Aktuelle Pressemitteilungen

Vier Auszeichnungen für Würzburg

Bei der Jahressitzung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften spielte Würzburg eine besondere Rolle. Gleich vier Vertreterinnen und Vertreter von Uni und Uniklinikum erhielten Auszeichnungen.

Am Samstag, 3. Dezember 2022, hatte die Bayerische Akademie der Wissenschaften (BAdW) zu ihrer feierlichen Jahressitzung in den Herkulessaal der Münchner Residenz geladen. Der bisherige Akademiepräsident Thomas O. Höllmann blickte dabei zurück auf das Akademiejahr und übergab das Amt an seinen Nachfolger, den Nuklearmediziner Markus Schwaiger. Zudem verlieh die Akademie Preise im Wert von insgesamt 46.000 Euro.

Auszeichnungen

Der Mediziner Michael Hudecek wurde für seine bahnbrechenden Forschungen im Bereich der Präzisionsmedizin mit dem Friedrich Wilhelm Schelling-Preis ausgezeichnet. Dotiert mit 25.000 Euro ist er der wichtigste Forschungspreis der BAdW und wird alle zwei Jahre verliehen. Hudecek ist Inhaber des Lehrstuhls für Zelluläre Immuntherapie; er forscht an der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Uniklinikums Würzburg (UKW).Der Physiker Ronny Thomale erhielt den Karl-Heinz Hoffmann-Preis für die Erforschung unkonventioneller Phänomene korrelierter Elektronensysteme und der Erschließung topolektrischer Schaltkreise. Der Preis wird von der Familie Ulrich L. Rohde gestiftet, zeichnet im jährlichen Wechsel Forschungsleistungen jüngerer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Bereich der Geistes- beziehungsweise Naturwissenschaften aus und ist mit 10.000 Euro dotiert. Thomale leitet an der Universität Würzburg den Lehrstuhl für Theoretische Physik I.
Für besondere Leistungen in den Naturwissenschaften erhielt die Chemikerin Agnieszka Nowak-Król den Arnold Sommerfeld-Preis. Sie forscht zu organischen Farbstoffen und π- konjugierten kohlenstoffbasierten Materialien. Der mit 4.000 Euro dotierte Preis wird von der Gesellschaft der Freunde der BAdW finanziert. Nowak-Król hat an der Universität Würzburg die Juniorprofessur für Anorganische Chemie Bor-haltiger Funktionsmaterialien inne.
Darüber hinaus wurde für seine besonderen Verdienste um die Bayerische Akademie der Wissenschaften der frühere Unipräsident Alfred Forchel mit der Medaille Bene merenti in Silber ausgezeichnet. Forchel war eine der treibenden Kräfte hinter der Gründung des Schelling-Forums im Jahr 2022, einer gemeinsamen Einrichtung der BAdW und der Universität in Würzburg.

Pressemitteilung des Online-Magazines einBlick vom 06.12.2022

Bayerischer Verfassungsorden für Prof. Dr. Hermann Einsele

Der Orden zählt zu den höchsten und seltensten Auszeichnungen im Freistaat. Jetzt wurde die Auszeichnung an zwei Würzburger Wissenschaftler verliehen: Prof. Hermann Einsele und Prof. Klaus Schilling.

Der Bayerische Landtag ehrt mit dem Verfassungsorden Bürgerinnen und Bürger, die sich aktiv für die Werte der bayerischen Verfassung engagieren. In diesem Jahr geht die Auszeichnung unter Anderen an den Mediziner Professor Hermann Einsele.

Laudatio Hermann Einsele

Hermann Einsele ist ein national und international hochangesehener Wissenschaftler auf dem Feld der Inneren Medizin mit den Schwerpunkten Hämatologie und Onkologie. Der Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik Il des Würzburger Universitätsklinikums setzt sich dabei unermüdlich für die Erforschung und Entwicklung neuer Therapien unter anderem gegen Blutkrebs und Infektionskrankheiten bei immunabwehrgeschwächten Patientinnen und Patienten ein.
Unter seiner Leitung laufen immuntherapeutische Studien für viele Tumorerkrankungen. Einsele hat eine Krebstherapie mit spezifisch veränderten Immunzellen entwickelt und diese erstmals in Europa klinisch eingesetzt.
Als Koordinator des Klinik-Verbundes „WERA“, dem die Unikliniken in Würzburg, Erlangen, Regensburg und Augsburg angehören, ist es Hermann Einsele gelungen, in Würzburg einen neuen Standort des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) anzusiedeln. Seit 2014 ist er Mitglied der „Akademie der Wissenschaften und der Literatur“ und seit 2017 „Highly Cited Researcher“ in der Kategorie Klinische Medizin, was die Relevanz seiner Forschung unterstreicht.
Darüber hinaus ist er Mitglied zahlreicher Beratungsgremien und in vielen Forschungsverbünden aktiv und hat sich sechs Jahre lang im Präsidium der Julius-Maximilians-Universität (JMU) als Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs engagiert.


