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Schwachstelle bei Plattenepithelkarzinomen

Plattenepithelkarzinome gelten häufig als therapieresistent, eine große Herausforderung im Kampf gegen diese Krebsart. Ein Würzburger Forschungsteam konnte nun eine Schwachstelle dieser Karzinome nachweisen und nutzen.

Plattenepithelkarzinome sind eine Krebsart, die besonders viele Tumormutationen aufzeigen. Sie sprechen nur selten auf eine Chemotherapie an, oft entwickeln sie sogar eine Resistenz gegen das Chemotherapeutikum. Daher sind die Überlebenschancen für Betroffene nur gering, neue therapeutische Strategien daher unabdingbar. Auch die Zahl der Betroffenen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Forschende der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg, des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) und der Goethe-Universität Frankfurt am Main haben nun einen neuen Ansatz zur Krebsbekämpfung für dieses Karzinom im Labor nutzen können.

Ein JMU-Forschungsteam der AG Diefenbacher (Lehrstuhl für Biochemie und Molekularbiologie) konnte bereits 2020 bei Plattenepithelkarzinomen eine Schwachstelle identifizieren: Das Protein Deubiquitylase USP28. Das in dieser Krebsart besonders wichtige und häufig vorkommende Protein ∆Np63 kann bislang nicht direkt angegriffen werden, ist aber von USP28 abhängig, vor allem für die Reparatur nach einer Chemotherapie. Greift man USP28 an, kann man damit auch den Krebs angreifen und seine Chemoresistenz überwinden. So zumindest die Theorie.

Von der Theorie zur Praxis

Diese Theorie konnte nun in der Praxis bestätigt werden: „Hier konnten wir unser bisheriges Wissen zur Verwundbarkeit dieser Tumorart gezielt umsetzen und zeigen, dass sich durch die Hemmung von USP28 die Wirkung von klinisch eingesetzten Therapien deutlich verbessern könnte“, erklärt Markus Diefenbacher, Leiter der Studie. Genutzt wurde dafür ein experimenteller Hemmstoff. Die Hemmung von USP28 war demnach bei Tiermodellen gut verträglich und hatte keine Nebenwirkungen.

Aber: „Es muss hierzu noch mehr geforscht werden sowie die aktuellen Blocker für USP28 verbessert werden, bevor eine Behandlung am Patienten möglich wird“, so Diefenbacher. „Der von uns angewandte Hemmstoff gegen USP28 ist in der frühen Entwicklungsphase und derzeit nicht für einen therapeutischen Einsatz am Menschen geeignet“, erklärt der Molekularbiologe. „Unsere Arbeit zeigt jetzt aber die Möglichkeit auf, durch die gezielte Blockierung eines Bestandteiles des Proteinstabilitätssystems aktuell verwendete Krebstherapien in ihrer Wirksamkeit zu unterstützen. Hierdurch lassen sich im Experiment Tumorzellen des Plattenepithelkarzinoms noch gezielter bekämpfen“, so Diefenbacher.

Nächste Schritte des Forschungsteams

Das Forschungsteam geht davon aus, dass das Protein USP28 nicht das einzige Enzym ist, dessen Hemmung eine Chemoresistenz bekämpfen kann. Daher sollen künftig auch weitere Proteine untersucht werden, von denen Tumorzellen abhängig sind, um zu prüfen, ob diese die Krebsbehandlung unterstützen können.

Publiziert wurden die Studienergebnisse im Fachmagazin Cell Death and Differentiation. Die Studie wurde gefördert durch die Deutsche Krebshilfe, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die German Israeli Foundation und das Interdisziplinäres Zentrum für Klinische Forschung (IZKF) Würzburg.

Publikation

Cristian Prieto-Garcia, Oliver Hartmann, Michaela Reissland, Thomas Fischer, Carina R. Maier, Mathias Rosenfeldt, Christina Schülein-Völk, Kevin Klann, Reinhard Kalb, Ivan Dikic, Christian Münch & Markus E. Diefenbacher: Inhibition of USP28 overcomes Cisplatin-resistance of squamous tumors by suppression of the Fanconi anemia pathway; in: Cell Death and Differentiation; DOI: https://doi.org/10.1038/s41418-021-00875-z

Kontakt

Dr. Markus Diefenbacher, Lehrstuhl für Biochemie und Molekularbiologie I, Biozentrum der Universität Würzburg, T +49 931 31-88167, markus.diefenbacher@ uni-wuerzburg.de 

 

einBlick - Das Online-Magazin der Universität Würzburg vom 08.02.2022

Patientensicherheit nach Operationen in Krankenhäusern: Innovativer Parameter ergänzt Mindestmengen

Forschende der Universitätsklinika Heidelberg und Würzburg schlagen eine neue Kenngröße zur Qualitätsbewertung von Krebsoperationen in Deutschland vor / Dieser Parameter, die sogenannte „Risiko-standardisierte Krankenhaussterblichkeit“ errechnet sich aus Routinedaten des Gesundheitssystems / Die Studie wurde im Journal of Clinical Oncology veröffentlicht.

