Aktuelle Pressemitteilungen

klinikum & wir erschienen: Aspekte der Patientensicherheit als Top-Thema

Beim klinischen Risikomanagement hinterfragt das Uniklinikum Würzburg in einem kontinuierlichen Prozess seine Arbeitsabläufe immer wieder auf’s Neue. Das erhöht sowohl die Sicherheit der Patientinnen und Patienten, als auch der Beschäftigten des Krankenhauses. Details dazu liefert das soeben erschienene Magazin klinikum & wir in seinem Top-Thema.

Der zielführende Umgang mit potenziellen und aufgetretenen Fehlern und Risiken ist einer der elementaren Bausteine der Patientensicherheit am Uniklinikum Würzburg (UKW). klinikum & wir stellt in seiner kürzlich erschienenen Ausgabe 4/2024 einige der hierbei genutzten Strukturen und Prozesse im Rahmen des Top-Themas vor.

Die 40-seitige Publikation berichtet darüber hinaus über die in 2024 startende Unit-Dose-Medikamentenversorgung des UKW sowie weitere Neuerungen in Therapie und Lehre. Hinzukommt ein Überblick über kürzlich publizierte Forschungsergebnisse sowie anlaufende wissenschaftliche Projekte. Weitere Beiträge – zum Beispiel zur Nachhaltigkeit am UKW, zu preiswürdigen Leistungen, zum Tag der Selbsthilfe oder zu Wissenswertem aus der Klinikumsverwaltung – zeichnen ein umfassendes Bild der Lebenswelt bei Mainfrankens Maximalversorger.

Neben den gedruckten Exemplaren, die an vielen öffentlich zugänglichen Stellen im Klinikum zum Mitnehmen ausliegen, gibt es klinikum & wir auch als Webmagazin unter www.ukw.de/medien-kontakt/presse/magazine

 

Post-ASH-Seminar: Klinische Neuerungen der Hämatologie im Überblick

Die Jahrestagung der American Society for Hematology (ASH) Anfang Dezember gilt als die bedeutendste internationale Austauschplattform zu Neuigkeiten aus der Hämatologie. Am Mittwoch, den 31. Januar 2024, präsentieren Fachleute aus ganz Deutschland in einem Seminar am Uniklinikum Würzburg die wichtigsten Botschaften des ASH 2023. Co-Organisator ist das Klinikum Nürnberg.

Zentrum für Innere Medizin des Uniklinikums Würzburg
Das Zentrum für Innere Medizin des Uniklinikums Würzburg ist der Veranstaltungsort des Post-ASH-Seminars am 31. Januar 2024. Bild: UKW / Wolfgang Dürr

Das jährlich im Dezember veranstaltete Meeting der American Society of Hematology (ASH) ist der weltweit wichtigste und umfassendste Kongress in der hämatologischen Onkologie. Seine 65. Neuauflage fand vom 9. bis 12. Dezember 2023 in San Diego/USA statt. „Es ist gute Tradition, dass wir im Nachgang in einer eigenen Veranstaltung über die dort präsentierten neuen Erkenntnisse – und hier speziell über die praxisrelevanten Fortschritte – berichten“, sagt Prof. Dr. Hermann Einsele, der Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Uniklinikums Würzburg (UKW) und Sprecher des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) in Bayern. Die Neuauflage des Post-ASH-Seminars findet am Mittwoch, den 31. Januar 2024 im Hörsaal des Zentrums für Innere Medizin des UKW statt und richtet sich an alle interessierten Medizinerinnen und Mediziner.

Informationen zu zahlreichen Erkrankungen

Wie schon in den vergangenen beiden Jahren fungiert Prof. Dr. Stefan Knop, der Direktor der Klinik für Innere Medizin 5 am Klinikum Nürnberg, als Organisationspartner des Würzburger Universitätsklinikums. Er kündigt an: „Die Vorträge werden wieder ein breites Spektrum an Erkrankungen abdecken, darunter Multiples Myelom, hochmaligne Non-Hodgkin-Lymphome, chronische lymphatische Leukämie sowie Myelodysplastische Syndrome. Hinzu kommen Updates aus der nicht malignen Hämatologie und der allogenen Stammzelltransplantation.“ Das Moderatoren-Duo Einsele-Knop freut sich, dass als Referentinnen und Referenten wieder namhafte Kolleginnen und Kollegen aus Berlin, Göppingen, Köln, Mannheim, München und Würzburg gewonnen werden konnten. Neben den Vorträgen vor Ort werden manche davon per Live-Stream zugeschaltet.

