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Neu: Ausbildungsvergütung am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum für Gesundheitsberufe in Würzburg

Für die Schülerinnen und Schüler an den Berufsfachschulen für Diätassistenten, medizinisch-technische Laborassistenten, Radiologieassistenten und Physiotherapeuten am Uniklinikum Würzburg gibt es jetzt eine Ausbildungsvergütung.

MTA-Schule
Wer sich für Naturwissenschaften interessiert, kann als medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent einen vielseitigen Beruf ergreifen. Durch den Tarifvertrag sind die Berufsfachschüler nun während der dreijährigen Ausbildungszeit finanziell abgesichert. Bild: Daniel Peter / Uniklinikum Würzburg

Große Freude bei vielen Schülerinnen und Schülern der Berufsfachschulen am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum für Gesundheitsberufe in Würzburg: Das Uniklinikum Würzburg (UKW) bietet ihnen jetzt einen Ausbildungsvertrag mit entsprechender Ausbildungsvergütung an – und das rückwirkend zum 1. Januar 2019.
Möglich wurde dies durch den Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst im Frühjahr dieses Jahres. Die neuen Vereinbarungen an Unikliniken lehnen sich stark am Ausbildungsvertrag an, der für die Pflege gilt. So verdienen die Auszubildenden künftig im ersten Ausbildungsjahr 1.010,74 €, 1.070.80 € im zweiten und schließlich 1.167,53 € im dritten Ausbildungsjahr.

Ausbildungen durch Vergütung noch attraktiver

Anja Simon, die Kaufmännische Direktorin des UKW, und Christine Hildebrandt, die Leiterin des Beruflichen Schulzentrums, sind sich einig, dass die Vergütung die Ausbildung für die angehenden Diätassistenten, medizinisch-technischen Laborassistenten (MTA), Radiologieassistenten und Physiotherapeuten wesentlich attraktiver macht. Bisher mussten sich die Berufsfachschüler/innen über Nebenjobs, die Unterstützung ihrer Eltern oder die Zahlungen gemäß Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) finanzieren. Zusätzlich zur Ausbildungsvergütung bekommt jede/r erfolgreiche Absolvent/in eine Abschlussprämie von 400,– € als Einmalzahlung.

Auch ein Zeichen der Anerkennung

Iris Husslein, die Leiterin der Berufsfachschule für Physiotherapie, findet es besonders erfreulich, dass die verantwortungsvolle und zeitintensive Behandlung der Patienten durch die Auszubildenden so eine weitere Anerkennung findet. Für die MTA-Schule erwartet deren Leiterin, Carmen Troff, einen Anstieg der Bewerberzahlen. Leider sei der interessante und vielseitige Beruf der Medizinisch-technischen Radiologieassistentin und Laborassistentin vielen Schulabgängern bisher nicht hinreichend bekannt.
Sowohl an der Berufsfachschule für Diätassistenten, wie auch an der Berufsfachschule für MTA werden für das im September beginnende Schuljahr noch Bewerbungen entgegengenommen.
Weitere Details zu den Schulen unter dem Dach des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums für Gesundheitsberufe gibt es unter www.ukw.de/ausbildung-fort-und-weiterbildung/staatliches-berufliches-schulzentrum-fuer-gesundheitsberufe.

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MTA-Schule
Wer sich für Naturwissenschaften interessiert, kann als medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent einen vielseitigen Beruf ergreifen. Durch den Tarifvertrag sind die Berufsfachschüler nun während der dreijährigen Ausbildungszeit finanziell abgesichert. Bild: Daniel Peter / Uniklinikum Würzburg

Die Würzburger Universitätsfrauenklinik informiert über Blasen- und Senkungsbeschwerden

Am Dienstag, den 18. Juni 2019, informieren Experten der Würzburger Universitätsfrauenklinik in einer kostenlosen Abendveranstaltung über aktuelle Behandlungsmethoden bei unwillkürlichem Harnverlust und Senkungsbeschwerden.