Um ein Höchstmaß an Sicherheit und medinischer Versorgungsqualität zu garantieren, sollen in Deutschland komplexe operative Eingriffe nur in Kliniken durchgeführt werden, die jährlich eine Mindestanzahl dieser erreichen. Hierzu legt der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) seit 2004 regelmäßig eine Mindestmengenvorgabe vor. Die Anzahl der jährlich in einem Krankenhaus durchgeführten Operationen wird damit als Qualitätsmesser der Behandlung genutzt. Dies bedeutet aber auch, dass Unterschiede in der Behandlungsqualität zwischen Krankenhäusern mit ähnlicher Fallzahl nicht abgebildet werden und keine Adjustierung an relevante Risikofaktoren der behandelten Patienten erfolgt.

Um die chirurgische Qualität genauer zu messen, haben die Medizinerinnen und Mediziner der Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) und des Viszeralonkologischen Zentrums am  Universitätsklinikum Würzburg (UKW) einen Marker für die Behandlungsqualität vorgestellt, der relevante individuelle Patientenrisikofaktoren sowie die Qualität des einzelnen Krankenhauses berücksichtigt: die Risiko-standardisierte Krankenhaussterblichkeit (Risk Standardized Mortality Rate, RSMR).

Die RSMR basiert darauf, wie viele Patientinnen oder Patienten in Folge bestimmter Operationen in einem Krankenhaus versterben, und bezieht dafür das Risikoprofil der Behandelten (wie zum Beispiel wichtige Begleiterkrankungen) in die Berechnung ein. Für ihre Analysen nutzten die Mediziner bundesweite Krankenhausabrechnungsdaten, die über das Fallpauschalensystem erhoben wurden. In diesem System werden sogenannte diagnosebezogene Fallgruppen (diagnosis related groups, DRG) eingeordnet und abgerechnet. Gespeichert sind hier Daten zur Erkrankung, Haupt- und Nebendiagnosen, operative Maßnahmen und Entlassungsdaten. Insgesamt werteten die Forschenden Daten von knapp einer halben Million Patientinnen und Patienten aus ganz Deutschland aus, die zwischen Januar 2010 und Dezember 2018 im Rahmen einer Krebserkrankung operiert wurden. Anschließend verglichen sie die Ergebnisse mit dem Volumen-basierten Bewertungsmodell. 

„Die international besetzte Arbeitsgruppe zeigte, dass deutschlandweit nahezu kein Krankenhaus mit sehr niedriger Fallzahl ein sehr gutes Behandlungsergebnis erzielt, jedoch auch mindestens die Hälfte aller Kliniken mit sehr hohen Patientenfallzahlen nicht zwingend die bestmögliche Behandlungsqualität erreichen“, berichtet Professor Dr. Hauke Winter, Chefarzt der Thoraxklinik Heidelberg am Universitätsklinikum Heidelberg und Leiter der Abteilung für Thoraxchirurgie.  Dies bedeutet, dass mit hohen Fallzahlen nicht automatisch eine niedrige Patientensterblichkeit erzielt wird. Andersherum konnten auch einige Krankenhäuser mit mittleren Fallzahlen gute Operationsergebnisse erzielen. „Dies liegt daran, dass die Operationsqualität vielschichtig ist und nicht nur von der Patientenmenge abhängig ist. Letztere beeinflusst zwar die Erfahrungen und Routine des Personals, für den Erfolg der Operation spielen aber auch Faktoren wie die Aus- und Weiterbildung, die tatsächliche Verfügbarkeit eines multidisziplinären Teams und ein gutes Komplikationsmanagement eine wesentliche Rolle“, sagt Professor Dr. Armin Wiegering, stellvertretender Direktor und leitender Oberarzt der Chirurgischen Klinik I des UKW.

„Die Festlegung der Mindestmengen und deren Bedeutung als alleiniger Qualitätsparameter für komplexe Eingriffe wurde immer wieder diskutiert und hat sich international nur teilweise durchgesetzt. Der von uns untersuchte neue Parameter berücksichtigt nun nicht nur reine Fallzahlen, sondern die konkrete Behandlungsqualität des Krankenhauses nach Krebsoperationen“, resümiert Dr. Philip Baum Erstautor der Studie und Arzt in der Thoraxchirurgie, Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg. 

