Aktuelle Pressemitteilungen

Der Rotary Club Würzburg-Residenz unterstützt die Klinik am Greinberg

Der Rotary Club Würzburg-Residenz fördert die Anschaffung von speziellem Therapiematerial an der Klinik am Greinberg in Würzburg. Dazu überreichte der Rotary Club dem Menschenskinder e.V. eine Spende von 1.500 Euro.

 

In der Klinik am Greinberg in Würzburg werden in Trägerschaft des Bezirks Unterfranken auf 15 Therapieplätzen Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen stationär behandelt, die zusätzlich schwer körperlich oder geistig behindert sind oder unter einer hochgradigen Seh- oder Hörschwäche leiden. Für die Anschaffung von hierbei benötigtem, speziellen Therapiematerial stellte der Rotary Club Würzburg-Residenz dem Verein Menschenskinder kürzlich eine Spende von 1.500 Euro zur Verfügung. „Wir freuen uns, dass wir einen Beitrag dazu leisten können, die Versorgung der hier behandelten Kinder und Jugendlichen zu verbessern“, betonte der Präsident des Clubs, Dr. Jürgen Plötz, bei der Spendenübergabe in der Klinik. „Wir sind hocherfreut, dass sich der Rotary Club Würzburg-Residenz auch für Kinder einsetzt, die in der Gesellschaft häufig kaum eine Lobby haben“, erklärte im Gegenzug Prof. Dr. Marcel Romanos, der Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJPPP) des Uniklinikums Würzburg und erste Vorsitzende des Vereins Menschenskinder. Zusammen mit dem zuständigen Oberarzt, Dr. Tim Güntzel, sowie dem leitenden Oberarzt der Klinik, Privatdozent Dr. Timo Vloet, dankte er dem Rotary Club Würzburg-Residenz herzlich für die großzügige Unterstützung.

 

Russische Delegation informierte sich am Uniklinikum Würzburg über Aspekte der modernen Onkologie

Vier Tage lang informierte sich eine Delegation russischer Gesundheitsexperten am Uniklinikum Würzburg umfassend über aktuelle Lösungen in der Krebsmedizin. Hintergrund des Besuchs war unter anderem der geplante Aufbau einer neuen Einrichtung zur Behandlung von Tumorpatienten in der russischen Stadt Dimitrowgrad.

 

Vom 19. bis 22. Juni 2019 besuchte eine 19-köpfige Delegation von Leitungskräften aus dem russischen Gesundheitswesen das Uniklinikum Würzburg (UKW). Sie sammelten Informationen über aktuelle Diagnose- und Therapiemöglichkeiten sowie Finanzierungs- und Ausbildungsaspekte in der Onkologie. Hintergrund dieses Interesses ist der derzeit laufende Aufbau einer neuen Einrichtung zur Behandlung von Tumorpatienten in Dimitrowgrad. Mit rund 123.000 Einwohnern ähnelt diese Stadt im westlichen Teil Russlands in ihren Dimensionen Würzburg. Die dort entstehende Klinik ist ein Ableger des Burnasyan Federal Medical Biophysical Center (FMBC), eines großen russischen Klinikverbundes mit assoziierter Forschungseinrichtung. Dieses Zentrum ist direkt dem russischen Gesundheitsministerium zugeordnet und soll insbesondere die Versorgung von Tumorpatienten in Russland verbessern.

„Selbstverständlich haben wir die Kolleginnen und Kollegen aus Russland nach Kräften unterstützt“, berichtet Prof. Dr. Andreas Buck. Der Direktor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin am UKW war mit der Organisation des Aufenthalts betraut. Schwerpunktthemen der Präsentionen waren neue diagnostische Verfahren sowie der „State of the Art“ bei Radionuklid- und Strahlentherapien sowie bei Immuntherapien und in der Präzisions-Onkologie. Darüber hinaus wurden auch Finanz- und Ausbildungsaspekte angesprochen. „Die einzelnen Themenfelder wurden von der jeweils höchsten Kompetenzebene des UKW – also von Klinikdirektoren und Institutsleitern – präsentiert, was nicht zuletzt die Wertschätzung unserer Gäste und unseren Wunsch zur Kooperation unterstreicht“, berichtet Prof. Dr. Georg Ertl, der Ärztliche Direktor des UKW.

