Aktuelle Pressemitteilungen

Trauer um Prof. Dr. Ulrich Vogel

Renommierter Experte für Krankenhaushygiene und Mikrobiologie verstorben

Würzburg,  Das Universitätsklinikum Würzburg und die Medizinische Fakultät Würzburg trauern um Prof. Dr. Ulrich Vogel. Prof. Vogel ist am 4. Oktober 2022 nach schwerer Krankheit verstorben. Er hat als Professor für Krankenhaushygiene und Medizinische Mikrobiologie über viele Jahre einen elementaren und nachhaltigen Beitrag für Sicherheit in der Patientenversorgung geleistet. In seiner Funktion als Leiter der Zentralen Einrichtung „Krankenhaushygiene und Antimicrobial Stewardship“ am Universitätsklinikum Würzburg baute er Strukturen auf, die aktuellste wissenschaftliche Erkenntnisse auf dem Gebiet der Infektionsprävention schnell in den Alltag des Klinikums übertrugen.

„Von seinem Fachwissen auf dem Gebiet der Krankenhaushygiene und von seiner Empathie profitierten alle Menschen am Klinikum: Patientinnen und Patienten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Besucher des UKW“, so Prof. Dr. Jens Maschmann, Ärztlicher Direktor des UKW.

Von Beginn der Corona-Pandemie im Jahr 2020 an war auch das UKW vor besondere Herausforderungen gestellt. Prof. Dr. Ulrich Vogel ist es mit seinem Team unter größtem persönlichen Engagement gelungen, dass auch in dieser Ausnahmesituation schnell und erfolgreich Maßnahmen zum Infektionsschutz etabliert und umgesetzt werden konnten. Zusätzlich engagierte er sich in der Bekämpfung von COVID-19-Häufungen in Alten- und Pflegeeinrichtungen in der Region.

Bis zuletzt stand er dem UKW und dem Team der Krankenhaushygiene mit seinem enormen Wissensschatz und mit seinem menschlichen Rat zur Seite - auch als die Folgen seiner schweren Erkrankung ihn stark einschränkten.

Ulrich Vogel war zudem ein weltweit anerkannter Experte in der Molekularbiologie und Epidemiologie von Neisseria meningitidis, einem der wichtigsten Erreger bakterieller Hirnhautentzündungen. Zuletzt als dessen Leiter gestaltete er die erfolgreiche Tätigkeit des Nationalen Referenzzentrums für Meningokokken (und später zusätzlich für Haemophilus influenzae) maßgeblich und war hier ein Pionier in der sequenzbasierten epidemiologischen Analyse von Infektionserregern.

Dekan Prof. Dr. Matthias Frosch: „Mit ihm hat die Würzburger Universitätsmedizin einen renommierten Wissenschaftler, einen engagierten Mediziner und einen sehr hoch geschätzten Kollegen verloren.“

 

Aktuelle Test- und Maskenpflichten am UKW: Zusammenfassung

Anpassungen auf Basis der aktualisierten Rechtsgrundlagen seit dem 1. Oktober

Würzburg.  Zum Schutz der Patientinnen und Patienten, der Beschäftigten und der Besucherinnen und Besucher am UKW gelten mehrere Regeln. Rechtliche Grundlagen sind das bundesweit geltende Infektionsschutzgesetz (IfSG) sowie die geltende Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (BayIfSMV).