 

„Senkungsbeschwerden und Inkontinenz sind kein unabwendbares Schicksal, sondern heutzutage mit vielen effizienten Methoden sehr gut behandelbar“, betont Prof. Dr. Achim Wöckel. Der Direktor der Frauenklinik und Poliklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW) fährt fort: „Allerdings hindert ein unnötiges Schamgefühl viele Frauen daran, sich professionelle Hilfe zu suchen – und das, obwohl Inkontinenz und Schmerzen ihre Lebensqualität oft stark beeinträchtigen.“ Hier wollen die Urogynäkologen des UKW den Betroffenen mit Information und Beratung helfen: Am Dienstag, den 18. Juni 2019, laden sie um 17:00 Uhr alle Interessierten zu einem Informationsabend in die Gaststätte B. Neumann am Würzburger Residenzplatz ein.

Laienverständliche Kurzvorträge

Prof. Wöckel stellt dort in seinem Vortrag das umfassende Betreuungsangebot vor, das die urogynäkologische Sprechstunde seiner Klinik bei Beckenbodenstörungen bietet.
Anschließend referiert der Geschäftsführende Oberarzt der Würzburger Universitätsfrauenklinik, Dr. Ralf Joukhadar, laienverständlich über die Vorteile der modernen Roboterchirurgie bei wiederkehrenden Senkungen.

Neue Behandlungsmöglichkeiten des unwillkürlichen Harnverlusts sind das Vortragsthema seiner Kollegin, Oberärztin Dr. Sophia Jeschke.

Raum für individuelle Fragen

Ab 18:00 Uhr haben die Teilnehmerinnen dann zudem bei einer Diskussionsrunde Gelegenheit, fundierte Antworten auf individuelle Fragen zu bekommen. Die Würzburger Universitäts-Frauenklinik ist eine langjährige Beratungsstelle der Deutschen Kontinenz Gesellschaft und kann sich auf eine hohe Expertise in diesem Themenkreis stützen.

Teil der Welt-Kontinenz-Woche

Der Infoabend ist Teil der Welt-Kontinenz-Woche 2019. Die jährlich stattfindende Aufklärungskampagne wurde von der Deutschen Kontinenz Gesellschaft ins Leben gerufen und bietet bundesweite Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen sowie Expertenvorträge für Betroffene und Mediziner/innen an.


Kostenlos, aber mit Anmeldung

Die Teilnahme am Würzburger Informationsabend ist kostenlos, allerdings wird um eine Anmeldung gebeten bei Gabriele Nelkenstock unter Tel: 0931/88079447 oder E-Mail: mail@ gundn-eventmanagement.de. Das detaillierte Programm findet sich im Internet unter www.frauenklinik.ukw.de.

 

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Das Uniklinikum Würzburg beteiligt sich an bundesweiter Kampagne für mehr Toleranz

Mit einer bundesweiten Aktion zum 7. Deutschen Diversity-Tag am 28. Mai setzen die Uniklinika ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Toleranz und Offenheit. Dazu stellen sie gemeinsam Mitarbeiter/innen aus ihren Reihen vor, die diese Vielfalt zeigen. Im Beitrag aus Würzburg zeigt eine Chirurgin aus dem Zentrum Operative Medizin die Facetten ihrer Tätigkeit.

Die Protagonistin des Universitätsklinikums Würzburg zur Kampagne "Vielfalt" der Deutschen Universitätsklinika

Um Patientinnen und Patienten bestmöglich zu behandeln und zu pflegen, ist das Zusammenspiel verschiedener Menschen, Kulturen und Nationen in medizinischer Versorgung, Forschung und Lehre von unschätzbarem Wert. Sinnbildlich dafür stehen die 34 deutschen Universitätsklinika mit ihren über 190.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Eine neue Kampagne der deutschen Uniklinika mit dem Titel „Vielfalt“ stellt das gesellschaftliche Miteinander in den Mittelpunkt. Die Geschichten der vorgestellten Beschäftigten handeln dabei von den beruflichen Herausforderungen an einem Uniklinikum, der Zusammenarbeit in Teams, aber auch von Persönlichem wie der eigenen Herkunft oder unterschiedlichen Lebenskonzepten.