 

Uniklinikum Würzburg: ZOM und ZIM zeigten sich in Bestform

Transparent, informativ, gut gelaunt: Am Tag der offenen Tür präsentierten sich die Zentren für Operative und Innere Medizin des Uniklinikums Würzburg als spitzenmedizinische, wie auch empathische Einrichtungen.

Im Hörsaal des Zentrums für Operative Medizin spulte sich am Tag der offenen Tür ein dichtes Vortragsprogramm ab. Bild: Angie Wolf / Uniklinikum Würzburg
Ran ans Gerät – bei Simulatoren konnten die Besucher/innen medizintechnische Werkzeuge ausprobieren. Bild: Angie Wolf / Uniklinikum Würzburg
Für Kinder war der Aktionstag eine Chance, sich unbeschwert mit der Lebenswelt Krankenhaus auseinanderzusetzen. Bild: Angie Wolf / Uniklinikum Würzburg
Viele Gäste nutzen die Gelegenheit, mehr über den eigenen Gesundheitszustand zu erfahren. Bild: Angie Wolf / Uniklinikum Würzburg
Das wohl auffälligste Exponat am Tag der offenen Tür war das begehbare Herz. Bild: Angie Wolf / Uniklinikum Würzburg

Mit einem Tag der offenen Tür feierten die Zentren für Operative und Innere Medizin (ZOM | ZIM) des Uniklinikums Würzburg (UKW) am Samstag, den 22. Juni 2019, gemeinsam ihre Jubiläen: Das ZOM gibt es seit 15 Jahren, das ZIM seit zehn. „Angebot, Besucherzuspruch, Atmosphäre – bei diesem Aktionstag hat einfach alles gepasst“, resümierte Prof. Dr. Georg Ertl, der Ärztliche Direktor des UKW, am Ende der Großveranstaltung hochzufrieden.

So kam in Punkto Atmosphäre bei Kaiserwetter die wegweisende, transparente Architektur des Gebäudekomplexes voll zum Tragen: Tageslichtdurchflutet bot die langgestreckte Magistrale einen freundlich-einladenden Rahmen für die rund 30 Informationsstände und Aktionsbereiche.

 

Gesundheitschecks in Vollauslastung

Dem Anlass und der Bedeutung der „Flaggschiffe der Würzburger Universitätsmedizin“ angemessen, offerierten die am ZOM | ZIM beheimateten Kliniken und Einrichtungen ein so breites und interessantes Programm, dass für den Einzelnen ein komplettes „Abarbeiten“ in der vierstündigen Veranstaltung zeitlich nahezu unmöglich war. Viele der zahlreichen Gäste nutzen das breite Angebot an kostenlosen Gesundheitschecks. In Vollauslastung über den gesamten Zeitraum hinweg wurden beispielsweise fast 100 Fibroscanuntersuchungen zur Lebersteifigkeit und gut 70 Ultraschall-Schilddrüsenchecks durchgeführt, während sich rund 60 Personen ein kleines Blutbild erstellen ließen. Auch die Bestimmung der „Körperzusammensetzung“ mittels Bioelektrischer Impedanzanalyse kannte keinen Leerlauf.

Neben der Gelegenheit, unkompliziert mehr über den eigenen Gesundheitszustand zu erfahren, setzen sich die Besucher/innen – unterstützt von freundlichen Standbesatzungen – interessiert mit den ausgestellten medizintechnischen Geräten auseinander, erprobten ihr eigenes Geschick beim Umgang mit Simulatoren oder ließen sich über Struktur und Zweck von Einrichtungen, wie der Interdisziplinären Biomaterial und Datenbank Würzburg, informieren.

 

Führungen sehr gut angenommen

Hohe Teilnehmerzahlen hatten darüber hinaus die Führungen – ob durch die Notaufnahme und den neuen Schockraum oder das Kathederlabor.

