Der Forschungsförderpreis des Unibundes der Universität Würzburg, verliehen durch die „Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp“, geht dieses Jahr an das Forschungsprojekt „Chemotherapie bei Brustkrebs: Einfluss auf die Blut-Hirn-Schranke“. Die zwei Forscherinnen der Universität Würzburg Dr. Carolin Curtaz (Frauenklinik und Poliklinik) und PD Dr. Malgorzata Burek (Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie) arbeiten interdisziplinär an diesem außergewöhnlichen Thema.
Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen. Brustkrebspatientinnen, die Hirnmetastasen entwickeln, weisen eine hohe Mortalitätsrate auf. Für das Fortschreiten der Erkrankung ist die Überwindung der Blut-Hirn-Schranke (BHS) durch Tumorzellen ein ausschlaggebendes Ereignis. Die BHS ist eine natürliche Barriere zum Schutz des Gehirns vor schädlichen Substanzen. Neue Medikamente zur Behandlung von Brustkrebs verbessern zunehmend die Überlebensrate der betroffenen Patientinnen. Die beide Forscherinnen wollen mit ihrem Projekt neue Erkenntnisse gewinnen.
Der Förderpreis ist mit 25.000 Euro dotiert und wurde am 10. November 2020 von der Vogel Stiftung überreicht.
„Der mutige Ansatz des Projekts in einem Gebiet, das nur sehr wenig erforscht wird, sowie die Bedeutsamkeit weiterer Erkenntnisse für eine erfolgreichere Behandlung dieser Krebsart haben uns sofort überzeugt“, berichtet Dr. Gunther Schunk, Vorstandsvorsitzender der Vogel Stiftung.
Die in Würzburg ansässige Vogel Stiftung unterstützt die Julius-Maximilians-Universität Würzburg, um Spitzenleistungen in der Forschung durch die Förderung sichtbar zu machen. Dies soll mittels einer jährlichen Preisvergabe, dem „Forschungsförderpreis der Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp“, geschehen und wird über den Universitätsbund organisiert.
Die Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp wurde 2000 von dem Würzburger Verleger Dr. Kurt Eckernkamp und seiner Frau Nina Eckernkamp-Vogel gegründet. Die Stiftung fokussiert in ihrer Förderung auf vier Felder: Bildung, Wissenschaft, Medizin/Gesundheitswesen und Kultur. Die Stiftung hat ihren Sitz in Würzburg und feiert 2020 ihr 20jähriges Jubiläum. Der Forschungsförderpreis ist einer der am höchsten dotierten privaten Forschungspreise im deutschsprachigen Raum.
Pressemitteilung der Vogel Stiftung vom 13. November 2020
Diese Pressemitteilung finden Sie auch unter www.vogel-stiftung.de
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Aktuelle Pressemitteilungen
Nach einem Schlaganfall ist schnelles Handeln gefordert. Je früher die Behandlung einsetzt, desto geringer sind in der Regel die Folgeschäden bei den Betroffenen. Doch Geschwindigkeit ist nicht alles: Krankenhäuser sollten darüber hinaus eine ganze Reihe spezieller Qualitätskriterien bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit einem akuten Schlaganfall erfüllen. Denn je mehr dieser Kriterien sie einhalten, desto weniger der Betroffenen sterben innerhalb der ersten sieben Tage nach ihrer Einlieferung.
Dieses eindeutige Ergebnis zeigt eine neue Studie von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern am Institut für Klinische Epidemiologie und Biometrie (IKE-B) der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft deutschsprachiger Schlaganfall-Register (ADSR), einem gemeinnützigen Verein bestehend aus neun regionalen Schlaganfallregistern in Deutschland, die jetzt in der Fachzeitschrift Stroke veröffentlicht wurde. Verantwortlich für diese Studie sind Forscher der ADSR; analysiert wurden die Daten von Dr. Kirsten Haas und Viktoria Rücker (M.Sc.) am IKE-B.
