Nach dem internen Teil des Patientenselbsthilfeverbands am Vormittag, standen beim öffentlichen Teil am Nachmittag Vorträge von drei UKW-Fachleuten auf dem Programm. Dabei lieferte Prof. Dr. Johan Lock unter anderem einige Kennzahlen aus dem Lebertransplantationsprogramm des Würzburger Großkrankenhauses. Nach Angaben des Leiters der Hepatopankreatobiliären und Transplantationschirurgie fand im November vergangenen Jahres die 300. Lebertransplantation am UKW statt. Aktuell umfasst die Warteliste des Uniklinikums für eine Spenderleber rund 30 Patientinnen und Patienten, während über 200 Lebertransplantierte ambulant betreut werden. Nach einem Überblick über die bundesweite Situation beschrieb Lock die Lebertransplantation zusammenfassend als etabliertes und effektives Therapieverfahren, dessen Hauptproblem nach wie vor in der mangelnden Organspende liegt.
Im Anschluss stellte Privatdozent Dr. Friedrich Anger, Oberarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie, den über 220 Zuhörerinnen und Zuhörern aktuelle Innovationen bei der Organkonservierung, dem Operationsverfahren und dem postoperativen Management vor.
Im dritten Fachvortrag zeigte Privatdozentin Dr. Monika Rau, Oberärztin der Hepatologie, auf, welche Faktoren den größten Einfluss auf einen guten Langzeitverlauf nach einer Lebertransplantation haben.
Zum Abschluss der von Gabriele Nelkenstock, der Selbsthilfebeauftragten des UKW, organisierten Veranstaltung bestand für die Teilnehmenden die reichlich genutzte Gelegenheit zur Diskussion. Am Ende wurde der Informationsnachmittag vom Verein Lebertransplantierte Deutschland als „herausragend“ gelobt.