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Neue Hoffnung für Patienten mit Herzinsuffizienz? – DZHI war dabei

Die internationale Studie GALACTIC-HF hat gezeigt, dass Omecamtiv Mecarbil das Risiko für herz- oder kreislaufbedingte Todesfälle und Komplikationen wie etwa Hospitalisierungen aufgrund einer Herzinsuffizienz verhindert.

Am Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI) wurden Patienten im Rahmen der weltweiten GALACTIC-HF-Studie behandelt. Untersucht wurde die Wirkung des neuen Medikaments Omecamtiv Mecarbil, das die Auswurfzeit des Herzens verlängert. © Daniel Peter

Es ist ein ganz neuer Wirkansatz bei Patienten mit Herzinsuffizienz, der in der GALACTIC-HF Studie untersucht wurde. Die Studie mit 8.256 Patienten aus 35 Ländern hat gezeigt, dass mit Omecamtiv Mecarbil das Risiko für herz- oder kreislaufbedingte Todesfälle und anderer Komplikationen wie zum Beispiel Krankenhausaufenthalte aufgrund einer Herzinsuffizienz statistisch signifikant gesenkt wurde. Die Ergebnisse wurden am Freitag beim virtuellen Kongress der American Heart Association (AHA) vorgestellt. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz (DZHI), die an der Studie beteiligt waren, bewerten die Ergebnisse und darauf basierende Diskussionen als zukunftsweisend.

„Omecamtiv Mecarbil ist das erste einer Klasse von Medikamenten, die direkt und nur an den sogenannten kontraktilen Filamenten des Herzmuskels wirken, die sich verkürzen, um die Pumpkraft vergleichbar mit dem Schließen einer Faust herzustellen. Das Medikament verlängert die Zeit, die dem Herzen bei jedem Schlag zum Pumpen zur Verfügung steht und kann so die Auswurfmenge des Herzens steigern. Es zielt somit auf einen primären Defekt bei Patienten mit Herzinsuffizienz mit reduzierter Pumpfunktion“, sagt Prof. Dr. Christoph Maack, Leiter der Translationalen Forschung am DZHI und Sprecher des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums für Herzinsuffizienz am Universitätsklinikum Würzburg.

„Wir haben auch in Würzburg mit unseren Patienten an der GALATIC-HF-Studie (Global Approach to Lowering Adverse Cardiac Outcomes Through Improving Contractility in Heart Failure) teilgenommen und freuen uns über diesen Erfolg, der für schwerkranken Patienten eine zusätzliche Behandlungschance bietet,“ so Maack.

Prof. Dr. Stefan Störk, Leiter des Departments für Klinische Forschung am DZHI, der mit seinem Team aktiv an der Studie beteiligt war, betont: „Ein weiterer positiver Aspekt der Substanz ist zudem, dass mit ihr auch Herzinsuffizienzpatienten mit begleitender Nierenschwäche oder niedrigem Blutdruck therapiert werden können, da die Substanz sehr spezifisch am Herzen wirkt, ohne den Blutdruck oder die Nierenfunktion zu reduzieren, wie es bei einigen anderen Herzinsuffizienz-Medikamenten der Fall ist.“

Omecamtiv Mecarbil ist ein neuartiges Medikament, welches entwickelt wurde, um die Pumpkraft des Herzens zu steigern, ohne hierbei die Kalzium-Konzentrationen in Herzmuskelzellen zu erhöhen. Denn dies hat ungünstige Effekte auf den Sauerstoffverbrauch und kann gefährliche Arrhythmien verursachen. Aus diesem Grunde waren frühere Medikamente, die die Pumpkraft über Kalzium erhöhen, mit mehr Todesfällen behaftet. In dieser Hinsicht stößt die GALACTIC-HF Studie eine Tür zu einer neuen Therapieform auf, die auch für zukünftige Medikamentenentwicklungen richtungsweisend sein kann.