Der Verfassungsorden

Die Auszeichnung wurde als Bayerische Verfassungsmedaille am 1. Dezember 1961 vom damaligen Landtagspräsidenten Rudolf Hanauer gestiftet. Seit nunmehr 60 Jahren ist sie öffentliche Anerkennung für Bürgerinnen und Bürger, die sich herausragend für das Gemeinwohl engagieren und damit die Werte der Bayerischen Verfassung mit Leben füllen. Seit 2021 wird der Orden als Bayerischer Verfassungsorden in einer Klasse jährlich an maximal 50 neue Ordensträgerinnen und -träger verliehen. Er zählt damit zu den höchsten und seltensten Auszeichnungen im Freistaat.Verliehen wurde der Orden im Rahmen eines Festakts im Maximilianeum am Freitag, 2. Dezember 2022. Unter den weiteren Ausgezeichneten in diesem Jahr sind Persönlichkeiten wie die Kabarettistin Martina Schwarzmann, der ehemalige Skirennläufer Felix Neureuther, die Unternehmerin Susanne Klatten und der Regisseur und Produzent Michael „Bully“ Herbig.

 

Pressemeldungen des Bayerischen Landtags:
Verleihung der Verfassungsorden 2022 | Bayerischer Landtag 
Bayerischer Orden für zwei Würzburger - einBLICK - Online-Magazin der Universität Würzburg (uni-wuerzburg.de)

Lesend Zeichen setzen - Signierstunde mit Herrn Prof. Dr. Alexander Meining am Samstag, 7. Januar 2023

Am Samstag, den 7. Januar 2023 signiert Prof. Dr. Alexander Meining vom Uniklinikum Würzburg im Kürschnerhof 4-6 in Würzburg seinen historischen Krimi „Mord im Ringpark“.

Sein Honorar für jedes verkaufte Exemplar geht an „Forschung hilft“, die Stiftung zur Förderung der Krebsforschung an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.


Filmmusik zugunsten der Parkinson Stiftung

Die Würzburger Pianistin Anna Scheps stellt ihre neue Doppel-CD in den Dienst der von Prof. Dr. Jens Volkmann geleiteten Parkinson Stiftung.

Würzburg/Berlin. „Shaken not stirred“ – also „Geschüttelt, nicht gerührt“ – heißt eine neue Musik-CD, die die russisch-deutsche Pianistin Anna Scheps der Parkinson Stiftung und dem Kampf gegen die Erkrankung des zentralen Nervensystems gewidmet hat. „Der Titel mit dem berühmten James-Bond-Filmzitat wird von Parkinson-Kranken weltweit mit einer gewissen Selbstironie genutzt, um auf das Zittern als Zeichen der Krankheit aufmerksam zu machen. Gleichzeitig zeigt die Assoziation mit einer starken Figur wie James Bond, dass man kampfbereit ist und trotz einer noch unheilbaren Erkrankung nicht aufgeben will“, erläutert die Würzburger Künstlerin. Außerdem verweist der Titel auf die musikalischen Inhalte der Doppel-CD, die einige der schönsten und mitreißendsten Filmmelodien der letzten fünfzig Jahre in außergewöhnlichen Klavierfassungen wiedergibt.

Booklet mit Interview zum Thema Parkinson
Einen Bezug zur Stiftung stellt ferner das Booklet der CD her, in dem der an Parkinson erkrankte TV-Entertainer und Journalist Frank Elstner ein entsprechendes Interview mit Anna Scheps führt. Prof. Dr. Jens Volkmann, der Präsident der Parkinson Stiftung, ist von diesem Engagement begeistert. „Wir nutzen ein von der Musikerin dankenswerterweise gespendetes Kontingent der CD in den kommenden Monaten für diverse Fundraising- und Awareness-Aktionen“, beschreibt der Direktor der Neurologischen Klinik des Uniklinikums Würzburg.