Aber auch die „nicht-medizinischen“ Angebote erfreuten sich regen Interesses. So waren zum Beispiel die Vertreter der Klinikseelsorge, des Patientenbesuchsdiensts „Grüne Damen und Herren“ sowie der Selbsthilfe fast durchgehend als Gesprächspartner gefragt. Die Pflege thematisierte anschaulich die Herausforderungen eines altersgerechten Krankenhauses – körperlich direkt erfahrbar durch Elemente eines Alterssimulationsanzugs. Eltern und Jugendliche zeigten sich erstaunt über die am Tag der offenen Tür präsentierten, vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten des UKW.

„Es ist selten, dass sich bei Veranstaltungen dieser Art Angebot und Nachfrage so ideal treffen. Ich danke allen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dass sie dazu beigetragen haben, das Doppeljubiläum in so würdiger Weise mit uns und der Würzburger Bevölkerung zu feiern. Herzlichen Dank auch hier mal wieder an unseren Bürgermeister Adolf Bauer, der uns durch seine interessierte Anwesenheit unterstützte“, lobt Prof. Ertl.

 

 

Pressemitteilung hier zum Download.

 

Zwei Millionen Euro für die Krebsdiagnostik

Die Bayerische Forschungsstiftung fördert mit zwei Millionen Euro das Verbundprojekt FORTiTher, das maßgeblich von Universität und Universitätsklinikum Würzburg gestaltet wird. Erforscht werden neue diagnostische Verfahren bei Krebs.

 

Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 500.000 Menschen an Krebs. Die Erforschung, Diagnostik und individuelle Therapie dieser Volkskrankheit bilden wissenschaftliche und therapeutische Schwerpunkte an der Universität und am Universitätsklinikum Würzburg. Diese Schwerpunkte werden nun weiter gestärkt: Die Bayerische Forschungsstiftung fördert das neue Verbundprojekt FORTiTher (Forschungsverband Tumordiagnostik für Individualisierte Therapie).

Am 14. Juni 2019 übergaben Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler und der Geschäftsführer der Bayerischen Forschungsstiftung, Dr. Christian Haslbeck, die Förderurkunde über zwei Millionen Euro. Universitätspräsident Alfred Forchel und FORTiTher-Projektsprecher Professor Franz Jakob, Leiter des Bernhard-Heine-Centrums für Bewegungsforschung, nahmen die Urkunde bei einer Feierstunde im König-Ludwig-Haus entgegen.

Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft

An FORTiTher sind zwölf Forschungsgruppen aus den Universitäten Würzburg, Regensburg, der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem Fraunhofer-Institut für neue Techniken in der Bildgebung sowie 15 Partner aus der bayerischen Wirtschaft beteiligt. Ziel ist die Entwicklung neuer diagnostischer Verfahren, die auf innovativen Bildgebungstechniken und computerunterstützter automatisierter Datenauswertung basieren. Die Forschenden hoffen darauf, ein noch differenzierteres Bild von Tumoren im Hinblick auf Bösartigkeit, Wachstum, Auseinandersetzung mit dem Immunsystem, Ausbreitungstendenz und Ansprechen auf Medikamente zu erhalten.

„Mit der Förderung durch die Bayerische Forschungsstiftung soll der Forschungsverbund in seiner zukunftsweisenden Krebsforschung tatkräftig unterstützt werden“, betonte Minister Sibler, der auch Mitglied im Stiftungsrat der Bayerischen Forschungsstiftung ist. „Die engagierte Arbeit des Verbunds verspricht bessere Behandlungsmöglichkeiten von Krebs und größere Heilungschancen in der Zukunft. Meinen großen Dank für diese wertvolle Arbeit, die Leben retten kann!“

Einzelne Krankheitsherde genau charakterisieren

Das Programm FORTiTher startete zeitgleich mit der im Januar 2019 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgerufenen „Nationalen Dekade gegen Krebs“, die bundesweit für das Thema Krebsforschung sensibilisieren soll. „Unser Projekt kommt genau zur richtigen Zeit“, sagte Professor Franz Jakob, „denn wir können hier von Beginn an die Ergebnisse unseres schlagkräftigen bayerischen Forschungsverbunds einbringen.“

Dabei hoffen die Forschenden, zu einem Paradigmenwechsel bei Diagnose und Behandlung von Krebs beitragen zu können. „Tumorarten werden bislang meist in größeren Gruppen dargestellt, beispielsweise als Gruppe der Prostatakarzinome. Unser Ziel ist es, diese Einteilungen zu verfeinern und dazu die einzelnen Krankheitsherde so genau zu charakterisieren, dass wir individuell maßgeschneiderte therapeutische Strategien entwickeln und in die Routinemedizin überführen können“, so Jakob.