Das Forschungsteam hat darüber hinaus sämtliche Fahrtzeiten mit dem Auto zum jeweiligen Krankenhaus berechnet. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Patientinnen und Patienten nicht automatisch in das nächst gelegene Krankenhaus fahren, sondern häufig ein weiter entferntes wählen. Gemäß dem RSMR-Parameter führen mehr Krankenhäuser eine sicherere Behandlung durch, als nach dem Mindestmengenparameter. Dies bedeutet in der Praxis, dass in einem Zentralisierungsmodell nach RSMR mehr Krankenhäuser in Deutschland mit guten Ergebnissen existieren. Dadurch würde in einem nationalem Zentralisierungsmodell die Fahrtzeit deutlich kürzer ausfallen, wenn die Patientinnen und Patienten das Wunsch-Krankenhaus nach dem RSMR-Parameter im Vergleich zum Mindestmengen-Parameter auswählen.

Die aktuelle Studie ist auf planbare Eingriffe bei Krebspatientinnen und -patienten beschränkt diese machen etwa fünf Prozent aller Operationen in Deutschland aus. Das Team möchte in weiteren Studien an der Verbesserung der Patientensicherheit und der chirurgischen Qualität arbeiten. 

Thoraxklinik - Universitätsklinikum Heidelberg

Die Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) ist eine der größten Lungenfachkliniken Europas an der seit mehr als 100 Jahren Erkrankungen der Lunge und des Brustkorbs versorgt werden. Die fachgerechte Behandlung umfasst alle modernen Diagnostik- und Therapieverfahren wie Lungenfunktion, Bronchoskopie, Bildgebung und OP-Roboter. Die international anerkannten medizinischen Abteilungen behandeln bundesweit mit die meisten gut- und bösartigen Lungenerkrankungen. Die Präzisionsonkologie vertritt im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg den Bereich der Lunge. Über die Jahre wurde die bundesweit größte Lungenbiobank aufgebaut. Die Thoraxstiftung Heidelberg fördert gezielt Projekte in Wissenschaft, Forschung, Krankenversorgung und Prävention.
Weiterhin ist die Klinik Teil des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) und arbeitet eng mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) zusammen. Seit 2009 ist die Klinik ein zertifiziertes Lungenkrebszentrum durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) sowie zertifiziertes Weaningzentrum (DGP), zertifiziertes Schlafzentrum (DGSM), zertifiziertes Mukoviszidosezentrum und Mitglied im Europäischen Netzwerk seltener Erkrankungen.

Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Transplantations-, Gefäß- und Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Würzburg

Die Chirurgische Klinik I am Universitätsklinikum Würzburg deckt das gesamte Spektrum der Allgemein-, Viszeral-, Transplantations-, Gefäß- und Kinderchirurgie ab. Die Klinik arbeitet in hohem Maße interdisziplinär und ist integraler Bestandteil des Comprehensive Cancer Center Mainfranken (CCCMF). Das Viszeralonkologische Zentrum mit den Modulen Darmkrebs, Pankreaskrebs, Magenkrebs, Speiseröhrenkrebs und Leberkrebs ist eines von nur sechs von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert Spitzenzentren. Am UKW als Haus der Maximalversorgung werden zahlreiche moderne Therapieverfahren angeboten. Forschungsschwerpunkte der Viszeralchirurgie bilden die Bereiche Onkologie, entzündliche Erkrankungen, metabolische und bariatrische Chirurgie sowie die Transplantationschirurgie.

Literatur

Baum P, Lenzi J, Diers J et al. Risk-Adjusted Mortality Rates as a Quality Proxy Outperform Volume in Surgical Oncology — A New Perspective on Hospital Centralization Using National Population-Based Data J Clin Oncol. 2022 Jan 11 doi: 10.1200/JCO.21.01488

Kontakt

Univ.-Prof. Dr. med. Hauke Winter
Thoraxchirurgie, Thoraxklinik Heidelberg
Universitätsklinikum Heidelberg
Röntgenstraße 1
69126 Heidelberg
hauke.winter@ med.uni-heidelberg.de 

Univ.-Prof. Dr. med. Armin Wiegering
Stellvertretender Klinikdirektor
Leiter Viszeralonkologisches Zentrum
Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Transplantations-,
Gefäß- und Kinderchirurgie; Universitätsklinikum Würzburg
Oberdürrbacher Straße 6
97080 Würzburg
wiegering_a@ ukw.de 

 

Gemeinsame Pressemitteilung des Universitätsklinikums Würzburg und Universitätsklinikum Heidelberg vom 04.02.2022

Covid-19: Qualität der Antikörper ist mindestens so wichtig wie Quantität

Immunologen aus Würzburg tragen mit Untersuchung zur Bindungsfähigkeit der Antikörper zur wegweisenden Covid-19-Studie im Nature Medicine bei. Elementare Ergebnisse: 1. Unser Immunsystem muss dreimal das Spike-Protein gesehen haben, um eine breite Immunität aufzubauen – auch gegen Omikron. 2. Unser Immunsystem benötigt Zeit für die Reifung der Antikörper. 3. Die Qualität der Antikörper ist mindestens genauso wichtig wie die Quantität.