Teilnahme kostenlos

Die kostenlose Veranstaltung beginnt um 14:30 Uhr und endet gegen 18:45 Uhr. Nach den Vorträgen besteht die Möglichkeit zu einer umfassenden Diskussion. Wichtig ist eine Anmeldung bis spätestens 24. Januar 2024 bei Gabriele Nelkenstock unter E-Mail: info@ gn-beratung.de.

Das detaillierte Programm des Seminars findet sich unter www.ukw.de/medizinische-klinik-ii/veranstaltungen

 

Zentrum für Innere Medizin des Uniklinikums Würzburg
Das Zentrum für Innere Medizin des Uniklinikums Würzburg ist der Veranstaltungsort des Post-ASH-Seminars am 31. Januar 2024. Bild: UKW / Wolfgang Dürr

Katastropheneinsätze und Bevölkerungsschutz: Online-Veranstaltung am 13. Januar

Unter dem Motto „Resilienz durch Spezialfähigkeit“ veranstalten das Universitätsklinikum Würzburg und das Bayerische Rote Kreuz am Samstag, den 13. Januar 2024, zum fünften Mal das Würzburger Forum Bevölkerungsschutz.

Würzburg. Unwetter in Slowenien, Erdbeben in der Türkei, weltweite Covid-19-Pandemie - vielfältige Ereignisse bringen Katastrophenfälle in die Mitte unserer Gesellschaft und sind Anlässe, bei denen die Bevölkerung geschützt werden muss. „Gerade die letzten Monate und Jahre haben gezeigt, wie wichtig ein funktionierender Bevölkerungsschutz ist - und wie viel Wissen, Planung und Arbeit dahinterstecken, wenn er erfolgreich sein soll“, sagt Prof. Dr. Thomas Wurmb, Leiter der Sektion Notfall- und Katastrophenmedizin am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) und einer der wissenschaftlichen Leiter des Forums.
 

Veranstaltung beleuchtet Wissenschaft und Einsatzpraxis 

Aus diesem Anlass veranstaltet die Sektion Notfall- und Katastrophenmedizin der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie des UKW gemeinsam mit dem Bezirksverband Unterfranken des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) am Samstag, den 13. Januar 2024 von 9:00 Uhr bis 15:00 Uhr zum fünften Mal das Würzburger Forum Bevölkerungsschutz. Die kostenlose Veranstaltung richtet sich an Fachpublikum.
Passend zum Motto „Resilienz durch Spezialfähigkeiten“ referieren bei der Online-Veranstaltung Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und unmittelbarer Einsatzpraxis, beispielsweise zum Thema „Resilienzstrategie der NATO“ oder über Einsätze nach Naturkatastrophen in der Türkei und in Slowenien. Der Flyer zur Veranstaltung mit Programm, Ablauf und weiteren Informationen ist unter diesem Link hinterlegt. 
Eine verbindliche Anmeldung ist erforderlich. Diese ist über den BRK-Bezirksverband Unterfranken bis Donnerstag, 11. Januar 2024 unter diesem Link möglich.
 

Annika ist das Neujahreskind am UKW

Im Jahr 2023 kamen an der Würzburger Universitäts-Frauenklinik bei 2052 Entbindungen 2139 Kinder zur Welt.

Würzburg. Als erstes Kind des Jahres 2024 in der Frauenklinik des UKW kam am Neujahrsmorgen um 00:36 Uhr Annika zur Welt.

Im Jahr 2023 fanden an der Frauenklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW) 2052 Entbindungen statt. Das sind 63 Geburten weniger als im vorherigen Jahr 2022.

Da hierunter 80 Zwillings- und zwei Drillingsgeburten und sogar eine Vierlingsgeburt waren, erblickten insgesamt 2139 Kinder das Licht der Welt. 1054 Mädchen und 1085 Jungen starteten an der Würzburger Universitätsklinik (UKW) ins Leben.