Ein Katalog von 20 Qualitätskriterien
„Wir konnten einen Zusammenhang zwischen der Einhaltung der Qualitätsindikatoren und der Sieben-Tages-Krankenhaussterblichkeit nachweisen. Je mehr Indikatoren erfüllt werden, desto niedriger ist die Sterblichkeit – unabhängig beispielsweise von Alter und Geschlecht des Patienten sowie vom Schweregrad seiner Erkrankung“, fasst Kirsten Haas die zentralen Ergebnisse der Studie zusammen.
Insgesamt 20 solcher Qualitätsindikatoren hat eine multidisziplinär besetzte Arbeitsgruppe in den vergangenen Jahren entwickelt, der unter anderem Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlaganfall Register (ADSR), der Deutschen Schlaganfall Gesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe angehören. Wichtigstes Ziel dabei ist es, die Patientenversorgung nach einem Schlaganfall zu verbessern.
Daten von 388.000 Fällen
„Wir haben aus diesem Katalog der 20 Indikatoren insgesamt elf ausgewählt, die sich drei Schwerpunkten zuordnen lassen: der schnellstmöglichen Akutbehandlung, einer frühzeitigen Bildgebung und Diagnostik sowie einer frühen Rehabilitation“, erklärt Dr. Björn Misselwitz, Koordinator der ADSR. Anschließend haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersucht, wie viele dieser Indikatoren an ausgesuchten Krankenhäusern erfüllt wurden, und dieses Ergebnis in Relation gesetzt zur Zahl der Patientinnen und Patienten, die innerhalb von sieben Tagen verstorben sind.
Dafür haben sie Daten aus 736 Kliniken und 388.012 Fällen in den Jahren 2015 und 2016 in Deutschland ausgewertet. Die Patienten waren im Mittel 76 Jahre alt, mehr als die Hälfte – exakt 52,4 Prozent – waren weiblich.
Was die Studie allerdings auch zeigt: „Die Qualität der Behandlung in den von uns untersuchten Krankenhäusern ist als hoch einzuschätzen“, sagt Professor Peter Hermanek, Vorsitzender der ADSR. Die meisten Kliniken würden die Qualitätsindikatoren zu einem hohen Maß erfüllen; die Werte für die meisten Qualitätsindikatoren würden über einem vorab definierten Schwellenwert liegen. „Bei einigen wenigen Krankenhäusern mit messbaren Defiziten erfolgen auf regionaler Ebene qualitätsverbessernde Maßnahmen, die unter anderem Zielvereinbarungen beinhalten“, so Hermanek weiter.
Woher die Daten stammen
Die Daten zur Versorgung der Schlaganfallpatienten werden über die Arbeitsgemeinschaft deutschsprachiger Schlaganfall Register (ADSR) erhoben, einem Zusammenschluss von neun regionalen Qualitätssicherungsprojekten. In vielen Bundesländern und für alle Kliniken mit einer zertifizierten Stroke Unit ist die Teilnahme an diesem Qualitätssicherungsprogramm verpflichtend.
Die ADSR wurde 1999 mit dem Ziel gegründet, eine standardisierte Datenerfassung zum Krankheitsbild „Schlaganfall“ zu entwickeln. Dafür werden unter anderem regionale und überregionale Vergleiche unter wissenschaftlichen, qualitätsrelevanten und epidemiologischen Gesichtspunkten erstellt. Diese bilden die Basis für neue Beiträge zur Optimierung des Schlaganfallmanagements. Jährlich werden innerhalb der ADSR rund 300.000 Datensätze und damit Informationen über rund 80 Prozent aller Schlaganfälle in Deutschland erfasst und ausgewertet.