Im Beitrag des Universitätsklinikums Würzburg geht es um eine Chirurgin aus dem Zentrum Operative Medizin: Privatdozentin Dr. Mia Kim ist Oberärztin der Allgemein- und Viszeralchirurgie, die seit 2008 am UKW tätig ist. „Ich liebe es, Dinge kritisch zu hinterfragen und bei Bedarf weiterzuentwickeln. Deshalb habe ich mich bewusst für eine Arbeit am Universitätsklinikum Würzburg entschieden, das hierfür den idealen Rahmen bietet“, erzählt Mia Kim.

Und über ihren Beruf als Chirurgin sagt die 39-jährige Medizinerin:  Chirurgie ist für mich das schönste Fach, weil es so unmittelbar am Patienten ist. Jeder Handgriff hat Konsequenzen für die Lebensqualität des operierten Patienten. Die Verantwortung dafür zu übernehmen, im Extremfall über Leben und Tod zu entscheiden, musste ich erst lernen. Das ist ein fortwährender Prozess, an dem ich gewachsen bin und nach und nach neue, anspruchsvollere Aufgaben hinzukamen. Damit einher habe ich beständig mein Fach- und methodisches Wissen erweitern können.“

Als Anhängerin medizinischer Innovation genießt es die Chirurgin zudem, eine optimale medizintechnische Infrastruktur am UKW vorzufinden, die ihr chirurgische Eingriffe beispielsweise mit Hilfe eines Roboterassistenten („DaVinci“) ermöglichen.


Am Ende dieses Beitrags finden Sie statt eines Videoclips das detaillierte Porträt von Frau Dr. Kim.

„Vielfalt“-Kampagne für gesellschaftliches Miteinander

Die Geschichten der Menschen werden ab diesem Tag auf verschiedenen Kanälen verbreitet, beispielsweise in den Social-Media-Auftritten und Homepages der einzelnen Uniklinika, vor Ort als Banner sowie auf der Homepage des Verbands der Universitätsklinika. Darüber hinaus zeigen die Infoscreens der Berliner S-Bahn über eine Woche lang einen 15-sekündigen Spot mit Gesichtern aus den Uniklinika.
Weitere Informationen zu den Mitarbeiter-Stories gibt es unter www.uniklinika.de und im Social Web unter den Hashtags #190000Gesichter #Vielfalt und #Toleranz.


 

 PD Dr. Mia Kim stellt sich vor

„Chirurgie ist für mich das schönste Fach“

„Ich liebe es, Dinge kritisch zu hinterfragen und bei Bedarf weiterzuentwickeln. Deshalb habe ich mich bewusst für eine Arbeit am Universitätsklinikum Würzburg entschieden, das hierfür den idealen Rahmen bietet“, erzählt Mia Kim. Seit 2008 ist die 39-Jährige Medizinerin mit koreanischen Wurzeln als Chirurgin am Universitätsklinikum Würzburg tätig. 2013 hat sie ihre Weiterbildung zur Fachärztin für Viszeralchirurgie abgeschlossen, 2015 folgte die Qualifikation zur Fachärztin für Proktologie (=Enddarmerkrankungen).

