Aktuelle Pressemitteilungen

Neue Zugangsregeln an der Uniklinik Würzburg: Tagesaktueller Test nötig

Unverändert bleiben die Besuchszeiten am UKW

Würzburg. Am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) gelten seit dem 8. Juli neue Zugangsregeln für Begleitpersonen und Besucher. Diese Personen benötigen nun als „1G“-Nachweis einen maximal 24 Stunden alten Nachweis über einen negativen Antigenschnelltest oder PCR-Test (dieser nicht älter als 48 Stunden), wohingegen der Impf- und Genesenenstatus nicht mehr überprüft wird. Es gilt auch weiterhin Maskenpflicht am UKW. 

Unverändert bleiben auch die Besuchszeiten am UKW: Diese sind täglich von 14 bis 18 Uhr, der letzte Zutritt zum Klinikum ist um 17.30 Uhr.

Auch weiterhin kann es auf einzelnen Stationen im Rahmen des Corona-Managements kurzfristig zu Besuchseinschränkungen und auch zu Besuchsverboten kommen. Diese Maßnahmen erfolgen oft sehr kurzfristig. Besucher werden daher gebeten, sich, wenn möglich, vorab in der behandelnden Klinik zu informieren.

Die Zahl der Covid-Patienten am UKW bleibt derweil auf einem hohen Niveau: Am Freitagmorgen (8. Juli) wurden 35 Patienten mit einem SARS-CoV-2 Nachweis an der Würzburger Uniklinik behandelt, davon sieben auf der Intensivstation.

Ab 8. Juli gilt „1 G“: Neue Zugangsregeln für Begleitpersonen und Besucher

Die Nachweispflicht zum Betreten des Klinikums wird umgestellt: Ab sofort gilt die 1G-Regel für alle Begleitpersonen und Besucher des UKW. Das bedeutet, dass alle Personen einen tagesaktuellen Testnachweis (Antigen-Schnelltest nicht älter als 24 Stunden oder PCR nicht älter als 48 Stunden) mit sich führen müssen. Der Impf- und Genesenenstatus wird nicht mehr überprüft. Patienten dürfen das Klinikum weiterhin ohne Test betreten. 

Thrombozyten-Symposium: Internationale Spitzenforschung in Würzburg

Ende Juni präsentierten internationale Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher ihre neusten Erkenntnisse und therapeutischen Entwicklungen im Forschungsbereich der Blutplättchen (Thrombozyten) im Rahmen eines dreitägigen Symposiums in Würzburg. Der DFG Sonderforschungsbereich/Transregio (SFB/TR 240) von Würzburg und Tübingen blickt damit auf eine überaus erfolgreiche Förderperiode der Thrombozytenforschung zurück.

Aktuelle und frühere Mitglieder des SFB/TR 240 sowie hochkarätige internationale Referenten tauschten sich über kardiovaskuläre Forschungs-Highlights aus aller Welt aus. Insgesamt wurde auf dem Symposium ein breites Spektrum an Themen diskutiert: von zellbiologischen Mechanismen der Blutplättchen-Bildung über Blutgerinnsel-Komplikationen nach einer Impfung gegen SARS-CoV-2 mit vektorbasierten Impfstoffen bis hin zu den durch den demographischen Wandel entstehenden Herausforderungen in der klinischen Versorgung mit Thrombozyten.

Prof. Dr. Bernhard Nieswandt, Sprecher des SFB/TR 240, Leiter des Instituts für Experimentelle Biomedizin am Uniklinikum Würzburg und Gruppenleiter am Rudolf-Virchow-Zentrum der Universität Würzburg resümiert: „Gerade die COVID-19-Pandemie, bei der Patientinnen und Patienten einen entzündlichen Krankheitszustand mit schweren und lebensbedrohlichen Blutgerinnsel-Komplikationen entwickeln können, hat verdeutlicht, dass Thrombozyten klinisch hoch relevant sind.“ Gleichzeitig bleibt das Zusammenspiel von Thrombozyten und dem Immunsystem noch weitgehend unverstanden. Der Verbund konnte hierzu in den vergangenen vier Jahren entscheidende Forschungserkenntnisse beitragen. Dieser große Fortschritt war nur möglich, indem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Fachgebieten zusammengearbeitet haben. 

