Aktuelle Pressemitteilungen

Prof. Dr. Werner Bohndorf gestorben

Am 9. März dieses Jahres verstarb Prof. Dr. Werner Bohndorf nach kurzer Krankheit im Alter von 94 Jahren. Der ehemalige Direktor der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie des Uniklinikums Würzburg gilt als einer der Vordenker seines Fachgebiets.

„Prof. Werner Bohndorfs großes Verdienst als Arzt und Wissenschaftler beruht vor allem in den Forschungen zur individualisierten Strahlentherapie sowie in deren Einführung in die klinische Routine. Viele seiner Visionen sind heute unverzichtbare Grundlagen einer hochwirksamen und verträglichen Strahlenbehandlung“, unterstreicht Prof. Dr. Michael Flentje, der damit seinem Vorgänger als Direktor der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie des Uniklinikums Würzburg (UKW) würdigt. Der Tod von Prof. Bohndorf Anfang März dieses Jahres ist Anlass für einen Rückblick auf dessen Karriere und Leistungen.

Facharzt für Radiologie

Werner Bohndorf wurde am 24. April 1926 in Böblingen am See nahe der Lutherstadt Eisleben geboren. Nach dem Abitur begann er 1946 mit dem Medizinstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und legte 1952 das Staatsexamen ab. Ab 1955 absolvierte Bohndorf die Facharztausbildung zum Radiologen an der Geschwulstklinik der Akademie der Wissenschaften in Berlin-Buch bei dem ihn prägenden Prof. Dr. Hans-Jürgen Eichhorn.

Seit 1961 am Uniklinikum Würzburg

Nach der Flucht aus der DDR Anfang 1960 arbeitete er zunächst als Oberarzt im Städtischen Krankenhaus in Hanau. Um wieder wissenschaftlich tätig sein zu können, wechselte er im Jahr 1961 an die von Prof. Dr. Horst Ludwig Wullstein geleitete HNO-Klinik der Würzburger Universität. Dort unterstanden ihm die Betreuung der Cobalt-60-Gammabestrahlungsanlage und die Röntgendiagnostik der Hautklinik. Wissenschaftlich beschäftigte sich Bohndorf mit strahlenbiologischen Problemen und apparativen Verbesserungen für die Bestrahlungsplanung. Dies führte im Jahr 1965 zur Habilitation. 1970 übernahm er die neu gegründete Hartstrahlenabteilung der HNO, die in die damals neue Kopfklinik umzog. 

Nach seiner Auffassung sollte jeder Strahlentherapeut auch diagnostisch gut ausgebildet sein. Deshalb gehörten zur Hartstrahlenabteilung auch die entsprechenden Geräte für die Röntgendiagnostik. Die Ernennung zum Professor erfolgte 1971, und im Jahr 1974 übernahm er die Leitung der nun selbstständig gewordenen „Abteilung für Therapeutische Radiologie“. 

Erster Direktor der Klinik für Strahlentherapie

1977 erhielt er den Ruf auf den neuen Lehrstuhl für Strahlentherapie, dem ersten der radiologischen Fächer an der Universität Würzburg. Gleichzeitig wurde die von ihm geführte Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie gegründet. Obwohl das dazugehörige Klinikgebäude erst 1987 eingeweiht werden konnte, wurden unter der Leitung von Prof. Bohndorf schon ab 1977 viele Projekte realisiert. Dazu zählt die Entwicklung einer Datenbank, die alle an der Klinik behandelten Patienten einschließlich der Nachsorge enthielt und dadurch umfangreiche statistische Untersuchungen ermöglichte. Die Installation eines 3D-Programms zur Berechnung von Dosisverteilungen am Universitäts-Rechenzentrum bildete die Voraussetzung für eine individuelle Bestrahlungsplanung und die Entwicklung neuer Bestrahlungstechniken, vor allem der Bewegungsbestrahlung. Prof. Bohndorf erkannte frühzeitig die große Bedeutung der Computertomografie (CT), um individuelle Körperquerschnitte für die Bestrahlungsplanung einzusetzen. Bereits zu Beginn der 1980er Jahre schaffte die Uni Würzburg ein CT-Gerät an, dass zur Hälfte der Strahlentherapie zur Verfügung stand. 

Mit Werner Bohndorfs ständiger Unterstützung wurden durch die Entwicklung der Computersteuerung eines Beschleunigers dynamische Bestrahlungstechniken am Uniklinikum Würzburg möglich, die kommerziell erst zehn Jahre später verfügbar wurden.

Bohndorf verfasste über 120 Publikationen. Sein Auftreten in der Öffentlichkeit war zurückhaltend und bescheiden. Im Jahr 1994 wurde er emeritiert. 

