Aktuelle Pressemitteilungen

Abendsprechstunde: Das Uniklinikum Würzburg informiert über Angststörungen

Am Mittwoch, dem 10. Juli 2019, lädt das Uniklinikum Würzburg gemeinsam mit der Main-Post-Akademie zu einer „Abendsprechstunde“ über Angststörungen ein. Bei der kostenlosen Veranstaltung informieren drei Experten des Zentrums für Psychische Gesundheit des Uniklinikums Würzburg über die Ursachen, die Diagnose und die Therapiemöglichkeiten dieser verbreiteten Erkrankungsgruppe. Außerdem beantworten sie individuelle Fragen der Zuhörer/innen.

Abendsprechstunde, Referenten, Thema Angststörungen, Zentrum für Psychische Gesundheit, Uniklinik Würzburg
Prof. Dr. Marcel Romanos, Dr. Roxanne Sell und Privatdozent Dr. Stefan Unterecker (von links) referieren und informieren bei der Abendsprechstunde zu Angststörungen am 10. Juli 2019. Bilder (3): Uniklinikum Würzburg

Angst ist ein urmenschliches, mitunter lebensrettendes Gefühl. Wenn Ängste jedoch außer Kontrolle geraten und als sogenannte Angststörungen krankhaft werden, bedeutet das für die Betroffenen häufig massive körperliche und psychische Beschwerden, verbunden mit einem hohen Leidensdruck. Und diese Erkrankung ist keineswegs selten: Man schätzt, dass bis zu bis 14 Prozent der deutschen Bevölkerung unter einer behandlungsbedürftigen Angststörung leiden. Damit ist diese Erkrankungsgruppe die häufigste psychische Störung.

Grund genug, das Thema bei einer „Abendsprechstunde“ am Mittwoch, den 10 Juli 2019, aufzugreifen. Mit Prof. Dr. Marcel Romanos, Privatdozent Dr. Stefan Unterecker und Dr. Roxane Sell referieren zwei Experten und eine Expertin des Zentrums für Psychische Gesundheit des Uniklinikums Würzburg über die Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten bei Angststörungen. Gemeinsam werden sie Antworten geben auf Fragen wie: Was ist der Unterschied zwischen normaler Angst und Angststörungen? Warum entwickeln Kinder Ängste? Ab wann sollte man sich wegen einer Angststörung behandeln lassen und wie hoch sind die Erfolgschancen?

Die Abendsprechstunde ist eine kostenlose, öffentliche Veranstaltungsserie, die vom UKW gemeinsam mit der Main-Post-Akademie organisiert wird. Sie dauert von 18:00 bis 19:30 Uhr und findet im Hörsaal 1 der Zahnklinik am Pleicherwall in Würzburg statt.

 

Fragen schon bei der Anmeldung einreichen

Für die Teilnahme wichtig ist eine Anmeldung unter www.akademie.mainpost.de oder Tel: 0931/6001 6009. Eine besondere Chance: Zusammen mit der Anmeldung können Fragen eingereicht werden, die die Referentinnen und Referenten dann bei der Veranstaltung beantworten.

 

Pressemeldung als PDF zum Download

Mit wegweisender Krebsimmuntherapie-Studie im New England Journal of Medicine

Das Uniklinikum Würzburg war an einer internationalen Krebsimmuntherapie-Studie beteiligt, deren ermutigenden Ergebnisse im Januar dieses Jahres in der hochrenommierten Fachzeitschrift „The New England Journal of Medicine“ veröffentlicht wurden.

Der Wirkstoff Tisagenlecleucel gilt als Meilenstein in der modernen Onkologie. Er besteht aus zur menschlichen Immunabwehr gehörenden T-Zellen. Diese werden aus dem Blut des jeweiligen Krebspatienten gewonnen und gentechnisch so verändert, dass sie einen chimären Antigenrezeptor (CAR) herausbilden. Dieser Rezeptor richtet sich gegen CD19, ein Oberflächenantigen bestimmter Tumorzellen. Kommt nach der Infusion des Wirkstoffs eine den chimären Antigenrezeptor tragende T-Zelle mit einer CD19-tragenden Tumorzelle in Kontakt, wird die Immunabwehr-Zelle aktiviert. Sie vernichtet die Krebszelle und vermehrt sich. Dem Immunsystem des Patienten wird quasi beigebracht, den Krebs zu bekämpfen.