Hingabe und Professionalität hinterlassen bleibenden Eindruck

Prof. Dr. Achim Wöckel, der Direktor der UKW-Frauenklinik, betont: „Jede Geburt in unserem Haus ist etwas Besonderes, nicht nur für die Familien, sondern auch für uns als Team. Ein herzlicher Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Frauenklinik, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz und ihrer einfühlsamen Betreuung diesen einzigartigen Start ins Leben möglich machen.“ 

Prof. Dr. Ulrich Pecks, Leiter der Geburtshilfe am UKW, fügt hinzu: „Wir arbeiten als Team mit Hingabe daran, die Geburt professionell und emphatisch zu begleiten und entsprechend der individuellen Vorstellungen und Bedürfnisse zu unterstützen. Den Frauen und Familien, die wir so im vergangenen Jahr begleiten durften, danken wir sehr für ihr Vertrauen und wünschen ein gutes Jahr 2024 mit viel Freude und Erfüllung.“

Fachschaft Zahnmedizin erfüllt Kinderwünsche

Zahnmedizinstudierende und Beschäftigte der Würzburger Universitäts-Zahnklink packten in einer Benefizaktion 174 Päckchen für Mädchen und Jungen aus lokalen Kinderheimen.

Stellvertretend für die vielen Mitwirkenden bei der Wichtelaktion 2023 der Würzburger Fachschaft Zahnmedizin (von links): die Zahnmedizinstudentinnen Marthe Frost, Sophia Rappl und Isabelle Zindler sowie Bernd Vormwald, der stellvertretende Leiter des Kinderzentrums Zellerau (Spieli). Bild: UKW / Damaris Bayerlein

Die Würzburger Fachschaft Zahnmedizin veranstaltet jährlich eine weihnachtliche Wichtelaktion zugunsten von lokalen Kinderheimen – so auch in diesem Jahr. Lisa-Marie Härtl aus dem Vorstand der Fachschaft erläutert: „Anfang Dezember können uns die Mädchen und Jungen aus Würzburger Kinderheimen ihre Wünsche schicken. Wir versuchen dann, diese kleinen Träume, die meist einen Wert von 20 Euro pro Kind nicht übersteigen, wahr werden zu lassen.“ In diesem Jahr trudelten insgesamt 174 Wünsche aus den Einrichtungen Antonia Werr Zentrum, Goldenes Kinderdorf Würzburg und Spieli (Kinderzentrum Zellerau) sowie aus den Frauenhäusern der AWO Würzburg und des SkF ein – und wie schon in den vergangenen Jahren konnten alle erfüllt werden.

Bei der Zusammenstellung und liebevollen Verpackung der Gaben engagierten sich wie üblich nicht nur die Zahnmedizinstudierenden, sondern auch viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Würzburger Universitäts-Zahnklinik. Um die an sich schon hohe Teilnahmebereitschaft an der ehrenamtlichen Aktion noch mit einer kleinen Challenge anzufeuern, zeichnete die Fachschaft die drei am schönsten verpackten Geschenke mit kleinen Preisen aus.

Stellvertretend für die vielen Mitwirkenden bei der Wichtelaktion 2023 der Würzburger Fachschaft Zahnmedizin (von links): die Zahnmedizinstudentinnen Marthe Frost, Sophia Rappl und Isabelle Zindler sowie Bernd Vormwald, der stellvertretende Leiter des Kinderzentrums Zellerau (Spieli). Bild: UKW / Damaris Bayerlein

Ihr Kinderlein kommet: Universitätsklinikum Würzburg feiert die 2000. Geburt im Jahr 2023

Die Frauenklinik des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) erreicht kurz vor Weihnachten einen besonderen Meilenstein: Nikita kommt bei der 2000. Geburt gesund zur Welt.