Gewinnen oder kaufen
Beispielsweise kann man ab dem 9. Dezember dieses Jahres über die Facebook-Seite der Stiftung (www.facebook.com/parkinsonstiftung) CDs gewinnen, wenn man einen unterstützenden Kommentar unter dem Hashtag #FightParkinson hinterlässt und weitere Multiplikatoren gewinnt.Außerdem: Wer die CD über den Facebook-Auftritt von Anna Scheps unter www.facebook.com/anna.scheps kauft, unterstützt damit durch die von der Pianistin anteilig gespendeten Einnahmen die Parkinson Stiftung auch finanziell. Hörbeispiele aus dem auch als Download verfügbaren Werk gibt es hier: www.naxos.com/CatalogueDetail/?id=8.551468-69 

Über die Parkinson Stiftung
Die Parkinson Stiftung wurde im Jahr 2019 von der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (DPG) e.V. gegründet und finanziert sich aus Spenden. Ihr Anliegen ist es, umfassend über die Krankheit zu informieren und die weitere Erforschung möglicher Therapieformen voranzutreiben. Wichtigstes Forschungsziel ist die Verlangsamung, Abmilderung oder Prävention der bislang nicht heilbaren Parkinson-Krankheit. Frank Elstner unterstützt die Stiftung als Botschafter und Beiratsmitglied von Anfang an. Spendenmöglichkeiten und weitere Informationen unter www.parkinsonstiftung.de.

Das renommierte Zertifikat dokumentiert das hohe Qualitätsbewusstsein und die Erfolge eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses an Unterfrankens Krankenhaus der Maximalversorgung. 

Würzburg. Die Abkürzung KTQ steht für „Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen“. Die KTQ-GmbH bietet unter diesem Namen ein freiwilliges Zertifizierungsverfahren für medizinische Einrichtungen an, das dokumentiert, wie die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten im Klinikalltag berücksichtigt werden. Darüber hinaus stehen die Mitarbeiterorientierung, Aspekte der Sicherheit und des Risikomanagements, das Informationswesen, die Krankenhausführung und das Qualitätsmanagement auf dem Prüfstand. Das Uniklinikum Würzburg (UKW) wurde im Jahr 2013 zum ersten Mal erfolgreich nach diesem Verfahren zertifiziert. Seither stehen alle drei Jahre Rezertifizierungen an. Gemäß diesem Turnus bestand das UKW kürzlich seine dritte Rezertifizierung – mit hervorragendem Ergebnis. 

Einwöchiger Visitationsbesuch
Dafür waren vom 20. bis 26. November vier externe Experten aus dem Gesundheitswesen – drei KTQ-Visitoren und ein Visitationsbegleiter – am UKW zu Gast. Sie kontrollierten durch stichprobenartige Begehungen in verschiedenen Abteilungen des Klinikums und durch kollegiale Dialoge mit den Beschäftigten die Einhaltung der im neuesten KTQ-Katalog definierten Qualitätsmerkmale. Als eine vom UKW angestoßene Innovation kamen in einem Pilot-Projekt außerdem 15 Impulsvorträge von Expertinnen und Experten des Klinikums hinzu.

Weitere Steigerung bei den Bewertungspunkten
Am Ende der Woche erteilten die Visitoren das Zertifikat für weitere drei Jahre. Nach ihrem Urteil erzielte das UKW beim diesjährigen Durchlauf 83,6 Prozent der möglichen Bewertungspunkte. „Bei der Erstzertifizierung im Jahr 2013 waren es noch 66 Prozent. Damit setzt sich die seither in den Rezertifizierungen dokumentierte, kontinuierliche Qualitätssteigerung an unserem Klinikum weiter fort“, freut sich Dr. Gerhard Schwarzmann, der Leiter der Stabsstelle Medizinisches Struktur-, Prozess- und Qualitätsmanagement des UKW. Bei ihrer Ergebnispräsentation lobten die Visitoren nicht nur die am Würzburger Uniklinikum gepflegte fachliche Qualität von Strukturen und Prozessen. Auch die Offenheit und Begeisterung aller ihrer Gesprächspartnerinnen und -partner seien absolut außergewöhnlich gewesen.