Eine mehrjährige internationale Studie zeigte, dass Tisagenlecleucel bei Erwachsenen mit akuter lymphatischer B-Zell-Leukämie oder aggressiven Lymphknoten-Tumoren in der Mehrzahl der Fälle dauerhaft zu einem vollständigen oder zumindest teilweisen Rückgang der Erkrankung führt.

Die Publikation zu dieser Studie erschien im Januar dieses Jahres im „New England Journal of Medicine“, einer der angesehensten medizinischen Fachzeitschriften der Welt.

 

Der Würzburger Beitrag zur Studie

Einen Teil dieses medizinischen Erfolgs und des mit der Veröffentlichung verbundenen Ansehens in der Fachwelt kann das Uniklinikum Würzburg (UKW), namentlich die Medizinische Klinik II, für sich beanspruchen. „Wir waren zusammen mit den Kollegen der Uniklinik Köln deutschlandweit die ersten, die im Rahmen der Studie diese CAR-T-Zellen klinisch eingesetzt haben“, berichtet Prof. Dr. Hermann Eisele. Der Direktor der Medizinischen Klinik II des UKW fährt fort: „Außerdem haben wir mit acht Patienten einen bedeutenden Teil der weltweit insgesamt 93 Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer beigesteuert und therapiert.“

Eine Therapie, die es durchaus in sich hat. „Auch wenn die Behandlung hochwirksam ist und schon als Revolution bezeichnet wird, darf man nicht glauben, dass diese leicht durchzuführen ist“, betont Prof. Einsele. Vielmehr bedarf es nach seinen Worten – nicht zuletzt wegen des Managements der möglichen massiven Nebenwirkungen – einer intensiven Überwachung und Betreuung der Patienten. Am Uniklinikum Würzburg übernahm diese Aufgabe teilweise die als zentrale Einrichtung des Klinikums etablierte und der Medizinischen Klinik II organisatorisch zugeordnete Early Clinical Trial Unit. Die von Dr. Marie-Elisabeth Goebeler geleitete interdisziplinäre Einheit ist auf die ambulante und stationäre Behandlung von Studienpatienten spezialisiert. Von klinischer Seite wurde die Studie von Prof. Dr. Stephan Mielke geleitet, der auch Co-Autor der Publikation ist. Prof. Mielke wechselte mittlerweile an das schwedische Karolinska-Institut. Die CAR-T-Zell-Therapie bei Lymphomen wird am UKW von Prof. Dr. Max Topp fortgesetzt, der zusammen mit Prof. Dr. Stefan Knop den Schwerpunkt Hämatologie an der Medizinischen Klinik II leitet.

 

 

Pressemitteilung als PDF zum Download

Uniklinikum Würzburg: Tarifausgleich sichert medizinische Forschung und Lehre

Durch den im Mai dieses Jahres vom Bayerischen Landtag verabschiedeten Doppelhaushalt 2019/2020 erhalten die Universitätsklinika in Bayern einen Tarifausgleich von insgesamt 19,7 Millionen Euro. Das Uniklinikum Würzburg begrüßt diese Entscheidung, die dazu beiträgt, dass Forschung und Lehre auf dem bisherigen hohen Niveau fortgesetzt werden können.