Am DZHI liegt ein wichtiger Forschungsschwerpunkt darauf, den Energieverbrauch der Herzarbeit bei Pumpschwäche des Herzens zu verstehen. Hierbei ist auch von Bedeutung, wie Medikamente wie das neue Omecamtiv Mecarbil die Anpassung der Energiebereitstellung an die Herz-Arbeit beeinflussen. Für diese Untersuchungen kommen modernste molekulare Forschungstechnologien und Bildgebungsverfahren zum Einsatz.

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Am Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI) wurden Patienten im Rahmen der weltweiten GALACTIC-HF-Studie behandelt. Untersucht wurde die Wirkung des neuen Medikaments Omecamtiv Mecarbil, das die Auswurfzeit des Herzens verlängert. © Daniel Peter

3D-Druck: Fernziel Körperteile

Vogel Stiftung vergibt Sonderforschungsförderpreis an-lässlich des Röntgenjubiläums der Universität Würzburg

Der Sonderforschungsförderpreis des Unibundes der Universität Würzburg, verliehen durch die „Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp“, geht an das Forschungsprojekt „3D-Druck mit 6 Freiheitsgraden für medizinische und technische Anwendungen“. Die zwei Forscher der Universität Würzburg, Professor Dr. Paul Dalton (Lehrstuhl für Funktionswerkstoffe der Medizin und der Zahnheilkunde) und Prof. Dr. Andreas Nüchter (Lehrstuhl Informatik VII – Robotik und Telematik) arbeiten interdisziplinär an diesem Projekt, das medizinische mit technischen Kompetenzen verknüpft.

Dieser Sonderpreis ist mit 25.000 Euro dotiert und wurde anlässlich des besonderen Forschungsprojekts speziell im Röntgenjahr vergeben. Denn: 2020 begeht die Universität Würzburg das 125jährige Jubiläum der Entdeckung der Röntgenstrahlen. Anlässlich dieser fundamentalen Wissenschaftsleistung, die unzählbare Forschungen nach sich zog, beschloss der Stiftungsrat der Vogel Stiftung, einen Sonderpreis auszuloben.

Filament-3D-Druck ist mittlerweile eine etablierte Technologie. Doch in diesem Projekt führen die beiden Forscher mit ihren Teams eine Weiterentwicklung hiervon speziell für den Gewebedruck zusammen mit einem Roboterarm, um auch runde und anders uneben Flächen zu bedrucken. Das langfristige Ziel ist die Fähigkeit, körperliche „Ersatzteile“ für den Menschen zu drucken, auch in Richtung Organe. Mit der anvisierten 5D-Technik ist es vorstellbar, auf halbkugel- oder zylinderförmigen Oberflächen Gerüste zu drucken, an die menschlichen Zellen anwachsen können, um Gewebe nachzustellen oder zu regenerieren.
„Die beiden Teams verbinden ihre Kompetenzen für eine neue Technik, die konkret dem Menschen helfen wird und viele Folgeanwendungen nach sich ziehen wird, ganz so wie damals, als die Entdeckung der Röntgenstrahlen wie eine Initialzündung gewirkt hat“ begründet Dr. Gunther Schunk, Vorstandsvorsitzender der Vogel Stiftung, die Entscheidung für den Sonderpreis im Röntgenjubiläumsjahr.

Die Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp wurde 2000 von dem Würzburger Verleger Dr. Kurt Eckernkamp und seiner Frau Nina Eckernkamp-Vogel gegründet. Die Stiftung fokussiert in ihrer Förderung auf vier Felder: Bildung, Wissenschaft, Medizin/Gesundheitswesen und Kultur. Die Stiftung hat ihren Sitz in Würzburg und feiert 2020 ihr 20jähriges Jubiläum. Der Forschungsförderpreis ist einer der am höchsten dotierten privaten Forschungspreise im deutschsprachigen Raum.

 

Pressemitteilung der Vogel Stiftung vom 13. November 2020

Diese Pressemitteilung finden Sie auch unter www.vogel-stiftung.de.