 

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Wechsel in der Universitätsleitung

Ab 1. April 2021 hat die Universität Würzburg einen neuen Präsidenten sowie drei neue Vizepräsidentinnen und zwei neue Vizepräsidenten. Kanzler ist weiterhin Dr. Uwe Klug.

Am 31. März 2021 ist Würzburgs Universitätspräsident Alfred Forchel nach fast zwölf Jahren im Amt in den Ruhestand getreten. Am 1. April übernimmt sein Nachfolger Paul Pauli die Amtsgeschäfte.

Paul Pauli wird die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) in den kommenden Jahren gemeinsam mit den neuen Vizepräsidentinnen Doris Fischer, Caroline Kisker und Anja Schlömerkemper, den neuen Vizepräsidenten Matthias Bode und Andreas Dörpinghaus sowie mit dem bisherigen Kanzler Uwe Klug leiten.

Die Universitätsleitung führt die laufenden Geschäfte der Universität. Sie legt unter anderem die hochschulpolitischen Ziele und die Grundsätze der Entwicklung der Universität fest. Die Amtszeit der Präsidentin oder des Präsidenten beträgt sechs Jahre. Die Vizepräsidentinnen und -präsidenten sind für drei Jahre gewählt.

Präsident Paul Pauli

Paul Pauli wurde am 12. Oktober 2020 vom Universitätsrat zum neuen JMU-Präsidenten gewählt. Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler überreichte ihm die Ernennungsurkunde am 18. März 2021: „Mit Professor Pauli hat der Universitätsrat einen Präsidenten gewählt, der die Universität Würzburg aus unterschiedlichen Perspektiven kennt. Seit vielen Jahren gestaltet er das Hochschulleben erfolgreich in Lehre, Forschung und akademischer Selbstverwaltung mit. Damit verfügt er über einen großen Erfahrungsschatz, um wertvolle Impulse zu setzen und die Universität zukunftsorientiert im Sinne ihres Leitprinzips ‚Wissenschaft für die Gesellschaft’ weiterzuentwickeln. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit und wünsche ihm für die neue Aufgabe alles Gute.“

Pauli, Jahrgang 1960, stammt aus Biberach an der Riß. Er studierte von 1979 bis 1986 Diplom-Psychologie an der Universität Tübingen und arbeitete anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Forschungsstipendiat am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München sowie als wissenschaftlicher Angestellter am Institut für Psychosomatische Medizin, Psychotherapie und Medizinische Psychologie der Technischen Universität München.

1991 wurde Pauli promoviert; seine Habilitation schloss er 1997 im Fach „Medizinische Psychologie“ am Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie der Universität Tübingen ab. Von 2000 bis 2001 leitete er den Lehrstuhl für Clinical Psychology Research an der University of Southampton, England. Ab dem 1. April 2001 leitete er an der JMU den Lehrstuhl für Psychologie I, Biologische Psychologie, Klinische Psychologie und Psychotherapie. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Angststörungen, Schmerzen und Sucht.

Neue Vizes

Die neuen Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten wurden vom Universitätsrat am 29. Januar 2021 gewählt. Sie teilen fünf Arbeitsfelder unter sich auf. Neu geschaffen wurde ein Ressort für Innovation und Wissenstransfer, um das Profil der JMU auf diesem Gebiet zu schärfen. Auch das Thema Nachhaltigkeit wird erstmals in einen Aufgabenbereich aufgenommen.

Vizepräsident Matthias Bode

Matthias Bode ist als Vizepräsident für das neue Ressort „Innovation und Wissenstransfer“ verantwortlich. Bode leitet seit Juli 2010 den Lehrstuhl für Experimentelle Physik II.In seinem Resort möchte Bode dazu beitragen, die nationale und internationale Sichtbarkeit der Universität durch vermehrte Einwerbung innovativer und insbesondere kooperativer Forschungsvorhaben zu erhöhen. Den gesamtgesellschaftlich bedeutenden Wissens- und Technologietransfer möchte er bei Aufrechterhaltung der Forschungsfreiheit erleichtern. Darüber hinaus strebt er einen Ausbau der Digitalisierung für Forschung und Lehre an.

Bode, Jahrgang 1967, hat nach dem Studium der Physik an der TU Braunschweig und der Freien Universität Berlin 1996 an der Universität Hamburg promoviert und wurde dort im Jahr 2003 auch habilitiert. Von 2007 bis zu seinem Wechsel an die JMU war er Gruppenleiter am Center for Nanoscale Materials (Argonne National Laboratory, Illinois, USA). Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Physik von Oberflächen, der Zusammenhang von strukturellen, elektronischen und magnetischen Eigenschaften ultradünner Schichten sowie Effekte der Spin-Bahn-Kopplung, die er mit der Rastertunnelspektroskopie untersucht.