Aufgrund der am 01.10.2022 in Kraft getretenen Änderungen des bundesweit geltenden Infektionsschutzgesetzes (IfSG) sowie der 17. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (BayIfSMV) informiert das UKW nochmals zusammenfassend über die aktuell am UKW bestehenden Regeln:

 Testpflichten

• Besucher und Begleitpersonen ab 6 Jahren: Tagesaktueller negativer Schnelltest beim Betreten des Gebäudes oder Nachweis eines negativen PCR-Tests (Test erfolgte innerhalb der letzten 48 Stunden)

• Patienten (ambulant und stationär): Keine Testpflicht vor Betreten des Gebäudes (alle stationären Patienten werden weiterhin bei der Aufnahme getestet)

Maskenpflichten 

• Patienten, Besucher und Begleitpersonen ab 14 Jahren (ambulant und stationär): FFP2-Maske

• Patienten, Besucher und Begleitpersonen zwischen 6-14 Jahren (ambulant und stationär): medizinischer Mund-Nasen-Schutz 

Zudem gilt weiterhin grundsätzlich bei Besuchen am UKW:

„2:1:1-Regelung“: Maximal 2 Besucher gleichzeitig pro Tag für 1 Besuch für maximal 1 Stunde insgesamt.

Besuchszeiten sind täglich von 14:00 bis 18:00 Uhr. Der letzte Zutritt zum Klinikum ist um 17:30 Uhr, Ausnahmen sind nur in Absprache möglich.

Ausgezeichnete Diagnostik von neuroendokrinen Tumoren

Hanna Remde vom Uniklinikum Würzburg erhält den ENS@T Award 2022 for Research on Pheochromocytoma and Paraganglioma des European Networks for Study of Adrenal Tumors (ENSAT).

Würzburg.  Phäochromozytome und Paragangliome sind ihr Spezialgebiet. Für ihre Forschung zur Diagnostik dieser seltenen Tumore hat Dr. Hanna Remde beim 21st Kongress des European Networks for Study of Adrenal Tumores (ENSAT) in Warschau den ENS@T Award 2022 for Research on Pheochromocytoma and Paraganglioma erhalten. Mit diesen Tumoren geht eine erhöhte Produktion der blutdrucksteigernden Hormone Adrenalin und Noradrenalin, den so genannten Katecholaminen, einher. Die meisten dieser neuroendokrinen Tumore befinden sich im Nebennierenmark, sie werden als Phäochromozytome bezeichnet. Paragangliome hingegen treten in bestimmten Nervenzellnestern des Kopf-, Hals-, Brust oder Bauchbereichs auf.

Bei Verdacht auf diese Erkrankung werden üblicherweise die Abbauprodukte der Hormone im Blut gemessen, die so genannten Metanephrine. Dabei kommt es oft zu uneindeutigen, nur knapp auffälligen Werten. In diesem Fall, kommt im Rahmen der Tumordiagnostik in der Regel ein Clonidin-Hemmtest zum Einsatz. Dabei wird bei den Patientinnen und Patienten vor und nach Einnahme von Clonidin der Normetanephrin-Spiegel im Blut gemessen und verglichen.

Clonidin-Tests sind genau – doch in vielen Fällen kann auf sie verzichtet werden

Hanna Remde hat mit ihrem Team aus der Endokrinologie Würzburg die diagnostische Genauigkeit dieser Tests untersucht und hierfür die weltweit größte Studie durchgeführt, die nur Patientinnen und Patienten mit echter Indikation für den Test in die Studie eingeschlossen hat. Es zeigte sich eine hohe diagnostische Genauigkeit unter der Anwendung der etablierten Grenzwerte. Noch exakter fielen die Tests aus, wenn ein neuer altersabhängiger Grenzwert verwendet wurde. „Auf den Clonidin-Hemmtest ist also fast immer Verlass, insbesondere bei Berücksichtigung des Alters der Patientinnen und Patienten“, resümiert Hanna Remde. Allerdings seien die Tests nicht immer notwendig, fährt die Ärztin fort: „Bei vielen Studienteilnehmerinnen und -teilnehmern waren die Laborwerte am Testtag bereits vor der Einnahme von Clonidin normalisiert. Daraus schlussfolgern wir, dass bei Patientinnen und Patienten, die einen Normetanephrin-Wert aufweisen, der nur knapp über der Norm liegt, auf einen Clonidin-Test meist verzichtet werden kann. Bei grenzwertig auffälligem Normetaneprin genügt häufig eine einfache Wiederholung der Messung unter optimierten Bedingungen.

