die Strahlentherapie ist eine Hauptstütze bei der Behandlung von Tumoren der Atemwege und anderer Organe im Spätstadium. Das Würzburger Team erforscht darum weiterhin neue Strategien und Zielmoleküle. Dabei liegt ein Fokus darauf, die Strahlendosis so zu verringern, dass sich der gewünschte therapeutische Erfolg noch einstellt und gleichzeitig das gesunde Gewebe um den Tumor herum so weit wie möglich geschont wird.

Publikation

Fischer, T., Hartmann, O., Reissland, M. et al. PTEN mutant non-small cell lung cancer require ATM to suppress pro-apoptotic signalling and evade radiotherapy. Cell Biosci 12, 50 (27. April 2022). https://doi.org/10.1186/s13578-022-00778-7 

Förderer der Arbeit

Diese Forschungsarbeit wurde finanziell gefördert von der Deutschen Krebshilfe, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der German-Israeli Foundation und dem Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung Würzburg.

Kooperationspartner

Die Ergebnisse stammen von einem Team aus klinischer Forschung, Biochemie, Biologie, Strahlentherapie und Chirurgie. Unter der Leitung der translationalen Forschungsgruppe von Dr. Markus E. Diefenbacher und der Radio-Onkologie-Gruppe von Professor Michael Flentje haben Mitarbeiter aus der Würzburger Pathologie (Dr. Gerhard-Hartmann und Dr. Mathias Rosenfeldt), dem Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart (Professor Hans-Georg Kopp), vom Dr. Margarete Fischer-Bosch Institut für klinische Pharmakologie Stuttgart (PD Dr. Frank Essmann) und vom Institut für Biochemie II der Goethe-Universität Frankfurt (Dr. Christian Münch) die Arbeit maßgeblich unterstützt.

 

einBlick - Das Online-Magazin der Universität Würzburg vom 05.07.2022