Vizepräsident Andreas Dörpinghaus

Andreas Dörpinghaus, Leiter des Lehrstuhls für Systematische Bildungswissenschaft, ist für den Aufgabenbereich „Studium, Lehre und Qualitätsmanagement“ zuständig.

Zu den wichtigen Themen seiner Amtszeit werden unter anderem Lehrer- und Lehrerinnenbildung, Digitalisierung der Lehre, Studiengangentwicklung, Lehrprofil der JMU, Studium und Nachhaltigkeit, Organisationsentwicklung sowie Optimierungen von Lehr- und Prüfungsstrukturen gehören.

Dörpinghaus, Jahrgang 1967, hat an den Universitäten Duisburg, Düsseldorf und Essen die Fächer Pädagogik, Germanistik, Philosophie und Geschichte studiert. 1997 hat er mit einer Arbeit über Arthur Schopenhauer promoviert; 2000 wurde er mit einer Schrift zur Logik der Rhetorik habilitiert.

Nach Forschungen als Postdoc der DFG und Tätigkeiten an den Universitäten Duisburg, Essen und Köln hat Dörpinghaus seit 2007 den JMU-Lehrstuhl für Systematische Bildungswissenschaft inne. Sechs Jahre war er Dekan der Fakultät für Humanwissenschaften.

Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem Bildungsphilosophie und -geschichte, Wissenschaftstheorie und -geschichte, Philosophie der Wahrnehmung sowie Ästhetische Bildung.

Vizepräsidentin Doris Fischer

„Internationalisierung und Alumni“: Um diese Felder kümmert sich Doris Fischer in ihrem Amt als Vizepräsidentin der JMU. Fischer leitet den Lehrstuhl für China Business and Economics.

Aus ihrer Arbeit in internationalen Forschungsteams und beim Aufbau internationaler Masterstudiengänge an der JMU bringt Fischer Erfahrungen über die Chancen und Herausforderungen im Prozess der Internationalisierung mit. Sie wird diese Erfahrungen einsetzen, um die Universität auf dem Weg zu mehr internationaler Sichtbarkeit und Zusammenarbeit, nicht zuletzt in der wissenschaftlich immer wichtiger werdenden Region Asien, zu unterstützen. Dabei ist es ihr ein Anliegen, dass die JMU als Organisation wahrgenommen wird, an der sich ausländische Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler willkommen, wertgeschätzt und zufrieden fühlen und zu der sie daher gerne eine langfristige Bindung aufbauen.

Fischer, Jahrgang 1965, hat Betriebswirtschaftslehre und Sinologie in Hamburg und Wuhan studiert und in Volkswirtschaftslehre an der Universität Gießen promoviert. Im Mittelpunkt ihrer zahlreichen Forschungsarbeiten zu Wettbewerb, Regulierung sowie Industriepolitik stehen Chinas Wirtschaftspolitik und die damit verbundenen Anreizstrukturen für ökonomische Akteure.

Vor ihrer Berufung nach Würzburg arbeitete Fischer als Hochschulassistentin des Instituts für Ostasienwissenschaften der Universität Duisburg und als wissenschaftliche Referentin am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik in Bonn. Sie war als Gastprofessorin an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Seikei Universität (Tokio) und der Sinologie der Freien Universität Berlin tätig. Von 2010 bis 2012 koordinierte sie das internationale Forschungsprojekt Technological Trajectories for Climate Change Mitigation in China, Europe and India.

In ihren aktuellen Forschungsprojekten untersucht sie unter anderem die Rolle und Ausgestaltung von Industriepolitik für die Energiewende unter der Führung von Xi Jinping sowie die Auswirkungen des chinesischen Sozialpunktesystems auf Unternehmen und globale Regeln.

Vizepräsidentin Caroline Kisker

Caroline Kisker übernimmt als Vizepräsidentin den Aufgabenbereich „Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs“. Kisker leitet den Lehrstuhl für Strukturbiologie.

Ihre Forschungstätigkeit an einem lebenswissenschaftlichen Exzellenzzentrum sowie ihr Engagement in ihrer langjährigen Leitungsfunktion als Dekanin einer Graduiertenschule mit mittlerweile rund 700 Promovierenden, die die Bereiche der Naturwissenschaften, der Medizin und der Psychologie umfasst, prädestinieren Kisker für ihre neuen Aufgaben als Vizepräsidentin. Mit dieser Erfahrung wird sie sich dafür einsetzen, die JMU für die nächste Ausschreibungsrunde der Exzellenzstrategie bestmöglich zu positionieren und dem wissenschaftlichen Nachwuchs optimale Voraussetzungen für Forschung und Karriere zu bieten.

