Glossar

L
L-Dopa
Eiweiß, das im Gehirn zu dem Botenstoff Dopamin umgewandelt wird und so den bei Morbus Parkinson bestehenden Dopamin-Mangel ausgleichen kann
Lagerungsschwindel
auch benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel, kurz BPLS; häufige, harmlose, aber unangenehme Form des Schwindels
Der Drehschwindel, teils mit Erbrechen, entsteht durch losgelöste Kalkkristalle im Gleichgewichtsorgan und wird typischerweise durch eine Lageänderung, beispielsweise Hinlegen, ausgelöst. Ist die Diagnose gestellt, wird oft durch eine einfache Bewegungsabfolge, das sogenannte Befreiungsmanöver, Beschwerdefreiheit erreicht.
Lambert-Eaton-Syndrom
auch Lambert-Eaton-Myasthenie-Syndrom, kurz LEMS; sehr seltene Erkrankung, die häufig in Zusammenhang mit einer Krebserkrankung auftritt und bei der die Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel gestört ist
Im Gegensatz zur häufigeren Myasthenia gravis bessert sich die Muskelschwäche zunächst nach Belastung, bevor eine massive Ermüdung eintritt.
Laparoskop
spezielles Endoskop, das zur Bauchspiegelung oder zu minimal-invasiven Eingriffen im Bauchraum oder Beckenraum dient
Laparoskopie
Bauchspiegelung; endoskopische Untersuchung der Bauchhöhle
Über einen kleinen Schnitt in der Bauchdecke wird ein sogenannter Trokar eingeführt. Durch dieses röhrenförmige chirurgische Arbeitsgerät lassen sich die stabförmige Kamera sowie Operationsinstrumente vorschieben, mit denen Untersuchungen, Entnahmen von Gewebeproben oder sogenannte minimal-invasive Eingriffe durchgeführt werden können.
LDL
kurz für Low-Density-Lipoprotein; Untergruppe des Cholesterins mit geringer Dichte
Das LDL-Cholesterin begünstigt Ablagerungen in den Gefäßen und damit Arteriosklerose mit all ihren Folgen wie erhöhten Blutdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Das Cholesterin sollte im Gegensatz zum HDL-Cholesterin möglichst niedrige Werte im Blut aufweisen.
Leberinsuffizienz
Ausfall der Leberfunktionen, der entweder plötzlich eintreten kann (akut) oder über einen längeren Zeitraum (chronisch)
Lebersche kongenitale Amaurose
erblich bedingte Degeneration der Aderhaut und Funktionsstörung der Licht aufnehmenden Zellen in der Netzhaut des Auges
Die Folge ist eine nicht zu verhindernde Erblindung im jungen Erwachsenenalter, oft bereits sogar in der Kindheit. In der Regel sind mehrere Gene betroffen, allerdings scheint das RPE65 eine zentrale Rolle zu spielen. 
Leberzirrhose
narbiger Umbau des Lebergewebes infolge einer chronischen Leberschädigung, zum Beispiel durch Alkoholmissbrauch, chronische Hepatitis oder andere chronische Lebererkrankungen