Originalpublikation
“Association Between Adherence to Quality Indicators and 7-Day In-Hospital Mortality After Acute Ischemic Stroke”. Kirsten Haas, Viktoria Rücker, Peter Hermanek, Björn Misselwitz, Klaus Berger, Günter Seidel, Alfred Janssen, Susanne Rode, Christoph Burmeister, Christine Matthis, Hans-Christian Koennecke, Peter U. Heuschmann, and on behalf of the German Stroke Register Study Group (ADSR). Stroke. Originally published 12 Oct 2020.
doi.org/10.1161/STROKEAHA.120.029968
Kontakt
Dr. Kirsten Haas, T: +49 931 201-47302, kirsten.haas@uni-wuerzburg.de
Viktoria Rücker, T: +49 931 201-47317, viktoria.ruecker@uni-wuerzburg.de
Prof. Dr. Peter Hermanek, T: +49 89 2115900, hermanek@baq-bayern.de
Pressemitteilung der Universität Würzburg vom 9. November 2020
Im Rahmen des virtuellen 5. Würzburger Schlaganfallsymposiums der Neurologischen Klinik und Poliklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW) wurde am 29. Oktober der Hentschel-Preis 2020 verliehen. Mit dem seit dem Jahr 2011 jährlich vergebenen Preis ehrt die Stiftung „Kampf dem Schlaganfall“ Arbeiten aus Forschung, Prävention, Diagnostik und Therapie des Schlaganfalls.
In diesem Jahr überreichte Dipl.-Ing. Günter Hentschel, der Gründer der Stiftung, den bundesweit ausgeschriebenen und mit 5.000 Euro dotierten Preis an Dr. Alexander Kollikowski vom Institut für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie des UKW (Direktor: Prof. Dr. Mirko Pham) für seine Arbeit „Lokale Leukozyten-Invasion während des humanen hyperakuten ischämischen Schlaganfalls“, die unlängst im Fachblatt Annals of Neurology publiziert wurde.
Zudem erhielt am Welt-Schlaganfalltag auch Dr. Abass Eidizadeh vom Universitätsklinikum Göttingen den mit 2.500 Euro dotierten Nachwuchs-Preis der Stiftung für seine Doktorarbeit zum Thema „Beurteilung des therapeutischen Potenzials von intraperitoneal injiziertem Metallothionein-II im Ischämischen Schlaganfallmodell der Maus“.
Außer dem Stiftungsgründer gratulierte auch Prof. Dr. Karl Georg Häusler, Geschäftsführender Oberarzt der Neurologischen Klinik und Poliklinik des UKW, beiden Preisträgern zur Auszeichnung.
Um auch in Zukunft Projekte zum Thema Schlaganfall unterstützen zu können, freut sich die Hentschel-Stiftung über Spenden auf das Konto:
Kampf dem Schlaganfall, HypoVereinsbank Würzburg
BIC: HYVEDEMM455 / IBAN: DE45790200760347390402
Die Stiftung ist vom Finanzamt Würzburg unter der Steuernummer 257/147/00343 als gemeinnützig anerkannt. Zustiftungen und Spenden sind daher steuerlich absetzbar
Am Mittwoch, den 18. November 2020, 15 – 17 Uhr online
Pflegefachkräfte müssen heute immer komplexere Aufgaben bewältigen. Als Reaktion auf diese Entwicklung wurde die Pflegeausbildung in Deutschland grundlegend reformiert. Am 17. Juli 2017 wurde das Pflegeberufereformgesetz vom Bundestag beschlossen. Mit diesem Gesetz werden die drei bisher nach Altersgruppen getrennten Berufe der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zu einer einzigen, generalistischen Berufsausbildung zusammengeführt. Auch der Aufbau primärqualifizierender Bachelorstudiengänge ist Teil dieser Strategie. Bereits ab dem Wintersemester 2020/21 starten junge Abiturienten an sieben bayerischen Hochschulen die akademische Erstausbildung zum „Pflegefachmann“ oder zur „Pflegefachfrau“.