Forschung und Lehre, Uniklinik Würzburg, Personal- und Materialkosten, Labor,
Der Auftrag zu Forschung und Lehre führt an Universitätsklinika zu einem Mehraufwand an Personal- und Materialkosten. Bild: Daniel Peter / Uniklinikum Würzburg

Durch ihr Engagement in Forschung und Lehre haben Universitätsklinika im Vergleich zu anderen Krankenhäusern einen Mehraufwand an Personal- und Materialkosten. Dafür erhalten sie eine staatliche Unterstützung. Allerdings sorgten unter anderem regelmäßige Erhöhungen des Tarifvertrags für ein zunehmendes finanzielles Ungleichgewicht. „Seit Jahren geht die Schere zwischen dem Landeszuschuss für Personal und den Kosten in allen Bereichen immer weiter auf“, berichtet Prof. Dr. Georg Ertl, der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Würzburg (UKW). Um die steigenden Personalkosten aufzufangen, musste nach seinen Worten das UKW – wie auch die anderen Universitätsklinika – bisher an anderen Stellen Gelder einsparen.

Jetzt hat die bayerische Landespolitik auf diese Problematik reagiert: Dem von Bernd Sibler geführten Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst ist es im Mai dieses Jahres gelungen, den Zuschuss für Forschung und Lehre an die Tarifänderungen anzupassen. Laut Landtagsbeschluss wurde im Haushaltsplan 2019/2020 ein Tarifausgleich von insgesamt 19,7 Millionen Euro festgeschrieben.

„Durch diese Aufstockung können speziell die tarifbedingten Steigerungen vom Anfang dieses Jahres abgedeckt werden“, sagt Prof. Ertl und fährt fort: „Wir sind unserem Ministerium und dem Freistaat für diese Lösung sehr dankbar. Außerdem danke ich persönlich unserem Dekan, Prof. Dr. Matthias Frosch, der sich so vehement und letztlich erfolgreich für den Tarifausgleich eingesetzt hat.“

 

Pressemitteilung als PDF zum Download

Neu: Ausbildungsvergütung am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum für Gesundheitsberufe in Würzburg

Für die Schülerinnen und Schüler an den Berufsfachschulen für Diätassistenten, medizinisch-technische Laborassistenten, Radiologieassistenten und Physiotherapeuten am Uniklinikum Würzburg gibt es jetzt eine Ausbildungsvergütung.

MTA-Schule
Wer sich für Naturwissenschaften interessiert, kann als medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent einen vielseitigen Beruf ergreifen. Durch den Tarifvertrag sind die Berufsfachschüler nun während der dreijährigen Ausbildungszeit finanziell abgesichert. Bild: Daniel Peter / Uniklinikum Würzburg

Große Freude bei vielen Schülerinnen und Schülern der Berufsfachschulen am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum für Gesundheitsberufe in Würzburg: Das Uniklinikum Würzburg (UKW) bietet ihnen jetzt einen Ausbildungsvertrag mit entsprechender Ausbildungsvergütung an – und das rückwirkend zum 1. Januar 2019.
Möglich wurde dies durch den Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst im Frühjahr dieses Jahres. Die neuen Vereinbarungen an Unikliniken lehnen sich stark am Ausbildungsvertrag an, der für die Pflege gilt. So verdienen die Auszubildenden künftig im ersten Ausbildungsjahr 1.010,74 €, 1.070.80 € im zweiten und schließlich 1.167,53 € im dritten Ausbildungsjahr.

Ausbildungen durch Vergütung noch attraktiver

Anja Simon, die Kaufmännische Direktorin des UKW, und Christine Hildebrandt, die Leiterin des Beruflichen Schulzentrums, sind sich einig, dass die Vergütung die Ausbildung für die angehenden Diätassistenten, medizinisch-technischen Laborassistenten (MTA), Radiologieassistenten und Physiotherapeuten wesentlich attraktiver macht. Bisher mussten sich die Berufsfachschüler/innen über Nebenjobs, die Unterstützung ihrer Eltern oder die Zahlungen gemäß Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) finanzieren. Zusätzlich zur Ausbildungsvergütung bekommt jede/r erfolgreiche Absolvent/in eine Abschlussprämie von 400,– € als Einmalzahlung.