Beta, Gamma und Delta und nun Omikron. Seit Beginn der Covid-19-Pandemie entwickeln sich immer neue besorgniserregende Varianten, auch als VOC für variants of concern bekannt. Die große Frage, die Forschende weltweit beschäftigt: Wie gelingt es, die Menschen bestmöglich gegen SARS-CoV-2 Infektionen zu schützen?

Eine relevante Antwort darauf hat ein Team um Prof. Dr. Ulrike Protzer vom Institut für Virologie der Technischen Universität München, Helmholtz Zentrum München und Deutschem Zentrum für Infektionsforschung sowie Prof. Dr. Percy A. Knolle vom Klinikum rechts der Isar der TUM jetzt im renommierten Journal Nature Medicine veröffentlicht.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben gezeigt, dass das Immunsystem nach insgesamt drei Kontakten zum viralen Spike-Protein eine qualitativ hochwertige Antikörper-Antwort entwickelt. Diese Antikörper können auch Omikron effizient neutralisieren. Das gilt für Genesene nach zwei Impfungen und für zweifach Geimpfte nach Durchbruchsinfektion genauso wie für dreifach Geimpfte. Die Forschenden sind sich einig: „Die durch eine Impfung aufgebaute beziehungsweise verstärkte Immunität ist der Schlüssel zu einem effektiven Schutz vor zukünftigen Varianten des Virus. Aber auch eine Durchbruchsinfektion, so ärgerlich sie ist, erreicht den Effekt einer zusätzlichen Impfung.“

In der Längsschnitt-Studie mit 172 Teilnehmenden haben die Forschenden im Blut der Probandinnen und Probanden mehrere Parameter bestimmt: die Menge der Antikörper vom Typ Immunglobulin G (IgG), die Stärke der Bindung zwischen Virus-Protein und Antikörper sowie die Fähigkeit von Antikörpern, SARS-CoV-2 Varianten in Zellkultur zu neutralisieren. Die beiden letzteren sind besonders wichtig, um das Ausmaß der schützenden Immunität abzuschätzen. 

Wesentlicher Beitrag aus Würzburg

Einen wesentlichen Beitrag dazu haben die Immunologen Prof. Dr. Martina Prelog und PD Dr. Giovanni Almanzar sowie der Medizindoktorand Tim Vogt vom Universitätsklinikum Würzburg geleistet. Für die Bestimmung der Bindungsaktivität der Antikörper gegen ihre Antigene haben sie ein Aviditäts-Assay für SARS-CoV-2-spezifische Antikörperantworten etabliert und durchgeführt. „Mit der Avidität bestimmen wir die synergistische Bindungsstärke der Antikörper“, erläutert Martina Prelog und zieht zur Veranschaulichung eine Grafik heran. Diese zeigt Antikörper in klassischer Y-Form, die an ein Antigen andocken und dieses neutralisieren. Bei einer hohen Avidität hält die Antikörper-Antigen-Bindungen selbst nach einem Ablösungsversuch durch ein sogenanntes chaotropes Agens. 

„Wenn in einer Serumprobe von 1.000 Antikörpern nach der Behandlung mit einem chaotropen Agens 800 gebunden bleiben, haben wir eine Avidität von 80 Prozent. Genau diesen Wert haben wir bei unseren Serumproben gesehen. Und das ist ein wirklich guter Wert für hochbindende Antikörper“, bemerkt Giovanni Almanzar, der für die Etablierung der Untersuchungen mehrere chaotrope Agenzien getestet und das Protokoll für die Aviditäts-Assays gemeinsam mit Martina Prelog entwickelt hat. 