Die Ergebnisse des Projekts „Improved Diagnostic Accuracy of Clonidine Suppression Testing Using an Age-Related Cutoff for Plasma Normetanephrine“ wurden in der Fachzeitschrift Hypertension der American Heart Association veröffentlicht. https://www.ahajournals.org/doi/10.1161/HYPERTENSIONAHA.122.19019

In einer weiteren großen multizentrischen Studie erforscht das Team der Endokrinologie gerade, wie sich die Nachsorge dieser neuroendokrinen Tumore bestmöglich gestalten lässt.

 

Universitätsklinika stärken

Die Kultusministerkonferenz verständigt sich mit dem Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) und dem Medizinischen Fakultätentag (MFT) und beschließt ein Positionspapier zur Universitätsmedizin mit konkreten Umsetzungsvorschlägen, die sich insbesondere auch an die Gesundheitspolitik in Bund und Ländern richtet. Eine in Versorgung, Forschung und Ausbildung starke Hochschulmedizin ist der Garant für ein leistungsfähiges und effizientes Gesundheitssystem in Deutschland. Ganz aktuell hat dies die Bewältigung der Corona-Pandemie gezeigt.

Das Positionspapier dreht sich nicht nur um die Finanzierung der Universitätskliniken. Es befasst sich darüber hinaus auch mit der geplanten Krankenhausreform und der Einführung und separaten Finanzierung von Versorgungsstufen, der Krankenhausplanung, der Öffnung von Krankenhäusern für die ambulante Versorgung, der Attraktivität der medizinischen Fachberufe und dem Fachkräftemangel, der Reform des Medizinstudiums sowie mit der Vernetzung der Universitätsmedizin untereinander. 

Karin Prien, Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Ministerin für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein sagt: „Die Herausforderungen können nur gemeistert werden, wenn die Universitätsklinika verstärkt in die Lage versetzt werden, ihre führende Rolle in der Gesundheitsversorgung dauerhaft gewinnbringend für alle entfalten zu können. Das können wir nur in der gemeinsamen Verantwortung von Bund und Ländern erreichen. Hier ist stärker als bisher der Bund gefragt. Den Universitätsklinika sollte dabei eine Koordinierungsfunktion in regionalen und sektorenübergreifenden Versorgungsnetzwerken zukommen. Darüber hinaus ist eine DRG Reform unerlässlich. Der erhöhte Kostenaufwand der Maximalversorger und Universitätsklinika muss genauso im DRG System abgebildet werden, wie spezielle medizinische Angebote der Universitätsklinika und einiger Maximalversorger aufgrund bedarfsnotwendiger Vorhaltungen einer gesonderten Finanzierung bedürfen. Gleichermaßen ist es notwendig, auch die Medizinischen Fakultäten in ihrer Aufgabe, eine zukunftsfähige Ausbildung in allen ärztlichen und Gesundheitsberufen anzubieten, weiter zu stärken. Hierfür sind Reformen auf den Weg zu bringen, die nicht nur die Hochschulmedizin, sondern das gesamte Versorgungs- und Vergütungssystem betreffen.“ 

Clemens Hoch, Minister für Wissenschaft und Gesundheit in Rheinland-Pfalz und A-Ländervertreter bekräftigt die herausragende Stellung der Universitätsklinika in Deutschland. „Die Leistungsfähigkeit der Universitätsmedizin ist länderübergreifend ein wichtiger Baustein der Gesundheitsversorgung. Wir müssen diesen Baustein stärken, damit er seine Aufgaben auch zukünftig tragen und weiter entwickeln kann. In der Kultusministerkonferenz haben wir vor allem die hohen Vorhaltekosten der Spitzenmedizin als Herausforderung herausgearbeitet, auf die wir mit einem abgestuften Versorgungssystem gut reagieren könnten. Die Universitätsmedizin muss selbstverständlich in einem solchen Stufensystem auf der höchsten Ebene angesiedelt werden. In der Krankenhauslandschaft gibt es aber noch weitere wichtige Akteure - seien es die kleinen Krankenhäuser im ländlichen Raum oder andere große Häuser – deren Leistungsfähigkeit wir im Kreis der Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister ebenfalls beachten, damit die Gesundheitsversorgung auch künftig nicht nur auf einem Baustein, sondern auf einem insgesamt stabilen Fundament aufbaut“. 