Auch ein Zeichen der Anerkennung

Iris Husslein, die Leiterin der Berufsfachschule für Physiotherapie, findet es besonders erfreulich, dass die verantwortungsvolle und zeitintensive Behandlung der Patienten durch die Auszubildenden so eine weitere Anerkennung findet. Für die MTA-Schule erwartet deren Leiterin, Carmen Troff, einen Anstieg der Bewerberzahlen. Leider sei der interessante und vielseitige Beruf der Medizinisch-technischen Radiologieassistentin und Laborassistentin vielen Schulabgängern bisher nicht hinreichend bekannt.
Sowohl an der Berufsfachschule für Diätassistenten, wie auch an der Berufsfachschule für MTA werden für das im September beginnende Schuljahr noch Bewerbungen entgegengenommen.
Weitere Details zu den Schulen unter dem Dach des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums für Gesundheitsberufe gibt es unter www.ukw.de/ausbildung-fort-und-weiterbildung/staatliches-berufliches-schulzentrum-fuer-gesundheitsberufe.

Pressemitteilung als PDF zum Download

MTA-Schule
Wer sich für Naturwissenschaften interessiert, kann als medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent einen vielseitigen Beruf ergreifen. Durch den Tarifvertrag sind die Berufsfachschüler nun während der dreijährigen Ausbildungszeit finanziell abgesichert. Bild: Daniel Peter / Uniklinikum Würzburg

Die Würzburger Universitätsfrauenklinik informiert über Blasen- und Senkungsbeschwerden

Am Dienstag, den 18. Juni 2019, informieren Experten der Würzburger Universitätsfrauenklinik in einer kostenlosen Abendveranstaltung über aktuelle Behandlungsmethoden bei unwillkürlichem Harnverlust und Senkungsbeschwerden.

 

„Senkungsbeschwerden und Inkontinenz sind kein unabwendbares Schicksal, sondern heutzutage mit vielen effizienten Methoden sehr gut behandelbar“, betont Prof. Dr. Achim Wöckel. Der Direktor der Frauenklinik und Poliklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW) fährt fort: „Allerdings hindert ein unnötiges Schamgefühl viele Frauen daran, sich professionelle Hilfe zu suchen – und das, obwohl Inkontinenz und Schmerzen ihre Lebensqualität oft stark beeinträchtigen.“ Hier wollen die Urogynäkologen des UKW den Betroffenen mit Information und Beratung helfen: Am Dienstag, den 18. Juni 2019, laden sie um 17:00 Uhr alle Interessierten zu einem Informationsabend in die Gaststätte B. Neumann am Würzburger Residenzplatz ein.

Laienverständliche Kurzvorträge

Prof. Wöckel stellt dort in seinem Vortrag das umfassende Betreuungsangebot vor, das die urogynäkologische Sprechstunde seiner Klinik bei Beckenbodenstörungen bietet.
Anschließend referiert der Geschäftsführende Oberarzt der Würzburger Universitätsfrauenklinik, Dr. Ralf Joukhadar, laienverständlich über die Vorteile der modernen Roboterchirurgie bei wiederkehrenden Senkungen.

Neue Behandlungsmöglichkeiten des unwillkürlichen Harnverlusts sind das Vortragsthema seiner Kollegin, Oberärztin Dr. Sophia Jeschke.

Raum für individuelle Fragen

Ab 18:00 Uhr haben die Teilnehmerinnen dann zudem bei einer Diskussionsrunde Gelegenheit, fundierte Antworten auf individuelle Fragen zu bekommen. Die Würzburger Universitäts-Frauenklinik ist eine langjährige Beratungsstelle der Deutschen Kontinenz Gesellschaft und kann sich auf eine hohe Expertise in diesem Themenkreis stützen.

Teil der Welt-Kontinenz-Woche

Der Infoabend ist Teil der Welt-Kontinenz-Woche 2019. Die jährlich stattfindende Aufklärungskampagne wurde von der Deutschen Kontinenz Gesellschaft ins Leben gerufen und bietet bundesweite Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen sowie Expertenvorträge für Betroffene und Mediziner/innen an.