Beim 7. Gesundheitssymposium Mainfranken tauschen sich Expertinnen und Experten über die Chancen und Herausforderungen der neuen Bildungswege im Gesundheitsbereich aus. Wie verändern sich das Fachkräfteangebot und die Berufsbilder in der Pflege? Welche Karriereperspektiven erwarten die künftigen Absolventen? Gewinnt der Pflegeberuf durch die Reformen an Attraktivität?
Die bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml wird mit einem Vortrag an der Online-Veranstaltung teilnehmen. Es erwarten Sie darüber hinaus spannende Impulsreferate und eine moderierte Diskussionsrunde. Wir freuen uns auf einen inspirierenden und informativen Dialog mit Ihnen!
Anmeldung und Programm:
Melden Sie sich verbindlich über untenstehenden Link zu unserer Online-Veranstaltung „7. Gesundheitssymposium Mainfranken“ an.
www.mainfranken.org/gesundheitssymposium
Anmeldefrist: 12. November 2020
Programm:
15:00 Uhr Begrüßung
Prof. Dr. Georg Ertl, Ärztlicher Direktor Uniklinikum Würzburg
Thomas Bold, Landrat des Landkreises Bad Kissingen
15:10 Uhr Die generalistische Pflegeausbildung und das Pflegestudium –
neue Wege gehen in Bayern
Staatsministerin Melanie Huml, MdL
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
15:30 Uhr Primärqualifizierende Pflegestudiengänge – lang ersehnte
Notwendigkeit? Neue Aussichten für den Pflegeberuf und den
Arbeitsmarkt
Prof. Dr. Änne-Dörte Latteck, Pflegewissenschaftlerin FH Bielefeld
15:45 Uhr Heart Failure Discharge Management am Uniklinikum Würzburg-
Chancen und Perspektiven akademisierter Pflege in der Praxis
Franziska Ottenbreit, Uniklinikum Würzburg
16:00 Uhr Experten im Gespräch
- Melanie Huml, Bayerische Gesundheitsministerin
- Prof. Dr. Georg Ertl, Ärztlicher Direktor Uniklinikum Würzburg
- Günther Leimberger, Pflegedirektor a.D. Uniklinikum Würzburg
- Dr. Ralph Brath, Hausarzt in Bad Kissingen
- Prof. Dr. Änne-Dörte Latteck, Pflegewissenschaftlerin FH Bielefeld
16:45 Uhr Abschluss
Moderation: Anke Ames
Das Bayerische Wissenschaftsministerium hat zum Coronavirus SARS-CoV-2 den bayerischen Forschungsverbund FOR-COVID eingerichtet. Dafür stellt der Freistaat rund 800.000 Euro an Fördermitteln für dieses und nächstes Jahr bereit. „Es ist unser erklärtes Ziel, mit FOR-COVID möglichst zügig zu weiteren wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Eindämmung, Behandlung und Erforschung der Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus zu gelangen“, betonte Wissenschaftsminister Bernd Sibler. Beteiligt sind die Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg, die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, die Technische Universität (TUM) München, die Universität Regensburg und die Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg sowie das Bundeswehr-Institut für Mikrobiologie in München. Im Rahmen von neun Projekten erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der kooperierenden Hochschulen Möglichkeiten zur Vorbeugung und zur Vorbereitung auf Epidemien, zur Infektionsprävention, zur aktiven und passiven Immunisierung durch Impfung, zur Verbesserung der antiviralen Therapiemöglichkeiten sowie zum besseren Verständnis der Entstehung und Entwicklung der Krankheit. „Ich bin überzeugt, dass wir mit diesem bayernweiten Schulterschluss wertvolle Erkenntnisse zum Wohle der Bevölkerung gewinnen werden“, so der Wissenschaftsminister.
Der Forschungsverbund will durch eine bayernweite, interdisziplinäre Kooperation dazu beitragen, die derzeitige Pandemie beherrschbarer zu machen und auf zukünftige ähnliche Krisen besser vorbereitet zu sein. „Wir erleben derzeit, wie die Corona-Pandemie nicht nur in Bayern, sondern weltweit zu massiven Einschränkungen im öffentlichen und kulturellen Leben, in der Wissenschaft und in der Wirtschaft führt. Immer noch drängen viele Fragen, auf die wir schnell Antworten finden müssen“, betonte Sibler.