Markus Blume, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst und B-Länderkoordination betont ebenfalls die zentrale Bedeutung der Universitätsmedizin für das Gesundheitswesen in Deutschland: „Unsere Universitätsklinika sind der Motor des Fortschritts in der Medizin und das Rückgrat der medizinischen Versorgung. Damit das so bleibt, muss die Versorgung in Deutschland neu aufgestellt werden. Diese Reform muss auch in der Finanzierung der Spitzenmedizin abgebildet werden. Der Bund ist darüber hinaus akut in der Pflicht die Universitätsklinika bei der Bewältigung der explodierenden Sach- und Energiekosten zu unterstützen. Ich erwarte hier eine klare Positionierung der Bundesregierung: Aus der Energiekrise darf keine medizinische Fortschritts- oder gar Versorgungskrise werden!“ Zum Entwurf der Bundesregierung zu einer Neufassung der Ärztlichen Approbationsordnung erklärt Blume: „Wer anschafft zahlt – das muss auch hier gelten. Keinesfalls können die Länder akzeptieren, dass der Bund die Inhalte diktiert und die Länder anschließend zur Kasse gebeten werden. Eine Kostenbeteiligung des Bundes ist ein Muss, wenn die Reform der Medizinausbildung gelingen soll.“ 

Prof. Dr. Dr. h.c. Jens Scholz, 1. Vorsitzender Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) sagt: „Die Universitätsklinika haben den umfassendsten Versorgungsauftrag in unserem Krankenhaussystem. Sie sind die höchste Versorgungsstufe. Das ist seit jeher Versorgungsrealität und der Koalitionsvertrag der Ampel erkennt dies an. Wir fordern im Schulterschluss mit der KMK, dass sich das nun auch in der Krankenhausreform niederschlagen muss und die Universitätsklinika endlich dementsprechend finanziert werden. Wir erwarten daher mit Spannung die Vorschläge der Regierungskommission.“ 

Prof. Dr. Matthias Frosch, Präsident des Medizinischen Fakultätentages (MFT) sagt: „Die Herausforderungen einer zunehmend komplexen Zukunft der Medizinversorgung können nur gemeistert werden, wenn eine neue Generation von Ärztinnen und Ärzten wissenschaftlich und klinisch entsprechend ausgebildet wird. Eine Weiterentwicklung des Medizinstudiums ist aber nur auf Basis einer Reform der Ärztlichen Approbationsordnung möglich. Diese muss zeitnah in einem von Bund und Ländern gemeinsam getragenen Finanzierungskonzept ermöglicht werden.“ 

Die Kultusministerkonferenz beschäftigt sich fortlaufend mit den Herausforderungen für die Universitätsmedizin. Bereits im Jahr 2021 hatte die 375. Kultusministerkonferenz ein Strategiepapier speziell zur „Finanzierung der Hochschulmedizin“ beschlossen. Darin werden spezielle Maßnahmen vorgeschlagen, die vor allem kurz- bis mittelfristig für eine bessere Finanzierung der Universitätskliniken innerhalb des bestehenden DRG-Vergütungssystems sorgen sollen. 