Kostenlos, aber mit Anmeldung

Die Teilnahme am Würzburger Informationsabend ist kostenlos, allerdings wird um eine Anmeldung gebeten bei Gabriele Nelkenstock unter Tel: 0931/88079447 oder E-Mail: mail@ gundn-eventmanagement.de. Das detaillierte Programm findet sich im Internet unter www.frauenklinik.ukw.de.

 

Link zur Pressemitteilung

Das Uniklinikum Würzburg beteiligt sich an bundesweiter Kampagne für mehr Toleranz

Mit einer bundesweiten Aktion zum 7. Deutschen Diversity-Tag am 28. Mai setzen die Uniklinika ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Toleranz und Offenheit. Dazu stellen sie gemeinsam Mitarbeiter/innen aus ihren Reihen vor, die diese Vielfalt zeigen. Im Beitrag aus Würzburg zeigt eine Chirurgin aus dem Zentrum Operative Medizin die Facetten ihrer Tätigkeit.

Die Protagonistin des Universitätsklinikums Würzburg zur Kampagne "Vielfalt" der Deutschen Universitätsklinika

Um Patientinnen und Patienten bestmöglich zu behandeln und zu pflegen, ist das Zusammenspiel verschiedener Menschen, Kulturen und Nationen in medizinischer Versorgung, Forschung und Lehre von unschätzbarem Wert. Sinnbildlich dafür stehen die 34 deutschen Universitätsklinika mit ihren über 190.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Eine neue Kampagne der deutschen Uniklinika mit dem Titel „Vielfalt“ stellt das gesellschaftliche Miteinander in den Mittelpunkt. Die Geschichten der vorgestellten Beschäftigten handeln dabei von den beruflichen Herausforderungen an einem Uniklinikum, der Zusammenarbeit in Teams, aber auch von Persönlichem wie der eigenen Herkunft oder unterschiedlichen Lebenskonzepten.

Im Beitrag des Universitätsklinikums Würzburg geht es um eine Chirurgin aus dem Zentrum Operative Medizin: Privatdozentin Dr. Mia Kim ist Oberärztin der Allgemein- und Viszeralchirurgie, die seit 2008 am UKW tätig ist. „Ich liebe es, Dinge kritisch zu hinterfragen und bei Bedarf weiterzuentwickeln. Deshalb habe ich mich bewusst für eine Arbeit am Universitätsklinikum Würzburg entschieden, das hierfür den idealen Rahmen bietet“, erzählt Mia Kim.

Und über ihren Beruf als Chirurgin sagt die 39-jährige Medizinerin:  Chirurgie ist für mich das schönste Fach, weil es so unmittelbar am Patienten ist. Jeder Handgriff hat Konsequenzen für die Lebensqualität des operierten Patienten. Die Verantwortung dafür zu übernehmen, im Extremfall über Leben und Tod zu entscheiden, musste ich erst lernen. Das ist ein fortwährender Prozess, an dem ich gewachsen bin und nach und nach neue, anspruchsvollere Aufgaben hinzukamen. Damit einher habe ich beständig mein Fach- und methodisches Wissen erweitern können.“

Als Anhängerin medizinischer Innovation genießt es die Chirurgin zudem, eine optimale medizintechnische Infrastruktur am UKW vorzufinden, die ihr chirurgische Eingriffe beispielsweise mit Hilfe eines Roboterassistenten („DaVinci“) ermöglichen.


Am Ende dieses Beitrags finden Sie statt eines Videoclips das detaillierte Porträt von Frau Dr. Kim.