Den Brustkrebs im Visier

Forschungsförderpreis der „Vogel Stiftung“ geht 2020 an ein Projekt in der Brustkrebsforschung

Der Forschungsförderpreis des Unibundes der Universität Würzburg, verliehen durch die „Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp“, geht dieses Jahr an das Forschungsprojekt „Chemotherapie bei Brustkrebs: Einfluss auf die Blut-Hirn-Schranke“. Die zwei Forscherinnen der Universität Würzburg Dr. Carolin Curtaz (Frauenklinik und Poliklinik) und PD Dr. Malgorzata Burek (Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie) arbeiten interdisziplinär an diesem außergewöhnlichen Thema.

Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen. Brustkrebspatientinnen, die Hirnmetastasen entwickeln, weisen eine hohe Mortalitätsrate auf. Für das Fortschreiten der Erkrankung ist die Überwindung der Blut-Hirn-Schranke (BHS) durch Tumorzellen ein ausschlaggebendes Ereignis. Die BHS ist eine natürliche Barriere zum Schutz des Gehirns vor schädlichen Substanzen. Neue Medikamente zur Behandlung von Brustkrebs verbessern zunehmend die Überlebensrate der betroffenen Patientinnen. Die beide Forscherinnen wollen mit ihrem Projekt neue Erkenntnisse gewinnen.

Der Förderpreis ist mit 25.000 Euro dotiert und wurde am 10. November 2020 von der Vogel Stiftung überreicht.

„Der mutige Ansatz des Projekts in einem Gebiet, das nur sehr wenig erforscht wird, sowie die Bedeutsamkeit weiterer Erkenntnisse für eine erfolgreichere Behandlung dieser Krebsart haben uns sofort überzeugt“, berichtet Dr. Gunther Schunk, Vorstandsvorsitzender der Vogel Stiftung.

Die in Würzburg ansässige Vogel Stiftung unterstützt die Julius-Maximilians-Universität Würzburg, um Spitzenleistungen in der Forschung durch die Förderung sichtbar zu machen. Dies soll mittels einer jährlichen Preisvergabe, dem „Forschungsförderpreis der Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp“, geschehen und wird über den Universitätsbund organisiert.

Die Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp wurde 2000 von dem Würzburger Verleger Dr. Kurt Eckernkamp und seiner Frau Nina Eckernkamp-Vogel gegründet. Die Stiftung fokussiert in ihrer Förderung auf vier Felder: Bildung, Wissenschaft, Medizin/Gesundheitswesen und Kultur. Die Stiftung hat ihren Sitz in Würzburg und feiert 2020 ihr 20jähriges Jubiläum. Der Forschungsförderpreis ist einer der am höchsten dotierten privaten Forschungspreise im deutschsprachigen Raum.

Pressemitteilung der Vogel Stiftung vom 13. November 2020

Diese Pressemitteilung finden Sie auch unter www.vogel-stiftung.de
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Schlaganfall: Kliniken leisten gute Arbeit

Die Erfüllung von Qualitätskriterien bei der Behandlung von Schlaganfallpatienten ist mit einer Verringerung der Sterblichkeit verbunden. Das zeigt eine neue Studie von Epidemiologen der Universität Würzburg sowie von regionalen Schlaganfallregistern in Deutschland, die in der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlaganfall Register (ADSR) kooperieren.

Nach einem Schlaganfall ist schnelles Handeln gefordert. Je früher die Behandlung einsetzt, desto geringer sind in der Regel die Folgeschäden bei den Betroffenen. Doch Geschwindigkeit ist nicht alles: Krankenhäuser sollten darüber hinaus eine ganze Reihe spezieller Qualitätskriterien bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit einem akuten Schlaganfall erfüllen. Denn je mehr dieser Kriterien sie einhalten, desto weniger der Betroffenen sterben innerhalb der ersten sieben Tage nach ihrer Einlieferung.