Dabei hat der Forschungsverbund vor allem die Immuntherapien im Blick: „Immuntherapien haben die Krebsbehandlung in den letzten Jahren regelrecht revolutioniert“, erläutert Professor Jörg Wischhusen von der Universitätsklinik Würzburg. „Hinsichtlich des Ansprechens auf diese Therapien gibt es aber extreme Unterschiede zwischen Patienten mit nominell gleicher Diagnose. FORTiTher soll uns daher auch dabei helfen, individualisierte Prädiktoren für den Therapieerfolg zu verstehen und für Therapieentscheidungen nutzbar zu machen.“

Die Professoren Jakob und Wischhusen stellten FORTiTher bei der Feierstunde gemeinsam mit Professor Christoph Klein von der Uni Regensburg vor. Dr. Christian Haslbeck, Geschäftsführer der Bayerischen Forschungsstiftung, sprach aus Stiftungssicht über das Projekt.

Fakten zur Bayerischen Forschungsstiftung

Jährlich bewilligen die Gremien der Bayerischen Forschungsstiftung Fördermittel in Höhe von rund 15 Millionen Euro für Kooperationsprojekte zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Gemeinsam mit den Co-Finanzierungsanteilen der bayerischen Wirtschaft ergibt sich daraus ein Gesamtvolumen von über 30 Millionen Euro. Die Forschungsstiftung hat seit ihrer Gründung im Jahr 1990 für 887 Projekte rund 573 Millionen Euro bewilligt. Insgesamt wurde damit ein Gesamtprojektvolumen von rund 1,270 Milliarden Euro angestoßen.

 

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Spende für „Forschung hilft“

Die Krebsforschung in Würzburg profitiert vom Engagement der Stiftung „Forschung hilft“. Hier entscheiden Bürger mit, für welche Projekte es Geld gibt. Die jüngste Spende für die Stiftung stammt aus einer Kunstaktion.

 

Die Krebsforschung fordert der Wissenschaft eine Menge Kraft und noch mehr Geduld ab. Erfolge zeigen sich oft erst nach vielen Jahren. „Wir brauchen einen langen Atem“, sagt Professor Matthias Frosch, Dekan der Medizinischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg. Nötig seien auch zuverlässige Finanzierungspartner, die über Jahre hinweg bei der Sache bleiben. Ein solcher Partner ist für die Würzburger Wissenschaft die Stiftung „Forschung hilft“, durch die sich Bürgerinnen und Bürger aus der Region an der Krebsforschung beteiligen.

Von der Diagnose Krebs sind zahlreiche Menschen betroffen. Jeder zweite Bewohner der westlichen Welt erkrankt laut Gabriele Nelkenstock, Vorstandsfrau der Stiftung, im Laufe seines Lebens an einer bösartigen Tumorerkrankung. Durch die eigene Familie, Freunde oder Nachbarn hat so gut wie jeder direkt oder indirekt mit der Thematik zu tun.

Krebserkrankte auch seelisch stärken

„Auch in meiner Familie sind zwei Personen an Krebs erkrankt“, sagt Claudia Amberger-Berkmann vom Würzburger Café Ottolina. Mit ihrem Geschäftspartner Davide Scarpa hat sie in diesen Tagen 1.980 Euro an die Stiftung gespendet. Das Geld stammt aus der Kunstaktion „Calore e colore“, die im Mai 2019 im Café stattfand.

Claudia Amberger-Berkmann würde sich wünschen, dass es möglichst bald bessere Medikamente gegen Krebs gibt. In Würzburg, das weiß sie über „Forschung hilft“, wird daran in rund 100 Projekten gearbeitet. Das macht Hoffnung.

