Wie diese Speicherbläschen in NK-Zellen gebildet und erhalten werden, ist bislang nur unvollständig verstanden.
Dr. Ignazio Caruana hat gemeinsam mit seiner Arbeitsgruppe in der Abteilung für Pädiatrische Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation am UKW sowie Forschenden aus Rom die Rolle der Autophagie, eines zellulären Recycling- und Erhaltungsprozesses, für die Funktion menschlicher NK-Zellen untersucht. Die Forschenden konnten zeigen, dass die Autophagie nicht in erster Linie am Abbau von Zellbestandteilen beteiligt ist, sondern die Speicherung und Erhaltung dieser zellschädigenden Speicherbläschen unterstützt. Wurde die Autophagie experimentell gehemmt, verringerte sich die Anzahl der Granula sowie der Gehalt an wichtigen Eiweißstoffen wie Perforin und Granzyme B, mit denen NK-Zellen Zielzellen zerstören. Dadurch war auch ihre Fähigkeit eingeschränkt, infizierte oder entartete Zellen abzutöten.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Autophagie wesentlich dazu beiträgt, die „Ausrüstung“ der NK-Zellen mit zellschädigenden Proteinen aufrechtzuerhalten und damit ihre Funktion in der Immunabwehr zu sichern.
Publikation: Piera Filomena Fiore, Sergio Forcelloni, Simone Vitozzi, Nicola Tumino, Tobias Theinert, Lokossou William Sanvi, Francesca Nazio, Valentina D’Oria, Stefania Martini, Maximilian Reichert, Lorenzo Moretta, Ignazio Caruana & Paola Vacca. Autophagy supports the storage of lytic granules in human NK cells. Cell Death Dis (2026). https://doi.org/10.1038/s41419-026-08937-1