„Chirurgie ist für mich das schönste Fach, weil es so unmittelbar am Patienten ist“, begründet Mia Kim ihre Vorliebe für dieses Fachgebiet. „Jeder Handgriff hat Konsequenzen für die Lebensqualität des operierten Patienten. Die Verantwortung dafür zu übernehmen, im Extremfall über Leben und Tod zu entscheiden, musste ich erst lernen. Das ist ein fortwährender Prozess, an dem ich gewachsen bin und nach und nach neue, anspruchsvollere Aufgaben hinzukamen. Damit einher habe ich beständig mein Fach- und methodisches Wissen erweitern können. Diese Herausforderungen zu meistern und Erfolgserlebnisse zu verbuchen, hat mich auf meinem Weg bestärkt und sehr motiviert. Heute befinde ich mich in der komfortablen Situation, aus dem komplexen chirurgischen Repertoire für jeden Patienten das geeignete Verfahren anbieten zu können“, so die Oberärztin. „Das schenkt mir Gelassenheit.“ Als Anhängerin medizinischer Innovation genießt es die Chirurgin zudem, eine optimale medizintechnische Infrastruktur am UKW vorzufinden, die ihr chirurgische Eingriffe beispielsweise mit Hilfe eines Roboterassistenten („DaVinci“) ermöglichen.

Neue Generation von Chirurginnen

Die Medizinerin steht stellvertretend für eine neue Generation von Chirurginnen, die zurzeit Einzug hält in das bisher von Männern dominierte Fachgebiet. Diese Entwicklung beobachtet sie auch im eigenen Würzburger Uniklinikum: „Ich bin stolz darauf, wie professionell und selbstbewusst meine jüngeren Kolleginnen in der Chirurgie ihren beruflichen Weg gehen.“ Für einen erfolgreichen Weg sind weibliche Vorbilder besonders hilfreich, wie Mia Kim selbst erfahren hat. „Gerade in schwierigen, herausfordernden Situationen haben mich diese bestärkt, meine Ziele konsequent zu verfolgen.“ Ich empfinde es als eine der verantwortungsvollsten Aufgaben nun selber den medizinischen Nachwuchs auf seinem Weg in der Chirurgie mit Wissen und Erfahrung begleiten zu dürfen. „Aktuell genieße ich die Situation, so wie sie ist – beruflich und privat“, resümiert die engagierte Chirurgin. Die gebürtige Rheinländerin ist in Unterfranken heimisch geworden, die Umstellung von Bier auf Wein ist geglückt. An ihrem „kleinen Juwel“, dem UKW, fühlt sie sich wohl. Sie weiss es zu schätzen, dass das UKW als größter Arbeitgeber in der Region trotzdem seinen persönlichen Charakter bewahrt hat.

Uniklinikum Würzburg: Infotag zu neuen Therapieangeboten bei chronischen Schmerzen

Am Mittwoch, den 5. Juni 2019, findet der bundesweite „Aktionstag gegen den Schmerz“ statt. Das Zentrum für interdisziplinäre Schmerzmedizin des Uniklinikums Würzburg stellt in diesem Jahr neue Behandlungsmöglichkeiten bei chronischen Schmerzen in den Mittelpunkt. Multiprofessionelle Experten widmen sich in kostenlosen Kurzvorträgen Themen wie invasive Methoden, alternative Verfahren, Schmerz und Psyche sowie Cannabis bei chronischen Schmerzen.

 

Rund 23 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter chronischen Schmerzen. Bei sechs Millionen davon sind die Schmerzen so ausgeprägt, dass sie sich im Alltag und im Berufsleben beeinträchtigt fühlen. „Entsprechend hoch ist das Informationsbedürfnis“, sagt Prof. Dr. Heike Rittner, die Leiterin der Schmerztagesklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW), und fährt fort: „Deshalb nutzen wir den diesjährigen bundesweiten ‚Aktionstag gegen den Schmerz‘, um vor allem über aktuelle Therapieangebote zu berichten.“