Hintergrund: 

Die Gesundheitsversorgung in Deutschland steht vor großen Herausforderungen, die sich durch den medizinisch-technischen Fortschritt allein nicht lösen lassen werden, sondern auch die Beseitigung von Defiziten im Versorgungssystem adressieren müssen. Hierzu zählen neben der Digitalisierung die Über-, Unter- und Fehlversorgung in der derzeitigen Krankenhausstruktur. Im internationalen Vergleich verfügt Deutschland über eine sehr hohe Dichte an Krankenhäusern und Bettenkapazitäten. Ambulante Versorgungsangebote im Krankenhaus und sektorenübergreifende Versorgung sind hingegen nur schwach ausgeprägt. 

Diese Schwächen werden mit dem demografischen Wandel und dem sich verschärfenden Fachkräftemangel nochmals mehr als deutlich werden. Schon heute stehen Krankenhäuser, aber auch alle anderen Gesundheitseinrichtungen vor der Herausforderung, offene Stellen zu besetzen. Mit dem Ausscheiden der „Baby-Boomer“-Generation aus dem Arbeitsleben wird sich die Situation nochmals verschärfen. Die Zahl derer, die in der medizinischen Versorgung beschäftigt sind, wird abnehmen, während der Versorgungsbedarf zunehmen wird. Diese absehbare Entwicklung erfordert vielfältige Maßnahmen, die insbesondere eine Effizienzsteigerung in der Versorgung notwendig machen, statt auf ein Mehr an Köpfen zu setzen, damit es nicht zu Leistungseinschränkungen kommt.

Hier finden Sie das gemeinsame Positionspapier zur Universitätsmedizin. 

 

Pressemitteilung der Kultusministerkonferenz, des Verbands der Universitätsklinika Deutschland und dem Medizinischen Fakultätentag vom 06.10.2022

Inklusion am Arbeitsplatz: Uniklinik Würzburg erhält Auszeichnung

Würzburg. Die Mainfränkischen Werkstätten haben heute (6. Oktober) die Uniklinik Würzburg (UKW) für ihren Einsatz um mehr Inklusion am Arbeitsplatz ausgezeichnet. Dabei ging es um die Arbeit von Christoph Schmitt im Zentrallager des Klinikums.

Aus diesem Anlass wurde ein historisches Stück Würzburger Straßenbahn-Gleis an das Team des Zentrallagers am UKW überreicht. Es steht für die erfolgreiche gelebte Inklusion und die damit verbundene Kooperation zwischen den Mainfränkischen Werkstätten und dem UKW. Die Symbolik hinter der Gleisübergabe erklärt Marilena Krieger, die Fachbereichsleitung des Projekts „INklusiv! Gemeinsam arbeiten“ der Mainfränkischen Werkstätten, wie folgt: „Es steht für den gemeinsamen Weg, den wir zurückgelegt haben und den Weg, den wir noch gemeinsam gehen wollen für mehr Inklusion.“

Alle profitieren vom inklusiven Arbeitsplatz 

Von der erfolgreichen Kooperation profitiert nicht nur Christoph Schmitt, auch die Beschäftigten des Zentrallagers sind dankbar für seinen tatkräftigen Einsatz. Jens Sesselmann bedankt sich im Namen des Zentrallagers für die Verleihung der Auszeichnung und betont: „Gelungene Inklusion bedeutet nicht nur das Bereitstellen eines Arbeitsplatzes, sondern auch eine tolerante und offene Einstellung in den Köpfen aller Kolleginnen und Kollegen. Die Arbeit mit Christoph Schmitt ist eine Bereicherung für uns alle. Wir freuen uns, dass er unser Team verstärkt.“ 

Christoph Schmitt ist seit neun Monaten im Zentrallager tätig: Großen Spaß habe er vor allem an der Lagerpflege, sowie an der Bearbeitung der einzelnen, oft auch umfangreichen, Bestellungen aus den verschiedenen Klinikbereichen, erklärt der 28-Jährige. Dabei wird er auch weiterhin von seiner Integrationsbegleitung Michael Roth unterstützt.