„Vielfalt“-Kampagne für gesellschaftliches Miteinander

Die Geschichten der Menschen werden ab diesem Tag auf verschiedenen Kanälen verbreitet, beispielsweise in den Social-Media-Auftritten und Homepages der einzelnen Uniklinika, vor Ort als Banner sowie auf der Homepage des Verbands der Universitätsklinika. Darüber hinaus zeigen die Infoscreens der Berliner S-Bahn über eine Woche lang einen 15-sekündigen Spot mit Gesichtern aus den Uniklinika.
Weitere Informationen zu den Mitarbeiter-Stories gibt es unter www.uniklinika.de und im Social Web unter den Hashtags #190000Gesichter #Vielfalt und #Toleranz.


 

 PD Dr. Mia Kim stellt sich vor

„Chirurgie ist für mich das schönste Fach“

„Ich liebe es, Dinge kritisch zu hinterfragen und bei Bedarf weiterzuentwickeln. Deshalb habe ich mich bewusst für eine Arbeit am Universitätsklinikum Würzburg entschieden, das hierfür den idealen Rahmen bietet“, erzählt Mia Kim. Seit 2008 ist die 39-Jährige Medizinerin mit koreanischen Wurzeln als Chirurgin am Universitätsklinikum Würzburg tätig. 2013 hat sie ihre Weiterbildung zur Fachärztin für Viszeralchirurgie abgeschlossen, 2015 folgte die Qualifikation zur Fachärztin für Proktologie (=Enddarmerkrankungen).

„Chirurgie ist für mich das schönste Fach, weil es so unmittelbar am Patienten ist“, begründet Mia Kim ihre Vorliebe für dieses Fachgebiet. „Jeder Handgriff hat Konsequenzen für die Lebensqualität des operierten Patienten. Die Verantwortung dafür zu übernehmen, im Extremfall über Leben und Tod zu entscheiden, musste ich erst lernen. Das ist ein fortwährender Prozess, an dem ich gewachsen bin und nach und nach neue, anspruchsvollere Aufgaben hinzukamen. Damit einher habe ich beständig mein Fach- und methodisches Wissen erweitern können. Diese Herausforderungen zu meistern und Erfolgserlebnisse zu verbuchen, hat mich auf meinem Weg bestärkt und sehr motiviert. Heute befinde ich mich in der komfortablen Situation, aus dem komplexen chirurgischen Repertoire für jeden Patienten das geeignete Verfahren anbieten zu können“, so die Oberärztin. „Das schenkt mir Gelassenheit.“ Als Anhängerin medizinischer Innovation genießt es die Chirurgin zudem, eine optimale medizintechnische Infrastruktur am UKW vorzufinden, die ihr chirurgische Eingriffe beispielsweise mit Hilfe eines Roboterassistenten („DaVinci“) ermöglichen.

Neue Generation von Chirurginnen

Die Medizinerin steht stellvertretend für eine neue Generation von Chirurginnen, die zurzeit Einzug hält in das bisher von Männern dominierte Fachgebiet. Diese Entwicklung beobachtet sie auch im eigenen Würzburger Uniklinikum: „Ich bin stolz darauf, wie professionell und selbstbewusst meine jüngeren Kolleginnen in der Chirurgie ihren beruflichen Weg gehen.“ Für einen erfolgreichen Weg sind weibliche Vorbilder besonders hilfreich, wie Mia Kim selbst erfahren hat. „Gerade in schwierigen, herausfordernden Situationen haben mich diese bestärkt, meine Ziele konsequent zu verfolgen.“ Ich empfinde es als eine der verantwortungsvollsten Aufgaben nun selber den medizinischen Nachwuchs auf seinem Weg in der Chirurgie mit Wissen und Erfahrung begleiten zu dürfen. „Aktuell genieße ich die Situation, so wie sie ist – beruflich und privat“, resümiert die engagierte Chirurgin. Die gebürtige Rheinländerin ist in Unterfranken heimisch geworden, die Umstellung von Bier auf Wein ist geglückt. An ihrem „kleinen Juwel“, dem UKW, fühlt sie sich wohl. Sie weiss es zu schätzen, dass das UKW als größter Arbeitgeber in der Region trotzdem seinen persönlichen Charakter bewahrt hat.