Multiprofessionelle Kurzvorträge

Das Zentrum für interdisziplinäre Schmerzmedizin (ZIS) des UKW veranstaltet am Mittwoch, den 5. Juni 2019, einen öffentlichen Informationstag, der sich an alle Interessierten richtet. Zwischen 15:00 und 18:00 Uhr gibt es im Hörsaal des Zentrums für Operative Medizin (ZOM) an der Oberdürrbacher Straße ein dichtes Programm von multiprofessionellen Kurzvorträgen. Prof. Claudia Sommer aus der Neurologischen Klinik und Poliklinik Würzburg wird als neue Präsidentin der Deutschen Schmerzgesellschaft über Forschungsentwicklungen und Bündnisse mit Patientenvertreterinnen sprechen. Darüber hinaus werden Fragen thematisiert wie: Wann helfen invasive Methoden? Wann lohnt sich Cannabis bei chronischen Schmerzen? Welche aktuellen Ideen gibt es zum Zusammenhang von Schmerz und Psyche? Welche neuen alternativen Verfahren bietet das ZIS?
Außerdem wird die Versorgungsforschungsstudie „PAIN 2020“ vorgestellt. Hierbei können Versicherte der Barmer Ersatzkasse neben einer multiprofessionellen Einschätzung ihrer Beschwerden von einem von zwei neuen, ambulanten Therapieprogrammen profitieren.

Infostände in der Magistrale und „Café Schmerz“

Ergänzend dazu wird in der Magistrale des ZOM ein „Marktplatz“ aufgebaut mit Infoständen zu Themen wie Transkutane elektrische Nervenstimulation, Schmerzstudien, Aromapflege und Palliativmedizin. Im „Café Schmerz“ stehen außerdem Ärztinnen und Ärzte aus Anästhesie, Neurologie, Neurochirurgie und Psychosomatik für eine individuelle Beratung zur Verfügung. In den Räumen der Physiotherapie werden am Milonzirkel Übungen bei chronischen Schmerzen demonstriert.

Der Besuch des Infonachmittags ist kostenlos und ohne vorherige Anmeldung möglich. Das detaillierte Programm ist im Internet abrufbar unter www.ukw.de/schmerzzentrum.

Über den „Aktionstag gegen den Schmerz“

Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Nervenschmerzen, Tumorschmerzen – Millionen Menschen in Deutschland leiden an chronischen Schmerzen. Viele von ihnen sind nach Einschätzung der Deutschen Schmerzgesellschaft unterversorgt. Um die öffentliche Aufmerksamkeit auf die in diesem Fall nach wie vor unzureichenden Rahmenbedingungen des Gesundheitssystems zu lenken, veranstaltet die Deutsche Schmerzgesellschaft jährlich den bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“.

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„Hilfe für Kinder“ unterstützt „Menschenskinder“

Der Hilfe für Kinder e.V. fördert den Bau eines Präventionszentrums Psychische Gesundheit am Uniklinikum Würzburg. Dazu überreichte der Verein dem Menschenskinder e.V. eine Spende von 3.000 Euro.

Der im vergangenen Jahr in Kürnach bei Würzburg gegründete Verein „Hilfe für Kinder“ unterstützt die Versorgung von kranken Kindern. „Durch unser aktuelles Spendenaufkommen standen wir kürzlich vor der erfreulichen Aufgabe, einen weiteren Empfänger für unsere Hilfsgelder suchen zu können“, berichtet Eva Hümpfner. Die erste Vorsitzende des Vereins fährt fort: „Über die Vermittlung der Landtagsabgeordneten Kerstin Celina wurden wir beim Uniklinikum Würzburg und beim Verein Menschenskinder fündig.“

So überreichten Eva Hümpfner und Julia Hofmann, die Schatzmeisterin von „Hilfe für Kinder“ am 21. Mai dieses Jahres eine Spende von 3.000 Euro an Prof. Dr. Marcel Romanos. Dieser ist nicht nur der Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Uniklinikums Würzburg, sondern auch der erste Vorsitzende des Vereins „Menschenskinder“.