Prof. Dr. David Stegner, wissenschaftlicher Sekretär im SFB/TR 240 und Forschungsgruppenleiter am Rudolf-Virchow-Zentrum der Universität Würzburg, kommentiert: „Nach der pandemiebedingten Verschiebung dieses Symposiums war es sehr angenehm die Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt wieder vor Ort zu treffen und sich austauschen zu können. Ein Highlight war der Vortrag von Dr. Lawrence Brass von der University of Pennsylvania in Philadelphia, der in seinem Vortrag Einblicke in die Gefäß-spezifischen Mechanismen der Blutungsstillung gegeben hat.“ 

Das eher kleine Symposium mit 120 Teilnehmenden ist gewissermaßen ein Auftakt zum Kongress der internationalen Gesellschaft für Thrombose und Hämostase (ISTH) in London, zu dem rund 8.000 Gäste aus aller Welt erwartet werden. Vom Lehrstuhl für Experimentelle Biomedizin der Universität Würzburg werden sich 20 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf den Weg an die Themse machen, um die Würzburger Thrombozytenforschung einem breiten Publikum zu präsentieren. Davon haben fünf auch bereits den begehrten und mit 500 US-Dollar dotierten „Young Investigator Award“ erhalten, der besonders gute Arbeiten von jungen Nachwuchskräften auszeichnet. Eine von ihnen ist Denise Johnson: „Ich freue mich sehr, meine Arbeit auf dem wichtigsten Kongress unseres Fachgebiets den Expertinnen und Experten weltweit präsentieren zu können. Zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen konnten wir einen neuen Mechanismus zur Regulierung wichtiger Blutplättchenrezeptoren aufdecken, der möglicherweise eine wichtige Rolle in vielen Erkrankungen, wie beispielsweise den thrombotischen Komplikationen bei COVID-19 innehat.“ 

Diese Forschungsarbeiten setzen ein breites Methodenspektrum und eine hohe Expertise in Forschung und klinischen Fragestellungen voraus, welche nur durch ein starkes Netzwerk wie den SFB/TR 240 bereitgestellt werden kann. Der konstante wissenschaftliche Austausch und die Förderung durch den SFB/TR240 waren somit ein integraler Baustein für den Erfolg des Projekts.

Kontakt

Prof. Dr. Bernhard Nieswandt, Rudolf-Virchow-Zentrum - Center for Integrative and Translational Bioimaging der Universität Würzburg und Leiter des Instituts für Experimentelle Biomedizin am Uniklinikum Würzburg, Tel.: + 49 931 31-80405, bernhard.nieswandt@ virchow.uni-wuerzburg.de 

Prof. Dr. David Stegner, Rudolf-Virchow-Zentrum - Center for Integrative and Translational Bioimaging, Universität Würzburg, Tel: +49 931 31-80419, stegner@ virchow.uni-wuerzburg.de 

Dr. Daniela Diefenbacher, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Rudolf Virchow Center - Center for Integrative and Translational Bioimaging, , Universität Würzburg, +49 931 31-88631, daniela.diefenbacher@ uni-wuerzburg.de 

 

Pressemitteilung des Rudolf-Virchow-Zentrums vom 05.07.2022

In Bayern gibt es aktuell sechs Gesundheitseinrichtungen, welche die vom bundesweiten Netzwerk „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen“ vergebene Auszeichnung „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ tragen dürfen. Dazu zählt seit dem Jahr 2019 auch das Uniklinikum Würzburg (UKW). „In unserem Bestreben, die Selbsthilfe weiter voranzubringen, suchen wir auch den Schulterschluss mit den anderen entsprechend ausgezeichneten Gesundheitseinrichtungen im Freistaat“, sagt Gabriele Nelkenstock, die externe Selbsthilfebeauftragte des UKW. Deshalb fand am 27. Juni dieses Jahres auf Initiative des UKW ein erstes Austauschtreffen am Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz in Würzburg statt. Der Einladung folgten Mitglieder aus den Steuerkreisen des Bezirkskrankenhauses Lohr am Main, der Haßberg-Kliniken aus Haßfurt sowie des Medical Park Loipl aus Bischofwiesen. In drei Workshops diskutierten sie Chancen, Nutzen und Herausforderungen einer Kooperation – für die Selbsthilfe, die Patientinnen und Patienten sowie die Einrichtungen selbst. Hierbei wurden unter anderem eine zukünftig noch engere und strukturiertere Zusammenarbeit sowie ein intensivierter Informationsaustausch vereinbart – sowohl online, als auch durch vierteljährliche persönliche Treffen.

Betreuungspersonen von Kindern mit Autismus oder Intelligenzminderung gesucht

Würzburg. Eine neue Smartphone-App soll Betreuungspersonen von Kindern mit Autismus und/oder Intelligenzminderung helfen, deren Problemverhalten besser zu verstehen und dieses im Idealfall zu verhindern. Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Uniklinikums Würzburg sucht im Rahmen einer Studie Testerinnen und Tester des digitalen Hilfsmittels.

Viele Kinder mit Intelligenzminderung und/oder Autismus-Spektrum-Störung können in bestimmten Momenten aggressiv reagieren. Sie beschädigen zum Beispiel Dinge, verweigern sich bei Aufforderungen und verletzen sich selbst oder andere. Sowohl Eltern als auch Therapeutinnen und Therapeuten sowie Beschäftigte in Einrichtungen fühlen sich hiervon oft überfordert. Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJPPP) des Uniklinikums Würzburg hat daher die Smartphone-App „ProVIA-Kids“ entwickelt. „Unser Programm will dabei unterstützen, die Ursachen des Problemverhaltens besser zu verstehen. Außerdem gibt die App den Nutzerinnen und Nutzern konkrete verhaltenstherapeutisch und pädagogisch basierte Handlungsempfehlungen, wie sie mit dem problematischen Verhalten umgehen und es in Zukunft verhindern können“, erläutert Dr. Julia Geißler von der KJPPP. Das Projekt wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.