Der bayerische Forschungsverbund arbeitet auch mit Forschungsgruppen in Sachsen in einem bayerisch-sächsischen Forschungsnetzwerk zu SARS-CoV-2 zusammen. Sprecherin des bayerischen Forschungsverbunds FOR-COVID ist die Virologin Prof. Dr. Ulrike Protzer von der Technischen Universität (TUM) München. Ihre Stellvertreter sind Prof. Dr. Oliver Keppler vom Max-von-Pettenkofer Institut – Virologie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München sowie Prof. Dr. Joerg Vogel vom Institut für Molekulare Infektionsbiologie der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg.
Mit dem Ziel, die Kinderbetreuung in Würzburger KiTas sicher zu stellen, ist die Wü-KiTa-CoV Studie vor einigen Wochen angelaufen. Um ein Auftreten des SARS-CoV-2-Virus in Kindertagesstätten schnell erkennen und eine Ausbreitung vermeiden zu können, hat sich ein interdisziplinäres Studienteam, zusammengesetzt aus Mitgliedern der Universität Würzburg (Institut für Hygiene und Mikrobiologie, Lehrstuhl für Klinische Epidemiologie und Biometrie, Institut für Virologie), des UKW (Kinderklinik, Allgemeinmedizin, Kinder- und Jugendpsychiatrie) und der Stadt Würzburg zusammengeschlossen.
Geleitet wird die Studie von Prof. Oliver Kurzai, Mikrobiologie JMU und Prof. Johannes Liese, Kinderklinik UKW.
In seiner täglichen Arbeit wird das breit aufgestellte Studienteam aktiv von der Stadt Würzburg unterstützt.
Gefördert wird die Wü-KiTa-CoV Studie vom BMBF mit 1,2 Mio EUR im Rahmen des Forschungsnetzwerkes InfectControl.
Insgesamt konnten etwa 1.000 Personen (Kinder und Betreuer) aus 9 KiTas der Stadt Würzburg zu einer Teilnahme an der Studie eingeladen werden. Das entspricht etwa einem Viertel aller in Würzburg betreuten Kinder unter 6 Jahren. Die erfreulich hohe Teilnehmerrate von etwa 60% aller Kinder und BetreuerInnen aus diesen 9 KiTas ist ein erster großer Erfolg.
Ein erstes Screening zum Antikörpernachweis für die Detektion einer früheren Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus wurde bereits erfolgreich durchgeführt. Ebenso konnte eine erste Befragung der StudienteilnehmerInnen z.B. zu ihrer Einstellung zu Corona und dem Umgang mit der aktuellen Situation abgeschlossen werden.
Aktuell läuft in den Einrichtungen die Überprüfung auf eine akute Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus. Dabei werden drei unterschiedliche Methoden miteinander verglichen (Entnahme von Nasenabstrichen 1x bzw. 2x pro Woche und Entnahme von Mundspülwasser 2x pro Woche). Während in einigen KiTas alle Kinder und BetreuerInnen unabhängig von einer Symptomatik regelmäßig untersucht werden, werden die Kinder und BetreuerInnen und deren Haushaltsangehörige anderen KiTas nur bei Zeichen einer COVD-19-Infektion auf das Virus getestet.
Die Tests laufen bis Januar 2021. Mit ersten Ergebnissen ist im Frühjahr zu rechnen. Die Wü-KiTa-CoV Studie ist damit ein weiterer Baustein der engen Kooperation zwischen Universitätsklinikum, Universität und Stadt und Landkreis Würzburg im Rahmen der Bekämpfung der Corona-Pandemie.
Aktuelle Informationen finden sich auch auf der Homepage der Studie https://www.med.uni-wuerzburg.de/wuekitacov/startseite/