Der Würzburger Verein hilft seit über 20 Jahren psychisch erkrankten Kindern und Jugendlichen und deren Familien. „Aktuell planen wir in Abstimmung mit der Würzburger Universitätsmedizin den Bau eines Präventionszentrums Psychische Gesundheit und sammeln für die Finanzierung des Gebäudes Spenden“, berichtet Prof. Romanos. Der Klinikdirektor erläutert: „Nicht nur die Behandlung psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter muss weiter verbessert werden, vielmehr müssen wir auch Strategien entwickeln, wie deren Entstehung von vornherein verhindert werden kann.“

In dem geplanten Zentrum sollen nach seinen Worten wissenschaftliche Erkenntnisse über die Entstehung von Angst, Depression und Essstörungen in Präventionsprogramme umgesetzt werden.

Zusammen mit Prof. Dr. Georg Ertl, dem Ärztlichen Direktor des Uniklinikums Würzburg, dankte er dem Hilfe für Kinder e.V. herzlich für die großzügige Unterstützung von Verein zu Verein.

Interessierte erreichen Hilfe für Kinder e.V. unter E-Mail: hilfe-fuer-kinder@ gmx.de.

 

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Prof. Dr. Nicolas Schlegel: Brückenbauer zwischen klinischer Chirurgie und Grundlagenforschung

Seit April dieses Jahres bereichert eine Professur für Experimentelle Viszeralchirurgie die Würzburger Universitätsmedizin. Prof. Dr. Nicolas Schlegel verbindet dabei in einem neuen Konzept translationale Grundlagenforschung und klinische Chirurgie.

 

„Eine akademische Weiterentwicklung des Faches Viszeralchirurgie ist nur möglich, wenn klinische Fragen durch Chirurgen in die Grundlagenforschung und von dort wieder zurück in die klinische Forschung gebracht werden“, unterstreicht Prof. Dr. Nicolas Schlegel. Diesen Brückenschlag soll der Leiter des Schwerpunkts Endokrine Chirurgie an der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Kinderchirurgie des Uniklinikums Würzburg (UKW) in den kommenden Jahren leisten. Dazu wurde er Mitte April dieses Jahres zum W2-Professor für Experimentelle Viszeralchirurgie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg ernannt.

Forscher am Institut für Anatomie und Zellbiologie

Die bisherige Karriere des 40-jährigen Mediziners zeigt, wie der oft schwierige Spagat zwischen ambitioniertem Grundlagenforscher und hochspezialisiertem Chirurgen zu meistern ist. So startete der Donaueschinger nach seinem Medizinstudium in Würzburg im Jahr 2006 als Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Anatomie und Zellbiologie der Uni Würzburg, wo er im Folgejahr auch promovierte. „Ich fand den in der Anatomie möglichen Bogen von Einzelmolekül bis zum gesamten Organismus und seinen Erkrankungen schon immer faszinierend. Dementsprechend machte mir auch die Forschungsarbeit großen Spaß“, erinnert sich Schlegel. So ging er bis zum Jahr 2009 am Anatomischen Institut seine ersten eigenen wissenschaftlichen Wege und warb erfolgreich die ersten Forschungsmittel ein.

Experten in Endokriner Chirurgie

„Gleichzeitig wollte ich aber immer auch klinisch-praktisch tätig sein“, berichtet der Professor. Die Möglichkeit dazu bot sich ihm im Jahr 2009, als er als Assistenzarzt an die von Prof. Dr. Christoph-Thomas Germer geleitete Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Kinderchirurgie des UKW wechselte. Sechs Jahre später erhielt er die Facharztanerkennung zum Viszeralchirurgen. Im Lauf der Zeit bildete sich bei Nicolas Schlegel die endokrine Chirurgie als klinischer Schwerpunkt heraus. Hierbei geht es vornehmlich um Operationen an der Schilddrüse und Nebenschilddrüse, aber auch an den Nebennieren. Gerade die Nebenschilddrüsenchirurgie erfordert große Erfahrung, nicht zuletzt, weil die Nebenschilddrüsen individuell sehr variabel im Hals- und Brustbereich liegen können. Seit dem Jahr 2016 leitet Schlegel an der Chirurgischen Klinik I des UKW den Schwerpunkt Endokrine Chirurgie und wurde 2018 zum außerplanmäßigen Professor ernannt.