Kisker, Jahrgang 1964, hat an der Freien Universität Berlin Biochemie studiert, wo sie 1994 mit einer Arbeit in der Strukturbiologie und Biochemie promovierte. Danach forschte sie als Postdoktorandin am California Institute of Technology (USA) und lehrte ab 1998 als Assistenz-Professorin und später als Associate-Professorin an der Stony Brook University (USA). 2005 wurde sie Professorin am Rudolf-Virchow-Zentrum – Center for Integrative and Translational Bioimaging der JMU. Von 2009 bis 2016 war sie stellvertretende Leiterin des Zentrums; seit 2016 leitet sie es gemeinsam mit Bernhard Nieswandt. Seit 2009 ist sie außerdem Dekanin der JMU Graduate School of Life Sciences, die sie erfolgreich durch die zweite Runde der Begutachtung in der Exzellenzinitiative geführt hat.

Kiskers Forschungsschwerpunkte sind die Reparaturmechanismen der DNA und das Struktur-basierte Wirkstoffdesign, um neue Medikamente gegen bestimmte Infektionskrankheiten, aber auch für die Tumorbehandlung zu entwickeln.

Vizepräsidentin Anja Schlömerkemper

Anja Schlömerkemper kümmert sich als Vizepräsidentin um die Themen „Chancengleichheit, Karriereplanung und Nachhaltigkeit“. Sie leitet seit April 2011 den Lehrstuhl für Mathematik in den Naturwissenschaften.

Schlömerkemper verantwortet als Vizepräsidentin einen Querschnittsbereich. Sie möchte die Erfolge der JMU in der Frauenförderung ausbauen und andere Bereiche der Chancengleichheit in der gesamten Universität fördern. Hier denkt sie etwa – auch in Verbindung mit dem Bereich Karriereplanung – an die Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern aus nicht-akademischen Elternhäusern. Sie wird sich zudem dafür einsetzen, dass soziale, ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle in Forschung, Lehre und Verwaltung an der JMU einnimmt.

Schlömerkemper, geboren 1973, studierte Physik an der Universität Göttingen. Im Jahr 2002 promovierte sie an der Universität Leipzig im Fach Mathematik. Es folgten Stationen als Postdoktorandin am Mathematischen Institut der Universität Oxford, als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Analysis, Dynamik und Modellierung der Universität Stuttgart, am Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften in Leipzig sowie am Institut für Angewandte Mathematik der Universität Bonn. 2009/10 war sie Vertretungs- und Gastprofessorin an der Universität Erlangen-Nürnberg.

Ihre Forschungsinteressen liegen in der mathematischen Analysis, und hier im Gebiet der partiellen Differentialgleichungen und der Variationsrechnung. Ihre Arbeiten sind überwiegend durch Anwendungen in der Physik und den Materialwissenschaften motiviert. Insbesondere forscht sie an mathematischen Methoden, mit denen zum Beispiel das effektive Verhalten von elastischen oder magnetischen Materialien bestimmt werden kann, das durch Strukturen auf einer mikroskopischen Skala beeinflusst wird.

Kanzler Dr. Uwe Klug

Dr. Uwe Klug leitet als Kanzler die Universitätsverwaltung, ist Beauftragter für den Haushalt und Dienstvorgesetzter des nichtwissenschaftlichen Personals der Universität. Der promovierte Jurist begann 1993 seine Tätigkeit im JMU-Justiziariat, dessen Leitung er ein Jahr später übernahm. 2008 wurde er zum Vertreter des Kanzlers ernannt. Bis dahin war er in verschiedenen Gremien tätig. Unter anderem gehörte er dem Senat und der Haushaltskommission 13 Jahre lang an.

Von Oktober 2011 bis März 2012 war Uwe Klug bereits amtierender Kanzler der Universität. Ende März 2012 wurde er dann auf Vorschlag des Hochschulrats vom Universitätspräsidenten zum Kanzler ernannt.

 

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Pressemitteilung der Universität Würzburg vom 31. März 2021

Kooperation zum Wohle von Krebspatientinnen in der Rhön

Ab Mitte April dieses Jahres finden am Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt onkologische Sprechstunden der Würzburger Universitätsfrauenklinik statt. Ziel der neuen Kooperation ist es, die heimatnahe Versorgung von Frauen mit Brustkrebs und anderen gynäkologischen Tumorerkrankungen in der Region Rhön-Grabfeld weiter zu verbessern.