Dieses eindeutige Ergebnis zeigt eine neue Studie von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern am Institut für Klinische Epidemiologie und Biometrie (IKE-B) der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft deutschsprachiger Schlaganfall-Register (ADSR), einem gemeinnützigen Verein bestehend aus neun regionalen Schlaganfallregistern in Deutschland, die jetzt in der Fachzeitschrift Stroke veröffentlicht wurde. Verantwortlich für diese Studie sind Forscher der ADSR; analysiert wurden die Daten von Dr. Kirsten Haas und Viktoria Rücker (M.Sc.) am IKE-B.

Ein Katalog von 20 Qualitätskriterien

„Wir konnten einen Zusammenhang zwischen der Einhaltung der Qualitätsindikatoren und der Sieben-Tages-Krankenhaussterblichkeit nachweisen. Je mehr Indikatoren erfüllt werden, desto niedriger ist die Sterblichkeit – unabhängig beispielsweise von Alter und Geschlecht des Patienten sowie vom Schweregrad seiner Erkrankung“, fasst Kirsten Haas die zentralen Ergebnisse der Studie zusammen.

Insgesamt 20 solcher Qualitätsindikatoren hat eine multidisziplinär besetzte Arbeitsgruppe in den vergangenen Jahren entwickelt, der unter anderem Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlaganfall Register (ADSR), der Deutschen Schlaganfall Gesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe angehören. Wichtigstes Ziel dabei ist es, die Patientenversorgung nach einem Schlaganfall zu verbessern.

Daten von 388.000 Fällen

„Wir haben aus diesem Katalog der 20 Indikatoren insgesamt elf ausgewählt, die sich drei Schwerpunkten zuordnen lassen: der schnellstmöglichen Akutbehandlung, einer frühzeitigen Bildgebung und Diagnostik sowie einer frühen Rehabilitation“, erklärt Dr. Björn Misselwitz, Koordinator der ADSR. Anschließend haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersucht, wie viele dieser Indikatoren an ausgesuchten Krankenhäusern erfüllt wurden, und dieses Ergebnis in Relation gesetzt zur Zahl der Patientinnen und Patienten, die innerhalb von sieben Tagen verstorben sind.

Dafür haben sie Daten aus 736 Kliniken und 388.012 Fällen in den Jahren 2015 und 2016 in Deutschland ausgewertet. Die Patienten waren im Mittel 76 Jahre alt, mehr als die Hälfte – exakt 52,4 Prozent – waren weiblich.

Was die Studie allerdings auch zeigt: „Die Qualität der Behandlung in den von uns untersuchten Krankenhäusern ist als hoch einzuschätzen“, sagt Professor Peter Hermanek, Vorsitzender der ADSR. Die meisten Kliniken würden die Qualitätsindikatoren zu einem hohen Maß erfüllen; die Werte für die meisten Qualitätsindikatoren würden über einem vorab definierten Schwellenwert liegen. „Bei einigen wenigen Krankenhäusern mit messbaren Defiziten erfolgen auf regionaler Ebene qualitätsverbessernde Maßnahmen, die unter anderem Zielvereinbarungen beinhalten“, so Hermanek weiter.

Woher die Daten stammen

Die Daten zur Versorgung der Schlaganfallpatienten werden über die Arbeitsgemeinschaft deutschsprachiger Schlaganfall Register (ADSR) erhoben, einem Zusammenschluss von neun regionalen Qualitätssicherungsprojekten. In vielen Bundesländern und für alle Kliniken mit einer zertifizierten Stroke Unit ist die Teilnahme an diesem Qualitätssicherungsprogramm verpflichtend.

Die ADSR wurde 1999 mit dem Ziel gegründet, eine standardisierte Datenerfassung zum Krankheitsbild „Schlaganfall“ zu entwickeln. Dafür werden unter anderem regionale und überregionale Vergleiche unter wissenschaftlichen, qualitätsrelevanten und epidemiologischen Gesichtspunkten erstellt. Diese bilden die Basis für neue Beiträge zur Optimierung des Schlaganfallmanagements. Jährlich werden innerhalb der ADSR rund 300.000 Datensätze und damit Informationen über rund 80 Prozent aller Schlaganfälle in Deutschland erfasst und ausgewertet.