Dankesveranstaltung für alle Beteiligten 
Bei einer Veranstaltung am 5. Dezember 2022 dankte der Klinikumsvorstand allen Beschäftigten, die zu diesem großartigen Erfolg getragen hatten. „Es war mir eine besondere Freude zu hören, wie positiv die Visitoren die Begehungen während der gesamten Woche erlebt haben. Das zeugt von einer hohen Identifikation unserer Beschäftigten mit ihren Aufgaben, die die Grundlage für dieses hervorragende Ergebnis bildete“, sagte Prof. Dr. Jens Maschmann, der Ärztliche Direktor des UKW, in seiner Ansprache und fuhr fort: „Darauf können wir alle sehr stolz sein. Die Bewertung der Einzelergebnisse wird uns die Grundlage für weitere Verbesserungen in der Zukunft liefern.“

Handlungskatalog auf Basis der Visitationsergebnisse
Wie geht es weiter? „Sobald uns der schriftliche Visitationsbericht vorliegt, werden wir erneut einen Handlungskatalog erarbeiten, der als Grundlage für weitere Maßnahmen und Qualitätsprojekte in den kommenden drei Jahren dienen soll. Denn nach der Visitation ist vor der Visitation“, kündigt Dr. Schwarzmann an. 

Gerüstet für den Ernstfall: Das Uniklinikum Würzburg erhält das DAKEP-Zertifikat für seine Vorbereitung auf Katastrophen

Die Corona-Pandemie, Naturkatastrophen, Cyber-Attacken oder auch die Versorgung von Kriegsopfern aus der Ukraine – die Herausforderungen für Krankenhäuser sind vielfältig. Um sie bewältigen zu können, müssen die Kliniken vorbereitet sein.

 Für die Qualität seiner Alarm- und Einsatzpläne hat das Uniklinikum Würzburg (UKW) nun im Rahmen der KTQ-Zertifizierung das Zertifikat der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Krankenhaus-Einsatzplanung (DAKEP e.V.) erhalten.

Würzburg. Krankenhäuser sind Teil der kritischen Infrastruktur in Deutschland. Die Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung der Bevölkerung ist zentraler Bestandteil bei der Bewältigung besonderer Schadenslagen. Die Corona-Pandemie oder die jüngsten Naturkatastrophen haben dies eindrücklich gezeigt. Damit eine solche Herausforderung gemeistert werden kann, müssen Krankenhäuser sogenannte Alarm- und Einsatzpläne erstellen. 

ZSTAR-Kreis zur Konzepterstellung am UKW entwickelt
„Als Klinikum der Maximalversorgung kennen wir unsere besondere Aufgabe bei der Bewältigung von außergewöhnlichen Schadensereignissen und Katastrophen. Diesen Anforderungen wollen wir gerecht werden“, erklärt Prof. Dr. Thomas Wurmb. Der Leiter der Sektion Notfall- und Katastrophenmedizin an der Klinik und Poliklinik für Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie des UKW kümmert sich seit vielen Jahren um die Erstellung der Einsatzpläne am Uniklinikum. „Wir haben hierfür sogar eine eigene Kommission ins Leben gerufen, weil diese Aufgabe nur im Team bewältigt werden kann“ stellt Prof. Wurmb klar. Erarbeitet wurden die Konzepte anhand des ZSTAR-Kreises, der von Prof. Wurmb entwickelt wurde und gerade bei der Vorbereitung auf Katastrophen hilft (siehe Bild). 

In zwölf Kriterien erfolgreich geprüft
Nun wurde die Alarm- und Einsatzplanung des UKW einer kritischen Prüfung unterzogen. Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft Krankenhaus-Einsatzplanung (DAKEP e.V.) bietet seit kurzem ein solches Prüfverfahren an, bei dem anhand von zwölf Kriterien der Qualität der Einsatzpläne auf den Zahn gefühlt wird. Hierbei kommt es vor allem auf den Stand der Entwicklung, die ständige Überprüfung der Pläne sowie die Fähigkeiten zur Umstellung des Krankenhauses auf einen Krisenmodus an.