Der Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt ist ein Grund- und Regionalversorger für sein ländlich geprägtes Umland. Außerdem fungiert das Krankenhaus in einigen Bereichen als überregionale Spezialklinik. Verschiedene medizinische Fachgebiete – ambulant, stationär und rehabilitativ – sind hier eng miteinander verbunden. „Um unser Leistungsspektrum auch bei der Behandlung von gynäkologischen Krebserkrankungen weiter zu optimieren, haben wir kürzlich einen Kooperationsvertrag mit dem Uniklinikum Würzburg geschlossen“, berichtet Prof. Dr. Bernd Griewing, Vorstand Medizin der Rhön-Klinikum AG. Laut dem Abkommen werden ab Mitte April dieses Jahres Expert*innen der Würzburger Universitätsfrauenklinik in Bad Neustadt eine Spezialsprechstunde für Patientinnen mit Brustkrebs oder anderen gynäkologischen Tumoren anbieten – zunächst alle 14 Tage, was sich bei entsprechender Nachfrage auch noch auf einen wöchentlichen Rhythmus steigern ließe. „Dabei können die Würzburger Kollegen unsere Technik nutzen und die Untersuchungen in modernen Behandlungszimmern vornehmen“, kommentiert Jochen Bocklet, Geschäftsführender Direktor am Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt, diese Entwicklung.

Nur für komplexe Eingriffe nach Würzburg

Derzeit organisiert Prof. Dr. Achim Wöckel, der Direktor der Frauenklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW), zusammen mit seinem Team die kommende Sprechstunde in der Rhön. Er erläutert: „Unser Ziel ist eine möglichst umfassende heimatnahe Beratung, Diagnostik und Therapie der Patientinnen mit unseren onkologischen Schwerpunkten. Nur für komplexere Eingriffe, wie größere Operationen, kann es erforderlich sein, dass sie zu uns nach Würzburg kommen. Alle weiteren Behandlungen, wie zum Beispiel Chemotherapien, erhalten sie am Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt.“ Dipl.-Med. Daniela Hegenbarth, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe im MVZ Bad Neustadt GmbH, verdeutlicht: „Für die Frauen unserer Region verbinden sich damit die Vorteile einer Behandlung nach höchsten Standards mit einem Gewinn an Lebensqualität durch kurze Anfahrtswege.“

Erst der Beginn einer weitreichenden Partnerschaft

Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Partnern soll sich in Zukunft noch ausweiten. Als einer der nächsten Schritte ist zum Beispiel geplant, dass Ärzt*innen aus Bad Neustadt ihre Krebspatientinnen bei den Tumorboards der Würzburger Frauenklinik vorstellen können. Ein Tumorboard ist eine Expertenrunde, bei der Vertreter*innen aus verschiedenen Fachrichtungen patientenindividuell die bestmögliche Therapie festlegen. 

Wenn sich die Kooperationsstrukturen bewähren – wovon alle Beteiligten fest ausgehen – soll die Partnerschaft in Zukunft auch auf weitere Spezialbereiche der Gynäkologie und Geburtshilfe ausgeweitet werden.

„Wir bauen zum Wohle der Patientinnen und Patienten seit einigen Jahren verstärkt ein Kooperationsnetzwerk mit den Gesundheitseinrichtungen der Region auf. Das jetzt mit dem Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt geschlossene Abkommen ist ein weiteres mustergültiges Beispiel dieser Strategie“, freut sich Philip Rieger, der Kaufmännische Direktor des UKW.

 

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Preisgekrönter Mediziner

Wie lässt sich die altersbedingte Gefäßverkalkung bremsen? Das erforscht der Mediziner Dr. Florian Kleefeldt. Für seine Arbeit hat er jetzt erneut eine Auszeichnung bekommen.

Bevor es zu einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall kommt, spielt sich in den Blutgefäßen ein anderes krankhaftes Geschehen ab: die Gefäßverkalkung. In der Fachsprache der Medizin wird sie Atherosklerose genannt. 

Bei diesem alterungsbedingten Prozess bilden sich in den Wänden der Gefäße sogenannte Plaques. Das sind chronisch entzündete Stellen, an denen laufend Zellen absterben und die immer größer werden. Zum Blutstrom hin sind die Plaques durch eine Art Deckel abgeschirmt. 

„Wenn dieser Deckel reißt, kommt das Plaque-Material mit dem Blut in Kontakt und es bildet sich ein Gerinnsel“, erklärt der Mediziner Dr. Florian Kleefeldt (30) von der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg. Wird das Gerinnsel mit dem Blutstrom fortgerissen, kann es an anderen Stellen im Körper Blutgefäße verstopfen - ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall sind mögliche Konsequenzen. 

Blutgefäße und Plaques im Blick

Kleefeldt erforscht die Alterung der Blutgefäße und die Vorgänge, die zur Bildung der Plaques führen. Er ist am Institut für Anatomie und Zellbiologie der JMU im Team von Professor Süleyman Ergün tätig. 