Originalpublikation

“Association Between Adherence to Quality Indicators and 7-Day In-Hospital Mortality After Acute Ischemic Stroke”. Kirsten Haas, Viktoria Rücker, Peter Hermanek, Björn Misselwitz, Klaus Berger, Günter Seidel, Alfred Janssen, Susanne Rode, Christoph Burmeister, Christine Matthis, Hans-Christian Koennecke, Peter U. Heuschmann, and on behalf of the German Stroke Register Study Group (ADSR). Stroke. Originally published 12 Oct 2020.
doi.org/10.1161/STROKEAHA.120.029968

Kontakt

Dr. Kirsten Haas, T: +49 931 201-47302, kirsten.haas@uni-wuerzburg.de
Viktoria Rücker, T: +49 931 201-47317, viktoria.ruecker@uni-wuerzburg.de
Prof. Dr. Peter Hermanek, T: +49 89 2115900, hermanek@ baq-bayern.de

 

Pressemitteilung der Universität Würzburg vom 9. November 2020

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Uniklinikum Würzburg: Hentschel-Preis 2020 ehrt Schlaganfallforscher

Der Hentschel-Preis zeichnet neue Erkenntnisse im Kampf gegen den Schlaganfall aus. In diesem Jahr ging der jährlich vergebene Preis an Dr. Alexander Kollikowski vom Institut für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie des Uniklinikums Würzburg. Dr. Abass Eidizadeh vom Uniklinikum Göttingen erhielt zudem den Nachwuchs-Preis der Hentschel-Stiftung.

Im Rahmen des virtuellen 5. Würzburger Schlaganfallsymposiums der Neurologischen Klinik und Poliklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW) wurde am 29. Oktober der Hentschel-Preis 2020 verliehen. Mit dem seit dem Jahr 2011 jährlich vergebenen Preis ehrt die Stiftung „Kampf dem Schlaganfall“ Arbeiten aus Forschung, Prävention, Diagnostik und Therapie des Schlaganfalls.

In diesem Jahr überreichte Dipl.-Ing. Günter Hentschel, der Gründer der Stiftung, den bundesweit ausgeschriebenen und mit 5.000 Euro dotierten Preis an Dr. Alexander Kollikowski vom Institut für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie des UKW (Direktor: Prof. Dr. Mirko Pham) für seine Arbeit „Lokale Leukozyten-Invasion während des humanen hyperakuten ischämischen Schlaganfalls“, die unlängst im Fachblatt Annals of Neurology publiziert wurde.

Zudem erhielt am Welt-Schlaganfalltag auch Dr. Abass Eidizadeh vom Universitätsklinikum Göttingen den mit 2.500 Euro dotierten Nachwuchs-Preis der Stiftung für seine Doktorarbeit zum Thema „Beurteilung des therapeutischen Potenzials von intraperitoneal injiziertem Metallothionein-II im Ischämischen Schlaganfallmodell der Maus“.

Außer dem Stiftungsgründer gratulierte auch Prof. Dr. Karl Georg Häusler, Geschäftsführender Oberarzt der Neurologischen Klinik und Poliklinik des UKW, beiden Preisträgern zur Auszeichnung.