„Die Stärke unseres Immunsystems, das Corona-Virus zu neutralisieren, sollte also nicht allein anhand der Konzentration der Antikörper bemessen werden, mindestens genauso wichtig wie der Titer ist Bindungsstärke der Antikörper an das Virus oder seine Bestandteile“, resümiert Martina Prelog. Die Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin arbeitet bereits seit 15 Jahren an der Avidität und hat einige immunologische Tests unter anderem auch Analysen zur Bestimmung der zellulären Immunität für andere Infektionskrankheiten entwickelt. Als Mitte Dezember die Anfrage von Ulrike Protzer kam, die Analyse der Antikörper-Avidität durchzuführen, hat sie umgehend zugesagt. Alles wurde auf die Untersuchung dieser Laborproben umgestellt und binnen weniger Tage waren knapp 100 Proben mit Verlaufsseren analysiert. Und es geht weiter: „Das Aviditäts-Assay könnte auch zukünftig eine relevante Methode zur Bestimmung der synergistischen Bindungsaktivität der Antikörper gegen ihre Antigene bei vielen infektiologischen und immunologischen Erkrankungen sein“, so Prelog. „Insbesondere da die Avidität durch klonale Hypermutation der B-Zellen ausreift und damit ein Surrogatmarker für die Antikörper-Reifung und das immunologische Gedächtnis darstellt.“ 

Publikation:

Wratil, P.R., Stern, M., Priller, A. et al. Three exposures to the spike protein of SARS-CoV-2 by either infection or vaccination elicit superior neutralizing immunity to all variants of concern. Nat Med (2022). https://doi.org/10.1038/s41591-022-01715-4 

Hier geht es zur ausführlichen Pressemitteilung der Ludwig-Maximilians-Universität München: COVID-19: Drei Kontakte mit dem Spike-Protein für eine … - LMU München 

22. Weltkrebstag - Das Bayerische Zentrum für Krebsforschung (BZKF) als Treiber der präklinischen Forschung

Am 4. Februar ist Weltkrebstag – einst initiiert von der Union for International Cancer Control (UICC) ruft der Tag weltweit zum Nachdenken, Vorbeugen, Aufklären und Erforschen von Krebserkrankungen auf. Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 500.000 Menschen an Krebs. Dank neuer Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten sind die Überlebenschancen der Betroffenen bei vielen Krebsarten deutlich gestiegen – doch noch immer ist Krebs eine der häufigsten Todesursachen.
Im Rahmen aktueller Forschungsprojekte am Bayerischen Zentrum für Krebsforschung (BZKF) werden Erkenntnisse zur Entwicklung innovativer Therapieverfahren zur Behandlung von bösartigen Erkrankungen gesammelt.
Im BZKF sind die sechs Bayerischen Universitätsklinika in Augsburg, Erlangen, den zwei Standorten in München, Regensburg und Würzburg zusammengeschlossen.

 

Anlässlich des Weltkrebstags und mit Blick auf die Rolle des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung betont Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler:
„Das BZKF ist eine zukunftsweisende Einrichtung. Durch die Zusammenarbeit aller sechs bayerischen Universitätsklinika wird hohe fachliche Expertise bayernweit und flächendeckend verfügbar gemacht. Alle Bürgerinnen und Bürgern erhalten so einen unkomplizierten Zugang zu onkologischer Spitzenmedizin. Gleichzeitig kann die bayerische Hochschulmedizin durch die Kooperation eine internationale Spitzenposition in Forschung und Weiterentwicklung der Krebsmedizin erreichen. Krebs ist leider nach wie vor eine der häufigsten Todesursachen. Die Umsetzung neuester Forschungsergebnisse in die klinische Versorgung und der direkte Informationszugang der Bevölkerung verbessern die Vorbeugung, Früherkennung, Diagnostik und Therapie. So lassen sich die Krebshäufigkeit und -sterblichkeit in Bayern langfristig senken. Deshalb investieren wir weiter in das BZKF.“

 

Immuntherapien – Hilfe bei einer Krebserkrankung

Ein wissenschaftlicher Schwerpunkt im BZKF ist die Tumorimmuntherapie: Immuntherapien weisen neue Perspektiven und Möglichkeiten im Kampf gegen Krebserkrankungen auf und sind großer Hoffnungsträger in der aktuellen Krebsforschung.
Die Schwierigkeit einer Krebsbehandlung liegt darin, dass sich Krebszellen genetisch so verändern können, dass krankhafte Veränderungen von der körpereigenen Immunabwehr gar nicht erst erkannt werden oder die Immunabwehr aktiv unterdrückt wird.
Die Immuntherapie zielt darauf ab, die körpereigenen Abwehrmechanismen zu reaktivieren und das Immunsystem so zu trainieren, dass es Krebszellen erkennen und angreifen kann. Dies kann durch therapeutische Impfungen mit Teilen von Krebszellen erfolgen oder mit körpereigenen gentechnisch veränderten T-Zellen (CAR-T-Zellen).
Mittels Immun-Antikörpern kann man die durch den Krebs verursachte Unterdrückung des Immunsystems wieder lösen. Eine Immuntherapie kann beispielsweise zum Einsatz kommen, wenn andere Behandlungsformen nicht (mehr) anschlagen oder als ergänzende Behandlung bei einer Chemotherapie. Mit einigen Immuntherapien werden schon sehr gute Resultate erzielt, diese sind bereits zur Behandlung zum Beispiel von Haut- und Lungenkrebs zugelassen, andere hingegen müssen noch in klinischen Studien getestet werden, um Nutzen und Risiken ausreichend zu beurteilen. Auch wenn die Immuntherapie auf körpereigene Immunkraft setzt, sind schwere Nebenwirkungen nicht auszuschließen, weswegen der Einsatz der Immuntherapie nicht für jede Krebspatientin und -patient in Frage kommt.

