Glossar

B
Bewegungsstörungen
Gruppe neurologischer Erkrankungen, die sich durch eine Verschlechterung der Beweglichkeit oder durch unwillkürliche Bewegungen oder Verkrampfungen äußern
Die Ursache liegt meist in Gehirn oder Rückenmark. Beispiele für Bewegungsstörungen im Erwachsenenalter sind Parkinson, Dystonien, Zittererkrankungen, Tics, Restless-Legs-Syndrom oder Chorea Huntington. Im Kindesalter treten sie zum Beispiel nach einer frühkindlichen Hirnschädigung auf (Zerebralparesen), aber auch in Form von Dystonien und anderen paroxysmalen Bewegungsstörungen, als Tics oder sogenannte Stereotypien.
Bilirubin
Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin, das von der Leber über die Galle in den Dünndarm ausgeschieden wird
Bindehaut
auch Konjunktiva; feine drüsenreiche Schleimhaut, welche die hintere Seite der Augenlider überzieht und über den Bindehautsack in die Lederhaut am Augapfel übergeht
Sie ermöglicht das reibungslose Gleiten des Auges bei Bewegungen, blockiert das Eindringen von Krankheitserregern und versorgt mit ihren feinen Blutgefäßen die Hornhaut mit Nährstoffen. Bei einer als Konjunktivitis bezeichneten Entzündung kommt es zum typischen rotunterlaufenen Auge.
Binge-Eating
Essstörung, die durch übermäßige, häufige Heißhunger- und Essattacken gekennzeichnet ist
Biofeedback
Methode, mit der Vorgänge und Reaktionen im Körper bewusst gemacht werden, die in Abhängigkeit zu bestimmten Verhaltensweisen und Tätigkeiten stehen
So können beispielsweise bei Stress oder Anspannung der Blutdruck und der Puls stark ansteigen. Durch gezieltes Entspannen kann man beidem aktiv entgegenwirken, so dass Blutdruck und Pulsfrequenz sinken. Auch in der Schmerztherapie wird das Verfahren zunehmend angewandt, um unbewusste Muskelanspannungen und -verkrampfungen abzubauen.
Biologika
gentechnisch hergestellte Eiweißmoleküle, die Entzündungsbotenstoffe hemmen
Biopsie
Entnahme und Untersuchung von körpereigenem Material (meist Gewebe)
Dieses wird unter dem Mikroskop auf krankhafte Veränderungen des feingeweblichen Aufbaus untersucht. 
Bisphosphonate
Gruppe von Medikamenten, die bei Knochenerkrankungen eingesetzt werden
Angewendet werden sie etwa bei Osteoporose in der Menopause, in der Kinderheilkunde auch bei chronisch nichtbakterieller Osteomyelitis oder Osteogenesis imperfecta.
Blasendruckmessung
Messung von Druckveränderungen in der Harnblase mittels Messsonden und einem Katheter, der in die Harnblase gelegt wird
Nach vollständiger Entleerung wird die Blase langsam mit Kochsalzlösung gefüllt. Eine in der Harnblase und eine im Enddarm liegende Messsonde registrieren die Druckveränderungen während der Füllungs- und Entleerungsphase, auch unter Husten oder Pressen. Der Verlauf der Druckkurven gibt Hinweise auf die zugrundeliegende Inkontinenz.