Hohe wissenschaftliche Leistung beibehalten

Neben seiner ärztlichen Tätigkeit und Subspezialisierung trieb er immer auch seine wissenschaftlichen Themen weiter voran. Das dabei erzielte hohe Niveau belegt unter anderem der Nissen-Preis, der Prof. Schlegel im Jahr 2015 für seine Gesamtforschungsleistung verliehen wurde. Dabei handelt es sich um die höchste wissenschaftliche Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie.

Zu den wissenschaftlichen Schwerpunkten von Prof. Schlegel zählen die Sepsis, bei der generalisierte Entzündungen zum Organversagen führen. Die Forschungsarbeiten dazu wurden und werden von ihm in mehreren, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekten am UKW verfolgt. Ein weiteres Thema steht in Zusammenhang mit Chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. „Hier wollen wir besser verstehen, wie es durch Entzündungen zu einem Verlust der Darmbarriere kommen kann“, beschreibt Prof. Schlegel. Die Darmbarriere sorgt bei Gesunden dafür, dass Schadstoffe und Bakterien nicht aus dem Darm ins Blut gelangen können. Auch klinische Themen aus dem Bereich der endokrinen Chirurgie werden durch Prof. Schlegel beforscht.

Aufbau einer „Clinical Trial Unit für perioperative Medizin“ geplant

Diese und weitere Schwerpunkte sollen im Rahmen der neuen Professur weiterverfolgt und ausgebaut werden. Darüber hinaus ist geplant, in den kommenden zwei Jahren eine „Clinical Trial Unit für operative und perioperative Medizin“ zu gründen. „Diese Einheit soll klinische Studien ermöglichen, die im Umfeld von chirurgischen Eingriffen angesiedelt sind“, erläutert der Professor.

Neben seiner neuen Professur bleibt Prof. Schlegel auch weiterhin der Leiter des Schwerpunkts Endokrine Chirurgie. „Dieses Konzept des forschenden klinischen Arztes, das man auch als Clinician Scientist bezeichnet, wird in der internistischen Medizin schon seit längerem umgesetzt. Für die Chirurgie ist unser Modell deutschlandweit einzigartig und kann hoffentlich Vorbildfunktion entfalten“, sagt Prof. Schlegel.

Auch Studierende für Forschung begeistern

In Punkto Lehre ist es Schlegel wichtig, dass die Studierenden auch in der Chirurgie frühzeitig an wissenschaftliches Arbeiten herangeführt und dafür begeistert werden. „Mein Ziel ist es, die Bedingungen so zu gestalten, dass Studentinnen und Studenten sowohl bei klinischen, wie auch experimentellen Doktorarbeiten bestmöglich betreut werden“, so der forschende Viszeralchirurg.

 

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Die Medizinische Fakultät der Universität Würzburg hat am 17. Mai 2019 im Rahmen
ihres Dies Academicus Professor Martin Paul, Präsident der Universität Maastricht, die Ehrendoktorwürde verliehen. Sie würdigt damit seine langjährigen Verdienste
um den Aufbau des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz am Universitätsklinikum
Würzburg. Landtagspräsidentin a. D. Barbara Stamm wurde von der Fakultät und dem Universitätsklinikum Würzburg mit der Carl Caspar von Siebold-Medaille für ihre herausragenden Verdienste um die Universitätsmedizin in Würzburg geehrt.

Zur Person: Martin Paul

Der Pharmakologe Martin Paul gehört zu den renommiertesten Wissenschaftlern auf dem Gebiet des Renin-Angiotensin-Aldosteron Systems (RAAS), einem wichtigen Hormonsystem zur Regulation des Blutdrucks. Die Forschungsarbeiten von Paul und seinen Kollegen legten den Grundstein für die Ära der neurohumoralen Aktivierung bei Herzschwäche. Die darauf beruhenden ACE-Hemmer waren die ersten Medikamente, die das Leben von Patienten mit Herzinsuffizienz nachweislich verlängerten.