 

10,8 Millionen Euro für die Krebsforschung in Aussicht gestellt

Das BZKF befindet sich seit 2020 in der Aufbauphase, um die standortübergreifenden und hochvernetzten Strukturen an den sechs bayerischen Universitätsmedizinstandorten zu etablieren. Der Verbund bietet eine optimale Basis für ein international wettbewerbsfähiges Krebsforschungszentrum, das die Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten in allen Landesteilen unter Einbindung aller Versorgungspartner und Nutzung der Digitalisierung wohnortnah realisiert. Der Freistaat Bayern hat für das Jahr 2022 eine Förderung in Höhe von 10,8 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Aus diesen Mitteln werden u.a. die ersten Leuchttürme und Studiengruppen sowie die notwendigen Maßnahmen zur Harmonisierung der Forschungsinfrastruktur finanziert.

 

Bayerisches Zentrum für Krebsforschung (BZKF)

Mit der Gründung des Bayerischen Zentrum für Krebsforschung (BZKF) im November 2019 wird das große Ziel verfolgt, allen Bürgerinnen und Bürgern in Bayern, ganz unabhängig von ihrem Wohnort, Zugang zu bestmöglichen, neusten und innovativen Therapien zu ermöglichen.
Mit dem Zusammenschluss der sechs bayerischen Universitätsklinika in Augsburg, Erlangen, den zwei Standorten in München, Regensburg und Würzburg wird nicht nur die Krebsforschung gefördert, sondern auch Kompetenzen und Wissen zu den Themen Früherkennung, Therapie und Nachsorge von Tumorerkrankungen gebündelt und zugleich Betroffenen eine flächendeckende und interdisziplinäre Versorgung angeboten.
„Wir möchten uns als starkes Konsortium etablieren, das national wie international in der Krebsbekämpfung eine entscheidende Rolle spielt“, so Prof. Dr. Andreas Mackensen, Direktor des BZKF. Neben der Entwicklung neuer Therapieverfahren gegen Krebs möchte das BZKF auch als Anlaufstelle für alle Bürgerinnen und Bürger dienen. Das BürgerTelefonKrebs bietet unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 85 100 80 eine unkomplizierte Möglichkeit, sich individuell zu allen Fragen bezüglich einer Krebserkrankung beraten zu lassen.

     

Die vollständige Pressemitteilung des BZKF finden Sie HIER

 

Covid Kids Bavaria: Kinder waren keine Treiber in den ersten Wellen der Pandemie

Das UKW war an einer bayernweiten Langzeitstudie beteiligt, die das Corona-Infektionsgeschehen in Schulen und Kindertagesstätten erforschte. Jetzt liegen die zentralen Ergebnisse vor.

An der Studie Covid Kids Bavaria arbeiteten ab dem Sommer 2020 alle sechs Universitätsklinika des Freistaats mit. Ziel des vom Bayerischen Wissenschaftsministerium geförderten Forschungsvorhabens war es, die Bedeutung von Grundschulen, Kindergärten und Kindertagesstätten für die Infektionsausbreitung von neuen Coronaviren zu untersuchen. Seit Ende Januar 2022 liegen die zentralen Ergebnisse vor. 

Kein erhöhtes Infektionsrisiko in Kitas & Co.