Gleichzeitig hält es die Gastronomin für wichtig, Menschen, die an Krebs erkrankt sind, seelisch zu stärken. Am Ende der Kunstaktion „Calore e colore“ ersteigerte sie ein farbenfrohes Bild, das sie nun dem Universitätsklinikum zur Verfügung stellt. Es soll im Comprehensive Cancer Center Mainfranken (CCCM) hängen und Erkrankten Mut machen.

Beirat der Stiftung entscheidet mit

Dass es die Stiftung „Forschung hilft“ gibt, zeuge davon, dass sich die Einstellung der Bevölkerung zur Krebsforschung gewandelt hat, betonte Gabriele Nelkenstock bei der Spendenübergabe: „Diese Sache geht uns alle an.“

Der Stiftung sei es deshalb auch nicht nur ein Anliegen, Geld zu sammeln: „Wir Bürgerinnen und Bürger wollen bei der Krebsforschung mitbestimmen.“ Das geschieht bei der Auswahl der eingereichten Projekte. Die werden zunächst von einem externen wissenschaftlichen Beirat begutachtet. Über den Stiftungsbeirat entscheiden aber am Ende Bürgerinnen und Bürger mit, welche der empfohlenen Projekte zum Zug kommen sollen.

Heilungschancen wurden verbessert

Laut Professor Ralf Bargou, Leiter des CCCM, wäre es nicht möglich, Krebsforschung allein aus öffentlichen Mitteln zu finanzieren. Die Wissenschaft sei auf Geldgeber wie die Deutsche Krebshilfe oder eben die Stiftung „Forschung hilft“ angewiesen. Nicht zuletzt dank der Unterstützung solcher Förderorganisationen gelang es dem Mediziner zufolge in jüngster Zeit, die Heilungschancen bei verschiedenen Krebsarten zu erhöhen. Beispiele seien die akute Leukämie, metastasierende Lungentumore oder der schwarze Hautkrebs.

Erneut 100.000 Euro für Forschungsprojekte

Die Forschungssituation werde sich künftig dadurch weiter verbessern, dass der Freistaat ein Krebsforschungszentrum als gemeinsame Einrichtung aller medizinischen Fakultäten in Bayern gründet, berichtet Matthias Frosch. Dennoch bleibe die Stiftung „Forschung hilft“ für Würzburgs Krebsforschung wichtig. Sie unterstützt Projekte vor allem in der Startphase.

Im November 2019, so Gabriele Nelkenstock, werden zum zweiten Mal über 100.000 Euro für erfolgversprechende Projekte ausgeschüttet.

 

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Buchpräsentation am Uniklinikum Würzburg: Chirurgenlexikon mit 2000 Biographien

Der Würzburger Chirurg und Medizinhistoriker Dr. Christoph Weißer hat ein biographisches Kompendium zur Geschichte der Chirurgie verfasst. Am Freitag, den 5. Juli 2019, stellt er es der interessierten Öffentlichkeit im Hörsaal des Zentrums für Operative Medizin des Uniklinikums Würzburg vor.

 

Kürzlich erschien im Springer Verlag Heidelberg ein über 500 Seiten mächtiges Werk mit dem Titel „Chirurgenlexikon. 2000 Persönlichkeiten aus der Geschichte der Chirurgie“. Autor ist Dr. Christoph Weißer, der bis vor drei Jahren Chirurg und Unfallchirurg am Uniklinikum Würzburg (UKW) sowie Lehrbeauftragter für Medizingeschichte an der Würzburger Universität war. In der Publikation stellt er in präzisen Kurzbiographien die Lebensdaten, den Werdegang, das Wirken und die Bedeutung von 2000 Persönlichkeiten dar, die für die Entwicklung der Chirurgie und der benachbarten Fachgebiete von der Antike bis zur Gegenwart eine Rolle spielten. Der Schwerpunkt liegt auf dem deutschsprachigen Raum, aber auch wichtige Personen anderer Sprachgebiete sind berücksichtigt. Entdeckungen, Erfindungen und Ersteingriffe, bedeutende Publikationen sowie weiterführende Literaturangaben ergänzen die Biographien. Zusätzlich listet das Lexikon die Lehrstuhlinhaber auf deutschsprachigen chirurgischen Ordinariaten mit Name und Wirkungszeit chronologisch auf, ebenso die Präsidenten deutschsprachiger chirurgischer Fachgesellschaften.