Paul ist heute Präsident der Universität Maastricht. Von 2010 bis 2018 war er Mitglied und
Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz
(DZHI) in Würzburg. Das DZHI ist seit 2010 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit insgesamt rund 50 Millionen Euro als integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum gefördert. „Durch seine engagierte, nachhaltige und umsichtige Beratung und Unterstützung hat er den Aufbau und die weitere Entwicklung des DZHI über die Jahre entscheidend vorangebracht und sich dadurch für die Julius-Maximilians-Universität Würzburg überaus verdient gemacht“, fasste Professor Matthias Frosch, Dekan der Medizinischen Fakultät, das Engagement von Professor Paul zusammen.

Laudatio von Christoph Maack

Professor Christoph Maack, Sprecher des DZHI, würdigte in seiner Laudatio die Leistungen
von Paul zur Profilierung des DZHI als interdisziplinäres Forschungs- und Behandlungszentrum. „Professor Paul hat schon in der ersten Begutachtungsphase dafür Sorge getragen, dass die nicht-kardiologischen und kardiologischen Kliniken und Institute aktiv im DZHI zusammenarbeiten, was die einzigartige Interdisziplinarität als Grundprinzip des DZHI entscheidend geprägt hat. Durch die gemeinsame Arbeit an den Mechanismen, der Prävention und Behandlung der Herzinsuffizienz und ihrer Komplikationen hat das DZHI durch dieses Grundprinzip weltweit ein Alleinstellungsmerkmal erlangt.“

Paul hob in seiner Festrede die Bedeutung der Zusammenarbeit von Universität und Klinikum zum Erreichen der gemeinsamen Ziele in Forschung und Krankenversorgung hervor: „Das Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz steht beispielhaft für innovative Strukturen, in denen, ausgehend von einem klinischen Problem in einem multi- und interdisziplinären Ansatz, die Brücke von der Grundlagenforschung bis zur Anwendung am Patienten geschlagen wird.“

Zur Person: Barbara Stamm

Im Anschluss verlieh Professor Georg Ertl, ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Würzburg, die Carl Caspar von Siebold-Medaille an Landtagspräsidentin a. D. Barbara Stamm. Mit dieser Auszeichnung würdigen Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät gemeinsam Persönlichkeiten, die sich um die Universitätsmedizin in Würzburg in herausragender Weise verdient gemacht haben.

Im Laufe ihrer gesamten politischen Laufbahn hat sich Barbara Stamm für deren Belange
eingesetzt. In der jüngeren Vergangenheit hat sie unter anderem die Erweiterung des Medizincampus mit der neuen Kopfklinik und dem Mutter-Kind-Zentrum, die Institutionalisierung der Palliativmedizin, die Einrichtung des Helmholtz-Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung, des Comprehensive Cancer Centers sowie des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz wegbereitend unterstützt.

„Nicht zuletzt ihr Engagement hat dazu beigetragen, das Ansehen der Würzburger Universitätsmedizin in Bayern, in Deutschland und über die Grenzen Deutschlands hinweg wesentlich zu befördern“ fasste Ertl die Leistung von Barbara Stamm zusammen. In ihren spontanen Dankesworten engagierte sich Barbara Stamm noch einmal für die Universitätsmedizin, den wissenschaftlichen Nachwuchs und die ehrenamtlichen Leistungen in allen Bereichen.

Weitere Preise und Auszeichnungen

Im Rahmen des Dies Academicus wurden außerdem die Promotionspreise der Medizinischen
Fakultät verliehen. Dr. Mathias Lutz wurde mit dem Preis aus dem Nachlass von Klug und
Sichler für seine Arbeit über die Immunität gegen Tumorantigene ausgezeichnet. Der Mediziner und Physiker Dr. Alexander Gotschy erhielt den Preis der Ernst und Hedda Wollheim-Stiftung für die Entwicklung eines neuen Verfahrens zur Bildgebung von Atherosklerose.