Freude am UKW über die 2000. Geburt im Jahr 2023. Das Team der Geburtshilfe gratuliert den Eltern mit einem Blumenstrauß und vielen Glückwünschen. Von links: Eltern und Sohn Nikita mit Ulrich Pecks (Leiter Geburtshilfe), Laura Gloßner (Stationsärztin Geburtshilfe), Claudia Freudinger (Leitende Stillberaterin) und Simone Winkler (Pflegerische Bereichsleitung Geburtshilfe). © Annika Wolf / UKW
Familienzuwachs: Die Eltern Anna und Mykola Horbenko freuen sich über ihr zweites Kind. © Annika Wolf / UKW

Würzburg. Der kleine Nikita erblickte gestern, am 21. Dezember 2023, um 13:40 Uhr mit einem Geburtsgewicht von 3860 Gramm und einer Größe von 54 cm als gesundes Neugeborenes in der Würzburger Universitäts-Frauenklinik das Licht der Welt. Die Eltern Anna und Mykola Horbenko freuen sich über ihr zweites Kind, Mutter und Sohn sind wohlauf.

 „So viele Menschen haben uns in diesem Jahr ihr Vertrauen geschenkt und ihr Kind oder ihre Kinder im UKW geboren, das sehe ich als eine tolle Bestätigung unserer Arbeit“, freut sich Prof. Dr. Ulrichs Pecks, Leiter der Geburtshilfe am UKW und Leiter des Studiengangs Maternale Gesundheit und Hebammenwissenschaft an der Universität Würzburg.

„Selbstverständlich ist unser interdisziplinäres Team auch während der bevorstehenden Feiertage rund um die Uhr da und jederzeit bereit, weitere Kinder zu versorgen und deren Eltern zu beraten“, sagt Claudia Freudinger, Leitende Stillberaterin am UKW. 

Weitere Informationen zu den Leistungsschwerpunkten des UKW im Bereich der Geburtsmedizin sind unter diesem Link hinterlegt.

Praxisverändernde Studie zur Therapie beim Multiplen Myelom

Eine im New England Journal of Medicine publizierte und praxisverändernde Studie, an deren Konzeption und Durchführung Prof. Hermann Einsele vom Universitätsklinikum Würzburg (UKW) entscheidend beteiligt war, definiert eine neue Erstlinientherapie des Multiplen Myeloms mit dem Wirkstoff Daratumumab. Die Vierfach Therapie Standard + Daratumumab kombiniert mit der Hochdosistherapie und Stammzellentransplantation zeigt eine bisher noch nie bei Patientinnen und Patienten mit Multiplem Myelom gesehene Krankheitskontrolle - so waren mehr als 84 Prozent der behandelten Patientinnen und Patienten nach vier Jahren noch krankheitsfrei.

Porträtfoto von Hermann Einsele
Prof. Dr. Hermann Einsele, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) und Sprecher des Nationalen Tumorzentrums NCT WERA war als Mitglied des European Myeloma Network maßgeblich an der Konzeption und Durchführung der internationalen Phase-3-Studie PERSEUS beteiligt. © UKW

Würzburg. Daratumumab ist ein spezifischer, künstlich hergestellter Antikörper, der gegen das Protein CD38 wirkt, das auf bestimmten Zellen, insbesondere Tumorzellen, vorkommt. Das bedeutet: Daratumumab bekämpft den Tumor direkt und unterstützt gleichzeitig das Immunsystem dabei, die Krebszellen besser zu erkennen und zu zerstören. Der Wirkstoff ist bereits für die Standardtherapie des Multiplen Myeloms, einer bösartigen Erkrankung des Knochenmarks, zugelassen.

Die internationale Phase-3-Studie PERSEUS untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit von subkutan verabreichtem Daratumumab bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit neu diagnostiziertem Multiplem Myelom, die für eine Transplantation in Frage kommen. An der Studie nahmen insgesamt 709 Patientinnen und Patienten teil, die nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen eingeteilt wurden. Die eine Gruppe erhielt zusätzlich zur Induktions-, Konsolidierungs- und Erhaltungstherapie mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason (kurz: VRd-Therapie) den Wirkstoff Daratumumab subkutan. Die andere Gruppe erhielt nur die VRd-Therapie.