„Die Daten von insgesamt über 2500 Kindern sowie 1200 Lehrkräften, Betreuerinnen und Betreuern weisen klar darauf hin, dass Kinder während der zweiten und dritten Corona-Welle keine Treiber der Pandemie waren. Auch bestand kein erhöhtes Infektionsrisiko durch den regulären Besuch der Kinderbetreuungseinrichtungen“, fasst Prof. Dr. Johannes Liese wichtige Botschaften zusammen. Der Leiter des Bereichs Pädiatrische Infektiologie und Immunologie an der Würzburger Universitäts-Kinderklinik fährt fort: „Frühkindliche Bildung in Kinderkrippen und Kitas sowie Präsenzunterricht in Grundschulen sind auch nach zwei Jahren Pandemie weiterhin hoch relevant. Die Ergebnisse von Covid Kids Bavaria sind wesentlich mit in die Entscheidung der bayerischen Staatsregierung eingeflossen, dass Kinderbetreuungseinrichtungen während der Pandemie soweit irgend möglich offen bleiben müssen.“

Der Würzburger Beitrag zur Studie

Als Beitrag des Uniklinikums Würzburg zur Studie führte das von Prof. Liese geleitete Team der Kinderklinik im Oktober und Dezember 2020 sowie im März 2021 bei insgesamt 430 Kindern sowie 188 Betreuungspersonen Rachenabstriche durch. Dabei wurden nur ein Kind und ein Erwachsener corona-positiv getestet. 

Außerdem wurden Fragebögen zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität der Kinder versandt. Die kleinen und großen Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer kamen von acht Grundschulen und 16 frühkindlichen Bildungseinrichtungen. Diese verteilten sich auf acht Wahlkreise: Kreis Ansbach, Aschaffenburg Stadt, Coburg Stadt, Kreis Haßberge, Kreis Lichtenfels, Kreis Miltenberg, Kreis Schweinfurt und Würzburg Stadt.

Die durch die Fragenbögen gewonnenen, umfangreichen Daten zu den psychologischen und sozialen Auswirkungen des pandemischen Geschehens sind noch in der statistischen Auswertung.

Uniklinikum Würzburg: Neues Reanimationstraining für internationale Intensivpflegekräfte

Bei einem neukonzipierten Kurs im Simulationszentrum der Klinik für Anästhesiologie des Uniklinikums Würzburg trainierten fünf Pflegekräfte aus China und von den Philippinen erweiterte Reanimationsmaßnahmen.

Das Uniklinikum Würzburg wird zunehmend internationaler. Zu den zuletzt neugewonnenen internationalen Kolleginnen und Kollegen zählen fünf Chinesinnen und Filipinas, die auf den Intensivstationen des Klinikums eingesetzt werden. Um sie für wichtige Teilaspekte der Arbeit in diesem Bereich noch besser vorzubereiten, nahmen sie vor wenigen Wochen an einem neuen, maßgeschneiderten Reanimationsteamtraining im Simulationszentrum der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie des UKW teil. „Die zwischen 34 und 43 Jahre alten Kolleginnen sind in ihren Heimatländern examinierte Krankenschwestern. Sie alle bringen Erfahrungen in der Intensivpflege mit“, berichtet Nadja Kleilein. Die Praxisanleiterin für internationale Pflegekräfte am UKW, selbst Fachkrankenschwester für Intensivmedizin, fährt fort: „Im Moment werden sie noch als Krankenpflegehelferinnen eingesetzt, um dann aber nach offizieller Anerkennung zügig entsprechend ihrer fachlichen Qualifikation auch als Gesundheits- und Krankenpflegerinnen arbeiten zu können.“ 

Auf dem Weg dorthin durchlaufen die ausländischen Kräfte einen Deutschkurs sowie den von der Regierung von Unterfranken geforderten Anpassungslehrgang bei Nadja Kleilein. Der Lehrgang deckt allgemeine pflegerelevante Inhalte ab, wie zum Beispiel die Gabe von Medikamenten und Infusionen, den Pflegeprozess, die Wundversorgung sowie rechtliche Grundlagen. Hinzu kommt ein Extra-Unterricht zu intensivpflegerischen Themen. „Für Teilaspekte hieraus bat ich das Team des UKW-Simulationszentrums um Unterstützung“, schildert die Praxisanleiterin. Daraufhin entwickelte Manuel Hassemer, einer der Instruktoren des Simulationszentrums, ein speziell auf die internationale Zielgruppe angepasstes Schulungskonzept. 

Übungen am Full-Scale-Patientensimulator

„Unser Ziel war es, erweiterte Reanimationsmaßnahmen, also eine Wiederbelebung inklusive Intubation, Einsatz des Defibrillators und Gabe von Notfallmedikamenten, realitätsnah zu üben“, sagt der Krankenpfleger und Notfallsanitäter. Dafür wurde einer der Full-Scale-Patientensimulatoren des Zentrums genutzt. Hierbei handelt es sich um eine lebensgroße Nachbildung des menschlichen Körpers, die computergestützt und verbunden mit einer aufwändigen technischen Apparatur auf diverse klinische Eingriffe wie ein „echter Patient“ reagiert. Um den Patientensimulator herum wurde durch die entsprechenden medizinischen Geräte eine technische Umgebung ähnlich einer Intensiv- oder einer Intermediate-Care-Station geschaffen. 