Seine Anstellung am UKW wurde durch eine Kooperation mit den Mainfränkischen Werkstätten ermöglicht. Das Projekt „INklusiv! Gemeinsam arbeiten“ unterstützt und begleitet erwachsene Menschen mit Behinderung auf ihrem Weg in die Arbeitswelt.

Schwerbehindertenquote von 7,7 Prozent am UKW

Das UKW erhält diesen Inklusionspreis bereits zum zweiten Mal. „2017 bekam unsere Warenannahme im Zentrum für Operative und Innere Medizin ein Gleisstück überreicht, die Kooperation besteht bis heute“, so Adrian Lucya, stellvertretender kaufmännischer Direktor des UKW. Lucya weist auf die überdurchschnittlich hohe Schwerbehindertenquote des Klinikums hin. Mit 7,7 Prozent (2021) liegt diese weit über den gesetzlich vorgeschriebenen fünf Prozent. Zur Schaffung von Arbeitsplätzen zur Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Handicap gibt es am UKW feste Strukturen, wie eine Schwerbehindertenvertretung mit hauptamtlich tätigen Vertrauenspersonen für schwerbehinderte Menschen und ihnen gleichgestellte Beschäftigte.

Uniklinikum Würzburg: Mit vier Veranstaltungen Teil der Wuerzburg Web Week 2022

Von der Digitalisierung in der Strahlentherapie bis zu virtuellem Training bei der Ausbildung von Medizinstudierenden – das Uniklinikum Würzburg beteiligt sich mit vier öffentlichen Infoveranstaltungen an der Aktionswoche Wuerzburg Web Week 2022.

 

Würzburg. Die Wuerzburg Web Week ist eine Dachveranstaltung, die in der Region Würzburg alle gesellschaftlichen Gruppen zusammenbringen will, die mit der Digitalisierung zu tun haben. Bei der diesjährigen Neuauflage der Aktionswoche vom 21. bis 28. Oktober ist auch das Uniklinikum Würzburg (UKW) wieder dabei: Vier höchst unterschiedliche Themenangebote füllen das diesjährige Web-Week-Motto „Digitalisieren. Lernen. Vernetzen.“ mit Leben.

KI-unterstützte adaptive Strahlentherapie

Am Dienstag, den 25. Oktober, verdeutlicht zwischen 15:00 und 15:45 Uhr ein Webinar, wie Künstliche Intelligenz (KI) hilft, in einer tagesaktuell personalisierten Strahlentherapie höchstmögliche Wirksamkeit bei gleichzeitig geringstmöglichen Nebenwirkungen zu erzielen.

WebApp und Tele-Intensivmedizin 

Am Mittwoch, den 26. Oktober, wird in einer Online-Veranstaltung von 14:00 bis 15:00 Uhr die UKW WebApp vorgestellt. Mit dieser auf allen digitalen Endgeräten nutzbaren, modularen Anwendung können Ärztinnen und Ärzte unter anderem unkompliziert auf medizinische Standards, wie zum Beispiel für den Einsatz von Antibiotika, zugreifen. 

Am selben Tag können Interessierte mehr über ein am UKW gestartetes Pilotprojekt erfahren, das dazu beitragen soll, die Tele-Intensivmedizin in Bayern aufzubauen und die Möglichkeiten telemedizinischer Visiten zu bewerten. Das Zoom-Meeting dazu geht von 17:00 bis 18:00 Uhr.

Virtual Reality im Medizinstudium

Zum Abschluss gibt es noch eine Vor-Ort-Veranstaltung: Am Donnerstag, den 27. Oktober kann man von 13.00 bis 15.00 Uhr in der Lehrklinik des Klinikums eine Simulations-OP erleben. Hierbei kommt das am UKW entwickelte Virtual Reality-basierte Simulationstraining STEP-VR zum Einsatz, mit dem das Vorgehen bei medizinischen Notfällen erlernt werden kann.