Am Freitag, den 5. Juli 2019, um 14:00 Uhr präsentiert Dr. Weißer sein Buch der interessierten Öffentlichkeit. Im Hörsaal des Zentrums für Operative Medizin des UKW an der Oberdürrbacher Straße wird er Beispiele aus dem Inhalt geben sowie den Entstehungsprozess des Werks verdeutlichen. Dessen Titelbild zeigt übrigens den historischen Hörsaal der ehemaligen Chirurgischen Klinik des Würzburger Uniklinikums.

 

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Forschungsstark, vielzitiert und international bestens vernetzt

Das „Leiden Ranking 2019“ ist erschienen. Es bekräftigt eindrucksvoll die nationale und internationale Forschungsstärke der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Fast jede zehnte Publikation, die im Zeitraum 2014 bis 2017 unter Beteiligung der Universität Würzburg entstanden ist, gehörte innerhalb ihres Fachgebiets zu den fünf Prozent meistzitierten Veröffentlichungen. Damit erreicht die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) im Leiden-Ranking im deutschlandweiten Vergleich einen hervorragenden vierten Platz und positioniert sich zudem unter den besten 120 Universitäten weltweit.

Betrachtet man die Ergebnisse des Leiden-Rankings für einzelne Fachgebiete, so fällt auf, dass die Universität Würzburg insbesondere in den Lebenswissenschaften herausragend aufgestellt ist: Hier gehört mehr als jede achte Publikationen zu den fünf Prozent meistzitierten Veröffentlichungen – so viel wie an keiner anderen deutschen Universität (Platz 1 in Deutschland, Platz 52 weltweit). Doch auch im Bereich Biomedizin und Gesundheitswissenschaften (Platz 3 in Deutschland, Platz 75 weltweit) sowie Mathematik und Informatik (Platz 9 in Deutschland, Platz 157 weltweit) gehört die JMU in Deutschland hier zur Spitzengruppe.

Internationale Vernetzung: Aufschluss zur Spitzengruppe

Der Anteil an Publikationen, die in Kooperation mit internationalen Forschungseinrichtungen entstanden sind, ist ein weiterer Indikator, der die Forschungsstärke der Universität eindrucksvoll unterstreicht: In den vergangenen Jahren ist an der JMU der Anteil dieser Veröffentlichungen kontinuierlich gestiegen: Von zunächst rund 47 Prozent im ersten Leiden Ranking (2011/12) auf mittlerweile knapp 60 Prozent. Damit positioniert sich die Universität Würzburg in diesem Jahr auch erstmals hinsichtlich der internationalen Ausrichtung ihrer Forschung unter den zehn besten deutschen Universitäten (Platz 8).

So funktioniert das Leiden Ranking

Das Leiden Ranking bestimmt die Forschungsstärke einer Universität ausschließlich anhand bibliometrischer Daten: Für das Ergebnis ausschlaggebend sind mithin die Anzahl der Publikationen sowie die Anzahl der Zitationen, die diese Publikationen erhalten. Umfragen, Studierenden- und Beschäftigtenzahlen, Dritt- und Haushaltsmittel sowie wissenschaftliche Preise und Auszeichnungen finden hingegen keine Berücksichtigung.

Um im Leiden-Ranking berücksichtigt zu werden, muss eine Universität in der Datenbank „Web of Science“ für den Zeitraum 2014 bis 2017 mindestens 1.000 englischsprachige Publikationen in international einschlägigen Fachzeitschriften vorweisen; 2019 erfüllen 963 Universitäten aus 56 Ländern diese Voraussetzung.

Das Leiden Ranking erlaubt dabei nicht nur eine gesonderte Betrachtung einzelner Fachgebiete oder Länder, sondern ermöglicht zudem auch eine Reihung der Universitäten nach unterschiedlichen Kriterien (etwa: Anzahl der Publikationen; Anteil aller Publikationen, die zu den fünf Prozent meistzitierten gehören; Anteil der Publikationen, die in internationaler Kooperation entstanden sind).

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