Eine vielversprechende Behandlungsform ist die CAR-T-Zell-Therapie, bei der körpereigene Immunzellen gentechnisch so verändert werden, dass sie Tumorzellen gezielt angreifen. Da Glioblastome jedoch sehr heterogen sind, reicht die Erkennung eines einzelnen Zielmoleküls oft nicht aus. In dieser Arbeit wurde eine neuartige CAR-T-Zell-Therapie entwickelt, die gleichzeitig zwei Zielstrukturen auf Tumorzellen (PDPN und GD2) erkennt. Dadurch soll verhindert werden, dass einzelne Tumorzellen der Behandlung entkommen und der Tumor erneut wächst.
Diese kombinierte Therapie erwies sich in umfangreichen präklinischen Untersuchungen als besonders wirksam. Sie zerstörte patientenabgeleitete Tumororganoide und führte in Mausmodellen zu einer langanhaltenden Rückbildung der Tumoren. Die Ergebnisse zeigen, dass die gleichzeitige Bekämpfung zweier Zielstrukturen ein vielversprechender Ansatz für die Entwicklung wirksamerer Immuntherapien gegen das Glioblastom sein könnte.
Publikation: Julian Hübner, Marah Alsalkini, Rhonda McFleder, Fabio Toppeta, Julia Wagner, Renato Liguori, Björn Grams, Moritz Meyer-Hofmann, Leopold Diener, Camelia-Maria Monoranu, Carsten Hagemann, Fulvia Ferrazzi, Chi Wang Ip, Ralf-Ingo Ernestus, Hermann Einsele, Michael Hudecek, Mario Löhr, Thomas Nerreter, Vera Nickl. Novel CAR T cell blend targeting PDPN and GD2 to overcome glioblastoma heterogeneity. Journal for ImmunoTherapy of Cancer. 2026;14:e014693. https://doi.org/10.1136/jitc-2025-014693