Fibromyalgie: Neue Studie startet an der Uni

Wie beeinflusst Fibromyalgie Partnerschaften? Diese Frage steht im Zentrum einer neuen Studie an der Universität Würzburg. Dafür werden noch Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht.

 

Menschen mit Fibromyalgie müssen oft nicht nur mit chronischen Schmerzen, Erschöpfung, Schlafstörungen und weiteren Beschwerden leben. Die Erkrankung kann auch das Zusammenleben mit Partnerinnen und Partnern sowie das Familienleben verändern. Um mehr über diese Veränderungen zu erfahren, sucht die Universität Würzburg Betroffene und deren Partnerinnen oder Partner für zwei neue wissenschaftliche Fokusgruppen.

Im Mittelpunkt der Studie stehen die Auswirkungen von Fibromyalgie auf Paarbeziehungen und den gemeinsamen Alltag. Die Forschenden möchten besser verstehen, welche Herausforderungen die Erkrankung für Beziehungen mit sich bringt, wie Paare damit umgehen und welche Veränderungen sie erleben. Darüber hinaus soll untersucht werden, welche Rolle die Erkrankung bei Konflikten oder Trennungen spielen kann.

Die Teilnehmenden sind eingeladen, ihre persönlichen Erfahrungen in moderierten Online-Gesprächsrunden einzubringen. Die Fokusgruppen finden in einem geschützten Rahmen unter psychologischer Begleitung statt. Pro Gruppe nehmen fünf bis zehn Personen teil. Die Gesprächsrunden dauern jeweils zwei Stunden.

Wer kann teilnehmen?

Gesucht werden Menschen mit diagnostizierter Fibromyalgie sowie deren Partnerinnen und Partner. Voraussetzung ist die Bereitschaft, über persönliche Erfahrungen zu berichten und der wissenschaftlichen Verwendung der erhobenen Daten zuzustimmen.

Termine der Fokusgruppen

Für die erste Fokusgruppe zum Thema „Fibromyalgie in Familien und Paarbeziehungen“ werden folgende Termine angeboten:

• Betroffene: 8. Juli 2026 oder 13. Juli 2026
• Partnerinnen und Partner: 9. Juli 2026 oder 15. Juli 2026

Die Gesprächsrunden finden jeweils von 18 bis 20 Uhr online über Zoom statt.

Eine zweite Fokusgruppe richtet sich an Betroffene ohne Partnerin oder Partner. Sie beschäftigt sich mit der Frage, wie Fibromyalgie Partnerschaften verändern oder zu Trennungen führen kann. Die Termine sind:

21. Juli 2026 oder 23. Juli 2026, jeweils von 18 bis 20 Uhr

Anmeldung

Interessierte können sich bis zum 3. Juli 2026 anmelden bei Saskia Drapart, T 0163 691 98 67, E-Mail: intervention@ uni-wuerzburg.de  
Alternativ ist eine Anmeldung auch per E-Mail an maria.klier@ stud-mail.uni-wuerzburg.de möglich.

Wissenschaftlicher Hintergrund

Die Fokusgruppen werden im Rahmen der Arbeitsgruppe Interventionspsychologie von Professorin Andrea Kübler durchgeführt. Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit neuen Interventionsmöglichkeiten zur Bewältigung des Lebens mit chronischen Schmerzen. Moderiert werden die Fokusgruppen von Maria Klier, Masterstudentin der Allgemeinen Psychologie, und Saskia Drapart, Doktorandin. Therapeutisch begleitet werden die Gesprächsrunden von Dr. Karolin Teichmüller.

 

Pressemitteilung der Universität Würzburg vom 24. Juni 2026