Ausstellung über Tod und Sterben lädt zum Nachdenken ein

Wie gehen wir mit Sterben, Tod und Abschied um? Eine Ausstellung im Zentrum für Innere Medizin des Uniklinikums Würzburg nähert sich dieser Frage aus unterschiedlichen Perspektiven. Erarbeitet wurde sie von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Veitshöchheim, die sich intensiv mit einem Thema auseinandergesetzt haben, das viele Menschen verdrängen.

Würzburg. Das Uniklinikum Würzburg (UKW) und das Gymnasium Veitshöchheim laden zur Eröffnung einer besonderen Plakatausstellung ein. Unter dem Leitthema „Tod und Sterben“ präsentieren 14 Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Gymnasiums Veitshöchheim die Ergebnisse eines P-Seminars im Leitfach Religion. Die Ausstellung wird am Donnerstag, 25. Juni 2026, um 18:00 Uhr in der Magistrale des Zentrums für Innere Medizin (ZIM) des UKW an der Oberdürrbacher Straße eröffnet. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. 

Ganzheitliche Annäherung an ein Tabuthema

„Ausgangspunkt des Projekts war die Frage, wie sich junge Menschen einem Thema nähern können, das gesellschaftlich oft tabuisiert wird“, berichtet die Seminarleiterin Katharina Weikert und fährt fort: „Die Schülerinnen und Schüler entschieden sich hierbei für einen ganzheitlichen Ansatz. Die Ausstellung beleuchtet medizinische, gesellschaftliche, kulturelle und religiöse Aspekte von Sterben und Tod und regt zugleich zur persönlichen Reflexion an.“ 

Wichtige Impulse und Informationen erhielten die Jugendlichen durch Gespräche mit diversen Expertinnen und Experten. Zu diesen zählte auch Prof. Dr. Carmen Roch, die Leiterin des Interdisziplinären Zentrums Palliativmedizin am UKW. Von ihr erfuhren die Schülerinnen und Schüler bei einem Klinikbesuch im November 2025 mehr über das Konzept der Palliativmedizin, die Versorgung schwerkranker Menschen sowie den Umgang mit Sterben und Abschied. Die Professorin freute sich sehr über die Anfrage und das Interesse der Schülerinnen und Schüler. „Ich finde es ausgesprochen mutig und bemerkenswert, sich bereits zu einem Zeitpunkt über schwere Krankheit, Sterben und Tod zu informieren, an dem diese Themen emotional oft noch weit entfernt erscheinen“, betont Roch. 

Plakate und interaktive Elemente

Die Ausstellung umfasst fünf Plakate zu unterschiedlichen Facetten. Neben der Palliativmedizin werden auch das Bestattungswesen, der Umgang mit Tod und Trauer in verschiedenen Weltreligionen sowie persönliche Perspektiven und Erfahrungen thematisiert. Interaktive Elemente laden die Besucherinnen und Besucher dazu ein, sich mit ihren eigenen Gedanken und Einstellungen auseinanderzusetzen. 

Die Schau ist bis zum 11. September 2026 zu sehen. 

Text: Pressestelle / UKW

Palliativmedizin Aspekte
Ausschnitt aus dem Plakat, das die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Veitshöchheim zum Aspekt Palliativmedizin gestaltet haben. © Gymnasium Veitshöchheim

Ausschnitt aus dem Plakat, das die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Veitshöchheim zum Aspekt Palliativmedizin gestaltet haben. © Gymnasium Veitshöchheim