Bei dem insgesamt vierstündigen Training führten Manuel Hassemer und Carolin Hofmann, Fachärztin für Anästhesiologie, zunächst die geforderten Maßnahmen vor. „Wichtig war uns, dass hier die Theorie vollständig verstanden wurde. Da die ausländischen Kolleginnen sehr gut Englisch sprechen, liefen die Hintergrundinfos und die Diskussion offener Fragen auf Englisch ab. Die Kommunikation während der Reanimation an sich wurde allerdings – wie in der Realität – auf Deutsch geübt“, erläutert Hassemer. 

Gelerntes sofort umgesetzt

Anschließend waren die Kursteilnehmerinnen selbst gefordert. Mit dem Patientensimulator wurde ein Atemstillstand bei noch bestehender Herzfrequenz simuliert. „Jetzt mussten die Kolleginnen selbstständig erkennen, dass eine akute Notfallsituation mit Herz-Kreislaufstillstand vorliegt und richtig handeln“, beschreibt der Instruktor.

Nach dem Training zeigte er sich mit dem gesamten Ablauf sehr zufrieden. „Man hat deutlich gemerkt, dass die Teilnehmerinnen bereits über ein sehr gutes Wissen in der Intensivpflege verfügen. Auch war die Gruppe hoch motiviert und hat die Inhalte des Kurses erfolgreich umgesetzt“, so Hassemer. Und Nadja Kleilein lobt: „Die Kursteilnehmerinnen und ich waren von dem Kurs begeistert. Ich hoffe, dass er zukünftig als festes Angebot bei der Einarbeitung von internationalen Pflegekräften etabliert werden kann.“

 

Uniklinikum Würzburg: Online-Vortrag zur Selbstfürsorge bei chronischen Krankheiten

Am 16. März 2022 organisiert der Steuerkreis Selbsthilfefreundliches Krankenhaus des Uniklinikums Würzburg eine kostenlose digitale Infoveranstaltung zum Selbstmanagement und zur Selbstfürsorge bei chronischen Erkrankungen.

Die meisten Menschen verfügen über enorme Fähigkeiten, Stress, Krisen und Rückschläge zu bewältigen. „Bei chronischen Erkrankungen kann es allerdings sein, dass der Zugang zu diesen persönlichen Ressourcen eingeschränkt ist oder verloren geht“, sagt Gabriele Nelkenstock. Die externe Selbsthilfebeauftragte des Uniklinikums Würzburg (UKW) weiß, dass dies ein Problem ist, mit dem sich viele Patientinnen und Patienten sowie Selbsthilfegruppen auseinandersetzen müssen. „Es gibt aber Wege, die individuellen Kräfte wieder selbst zu aktivieren oder zumindest notwendigen Unterstützungsbedarf zu erkennen“, betont Nelkenstock. Entsprechende Anregungen zur Selbstfürsorge und zum Erhalt eines selbstbestimmten Umgangs mit Erkrankungen wird ein Online-Vortrag am Mittwoch, den 16. März 2022, geben. Als Referenten für die kostenlose Infoveranstaltung konnte der Steuerkreis Selbsthilfefreundliches Krankenhaus des UKW Prof. Dr. Imad Maatouk gewinnen. Der Internist und ärztliche Psychotherapeut hat seit November vergangenen Jahres die Professur für Medizinische Psychosomatik an der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des UKW inne und leitet den dortigen Schwerpunkt Psychosomatik, Psychotherapie und Psychoonkologie. „Generell richtet sich der Vortrag an alle Interessierten. Zu den Zielgruppen gehören aber gerade auch Selbsthilfegruppen, denn deren Angebote sind unverzichtbarer Bestandteil der psychosozialen Versorgung von Patientinnen und Patienten“, unterstreicht Prof. Maatouk. Er präzisiert: „Das Gespräch mit Gleichbetroffenen und aus den Erfahrungen Betroffener abgeleitete Patienteninformationen zum Leben mit einer Erkrankung bereichern die professionellen Angebote im Gesundheitswesen durch die sogenannte Betroffenenkompetenz. Diese leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung persönlicher Ressourcen.“

Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr und nutzt die Online-Plattform Zoom. Anmelden kann man sich bei Gabriele Nelkenstock unter Tel: 0931 880 794 47 oder E-Mail: selbsthilfe@ ukw.de.

Das UKW trägt seit dem Jahr 2019 die durch das bundesweite Netzwerk „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen“ vergebene Auszeichnung „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“.