Um auch in Zukunft Projekte zum Thema Schlaganfall unterstützen zu können, freut sich die Hentschel-Stiftung über Spenden auf das Konto:

Kampf dem Schlaganfall, HypoVereinsbank Würzburg
BIC: HYVEDEMM455 / IBAN: DE45790200760347390402

 

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Die Stiftung ist vom Finanzamt Würzburg unter der Steuernummer 257/147/00343 als gemeinnützig anerkannt. Zustiftungen und Spenden sind daher steuerlich absetzbar

 

7. Gesundheitssymposium Mainfranken

Neue Wege in die Pflege – Wie das Pflegeberufegesetz Karriereperspektiven gestaltet

Am Mittwoch, den 18. November 2020, 15 – 17 Uhr online

Pflegefachkräfte müssen heute immer komplexere Aufgaben bewältigen. Als Reaktion auf diese Entwicklung wurde die Pflegeausbildung in Deutschland grundlegend reformiert. Am 17. Juli 2017 wurde das Pflegeberufereformgesetz vom Bundestag beschlossen. Mit diesem Gesetz werden die drei bisher nach Altersgruppen getrennten Berufe der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zu einer einzigen, generalistischen Berufsausbildung zusammengeführt. Auch der Aufbau primärqualifizierender Bachelorstudiengänge ist Teil dieser Strategie. Bereits ab dem Wintersemester 2020/21 starten junge Abiturienten an sieben bayerischen Hochschulen die akademische Erstausbildung zum „Pflegefachmann“ oder zur „Pflegefachfrau“.

Beim 7. Gesundheitssymposium Mainfranken tauschen sich Expertinnen und Experten über die Chancen und Herausforderungen der neuen Bildungswege im Gesundheitsbereich aus. Wie verändern sich das Fachkräfteangebot und die Berufsbilder in der Pflege? Welche Karriereperspektiven erwarten die künftigen Absolventen? Gewinnt der Pflegeberuf durch die Reformen an Attraktivität?

Die bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml wird mit einem Vortrag an der Online-Veranstaltung teilnehmen. Es erwarten Sie darüber hinaus spannende Impulsreferate und eine moderierte Diskussionsrunde. Wir freuen uns auf einen inspirierenden und informativen Dialog mit Ihnen!

Anmeldung und Programm:

Melden Sie sich verbindlich über untenstehenden Link zu unserer Online-Veranstaltung „7. Gesundheitssymposium Mainfranken“ an.
www.mainfranken.org/gesundheitssymposium
Anmeldefrist: 12. November 2020

Programm:

15:00 Uhr      Begrüßung 
                     
Prof. Dr. Georg Ertl, Ärztlicher Direktor Uniklinikum Würzburg
                      Thomas Bold, Landrat des Landkreises Bad Kissingen

15:10 Uhr      Die generalistische Pflegeausbildung und das Pflegestudium – 
                      neue Wege gehen in Bayern
                      Staatsministerin Melanie Huml, MdL 
                      Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
                                                                                                       
15:30 Uhr       Primärqualifizierende Pflegestudiengänge – lang ersehnte
                       Notwendigkeit? Neue Aussichten für den Pflegeberuf und den
                       Arbeitsmarkt
                      
Prof. Dr. Änne-Dörte Latteck, Pflegewissenschaftlerin FH Bielefeld

15:45 Uhr       Heart Failure Discharge Management am Uniklinikum Würzburg-
                       Chancen und Perspektiven akademisierter Pflege in der Praxis
                      
Franziska Ottenbreit, Uniklinikum Würzburg


16:00 Uhr       Experten im Gespräch

  • Melanie Huml, Bayerische Gesundheitsministerin
  • Prof. Dr. Georg Ertl, Ärztlicher Direktor Uniklinikum Würzburg
  • Günther Leimberger, Pflegedirektor a.D. Uniklinikum Würzburg
  • Dr. Ralph Brath, Hausarzt in Bad Kissingen
  • Prof. Dr. Änne-Dörte Latteck, Pflegewissenschaftlerin FH Bielefeld

16:45 Uhr       Abschluss
                      
Moderation: Anke Ames

 

 

 

 

 

Umstellung Telefon-Amtsleitungen am Dienstag, 03.11.2020

Im Laufe des Abends kann es wegen einer Umstellung der Amtsleitung kurzzeitig zur Verzögerungen in der Erreichbarkeit kommen.