Bei seinen Forschungen kam heraus, dass das Protein CEACAM1 mit dem Altern der Blutgefäße in Zusammenhang steht. Je älter ein Mensch ist, desto mehr von diesem Protein steckt in seinen Gefäßen. Kleefeldt hat in seiner Doktorarbeit gezeigt, dass CEACAM1 die Gefäßwände durchlässiger macht. Außerdem lässt es narbenartige Kollagen-Ablagerungen entstehen, die der Ausgangspunkt für Plaques sind.

Stipendium der Novartis-Stiftung

Für seine Doktorarbeit erhielt er 2020 den Promotionspreis der Anatomischen Gesellschaft. Jetzt ist eine weitere Auszeichnung dazugekommen: ein Graduiertenstipendium der Novartis-Stiftung für therapeutische Forschung. Insgesamt drei solche Stipendien vergibt die Stiftung jedes Jahr bundesweit. Dotiert sind sie mit jeweils 8.000 Euro. 

An der JMU fließt das Geld in ein neues Projekt. Kleefeldt will dabei klären, ob das Protein CEACAM1 nicht nur für die Plaquebildung eine Rolle spielt, sondern ob es sich darüber hinaus auch als Zielstruktur für die Prävention von Herzinfarkt und Schlaganfall eignet.

Bei ihren Arbeiten behalten die Forschenden der JMU immer die Patientinnen und Patienten im Blick. „Wir suchen nach Möglichkeiten, im alternden Blutgefäßsystem das Wachstum der Plaques zu bremsen. Gelingen könnte das mit Wirkstoffen, die das Protein CEACAM1 hemmen. Je langsamer die Plaques wachsen, desto kleiner wird das Risiko, dass sie aufreißen und sich die lebensgefährlichen Gerinnsel bilden“, sagt Kleefeldt.

Projekt zur Krebstherapie geplant

Das Protein CEACAM1 spielt auch bei Krebserkrankungen der Haut, des Dickdarms, der Lunge und anderer Organe eine Rolle: Dort kommt es in metastasierenden Tumoren wesentlich häufiger vor als in örtlich begrenzen Tumoren. Und es sorgt dafür, dass metastasierte Tumorzellen auf ihrem Weg durch den Körper besser überleben.

Wie das möglich ist, möchte Kleefeldts Team in einem neuen Projekt klären. „Wir wollen auch prüfen, ob sich CEACAM1 als therapeutisches Ziel zur Prävention und Behandlung metastasierender Tumoren eignet“, sagt der Mediziner. Zur Finanzierung dieses Projekts bittet die Würzburger Stiftung „Forschung hilft“ die Bevölkerung um Spenden. Die Stiftung fördert die Krebsforschung an der JMU. Sie stuft Kleefeldts Projektidee als herausragend und vielversprechend ein. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite der Stiftung:

https://www.forschung-hilft.de/de/forschungsprojekte/neue-mechanismen-der-tumormetastasierung

Werdegang des Preisträgers

Florian Kleefeldt, Jahrgang 1991, ist in Niederstetten im Main-Tauber-Kreis aufgewachsen und hat an der JMU Medizin studiert. Er absolvierte hier auch das Begleitstudium „Experimentelle Medizin“. Dieses schließt mit einem Master ab und qualifiziert für die biomedizinische Forschung.

Zur Doktorarbeit kam Kleefeldt in die Anatomie zu Professor Ergün. Dessen Team gewann ihn final für die Wissenschaft. „Ich war und bin begeistert von der Forschung und der guten Betreuung hier.“ Als Assistenzarzt für Anatomie trägt er nun dazu bei, dass die Betreuung der Medizin- und Zahnmedizin-Studierenden weiterhin sehr gut bleibt: „Die Lehre macht mir sehr viel Spaß!“

Kontakt

Dr. Florian Kleefeldt, Institut für Anatomie und Zellbiologie, Universität Würzburg, T +49 931 31-80681, florian.kleefeldt@ uni-wuerzburg.de

https://www.anatomie.uni-wuerzburg.de/forschung/kardiovaskulaere-forschung/

 

einBlick - Das Online-Magazin der Universität Würzburg

Die Würzburger Universitäts-Frauenklink informiert zu Unterbauchschmerzen

Am Dienstag, den 27. April 2021, widmen sich zwei Expertinnen und ein Experte der Würzburger Universitäts-Frauenklinik in Online-Vorträgen den Themen Unterbauchschmerzen, Endometriose und Beckenbodenschwäche. Die kostenlose Veranstaltung ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der Mediengruppe Main-Post.