Subkutane Verabreichung hat weniger Nebenwirkungen als die intravenöse

„Die subkutane Verabreichung von Daratumumab, also die Injektion in das Fettgewebe unter der Haut, ist genauso wirksam wie die intravenöse Verabreichung und hat ähnliche Auswirkungen auf den Körper. Beide Verabreichungsformen sind sicher, aber die subkutane Form hat weniger Nebenwirkungen. Außerdem kann sie schneller verabreicht werden - in nur drei bis fünf Minuten. Das bedeutet, dass unsere Patientinnen und Patienten das Medikament in einer einzigen Dosis erhalten können, was bequem ist und weniger Zeit in Anspruch nimmt“, erklärt Prof. Dr. Hermann Einsele, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Universitätsklinikums Würzburg (UKW), Sprecher des Nationalen Tumorzentrums NCT WERA und Mitglied des European Myeloma Network.

Enorme Fortschritte in der Therapie des Multiplen Myeloms

Im Hauptfokus der Studie, die im New England Journal of Medicine publizierte wurde, stand das so genannte progressionsfreien Überleben, also die Zeit, in der die Krankheit ohne Fortschreiten oder Tod kontrolliert werden konnte. Die Ergebnisse zeigten, dass die Gruppe, die zusätzlich Daratumumab erhielt, einen signifikanten Vorteil beim progressionsfreien Überleben hatte. Generell seien Hermann Einsele zufolge bei der Erkrankung, bei der in den vergangenen zehn Jahren 14 neue Medikamente zugelassen wurden, enorme Fortschritte in der Therapie erreicht. Vor 20 Jahren war die mittlere Überlebenszeit der Betroffenen zwei bis drei Jahre. In der aktuellen Studie waren nach 48 Monaten 84,3 Prozent der Patientinnen und Patienten ohne Fortschreiten der Erkrankung, verglichen mit 67,7 % in der Gruppe ohne Daratumumab. Weitere wichtige Ergebnisse waren, dass in der Daratumumab-Gruppe mehr Studienteilnehmende ein vollständiges oder besseres Ansprechen auf die Behandlung zeigten, und auch der Anteil der Patientinnen und Patienten mit einem negativen Status für eine minimale Resterkrankung höher war als in der Kontrollgruppe. Unerwünschte Ereignisse, insbesondere schwere, traten in beiden Gruppen auf, aber die Zugabe von Daratumumab führte nicht zu einem erhöhten Risiko für schwerwiegende Nebenwirkungen.

Neue Erstlinien-Therapie beim Multiplen Myelom definiert

Hermann Einsele zieht folgendes Fazit: „Unsere Studie zeigt, dass die Zugabe von subkutan verabreichtem Daratumumab zu einer 3er-Kombinationstherapie bei Patientinnen und Patienten mit neu diagnostiziertem Multiplen Myelom, die für eine Transplantation in Frage kommen, einen signifikanten Vorteil im Hinblick auf das progressionsfreie Überleben bringt. Damit haben wir eine neue Erstlinientherapie für das Multiple Myelom definiert. Die Studie verändert die Praxis.

Die Studie wurde gefördert durch das European Myeloma Network in Zusammenarbeit mit Janssen Research and Development; PERSEUS ClinicalTrials.gov-Nummer, NCT03710603; EudraCT-Nummer, 2018-002992-16. 

Publikation: 
Pieter Sonneveld, M.D., Ph.D., Meletios A. Dimopoulos, M.D., Mario Boccadoro, M.D., Hang Quach, M.B., B.S., M.D., P. Joy Ho, M.B., B.S., D.Phil., Meral Beksac, M.D., Cyrille Hulin, M.D., Elisabetta Antonioli, M.D., Ph.D., Xavier Leleu, M.D., Ph.D., Silvia Mangiacavalli, M.D., Aurore Perrot, M.D., Ph.D., Michele Cavo, M.D., et al., for the PERSEUS Trial Investigators*. Daratumumab, Bortezomib, Lenalidomide, and Dexamethasone for Multiple Myeloma. The New England Journal of Medicine. December 12, 2023. DOI: 10.1056/NEJMoa2312054

Porträtfoto von Hermann Einsele
Prof. Dr. Hermann Einsele, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) und Sprecher des Nationalen Tumorzentrums NCT WERA war als Mitglied des European Myeloma Network maßgeblich an der Konzeption und Durchführung der internationalen Phase-3-Studie PERSEUS beteiligt. © UKW