Uniklinikum Würzburg: Infotag zu neuen Therapieangeboten bei chronischen Schmerzen

Am Mittwoch, den 5. Juni 2019, findet der bundesweite „Aktionstag gegen den Schmerz“ statt. Das Zentrum für interdisziplinäre Schmerzmedizin des Uniklinikums Würzburg stellt in diesem Jahr neue Behandlungsmöglichkeiten bei chronischen Schmerzen in den Mittelpunkt. Multiprofessionelle Experten widmen sich in kostenlosen Kurzvorträgen Themen wie invasive Methoden, alternative Verfahren, Schmerz und Psyche sowie Cannabis bei chronischen Schmerzen.

 

Rund 23 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter chronischen Schmerzen. Bei sechs Millionen davon sind die Schmerzen so ausgeprägt, dass sie sich im Alltag und im Berufsleben beeinträchtigt fühlen. „Entsprechend hoch ist das Informationsbedürfnis“, sagt Prof. Dr. Heike Rittner, die Leiterin der Schmerztagesklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW), und fährt fort: „Deshalb nutzen wir den diesjährigen bundesweiten ‚Aktionstag gegen den Schmerz‘, um vor allem über aktuelle Therapieangebote zu berichten.“

Multiprofessionelle Kurzvorträge

Das Zentrum für interdisziplinäre Schmerzmedizin (ZIS) des UKW veranstaltet am Mittwoch, den 5. Juni 2019, einen öffentlichen Informationstag, der sich an alle Interessierten richtet. Zwischen 15:00 und 18:00 Uhr gibt es im Hörsaal des Zentrums für Operative Medizin (ZOM) an der Oberdürrbacher Straße ein dichtes Programm von multiprofessionellen Kurzvorträgen. Prof. Claudia Sommer aus der Neurologischen Klinik und Poliklinik Würzburg wird als neue Präsidentin der Deutschen Schmerzgesellschaft über Forschungsentwicklungen und Bündnisse mit Patientenvertreterinnen sprechen. Darüber hinaus werden Fragen thematisiert wie: Wann helfen invasive Methoden? Wann lohnt sich Cannabis bei chronischen Schmerzen? Welche aktuellen Ideen gibt es zum Zusammenhang von Schmerz und Psyche? Welche neuen alternativen Verfahren bietet das ZIS?
Außerdem wird die Versorgungsforschungsstudie „PAIN 2020“ vorgestellt. Hierbei können Versicherte der Barmer Ersatzkasse neben einer multiprofessionellen Einschätzung ihrer Beschwerden von einem von zwei neuen, ambulanten Therapieprogrammen profitieren.

Infostände in der Magistrale und „Café Schmerz“

Ergänzend dazu wird in der Magistrale des ZOM ein „Marktplatz“ aufgebaut mit Infoständen zu Themen wie Transkutane elektrische Nervenstimulation, Schmerzstudien, Aromapflege und Palliativmedizin. Im „Café Schmerz“ stehen außerdem Ärztinnen und Ärzte aus Anästhesie, Neurologie, Neurochirurgie und Psychosomatik für eine individuelle Beratung zur Verfügung. In den Räumen der Physiotherapie werden am Milonzirkel Übungen bei chronischen Schmerzen demonstriert.

Der Besuch des Infonachmittags ist kostenlos und ohne vorherige Anmeldung möglich. Das detaillierte Programm ist im Internet abrufbar unter www.ukw.de/schmerzzentrum.

Über den „Aktionstag gegen den Schmerz“

Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Nervenschmerzen, Tumorschmerzen – Millionen Menschen in Deutschland leiden an chronischen Schmerzen. Viele von ihnen sind nach Einschätzung der Deutschen Schmerzgesellschaft unterversorgt. Um die öffentliche Aufmerksamkeit auf die in diesem Fall nach wie vor unzureichenden Rahmenbedingungen des Gesundheitssystems zu lenken, veranstaltet die Deutsche Schmerzgesellschaft jährlich den bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“.

Link zur Pressemitteilung