 

Unterbauchschmerzen bei Frauen können viele Gründe haben. Einen Teil des möglichen Ursachenspektrums nimmt eine Online-Veranstaltung am Dienstag, den 27. April 2021, in den Blick. An diesem Termin richten Dr. Anastasia Altides, Dr. Sophia Jeschke und Privatdozent Dr. Ralf Joukhadar – alle drei von der Frauenklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW) – den Fokus auf die Endometriose sowie auf Beschwerden durch Beckenbodensenkungen. 

Endometriose – eine der häufigsten weiblichen Erkrankungen

Mit bis zu 40.000 pro Jahr neu erkrankten Patientinnen in Deutschland ist die Endometriose eine der häufigsten weiblichen Krankheiten. „Bei der gutartigen, chronischen Erkrankung kommt Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutterhöhle vor, also zum Beispiel im Scheidenbereich, im Bauchfell, in den Eierstöcken oder in der Darmwand. Die Folge sind häufig starke Regel- und Unterbauchschmerzen“, beschreibt die Oberärztin Dr. Altides. In ihrem Vortrag schildert die Leiterin des Endometriosezentrums des UKW typische Symptome und zeigt die Behandlungsmöglichkeiten auf. 

Schmerzen auch durch Beckenbodensenkungen

„Auch fortgeschrittene Beckenbodensenkungen können Schmerzen im Unterbauch hervorrufen. Knapp 15 Prozent aller Frauen sind davon betroffen“, berichtet Dr. Jeschke. Die Oberärztin geht in ihrem Vortrag unter anderem auf die Gründe der Beckenbodenschwäche ein. 

Im Anschluss erläutert Dr. Joukhadar, der Leitende Oberarzt der Frauenklinik, wann beide Krankheitsbilder durch eine Operation behandelt werden müssen und welche modernen Operationsformen am UKW eingesetzt werden. 

Nach den kurzen Vorträgen werden die Fachleute auch auf vorab – im Rahmen der Anmeldung – von den Teilnehmerinnen eingereichte Fragen eingehen. 

Das UKW organisiert die Veranstaltung gemeinsam mit der Mediengruppe Main-Post. Beginn ist um 18:00 Uhr unter Nutzung der Plattform „Skype for Business“. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine Internetverbindung sowie ein Smartphone, ein Tablet, ein Laptop oder ein PC. Wichtig ist eine Anmeldung ausschließlich bei der Main-Post unter Tel: 0931/6001 6009 oder unter http://akademie.mainpost.de.

 

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10 Jahre Forschen Behandeln Vorbeugen

Zehn Jahre lang wurde das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, um sich als Modellzentrum für Innovationen in der Deutschen Hochschulmedizin zu etablieren. Wir haben laufen gelernt, unser Netzwerk erweitert und einige wegweisende Meilensteine in der Forschung, Behandlung und Prävention der Herzinsuffizienz gesetzt.

In unserer Jubiläumsbroschüre blicken wir zurück auf die Entstehungsgeschichte des DZHI, die vier Departments, unsere Junior- und Arbeitsgruppen, Core Facilities, die Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit, die Herzinsuffizienz an sich und ihre Begleiterkrankungen sowie seltene Erkrankungen; wir stellen optimierte Versorgungsstrukturen vor, u. a. Telemonitoring, spezialisierte Pflegekräfte und MFA; und wir berichten über unsere Grundlagenforschung, Vernetzung und Nachwuchsförderung.

Die Jubiläums-Broschüre finden Sie hier als (PDF), ein ausgedrucktes Exemplar schicken wir Ihnen auf Anfrage (dzhi@ ukw.de) gern zu.

Neuer Ansatz gegen Covid-19

Wissenschaftler der Universität Würzburg arbeiten mit einem Pharmaunternehmen an einem neuartigen Ansatz zur oralen Impfung gegen das Coronavirus.

Wenn es nach Professor Thomas Rudel und dem biopharmazeutischen Unternehmen Aeterna Zentaris GmbH geht, könnte es in Zukunft möglicherweise signifikante Verstärkung im Kampf gegen die weltweite Corona-Pandemie geben: eine Impfung, die nicht mit der Spritze verabreicht wird, sondern in Form einer Kapsel, die einfach geschluckt werden kann. Die präklinische Entwicklung, die den Weg zu ersten klinischen Studien an Menschen ebnen soll, hat bereits angefangen.