Die Teilnahme an allen Web-Week-Veranstaltungen des UKW ist kostenlos. Weitere Details zum Ablauf und eine Anmeldemöglichkeit gibt es im Programmteil unter www.wueww.de (www.wueww.de). 

Zum Tod von Barbara Stamm: Abschied von einer unermüdlichen Kämpferin für das Gesundheitswesen in Würzburg – und weit darüber hinaus

Mit dem Tod der ehemaligen Bayerischen Landtagspräsidentin Barbara Stamm verliert nicht nur die Würzburger Universitätsmedizin eine hochengagierte Kämpferin für eine bestmögliche Krankenversorgung und eine starke medizinische Forschung.

 

Würzburg. Am 5. Oktober 2022 verstarb nach längerer Krankheit die ehemalige Bayerische Landtagspräsidentin Barbara Stamm im Alter von 77 Jahren. Neben der Trauer um die empathische Politikerin blickt die Würzburger Universitätsmedizin mit großer Dankbarkeit und höchstem Respekt auf ihre vielfältigen Leistungen für das Gesundheitswesen in Mainfranken und ganz Nordbayern zurück.

Unermüdlicher Einsatz für zahlreiche wichtige Einrichtungen

„Barbara Stamm setzte sich während ihrer gesamten politischen Karriere unermüdlich für eine geradezu unüberschaubare Anzahl an Projekten und Strukturen ein, von denen bis heute viele tausend Patientinnen und Patienten profitiert haben und weiterhin profitieren“, unterstreicht Prof. Dr. Christoph Reiners. Der ehemalige Ärztliche Direktor des Uniklinikums Würzburg (UKW) zählt zu den langjährigen Weggefährten der CSU-Politikerin. Als Beispiele für ihr Mitwirken nennt er die Institutionalisierung der Palliativmedizin am UKW, die Gründung des Comprehensive Cancer Centers Mainfranken, die Einrichtung der Spezialklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) am Würzburger Greinberg, die Inbetriebnahme der Intensivstation der KJP sowie die Einrichtung und den Bau des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz Würzburg. 

Sein mittlerweile ebenfalls pensionierter Nachfolger als Ärztlicher Direktor, Prof. Dr. Georg Ertl, ergänzt: „Wir konnten auf Barbara Stamm in den entscheidenden Momenten zählen, fanden bei ihr immer ein offenes Ohr für pragmatische Lösungen, für die sie sich mit der ihr eigenen menschlichen Überzeugungskraft einsetzte. Ohne Barbara Stamm wäre die geplante Nordosterweiterung unseres Medizincampus nicht gekommen – ein Großvorhaben, von dem die Menschen unserer Region und weit darüber hinaus noch jahrzehntelang hohen Nutzen ziehen werden.“

Beide Direktoren betonen zudem, dass die Verschiedene zeitlebens mit einem Löwenherzen dafür kämpfte, dass gerade auch die Patientinnen und Patienten abseits der großen nordbayerischen Zentren Zugang zur Spitzenmedizin erhalten. 

Maßgebliche Förderin der medizinischen Forschung

„Neben dem Einsatz für eine optimierte und menschengerechte Versorgung war sich Frau Stamm dankenswerterweise immer auch der Bedeutung von medizinischer Forschung bewusst“, betont Prof. Dr. Matthias Frosch. Der Dekan der Medizinischen Fakultät der Würzburger Julius-Maximilians-Universität fährt fort: „So trug sie unter anderem maßgeblich dazu bei, dass wir uns heute in Würzburg mit dem Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung schmücken können.“

Prof. Dr. Jens Maschmann, der amtierende Ärztliche Direktor des UKW, fasst zusammen: „Die Energie und Tatkraft von Barbara Stamm, gepaart mit einem überaus freundlichen Wesen sowie einem tiefen Verständnis für die Bedürfnisse der Menschen, waren ein absoluter Glücksfall für die Würzburger Universitätsmedizin. Wir werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren.“