Seit 15 Jahren Förderer der CI-Selbsthilfe

Die HNO-Klinik des Universitätsklinikums Würzburg unterstützt seit dem Jahr 2011 offiziell die Selbsthilfe für Menschen mit Cochlea-Implantat. Die Deutsche Cochlea Implantat Gesellschaft (DCIG) und deren Fachzeitschrift „Schnecke“ bedankten sich für die 15-jährige Förderung mit einer Urkunde.

 

Würzburg. Cochlea-Implantate (CI) ermöglichen es tauben oder hochgradig schwerhörigen Kindern und Erwachsenen, wieder zu hören und zu verstehen. Am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) wurden in den vergangenen 25 Jahren über 3.500 der Hörprothesen implantiert. „Gerade im damit verbundenen Rehabilitationsprozess spielt die Selbsthilfe eine zentrale Rolle. Sie ergänzt die medizinische und therapeutische Versorgung, indem sie den Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen Orientierung, Erfahrungsaustausch und emotionale Unterstützung bietet“, unterstreicht Prof. Dr. Stephan Hackenberg. Der Direktor der HNO-Klinik des UKW fährt fort: „Deshalb sind wir seit dem Jahr 2011 offizieller Förderer der CI-Selbsthilfe bei der DCIG, der Deutschen Cochlea Implantat Gesellschaft e.V.“

Finanzielle Unterstützung und fachlicher Austausch

Anlässlich dieses 15-jährigen Jubiläums besuchte am 1. Juli 2026 eine Delegation der DCIG und der von der Gesellschaft herausgegebenen Fachzeitschrift „Schnecke – Leben mit Cochlea-Implantat & Hörgerät“ das UKW und überbrachte eine Urkunde. Dabei bedankte sich Dr. Roland Zeh, der Präsident der DCIG, nicht nur für die finanzielle Unterstützung durch die Würzburger Klinik, sondern vor allem auch für den kontinuierlichen und intensiven fachlichen Austausch. Michaela Peterhoff, die Leiterin der CI-Selbsthilfegruppe Würzburg-Unterfranken, ergänzte: „Selbsthilfe lebt davon, dass es Orte gibt, an denen Menschen mit einer Hörschädigung willkommen sind – nicht als Fall, sondern als Mensch. Diese Klinik ist ein solcher Ort.“

Das CHC Würzburg als wegweisende Einrichtung

Prof. Dr. Kristen Rak, der leitende Arzt des Bereichs Implantierbare Hörsysteme der HNO-Klinik, nutzte das Treffen, um den Gästen die Struktur und die Leistungen des Comprehensive Hearing Centers (CHC) Würzburg vorzustellen. Das 2009 gegründete interdisziplinäre Hörzentrum des UKW fasst sämtliche an der Versorgung von Schwerhörigen beteiligten Fachgruppen räumlich kompakt zusammen. Die Patientinnen und Patienten werden ganzheitlich, interdisziplinär und individuell zu allen aktuellen Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten beraten. Zu den Angeboten gehören ein Neugeborenen-Hörscreening genauso wie die Versorgung mit den modernsten Hörgeräten und implantierbaren Hörsystemen. Dies schließt die lebenslange Nachsorge bei diesen Hörhilfen mit ein. „Gerade auch CI-Trägerinnen und -Träger profitieren von dieser hochspezialisierten Betreuung“, erläuterte Rak. Hinzu kämen am Zentrum viele interdisziplinäre Forschungsprojekte, die unter anderem Eingang in die Entwicklung neuer Hörhilfen finden.

Text: Pressestelle / UKW
 

Delegation der DCIG und der von der Gesellschaft herausgegebenen Fachzeitschrift „Schnecke – Leben mit Cochlea-Implantat & Hörgerät“ das UKW und überbrachte eine Urkunde.
Von links: Dr. Roland Zeh (Präsident DCIG), Sonja Oligmacher (Vizepräsidentin DCIG) und Marisa Strobel (Chefredakteurin „Schnecke“) überreichten die Dankesurkunde für die 15-jährige Förderung an Prof. Dr. Stephan Hackenberg (Klinikdirektor) und den Prof. Dr. Kristen Rak (Leitenden Oberarzt, beide HNO-Klinik des Uniklinikums Würzburg). © Helmuth Ziegler / UKW

Von links: Dr. Roland Zeh (Präsident DCIG), Sonja Oligmacher (Vizepräsidentin DCIG) und Marisa Strobel (Chefredakteurin „Schnecke“) überreichten die Dankesurkunde für die 15-jährige Förderung an Prof. Dr. Stephan Hackenberg (Klinikdirektor) und den Prof. Dr. Kristen Rak (Leitenden Oberarzt, beide HNO-Klinik des Uniklinikums Würzburg). © Helmuth Ziegler / UKW