App installieren, ausprobieren und Rückmeldung geben

Um zu überprüfen, ob das digitale Angebot betroffenen Familien tatsächlich hilft, führt die Klinik jetzt eine Studie durch. Hierzu werden Sorgeberechtigte von Kindern zwischen drei und elf Jahren gesucht, die das geschilderte Problemverhalten zeigen und bei denen die Diagnose Autismus gestellt wurde oder die eine Intelligenzminderung oder eine geistige Behinderung haben. „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer installieren die App auf ihrem Smartphone, testen sie bequem von zu Hause aus und geben uns Feedback“, beschreibt Dr. Geißler die Anforderungen. 

Interessierte kontaktieren das ProVIA-Kids-Studienteam unter Tel: 0931/201-78710 oder E-Mail: kj_provia@ ukw.de. 

Meisterpreisträgerin an der Würzburger Zahnklinik

Für ihre hervorragende Abschlussprüfung als Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen wurde Eva Günzel mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet. Mittlerweile arbeitet sie als Chefsekretärin von Prof. Dr. Gabriel Krastl, dem Geschäftsführenden Direktor des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kiefergesundheit des Universitätsklinikums Würzburg.

Würzburg. Das Sekretariat von Prof. Dr. Gabriel Krastl, Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kiefergesundheit (ZMK) des Universitätsklinikums Würzburg (UKW), wird seit September 2021 von Eva Günzel betreut. „Dass wir mit Frau Günzel eine Spitzenkraft gewonnen haben, wurde uns vor wenigen Wochen auch von staatlicher Seite bestätigt“, freut sich Prof. Dr. Gabriel Krastl, der am ZMK die Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie leitet. Er bezieht sich dabei auf den Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung, mit dem seine neue Mitarbeiterin Ende Mai dieses Jahres für ihren hervorragenden Abschluss als Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen geehrt wurde. Eva Günzel erzielte dabei eine Durchschnittsnote von 1,5. 

Mit der Urkunde zeichnet der Freistaat die besten 20 Prozent der verschiedenen IHK-geprüften Abschlüsse aus. Die Meisterpreise sollen die Gleichwertigkeit der beruflichen mit der akademischen Bildung unterstreichen.

Vor der Prüfung durch die Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt, die bereits im Januar 2021 stattfand, absolvierte Eva Günzel berufsbegleitend einen entsprechenden Kurs bei einer privaten Akademie in Würzburg. 

Schon zuvor strebte die gelernte zahnmedizinische Fachangestellte nach beruflicher Weiterbildung – mit Aufstiegsfortbildungen zur Prophylaxe-Assistentin und zur Praxismanagerin. 

Nach Beendigung ihres Fachwirtkurses bewarb sich Eva Günzel erfolgreich am UKW. „Meine Aufgaben im Sekretariat von Prof. Krastl sind vielschichtig und sehr verantwortungsvoll. Dabei bin ich nicht nur Ansprechpartnerin für unsere Patientinnen und Patienten, sondern auch für unsere Beschäftigten und Studierenden. Neben diesen kommunikativen und koordinativen Aufgaben bin ich zudem für Bestellungen und die zahnärztliche Abrechnung verantwortlich“, beschreibt die Preisträgerin ihren aktuellen Arbeitsalltag.

Würzburger Grüne Herren als Leiter der BAG Katholischen Krankenhaus-Hilfe bestätigt

Würzburg. Die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Katholische Krankenhaus-Hilfe hat Albert Fischer zum Vorsitzenden gewählt. Sein Stellvertreter ist Gernot Hornberger. Beide engagieren sich seit mehreren Jahren im Patientenbesuchsdienst „Grünen Damen und Herren“ des Uniklinikums Würzburg.

 

Albert Fischer und Gernot Hornberger von den „Grünen Damen und Herren“ des Uniklinikums Würzburg (UKW) hatten bereits seit dem Frühjahr 2020 die kommissarische Leitung der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Katholische Krankenhaus-Hilfe inne. Bei der Bundestagung im Mai dieses Jahres wurde Fischer nun zum Vorsitzenden des Zusammenschlusses von deutschlandweit rund 200 Krankenhaus-Hilfe-Gruppen gewählt. Außerdem wurde Hornberger als sein Stellvertreter bestätigt. 

Die Hauptaufgaben des von ihnen geleiteten Beirats sind es, die Entwicklung der BAG voranzubringen, die Interessen der Grünen Damen und Herren zu vertreten sowie die Mitwirkung im Netzwerk der Caritas-Konferenzen Deutschlands e.V. zu gestalten. 

Albert Fischer ist seit dem Jahr 2014 der Gruppenleiter der „Grünen Damen und Herren“ des UKW.