Thomas Rudel ist Inhaber des Lehrstuhls für Mikrobiologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU). Vor gut einem Jahr hatte er die Idee für die orale Schutzimpfung. Sein Ansatz: „Wir verwenden einen Ansatz, der schon seit vielen Jahren, millionenfach als Schutz vor einer Typhus-Infektion im Einsatz ist“. Der orale Typhus-Impfstoff basiert auf einem speziellen Bakterienstamm, Salmonella Typhi Ty21a

Potentiell starke Immunantwort

Mit dem gleichen Bakterienstamm arbeiten jetzt auch Rudel und die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in seinem Labor. Allerdings mit einer bedeutenden Modifikation: „Wir haben die Bakterien so programmiert, dass sie SARS-CoV-2-Antigene produzieren“, erklärt der Mikrobiologe. Unterstützt wurde Rudel dabei von der Mikrobiologin Dr. Birgit Bergmann. In einer Kapsel vor dem Angriff der Magensäure geschützt, sollen die Bakterien nach der Passage durch den Magen im Dünndarm des Menschen ihre Wirkung entfalten. Der wissenschaftliche Ansatz geht davon aus, dass die Bakterien dort die Antigene dem Immunsystem präsentieren können.

„Spezielle Zellen in der Darmwand sollen dafür sorgen, dass Bakterien und die Antigene von Immunzellen aufgenommen und in lymphoides Gewebe weitertransportiert werden“, sagt Rudel. Dort könnten sie wiederum andere Zellen des Immunsystems aktivieren – sogenannte B- und T-Zellen – und eine Immunantwort in Gang setzen. Rudel hofft, dass diese Immunantwort im Erfolgsfall so stark ist, dass alle Schleimhäute des Menschen in Alarmbereitschaft versetzt werden, und in der Folge Coronaviren schon dort am Eindringen in den Körper gehindert werden.

Eingebauter Sicherheitsanker

Dass die von Rudels Team entwickelten Bakterien nicht ein, sondern gleich zwei Antigene produzieren sollen, hat einen einfachen Grund: Wie sich in den vergangenen Monaten gezeigt hat, mutiert SARS-CoV-2 häufig. Das könnte zur Folge haben, dass ein Antigen nur noch schwach wirksam ist, wenn das Virus sich entsprechend verändert haben sollte. Das zweite Antigen könnte deshalb als „Sicherheitsanker“ dienen: Es basiert auf einem Gen, von dem sich gezeigt hat, dass es nur selten mutiert.

Vergleichsweise günstig herzustellen, einfach zu verabreichen und relativ stabil auch bei normalen Temperaturen: Dies sind ein paar vorteilhafte Eigenschaften, die ein solcher, neuartiger Impfstoff besitzen könnte, wenn er es zur Marktreife gebracht hat. Das würde ihn im Erfolgsfall auch für den Einsatz in Ländern attraktiv machen, in denen es schwierig ist, eine Kühlkette mit Temperaturen von bis zu minus 70°C ohne Unterbrechung zu gewährleisten. 

Erfahrung aus früherer Impfstoffentwicklung

Thomas Rudel und sein Team entwickeln mit finanzieller Unterstützung der Aeterna Zentaris GmbH die Impfstämme und werden präklinische Arbeiten absolvieren; nach erfolgreichem Abschluss der Präklinik würde für die nachfolgenden klinischen Tests das Pharmaunternehmen zuständig sein. Rudel ist zuversichtlich, dass die dafür nötigen Genehmigungen relativ schnell vorliegen könnten. Bereits vor ein paar Jahren hatte Aeterna Zentaris mit einem ähnlichen Verfahren an einem Impfstoff gegen Prostatakrebs gearbeitet, der kurz vor der Aufnahme klinischer Prüfungen stand und behördlich für die klinische Untersuchung abgesegnet worden war. Auf diesen Erfahrungen kann das Team jetzt aufbauen.

Trotz aller Euphorie: Eine Garantie dafür, dass schon bald eine orale Impfung gegen Covid-19 in den Apotheken liegt, gibt es nicht, warnt Rudel. Schließlich seien schon viele Wirkstoffe selbst in einem späten Entwicklungsstadium gescheitert, weil sie nicht ausreichend wirksam waren oder unerwartete und unerwünschte Effekte gezeigt haben. Dieses Risiko bestehe immer. Umso gespannter wird Rudel die kommenden Monate abwarten.

Unterstützung vom SFT

Unterstützung bei der Entwicklung des potenziellen Impfstoffs hat Thomas Rudel auch vom Servicezentrum Forschung und Technologietransfer (SFT) der Universität Würzburg erhalten. Dr. Iris Zwirner-Baier, stellvertretende Leiterin des Servicezentrums und Patentmanagerin, stand ihm bei allen Fragen rund um Patentierung und Lizensierung mit ihrer langjährigen Expertise zur Seite.

Kontakt

Bei Anfragen zu dem Projekt kontaktieren Sie bitte die Pressestelle der Universität Würzburg, T: +49 931 31-82172 oder -82059, presse@uni-wuerzburg.de

 

Pressemitteilung der Universität Würzburg vom 24. März 2021

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