Neubau des UKW: Grünes Licht für hochinnovative Energiezentrale

Energiekonzept umfasst u.a. Wärmepumpen, Erdwärme (Geothermie), Eisspeicher sowie Wärme- und Kältespeicher / "Vorbildfunktion für andere Klinikneubauten"

Würzburg. Der nächste Meilenstein für das Erweiterungsgelände Nord am Universitätsklinikum Würzburg (UKW): Der Haushaltsausschuss im Bayerischen Landtag hat am 15. Juli auch der 2. Teilbaumaßnahme zur Erschließung für das Bauprojekt zugestimmt. Dabei geht es um die Errichtung einer neuen und hocheffizienten Energiezentrale für den Neubau sowie um die technische Infrastruktur und logistische Erschließung. Damit stehen für die ersten beiden Teilbaumaßnahmen rund 714,9 Millionen Euro zur Verfügung. Die bereits zuvor bewilligte erste Teilbaumaßnahme umfasst umfangreiche Maßnahmen zur Baufeldfreimachung und Vorbereitungen für die Baulogistik.

„Das ist ein weiteres starkes Bekenntnis für Spitzenmedizin in Bayern am Standort Würzburg. Diese Entscheidung unterstreicht erneut das enorme Engagement und die kontinuierliche Unterstützung des Freistaates Bayern und zahlreicher Landtagsabgeordneter für die Universitätsmedizin Würzburg und den Neubau auf dem Erweiterungsgelände Nord“, betont Prof. Dr. Tim J. von Oertzen, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKW.

Auch Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume freute sich über die Entscheidung: „Bei unseren Uniklinika geht es jetzt Schlag auf Schlag – Ende Juni im Kabinett, jetzt, Mitte Juli gibt es bereits für Würzburg und weitere zentrale Maßnahmen grünes Licht durch den Landtag. Das ist ein klares Bekenntnis des Parlaments und ein entscheidender Schritt: Das größte Uniklinika-Bauprogramm des Freistaats nimmt jetzt richtig an Fahrt auf. Herzlichen Dank an die Kolleginnen und Kollegen aus dem Bayerischen Landtag für die klare Haltung – die Spitzenmedizin ist uns zu Recht lieb und teuer.“

Energiekonzept hat Vorbildfunktion

Die neue Energiezentrale auf dem Erweiterungsgelände Nord erfüllt modernste Ansprüche der sicheren und nachhaltigen Energieversorgung. Sie setzt dabei ausschließlich auf regenerative Energien. Das Energiekonzept umfasst u.a. Wärmepumpen, Erdwärme (Geothermie), Eisspeicher sowie Wärme- und Kältespeicher. Natürlich werden auch die Anforderungen für eine sichere Notstromversorgung erfüllt. „Mit dem Energiekonzept übernimmt das UKW auch eine Vorbildfunktion für andere Klinikneubauten, wenn es um den Einsatz regenerativer Energien geht“, sagt Philip Rieger, Kaufmännischer Direktor der Würzburger Uniklinik.

Umfangreiche Erschließungsmaßnahmen für den Neubau nötig

Bereits im April gab der Haushaltsauschuss grünes Licht für die 1. Teilbaumaßnahme zur Erschließung für das Erweiterungsgelände Nord am Universitätsklinikum Würzburg. Bevor die Errichtung der Klinikneubauten im 1. Bauabschnitt beginnen kann, ist eine umfangreiche Baufeldfreimachung nötig. Zu den Maßnahmen zählen etwa die Errichtung eines Ersatzparkplatzes für die Dauer der Bauphase und eines Interims-Hubschrauberlandeplatzes, Oberbodenabtrag und Teilaushub, die Errichtung von Trafostationen zur Baustromversorgung, die Herstellung von Baustraßen außerhalb des Baufeldes und die Verlegung von Leitungen. Die Verlagerung der Parkplätze und des Hubschrauberlandeplatzes ist nötig, da der künftige Neubau auf den Flächen entsteht, die aktuell hierfür genutzt werden. Wenn diese Ersatzflächen in Betrieb genommen werden, beginnen die Vorab-Aushubarbeiten auf dem eigentlichen Baufeld. Das Projekt auf dem Erweiterungsgelände Nord des UKW ist eine der größten Baumaßnahmen in Bayern.

Neubau führt Klinikbereiche zusammen

Der erste Bauabschnitt auf dem Erweiterungsgelände Nord des UKW mit 276 Betten wird zukünftig für die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, die Augenklinik (beide bisher in der Kopfklinik) und die Frauenheilkunde entsprechende Operationssäle, Intensivpflegeplätze und Zentraleinrichtungen auf einer Nutzungsfläche von insgesamt ca. 30.000 Quadratmetern Platz bieten. Damit werden modernste Räumlichkeiten geschaffen, mit denen die jetzigen Flächen aus den 1970er (Kopfklinik) bzw. 1930er Jahren (Frauenklinik) ersetzt werden

Das Modell zeigt den geplanten ersten Bauabschnitt für das Erweiterungsgelände Nord am UKW. Im Herbst 2026 können nun die Vorabmaßnahmen zur Erschließung starten. Fotonachweis: H.-P. Wuthenow
Das Modell zeigt den geplanten ersten Bauabschnitt für das Erweiterungsgelände Nord am UKW. Im Herbst 2026 können nun die Vorabmaßnahmen zur Erschließung starten. Fotonachweis: H.-P. Wuthenow

Das Modell zeigt den geplanten ersten Bauabschnitt für das Erweiterungsgelände Nord am UKW. Im Herbst 2026 können nun die Vorabmaßnahmen zur Erschließung starten. Fotonachweis: H.-P. Wuthenow