Als zweites deutsches Uniklinikum zertifiziert
„Wir sind stolz, dass wir das sechste Krankenhaus in Deutschland und das zweite deutsche Uniklinikum sind, das sich dieses wichtige Zertifikat verdient hat. Es ist Ausdruck der Bedeutung, die wir diesem Thema am UKW beimessen“, betont Prof. Dr. Jens Maschmann, der Ärztliche Direktor des UKW. Verbunden mit der dritten Rezertifizierung des Würzburger Uniklinikums durch die Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitsweisen (KTQ), die ebenfalls erfolgreich bestanden wurde, trägt das UKW nun zwei wichtige Qualitätszertifikate. 


Würzburg. Am 5. Dezember, dem Internationalen Tag des Ehrenamts, lud das Uniklinikum Würzburg (UKW) alle an seinem Selbsthilfefreundlichkeitsprozess beteiligten Persönlichkeiten, Gruppen und Einrichtungen zu einem Festakt ins Exerzitienhaus Himmelspforten in Würzburg ein. Anlass war die erneute Auszeichnung als „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“. So darf sich das UKW schon seit dem Jahr 2019 nennen. Voraussetzung dafür war das Erfüllen der vom bundesweiten Netzwerk „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen“ geforderten Qualitätskriterien. Gemäß dem vom Netzwerk gepflegten dreijährigen Turnus stand heuer eine erneute Bewerbung um diesen Titel an. Dazu legte das UKW einen Qualitätsbericht mit detaillierten Informationen und Nachweisen zur bisherigen Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen zur Selbsthilfefreundlichkeit vor. Mit Erfolg: Nach der Überprüfung durch das Netzwerk wurde kürzlich die Auszeichnung für weitere drei Jahre erteilt. „Dieses hocherfreuliche Ergebnis war für uns natürlich ein Grund zum Feiern“, sagt Gabriele Nelkenstock, die externe Selbsthilfebeauftragte des UKW. Rund 100 Gäste aus der „Selbsthilfe-Szene“ folgten der Einladung. 

Eine besondere Wertschätzung der Selbsthilfe
Der Festakt startete mit einer Andacht unter Leitung von Clemens Bieber, dem Domkapitular des Bistums Würzburg. Bei den anschließenden Ansprachen betonte Prof. Dr. Jens Maschmann, der Ärztliche Direktor des UKW, die Bedeutung der Selbsthilfegruppen beim „Zurechtkommen mit der Erkrankung“ – eine Unterstützung, die vom medizinischen und pflegerischen Personal des Klinikums nur bedingt geleistet werden könne. 
Diese besondere Wertschätzung der Selbsthilfe durch das UKW drückt sich nach den Worten von Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt nicht zuletzt durch die Organisation einer solchen würdigen Festveranstaltung aus. Das Stadtoberhaupt nutzte sein Grußwort auch, um an das große Engagement der in diesem Jahr verstorbenen Landtagspräsidentin a.D. Barbara Stamm für die Belange der Selbsthilfe zu erinnern.
Dr. Hülya Düber, die Sozialreferentin der Stadt Würzburg, dankte allen Beteiligten für ihr Durchhaltevermögen auch unter den teils schwierigen Bedingungen der Corona-Pandemie.

Engagement mit Außenwirkung
Dass die Covid-Herausforderungen auch als Chance genutzt wurden, arbeitete Kathrin Speck heraus. „Der Selbsthilfe-Prozess ist durch digitale Lösungen gut vorangekommen“, so die Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Unterfranken. Nach ihren Beobachtungen entfaltet das Engagement des UKW außerdem eine zunehmende Außenwirkung: Immer mehr Kliniken der Region würden sich für den Prozess der Selbsthilfefreundlichkeit interessieren. 

Viele Verbesserungen seit der Erstauszeichnung 
Die in den vergangenen Jahren am Uniklinikum Würzburg erzielten Verbesserungen beschrieb Dr. Renate Fiedler, eine der beiden ehrenamtlichen Selbsthilfevertreterinnen des UKW. „Die Selbsthilfe ist nahezu in allen Bereichen durch Plakate und Flyer sichtbar, Gabriele Nelkenstock steht als Ansprechpartnerin den Selbsthilfegruppen zur Verfügung, wenn Räume oder Experten für Vorträge gesucht werden oder es sonstige Probleme zu bewältigen gilt“, schilderte Dr. Fiedler. Sie gratulierte dem Klinikum zur erneuten Auszeichnung und schloss für die Zukunft mit einer etwas modifizierten Version des Slogans des Selbsthilfefreundlichkeits-Prozesses am UKW: Gemeinsam (noch) besser.