In einer in Cell Death & Disease veröffentlichten Studie untersuchten Forschende der Arbeitsgruppe um Professor Dr. Marc Schmidt an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie eine dieser „Hintertüren“, die durch den stressaktivierten MEK5/ERK5-Signalweg vermittelt wird. Dieser Signalweg steuert unter therapeutischer Anwendung zielgerichteter Therapien die Funktion zentraler Proteine, die am Überleben und der Teilung der Tumorzellen beteiligt sind. Durch die Blockierung dieses Signalwegs - in Kombination mit gängigen zielgerichteten Therapien– wird eine „Notbremse“ aktiviert. Dadurch werden die Krebszellen in einem Zustand gefangen, in dem sie sich nicht mehr teilen können.
Diese Erkenntnisse könnten für zukünftige Melanomtherapien von großer Bedeutung sein. Durch die Kombination bestehender Medikamente mit neuen Inhibitoren des MEK5/ERK5 Signalwegs könnten Therapieresistenzen effektiv vermieden und zielgerichtete Therapien neuen Patientengruppen zugänglich gemacht werden. Darüber hinaus könnte der Ansatz auch Patienten mit bestehender Behandlungsresistenz bessere Überlebenschancen bieten.
Publikation:
Rupesh Paudel, Simon Goller, Felix Deutzmann, Alina Gillitzer, Katharina Meder, Andrea Knorz, David Schrama, Matthias Goebeler & Marc Schmidt. MEK5/ERK5 inhibition sensitizes NRAS-mutant melanoma to MAPK-targeted therapy by preventing Cyclin D/CDK4-mediated G1/S progression. Cell Death Dis 16, 689 (2025). https://doi.org/10.1038/s41419-025-08036-7